Tierträume

Freitag, 14. September 2007

Heidschnucken

Mitten in einer Herde grauer Heidschnucken in einem Kellergewölbe, später draußen auf einer Weide.

Bemerkung: Seit vorgestern hängt in meiner Couchecke ein Heidschnuckenfell, allerdings ist es elfenbeinfarbig und nicht grau, wie die Heidschnucken in meinem Traum.

Mittwoch, 29. August 2007

Spinnenfäden mit roten Punkten

Erst war es nur eine schwarze Spinne, die an einem senkrechten Faden blitzschnell hinauf und hinunter kletterte, doch bald wurden es mehr, die an ihrem Faden zwischen Himmel und Erde hingen und denen ich eilig versuchte auszuweichen. Dabei fiel mir etwas Merkwürdiges auf: an den Fäden befanden sich in regelmäßigen Abständen, als wären es Knoten, rote Punkte.

Bemerkung: Der Ursprung dieses Traumes war nicht schwer zu erraten. Ich mußte sofort an das Gespräch mt meinem Kumpel denken. Als ich ihm nämlich von meiner buntgestreiften Hausspinne erzählte, machte er einen kleinen Scherz in Form von "rote Punkte und kariert". *gg*

Donnerstag, 2. August 2007

Death Proof und das wilde Nashorn

In meiner Firma gibt es zwei kostenlose Karten für "Death Proof" von Tarantino, es können also zwei Mitarbeiter ausgesucht werden, die in diesen Film gehen dürfen. Ich befinde mich unter den Mitarbeitern meiner alten Abteilung und es steht irgendwie sofort fest, ohne dass jemand gefragt wurde, dass Kollegin M. in den Film geht. Ich finde das irgendwie ungerecht, deshalb stelle ich mich einfach dazu und sage, dass ich auch in den Film möchte. Kollege Sch. meldet sich und ergreift Partei für mich. Er sagt, es könne ja nicht sein, dass jemand, der sich ständig auf Schulungen rumtreibt und wenig arbeitet, dafür noch belohnt wird. Dann werden alle Kollegen befragt, ob sie damit einverstanden sind, wenn ich in den Film gehe und sie nicken diese Entscheidung ab. Als nächstes befinde ich mich vor dem Kino, wo eine kilometerlange Schlange steht, mindestens so lang, wie die Schlangen an der Mauer, als die DDR geöffnet wurde. Ich denke mir, dass ich doch niemals in das Kino komme, wenn ich mich hinten anstelle, und es gelingt mir, mich weiter vorne in die Massen hineinzudrängeln. Im Kino angelangt, stellt sich jetzt heraus, dass ich ein bestimmtes Dokument brauche (es sieht aus, wie ein Einschreiben), um in den Film gelassen zu werden. Ich habe aber nichts in den Händen. So ein Mist! Warum habe ich daran nicht gedacht? Ist doch klar, dass die irgendwas sehen wollen. Da legt mir Kollegin P., die anscheinend auch in den Film geht, irgendein anderes Formular hin, wo ich einfach was raufschreiben soll. Dies soll dann ausreichen, also tue ich das.

Wieder mal auf Reisen, allerdings kann ich im Traum selbst nicht ausmachen, wo ich mich befinde. Ich schwanke zwischen Mittelmeerküste/Adria und der Nähe von Paris. Nachdem ich durch verschiedene Landschaften gewandert bin, mache ich Pause in einem Park. Anscheinend ist es ein Tierpark, denn es gibt dort eine riesige Sandkiste, in welcher ein Nashorn herumtollt und sich im Sand wälzt. Komischerweise ist kein Zaun um diese Sandkiste, aber ich denke mir, das wird schon seine Richtigkeit haben und das Nashorn wahrscheinlich harmlos sein. Ich sitze also auf einer Bank und beobachte das Nashorn. Dieses wird immer ausgelassener und wilder, schmeißt sich in den Sand, tobt wieder hoch, es wird immer wütender und plötzlich rast es aus der Sandkiste mitten in den Park auf ein Paar Leute los. Diese liegen schließlich dicht zusammengepfercht in einer Ecke, es scheint ihnen aber nichts passiert zu sein.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Der guterzogene Hund

Meine Tante ist die Leiterin, bzw. Besitzerin einer Privatschule, die sie von meinen Großeltern geerbt hat. Es ist Besuch anwesend und es kommt noch jemand mit einem großen Schäferhund dazu. Ich streichle den Hund, da zeigt jemand schräg hinter mich, wo meine Tante ist und sagt "Da ist die Leiterin!". Sofort springt der Hund mit allen Vieren von sich gestreckt auf meine Tante zu, als sei er außer sich vor Freude, und läßt sich von ihr fangen. "Der Hund weiß wirklich, wie man sich benimmt." sage ich darauf sowohl anerkennend als auch leicht sarkastisch, weil der Hund sich wie ein autoritätsliebender Mensch verhält.

Etwas Ärger über meine Mutter, weil sie von meinem Haufen weißes Plastikbesteck einiges davon weggegeben und verschenkt hat. Eigentlich bin ich gar nicht damit einverstanden. Später mit Auto in einem Fußgängertunnel. Ich weiß nicht, wie ich da hineingekommen bin, aber am anderen Ende, wenn es die Treppen nach oben geht, muss ich wieder aus dem Auto aussteigen. Seltsame Gestalten treiben sich im Tunnel herum. Sie scheinen alle Masken vor den Gesichtern zu tragen. Es dauert eine Weile, bis ich erkenne, dass es nur Masken sind und die nicht wirklich so aussehen.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Die Spinne und der Frosch

Geburtstagsvorbereitungen, ich denke, es ist mein Geburtstag. Meine Schwägerin kommt gehetzt zur Tür hinein, wirft mir ein ein ein paar Taschen zu, verschwindet. Ich sitze an einem Regal mit Essen und knabbere an einem großen ungeschnittenem, kastenförmigen Marmorkuchen. Etwas später in der alten Wohnung meiner Eltern. Meine Mutter zeigt mir den Wintergarten, der früher immer rumpelig war. Sie hat ihn aufgeräumt und einen Tisch mit Stühlen hineingestellt. Es gefällt mir. Sie macht den Tisch immer größer, klappt Platten aus oder stellt andere Tische heran. Anscheinend wird Besuch erwartet. Schließlich blicke ich über eine große, aber vollkommen leere Tischfläche. Eine helle sandfarbene und ziemlich große Spinne krabbelt darauf herum. Sie krabbelt ziemlich schnell weiter, auf den Fußboden herunter und immer in meine Richtung. Ich gehe deshalb Schritt für Schritt zurück, damit sie nicht zu nahe kommt. Leider habe ich nur Strümpfe an. Hätte ich Schuhe an, würde sie keine Chance haben. Inzwischen bin ich schon durch das Wohnzimmer bis in den Korridor hinein und luge um die Ecke in das Zimmer, da sehe ich, wie die Spinne plötzlich von einem grünen Frosch geschnappt wird. Den hatte ich vorher nicht gesehen. Er schluckt seine Beute hinunter und keine Spinne ist mehr da.

Später stehe ich an einem Ort, der über und über glatt und gleichmäßig gepflastert ist. Er zieht sich bis zum Horizont. Es gibt nichts anderes als Gehplatten. Ich denke an die Spinne und frage mich, ob sie hier, nur auf Steinen, überleben könnte. Dann glaube ich, dass so wohl die Zukunft aussieht. Bin ich vielleicht schon in der Zukunft? Auf der rechten Seite in einiger Entfernung entdecke ich nun einen grünen idyllischen Ort. Es ist ein Platz aus meiner Kindheit, schöner als ich ihn in Erinnerung habe. Da wurden anscheinend blühende Abhänge angelegt und auch ein kleiner Teich oder Wasserlauf. Er ist nur so weit weg.

Sonntag, 24. Juni 2007

Die Totenkopfeidechse und das zerstörte Vogelhaus

Ich bin mitten im Winter auf dem Weg zu meiner alten Schule. Dabei sitze ich auf einem Schlitten und bewege auf ihm irgendwie selbst fort. Unterwegs treffe ich eine Frau, die vor mir stehen bleibt und mich grüßt. Ich frage mich, ob ich sie kenne, komme aber nicht darauf woher. Sie scheint mir völlig fremd zu sein. Trotzdem lade ich sie ein, sich auf meinen Schlitten zu setzen und tue so, als wüßte ich ganz genau, wer sie ist. Sie nimmt meine Einladung an und quetscht sich vor mir auf den Schlitten. So fahren wir bis zur Straßenecke. Dort steigt sie wieder ab und wir unterhalten uns sehr nett. Plötzlich scheint sich ihr Gesicht zu verändern und es fällt mir wie Schuppen von den Augen - es ist die Lieblingskollegin meines Kollegen M., und wir unterhalten uns weiter nett. Am Himmel erscheinen seltsame Zeichen, wie riesige in Aquarell gemalte Buchstaben. Wir schauen sie an und unterhalten uns darüber, wie die Konturen in den Wolken verschwinden.

Später beobachte ich im Traum das rege Treiben an meinem Vogelhäuschen. Nicht nur die Vögel mögen es und zanken sich regelrecht darum, auch meine verstorbene Katze, die ich davon zurückhalten muss. Dabei fällt mir eine schwarze Eidechse auf, die in meine Richtung schlängelt. Aber das seltsamste an ihr ist, dass sie wirkt, als wäre sie ein Holzspielzeug. Sie bewegt sich zwar, läuft und schlängelt, scheint aber aus schwarzem Holz gearbeitet zu sein, das mit Metallgelenken miteinander verbunden ist. Es gibt außerdem goldfarbene Beschläge, welche die dekorative Zeichnung der Eidechse darstellen. Bei genauerem Hinschauen erkenne ich dicht hinter dem Kopf einen goldfarbenen Totenkopf auf dem Rücken. Dann fällt mir auf, dass die Vögel das Vogelhaus inzwischen zerlegt haben, es ist nur noch das Dach da, so haben sie gehaust.

Bemerkung: Während des zweiten Traums drang immer wieder der Heidenlärm in mein Bewußtsein, den die Vögel an meinem echten Vogelhäuschen machten, in welches ich eine Handvoll Mohnkörner von meinen Mohnbrötchen gelegt hatte. Bei diesem Spektakel musste es im Schlaf wohl so scheinen, als nähmen sie das Vogelhaus auseinander.

Nachtrag: So im Nachhinein vermute ich, dass es im Traum keine Eidechse, sondern ein Feuersalamander war. Das würde gut passen, nur dass er im Traum in einzelne Teile untergliedert war und die gelben Flecken durch Goldbeschläge dargestellt.

Samstag, 17. März 2007

Die andere Realität und Berlin durcheinandergewürfelt (Rosenquarz)

Ich habe einem seltsamen Mann, der mich eingeladen hat, eine Abfuhr erteilt und halte nun eine Kiste mit Unmengen Massageaufsätzen jeder Größe in der Hand, die er mir gegeben hat. Ich habe keine Ahnung, wozu er die sammelt und mir gibt, deshalb schaue ich sie nur kurz durch, um sie dann wegzuwerfen. Später liege ich auf dem Boden eines fremden Zimmers und sehe durch Tischbeine hindurch mir die untersten Regalfächer an. Dort entdecke ich interessante Sachen, wie zum Beispiel ein sehr dickes und großes Buch über Kusch, das auch "Kusch" heißt, und von einer Rosemarie Bütz geschrieben ist. In meinem Bewußtsein weiß ich, dass dies das Arbeitszimmer einer Bloggerin ist, ich denke sogar genau dieser Rosemarie Bütz, welche eines dieser erst letztens erwähnten elitären Weblogs führt. Gleichzeitig während ich da unter dem Tisch liege, sehe ich auch ein Chatgespräch vor Augen, das sich vor weißem Hintergrund langsam fortsetzt ohne dass ich den Text mitlese.
Im weiteren Traumverlauf wache ich nun auf, bzw. glaube aufzuwachen, bleibe aber noch ein bißchen in meinem Bett liegen um zu dösen und ziehe mir die Decke über die Ohren. Da merke ich, wie plötzlich weiche Pfoten zu mir hinaufspringen und meine Katze angeschnurrt kommt, um halb unter die Bettdecke zu kriechen und sich auf dem Kopfkissen neben mir zusammenzurollen. Sie ist viel kleiner und jünger als früher und mir fällt im Traum überhaupt nicht ein, dass sie tot ist, weshalb ich auch nicht merke, dass dies noch immer nur ein Traum ist. Doch sie ist irgendwie unruhig und kaum hat sie sich zusammengerollt, springt sie schon wieder auf und tappt jetzt dauernd mit den Pfoten gegen meine Hand, so als wolle sie mich wecken, auf irgendwas aufmerksam machen oder mich mit sich ziehen. Ich wundere mich erst, denke aber dann, dass sie mir vielleicht was zeigen will und stehe auf. Sie springt sofort aus dem Bett und läuft in den Flur, ich hinterher, und dort, mitten im Korridor, bleibt sie stehen, macht sich steif, fällt auf den Rücken, so dass ich nur noch ihren weißen Bauch sehe, und stellt sich tot. Nanu, frage ich mich, machen sowas nicht nur Kaninchen? Und was will sie mir damit sagen? Ich kann hier im Flur noch nichts auffälliges bemerken. Aber dann gehe ich in die Küche und irgendwas ist anders. Ich brauche einen Augenblick, um zu begreifen, dass die Küche normalerweise nicht so leer ist. Es fehlt der größte Teil der Möbel sowie Spüle, Herd und Kühlschrank. Irgendjemand hat sich während ich schlief dort zu schaffen gemacht, alle Geräte rausgeräumt und angefangen, geschwärzte Fliesen an der Wand anzubringen. Ich bin entsetzt und denke zuerst an den Vermieter, doch verwerfe das wieder und halte es nun für einen Racheakt des verschmähten Herrn aus meinem Traum. Komischerweise ist aber die Tür im Flur fest verschlossen und auch kein Anzeichen zu bemerken, dass jemand eingebrochen ist. Während ich sie untersuche, spähe ich durch den Spion in den Hausflur. Ich erkenne nur einen Auschnitt der Tür meines Nachbarn und der Wand daneben. Im ersten Moment sieht alles wie immer auf, nur dass neben der gegenüberliegenden Tür ein Zettel an der Wand hängt. Was mein Nachbar wohl damit mitteilen will? Doch dann bemerke ich, dass die Tür ganz anders aussieht als in Wirklichkeit. Es ist nun die Flügeltür eines Altbaus und an ihr hängt ein weißes Schild mit Sprechzeiten. Eine Arztpraxis! Wie geht das denn? Meine Verwirrung ist nun so groß, dass ich mit einer mittleren Panik und schwer atmend tatsächlich erwache.
Ich schlummere erneut ein und finde mich mitten in Berlin wieder, unter einer Brücke, die eine Straße entlang bis zum Alex führt. Die muss neu sein und ich nehme mir vor, da oben mal zu laufen, weil man bestimmt einen viel schöneren Ausblick hat. Dann befinde ich mich vor dem Haus meines Bruders. Über mir fliegen riesige dunkle Vögel. Es sind Adler und sie halten Junge in ihren Klauen. Sie sind direkt über mir und ein Gefühl der Bedrohung sagt mir schon, was gleich passiert. Einer der gigantischen Vögel läßt sein Junges fallen und es schlägt ganz knapp neben mir auf dem Bürgersteig auf. Zum Glück wurde ich nicht getroffen. Während der kompletten Zeit herrscht schon ein seltsames Treiben in der Straße und anscheinend in ganz Berlin, denn alles an Straßenmobiliar, was sich bewegen läßt, wie Straßenschilder, öffentliche Toiletten und anderes, wird abgebaut und an anderen Plätzen wieder aufgebaut, so dass nichts mehr stimmt. Alles ist bunt durcheinandergewürfelt. So kommt es auch, dass vor dem Haus meines Bruders nun eines der Schilder steht, die sonst im Lustgarten vor dem Dom stehen. Als ich genauer hinschaue, ist es jedoch mit Reederei und Alex beschriftet, was natürlich auch überhaupt nicht richtig ist. Anscheinend habe ich vor dem Haus auf der Straße eine große Kaffeetafel aufgebaut. Ich weiß zwar nicht zu welchem Anlaß, aber auf alle Teller, es dürften mehr als zehn sein, wurden von mir Schaumküsse verschiedener Variation verteilt, mal mit dunkler Schokolade, mal mit weißer Schokolade und teilweise auch mit Schoko-Schaumfüllung. Nur die Gäste fehlen noch. Weit und breit ist niemand zu sehen.
Sehr dunkel habe ich außerdem das Gefühl, dass in meinen Träumen auch mein Vater vorkam und irgendwas mit einer Beerdigung, aber ich kann mich nicht wirklich an irgendwas erinnern.

Bemerkungen: Solche "Zwischenträume" wie im ersten Teil erinnern mich an "The Others", weil man sich selbst wie ein Geist fühlt, der auf einer "falschen" Realitätsebene herumirrt und von einem Schock in den nächsten fällt, weil auf dieser Ebene immer wieder Dinge geschehen, die nicht zu der Realität passen, in der man sich eigentlich wähnt. Oder man könnte es auch mit "Mulholland Drive" vergleichen, wenn in eine angenommene Realität immer wieder Visionen von Parallelwelten eindringen, die zu einer kompletten Verwirrung führen. Im Nachhinein vermute ich ja, dass mich meine Katze mit ihrem Totstellen darauf aufmerksam machen wollte, dass ich mich noch nicht ganz in meiner "normalen" Bewußtseinsebene befinde. Sie hat mich sozusagen mit der Nase daraufgestoßen und es pantomimisch dargestellt, aber ich war zu blöd, das zu kapieren, deshalb brauchte es erst den Schock, um aufzuwachen. Manchmal stelle ich mir vor, dass es beim Sterben genauso sein könnte. Das Bewußtsein ist noch da und wähnt sich auf einer Ebene, wo es all die Jahre zugebracht hat. Vielleicht braucht es dann auch erst eines Schocks, um zu begreifen, dass man irgendwo in einer Illusion festhängt und nicht mehr in das alte Leben zurückkehren kann. Dieser Gedanke kommt mir auch deshalb ständig, weil ich mal erlebt habe, wie ich während einer Ohnmacht "träumte", bzw. mich mit meinem Bewußtsein bei mir zu Hause befand, während ich eigentlich auf einer Straße lag. Da kann ich nur hoffen, dass meine Katze mich auch in meiner letzten Stunde nicht im Stich läßt und führt, sich dann aber was besseres einfallen läßt, um mich zu erleuchten. *gg*
Zum zweiten Traum gäbe es zu erwähnen, dass es eine Geschichte gibt, wie einmal in einem Biergarten ein dicker Ast haarscharf an mir vorbei heruntergekracht ist. Allerdings war ich noch so klein, dass ich mich daran selbst nicht erinnern kann.

Artemidoros: Ein Adler, der sich auf den Kopf des Träumenden niederläßt, prophezeit diesem den Tod; denn was er einmal mit seinen Fängen packt, tötet er.

Zitat: Deshalb kann man den Rosenquarz für alle Lebenssituationen empfehlen, in denen ein Umbruch bzw. Neubeginn stattfindet: zB bei der Geburt, in der Pubertät, Schwangerschaft, Berufswechsel, Wechseljahre, Scheidung, als Sterbehilfe.

Stichworte: Übergang?

Dienstag, 27. Februar 2007

Der Bär

Bären gelten als Beschützer der Kinder, des Waldes und der Natur, sie setzen sich für den Ausgleich von Unrecht jeder Art ein, sogar mit ihrem Leben. Gemäß einigen Erzählungen und Legenden wird dem Bären nachgesagt, dass er niemals irre.....Bärengeschichten und Erzählungen zählen zu den Einweihungsmythen; der Bär verweist auf den alten Pfad der großen Göttin. In der Mythologie ist er ihr zugeordnet, da er gemäß den Zyklen der Natur lebt, Erde und Leben beschützt: Er war der griechischen Mondgöttin Artemis (röm. Diana) geweiht; die keltische Mondgöttin Berne wurde als Bär dargestellt, ebenso Thor in der nordischen Sagenwelt, wohin auch die Bären Atli und Atla gehören, welche die Pole männlich und weiblich symbolisieren. Dem Bär ist die Rune Thurisaz, der Torweg, zugeordnet. Sie steht für Stärke, Ruhe, Innenschau, Rückblick, Innehalten, bevor man weitergeht, einen neuen Zyklus, Verteidigung, unbewußten Willen und Triebkraft....
Um sich zu regenerieren, eine Lösung oder Antwort zu finden, brauchen Menschen mit dem Bären als Krafttier nichts als ihre Bärenhöhle, Ruhe, Schlaf oder einen Gang allein in den Wald. Der Rest erledigt sich von allein. In der Zeit des Rückzugs und der Ruhe, während denen sie über ihre Träume in Anderswelten eingeweiht werden, empfangen sie Botschaften, die sie, wenn die Zeit reif ist, in die Welt geben. Der Bär zeigt, dass alles in uns liegt und dass es wichtig ist, sich auf den Herzschlag zu konzentrieren, unserem Inneren zu lauschen...
Der Bär verleiht die Fähigkeit, in der inneren und äußeren Welt zu sein, nach innen zu gehen und seinen Standpunkt unabhängig von anderen zu formulieren. Er ist ein guter, schützender Begleiter in allen schamanischen Angelegenheiten.

Traumdeutung: Der Bär lenkt unseren Blick auf die Zeitqualität, die wir prüfen sollen. Er weist auf Botschaften aus dem Unterbewußtsein hin, welche wahrgenommen werden sollen. Er verkörpert die Gefahren, die von dort drohen, und fordert uns auf, hinzuschauen und uns unserer inneren Welt zu stellen, statt vor ihr davonzulaufen.
Affirmation: Ich bin allseits geschützt, was immer ich tue.

(aus "Krafttiere begleiten dein Leben" von Jeanne Ruland)

Der Bär zeigt uns, wie wir ungeahnte innere Energiespeicher anzapfen können. Durch Meditation und Arbeit mit dem Bärensymbol können Sie im inneren Ihrer Seele - sozusagen Ihrer heiligen Bärenhöhle - Antworten auf Ihre Fragen finden.
(aus "Die Botschaft der Krafttiere" von Ted Andrews)

In der Kunst: Bären stehen für die Todsünden Völlerei und Zorn

volkstümliche Traumdeutung:
europ.: - Erscheint ein Bär einer jungen Frau im Traum, muß sie mit einer gefährlichen Rivalin oder einem anderen Mißgeschick rechnen.
ind. : - du kannst im Spiel Erfolg haben, aber übertreibe es nicht.

Der orangefarbene Problembär

Verwinkelte Gänge eines Dachbodens. Von einem schmalen, finsteren, geht ein noch kleinerer ab - schräg, wie die Verästelung eines Zweiges. Er führt im Halbkreis als Treppe irgendwo nach oben. Über den ersten Absatz der Treppe ist ein fast unsichtbarer Draht gespannt. Sieht so aus, als wollte wer nicht, dass jemand die Treppe hinaufgeht. Neugierig steige ich trotzdem vorsichtig über den Draht. Es ist noch jemand anderes dabei. Die Treppe ist schmal und auch niedrig, so dass man sich ducken muss. Nur ein paar Stufen höher sehe ich schon, wohin sie führt - ein winziger Treppenabsatz, nicht größer als ein Bett, der mit Lumpen und Decken ausgepolstert ist. Ein wenig erinnert der Anblick an ein Nest. Anscheinend hält sich hier regelmäßig jemand auf. Ich äußere den Verdacht, dass dies das Versteck eines Kindermörders ist, und weil wir uns leicht gruseln, verlassen wir den Treppengang wieder.
Nun befinde ich mich mit meinem Cousin J. in einer Wohnung. Vielleicht war er es auch schon, der auf dem Dachboden dabei war. Wir liegen zusammen in einem weiß bezogenem Bett, ich mit dem Rücken zu ihm. Ich höre, wie er hinter mir ejakuliert, dann sprechen wir miteinander über irgendwas , wobei J. verärgert klingt. "Du ärgerst dich ja nur, weil du nicht mit mir schlafen darfst." sage ich zu ihm.
Jetzt stehen in einer Wohnung (dieselbe?) die Fenster offen und bieten einen kilometerweiten Blick bis zum Ufer des Meeres. Es scheint ein schöner Spätsommertag zu sein, es ist warm und die Sonne scheint. Trotzdem ist das Meer recht bewegt, so bewegt, dass man noch so weit entfernt die hohen Wellen sieht und auch das Brausen hört. Am intensivsten ist jedoch der Geruch, der zum Fenster herüberfliegt - der frische Geruch von Algen, Wasser und Strand. Spontan entschließen sich meine Mutter, meine Tante und ich, zum Meer hinunter zu fahren. Genaugenommen ist es nur eine Bucht, den mehrere Brücken führen hinüber und auf der anderen Seite gibt es irgendeinen Tierpark oder ähnliches. Doch noch vor der Brücke steht plötzlich ein meterhoher aufgerichteter, leuchtend orangeroter Bär vor uns. Er läuft auf zwei Beinen, ist doppelt bis dreifach so groß wie ein Mensch und wirkt ziemlich bedrohlich. Sofort stehen wir alle still und wagen kaum zu atmen, da wir wissen, dass es noch gefährlicher wäre, wenn wir jetzt abrupte Bewegungen machen oder gar weglaufen. Er scheint auch tatsächlich nur neugierig zu sein, haut aber und zu mit einer Tatze um sich. Erst beschnüffelt er meine Mutter und meine Tante, dann geht er an ihnen vorbei und kommt auf mich zu. Die Spannung zwischen dem Wunsch wegzulaufen und der Disziplin, still stehen zu bleiben, wird fast unerträglich. Ich erwarte jeden Moment, dass mir seine Tatze um die Ohren fliegt, doch auch an mir geht er vorbei, immer auf zwei Beinen, und steuert auf meine verstorbene Katze zu , die sich in einem Graben zusammengerollt hat. Normalerweise wäre sie fauchend aufgesprungen und weggeschossen, aber unerklärlicherweise bleibt sie vollkommen unbeteiligt liegen. Der Bär läßt sich auf seine vier Beine runter und beginnt sich an ihr zu schaffen zu machen, am liebsten würde ich ihr zurufen, dass sie weglaufen soll, weiß jedoch nicht, ob der Ruf oder das Weglaufen die Sache nicht noch verschlimmern. Irgendwie fürchte ich schon, dass der Bär meine Katze frisst, sie mit zwei Bissen verschlingt, aber dann stellt sich heraus, dass der Bär sie nur beschnüffelt und beleckt. Man bekommt fast den Eindruck, dass die beiden sich mögen.

Sonntag, 28. Januar 2007

Das zickenverschlingende Beuteltier und herbstliche Baumalleen

Ich bin irgendwo unterwegs, später sehe ich das als den Tierpark an, wo ich kleines weißes Zicklein herumlaufen und lustig meckern sehe. Nur aus dem Augenwinkeln nehme ich war, wie ein größeres Tier heranstürmt und schwupps, ist das Zicklein weg. Das große Tier hat es mit einem Happen verschlungen! Ich kann es kaum fassen und als das große Tier, welches ich im Traum ein Beuteltier nenne, das aber vom Aussehen her mehr ein Bär ist, gemächlich an mir vorbeitrottet, ist ihm nichts davon anzumerken, dass es sich gerade ein ganzes Zicklein einverleibt hat. Ich fragte mich, was dies wohl als Omen für mich bedeutet, wenn ich sowas im Tierpark erlebe. Dann sehe ich auf einmal meine verstorbene Katze vor mir sitzen. Sie sitzt aufgerichtet da und rührt sich nicht, als würde sie gerade etwas beobachten. Ich streiche ihr über das Fell und kraule sie am Hals, sofort schmiegt ihren Kopf in meine Hand.
Später bin ich mit anderen an einem zauberhaften Ort. Wir laufen durch Straßen mit unheimlich hohen, aber herrlich gelb, orange und rot gefärbten Bäumen. Sie sind viel höher als normale Bäume und scheinen im Himmel zusammenzuwachsen. Dazwischen stehen idyllische kleine Häuschen mit Blumen vor den Fenstern. Ich würde gerne stehen bleiben und fotografieren, aber leider haben es die anderen aus irgendeinem Grund sehr eilig, so dass ich hinter ihnen her eile und im schnellen Gehen versuche, noch das ein oder andere Foto zu "erwischen". Allerdings will das nicht so recht gelingen, da der Fotoapparat beschädigt zu sein scheint. Er funktioniert zwar noch, aber irgendwas stimmt mit den Knöpfen nicht mehr, so dass ich ständig an ihnen rumschrauben muss, während ich den anderen hinterhereile.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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