Kurzträume und Fragmente
Kugelschreiberklapse auf seinen Allerwertesten, genau drei Stück an der Zahl, gewünscht vom Kollegen K.F., mit dem ich mich in angeregter Plauderei befinde, die etwas Verspieltes hat. Mit den Klapsen geht es dann schon leicht ins Erotische über, aber na gut, wenn es ihm Spaß macht.
Ein Fieberthermometer in einem Glas. Angeblich kann das Thermometer dank einer neuen Technologie, obwohl es im Glas steht, meine Körpertemperatur messen. Deshalb erschrecke ich etwas, als die Anzeige weit über die 40 schnellt. Was? So hoch? Das geht doch gar nicht. Und ich fühle mich auch nicht entsprechend. Dann entdecke ich hinter dem Glas eine Wärmequelle, die wie eine kleine Sonne leuchtet. Ach deshalb! Irgendwie scheint die Zweckmäßigkeit dieser Erfindung verfehlt.
Kurzträume und Fragmente - Donnerstag, 7. Januar 2010, 15:19
Im Traum führte ich eine interessante Diskussion mit jemandem darüber, ob es erlaubt sei, hinter dem Rücken von einer Person über sie zu reden. Mein Standpunkt war, daß jeder das Recht hat, auch hinter dem Rücken von anderen die Meinung über sie zu äußern, daß es aber, sollte es jemand tun und dabei vielleicht sogar negative Dinge verbreiten, von schlechter Erziehung, mangelndem Respekt und fehlendem Einfühlungsvermögen zeugt. Begrenzt wird dieses Recht nur durch Gesetze, die Verleumdung, Beleidigung o.ä. unter Strafe stellen. Mein Diskussionspartner war nun völlig anderer Meinung und bestand darauf, daß hinter dem Rücken reden absolut verboten ist. Bevor wir uns einigen konnten, war der Traum vorüber.
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 11. Dezember 2009, 21:05
Familientreffen in einem fremden Haus mit darum befindlichem Garten. Im ersten Teil des Traumes eine bedrohliche Atmosphäre mit feindlichen und gefährlichen Gästen. Ein Unwetter zieht heran, Blitze schießen herab, schwarze Wolken, wir ziehen uns in das Haus zurück und urplötzlich sind all die feindlichen Gäste "zahm" und völlig harmlos. Ich schenke meiner Mutter das Fotobuch, welches ich als Weihnachtsgeschenk vorbereitet habe. Sie blättert interessiert darin und ist sehr angetan, doch eines der Fotos scheint ihr zu mißfallen. Gleich darauf äußert sie ihre Kritik: Ich hätte für das Foto nicht genug recherchiert. Ein Notenblatt darauf stimme nicht. Ich hätte mehr recherchieren sollen, bevor ich fotografiere. Die Kritik finde ich ungerechtfertigt, schließlich habe ich etwas so fotografiert, wie es sich mir gezeigt hat. Oder glaubt sie vielleicht, ich hätte das Foto gestellt? Dies sage ich ihr auch sehr deutlich, jedoch heiter und ohne von der Kritik getroffen zu sein. Wahrscheinlich ist meine Mutter gerade nur etwas wunderlich drauf.
Kurzträume und Fragmente - Donnerstag, 3. Dezember 2009, 21:40
Windgrün
Ein scharfer Wind bläst und mir fällt auf, daß um mich herum die Formen verschwimmen. Es scheint, als stehe ich mitten in einem mit lockerem Pinsel gemalten Gemälde. Das ist seltsam. Wieso sieht alles um mich so aus, als sei es gemalt? Dann entdecke ich: Der Wind ist schuld. Während sonst die Formen der Blätter und Bäume zu erkennen sind, mischt der Wind und die Bewegung alles zu einem einzigen Farbauftrag.
Hochzeitsreise
Mein Spielfreund M. hat mich zu seiner Hochzeitsreise eingeladen. Das ist ja schön, daß er heiratet, aber wieso lädt er mich zu seiner Hochzeitsreise ein? Sollen wir zu dritt reisen? Was sagt seine Braut dazu? Macht man denn sowas? Das ist irgendwie etwas respektlos seiner Frau gegenüber, finde ich. Deshalb werde ich die Einladung auch nicht annehmen.
Spiegel
Mein eigenes Spiegelbild. Es erscheint mir fast ein wenig fremd. Besonders überraschend empfinde ich die Intensität meiner Augen.
Kurzträume und Fragmente - Montag, 23. November 2009, 23:45
Windgrün
Ein scharfer Wind bläst und mir fällt auf, daß um mich herum die Formen verschwimmen. Es scheint, als stehe ich mitten in einem mit lockerem Pinsel gemalten Gemälde. Das ist seltsam. Wieso sieht alles um mich so aus, als sei es gemalt? Dann entdecke ich: Der Wind ist schuld. Während sonst die Formen der Blätter und Bäume zu erkennen sind, mischt der Wind und die Bewegung alles zu einem einzigen Farbauftrag.
Hochzeitsreise
Mein Spielfreund M. hat mich zu seiner Hochzeitsreise eingeladen. Das ist ja schön, daß er heiratet, aber wieso lädt er mich zu seiner Hochzeitsreise ein? Sollen wir zu dritt reisen? Was sagt seine Braut dazu? Macht man denn sowas? Das ist irgendwie etwas respektlos seiner Frau gegenüber, finde ich. Deshalb werde ich die Einladung auch nicht annehmen.
Spiegel
Mein eigenes Spiegelbild. Es erscheint mir fast ein wenig fremd. Besonders überraschend empfinde ich die Intensität meiner Augen.
Kurzträume und Fragmente - Montag, 23. November 2009, 21:48
Elsa gibt mir ein längeres Schriftstück, welches ich lesen soll, denn sie möchte mich um einen Gefallen bitten, bzw. etwas fragen. Vielleicht ist es ein Brief. Ich lese den Text sehr gründlich und aufmerksam, Wort für Wort, es geht wohl um einen Mann aus Berlin, bzw. das Schriftstück ist von einem Mann aus Berlin. Sie möchte wissen, ob Berlin 3 und Berlin 4 oder Berlin 5 und Berlin 6 richtig ist. Ganz spontan tippe ich auf Berlin 5 und Berlin 6, weiß es aber leider nicht hundertprozentig. Sie scheint etwas enttäuscht und ich sage zu ihr, daß man das ja ganz einfach im Postleitzahlenverzeichnis nachschauen könne. Ich hätte sogar eines da. Aber das muntert sie nicht auf. Sie wollte es wohl unbedingt von mir wissen. Plötzlich bemerke ich, daß ich mitten in einer riesigen Pfütze Blut stehe, und denke bei mir: "Hey, ich sollte heute nicht zur Arbeit gehen!"
Nach dem Aufwachen dachte ich sofort: "Hey, nach so einem Traum solltest du heute nicht zur Arbeit gehen. Lust habe ich sowieso keine.". Ich war dann aber doch und es gab keine besonderen Vorkommnisse.
Kurzträume und Fragmente - Montag, 16. November 2009, 23:48
Eine Kathedrale oder große Kirche weitet sich, dehnt sich aus, als wäre sie ein Organ, das mit Atem gefüllt wird.
Kurzträume und Fragmente - Donnerstag, 5. November 2009, 23:54
Ein Gebäude mit langen Gängen, die sich in Abständen zu Nischen und Sälen verbreitern. Dort stehen jeweils riesengroße Kartons, in denen Stoffreste von früheren Klamotten gesammelt werden. Dabei wird darauf geachtet, daß immer in einen Karton dieselbe Art von Stoff kommt - ein Karton nur für Gekrinkeltes, ein Karton für Pelzreste, ein Karton für Jeansstoff usw. Aus diesen Resten werden neue Produkte hergestellt, welche gleich daneben auf Bügeln hängen und gekauft werden können. Während ich durch die Gänge gehe und die vielen bunten Stoffreste betrachte, fallen mir kurze schwarze Pelzjäckchen auf. Die nehme ich genauer unter die Lupe, ob ich mir eines kaufe? Ach nein, so hundertprozentig gefallen sie mir nicht und sehen außerdem etwas klein aus. Als ich das Gebäude verlasse und wieder die Treppe zu meiner Wohnung hinaufkomme, fällt mir auf, daß ich die ganze Zeit einen weißen Schal wie eine Stola um meinen Kopf gelegt hatte. Das sieht ziemlich bescheuert aus. Ein wenig, als hätte ich Zahnschmerzen. Kein Wunder, daß mich die Leute alle so komisch angucken.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 31. Oktober 2009, 00:04
Der Anrufbeantworter leuchtet rot durch meine Nacht. Von überall her höre ich die Stimme meines Vaters, ätzend und aufbrausend, im Streit mit jemanden. Ich denke, das gibt es doch gar nicht, er ist tot. Wieso höre ich ihn dann ständig, als würde er leben? Werde ich vielleicht wahnsinnig? Bin ich verrückt und höre Stimmen? Oder hat mein Vater eine tote und eine lebende Seite? Ein Bild des zweigeteilten Vaters.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 24. Oktober 2009, 00:08
Bei einer Familie mit zwei Kindern. Was ich da genau mache, weiß ich nicht, bin wohl einfach als Besuch dort gelandet, habe aber noch keine Ahnung, wie reich die sind. Als der Vater nach Hause kommt, hole ich Tischtenniskellen hervor, um mit ihm eine Runde zu spielen. Er guckt mich an und fragt, ob ich wirklich Tischtennis spielen wolle, schließlich hätten sie auch einen Tennisplatz. Oh!!! Tennisplatz! Einen eigenen! Na dann natürlich lieber Tennis, wenn ich schon Gelegenheit dazu habe. Nun lädt er mich in sein "Arbeitszimmer" ein. Dies gleicht mehr einem Saal, ist edel mit dunklem Holz verkleidet und beherbegt eine riesige Sammlung von naturgetreuen Automobilmodellen. Die muß enorm viel Wert haben. Außen herum viele Tische mit Sektgläsern und Magnum-Champagnerflaschen, anscheinend gibt er hier auch Empfänge. Doch statt Tennis spielt er jetzt erst mal ein Fußspitzenspiel mit mir. Dazu nimmt er meinen Fingerabdruck und den Abdruck meiner beschuhten Fußspitze auf ein Blatt Papier. Dabei fällt mir ein, daß die Schuhnaht meines Schuhs gestern gerissen ist. Wer weiß, ob das einen vernünftigen Abdruck ergibt.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 12. September 2009, 22:10