Schuhnaht
Bei einer Familie mit zwei Kindern. Was ich da genau mache, weiß ich nicht, bin wohl einfach als Besuch dort gelandet, habe aber noch keine Ahnung, wie reich die sind. Als der Vater nach Hause kommt, hole ich Tischtenniskellen hervor, um mit ihm eine Runde zu spielen. Er guckt mich an und fragt, ob ich wirklich Tischtennis spielen wolle, schließlich hätten sie auch einen Tennisplatz. Oh!!! Tennisplatz! Einen eigenen! Na dann natürlich lieber Tennis, wenn ich schon Gelegenheit dazu habe. Nun lädt er mich in sein "Arbeitszimmer" ein. Dies gleicht mehr einem Saal, ist edel mit dunklem Holz verkleidet und beherbegt eine riesige Sammlung von naturgetreuen Automobilmodellen. Die muß enorm viel Wert haben. Außen herum viele Tische mit Sektgläsern und Magnum-Champagnerflaschen, anscheinend gibt er hier auch Empfänge. Doch statt Tennis spielt er jetzt erst mal ein Fußspitzenspiel mit mir. Dazu nimmt er meinen Fingerabdruck und den Abdruck meiner beschuhten Fußspitze auf ein Blatt Papier. Dabei fällt mir ein, daß die Schuhnaht meines Schuhs gestern gerissen ist. Wer weiß, ob das einen vernünftigen Abdruck ergibt.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 12. September 2009, 22:10









