Kurzträume und Fragmente
Ein öffentliches Gebäude mit vielen Menschen. Ich suche jemanden und betrete dazu einen zimmergroßen Lift, ebenfalls mit vielen Menschen, der sich jedoch nicht bewegt. In der Decke befindet sich ein Glasfenster durch das man den Himmel sehen kann. Es hat eine extravagante Form und besteht linksseitig aus einer fünf- oder sechsseitigen Glaspyramide. Am Himmel fliegt eine Sojus-Raumkapsel vorbei und landet direkt auf dem Dach neben dem Fenster. Die Kapsel öffnet sich langsam wie eine Blüte mit transparenten Blütenblättern. Es ist eine ältere Raumkapsel, die nun für zivile Zwecke benutzt wird, zum Beispiel finden Kurse darin statt. Auch die gesuchte Person hat sich bei einem Kurs in der Raumkapsel befunden und entsteigt dieser nun mit anderen Kursmitgliedern zusammen. Wahrscheinlich ist es der letzte Flug dieser Art gewesen, denn das Sojus-Programm wird eingestellt.
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 25. Juni 2010, 19:12
In der Nacht das Gefühl, als würde ich neben mir selbst liegen. Ich meine zu bemerken, durch eine seltsame Diskrepanz zwischen dem "Gedanken-Bewußtsein" und dem Körperbewußtsein, daß sich der physische Körper mit seinen Empfindungen örtlich leicht nach rechts verschoben zu meinem Ich-Bewußtsein befindet, wo er eigentlich nicht hingehört. Sie müßten sich kongruent übereinander oder ineinander befinden. Dabei höre ich neben mir sogar meine eigenen Atemzüge. Es klingt, als würde jemand anderes neben mir liegen, aber trotzdem ist mir irgendwie klar, daß ich das bin.
Kurzträume und Fragmente - Dienstag, 22. Juni 2010, 20:30
Mit mehreren Leuten will ich eine befahrene Straße überqueren. Ein kompakter schwarzer Wagen kommt von rechts, scheint aber hinter einem Straßenhügel, wo ich nur noch die "Schnauze" des Autos sehe, das Tempo zu drosseln, weshalb ich schnell über die Straße spurte. Die anderen bleiben alle stehen und rufen mir erschreckt hinterher, da sie anscheinend meinen, ich würde von dem Wagen erfasst werden, doch ich erreiche unbeschadet die gegenüberliegende Seite.
Irgendwo liege ich lange Zeit wie tot herum, kann mich kaum rühren und habe das Gefühl, mein Vater beobachtet mich von "oben". Es kommen irgendwelche Leute, die aus mir einen gekreuzigten Christus machen wollen, nicht den echten, sondern als eine Art Bild. Dazu drehen sie mich auf den Rücken und platzieren meine Arme entsprechend. Ich trage meine türkise Strickjacke und unten nur einen Slip, was mir unangenehm ist, aber gut, Jesus hatte auch nicht mehr an. Und wenn sie mich maskiert, bemalt und verkleidet haben, bin ich eh nicht erkennbar. Trotzdem finde ich das alles blöd. Weder möchte ich wie Jesus aussehen noch sonstwas damit zu tun haben. Ich würde lieber aufstehen und einfach gehen, doch dazu fühle ich mich viel zu kraftlos.
Kurzträume und Fragmente - Mittwoch, 9. Juni 2010, 21:26
Im Traum treffe ich R. in einem Chat. Er nennt sich profj (=Professor Jeremia) und ich weiß sofort, daß er es ist. Allerdings frage ich mich, warum er sich Professor nennt.
Ich spiele Mäuschen in einem großen Konferenzsaal, der besetzt ist mit Leuten, die aufmerksam dem Geschehen lauschen. Dabei frage ich mich, was es wohl an einem Sonntagmorgen so Wichtiges zu besprechen gibt.
Sowie der mahnende Hinweis, daß man sich erst einen Strick nehmen darf, wenn die Papiere dafür fertig sind. (Das wird ja immer schöner.)
Bemerkung: Vielleicht habe ich bei einer Sitzung des Bundeskabinetts spioniert.
Kurzträume und Fragmente - Sonntag, 6. Juni 2010, 12:06
Im Traum versuchen mich mein Bruder und seine Freundin so von sich abhängig zu machen, daß ich immer und immer mehr schreiben muß für sie, wovon ich aber nichts mehr wiedersehe, da sie alles in eine große Tüte einsacken.
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 4. Juni 2010, 18:34
Im Traum die Tarotkarten Die Herrscherin und Vier der Stäbe gesehen, verbunden mit dem Wort "siegesgewiß".
Kurzträume und Fragmente - Sonntag, 9. Mai 2010, 12:34
Aus einer Kiste wird ein roter Segelflieger geholt, ein rotes Modellflugzeug, das mit Batterien fliegt. Es hat irgendetwas mit meinem Physiotherapeuten zu tun.
Im Wohnzimmer meiner Schwägerin steht noch ein kleiner schiefer Weihnachtsbaum und auch sonst ist es ziemlich ungemütlich. Ich stelle ein paar Sachen um, ein Licht auf einen bestimmten Platz auf den Tisch, und sofort ist es wohnlicher.
Kurzträume und Fragmente - Sonntag, 25. April 2010, 12:08
Claudia aka Sammelmappe stöbert in meiner Bibliothek und sucht anscheinend Bücher über Sex. Jedenfalls murmelt sie dieses Wort rhetorisch vor sich hin, während sie da und dort ein Buch aus dem Regal zieht und darin blättert. Blöderweise habe ich gar keine Bücher über Sex, aber das muß ich ihr ja nicht sagen. Ich weiß außerdem nicht, was sie genau sucht, vielleicht findet sie ja trotzdem etwas, das sie interessiert. Und hoffentlich stören sie meine Unterstreichungen in den Büchern nicht.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 6. Februar 2010, 01:06
Meine Träume sind mir zur Zeit ein Rätsel. Weniger wegen des Inhalts als vielmehr wegen des Zeitpunktes, an dem sie sich mit den entsprechenden Inhalten befassen. Eigentlich sollte ich im Moment von ganz anderen Dingen träumen, meine ich.
Gestern und heute traf ich meine Tante R., wobei wir gestern ein langes Gespräch führten und danach mit anderen Familienmitgliedern einen Ausflug in zwei Spreewaldkähnen unternahmen. Ich stieg in den Kahn von Tante R. sie freute sich darüber. Außerdem sollte ich während der Fahrt ein Geschenk zum Geburtstag erhalten. Dieses sah ich bereits eingepackt in irgendjemandes Händen, hatte es jedoch noch nicht überreicht bekommen.
Heute traf ich Tante R. in einer Wohnung. Sie räumte kleine Figürchen und Püppchen aus einer Schublade, mit denen sie dann spielte und sich wie ein Kind freute. Na ja, dachte ich, sie ist ebenfalls Löwe - die sind manchmal etwas verspielt.
Kurzträume und Fragmente - Donnerstag, 4. Februar 2010, 01:08
Lange auf einem Friedhof gewesen, in einem regalartigen Grabstein Dinge sortiert, die dort immer paarweise lagen. Eine kleine Frau mit kurzen Haaren (Katharina Thalbach?) kommt vorbei. Sie schmaucht an einer Pfeife und reicht mir diese. Ich entdecke am Rand eine Stelle, die etwas abgescheuert ist und zeige ihr diese mit den Worten, die Pfeife sei von Sherlock Holmes. Sie lacht darüber und bestätigt es scherzhaft, dann geht sie. Ich erwache im Wintergarten der elterlichen Wohnung. Mit einem Mal wird mir klar, daß dies der erste Morgen ohne Eltern ist. Meine Mutter ist über die Schwelle gegangen, kurz nach meinem Vater. Sie liegt reglos in einem Sarg und ich habe sie beerdigt. Erst jetzt wird mir der Verlust und das Ende eines Lebens bewußt. Ein Gefühl von Unwiederbringlichkeit und Angst vor dem Tod bemächtigt sich meiner. Ich habe diesen Weg noch vor mir.E
Kurzträume und Fragmente - Dienstag, 19. Januar 2010, 01:23