Kurzträume und Fragmente

Dienstag, 31. Juli 2007

Schreibseminar mit Harald Schmidt

Ich erinnere mich undeutlich, letzte Nacht an einem Schreib- oder Lyrikseminar mit Harald Schmidt teilgenommen zu haben. Dabei war ich ziemlich erleichtert, dass er mich nur dann aufrief, wenn mir wirklich mal was eingefallen war. Mit diesem schien er auch sehr zufrieden, mehr noch, er schien mich sogar irgendwie zu favorisieren. Insgeheim hatte ich aber ständig das Gefühl, dass mir viel weniger als den anderen Teilnehmern einfällt und es sich nur um glücklichen Zufall handelt, dass Schmidt mich immer in meinen guten Momenten erwischt.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Die Meerjungfrau im Zimmer und sprühende Augen im Fahrstuhl

Eine hübsche junge Frau liegt ausgestreckt auf dem Fußboden meines Zimmers. Was macht sie denn da? Auf den ersten Blick denke ich sofort an eine Meerjungfrau, das liegt, wie ich auf den zweiten Blick feststelle, daran, dass sie bis zur Brust in eine Plastikfolie gewickelt ist, was von weitem wie ein Fischschwanz aussieht. Eine der nackten und sehr wohlgeformten Brüste ist aus der Folie herausgerutscht. Die Frau selbst ist quicklebendig und moderiert, wie es scheint, irgendeine Sendung. Warum sie das auf diese Art tut, ist mir unklar, aber wahrscheinlich muss das so sein.

Ich steige in einen Fahrstuhl. Es ist ein sehr besonderer Fahrstuhl, obwohl ich nicht sagen kann, wieso. Man kommt nicht darum herum in ihn einzusteigen, selbst wenn man nur eine Etage hoch will. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber es ist so, weshalb jeder auf jeden Fall einsteigen muss. Auch das Innere des Fahrstuhls ist irgendwie besonders. Die Wände bestehen aus blauen transparenten Mustern und ein älterer Mann mit schlohweißen Haaren ist anscheinend der Fahrstuhlführer. Er steht in einer Ecke und schaut mich unentwegt an. Ich habe das Gefühl, als würden seine Augen heller und heller werden. Auf einmal beginnen sie wie Wunderkerzen zu sprühen, nur noch viel heller, mit einem weißen strahlendem Licht. Später sehe ich weiße riesige Augäpfel, die sich in ihrer elliptischen Form einander überlagern, wie eine Art Regenbogenmuster an den Fahrstuhlwänden.

Samstag, 30. Juni 2007

Kirche und Verlag

Ich liege irgendwo aufgebahrt, mit dem Gesicht nach unten. Irgendeine Stimme gebietet mir zu beten. Bin ich denn in einer Kirche? Tatsächlich, ich sehe vor mir ein großes offenes Kirchenfenster mit dekorativem Rundbogen. Also beginne ich zu beten.

Etwas später im Verlagshaus meiner Mutter. Ich befinde mich im Büro des Typografen. Eine große Krähe von den Grenzanlagen fliegt zum Fenster herein und bleibt auf einem der Fensterflügel sitzen.

Ich habe noch viel mehr geträumt, kann mich jedoch nur an diese beiden Bruchstücke erinnern, sowie daran, dass ich im Traum sehr viel in Englisch gesagt und gedacht habe. Einen englischen Satz wollte ich mir eigentlich merken, aber nach dem Aufwachen war er wieder weg. Ich weiß auch gar nicht, ob er wirklich einen Sinn ergeben hätte, obwohl ich ihm im Traum viel Bedeutung zumaß.

Freitag, 22. Juni 2007

Party und Eisschlittern

Ich gebe zu Hause eine Party. Das war eine blöde Idee, weil es wie in einem Saustall aussieht, icgh keine Zeit hatte aufzuräumen und auch nicht dazu komme, viel Essen vorzubereiten. J. und M. sind da. Sie scheint es nicht zu stören.
Später mit Fr. H. aus meinem Haus unterwegs. Rüstig, lebhaft und klein schreitet sie voran. Irgendwo nehme ich einen Blumentopf mit. Sind wir auf dem Markt? Irgendwas stimmt dann nicht mehr. Ein junger Mann gesellt sich zu uns. Es ist etwas seltsam an ihm, etwas geheimnisvolles. Oder ist da draußen etwas geheimnisvolles? Irgendetwas in der Umgebung ist falsch und gefährlich. Es ist nicht alles so, wie es scheint.
Ein vereister Hügel. Eine Kollegin von mir schlittert den Hügel hinunter und fordert mich auf, es nachzumachen. Ich traue mich erst nicht, weil es zu steil hinuntergeht, doch dann mache ich es doch. Erst in der einen Spur, dann im Slalom in die andere Spur - ist doch ganz einfach. Allerdings habe ich so viel Geschwindigkeit drauf, dass ich noch ein ganzes Stück weiter schlittere und froh bin, irgendwann zu stoppen und nicht gegen einen Baum zu prallen.

Donnerstag, 14. Juni 2007

Feindliche Besatzung

Vor einem Haus mit einer kleinen Unterstell-mäßigen Einbuchtung. Gleise verlaufen in der Luft daran vorbei. Eine dicke Lok kommt von einer Seite angeschnauft, fährt sozusagen in der Luft die Hausfront entlang. Jemand macht mich darauf aufmerksamt, dass von woanders Feinde auftauchen. Wir sollten uns verbergen. Zu dritt gehen wir hinter das Haus und setzen uns dort an der Rückseite auf eine Bank. Allerdings verhalten wir uns nicht wirklich still, sondern quasseln die ganze Zeit. Ein Soldat im Tarnanzug, der seinen Jeep seitlich des Hauses parkt, entdeckt uns deshalb und sammelt uns ein. Er bringt uns in das Haus hinein, dass schon von Feinden besetzt ist. Sie sitzen an langen Tafeln und wir werden aufgefordert, uns dazuzusetzen und mit ihnen zu plaudern. Anscheinend sind sie uns gut gesinnt.

Mittwoch, 13. Juni 2007

Mißgeschick mit geborgtem Auto

Ich habe mir den Wagen von meiner Schwägerin geborgt und fahre damit mehr im Slalom als alles andere und reichlich chaotisch eine Straße entlang. Trotzdem geht alles gut, aber kaum habe ich das Auto auf einem Parkplatz abgestellt, bricht mir linkerhand eine kleiner Hebel ab, der im Traum zum Anlassen des Motors da ist. Auweia! Ich zeige es meiner Mutter und die meint nur: "Ist doch nicht so schlimm.", während ich bei mir denke, die hat mal wieder keine Ahnung, denn ohne den Motor anzulassen, kann der Wagen nicht mehr gefahren werden. Dann fällt mir ein, dass meine Schwägerin ein neues Auto gekauft hat, das bald geliefert wird. Also ist das Mißgeschick mit dem alten Wagen vielleicht nicht so schlimm.

Nachtrag: Meine Schwägerin hat tatsächlich ein neues Auto gekauft, das im Juni geliefert werden sollte. Vielleicht hat sie es ja gestern bekommen.

Freitag, 8. Juni 2007

Die Terrasse im Meer

Eine sehr große quadratische Terrasse ragt in das Meer hinaus. Aus Steinen gebaut, wird sie von einer steinernen Brüstung begrenzt, wie sie die Festung in Küstrin hatte. Ich schaue ein wenig von oben darauf herab und ebenso auf das stille Meer, das die Terrasse an allen drei Seiten bis zum Horizont umschließt. Es ist meine eigene Terrasse, sie gehört mir, und ich hantiere mit bunten Stoffbahnen, mit welchen ich irgendwas auf der Terrasse abdecken will. Dabei mache ich mir Sorgen, dass die Stoffbahnen bei stürmischem Wetter nicht halten und wegfliegen, bin mir sogar dessen sicher, allerdings ohne dass mich das allzusehr stört. Ich mache mich einfach darauf gefasst, dass ich hier wohl öfters neue Stoffbahnen besorgen und befestigen muss. Das sage ich auch zu meiner Mutter, die jetzt neben mir auf der Terrasse steht: "Hier werden mir wohl noch oft die Stoffbahnen wegfliegen, wenn es stürmisch ist."

Sonntag, 27. Mai 2007

Der Brief von C.

Geträumt, dass ich einen sehr langen Brief von C., einer ehemaligen Schulfreundin erhalten habe, die noch in der Unterstufe mit ihren Eltern in den Westen zog und von der ich seither nichts mehr gehört habe.

Freitag, 25. Mai 2007

Sturmwarnung in Köpenick und Besuch bei einer Schulfreundin

Ich komme in Köpenick aus dem U-Bahnhof (obwohl da gar keine U-Bahn fährt) und wundere mich, als ich auf einem Platz ein gigantisch angelegtes Ehrenmal sehe, denn es erinnert mich an das Ehrenmal, dass sich eigentlich woanders befindet, doch ich denke mir, dass es wahrscheinlich nicht so weit entfernt von Köpenick ist, wie ich dachte. Zum Wasser hinuntergehend, sehe ich, dass der Fluss über die Ufer getreten ist, alle Wege sind überschwemmt. Mir fällt ein, dass es eine Sturmwarnung gegeben hat, aber bis auf den übergetretenen Fluss merke ich davon nichts. Trotzdem ist es zu gefährlich, jetzt am Fluss zu bleiben, weshalb ich wieder auf die Straße zurückgehe. Später tanze ich nachts auf der Straße vor einer Diskothek. Dort treffe ich A., meine ehemalige Schulfreundin, und sie läd mich zu sich nach Hause ein. Wir gehen in dieselbe Richtung, wo früher die Wohnung ihrer Eltern lag, aber an der Hausnummer sehe ich, dass es ein anderes Haus ist. Es ist die Hausnummer 396. Die Wohnung ist relativ groß, aber unordentlich und ich erfahre, dass sie dort nur bei einer Tante oder so wohnt. Anscheinend hat sie sich von ihrem Mann getrennt.

Dienstag, 22. Mai 2007

Thema verfehlt und A.

Durch Zufall entdecke ich, dass eine Kurzgeschichte veröffentlicht wurde, allerdings unter einem anderen Thema als geplant und mit einer zweiten Kurzgeschichte zusammen. Es wundert mich, dass gleich zwei Kurzgeschichten von mir in eine Anthologie genommen werden. Darunter steht in kursiver Schrift eine Erklärung des Verlages: die Geschichte passte nicht zum Thema. Von A. geträumt und seinen Namen oft gesagt.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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