Kurzträume und Fragmente
Auf dünnen Drahtgittern und -zäunen herumgeklettert und balanciert, einen Theaterbesuch gemacht, in der Badewanne gelegen und neues, warmes Wasser nachgefüllt - Kerzen um mich herum, danach wieder im Wald gestöbert und eine Bekannte getroffen, die dort eine endlos lange Formation von irgendwas gelegt hat (Karten?), das Glück bringen soll. Jedoch bin ich der Meinung, dass so viel davon nicht mehr wirkt, weil es nur ernsthaft und nicht willkürlich eingesetzt werden darf.
Kurzträume und Fragmente - Sonntag, 20. Mai 2007, 11:56
die ganze Nacht. Und alles nur, weil Doris Dörrie in der gestrigen Talkshow einen Radieschen-Orangen-Salat erwähnte, den ich mir im Traum unbedingt auch machen wollte.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 19. Mai 2007, 11:48
Zur Zeit träume ich nicht sehr viel, wie wahrscheinlich schon aufgefallen ist, oder besser gesagt, meine Aufmerksamkeit und mein Gedächtnis werden so am Tage in Anspruch genommen, dass ich mir meine Träume nachts nicht mehr merke, ich weiß aber, dass ich träume. Aus der letzten Nacht ist mir nur dieser kurze Traum in Erinnerung geblieben:
Ich habe drei riesige Eiterpickel. Eiterpickel ist dabei schon geschönt, denn eigentlich sind es mehr Furunkel mit einem weißen Eiterkopf. Einen von diesen Pickeln, den größten, kann ich ausdrücken, was ein ungemein befreiendes und befriedigendes Erlebnis ist.
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 18. Mai 2007, 23:13
In einiger Entfernung beobachte ich eine Frau mit einem Kind. Ich weiß zwar nicht wieso, aber im Traum bin ich mir sicher, dass es
Traumzeit ist. Sie beugt sich herunter und scheint dem Kind etwas zu erklären. Was mich bei dieser Beobachtung überrascht, ist das Aussehen von Traumzeit, denn ich finde im ersten Moment, dass sie vollkommen anders aussieht, als ich sie mir vorgestellt hätte (obwohl ich nicht wirklich eine Vorstellung habe). Sie hat kurze schwarze Haare, sehr wellig und voll, aber eher helle Haut und eine gekrümmte Nase, eine typisch südländische Nase. Spontan würde ich ihr Aussehen als spanisch oder mexikanisch bezeichnen. Doch dann denke ich, dass es eigentlich ganz klar hätte sein müssen, dass sie so aussieht, da alles darauf hinwies.
Kurzträume und Fragmente - Mittwoch, 11. April 2007, 20:39
Im Traum singe ich eines meiner Lieblings-Geschichtenlieder:
Es war einmal ein König,
der schlief des nachts nur wenig,
denn er zählte alle Sterne
und er hätte so gerne
nur für sich allein besessen,
sie am liebsten aufgefressen.
Er wurde ganz von Sinnen
und fiel von seiner Zinnen
in einen tiefen Teich
ein Goldfisch frass ihn gleich,
ein Goldfisch frass ihn gleich.
Eine junge Frau hört mir fasziniert dabei zu. Als ich fertig bin, sagt sie, dass es eine Art zu singen gäbe, die die meisten nicht hören könnten, so eine Art räumliches Singen oder Surround-Singen. Ich könne so singen, auch wenn ich es selbst nicht weiß. Ich würde von Rechts nach Links singen.
Zitat: Der Fluorit hilft dabei, sich selbst zu strukturieren und eine eigene, authentische Ordnung zu entwickeln.
Wenn Chaos herrscht, bringt er Ordnung ins Denken und Handeln, wirkt positiv auf Koordination, Konzentration und Verstand. Er wirkt auch anregend bei starrer Ordnung und festgefahrenem Leben. Hier regt er den Freigeist an, stärkt den Bewusstseinssinn und macht kreativ und erfinderisch.
Er verleiht Gefühlstiefe und löst kleinkariertes Denken auf.
Der Fluorit hält den Geist wach, flexibel und weitsichtig.
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 6. April 2007, 11:03
Seit Tagen und Nächten versuche ich nun schon, dem Landschaftsjaspis ein paar Träume abzulocken - ohne viel Erfolg. Es ist zwar nicht so, dass ich überhaupt nichts träume, jedoch sind es so bedeutungslose und kurze Dinge, dass sie sozusagen zur einen Gehirnzelle reingehen und zur anderen wieder raus. Letzte Nacht zum Beispiel habe ich von Kissen geträumt, die wie Tonkrüge und -skulpturen aussahen, sowie von einem Entertainer, der am Alex einzelne Leute auf einem Arm balancierte ("auf den Arm nahm"?). Etwas anderes ist viel auffälliger. Mit dem Landschaftsjaspis schlafe ich im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Stein, soll heißen, ich wache nach 6-7 Stunden auf, ohne mich auch nur im mindesten bewegt zu haben, genauso wie ich eingeschlafen bin. Das ist eher ungewöhnlich, da ich mir normalerweise beim Schlafen immer irgendwelche Nerven einklemme, den Hals verrenke, Muskeln zerre oder blaue Flecken hole. (Irgendwann werde ich mir einmal beim Schlafen das Genick brechen.)
Von daher finde ich es ganz angenehm, so tief zu schlafen, nur hat es leider den Nachteil, dass ich auch keinen von meinen drei Weckern mehr höre und zwei bis drei Stunden brauche, um nach dem Aufstehen richtig wach zu werden.
Kurzträume und Fragmente - Mittwoch, 28. März 2007, 19:20
Eine frühere Kollegin sitzt mit ihrem wilden rotbraunem Haarbusch auf einem Motorrad und hält sich krampfhaft fest, weil dieses wie ein störrischer Esel bockt und Zickzack-Kurven fährt. Ihr Ausschnitt ist sehr tief, vielleicht auch verrutscht, so dass schon ein Teil ihrer Brustwarzen zu sehen ist. Dieser Anblick ist so komisch für mich, dass ich auf der Stelle laut loslachen möchte. Jedoch fällt mir zum Glück rechtzeitig ein, dass es vielleicht unpassend wäre und ich verkneife es mir gerade noch so.
Der große Sack (Gott - den ich jetzt in Träumen immer so nenne, seit dem Traum, wo er als humorvolle Frau auftrat und sich selbst so nannte) steht neben mir und zeigt mir herrlich farbige Bilder von exotischen Vögeln. Es regnet in Strömen und die verstorbene Freundin meiner Mutter ist dabei. Mir fällt auf, dass sie sehr viel jünger als sonst aussieht, fast schon schön, obwohl sie früher immer ein sehr stark zerfurchtes Gesicht und entzündete Augen hatte. Die Regentropfen perlen auf der Haut und der große Sack sagt: "Regen vertreibt die Schlangen." Ob er wohl auch verjüngt?
Aus dem Büro nebenan dringen erotische Geräusche. Anscheinend sind dort zwei mit was anderem beschäftigt, als zu arbeiten. Dann klingelt das Telefon. Ob sie rangehen? Nein, natürlich nicht. Das Telefon klingelt ohne Unterlaß.
Regen
Allgemein: In seiner einfachsten Bedeutung steht Regen für Tränen und das Loslassen von Gefühlen. Der Träumende war vielleicht deprimiert und hat im Alltag keine Möglichkeit, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Je nach den Begleitumständen deutet man ihn oft wie folgt: - Regen sehen fordert auf, mehr Gefühle zuzulassen. - Vom Regen durchnäßt werden deutet auf Probleme durch Gefühle hin. - Nieselregen steht für Entspannung und innere Ausgeglichenheit. - Wolkenbruch warnt vor Gefühlsüberschwang. - Überschwemmung durch Regen deutet darauf hin, daß man sich von Gefühlen hinreißen läßt und dadurch zu Schaden kommt.
Psychologisch: Im Traum einer Frau kann Regen für den Geschlechtsakt stehen. (Also diese Deutung finde ich nun doch etwas weit hergeholt. Anmerk.)Zudem kann er eine allgemeinere Bedeutung haben und auf die Verwirklichung von Möglichkeiten auf Gruppenebene hindeuten. Alle Menschen sollten dazu in der Lage sein, die Fruchtbarkeit zu nutzen, die er mit sich bringt. Spirituell: Wegen seines "himmlischen" Ursprung symbolisiert Regen im Traum göttliche Segnung und Offenbarung.
Volkstümlich: europ: davon völlig durchnäßt werden: bevorstehendes Glück und Segen des Himmels; man wird das Glück woanders finden als dort, wo man es sucht oder erwartet; - in einem Regenschauer sein: das Studium der Weltschöpfung und der wohldosierte Genuß egoistischer Freuden wird einem ein herrliches Vergnügen bereiten;
Hm, Blavatsky zu lesen könnte man auch als Studium der Weltschöpfung bezeichen, allerdings kann ich nicht behaupten, dass es mir ein herrliches Vergnügen bereitet.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 3. März 2007, 12:28
ich allein zu Hause, weil meine Eltern auf einer längeren Reise sind, sie kommen wieder und ich ärgere mich darüber, die Farbe Schwarz, sowie kaputte Wände, von denen sich der Spachtel ablöst. Spätestens bei den Wänden habe ich aufgehört, mich an die Träume erinnern zu wollen. Deshalb weiß ich keine Details mehr.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 24. Februar 2007, 11:45
Nachdem Elsa ihren ersten Traum, an den sie sich erinnern kann, gepostet hat, habe auch ich angefangen in meinen frühesten Kindheitserinnerungen zu kramen. Eine dieser Erinnerungen ist das Bild einer Frau mit langen schwarzen Haaren und einem weißen Gewand, welche von mir abgewandt auf einem Hinterhof vor einer Art leerem Müllcontainer steht, so dass ich nur ihre kohlrabenschwarzen, glatten und bis zur Hüfte reichenden Haare sehe. Das Bild ist dunkel, als ob es Nacht oder Abend wäre. Zeitweise war ich mir nicht mehr sicher, ob dies ein reales oder ein Traumbild gewesen ist, so wie ich das auch von der Erinnerung daran, wie mir mein Vater den Schnuller weggenommen hat, nicht genau wußte. Letzteres habe ich inzwischen als real verbucht, wobei ich interessant finde, dass dies das erste Mal gewesen ist, bzw. das erste Mal, dass ich mich daran erinnern kann, das Gefühl gehabt zu haben, etwas falsch zu machen. Vielleicht hätte ich dieses Gefühl nicht gehabt, wenn mir mein Vater nicht einfach nur den Schnuller aus dem Mund gerissen, sondern mir auch erklärt hätte, warum er das tat, nämlich weil ich wahrscheinlich zu alt dafür war (ich schätze, es war ein Alter wo ich noch nicht laufen konnte oder es gerade gelernt habe). Vielleicht hätte ich es verstanden. Ich glaube, ich habe damals schon sehr viel verstanden, zumindest wenn ich so höre, was meine Mutter über mich erzählt. Aber zurück zu der schwarzhaarigen Frau. Inzwischen bin ich mir sicher, dass es ein Traum gewesen ist, da dieses Bild mit einer Handlung verbunden war, die sehr starke, allein von der Handlung her nicht erklärbare Emotionen hervorrief. Es war irgendwie so, als würde ich diese Frau kennen und sie verlieren, weil sie sich selbst opferte, indem sie in diesen leeren Container stieg. Jetzt, wo ich es beschreibe, fällt mir eine gewisse Ähnlichkeit zu "Ring" auf, der Unterschied ist nur, dass sie halt nicht in einen Brunnen, sondern in den Container kletterte. Und dieser Traum war mit einem tiefen Gefühl von Trauer und Verlust verbunden. Ich glaube, ich habe nach dem Aufwachen geweint und bin zu meiner Mutter gelaufen.
Und es gibt noch einen weiteren Traum, den ich wahrscheinlich mit allerhöchstens 5 Jahren geträumt haben muß, der seinen Schrecken vor allem daher nimmt, dass er so real war. Ich träumte, dass ich mitten in der Nacht aufstehe, um auf die Toilette zu gehen. Als ich unser großes Wohnzimmer durchquert habe, in den Korridor komme und schließlich das Bad betrete, sitzt eine riesige Eule, die muß wohl mindestens so groß gewesen sein wie ich damals, direkt auf dem Klodeckel und schaut mich an. Mir ist, als hätte sie auch irgendwas gesagt in der Richtung, ich dürfe nicht auf die Toilette, oder so. Ich bin dann ängstlich wieder ins Wohnzimmer gelaufen und da ging der Traum weiter damit, dass die Eule, aber auch verschiedene Leute direkt durch die Wand in das Zimmer gekommen sind. Ich kann mich noch erinnern, dass sich meine Eltern sehr über den Traum amüsiert haben.
Überhaupt habe ich schon als Kind viel geträumt, die Träume aber auch schnell wieder vergessen. Ab und zu habe ich sie meinen Eltern zur Belustigung erzählt, die darauf den Standardsatz hatten, der meistens kopfschüttelnd hervorgebracht wurde: "Was du alles träumst!". Doch erst mit ca. Anfang bis Mitte 20 habe ich begonnen, meine Träume mehr oder weniger regelmäßig aufzuschreiben. Kurz davor hatte ich jedoch ebenfalls einen Traum, den ich trotz Nichtaufschreibens nie vergessen habe. Ich war ca. 19 oder 20 Jahre, als meine Großmutter väterlicherseits starb. Viele Jahre zuvor, da war ich 13, ist bereits mein Großvater verstorben. Meine Großmutter hatte einige ihrer letzten Jahre in einem Altersheim verbracht, wo sie mit ihren Gedanken schon in einer anderen Welt weilte und niemanden mehr erkannte. Kurz nachdem sie gegangen war, hatte ich folgenden Traum:
Ich sehe meine Großeltern auf einer sonnenbeschienenen Wiese. Sie halten sich in den Armen und tanzen lachend einen flotten Walzer. Ich stehe etwas abseits und schaue zu. Als sie mich bemerken, winkt mich meine Großmutter heran und versucht mir nun, noch immer lachend, beizubringen, wie man einen Walzer tanzt, indem sie mir die Schritte zeigt und sich dabei mit mir dreht.Dieser Traum hat mich tief beeindruckt, so tief, dass ich das Gefühl hatte, ich müßte ihn unbedingt meinen Eltern erzählen. Ich hielt ihn fast für so etwas wie eine Botschaft und seltsam ist, das ich inzwischen mehrfach von gerade Verstorbenen geträumt habe und diese Träume stets sehr beeindruckend und sehr tröstlich waren.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 3. Februar 2007, 14:21
In der elterlichen Wohnung gehe ich am Fenster vorbei und entdecke zufällig, dass das neue und sehr teure Photoshop-Kompendium draußen auf dem Fensterbrett liegt, und zwar genau in der Ecke, wo der Wintergarten vom Wohnzimmer im rechten Winkel abgeht. "Da wird es doch nass!" denke ich und überlege, von welcher Seite ich am besten herankomme. Außerdem frage ich mich, wer es da hingelegt hat. War ich das? Erst versuche ich es vom Wohnzimmer aus, aber das gelingt nicht so richtig und ich habe Angst, dass mir das sehr schwere und dicke Buch mit einer Hand herunterfällt. Also gehe ich auf die andere Seite im Wintergarten, wo es auch nicht besonders gut aussieht, aber schließlich gelingt es mir, das Kompendium zu packen und gesund ins Zimmer zu ziehen. Unter dem Kompendium lag auch noch eine CD, die ich ebenfalls hereinhole.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 27. Januar 2007, 15:16