Kurzträume und Fragmente

Samstag, 24. November 2007

Der Schlüssel passt, weil es ein Traum ist und der Teufel trägt Lidstrich

Ich bin in der Wohnung meiner Mutter, gehe aber wieder, und als ich auf der Straße unterwegs bin, sehe ich eine Frau als Paketausfahrerin. Plötzlich fällt mir ein, daß meine Mutter immer von einer supernetten Paketausfahrerin erzählt und daß sie außerdem ein Paket erwartet. Das muß diese Frau sein und sie steht genau an der Ecke zur Straße meiner Mutter. Ich überlege deshalb, ob ich schnell zurück in die Wohnung gehen soll, damit jemand da ist, wenn sie klingelt, denn meine Mutter ist irgendwo unterwegs. Allerdings habe ich gar keinen Schlüssel mitgenommen, denn der liegt noch da, wo er immer liegt bei mir zu Hause (auch in real). Doch halt! Ich war doch eben schon in der Wohnung und habe auf- und zugeschlossen? Wie habe ich das denn gemacht? Das muß mein eigener Schlüssel gewesen sein. Wie geht das denn, daß er ebenfalls für die Wohnung meiner Mutter paßt? Dann weiß ich auf einmal die Antwort: Der Schlüssel paßt deshalb, weil das hier ein Traum ist. Hätte ich ja eigentlich auch eher drauf kommen können, denn ich wußte ja die ganze Zeit, daß ich in einem Traum unterwegs bin.
In einem zweiten Traumfragment kämpfe ich diesmal nicht gegen Geister, sondern gegen den Teufel. Der Teufel sind zwei Frauen, eine menschliche und eine außerirdische, welche beide ihre Augen sehr schwarz mit Lidstrich umrahmen. Dabei ähnlich sie sich verblüffend, aber man kann trotzdem erkennen, wer die Außerirdische ist, sie hat nämlich einen größeren, birnenförmigen Kopf und schrägstehende große Augen. Um den Teufel verschwinden zu lassen, spreche ich (wie im Traum "Verräucherte Geisterstunde") etwas Humbug und mache ein paar Armbewegungen in Richtung eines Spiegels (?). Diesmal hilft es aber wirklich, denn eine Stichflamme schießt heraus und der Teufel ist verschwunden. Super! Jetzt besteht keine Gefahr mehr.
Im dritten Traumfragment befinde ich mich in einem Raum, wo ringsumher an den weißen Wänden kleine Schaukästen mit zwei sich einander berührenden schwarzen X hängen. Mein Exfreund K. ist dabei und schießt mit Laserstrahlen auf die beiden X, um sie auf eine bestimmte Art zu teilen, während ich ihn dazu navigiere. Er hat es sich dazu in der Mitte des Zimmers, gleich neben einem Treppenaufgang, auf einem Stuhl bequem gemacht, während ich von Kasten zu Kasten gehe. Es geht darum, die X an nicht mehr als fünf Stellen oder an genau fünf Stellen zu teilen(?).

X-Traum

Bemerkung: Beim letzten Traumfragment finde ich nur vier oder mehr als fünf Stellen, um die X zu teilen, bin mir aber nicht sicher, ob es nicht genau fünf sein sollten. Im Nachhinein erinnern mich die beiden X an Chromosomen. Zum ersten Traum fällt mir auch Traumzeits gestriger Schlüsseltraum ein.
aus der Wiki:
Die X-ähnliche Form der Chromosomen, die in den meisten Darstellungen vorherrscht, tritt nur in einem kurzen Abschnitt während der Zellkernteilung (Mitose) auf, nämlich in der Metaphase...
...So ging Walther Flemming 1882 noch davon aus, dass sich die „Kernfäden“ erst während der frühen Phase der Kernteilung aus einem zuvor durchgehenden Faden voneinander trennen. Zwar beobachtete er eine Längsspaltung der Chromosomen zu einem späteren Zeitpunkt (heute als Metaphase bezeichnet), nahm aber an, dass sich das gesamte Chromosom (also mit beiden Chromatiden) später (heute: Anaphase) in Richtung eines Spindelpols bewegte. Auch schloss er nicht aus, dass sich Zellkerne zumindest in manchen Fällen auch neu bilden könnten, also nicht durch Teilung aus bestehenden Kernen. Beides zusammen macht deutlich, dass die Bedeutung der Chromosomen für die Vererbung noch nicht erkannt wurde...
...Die Metaphase tritt genau in dem Moment in die Anaphase über, indem sich die Chromosomenpaare an der Zentromerstelle trennen und die beiden Tochterchromosomen zu den einzelnen Polen wandern. Damit passiert in dieser Phase eigentlich nichts bis auf den erreichten Zustand, indem die eigentliche Chromosomentrennung stattfindet....
... Beim Menschen ist das 23. Chromosom das Geschlechtschromosom. Bei Frauen ist dieses durch ein Paar X-Chromosomen ausgeprägt, bei Männern durch ein Paar aus einem X-Chromosom und wegen seiner Form Y-Chromosom genanntes Exemplar.

Sonntag, 18. November 2007

Das Monster und die Geisha

Im Fernsehen bleibe ich zufällig an einem völlig neuen Film hängen, in welchem ein Monster, eine Geisha und Sean Connery in jüngeren Jahren vorkommen. Er sieht in dem Film ungefähr so aus wie in "Meteor". Die Geschichte erinnert mich ein bißchen an Fürst Pückler, Sean Connery wäre also dann Fürst Pückler gewesen, allerdings hatte er eine afrikanische Sklavin und so viel ich weiß, kein Monster. *gg*

Samstag, 17. November 2007

Adventskalenderträumen

Sehr viel geträumt - wenig behalten, nur ein schönes, warmes Gefühl ist übrig geblieben.
Unter anderem träumte ich, daß ich bei meinem Kumpel übernachte, so wie halt Kinder bei ihren Freunden übernachten. Wir lagen in getrennten Betten und erzählten uns noch lange vor dem Einschlafen alles mögliche. Nahe Vertrautheit. Ich dachte noch bei mir, daß wir das öfter machen sollten. Der Traum erinnert mich ein bißchen an einen anderen, den ich vor vielen Jahren hatte, in welchem wir "um die Wette masturbierten". Die Vertrautheit war ähnlich, vielleicht ein wenig intensiver, da der Traum auch erotisch war.
Ansonsten träumte ich von vielen geschlossenen Fenstern und Türen, die einzeln vor meinem inneren Auge erschienen, in jeder Form und Farbe. Manche mit Säulen oder Verzierungen, andere mit bunten Ornamenten bemalt, und hinter jedem dieser Fenster, so wußte ich, erwartete mich irgendetwas. Ich suchte allerdings etwas ganz bestimmtes und konnte mich deshalb nicht entscheiden, welches Fenster ich öffnen sollte. Der Traum weckte in mir Assoziationen mit einem Adventskalender.

Freitag, 16. November 2007

Verlust eines Eckzahns bei JBKerner

Ganz plötzlich und unerwartet verliere ich beim Essen einer Hähnchenkeule einen Eckzahn. Abgerundet und marmorweiß, mehr wie ein Reiskorn, liegt er auf dem Fußboden. Ich hebe ihn auf und überlege, ob sich Zähne wieder einpflanzen lassen. Da ich mich als Zuschauer bei einer Sendung von JBKerner befinde (wo man gerade leckere gebratene Hähnchenkeulen ißt), spricht man mir ringsumher mitfühlende Worte zu. Während ich lächle wird mir bewußt, daß jetzt wohl eine ziemlich unschöne Zahnlücke zu sehen ist. Schließlich fällt mir ein, daß meinem Bruder genau dasselbe passiert ist (und zwar real, aber schon vor einigen Jahren) und ich frage mich, ob sowas wohl eine erbliche Angelegenheit ist, ein bestimmtes Gen, daß in jeder Generation der Familie einen Eckzahn ausfallen läßt.

Sonntag, 11. November 2007

Bäckereisuche, Lammfellhaare und Romanidee

Es ist vormittags und ich habe noch etwas Zeit, um durch die Straßen zu gehen und mir vielleicht irgendwo vom Bäcker frischen Kuchen zu holen. Erst bin ich am S-Bahnhof, laufe drumherum und lande irgendwie in der Straße meiner Kindheit. Ich weiß nicht so recht, in welche Richtung, überall gibt es was zu sehen, dann biege ich ab und laufe in Richtung meines jetzigen Kiezes. Doch je weiter ich komme, um so mehr verändern sich die Straßen. Ich erkenne sie jetzt nicht mehr wieder und frage mich, wo ich bin, denn sowas habe ich hier noch nie gesehen. Die Häuser werden immer älter und schöner, schließlich fast rokokoartig, Rosenspaliere und Gärten sieht man an verschiedenen Ecken, alte Laternen, Säulen, runde Dachkuppeln - es kann doch nicht sein, daß ich hier in der Nähe wohne und davon gar nichts weiß? Schließlich schaue ich auf eine prachtvolle Allee mit hohen alten Bäumen, die allerdings nur auf einer Seite stehen, während sich auf der anderen Seite verzierte Hausfassaden reihen. Den Fotoapparat habe ich natürlich nicht dabei und ein Bäcker findet sich hier auch nicht.
In der S-Bahn steht ein Mann mit einer riesigen lammfellartigen Mähne an der Tür, die gleiche Farbe, lang und etwas filzig. Auf einmal überkommt mich von einem Moment zum anderen eine tiefe Leidenschaft, weniger für den Mann, als vielmehr für die Haare. Fast möchte ich mich in sie hineinkuscheln wie in einen Lammfellteppich, aber als ich wieder zur Tür blicke, hat der Mann plötzlich eine Glatze.
Im nächsten Traumfragment kommt mir die Idee für einen neuen Roman, indem ich die Handlung direkt vor mir sehe, zuschaue, was passiert und denke: ja, genauso müßtest du es aufschreiben. Das meiste davon habe ich vergessen, aber es ging um einen Mann, der einer Frau irgendeine Aufgabe gab und ihr heimlich folgte und sie beobachtete, ob sie das auch wirklich so tut.
Schließlich liege ich zu Hause in meinem Bett und mir fällt ein, daß ich noch immer keinen Bäcker gefunden habe. Ich überlege mir, daß ich im Notebook nachschauen könnte, welches auf dem Tisch steht, doch als ich aufstehen will, merke ich, daß ich gelähmt bin und mich nicht bewegen kann. Gut, denke ich, anscheinend schlafe ich noch und bin nicht wirklich so wach, wie ich dachte, also warte ich, bis ich richtig wach bin. Ich liege also da und warte. Irgendwann hebe ich den Kopf und sehe am Fußende des Bettes ein in ein Netz gesponnenes Tier, das wie eine grün-gezuckerte Lakritzstange aussieht. Es sieht zwar nicht so gefählich aus wie eine Spinne, trotzdem möchte ich nicht, daß es vielleicht auf mir rumkrabbelt. Deshalb werde ich jetzt zappeliger und möchte mich endlich bewegen können, was aber immer noch nicht gelingt, bzw. nur ein bißchen mit Kopf und Händen. Irgendwie dauert das alles ziemlich lange und langsam werde ich panischer, weil ich mich noch immer nicht bewegen kann. Dann, mit unmenschlicher Anstrengung, ich schaffe es gerade einmal, mit meinen Händen etwas zu wedeln, erwache endlich tatsächlich aus dem Traum.

Samstag, 3. November 2007

Die Preisverleihung

Es findet die Preisverleihung für irgendeinen Film-Förderpreis statt und ich sitze unter den Zuschauern. Mit einem Mal wird mir bewußt, daß ich nur deshalb hier sitze, weil ich zu den Nominierten gehöre. Man hat mich hierher gelockt! Kalte Panik bricht in mir aus und der Gedanke, vielleicht auf die Bühne zu müssen, ist unerträglich. Meine ängstlichen Überlegungen überschlagen sich und enden schließlich in dem mich wieder ruhiger werden lassenden Fazit, daß es eh vollkommen unwahrscheinlich ist, daß ich den Preis bekomme. Außerdem ist es wohl kein vielbeachteter Preis, denn Zuschauer sind nicht wirklich sehr viele da. Einige Stuhlreihen sind noch frei. Vorsichtshalber stehe ich auf und setze mich weiter hinten auf einen anderen Platz, wo ich mich sicherer fühle, als könnte ich dort hoffentlich auch als Nominierter gänzlich übersehen werden. Ein farbloser korpulenter Herr mit Brille sitzt neben mir. Er wendet sich mir zu und sagt irgendetwas, aber ich verstehe ihn bei bestem Willen nicht. Er spricht anscheinend einen deutschen Dialekt, der für mich wie eine Fremdsprache klingt. Könnte das Bayrisch sein?

Sonntag, 7. Oktober 2007

Traumfragmente

Während des Einschlafens, im hypnagogen Zustand, laufen auf einmal alle Bilder nur noch in Zeitlupe ab. Es ist, als hätte jemand die Zeit angehalten. Das ist so angenehm, dass ich sofort wieder hellwach bin. Später im Traum auf unendlichen Straßen unterwegs, erst mit Kollege M., sehr vertraut, danach auf einer Sherlock-Holmes-Brücke oder -Straße, sehr eng mit zwei Steinbrüstungen. Ich will fotografieren, denselben Gedanken hat anscheinend auch ein Profi-Fotograf, der mit allerlei Equipment und Spielereien anrückt. Er misst dieses und schraubt jenes, ziemlich umständlich, fragt mich dann, wie ich das mache. Tja, ich knipse halt. Was fragt er mich überhaupt, er wird ja wissen, was er macht. Schließlich fängt er auch noch an zu stricken. Riesige Strickzöpfe, größer als er selbst, in rasender Geschwindigkeit. Die hängt er nebeneinander irgendwo hin und erklärt mir dabei, wozu das gut sein soll. Für meinen Geschmack alles ein wenig albern. Ich komme irgendwann an ein Schwimmbecken mit dreckigem, fast schwarzem Wasser. Ich springe trotzdem hinein und schwimme einige Züge. Es macht riesigen Spaß, aber plötzlich weiß ich auch, dass ich träume und dass dreckiges, fast schwarzes Wasser im Traum nichts gutes bedeutet. Ich nehme mir vor, das in meinem Traumtagebuch zu notieren. Wie, als wollte ich diesen Fauxpas wieder gut machen, sehe ich jetzt ein Schwimmbecken mit hellem, klarblauem Wasser. Ja, genauso muss es im Traum aussehen!
Es geht mit einem Filmdreh weiter. Nicht nur ich, sondern auch andere ganz normale Leute spielen dabei mit, die noch nie geschauspielert haben. Deshalb werde ich hinterher darüber interviewt, was ich finde, wie sie ihre Sache gemacht haben. Ich sage, man habe überhaupt nicht gemerkt, dass sie keine Schauspieler sind. Sie haben fantastisch gespielt.

Bemerkung: Das steht kurioserweise heute in meinem Tageshoroskop: Vormittag Sie haben den Eindruck, als ob die Zeit still stünde.

Donnerstag, 27. September 2007

Altmodisches Handy

Während ich mich im Bad zurechtmache, plaudere ich erst mit einem jungen Mann und später mit zwei blutjungen Mädchen. Sie sind sehr interessiert und lassen mich nicht merken, dass ich viel älter bin. Das gefällt mir. Da geht plötzlich mein Handy los. Die beiden lachen sich kaputt über das uralte Teil mit Monochrom-Display und schrill-fiepsenden Klingelmelodien. Was ist das denn? Es ist mir ein bißchen peinlich, aber nicht sehr. Schließlich weiß ich ja, dass ich auch noch ein modernes Handy besitze (das, mit welchem meine alten Finger nicht klarkommen, da die Tasten so klein sind *gg*). Und überhaupt, warum soll ich das alte Handy wegwerfen, wenn es seine Zwecke noch erfüllt?
Später gehe ich zum Unterricht. Anscheinend ein Seminar, aber ich weiß nicht mehr, zu welchem Thema. Als ich in den Seminarraum eintrete, ist er schon gerammelt voll. Ich suche nach einem freien Platz, frage hier, frage dort, aber es ist alles besetzt. Schließlich findet sich doch noch ein Platz ganz vorne beim Dozenten, wo ich mich jedoch mit mehreren Leuten um einen Tisch drängen muss und kaum Platz zum Schreiben ist. Wir haben dabei noch nicht einmal Stühle, sondern sitzen auf dem Fußboden.

Bemerkung: Der zweite Teil beruht wohl auf meinen Erfahrungen mit der nicht vorhandenen Organisation an der Humboldt-Uni. Ich habe dort regelmäßig Seminare oder Vorlesungen auf dem Fußboden oder im Stehen absolviert (wenn ich nicht vorher gegangen bin). Und dann wundern sie sich noch, dass die Studenten mit ihrem Studium nicht fertig werden.

Dienstag, 25. September 2007

Schreiben, Ameisenbär und Silberputz

Letzte Nacht Unmengen geschrieben und das auch noch mit der Hand und einer schön geschwungenen Schreibfeder. Ich kann mich allerdings absolut nicht mehr erinnern, was ich da schrieb.

Spätere wurden die Träume handlungsintensiver. Ich war auf einer Festivität bei meiner Schwägerin, wo diesmal so viele Leute dort waren, dass wir in Schichten essen mussten. Das nahm ich zum Anlass zwischendurch einen kleinen Spaziergang zu machen. Der Weg führte mich durch Gärten bis zu einer zerfallenen Säulenhalle und wieder zurück. Auf dem Rückweg sah ich einen seltsamen Garten, in welchem ein Ameisenbär wohnte, der neugierig an den Zaun kam. Aber noch seltsamer war, dass in diesem Garten auch viele nachgebildete Ameisenbären standen, die als Zitzen jeweils zwei Schneebesen am Bauch hatten, von denen einige schon verrostet waren. In einem Garten dicht neben dem Haus meiner Schwägerin spielten Kinder.
Wieder bei ihr in der Wohnung fällt mir die neue Wandgestaltung auf. Sie hat jetzt ebenfalls den Textilputz benutzt, den ich an den Wänden habe, allerdings sehr feinen und silbrig glänzenden, den sie mit einem Werkzeug so eingezogen hat, dass es wie einzeln übereinandergesetzte Steine aussieht. Das gefällt mir total gut und ich denke mir, wenn ich irgendwann mal wieder renovieren sollte, mache ich das genauso.

Schreibfeder
Volkstümlich:
(europ.) : - mit einer schreiben: baldige gute Nachricht; Neuigkeiten von abwesenden Freunden.

Sonntag, 2. September 2007

Jemandem die Glatze polieren

Ich stehe in einer Schlange hinter einem Skin. Auf einer Seite seiner Glatze sprießen an einer kleinen Stelle ein paar stoppelige Härchen. Irgendwie stören mich diese, weshalb ich Sandpapier nehme und damit beginne, seine Kopfhaut zu schmirgeln, sorgfältig und konzentriert, bis sie an dieser Stelle völlig glatt geschmirgelt ist. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob er nicht vielleicht etwas merkt, aber er bekommt überhaupt nichts mit und ist sowieso betrunken. Er dreht sich sogar um, und sagt etwas über seine sprießenden Haare, was nur den Schluß zuläßt, dass er wirklich nichts mitbekommen hat oder aber den oberflächlichen Anschein machen will, er bekomme nichts mit, durch diese übertriebene Form mir aber trotzdem einen versteckten Hinweis geben will, dass er doch was gemerkt hat.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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