Beziehungsträume
Unter dem Schreibtisch in meinem früheren Jugendzimmer finde ich beim Staubsaugen einen sterbenden Falter. Er kann weder fliegen noch krabbeln und zuckt nur noch ein wenig mit den Flügeln. Kurzentschlossen sauge ich ihn mit dem Staubsauger auf. Er bleibt allerdings gleich am Eingang des Rohres hängen und scheint sich verzweifelt wieder hervorkämpfen wollen. Ich lasse den Staubsauger weiter saugen und denke, daß es ein leichtes für den sein müßte, den Falter mit dem Sog mit hinunterzureißen. Doch stattdessen schafft es der Falter tatsächlich, sich gegen den Sog nach draußen zu arbeiten. Erst kommt das Köpfchen hervor und dann der ganze Falter. Unglaublich, was dieser Falter für einen Überlebenswillen hat und das, obwohl er doch kaum noch Chancen hat, lange weiterzuleben, wenn er schon nicht mehr fliegen kann.
Mit einer Frau in einem eigentümlichen Hotel. Das Zimmer ist sehr klein, aber vollgestellt mit Möbeln aus einem früheren Jahrhundert. Im Traum identifiziere ich sie als Möbel aus der Renaissance, bin mir aber nicht sicher, ob sie nicht doch aus dem Barock sind. Vielleicht aus der Zeit des Überganges von Renaissance in Barock. Das Zimmer gleicht einem Museum, aber wird bewohnt und wir legen uns jetzt in das große Doppelbett, um zu schlafen. Es ist extrem unbequem, wahrscheinlich weil es schon so zerlegen ist. Die Jahrhunderte haben die Matratze, die eventuell nur aus Stroh ist, sich verformen lassen, so daß ich ständig das Gefühl habe, ich rutsche aus dem Bett heraus und irgendwie schief zu liegen.
Später wieder in der elterlichen Wohnung, wobei ich weiß, daß meine Kollegin A. L. ein Date für mich mit einem Lokalbesitzer ausgemacht hat. Ich soll um 18:30 h im Lokal sein, um ihn kennenzulernen und eventuell auch ein wenig auszuhelfen. Eigentlich habe ich gar keine Lust dazu und frage mich, warum ich überhaupt zugesagt habe. Die Vorbereitungen zum Date ziehen sich schleppend hin, immer wieder muß ich etwas suchen oder es kommt etwas dazwischen, wie zum Beispiel Gäste, die in meinem Zimmer herumsitzen, während ich hektisch nach irgendetwas suche. Dabei finde ich zwei Fotos, eines von A. und eines von mir, auf denen wir beide rückenfrei von hinten fotografiert wurden, als wir durch das Lokal liefen. Mir fällt jetzt ein, daß wir schon mehrere Male in diesem Lokal gefeiert haben. Mein Rücken wirkt sehr zart und verletzlich, während der Rücken von A. sonnengebräunt und stämmig ist. Außerdem hat sie ein Tattoo (Schlange?) genau zwischen den Schulterblättern. Das wußte ich noch gar nicht. Jetzt muß ich mich aber wirklich beeilen! Wie spät ist es überhaupt? Ach du meine Güte - 18:30 h! Na, das schaffe ich jetzt nicht mehr pünktlich. Mitten im Schreck fällt mir ein, daß der Lokalbesitzer ja draußen vor der Tür wartet. Er wollte mich abholen. Na dann ist es vielleicht nicht so schlimm, aber er wundert sich sicher warum es so lange dauert. Noch immer suche ich ewig nach dies und jenem, es wird immer später. Kurz vorm Gehen fällt mir ein, daß ich die Zahnbürste vergessen habe. Aber ich kann jetzt unmöglich auch noch die Zahnbürste suchen! Es muß auch mal so gehen! Ich stürme hinaus, wo der Lokalbesitzer auf einer Art Transportwägelchen sitzt und wartet. Ich rufe: "Entschuldigung, daß es so lange gedauert hat!", doch er scheint weder verärgert noch verunsichert, sondern begrüßt mich sehr freundlich. Außerdem ist er sehr attraktiv, groß, dunkelhaarig und so ein Macher-Typ. Glücklicherweise scheint er aber nicht zu erwarten, daß andere genauso sind, wie es bei diesen Leuten oft der Fall ist. Beim Durchqueren des Hofes verliert er einen seiner Schuhe, seltsamerweise trägt er Pantoffeln. Ich hebe den Schuh auf und trage ihm den hinterher, allerdings sage ich zu mir, mache ich das nur, weil ich ihn habe so lange warten lassen. Als Wiedergutmachung sozusagen. Wir gehen nebeneinander her und unterhalten uns, als er nach meiner Hand greift und mich ein kurzes Stück die Straße hinunter führt. Die plötzliche Nähe ist mir erst etwas unangenehm und ich sperre mich seine Hand zu greifen, bis ich langsam die Scheu verliere. Doch vor einem Gebäude, kaum um die Ecke von meinem Haus, hält er plötzlich an, stellt sich vor mich hin und verabschiedet sich von mir. Ich weiß nicht so recht, was das bedeuten soll, und sage deshalb nichts. Er gibt mir erst einen Kuß auf die Wange, dann einen sanften auf den Mund und sagt: "Bis Montag!"
Ich stehe versteinert und versuche mir die Überraschung nicht anmerken zu lassen. Bis Montag???? Sind wir denn Montag verabredet? Warum kann ich mich daran nicht erinnern? Ich weiß ja nicht einmal, wo und wann wir Montag verabredet sind. Allerdings getraue ich mir auch nicht, etwas zu sagen oder nachzufragen, weil mir das peinlich ist, daß ich anscheinend die Verabredung am Montag völlig vergessen habe. Nicht daß der noch denkt, ich habe Alzheimer, oder so. Und wenn wir Montag verabredet sind, warum hat er dann heute die ganze Zeit vor der Tür gewartet, nur um mich bis eine Straßenecke weiter zu bringen? Völlig verwirrt erwache ich.
Bemerkung: Hier wimmelt es wieder einmal von verbildlichten Redewendungen - schief liegen, die Pantoffeln hinterhertragen...
Beziehungsträume - Sonntag, 7. Dezember 2008, 13:00
Beim Lesen des Edgar Cayce-Buches "Du weisst, wer du warst" fiel mir heute ganz plötzlich ein uralter Traum ein, einer dieser Träume, die ich Beziehungsträume nenne. Das sind hauptsächlich solche Träume, die ich kurz nach dem Kennenlernen einer für mich wichtigen Person, bzw. eines Mannes habe. Innerhalb von zwei bis drei Wochen erhalte ich jeweils garantiert einen sehr klaren und beeindruckenden Traum mit dieser Person, den ich selten wieder vergesse. Ich weiß nicht, was diese Träume bezwecken - Initiationsträume, Vergangenheit, Zukunft? - aber sie kommen pünktlich wie die Maurer. Nach dem Kennenlernen von R. L. (damals führte ich noch kein Traumtagebuch) träumte mir:
Ich befinde mich halb sitzend, halb liegend auf einem quadratischen, offenen Platz, um mich herum viele andere Menschen. Das ganze ist ein Sklavenmarkt und wir warten darauf, an neue Besitzer verkauft zu werden. Ich kann mich nicht mehr sehr genau an meine emotionale Situation erinnern, glaube aber, daß diese ziemlich hoffnungslos war. Irgendwann taucht R. auf, wie, bzw. was er gesagt hat, weiß ich nicht mehr, und will mir helfen, indem er mich befreit und mit mir flieht. Ich lasse mich überreden und wir flüchten lange Zeit kriechend durch tunnelartiges Gestrüpp. Das Gestrüpp endet irgendwann, wie mir scheint nach Stunden, in einer sonnigen Lichtung, allerdings ist diese Lichtung durch eine hohe Mauer begrenzt. Wir stehen davor und wissen nicht, wie weiter, wie wir über die Mauer kommen sollen. In unserem Rücken die Verfolger, zu unseren Füßen Felssteine mit bunten Schlangen, welche nach uns schnappen. Wir hüpfen herum, um ihnen auszuweichen. Und dann, ich weiß nicht wie es geschah, dann schweben wir auf einmal Hand in Hand im Himmel, über die Mauer hinweg und immer höher hinaus.
R. war das, was man Liebe auf dem ersten Blick nennt, und zwar auf gegenseitiger Basis. Wir haben uns nur einmal angeschaut und uns danach stundenlang wie Kranke und völlig ohne Kontrolle angegrinst. Wenn mir heute jemand weismachen will, daß es Liebe auf den ersten Blick nicht gibt, fresse ich einen Besen. Er war übrigens Seemann und seitdem habe ich ein Faible für die Marine.
Beziehungsträume - Samstag, 22. November 2008, 00:17
Mit meinem Kumpel in einer voll besetzten U-Bahn. Genau neben ihm ist noch ein letzter Platz frei und ich setze mich. Neben ihm zu sitzen, gibt mir ein unbestimmtes Gefühl von Geborgenheit, welches sich noch verstärkt, wenn ich die Knie anziehe und so lässig zusammengekauert mit dem Kinn auf den Beinen auf der Bank hocke. Wir haben heute etwas vor, er fragt mich, ob meine Koffer gepackt sind. Anscheinend fahren wir weg und wollen irgendwo anders übernachten. Später treffen wir uns an einer Straße, die einen französischen Namen trägt. Seltsam. Ich lese ein Straßenschild mit der Aufschrift "Bromville de Troille" o.ä. und übersetze es mit Bibliothek (wobei es mir im Traum selbst komisch vorkommt, daß dies Bibliothek heißen soll, aber es ist absolut richtig, da bin ich mir sicher). Irgendwo in der Straße muß es eine Bibliothek geben. M. fragt mich, warum wir uns ausgerechnet diesen Treffpunkt ausgesucht haben und ob ich weiß, was hier an dieser Stelle gewesen ist. Nein, das weiß ich nicht. Er erklärt mir, daß hier früher (in den 40igern?) sich ein Soldat mit seiner Geliebten getroffen hat. Na so ein Zufall! Anscheinend ist dies eine bekannte Geschichte am Ort. Wir gehen zu einem Hotel und er schlägt ganz direkt vor, daß wir im Hotel zusammen schlafen. Er hat auch alles daraufhin vorbereitet, damit wir es so angenehm wie möglich haben. Ich bin zwar leicht überrascht, aber warum nicht? Meinem Traum-Ich fällt sofort ein, daß wir früher bereits ein paar mal Sex hatten (was aber nur für das Traum-Ich stimmt) und nichts dagegen spricht, es zu wiederholen. Es liegt schon ziemlich lange in der Vergangenheit und ich hatte es fast vergessen. Es ist ja auch "nur so" und daß wir damit umgehen können, hat die Zeit gezeigt, denn Freunde sind wir immer noch. Im Zimmer angekommen, machen wir es uns auf dem Bett bequem. Allerdings liegen wir nur faul und entspannt herum, er mit einer Zeitschrift, ich mit einem Buch. Als ich einmal hochschaue, sehe ich, daß er eingeschlafen ist, die Zeitschrift liegt auf seiner nackten Brust. Ich muß lachen, weil er immer einschläft, wenn er von der Arbeit kommt. Seltsam, daß er trotzdem solche Ideen hat, obwohl er doch wissen müßte, daß er einschläft. Meine Kamera klingelt. Man kann sie sogar als Telefon benutzen, wie praktisch. Ich stehe auf. Am anderen Ende der Kamera ist eine Kollegin. Sie fragt, was ich mache und als sie hört, daß ich mit einem Mann in einem Hotel bin, scheint sie etwas neidisch zu sein. Bedauernd sagt sie, daß ich mir sowas mit meiner Figur ja auch leisten könne. Mich nervt es, daß jeder denkt, mit einer guten Figur hätte man keine Probleme oder Komplexe. Was hat sowas damit zu tun, ob ich mit einem Mann im Hotel bin? Ich gebe deshalb gleich die entsprechende Antwort, daß ich ebenfalls Komplexe und Schönheitsfehler hätte, versuche aber, nicht zu genau zu werden.
Bemerkung: Beim Aufwachen mußte ich sofort an das Rosenstolz-Lied "Sex im Hotel" denken, welches ich in den vergangenen Tagen von all den Rosenstolz-Songs NICHT gehört hatte. Anscheinend ist das meinem Unterbewußtsein aufgefallen und es wollte sich im Traum darüber beschweren.
Beziehungsträume - Freitag, 31. Oktober 2008, 17:57
Auf dem leicht abschüssigen Vorplatz der alten Kirche. In der Hand halte ich eine Peitsche, die nur aus einem sehr langen Striemen ohne Griff besteht, in welchen in regelmäßigen Abständen zusätzlich Knoten hineingeflochten wurden. Zwei Männer stellen sich mir freiwillig zum Auspeitschen zur Verfügung. Sie knien zu meinen Füßen und der Untergrund betont unsere unterschiedlichen Haltungen noch, indem ich streng aufgerichtet auf dem höhreren Teil stehe, während die beiden tief gebeugt auf dem leicht abschüssigen Teil rutschen. Mit kindlichem Spaß mache ich mich daran, den ersten auszupeitschen, wobei ich im Überschwang gleich ziemlich fest aushole und zuschlage. Doch hinterher denke ich erschrocken, daß das zu fest gewesen sein könnte, weshalb ich mich mitfühlend zu ihm herunterbeuge und besorgt frage, ob es weh getan hat, bereit mich sofort zu entschuldigen. Aber er scheint in Ordnung zu sein und schüttelt den Kopf. Meine Rolle der Macht und Dominanz, die ich spiele, wird immer wieder durch meine mitfühlende Art unterbrochen, sowohl direkt als auch symbolisch, da ich mich zu meinen "Opfern" körperlich hinunterbegebe, doch mich selbst stört das nicht (von den Männern weiß ich es nicht). Im Gegenteil, ich möchte darauf nicht verzichten, denn dieses Mitfühlen und aufeinander Zubewegen gibt mir das Gefühl von Gemeinschaft und Gleichheit in diesem einsamen Spiel.
Beziehungsträume - Mittwoch, 15. Oktober 2008, 13:38
Irgendjemand, ein imaginäres Etwas im Hintergrund, verlangt von mir und Hausmeister S., daß wir miteinander schlafen. Die Idee stammt weder von mir, noch von ihm, obwohl mir schon klar ist, daß für ihn damit wohl ein Traum in Erfüllung geht und er sich dieser Aufgabe deshalb etwas freudiger widmet als ich. Eigentlich habe ich auch nicht vor, mich meiner Pflicht zu entziehen, obwohl mir schon der Gedanke seiner Nähe unangenehm ist, doch sobald er bei mir im Bett ist und versucht, mir den Slip auszuziehen, sträube ich mich. Er versucht es mehrere Male und läßt wegen meines Widerstandes wieder ab. In mir kämpfen Pflichtgefühl und Wille miteinander, aber triebhaft gewinnt stets der Wille die Oberhand und der sagt: Nein! Mir fallen die Boxershorts auf, die S. trägt. Sie sind bunt-geblümt auf schwarzem Untergrund und auf der linken, unteren Ecke befindet sich die Abbildung eines großen Schmetterlings aus milchig-filigranen Linien. In einiger Entfernung betrachtet, wirkt der Schmetterling eher wie ein Spermafleck. Vielleicht ist es ja auch einer und ich deute nur einen Schmetterling hinein. Da S. unten bei mir nicht weiterkommt, öffnet er jetzt mein weißes, etwas altertümlich anmutendes Nachtgewand und saugt an meiner Brust. Ich lasse ihn kurz gewähren und schiebe ihn dann weg, worauf er versucht mich zu küssen. Schnell wende ich das Gesicht ab, so daß er nur meine Wange erwischt. Die intime Nähe mit ihm ist mir unangenehm und erzeugt fast Übelkeit. Er wirkt etwas ratlos und scheint mir gegenüber ziemlich befangen zu sein. Das versuche ich mir damit zu erklären, daß er eine gewisse Bewunderung für mich hegt. Ich spüre, daß er zwar schon gerne würde, aber die Situation aufgrund seiner Befangenheit ebenfalls als etwas unangenehm empfindet. Natürlich könnte er auch einfach Gewalt anwenden, aber entweder ist er dazu nicht der Typ Mann oder aber, seine Befangenheit hält ihn davon ab. Dies ist ein Aspekt, den ich ausnutzen sollte. Das tue ich, indem ich ihn nicht gänzlich zurückstoße, um ihn nicht wütend zu machen, aber mich weiterhin gekonnt ziere. Irgendwann ist die Zeit vorbei und wir dürfen voneinander ablassen. Nicht nur ich bin heilfroh darüber, auch er scheint einigermaßen erleichtert. Als wir zusammen in der Straßenbahn sitzen, ist er wieder viel unbefangener und lockerer. Auf einer Werbefläche an der Fahrerkabine wird das Bild einer Boxershorts projeziert. Es ist dieselbe, die er im Bett getragen hat, was er auch sofort laut ausruft: "Da sind meine Boxershorts, siehst du?" Ich nicke nur und denke still: "Oh ja, schrei es noch lauter, damit jeder weiß, daß wir zusammen im Bett waren."
Beziehungsträume - Samstag, 4. Oktober 2008, 10:51
Erotische Spannung in der Luft, ein Radiowecker dudelt klassische Musik. Erwartungsvoll empfange ich einen Mann und bestimme, daß er mich an einen Fensterflügel fesseln soll, was sofort geschieht. Genußvoll empfange ich einige Schläge auf meinen Allerwertesten von ihm und möchte noch mehr. Zwischendurch, im Nebel von Erregung und Lust, halte ich kurz inne und frage mich ganz verdutzt: "Was mache ich hier eigentlich? Ich stehe doch auf sowas überhaupt nicht. Im Gegenteil - ich HASSE Schläge auf den Po." Dann denke ich weiter: "Ach ja, es ist ein Traum. Na gut, da ist wahrscheinlich alles anders und schließlich merkt man ja auch nichts von den Schlägen. Also einfach weitermachen." Der Traum switcht in einen Park mit weißen Felsen. Vor mir mein Kumpel, der versucht, mich zu einem Zungenkuß zu überreden, bisher haben wir uns nur ohne Zunge geküßt. Eigentlich will ich das nicht, denn ich möchte nicht mehr von ihm als Freundschaft, aber andererseits, wenn er nicht locker läßt, warum nicht. Ist doch nur ein Spiel, auch für ihn, denn er will mich ja nur provozieren, daß ich mich nicht traue. Aber da hat er sich getäuscht, so ein Zungenkuß an sich ist eine Kleinigkeit. Und wenn er dann hinterher mehr daraus macht, ist es allein sein Problem und nicht meines.
Bemerkung: Vielleicht möchte mir der Traum dezent sagen, daß einige gezielte Schläge auf den Allerwertesten meine Bandscheiben wieder an die richtige Stelle rücken können. *grrr*
Beziehungsträume - Mittwoch, 27. August 2008, 23:42
Außerhalb von Berlin, auf dem Weg in eine Diskothek. Mein Ex-Freund wartet mit Bekannten an irgendeiner Ecke, um mich abzufangen. Oder ist es vielleicht umgekehrt? Gehe ich dort entlang, damit er mich sieht? Er - groß und athletisch -, ist von einem Moment zum anderen ein winziger Zwerg mit dicker schwarzer Brille, der an meinen Hosenbeinen herumklettert. Nanu, wie ist das denn passiert? Oh Gott, jetzt fällt es mir ein. Ich muß ihn verhext haben. Allerdings hat der Zauber wohl etwas zu stark gewirkt. Ihn in einen Zwerg zu verwandeln war keineswegs meine Absicht. Schnell weg hier! Dum di dum.....
Bemerkung: Ich verwandle Männer in Zwerge mit dicker Hornbrille - jetzt wird mir einiges klar. Das sind alles verwunschene Prinzen und ich bin schuld.
Beziehungsträume - Mittwoch, 28. Mai 2008, 22:07
Ich befinde mich in einem Amt, das irgendwie anders ist, als ich es von Ämtern kenne. Anscheinend soll ich dort eventuell einen Job übernehmen. Allerdings sind die Leute etwas unfreundlich und es kommt mir vor, als werde ich komisch angeguckt. Anders ist jedoch, daß die Einrichtung viel schöner und edler ist und daß es dort nicht bürokratisch zugeht, sondern kreativ. Für einen Moment vermute ich sogar, daß ich mich getäuscht habe und mich in einem Fernsehsender o.ä. befinde. Da die Leute so abweisend sind, bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich hier arbeiten will, doch dann entdecke ich ein Schild, auf welchem steht, was dies für eine Einrichtung ist - eine Senatsverwaltung für Fotos (und Kunst o.ä.). Huch, sowas gibt es? Das ist mir ja vollkommen neu. Ich habe außerdem überhaupt keine Vorstellung, wie die Tätigkeiten dieser Senatsverwaltung aussehen, doch die Aussicht, ein Hobby mit meiner Arbeit verbinden zu können, begeistert mich so, daß mir der unfreundliche Empfang nur noch halb so schlimm erscheint. Sicher gibt es auch hier nette Menschen, man muß sie nur finden, ich werde schon irgendwie klarkommen. Zusammen mit anderen Angestellten strebe ich jetzt der hauseigenen Kantine zu. Mir wird ein Essen gereicht, welches mit einer winzigen blauen Gießkanne aus Plastik dekoriert ist. Blöderweise stecke ich die Gießkanne sofort in den Mund, obwohl ich doch weiß, daß Plastik nicht genießbar ist. Aber spontan glaubte ich, das essen zu können. Das ist mir nun peinlich, weil ich glaube, daß die Leute am Tisch es gesehen haben und sich jetzt darüber lustig machen. Deshalb kaue ich auf dem zähen Plastikteil herum und weiß nicht, wohin damit, weil ich mich auch nicht mehr traue, es wieder aus dem Mund zu nehmen. Endlich, in einem unbeobachtet geglaubten Moment, entferne ich es schnell und unauffällig. Ich bin halt nicht gewöhnt, daß Kantinenessen dekoriert wird. Das ist alles fremd und neu für mich.
Mit meinem ersten Freund im alten Klappbett. Trotzdem bin ich mir bewußt, daß es in der heutigen Zeit stattfindet und nicht damals. Sehr vertraut und intensiv unterhalten wir uns über früheres. M. erklärt mir, daß einige Dinge nur geschehen sind, weil er Angst vor dem Versagen hatte. Dies betont er mehrmals und ich lese es außerdem auf einem Zettel. Ich habe großes Verständnis für ihn und es rührt mich auch etwas, daß er so ehrlich zu mir ist. Ich frage ihn, was er denn glaubte wohl geschehen würde, wenn er versagt. Dann verbessere ich mich und frage: "Was wäre das schlimmste, das passieren könnte, wenn du versagst?". Die Antwort bleibt unausgesprochen und wird durch unsere liebevolle Nähe Lügen gestraft. Dann liebten wir uns und es war gut.
Bemerkung: Der zweite Traum erscheint wie eine Fortsetzung von diesem.
Beziehungsträume - Samstag, 29. März 2008, 12:30
Viele Male in der Nacht treffe ich einen bestimmten Kollegen. Es ist eine ständige Wiederholung, jedoch immer unter anderen Umständen. Die Treffen sind teils freundschaftlich, teils erotisch gefärbt, ohne daß es wirklich zu erotischen Handlungen kommt. Die Erotik stammt mehr aus einer angenehmen Vertrautheit und Akzeptanz. Die Zusammentreffen erfolgen an ganz unterschiedlichen Orten und meist zufällig.
Bei oder nach einem der ersten Treffen bin ich mir darüber bewußt, daß ich ihm meine letzte Bettwäsche geborgt habe. Ich selbst schlafe jetzt nur noch mit dem reinen Federbett, während ich in seinem Bett meine blaue Satin-Bettwäsche sehe. Doch das ist in Ordnung für mich. Nur mit dem Federbett schläft es sich auch sehr gut. Bei unseren mehr oder weniger zufälligen Zusammentreffen finden intensive, aber kurze Gespräche statt, da er es stets eilig hat und ein eher unsteter Charakter ist. So schnell, wie er auftaucht, ist er auch wieder weg. Doch seltsamerweise taucht er immer wieder in meiner Nähe auf und ich weiß das genau, bin mir in ihm sicher, weshalb ich mir keine großen Gedanken darüber mache. In meiner Umgebung dagegen scheint man sich viel mehr über unsere "Beziehung" den Kopf zu zerbrechen, denn es wird mir von verschiedenen Seiten gesagt, wie es eigentlich sein müßte. Einmal sehe ich ihn zum Beispiel auf dem Bahnhof mit einer anderen Frau auf der Wartebank sitzen, dicht beisammen. Jemand neben mir behauptet deshalb, daß ich eifersüchtig wäre. Eifersüchtig? Erstaunt lausche ich in mich hinein, kann aber keine eifersüchtigen Gefühle feststellen. Ich vermute, die Behauptung wurde nicht aufgestellt, weil derjenige weiß, daß ich eifersüchtig bin, sondern weil derjenige sich in dieser Situation keine andere Reaktion vorstellen kann. Neben meinem Kollegen ist in der Lehne der Holzbank ein Text eingeritzt. Ich gehe interessiert näher heran, um ihn zu lesen, kann den Wortlaut aber nicht mehr erinnern. Schließlich fahre ich in der U-Bahn, mit mir meine ehemalige Schulfreundin. Auch sie will mir etwas zu unserer "Beziehung" sagen. Es wird sogar ganz feierlich, indem sie sich mit mir und zwei anderen Personen um einen Tisch setzt, mir einen getippten Text, eine Art Dossier, vorlegt und mir zu erklären versucht, daß er mir eigentlich etwas versprochen hätte, dieses Versprechen aber nicht gehalten hat. Ich kann mich an nichts erinnern, aber ihr Gesicht wirkt empört und auch die beiden anderen Personen, ich glaube, es waren Männer, nicken eifrig. Es ist von einem weißen Kleid die Rede (etwa ein Heiratsversprechen?), doch auch jetzt interessiert mich das alles nicht wirklich. Es überrascht mich eher, daß man sich wegen solchem belanglosen Kram so aufregen kann. Ich fühle mich unwohl, da ich merke, daß die anderen meine Gedanken und Gefühle dazu nicht verstehen können, aber eine Reaktion erwarten. Ich befinde mich in einer Art Entscheidungszwang. Soll ich mich anpassen und mich ebenfalls mit diesen unwichtigen Kleinlichkeiten befassen, bzw. so tun als ob, oder soll ich ehrlich mein Unverständnis äußern, auch auf die Gefahr hin, daß man über mich den Kopf schüttelt?
Bemerkung: Mein Kollege hat tatsächlich ein Versprechen nicht gehalten. Er hat nämlich zweimal versprochen, mir ein paar Holzscheite aus dem Garten mitzubringen und es nicht getan. Will mir der Traum jetzt sagen, daß ich mich darüber aufregen soll? Seltsamerweise bemerkte ich beim Aufstehen einen dunkelvioletten Fleck an meinen Bein, der von der Form mehr an einen Knutschfleck als an einen blauen Fleck erinnert. Ich könnte schwören, der war gestern noch nicht da, aber ich kann mich überhaupt nicht erinnern, mich irgendwo gestoßen zu haben, zumal sich der Fleck auch auf einer unspezifischen Höhe befindet, die weder zu Tischkanten noch sonstigen Möbelstücken passt. Sehr mysteriös.
Beziehungsträume - Mittwoch, 27. Februar 2008, 19:50
Mit meinem ersten Freund im früheren Kinderzimmer. Sexuelle Handlungen finden statt, doch ist die Situation eher unbefriedigend. Denn leider funktioniert es nur dann mit dem Sex, wenn ich aktiv darauf hinwirke und ihn mehr oder weniger dazu nötige. In diesem Fall läuft es zwar bestens und ist für die körperliche Befriedigung ausreichend, aber trotzdem nervt es mich, immer der aktive Teil sein zu müssen. Ich habe zwar nicht den Eindruck, dass er überhaupt keinen Sex möchte, aber ich frage mich doch, ob er wirklich Interesse an mir hat, wenn er immer bedrängt und wie ein verrostetes Auto angeschoben werden muß. Das Wort „Begehren“ schwebt wie von einer unsichtbaren Stimme hingeworfen im Raume. Ja, ich möchte selbst auch einmal gerne passiv sein und begehrt werden, statt dauernd begehren zu müssen.
Beziehungsträume - Montag, 25. Februar 2008, 18:44