Berufsträume

Samstag, 2. Mai 2009

Der rote Raum

Ich stehe am Ende eines großen rechteckigen Raumes. Vom Schnitt erinnert er ein wenig an das ausgedehnte Wohnzimmer im ehemaligen Elternhaus. Das Zimmer ist fast ganz leer und und überall an den Wänden und der Decke mit dunkelrotem Samt gepolstert. Auch der Fußboden ist dunkelrot und dort, wo rechts die Fenster sind, hängen dunkelrote, bodenlange Gardinen, die nur einen kleinen Teil des Tageslichts hindurchlassen. Der Raum ist deshalb ziemlich dämmrig bis auf eine Stelle gegenüber von mir, auf der anderen Seite. Dort steht ein kleines, gleichmäßig gewachsenes Bäumchen mit Stamm und Krone. Die Krone ist etwas breiter als hoch und sehr kompakt. Um dieses Bäumchen scheint sich das Tageslicht zu sammeln, weshalb dieses Bäumchen aussieht, als sei es von einem Lichtschein umgeben. Und auch der Kontrast der grünen Blätter zum dunkelroten Hintergrund im rötlich leuchtendem Licht gibt diesem Anblick etwas ganz besonderes. Wow, ist das schön! Der Baum muß unbedingt dort stehenbleiben, aber ich sollte ihn vorher in einen größeren und schöneren Topf pflanzen.

Meine Mutter bekommt ihren letzten Posten im Verlagshaus - sie wird Verantwortliche für die Bibliothek. Das ist zwar eine Art Rentnerposten, aber für sie die absolute Erfüllung, der höchste Posten überhaupt. Im Traum soll ich diesen Posten dann bald übernehmen und bin darüber erst einmal leicht schockiert. Das klingt nach viel Arbeit. Wenn ich mich im kleinen Bibliotheksraum so umsehe, sehe ich ungeordnete Regale mit Büchern. Allerdings scheint die Bibliothek nicht sehr umfangreich zu sein. Das Katalogisieren und Ordnen ist zwar eine langweilige Mammutarbeit, aber zum einen ist die Bibliothek nicht übermäßig groß und zum anderen, wäre es nicht irgendwie ein Traum, mit Büchern zu arbeiten? Warum also nicht? Besser als das, was ich jetzt mache, wäre es allemal.

Bemerkung: Ich kann mich nicht erinnern, daß es im Verlag eine Bibliothek gab. Es existierte nur eine Bücherstube.

Donnerstag, 16. April 2009

Social Work 3.0

Ich werde den allerersten Tag für einen neuen Job eingearbeitet. Bei diesem Job tue ich social work 3.0, jedoch kann ich mir noch absolut gar nichts darunter vorstellen. Der Sachbearbeiter, der mich einarbeiten soll, gibt mir jede Menge Zeitschriften zu lesen und ich denke mir, ich sollte zuerst mal schauen, ob ich eine Zeitschrift finde, in der erklärt ist, was social work 3.0 ist. Es ist ja schon etwas merkwürdig, einen Job zu lernen, von dem man nur den Namen kennt, aber nicht weiß, was es für eine Arbeit ist. Später findet im Büro eine Feier statt. Sehr viele Kollegen sitzen in einer großen Runde, ich selbst habe eine Flasche Granatapfelwein mitgebracht, von dem ich gleich ein Glas trinke. Er schmeckt super, vom Alkohol darin merkt man gar nichts und auch in den Kopf steigt er nicht. Also eigentlich mehr wie Saft und genau richtig für mich. Die Flasche ist allerdings, als ich mir nachschenken will, bereits geleert worden.

Ich schlendere über den Alex in Berlin und wundere mich, daß es hier so verändert aussieht. Das liegt an einem kleinen Friedhof, der mitten auf dem Alex angelegt wurde und auf dem zwölf (?) Opfer irgendeinen Unfalls begraben liegen. Daß sie auf dem Alex ruhen, hat wohl mit der Sache zu tun und soll eine besondere Ehrung darstellen. Jetzt biege ich in einen Fußgängertunnel ab. Die Lampen an den Wänden werfen ein besonderes Licht, das ich gerne fotografieren möchte. Doch so oft ich auch auf den Auslöser drücke, es tut sich überhaupt nichts. Endlich bemerke ich, daß vor dem Objektiv irgendeine Abdeckung klebt, die aussieht wie ein quadratischer Bierdeckel mit abgerundeten Kanten. Ach deshalb will die Kamera nicht aufnehmen! Leider bin ich bei dieser Entdeckung aber schon am anderen Ende des Tunnels angelangt.

Karneval im Büro

Herr N. ist sehr gut drauf, beugt sich ständig über den Tisch und wirft mir irgendwelche Bemerkungen zu. Leider verstehe ich ihn so schlecht und somit nur die Hälfte, aber es interessiert mich auch nicht besonders, weil ich jede Menge zu tun habe und hochkonzentriert bin. Eigentlich habe ich gar keine Zeit für Albernheiten. Zwischendurch spricht er mich einmal mit Du an, und da er so vertraulich wird, duze ich wie aus Versehen zurück. Und dann hat er sogar ein Geschenk für mich. Es ist in einem Karton und wie sich herausstellt, ein Faschingskostüm. Ach du grüne Neune! Wollen die jetzt hier Fasching feiern? Für sich selbst hat er ebenfalls ein Faschingskostüm. Es erinnert an ein Harlekin-Aufzug, nur alles etwas dunkler und gedeckter. Was mein Kostüm darstellt, weiß ich gar nicht genau. Jedenfalls gehört eine blonde oder goldene Perücke dazu. Nicht sehr begeistert und überhaupt nicht in der Stimmung für Festivitäten, versuche ich das Kostüm anzuziehen, stelle aber fest, daß ich ein kurzes Krankenhaus-Nachthemd (wie es gestern meine Mutter bekam) als Oberteil trage. Ausziehen kann ich es nicht, weil ich darunter nichts an habe. Unter dem Kostüm macht es sich total blöd. Erst versuche ich es in die Hose zu stopfen, habe dann aber lauter Dellen, die wie Fettwürste aussehen. Also ziehe ich es wieder raus und lasse es unter dem Kostüm hervorhängen. Das sieht vielleicht bescheuert aus! Aber vielleicht merkt es ja keiner oder man findet es sogar cool, wer weiß...

Donnerstag, 22. Januar 2009

Umtauschwunsch und archäologische Funde

Im Traum habe ich einen Nebenjob in einem Laden, ich halte es für einen Gemüseladen. Dort werde ich geduldet, ohne daß ich sehr viel tun muß, erhalte einen Zuverdienst und kann außerdem regelmäßig für mich selbst einkaufen. Ich kann mich zwar nicht erinnern, an der Kasse zu sitzen, anscheinend packe ich dort auf oder ähnliches, trotzdem spricht mich irgendwann, etwas versteckt in einer Ecke abseits des Ladens ein Mann an. Er hat dunkle Haare, trägt eine schwarze Lederjacke und ist nicht unattraktiv, wirkt aber etwas derangiert. Es kommt mir vor, als sei seine Erscheinung unter einer Schicht von Fusseln und Staub bedeckt. Er zeigt mir eine sehr billige und schon kaputte Armbanduhr, die er erst vor kurzem bei uns gekauft haben will und die umgetauscht werden soll. Trotzdem hat sie schon einen dicken Kratzer und das Gliederarmband ist völlig hinüber. Ich schreibe ihm auf einen Zettel mit Bleistift auf, was ich an Unterlagen benötige. Zuerst einmal natürlich den Kassenbon (im Traum nenne ich ihn anders, irgendwas mit "Quelle"), sowie einiges anderes. Er muß also noch einmal wiederkommen und insgeheim hoffe ich, daß er sich dann an jemand anderen wendet, zumal ich nur aufpacke und nicht mal an der Kasse bin. Doch genau das scheint er nicht vorzuhaben, im Gegenteil - er fragt genau nach, zu welchen Zeiten ich im Laden bin und scheint es auch selbst schon recht gut zu wissen. Ich vermute, er beobachtet mich und kommt nur in den Laden, wenn ich dort Schicht habe. Das finde ich seltsam. Traut er den anderen nicht oder kann er sie nicht leiden? Er scheint sein Vertrauen voll auf mich gesetzt zu haben und möchte wohl sonst mit niemandem zu tun haben. Er geht wieder und fährt in einem blauen Lieferwagen weg. Wenig später, auf dem Nachhauseweg, erkenne ich den blauen Lieferwagen. Er steht in meiner Straße nur wenige Meter entfernt. Mir kommt der Gedanke, daß er nicht weit von mir wohnt. Was habe ich davon zu halten?

Später im Traum befinde ich mich im archäologischen Institut. Dort sind Leute damit beschäftigt, Fundstücke zu registrieren, sortieren, restaurieren und aufzubewahren. Ich darf mich frei bewegen und bin schon bekannt, ohne daß ich direkt an den Arbeiten mitwirke. Mehr noch, ich darf mir sogar drei Fundstücke aussuchen und behalten. Ich wähle drei Bücher. Zwei davon sind sehr alt und wertvoll. Nicht nur wegen des Alters, sondern auch wegen des Inhalts - verlorengegangenes, unschätzbares Wissen über die Lebensweise in früheren Zeiten. Beim Blättern zeigen sie Abbildungen von verschiedenen Häuserformen. Das dritte Buch ist nicht ganz so alt und wertvoll, aber anscheinend für mich trotzdem von Interesse.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Der Verlags-Geist (März)

Meine Mutter arbeitet im Traum noch in ihrem Verlag und nimmt mich, wie sie es in meiner Kindheit oft getan hat, mit zur Arbeit. Es findet eine Verlagsbesprechung statt, denn nicht nur das Redaktionsteam, sondern noch viel mehr Leute haben sich im Zimmer versammelt. Ich sitze mitten drin und werfe auch immer wieder ein paar Bemerkungen ein, obwohl ich gar nicht gefragt bin, aber anscheinend stört es niemanden. Doch eigentlich interessiert mich die Besprechung nicht besonders und ich höre nur mit halbem Ohr zu, da mich viel mehr die Bücher interessieren, die rund um die Schreibtische in niedrigen Regalen stehen. Aufmerksam studiere ich deren Buchrücken. Die Besprechung ist nun vorbei und beim Aufstehen fällt mein Blick auf eine Garderobe auf der ein Riemen mit einer Grubenlampe liegt. Diese Grubenlampe gehört zur Arbeitsausstattung der Verlagsmitarbeiter, allerdings fällt mir auf, daß meine Mutter keine hat. Diese auf der Garderobe gehört ihrem Kollegen im Zimmer. Warum man für die Verlagsarbeit Grubenlampen braucht, ist mir schleierhaft. Als ich den Flur betrete, kommt mir eine durchsichtige, kopflose Gestalt entgegen. Ich realisiere sofort - das muß ein Geist sein! Schnell verstecke ich mich hinter der Tür, doch der Geist hat mich gesehen und betritt das Zimmer. Nun hat er wieder ein Gesicht, in fürchterliches, schaut mich direkt an und erteilt mir irgendeinen Auftrag oder eine Aufgabe. Was das für eine war, habe ich jedoch vergessen, da ich im Traum trotzig dachte, ich laß mich doch nicht von so einem Verlags-Geist erpressen!

Donnerstag, 27. November 2008

Adlige Herkunft

Im Traum gehe ich mit meiner Mutter die Wohnstraße meiner Kindheit entlang. Sie ist auf Arbeitssuche und fragt nach einem Job in der Post nach. Im Traum weiß ich sicher, daß sie eigentlich eine Gräfin ist, aber durch das Schicksal in diese Umstände gezwungen wurde, in denen sie nun ein ganz normales Leben führt und arbeiten muß.

Später im eigenen Job suche ich aus einigen alten Büchern mir welche heraus, die ich behalten möchte und lege sie als Päckchen in eine Ecke, um sie einen anderen Tag mitzunehmen. Am nächsten Tag ist das Päckchen jedoch verschwunden und mir wird gesagt, daß es in die ganz normale Büropost gegeben wurde. Ich soll dazu eine Frau Ruhe suchen.
Frau Ruhe? Ich kenne keine Frau Ruhe. Und blöderweise renne ich auch gleich los, statt in das Telefonverzeichnis zu schauen. Doch ich habe Glück, in einem Waschraum, in den ich kurz schaue und den ich eigentlich sofort wieder verlassen will, spricht mich von sich aus eine junge Frau an. Sie trägt zwei lustige Zöpfe und hat eine seltsam narbige Gesichtshaut.
Wie sich herausstellt, ist genau das Frau Ruhe. Sie händigt mir einen kleinen Schlüssel aus, mit welchem ich Zugang zu sämtlichen Postkästen und Paketlagern auf dem Gelände habe.
Jetzt muß ich es nur noch absuchen. Draußen angekommen, stelle ich fest, daß das Betriebsgelände riesig groß ist. Auf ihm befinden sich nicht nur die Fachhochschule und die Dienstgebäude, sondern auch noch jede Menge Regierungsgebäude, oft von hohen Zäunen umgeben, und andere Grundstücke mit fast prunkvoll anmutenden Häusern. Ich werde jetzt systematisch alles durchkämmen und jedes Postlager, jeden Kasten finden müssen. Während ich einen breiten betonierten Weg entlanggehe, der genau zu einem fast haushohen geschlossenen Zaun führt, durch den ich wohl nicht weiterkommen werde, schießt ständig ein mannshoher schwarzer Hund an mir vorbei, der im rasenden Tempo die Straße herauf und hinunter läuft. Dabei kommt er so knapp an mir vorbei, daß ich jedesmal glaube, er läuft direkt auf mich zu und rennt mich um. Schließlich lande ich in einem kargen Gebäude, welches von einer Frau mit kurzen Haaren "bewacht" wird. Als sie mir sagt, daß sie die Poststelle ist und daß hier alle Päckchen durchkommen, bin ich freudig überrascht. Da brauche ich ja dann wohl nur hier zu suchen.
Auch sie gibt mir einen Schlüssel, mit welchem sich eine große Bodentür öffnen läßt, die sich direkt in den nackten Dielen befindet. Als sie geöffnet ist, sehe ich, daß sich darunter ein großes Lager voller Pakete und Päckchen befindet. Jetzt kann ich anfangen zu suchen.

Bemerkung: Gestern las ich über die Hugenotten, da meine Mutter ebenfalls mütterlicherseits von aus Südfrankreich eingewanderten, damals verfolgten und nach Brandenburg (Oderbruch) geflohenen Hugenotten abstammen soll, unter denen es wohl auch viel Adel gab.

Der Protestantismus wurde bis etwa 1530 zunehmend in den Untergrund gedrängt. Ein Teil der Protestanten floh, unter anderem in die reformierten Orte der Schweiz, wo Ulrich Zwingli gerade dabei war, die katholische Kirche komplett zu entmachten. Ins politische Aus gedrängt, traten die Protestanten aus dem Untergrund jedoch zunehmend provokativer auf. Zu den ersten größeren Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten kam es 1534 über die Affaire des Placards, bei der in Paris und vier weiteren Städten antikatholische Plakate angeschlagen wurden. Die Messe der Katholiken wurde darauf als Götzendienst bezeichnet. Verschiedene Marienstatuen wurden verunstaltet. Nachdem die Verantwortlichen für diese Aktion auf den Scheiterhaufen gebracht worden waren, blieb das Verhältnis zwischen beiden Seiten angespannt.

Etwa um 1533 schloss sich Johannes Calvin in Paris dem Protestantismus an. Bis zu dieser Zeit wäre auch er eher als katholischer Humanist denn als Reformierter zu bezeichnen. Nach einer protestantisch gefärbten Rede von Nicolaus Cop, dem Rektor der Universität Paris, die höchstwahrscheinlich unter Beteiligung Calvins entstand, mussten beide aus Paris fliehen.<.../cite>
Zwischen 1535 und 1560 durchdrang zunehmend der Calvinismus das französische Protestantentum, und der Calvinismus war es, der den Dissidenten Zulauf verschaffte. Jetzt kommt auch der Name „Hugenotten“ auf.....
1547 starb Franz I., und sein Sohn Heinrich II. bestieg den Thron Frankreichs. Er setzte die Repression gegenüber den Hugenotten unvermindert fort. Etwa um diese Zeit begann das Habsburgerreich in eine Vielzahl von Kleinstaaten zu zerfallen: Kaiser Karl V. bekam die Reformation nicht mehr unter Kontrolle, und der Kompromiss des „Cuius regio, eius religio“ tat ein Übriges zur Spaltung des Kaiserreiches.

Heinrich II. wollte ähnliche Zustände wie in Deutschland in jedem Fall verhindern. Zunehmend hatten sich jetzt auch Adelige den Hugenotten angeschlossen, und eine Übereinkunft nach dem Augsburger Prinzip für Frankreich hätte die unter Franz I. erfolgreich verlaufende Zentralisierung Frankreichs schwer beschädigt. Damit begann endgültig die politische Diskriminierung des Protestantismus in Frankreich.

Montag, 20. Oktober 2008

Ein Leben als Behinderte

Im Traum ist Kollegin K.K. meine Mutter und ich ihr behindertes (erwachsenes) Kind. Wir sind in irgendeinem Gebäude und treffen dort eine andere Familie mit einem behinderten Sohn.
Als mir bewußt wird, daß ich behindert bin, nämlich in dem Augenblick, als beide Familien zusammentreffen und merke, daß der Sohn sozusagen eine Art Spiegelbild von mir ist, bin ich erst ein wenig verwirrt, da ich mich nicht behindert fühle. Der junge Mann zeigt sofort auf meine Schuhe, eine Spezialanfertigung, und ruft: "Oh, guckt mal, sie hat schon solche Schuhe! Ich habe die noch nicht." Da ich wie er bin, verfalle ich nun auch in kindliches Geplapper und irgendwie macht es mir insgeheim Spaß, nur noch in abgerissenen Sätzen zu sprechen und dumme Fragen zu stellen. Trotzdem ist im Hintergrund immer das Traum-Ich und weiß, daß ich auch anders kann, aber ich bin ja jetzt schließlich behindert. Neugierig fragt mich der junge Mann nach meinem Vornamen und ich nenne ihn langsam und betont gedehnt: "Suuusaaaannneeee!"
Später lebe ich anscheinend im gleichen Pflegeheim wie mein Vater, nur auf einer anderen Station. Dort arbeite ich auch. Ich werde in einen Arbeitsbereich geschickt, der an meinen früheren Bekleidungsbetrieb erinnert und wo ich zugeschnittene Schlaufenstücke in Regale sortieren muß. Mir ist im Traum bewußt, daß ich die damals mal genäht habe und empfinde es als Erleichterung, die Vorgänge schon zu kennen und nicht "blind" irgendetwas zu tun. Während wir in einer Pause an Tischen sitzen, kommt eine Schwester, die wie meine Mitschülerin W.B. aussieht, und sagt zu mir in einem seltsamen sarkastisch-genervtenTonfall, mein Vater habe jetzt seine Belohnung bekommen. Ich frage, was sie damit meint, aber sie scheint es sich nun anders überlegt zu haben und mir nichts mehr sagen zu wollen. Sie winkt nur kopfschüttelnd ab. Jetzt bin ich erst recht beunruhigt, denn ich glaube, daß es nichts Gutes sein kann und sie nichts sagen will, um mich zu schonen.

Samstag, 18. Oktober 2008

Ty. intrigiert und das Haus der Vampire

Ty. ist stärker in meine Arbeit involviert als in Wirklichkeit und intrigiert bei Herrn N. gegen mich, indem sie mich ständig schlecht macht und in Frage stellt, das sogar in meiner Anwesenheit. Eigentlich müßte ich ärgerlich darüber sein, doch ich beobachte nur verwundert ihr aufgeregtes Gehabe und Geplappere (das mich unwillkürlich an aufgeregte Vogelmütter erinnert, die einen Feind in der Nähe des Nestes wittern) und bekomme das Gefühl, daß sie in mir mehr sieht, als ich bin, eine gefährliche Konkurrenz, etwas Besonderes, das sie mit Kriegsmitteln unschädlich machen muß. Eigentlich bin ich das gar nicht. Weder habe ich vor, ihr die Patienten wegzunehmen, noch sie bei Herrn N. madig zu machen oder ihr sonstwas zu tun. Warum sie Angst vor mir hat bleibt unklar.

Mit einer Reisegruppe habe ich vor, in einem Haus zu übernachten, in dem Vampire hausen, da sonst keine andere Unterkunft aufzutreiben ist. Die Vampire bieten die Unterkunft in Art eines Hotels an, allerdings muß man einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Nacht unbeschadet zu überstehen. Ganz wichtig ist, daß man seine Tasche(?), bzw. irgendetwas anderes von sich, in einem separaten Raum wegsperrt, damit die Vampire getäuscht werden und anhand des Geruches glauben, man halte sich in diesem Raum auf. Der eigentliche Übernachtungsraum ist jedoch relativ geruchsdicht, damit die Vampire einen nicht finden können. Es ist schon ziemlich spät, als wir in diesem Haus absteigen und die Vampire sind längst wach. Ich gehe einen langen Hotelkorridor entlang, der direkt ins Dunkel führt und mich wieder an den Film "Hotel" erinnert. Eine schwarzgekleidete Gestalt mit Vollbart streift an mir vorüber, das muß einer der Vampire sein, allerdings nicht der "Meister". Diesen sehe ich erst ein Stückchen weiter in den Flur hineingehend. Er hat keine normale menschliche Gestalt mehr, sondern nur noch ein weißes Gesicht, welches in der Schwärze des Raumes schwebt. Um nicht weiter aufzufallen, mache ich kehrt und ziehe mich in das sichere Zimmer zurück. Allerdings sind dadurch, daß wir so spät angekommen sind und die Vampire schon wach waren, diese trotz des Ablenkungsmanövers auf uns aufmerksam geworden und streifen nun lauernd vor der Türe umher.

Zu Besuch bei meinem Kollegen J., der eine riesige Scheune besitzt, die fast mehr an ein Fabrikgebäude erinnert. Sein Problem ist, daß er die Scheune anstreichen will, aber die Farbe ausgegangen ist. Wenn ich die Wand des Gebäudes betrachte, dann sehe ich es. Teile davon sind in frischem Altrosa gestrichen, doch dazwischen breite Streifen in verwittertem Braun.

Bemerkung: Kollege J. soll angeblich durch seine Heirat Mitbesitzer eines ausgedehnten Wald-Grundbesitzes sein. Ob er auch ein Scheune dort zu stehen hat, das weiß ich nicht.

Sonntag, 7. September 2008

Es war einmal ein Schmetterling, der die Farbe seiner Flügel verloren hatte

Freitag-Nachmittag im Büro. Ich könnte nach Hause gehen, möchte aber Zeit aufbauen und freitags ist das am besten, weil man da (normalerweise) seine Ruhe hat. Noch stehe ich mit einigen anderen Kollegen zusammen. Im Prinzip ist schon Feierabend und niemand hat mehr Lust etwas zu tun. Da kommt der Leiter aus einem anderen Haus, Hr. B., und nennt den Namen Ch., er möchte wissen, wer diesen Klienten hat. Anscheinend steht dieser außerhalb der Sprechzeit auf der Matte. Ich habe zwar das C, aber keinen Ch., weshalb ich auf die Frage nicht reagiere. Hr. B. schaut mich jedoch ständig so an, als müßte ich es sein. Bin ich aber nicht. Und überhaupt sollte ich mich schnell aus dem Staub machen, gehe aber nur in meinen Büroraum zurück. Auch hier gibt es immer noch etwas zu tun, denn es wird nach der Beihilfe für eine Frau L. gefragt. Diese ist behindert und erhält regelmäßig einen Karton voll bestimmter Bilder. Wozu sie diese bekommt, ist mir schleierhaft, vielleicht sammelt sie die. In einer Ecke finde ich den Karton und schaue neugierig hinein. Die Bilder sind von einer Größe wie Dias und in länglichen Stangen verpackt. Eine ist auf einer Seite bereits geöffnet. Auf dem ersten Bild sieht man eine Menschenmenge und überrascht stelle ich fest, daß mein Gesicht darunter ist. Das bin doch ich? Ja, eindeutig. Auch auf den anderen Bildern bin ich zu sehen, wie seltsam. Vielleicht sind dies ja Bilder, die automatisch an einer Stelle das Abbild des Betrachters zeigen. Plötzlich kracht die Tür auf und mein oberster Chef mit einigen anderen Leitern stürzt herein. Schnell verstecke ich die ausgepackten Bilder, denn den Karton hätte ich sicher nicht aufmachen dürfen. Anscheinend ist irgendein Klient bei dem Chef und dieser fragt nach einer Stellenliste. Ich bin außer den Chefs die einzige im Büro, die anderen Schreibtische sind verlassen. Wo soll diese Liste sein? Ich zucke erst ahnungslos mit den Achseln, doch dann fällt mir etwas ein. Zu einem bestimmten Schrank gehend, finde ich sie auf Anhieb und reiche sie dem Chef. Dieser ist erst erfreut, was sich aber sofort ändert, als er auf das Datum schaut. "Die ist ja noch vom soundsovielten und nicht weitergeführt!" Seine Stimme klingt vorwurfsvoll, aber den Schuh ziehe ich mir nicht an. Schließlich ist das nicht meine Aufgabe. Frech sage ich deshalb: "Aber immerhin habe ich sie gefunden."

Kurz vor dem Aufwachen höre ich den Beginn einer Geschichte: Es war einmal ein Schmetterling, der die Farbe seiner Flügel verloren hatte...

Bemerkung: Nach dem Geschichtenbeginn habe ich gegoogelt und es gibt erstaunlich viele Geschichten, die mit "Es war einmal ein Schmetterling" beginnen, aber keine mit diesem Satz. Was macht ein Schmetterling, der die Farbe seiner Flügel verloren hat?
Ich bin mir nach dem ersten Traum irgendwie ziemlich sicher, daß ich heute Dias bekommen werde.

Sonntag, 31. August 2008

Diebische Klientin

Arbeitstag im Büro. Dieses sieht völlig anders aus, denn die Gänge werden aus Regalen in schwarzem Klavierlack gebildet, welche wie in einem Labyrinth angeordnet sind. Ich kann mir nie merken, in welcher Ecke und in welcher Kurve ich welche Tür finde. Aber zum Glück stehen draußen Namen dran und der gesamte verschlungene Gang ist auch nicht sehr groß. So gehe ich ihn jedesmal vollständig ab und schaue auf die Türschilder. An meine Kollegen verteile ich Pfannkuchen und Brötchen als Geburtstagslage. Außerdem habe ich mit einigen nicht sehr freundlichen Klienten zu tun. Schließlich komme ich in mein eigenes Bürozimmer zurück. Dieses besteht eigentlich aus zwei Zimmern, denn mein Schreibtisch und der von Herrn N. sind durch eine Wand getrennt, durch die jedoch neben den Schreibtischen ein Durchgang verläuft. Herr N-. ist nicht an seinem Platz, jedoch zuckt eine Klientin zusammen und zupft nervös an ihrer Tasche. Ich wollte ihm schon immer mal sagen, daß er Klienten nicht alleine im Zimmer sitzen lassen soll. Das ärgert mich bereits eine ganze Weile. Die hat doch eindeutig etwas geklaut, hoffentlich nicht das Siegel. Leider habe ich keine Berechtigung, ihre Tasche zu durchsuchen, deshalb sage ich nichts weiter, sondern bitte sie nur, hinauszugehen. Als sie an meinem Arbeitsplatz vorbei zur Ausgangstüre geht, zeigt sie auf ein Blatt Papier auf meinem Schreibtisch und sagt: "Sie sollten erstmal Schreiben lernen!" Das ist doch eine Unverschämtheit - die hat nicht nur geklaut, sondern auch noch in meinen Papieren geschnüffelt und gelesen, während sie alleine war! Und dann noch frech werden und meine Rechtschreibung - denn die meint sie damit wohl - bemängeln!
Ich mache kurzen Prozeß mit ihr, indem ich aufspringe, sie am Mantelkragen packe und mit dem Kopf gegen die Tür schlage (ungefähr so, wie Al Bundy es mit den Liebhabern seiner Tochter machte). Benommen zieht sie ab und der Arbeitstag geht weiter. Herr N. ist wieder da und plötzlich fällt mir siedendheiß ein, daß ich ja eigentlich krankgeschrieben bin. Ich habe zwei Tage gearbeitet, trotz Krankschreibung - das wird gewaltigen Ärger geben. Was mache ich denn jetzt? Wie hatte ich das eigentlich bloß vergessen können? Laut und eher belanglos stelle ich die Frage Herrn N. Der sieht kein großes Problem darin, schließlich ist es ja nicht seines. Aber ich werde wirklich ein Problem bekommen, wenn das die Büroleitung erfährt. Gedankenverloren greife ich zu einer Tüte Lakritzkonfekt, welches ich als Medikament von meiner Ärztin verschrieben bekommen habe. Eigentlich soll ich es zum Trinken auflösen, aber warum eigentlich? Ich esse es lieber so und beiße in eine rosafarbene Schaumrolle.

Bemerkung: Lakritzkonfekt als Medizin. Sollte ich vielleicht mal ausprobieren, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, daß es gegen Kreuzschmerzen hilft.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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