Samstag, 18. Juli 2009

Justizentscheidung

Entscheidung der Justiz: Das Werfen von Schuhen aus dem Fenster ist nicht gestattet. Auch nicht für Personen mit Brustimplataten.
Schlafen im Traum. Während des Schlafes ist ein Teil meines Bewußtseins wach und ertappt mich laut lachend im Schlaf. So laut, daß es auch andere mitbekommen. Meine Mutter setzt sich an mein Bett und streicht mir über die Wange. Sie wundert sich wahrscheinlich ebenfalls, daß ich im Schlaf lache.

Dreckiges Big-Brother-Haus

Im Big-Brother-Haus befinden sich nur noch zwei oder drei Bewohner, sowie eine Kolonne von jungen Putzfrauen, die zum einen dort saubermachen und zum anderen zur Unterhaltung der letzten Bewohner beitragen sollen. Ich gehöre weder zu den Bewohnern, noch zu den Putzfrauen, bin aber ebenfalls im Haus und besichtige alles. Auffällig ist zum einen die Leere, da nicht mehr viele Bewohner im Haus sind, aber noch viel mehr der Dreck ringsumher. Das ganze Big-Brother-Haus ist völlig versifft. In den Waschbecken und in der Badewanne klebt der Dreck zentimeterdick, der Boden ist über und über mit Staub und Krümeln bedeckt, in die Wände sind Schriftzeichen geritzt, in den Möbeln befinden sich Schrammen. Die müssen ja hier gehaust haben wie die Vandalen, denke ich entsetzt. Da reicht gar kein Saubermachen, eigentlich muß alles renoviert und neu eingerichtet werden. Bei dem Gedanken, wieviel das alles kostet, werde ich fast etwas ärgerlich, aber ok, der Sender hat wahrscheinlich genug Geld, um sich das zu leisten.

Katzensprung vom Baugerüst

Vor unserem Fenster wurde ein breites Baugerüst aufgebaut. Meine verstorbene Katze, immer gern am Fenster, ist natürlich gleich hinausgelaufen und lugt nun aufgeregt an der Kante des Gerüstes hinunter. Dann ist sie weg. Gesprungen. Oh Gott, hoffentlich tut sie sich nichts! Wie hoch ist das überhaupt? Von einem anderen Blickwinkel aus erkenne ich eine Baugrube, in der sich Wasser gesammelt hat, so daß es jetzt ein kleiner See ist. Da ist sie hineingesprungen. Ob sie auch wieder hinauskommt?
Schon sehe ich eine Katzennase das Wasser teilen. Ein pudelnasses Kätzchen, dessen weiße Flecken jetzt besonders weiß leuchten, kommt aus dem Wasser hervor. Ein kleines Mädchen, das sie schon vom Gerüst holen wollte, ist ihr hinterher gelaufen, packt sie und hebt sie hoch, um sie nach Hause zu bringen. Ob das ihr neues Frauchen ist? Ich bin es wohl nicht.

Eine nächtliche Party. Erst stehe ich in der Küche rum und gehe dann mit einem Getränk in der Hand ins Wohnzimmer. Dort sitzen alle geordnet auf Sitzgelegenheiten. Ich bin die einzige, die mit dem Drink in der Hand herumhampelt, bzw. tanzt. Es ist mir selbst ein wenig unangenehm, aber ich kann irgendwie nicht aufhören, mich so zu benehmen. Das muß an der Musik liegen. Sie zwingt mich zu tanzen. Ich beobachte zwei Frauen, die am Fenster stehen. Die eine erzählt der anderen ein Geheimnis, das mit Kirschen zu tun hat. Beide Frauen haben eine helle Knupper-Kirsche in der Hand. Es geht wohl darum, sie zu entkernen. Ich verstehe nun etwas von Haaren. Ah, das Entkernen von Kirschen beseitigt also Haare. Tatsächlich? Das kann ich nicht so recht glauben. Wie soll das gehen, wenn die Kirsche im Mund ist und die Haare außerhalb des Mundes? Wahrscheinlich hab ich mich verhört.

Verhinderter Diskobesuch

Ich befinde mich mit der Klasse, die aus Kollegen und ehemaligen Mitschülern besteht, irgendwo am Spittelmarkt, verliere die anderen aber bald aus den Augen. Es ist spätabends und ich trage die flauschige Winterjacke des letzten Winters, obwohl es nicht sehr kalt ist. Ein wenig planlos laufe ich umher, bis ich von weitem einige Bekannte sehe. Mir ist klar, daß sie in eine der zwei dort in der Nähe befindlichen Diskotheken wollen. Ich folge ihnen unauffällig und beschließe, ebenfalls in diese Disko zu gehen. So weiß ich wenigstens, daß ich da Leute treffe, die ich kenne. Beim Einlaß der ersten Diskothek stelle ich mich in eine lange Schlange. Doch genau, als ich an der Reihe wäre, geht es nicht mehr weiter. Der Einlasser ist in ein Gespräch vertieft und macht keine Anstalten, noch jemanden abzukassieren. Ich bleibe stehen und warte. Es ist ein ziemlich großer Vorraum und eine sitzende Frau ruft zu ihm hinüber, wann sie endlich hineindürfe. Sie wartet also anscheinend auch. Ich gehe nun etwas weiter in eine große Halle, die wohl zur Diskothek gehört. Hier kann man, wenn man möchte, wie ein Artist an unsichtbaren Seilen schweben, umherfliegen und schaukeln. Ich versuche, einen Blick auf die Seile zu erhaschen, aber sie sind tatsächlich völlig unsichtbar. Das macht bestimmt Spaß, aber da ich noch keinen Eintritt bezahlt habe, traue ich mich nicht tiefer hinein. Irgendwann wird mir das Warten zu bunt und ich gehe. Die anderen sind wahrscheinlich sowieso in die zweite Diskothek gegangen. Ich glaube zu wissen, daß es ihre Stammdisko ist, und ich laufe das kleine Stück hinüber. Hier wird direkt auf der Straße abkassiert. Die Einlasser sitzen zu dritt oder viert an einem kleinen Tischchen. Der erste, zu dem ich komme, ist noch ganz nett. Er verlangt 4 Euro und ich suche diese aus meinem Portmonnaie. Dann ermahnt er mich aber, mein Kennwort nicht zu vergessen oder zu verbummeln. Mein Kennwort? Sowas habe ich noch gar nicht! Auf diese meine Aussage hin, zeigt er auf den nächsten Einlasser neben sich, der wohl die Kennworte vergibt. Wie ich an den aus- und einströmenden Gästen erkennen kann, besteht das Kennwort anscheinend aus zwei Buchstaben, welche an der Spitze des Zeigefingers angebracht werden. Wenn man wieder hineinmöchte, muß man den Zeigefinger auf ein Gerät legen, welches die beiden Buchstaben scannt. Der zweite Einlasser murmelt etwas in den nicht vorhandenen Bart und ich verstehe "1 Euro". Also suche ich einen Euro und geb ihm diesen, aber da verdreht er genervt die Augen und sagt noch einmal deutlicher: "25 Euro!". Ah, da habe ich mich wohl verhört. 25 Euro für ein Kennwort ist ziemlich happig, doch glücklicherweise finden sich auch die in meinem Portmonnaie. Aber der Einlasser macht jetzt wiederum keine Anstalten mehr, mich abzukassieren. Ich warte geduldig. Da er zwischendurch immer sehr mürrische Bemerkungen macht und ein gestresstes Gesicht zieht, kann ich mir allerdings die leicht spöttische Bemerkung nicht verkneifen, daß er sich wahrscheinlich völlig überarbeitet, wenn er mir ein Kennwort vergibt. Eigentlich war das noch nicht einmal böse gemeint, aber mit dieser Bemerkung bin ich absolut bei ihm unten durch. Ab jetzt werde ich konsequent ignoriert. Ich warte noch eine Weile, merke aber, daß es keinen Sinn mehr hat und suche nun den ersten Einlasser, damit er mir die 4 Euro zurückgibt. Der ist aber verschwunden und ich hänge nun weiter wie blöd vor dem Tisch fest und werde immer ärgerlicher. Richtig geladen bin ich schließlich, als ich endlich erwache.

Bemerkung: Was für bescheuerte Türsteher hab ich eigentlich in meinen Träumen? So ähnlich stelle ich mir das übrigens vor der Himmelspforte vor. Wahrscheinlich mache ich da auch einen blöden Spruch und bleibe außen vor.

Vollbartmondreiter

Herr N. ist für längere Zeit bei mir zu Besuch, etwa zwei Wochen. Es läuft erstaunlich gut, obwohl er seine eigenen festen Lebensprinzipien hat. Er unterläßt irgendwelche Verbesserungen in meiner Wohnung und läßt mich so leben, wie ich es sonst tue, und er darf ebenfalls im Rahmen meines Zuhauses so leben wie er es gewohnt ist. Es ist zwar ziemlich eng in der kleinen Wohnung, aber auf diese Weise funktioniert es bestens. Eines abends bin ich, am Tisch sitzend, bei einem Chopin-Klavierkonzert, welches im Fernsehen läuft, eingeschlafen. Ich erwache, als er mit seinem Gepäck an mir vorbei kommt und sich verabschieden will. Durch den Schlaf ist irgendwie mein linker Arm taub und ich kan mich nur linkisch und halb am Tisch umdrehen, um mit dem rechten Arm zum Abschied zu winken. Etwas später gehe ich durch die Wohnung und finde eine große Bodenvase, die mir nicht gehört. Das muß seine sein. Hat er die vergessen oder wollte er sie als Gastgeschenk hier lassen? Ich weiß es nicht, aber das ärgert mich jetzt. Wenn er mir ein Gastgeschenk machen wollte, hätte er ja auch etwas sagen können. So muß ich ihn noch einmal darauf ansprechen.

Später im Traum erschien in Zusammenhang mit einem Bart aus Milch das Wort "Vollbartmondreiter".

Twitter-Unterricht

Eine Unterrichtsstunde an der Fachhochschule. Dozentin ist ein ziemlich unscheinbares Mäuschen mit Hakennase, Brille und sehr leiser Stimme. Das führt zu einiger Unruhe im Raum, so daß ich letztendlich vom Unterricht überhaupt nichts mitbekomme. Anderen geht es wohl genauso, und die Dozentin, etwas genervt, greift zu drastischeren Mitteln, indem sie droht, sie stelle uns jetzt eine Frage im Zusammenhang mit dieser Unterrichtsstunde, zu der wir etwas aufschreiben sollen. Später werden wir, entweder einzelne oder alle, geprüft.
Die Frage, die sie stellt, verstehe ich ganz gut: "Was ist der Unterschied zwischen Twitter in der deutschen und in der amerikanischen Version?", nur leider habe ich nicht den geringsten Schimmer. Eigentlich wußte ich bis jetzt noch nicht einmal, daß wir Unterricht über Twitter hatten. Wenn ich da etwas mitbekommen hätte, wär das ja vielleicht sogar recht interessant gewesen. Unser Lehrbuch, eine Ausgabe des "Spiegels", liegt neben mir und ich versuche unauffällig, daraus noch einige Informationen zu entnehmen, was aber nicht gelingt. Dann greife ich zu einem A4-Blatt und tue so, als sei ich sehr beschäftigt mit schreiben, schreibe aber nur fein säuberlich auf dieses Blatt: "Twitter deutsch: (großer Absatz)",
Twitter amerikanisch: (großer Absatz),
Nenne die Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Twitter-Version! (großer Absatz)"
Ich schreibe jetzt immer langsamer, weil sie neben mir steht und ich nicht in die Verlegenheit kommen möchte, nicht mehr weiterschreiben zu können. Schaut sie auf mein Blatt? So langsam bekomme ich Schweißausbrüche. Endlich ist der Unterricht zu Ende und die anderen stürmen schon aus dem Raum. Ich werfe ebenfalls schnell die Sachen in meine Tasche und bin weg. Vor dem Raum der Fachhochschule sieht es ein wenig aus wie in einem Warenhaus und in einem Auslagegitter liegen zwei Ausgaben des "Spiegel". Zum einen die, die wir als Lehrmittel auch im Unterricht hatten, und zum anderen eine, die als Thema ein Vstream-Lexikon hat. Vstream -denke ich - , ist das nicht diese Musikcomputersprache?

Bemerkung: Und natürlich ist mir im Traum absolut nicht eingefallen, daß es GAR KEINE DEUTSCHE VERSION GIBT! *grrrrr*

Sekundentraum

Einen kurzen, winzigen Moment dämmere ich weg und finde mich in klarem, durchsichtigen Wasser treibend wieder. Über mir blauer Himmel, um mich nur Wasser, das in der Sonne glitzert, dennoch scheint es ein Pool zu sein, zumindest macht das saubere Wasser diesen Eindruck. Und es ist angenehm kühl, ja, sogar kalt, aber ungemein belebend. Die Kühle dringt direkt in meinen Körper und schwappt als Welle durch ihn hindurch, um sich im Herzzentrum wie in einer Explosion zu zersprengen. Von diesem Energiestoß werde ich augenblicklich wieder hellwach.

Mein Bloghaus - Sound comes soon (Blogger als seltene und schützenswerte Tiere?)

Ich bewohne ein neues Haus in einer Art Vergnügungs- und Tierpark. Neben Gehegen mit Tieren, die vom Eigentümer des Parkes gerettet werden, wie er stolz in einer Ansprache verkündet, bewohnen hier auch Blogger kleine Anwesen mit Gärten. Allerdings gehören diese Anwesen mit zum Park und sind somit ebenfalls mehr oder weniger öffentlich. Der Park selbst wurde auf einem alten Eisenbahngelände errichtet und durch die Bahndämme ist er leicht hügelig. Es ist eine große Auszeichnung, ein Anwesen zu erhalten. Nicht jeder darf hier ein Haus beziehen und ich freue mich darüber, dennoch merke ich schnell, daß es auch einige Nachteile hat, als ich einen Mann sehe, der von einem Baum aus durch meine großzügige Fensterfront mit einem Fernglas ins Haus späht. Ein wenig fühlt man sich wie ein Ausstellungsstück. Erst stelle ich mich eine Weile tot, doch dann gehe ich aus dem Haus, um mich selbst unter das Volk im Park zu mischen. Dort falle ich weniger auf, als würde ich in meinem öffentlichen Heim sitzen. Eigentlich habe ich noch Glück, überlege ich mir, denn in der Ecke des Parks, wo ich wohne, befinden sich eher langweilige Tiere, wie Rehe usw., so daß sich dorthin nicht ganz so viele Besucher verirren. Während des Gangs durch den Park entdecke ich, daß es außerdem noch einen unterirdischen Teil gibt, für den man Karten lösen muß. Ich spiele mit dem Gedanken, eine Karte zu kaufen, lasse es aber doch. Ein anderes Mal... Während meines Rundgangs fällt mir eine Frau auf, die rittlings, aber verkehrt herum, auf einem großen Vogel sitzt. Ist das wirklich ein Vogel? Nein, es ist wohl nur ein Rucksack in Vogelform. Und schließlich bin ich wieder am Eingang meines Anwesens. Hier bemerke ich ein Begrüßungsportal, wie ich es von Ranchs kenne, und versuche die Schrift darauf zu entziffern. "Tänzerin...." Der Rest ist im ersten Moment unverständlich. Jedenfalls heißt es nicht "Tänzerin zwischen den Welten". Ob die meinen Blognamen falsch geschrieben haben? Fast will ich etwas ärgerlich werden, aber dann entziffere ich "Tänzerin sound comes soon". Aha. Also wohl eine Ankündigung. Aber worauf? Auf eine Klingel? Oder wird hier bald wie im Museum eine Stimme vom Band etwas über mich und das Blog erzählen? Bin gespannt, was die Betreiber sich haben einfallen lassen.

Wiedergeburt wegen Kopfstand

Ungefähr einen Meter von mir entfernt steht eine Mutter mit Kinderwagen. Ihre Haare, lang, aschblond und kraus, erinnern mich an die (jetzt graugesträhnten) Haare von Traumzeit, allerdings sind sie zu einem kecken Pferdeschwanz gebunden. Im Kinderwagen liegt ein Säugling, nicht älter als sechs Monate, schätze ich. Wie reiße ich plötzlich vor Erstaunen die Augen auf, als er im Kinderwagen in sekundenschnelle einen Kopfstand macht und die kleinen Beinchen in die Höhe streckt...
Das gibt es doch gar nicht! Der kann noch nicht einmal sitzen, geschweige denn laufen, und macht schon einen Kopfstand! Wie geht das denn? Und dann weiß ich auf einmal: Er ist nur deshalb zurück auf die Erde gekommen und wiedergeboren worden, weil er unbedingt Turner werden wollte. Und jetzt kann er einfach nicht abwarten bis er alt genug dafür ist. Er möchte sofort damit loslegen, die turnerischen Möglichkeiten seines neuen menschlichen Körpers zu erkunden.

Ein Mariechenkäfer

flog letzte Nacht durch meinen Traum und nahm ihn mit sich fort...

Junge Schafe

Aus dem Traum der letzten Nacht wollte ich mir noch während des Schlafes unbedingt folgendes merken: "gelbe Gerbera" und "frisch geschlüpfte Schafe". Das habe ich getan. Beide Begriffe waren heute ständig in meinem Kopf. Nur den Traum habe ich vergessen. Der hätte mich irgendwie schon interessiert.

Vergessene Katze (Rosenquarz)

Ich sitze auf meinem Bett, welches mit der gelben Bettwäsche aus meiner Kindheit bezogen ist. Plötzlich bewegt sich die Bettdecke, als würde wer darunter sein, auch das Kopfkissen bewegt sich. Nanu? Schnell lüfte ich die Bettdecke und schaue hinunter, finde aber nichts. Ich schaue noch einmal genauer unter mein Kopfkissen und da finde ich schließlich meine (verstorbene) Katze. Huch! Sie hatte ich vor lauter Grünfinken ganz vergessen! Ich beginne sie zu streicheln und zu knuddeln und sie scheint sehr zufrieden, endlich wieder meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Der Star

Ein sehr großer Star mit schwarz glänzendem Gefieder und einer untypischen prachtvollen Haube in Rot und Weiß hat sich in mein Wohnzimmer verflogen. Auffällig ist, daß in seinem Schnabel und Kropf ein ganzer Meisenknödel steckt. Ich frage mich, ob er daran nicht erstickt, vielleicht bekommt er ihn nicht mehr heraus. Sollte ich erste Hilfe leisten? Der Star allerdings wirkt gar nicht panisch, sondern spaziert ganz in Ruhe herum. Vielleicht ist das auch nur sein Vorrat, den er da eingesackt hat. In einer Ecke meines Zimmers schaut er interessiert nach oben an die Decke. Auch ich schaue nach oben und entdecke, daß direkt aus der Wand ein Zweig mit dichten grünen Blättern wächst. Nanu? Das ist ja sehr ungewöhnlich. Und jetzt weiß ich auch, was der Star will. Er sucht einen Platz zum Nestbau und diese Zimmerecke da oben gefällt ihm besonders.

Samstag, 30. Mai 2009

Die Nonnen Heise und Hader

Im Warteraum der Physiotherapie sehe ich an einem kleinen Tischchen meine Exkollegin A.L. sitzen. Sie erkennt oder beachtet mich nicht, ist ganz mit sich selbst beschäftigt, bis ich sie anspreche: "A....!" Sie blickt nur auf und legt gleich ohne Gruß oder einleitende Worte los sich zu beschweren, daß sie irgendeine gesundheitliche Sache damals nicht gleich dem Arbeitgeber gemeldet hätte. Anscheinend wurde dies durch die Arbeit verursacht, aber jetzt wird es nicht mehr anerkannt und sie hat den Schaden. Ich kann ihr da nur beipflichten, allerdings hätte ich das wahrscheinlich auch nicht gleich gewußt und erkannt. Wir warten gemeinsam und währenddessen erfahre ich, daß diese Physiotherapie von zwei Nonnen geführt wird. Die Nonne Heise sehe ich. Sie trägt zwar eine Nonnentracht, diese läßt aber trotzdem vorne ein tiefes Dekollete und sehr viel Goldschmuck hervorblitzen, nämlich ein breites Goldcollier, Goldarmreifen und -ringe. Irgendwie finde ich das ja etwas merkwürdig für eine Nonne, aber persönlich ist mir das egal. Ich gönne ihnen gerne Goldschmuck und tiefe Dekolletes. Nicht egal allerdings ist mir, daß diese Nonne sehr unbeliebt ist, weil sie so streng, unfreundlich und herzlos sein soll. Zum Glück meine ich zu wissen, daß ich zu der anderen Nonne komme, welche Hader heißt. Als ich an der Reihe bin, merke ich gleich, daß sie auch nicht gerade besonders herzlich oder freundlich ist. Etwas rundlich, mit einem aufgeschwemmten weißen Gesicht, hat sie merkwürdigerweise weiße Krümel an der Haut um den Mund herum, als würde sich dort die Haut lösen. Sie holt ein kleines Impfmesserchen hervor, damit will sie mir später noch in den Rücken schneiden. Mir ist zwar neu, daß man sowas bei der Physiotherapie macht, aber gut, wenn es hilft. Doch vorher untersucht sie erst einmal meinen Rücken und macht mich auf zwei rote Punkte an meiner linken Hüfte aufmerksam. Da habe sie ja schon geschnitten! Achso? Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Jetzt liege ich mit dem Bauch auf einer Liege und sie beginnt meinen Rücken zu massieren. Sie hat ziemliche Mühe damit und ruft immer wieder ärgerlich aus, wie hart dieser, bzw. meine Muskeln seien. Die kriege sie ja nie wieder weich.

Schicksalsvögel

Während eines kurzen Einnickens:

Vögel mit schillernd bunten Kopfhauben. Das Besondere: Je härter und schlimmer das Schicksal einen Vogel trifft, um so schöner, größer und leuchtender ist seine Haube.

Parallel dazu heute morgen beim Betrachten der Grünfinken der Gedanke, daß ihre Kopfpuschel von oben wie eine Dornenkrone aussehen.

Puschels Selbstmord und der Grünfink-Hamster

Ich liege auf meinem Balkon, als Puschel, ein Kuscheltier, plötzlich lebendig wird. Gebannt starrt es wie eine wirkliche Katze auf die Balustrade, vielleicht, um dort hinaufzuspringen. Und da - ein plötzlicher Satz und Puschel ist über die Balkonbalustrade hinausgesprungen. Das hat sie mit Absicht gemacht! Sie wollte Selbstmord begehen! Warum nur? Ist es so schlimm bei mir? Vorsichtig beuge ich mich über den Rand, denn ich bin nicht schwindelfrei, und spähe nach unten. Dort liegt sie auf dem Weg. Jetzt muß ich mich ganz schnell beeilen, daß ich mich anziehe und nach unten komme, bevor sie jemand anderes findet und mitnimmt. Zum Glück sterben Puscheltiere ja nicht. Während ich hektisch meine Sachen suche, entdecke ich einen wizigen Hamster, der seltsamerweißer von der Fellfarbe her aussieht wie ein Grünfink. Merkwürdig.

Samstag, 11. Juli 2009

Drei Haare

Drei dunkle lange Haare sind mir als Büschel am Kinn gewachsen. Na sowas!

Bemerkung: Gab es da nicht so ein Märchen mit den drei Haaren vom Teufel? Aber ich glaube, die waren golden...

Sonntag, 5. Juli 2009

Der Golem lebt

Ein Bahndamm, mit Gräsern bewachsen. Es ist eine zauberhaft, kristalline Atmossphäre, irgendwie winterlich, ohne daß es kalt wäre. Fast scheint es, als würden die Gräser, die Luft und die Wolken aus blitzenden Eiskristallen bestehen. Dazu kommt eine zarte altrosa Tönung durch das Licht. Das möchte ich unbedingt fotografieren und mache von verschiedenen Perspektiven aus Bilder. Hinter mir ein offenes Bahnhofsgebäude. Jetzt stehe ich direkt neben einem Schrank in diesem Gebäude, auf dem drei Paar wirklich riesige Arbeitsschuhe liegen. Darüber ist ein kleines Fensterchen, durch das Licht fällt. Ich bemerke den Golem, wie er, lebendig und nicht nur eine Lehmfigur, sehnsüchtig aus dem Fensterchen schaut. Das überrascht mich nun wenig, denn ich kenne den Golem. Er hat mir schon oft zugezwinkert, so daß nur ich es gesehen habe, wenn andere noch glaubten, er sei tot. Allerdings fürchte ich, daß er durch seine ungeschickten Bewegungen einen Arbeitsschuh vom Schrank stoßen könnte, den ich dann auf dem Kopf bekomme. Da ich aber nicht möchte, daß mir ein Arbeitschuh auf den Kopf fällt, verziehe ich mich schnell und leise.

Der Golem
Der Film

In der Stube des Rabbi pflegte der Golem in einer Ecke zu sitzen, und kein Leben war an ihm zu erkennen. Zum Leben erweckt wurde der Golem erst durch kabbalistische Rituale mit Hilfe des Sefer Jezirah. Hierzu musste ihm ein Zettel mit dem Schem, dem Namen Gottes, unter die Zunge gelegt werden.

Samstag, 20. Juni 2009

Erste Hilfe und Blitzeinschlag

Erstes Traumfragment:
Ich verbringe das Wochenende zusammen mit Herrn N. in einem fremden Appartement. Es ist morgens und ich liege noch im Bett, bekomme im Halbschlaf aber mit, daß Herr N. bereits aufgestanden ist, die Fenster öffnet und aufräumt. Ich habe das Gefühl, daß er mich dabei betrachtet, deshalb lasse ich die Augen geschlossen und tue so, als ob ich fest schlafen würde. Und ich habe tatsächlich vor, noch eine Weile zu schlafen, denn es ist Wochenende und ich denke nicht daran, schon aufzustehen, ich habe keine Lust dazu. Wahrscheinlich macht es einen schlechten Eindruck auf Herrn N., wenn ich so lange faul im Bett liege, während er aufräumt, aber egal. Soll er doch denken, was er will. Ganz leise spüre ich jedoch das schlechte Gewissen nagen - ich bin faul, träge und egoistisch, jawohl.
Zweites Traumfragment:
Eine große Straßenkreuzung in meinem Kiez. Der U-Bahn-Eingang liegt im Traum spiegelverkehrt zum realen Eingang, halt der Traumeingang. Dort steht ein Mann, den ich aus meiner Gegend vom Sehen her kenne. Er hat lange weiße Haare, einen weißen Vollbart und trägt immer eine schwarze Baskenmütze, nur sieht er jetzt so abgerissen aus wie ein Obdachloser. Außerdem habe ich irgendwie den Eindruck, daß er hier am U-Bahn-Eingang bettelt, obwohl er einen Pinsel in der Hand hält. Doch die Staffelei dazu liegt umgekippt auf dem Boden. Außerdem fällt mir auf, daß er verblüffend klein wirkt. Wenn ich genau hinschaue, ist er eigentlich nur so groß wie eine Puppe. Ich will an ihm vorbeigehen, da fällt er plötzlich vor meinen Augen um und liegt leblos am Boden. Du meine Güte! Ist hier nicht irgendwer, der ein Handy hat, um den Arzt zu rufen? Etwas hilflos beuge ich mich über ihn, den kleinen Puppenkörper, und rufe wiederholt: "Hallo? Hören Sie mich?" Zu meiner Erleichterung öffnet er die Augen und bejaht meine Frage lächelnd. Was nun? Es macht irgendwie nicht den Eindruck, als sei er sehr beunruhigt oder als ginge es ihm schlecht. "Brauchen Sie etwas?" frage ich und er nickt sofort. "Ja, eine Baskendecke." Herrjeh, eine Baskendecke und überhaupt jede Art von Decke habe ich nun gerade nicht bei mir. Eigentlich bin ich mir nicht einmal sicher, was eine Baskendecke ist. Die Situation nervt mich, ich möchte weiter, will denn Mann aber auch nicht allein lassen, wenn er wirklich Hilfe braucht. Als einzige Lösung fällt mir die Geldbörse ein. Ich schaue hinein und finde nur einen 5 Euro-Schein. So ein Mist! Nicht einmal Geld habe ich dabei. Ich nehme den 5 Euro-Schein und drücke ihm diesen in die Hand. Er scheint enttäuscht und auch ich bin nicht glücklich mit der Situation. 5 Euro um mich freizukaufen ist nicht gerade besonders großzügig. Andererseits kann er sich nicht beschweren. Ich habe getan, was in meinen Möglichkeiten lag. Doch eine Passantin, die sich nun ebenfalls über ihn beugt, beendet meine selbstbeschwichtigenden Gedanken, indem sie vorwurfsvoll den Kopf schüttelt und eine verächtliche Bemerkung über meine "Hilfe" macht. Und da ist es wieder, das personifizierte schlechte Gewissen.
Drittes Traumfragment:
Ein Zimmer, "mein" Zimmer, in einem alten Schloß. Mir fällt auf, daß die großen Fensterscheiben seltsam uneben sind. Wenn ich mit dem Finger darüber streiche, fühle ich Rillen und Beulen im Glas, so als wäre es an manchen Stellen dicker und an anderen dünner. Dann weiß ich auf einmal: Die Fensterscheiben wurden neu eingesetzt, da die alten zerbrochen waren, und aus Gründen des Denkmalschutzes muß das Glas die gleiche Qualität haben wie jenes, das ursprünglich in diesem alten Schloß verwendet wurde. Und das Glas aus früheren Jahrhunderten ist anscheinend unregelmäßig.
Viertes Traumfragment:
Ich befinde mich mit meinem Kumpel M. in einem winzigen und relativ offenem Hotelzimmer. Eigentlich ist es nur eine Ecke mit Bett und Fernseher, hinter dem Bett, auf dem wir nebeneinander sitzen, eine Fensterwand. Wir haben uns zu einem Fernsehabend getroffen, doch M. greift plötzlich meine Hand und spielt an meinen Fingern, wobei er einen (den Daumen?) auffällig ausläßt. Ich frage ihn danach und er behauptet, ich hätte gesagt, daß dieser Finger schmerzt, bzw. verletzt ist. Seltsamerweise kann ich mich selbst gar nicht daran erinnern. Dann umarmt er mich und mir wird klar, daß es wohl wieder darauf hinausläuft, miteinander zu schlafen. Das haben wir schon öfters gemacht. Im Traum halte ich diese Traumbegegnungen für Realität, reale Vergangenheit, und freue mich insgeheim, daß es uns tatsächlich gelingt, miteinander zu schlafen, ohne daß es unserer Freundschaft Abbruch tut, oder wir uns verlieben. Ich finde das sehr schön so, allerdings ärgert mich ein bißchen, daß er, wie mir vorkommt, Treffen und Aktionen manchmal nur wegen des Sex initiiert. Ich könnte ja heute einfach mal sagen, ich hätte keine Lust. Sozusagen aus Trotz. Während ich noch überlege, gleitet meine Hand über seinen Oberkörper. Überraschend spüre ich einen weichen Hügel unter seinem Hemd. Upps, er hat eine Brust bekommen! Na ja, manche Männer neigen im Alter dazu. Meine Hand ruht weiter auf seiner weiblichen Rundung und er macht eine stolze Bemerkung über schöne weibliche Brüste. Ein wenig finde ich es übertrieben, daß er seine anscheinend gleich mit dazuzählt. Meine Aufmerksamkeit wird durch grelle Blitze abgelenkt, die hinter den Fenstern am Nachthimmel zucken. Es blitzt unaufhörlich und die Blitze werden immer leuchtender und heller. Beinahe wie Feuerbälle blenden sie unsere Augen. Gleichzeitig regnet es in Strömen. An den Fenstern neben uns, die in eine andere Himmelsrichtung zeigen, läuft das Wasser wie ein Wasserfall herunter. An unseren Fenstern ist merkwürdigerweise kein Wasser, so daß wir gut hinausschauen können. Wir sehen dabei von ziemlich weit oben auf ein kleines Dorf. Dadurch, daß es so tief unter uns liegt, wirken die Häuser wie kleine Puppenstuben und teilweise kann man auch genausso hineinschauen. Aus einem der Häuser strömen viele Menschen. Und wir bemerken den Rauch, der über einem anderen Haus liegt. Der Blitz hat dort eingeschlagen! Mein Gott! Deshalb strömen die Menschen alle dort hin, um zu helfen. Die Feuerwehr kommt ebenfalls bald. Bisher ist nur Rauch zu sehen und kein Feuer. Ich frage mich, ob der Blitz wohl auch in das Hotel eingeschlagen hat. Aber dieses dürfte ja hoffentlich einen Blitzableiter haben. Sicher bin ich mir allerdings nicht, als mir auffällt, daß die Leute um uns aus den Räumlichkeiten hinausdrängen. Schnell greife ich nach meinen Schuhen. Wir müssen raus! Es kommen kurz darauf viele neue Leute wieder herein. Also doch nicht. Ich kann wohl davon ausgehen, daß das Hotel nicht brennt. Entspann dich!

Bemerkung: Den Mann mit der schwarzen Baskenmütze und den weißen Haaren sehe ich öfters auf der Straße. Ich habe keine Ahnung, wer das ist oder was er macht, aber er wirkt auf mich wie der Prototyp eines alten Künstlers, insbesondere eines Malers, deshalb habe ich ihn im Traum wahrscheinlich mit dessen Attributen ausgestattet.

Donnerstag, 18. Juni 2009

...

Im traditionellen Traum-Yoga wird gelehrt, daß die beste Methode, im Traum mit Angst und Panik umzugehen, darin besteht, sich «vernichten» zu lassen. Tarab Tulku erklärt, daß die bedrohliche Situation im Traum deshalb entsteht, weil der Träumer Angst davor hat, daß sein Selbstbild zerstört wird. Doch das Selbstbild ist ein künstliches Produkt, und es zu schützen, indem man vor der Bedrohung flieht, bedeutet nichts anderes, als daß es sich noch mehr verfestigen kann.
Vielleicht nimmt der Träumer den Kampf auf mit dem, was ihn – sein Selbstbild – bedroht. Dies vermittelt ihm ein Gefühl von Stärke, das sich in den Wachzustand fortsetzt. Das mag vorteilhaft erscheinen, doch die Wurzel des Problems wird auf diese Weise nicht berührt.

Wenn Sie jedoch weder weglaufen noch kämpfen, sondern «sich selbst» loslassen, das loslassen, womit Sie sich identifiziert haben, stellen Sie fest, daß nur eine Schale, ein Schutzpanzer vernichtet wurde. Dahinter war etwas Kostbares, bis dahin Unbekanntes verborgen, das nur durch dieses Loslassen freigesetzt werden kann: ein authentischeres Sein.

(aus "Integrale Energiearbeit" von Ulli Olvedi)

Samstag, 6. Juni 2009

Stola Gaga

Ein riesiger Aufbau von Tischen, anscheinend im Freien. Um die Tische herum sitzen ehemalige Mitschüler, bunt gemischt aus Polytechnische und Abi. Ich sitze noch nicht, sondern laufe zwischen den Tischen herum, denn ich habe irgendwelche Aufgaben zu verrichten. Mein Job ist nicht ganz abseits. Man zeigt mir eine große Kiste voller Erdnüsse, die ich sortieren soll und einige andere Dinge. Ich bin genervt und frage mich, wozu ich eigentlich meine Qualifikation habe - zum Erdnüsse sortieren? Außerdem reicht man mir ständig irgendwelche Karten oder Artikel hin, mit denen ich auch etwas machen soll, wohl katalogisieren. Unter anderem die Karten von zwei katholischen Priestern mit den anerkennenden Worten "Die schreiben sogar!", als wäre das bei katholischen Prirestern äußerst ungewöhnlich. Und ich schreibe im übrigen ebenfalls, aber das interessiert ja keinen. Nicht einmal wenn ich es sagen würde. Ich bin anscheinend nur für die grobe Arbeit gut. Aber ok, wenn es meine Aufgabe ist, dann ist es meine Aufgabe und dann werde ich es eben machen.
Etwas später suche ich mir auch einen Platz an den Tischen. Ich erwische gerade noch den letzten Stuhl und setze mich damit genau an den Platz, an dem eine sehr leckere Torte steht. Die Torte ist natürlich für alle, aber da ich nun genau davor sitze, muß ich innerlich kichern, weil es so aussieht, als wäre sie nur für mich alleine. Sie anzufassen wage ich allerdings nicht, auch wenn ich fast mit der Nase hineinfalle.
Durch einen Durchgang zu einem inneren Hof winkt die ehemalige Mitschülerin L.D. Sie zeigt mit ihren Handbewegungen, daß ich kommen soll. Ich gehe also auf sie zu und sie sagt, sie brauche unbedingt meine Hilfe. Ich müsse ihr sagen, was "Stola Gaga" aus dem Französischen übersetzt heißt. Upps. Na die will ja Sachen wissen. Ich antworte spontan: "Herrentasche, es heißt Herrentasche." Sie ist erfreut und erleichtert, und jetzt leuchtet es ihr augenblicklich ein. Natürlich. Obwohl, ich selbst bin nun nicht mehr so sicher. Stola ist doch mehr ein Halstuch. Eigentlich müßte es ein Halstuch sein. Als ich meine Bedenken zu der ersten Übersetzung äußern will, wischt sie sie sofort beiseite. Nein, Herrentasche sei richtig, das wisse sie genau. Nun ja, wenn sie meint...

Bemerkung:"Frauen, die nachts von Nüssen träumen, sind unter einem wahren Glücksstern geboren. (ind. )" - Ich glaube, das gilt nur für Indien. *lol*

Sonntag, 31. Mai 2009

...

Die Shuar-Indianer sprechen davon, dass sich eine Traumwelt nähert, die vierte Dimension, die bis vor kurzem nur von Schamanen und unter dem Einfluss von Ayahuasca betreten werden konnte, aber die in nicht allzu langer Zeit für jedermann zugänglich werden würde, weil wir dann insgesamt auf ein höheres Niveau evoluiert wären, in dem wir problemlos Zugang zur Traumwelt hätten.
(aus "Der Ruf der Mayas" von Wiek Lenssen)

Samstag, 23. Mai 2009

Thomas Mann und sein Dachboden

Die Kinder von Thomas Mann erzählen von ihrer Kindheit und zeigen deren Schauplätze. Dazu gehört auch ein riesiger, angeblich furchteinflößender Dachboden. Diesen möchte ich gern allein erkunden, eine Art Mutprobe sozusagen. Während ich die dämmrige Treppe hinaufsteige, komme ich an Fenstern vorbei, die aus unterschiedlich getönten Scheiben in Grau und Sepia bestehen, was den Wänden durch das einfallende Licht ein interessantes Aussehen gibt. Bei einem Blick hinaus meine ich kurz, meine alte Kirche zu sehen - das kann jedoch eigentlich gar nicht sein, denn Thomas Mann hat doch woanders gewohnt. Bei genauerem Hinsehen wird auch klar, daß es eine völlig andere Kirche ist. Beim Öffnen der schweren Dachbodentür fällt mein Blick zuerst auf einen relativ hellen und sehr chaotisch unaufgeräumten Raum, der aber nicht furchteinflössend wirkt. Doch als ich ihn einmal abgelaufen bin, sehe ich, daß es auf der anderen Seite weitergeht. Hier führen dunkle Gänge mit Holzverschlägen, so wie in einem Keller, tief in das Innere des Dachbodens. In Abständen muß ich stets erneut nach einen Lichtschalter suchen, um das funzelige Licht anzuschalten. Diese Gänge sind nun wirklich unheimlich. Trotzdem gehe ich sie bis zu ihrem Ende. Hier finde ich einen Verschlag voll mit einem großen Berg Ton. Das hier war anscheinend das Bildhaueratelier von Thomas Mann. Bildhauerei muß sein Steckenpferd gewesen sein, zumindest wußte ich davon bisher nichts. Als ich zurückgehe, komme ich in einen Raum, der voller Gips- und Tonfiguren ist - Pferdchen, Menschen und vieles mehr. Das erstarrte Leben wirkt märchenhaft, unübersichtlich und zugleich störrisch kühl. Ahhh, hier hat er wohl gearbeitet. Völlig chaotisch alles, man kommt kaum an den Figuren vorbei. Während ich mich an ihnen entlangschlängele, sehe ich IHN plötzlich. Er sitzt mit dem Rücken zu mir an einem Tisch, still, klein, und tief in Gedanken versunken. Von hinten erkenne ich seine Glatze und ein paar spärliche Haare. Es ist Thomas Mann und er ist sicher nicht sehr erbaut darüber, wenn ich auf seinem Dachboden herumschleiche. Deshalb unterlasse ich es lieber, mich bemerkbar zu machen, sondern husche vorsichtig zum Ausgang. Sein Hund, ein gescheckter und krummbeiniger, hat mich allerdings bemerkt und macht einen äußerst bissigen Eindruck. Mit lautem Gebell ist er hinter mir her. Gerade noch rechtzeitig kann ich die Dachbodentür hinter mir zuwerfen, bevor er nach meinen Beinen geschnappt hätte.

Die Kinder von Thomas Mann zeigen mir nun weitere Schauplätze ihrer Kindheit im Freien. Dazu führen sie mich über einen bepflanzten Platz eine dämmrige Straße hinunter. Schließlich läuft man darauf wie auf einer Brücke und kann unter sich ein riesiges Gelände besichtigen. Dieses Gelände gehört ebenfalls Thomas Mann und es ist mindestens genauso chaotisch wie der Dachboden. Kahl, aufgewühlt, wie eine große Baustelle, aber voller seltsamer Dinge, wie z.B. einem echten Panzer. Sogar eine Lok fährt auf dem Gelände, doch auf einmal höre ich lautes Geschrei und Aufregung. Die Lok von Thomas Mann fährt geradewegs mit vollem Tempo auf einen stehenden Zug zu, der auf einem Bahnhof pausiert. Der Bahnhof befindet sich nur wenige Meter vor mir und ich gehe trotzdem weiter auf ihn zu. Die Lok kann nicht mehr aufgehalten werden, so viel ist klar. Doch ich komme gar nicht auf den Bahnsteig, weil ich dazu eine luftige Rolltreppe ohne Geländer überqueren müßte. Und das ist mir doch etwas zu gefährlich und hoch, weshalb ich wieder kehrt mache und von ihr herunter steige. Da kracht auch schon die Lok seitlich in den Zug, frißt sich durch ihn hindurch und zerstört gleichzeitig sämtliche Zugangswege zum Bahnhof. Wie komme ich jetzt von hier weg? Ich suche nach einem Ausweg, finde aber keinen. Da sehe ich eine der Töchter von Thomas Mann. Sie steigt über eine Grasnarbe auf eine sumpfige Wiese hinunter, die halb unter Wasser liegt. Ah, hier muß ein Weg sein. Ich selbst hatte gedacht, daß das Wasser zu tief ist, um es zu durchlaufen, oder daß man im Sumpf einsinkt, aber anscheinend ist es doch nicht so tief und auch nicht gefährlich. Die Tochter von Thomas Mann muß es wissen, wahrscheinlich ist sie schon öfters diesen Weg gelaufen. In einigem Abstand folge ich ihr also, mit etwas ungutem Gefühl, da ich den Wiesenboden unter der Wasserfläche nicht sehen kann, aber er trägt.

Bemerkung: Wann hört das endlich wieder auf, daß ich dauernd von Prominenten träume? Ist das eine Nebenwirkung des Neptun/Jupiter-Transits gegenüber meiner Sonne?

Freitag, 22. Mai 2009

Die Filmkonferenz in New York

Ich befinde mich in New York und laufe herum. Eine Straße, die ich durchqueren will, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, ist vollständig gesperrt, weil da gebaut wird. Anscheinend wird ein ganzer Gebäudekomplex abgerissen und wieder aufgebaut. Ich muß einen großen Umweg machen, komme aber trotzdem bei der Filmkonferenz an, zu der ich eigentlich wollte. Bei der Konferenz sitzen in einem großen Raum verteilt in Grüppchen Leute. Irgendwie nicht all zu viele, aber ein paar Gesichter fallen mir auf, wie zum Beispiel das eines jungen Mannes, der ein bekannter Reporter ist. Ganz hinten, am Ende des Saals, erkenne ich Bruce Willis, der allein an einem Tisch sitzt. Ich stehe auf und gehe zu ihm hin, um ihn um ein Autogramm zu bitten. Als ich näher komme, bemerke ich, daß er an der Schläfe blutet und auch seine Hand blutig ist. Wahrscheinlich hat er sich damit abgestützt. Irgendwie komme ich mir in dieser Situation jetzt blöd vor, nach einem Autogramm zu fragen, weshalb ich stattdessen die Frage in "Brauchen Sie ein Taschentuch?" umändere. Bruce Willis schaut mich teils erstaunt, teils spöttisch an und schüttelt nur den Kopf. "Versuchen kann man es ja mal." antworte ich und gehe an meinen Platz zurück.

Montag, 18. Mai 2009

Das Liebesgeständnis

(Sonne tr Opposition Neptun r, Neptun tr Opposition Sonne r, bei Neptun r Quadrat Sonne r)

Im Büro nach Feierabend. Herr N. und ich sind noch nicht weg, sondern gehen in dieses oder jenes Zimmer und sprechen mit anderen Leuten. Unter anderem stehe ich an einem Tisch, wo meine Gruppenleiterin anscheinend einen Antrag für mich ausfüllt, als wäre ich ein Klient. Unter anderem fragt sie nach meiner Wohnung und ich gebe an, daß ich in einer Zehn-Zimmer-Wohnung lebe. Allerdings betone ich gleich, daß es nicht meine eigene Wohnung ist, sondern ich nur eines der Zimmer bewohne. Ansonsten würde es wohl Ärger geben, weil die Wohnung zu groß ist. Doch bei mir würde sie vielleicht auch mal ein Auge zudrücken, oder? Herr N. und ich verlassen gemeinsam das Bürogebäude, wobei er ständig um mich herumscharwenzelt und mir alles mögliche erzählt. Auf einmal sagt er mittendrin, daß er mich seit zwei Wochen liebt. Huch, das kommt jetzt aber sehr überraschend. Im ersten Moment bin ich völlig perplex und frage mich, warum ausgerechnet seit zwei Wochen. Gerade jetzt hätte ich mich in mich überhaupt nicht verliebt, davor hätte ich es verständlicher gefunden. Die Sache beschäftigt mich so, daß ich von ihm wissen will, was denn der Auslöser dafür gewesen ist, daß er meint, mich plötzlich zu lieben. Darauf antwortet er, er hätte die Woche so toll gefunden, als der Senat im Haus war. Ich erinnere mich, es gab in der Woche Schaumküsse und ich hatte weißen Schaum auf meiner Nase und war mit weißem Schaum bekleckert. Überhaupt kam in dieser Zeit sehr viel Weiß vor, was ich in verschwommenen Bildern vor mir sehe. Hm, komisch, daß er sich ausgerechnet deswegen in mich verliebt. Während ich noch grüble, sagt Herr N. "Komm her, Mäuschen!" und nimmt mich in die Arme. Sowas kenne ich gar nicht von ihm, weshalb ich kurz etwas erschrocken bin, aber, ähm, sooo unangenehm ist es nicht. Wir gehen dann weiter die Straße entlang und mir ist die Situation etwas peinlich. Angestrengt überlege ich, ob ich ihm gleich eine Abfuhr geben oder erst einmal gute Miene zum Spiel machen soll. Noch immer springt er um mich herum und erzählt munter, scheinbar überhaupt nicht verlegen über die Situation. Wir setzen uns nebeneinander auf einen steinernen Vorsprung an der Straße. Da ich weiterhin angestrengt überlege und mich frage, wie ich nach dieser Situation morgen mit ihm arbeiten soll, kehrt Schweigen ein. Lange sitzen wir schweigend nebeneinander und ich frage, mich, was ich hier eigentlich tue, warum ich immer noch hier sitze, und....upps....warum ich mich eigentlich an seine Schulter lehne. Herr N. unterbricht nun wieder mit plötzlicher Munterkeit und zieht neben sich eine kleine Colaflasche hervor, die er öffnet und mir reicht. Ich weiß zwar nicht, wo er die aufgetrieben hat, aber da er selbst sowas nicht trinkt, hat er das wohl ganz allein für mich gemacht, weil er weiß, daß ich gerne Cola trinke. Also wenn das keine Liebe ist...ich bin beeindruckt.

Bemerkung: Irgendwie war ich sehr froh, als ich erwachte und feststellte, daß alles nur ein Traum gewesen ist. Keine Zwickmühle, kein Gefühlschaos, auch wenn man es nicht unbedingt einen Alptraum nennen kann.

Traumtigerkatzen

Nach dem Aufwachen an das Fenster gehend, sehe ich im Baum gegenüber einen ausgewachsenen und miauenden sibirischen Tiger in Katzengröße. Er schaut mich direkt an und ich höre durch das Fenster hindurch das leise Miauen. Über ihm im Baum sitzt das Weibchen dazu. Huch, ist das nun eine Katze oder ein Tiger? Ich bin wohl noch nicht richtig wach, vielleicht träume ich auch weiter, obwohl ich dachte, ich sei aufgewacht. Ja, das muß wohl so sein, solche Tiger, bzw. Katzen gibt es ja in Wirklichkeit gar nicht.
Etwas später im Park sehe ich die Tiger, bzw. Katzen wieder, diesmal in einem Käfig, in den ein Mann sie eingefangen hat. Das gibt mir die Gewißheit, ich muß tatsächlich wach sein und habe das alles vorhin nicht geträumt.

Bemerkung: Ha, auf das Traumglatteis geführt.

Die Vision

Mitten im Traum, während ich mit dem Rücken auf dem Boden liege, um mich herum eine Art Jahrmarkt, habe ich eine Vision. Die Farbe der Vision ist Sepia. Eine Frau steht über mir und läßt ein Beil auf meinen Hals hinuntersausen. Als es diesen trifft, wird es schwarz. Ich habe wohl den Kopf verloren.

Egon Krenz die Hand schütteln

Unterwegs in Berlin sehe ich eine Aussicht, in der der Berliner Dom durch einen runden Brückenbogen hindurch erscheint. Irgendwie hat der Anblick was und ich versuche ihn zu fotografieren. Doch ständig ändert sich etwas, Menschen laufen durch das Bild oder der Berliner Dom verwandelt sich in etwas anderes. Schwierig. Dann bemerke ich, daß ich mich mitten in einer Kundgebung befinde. Hinter mir sind gleich die Tribünen von denen jemand spricht. Ich bin etwas irritiert, weil das irgendwie an DDR-Zeiten erinnert. Bin ich vielleicht in der Vergangenheit? Egon Krenz beugt sich über den Rand der Tribüne und gibt zwei neben mir Stehenden die Hand. Zögernd strecke ich ihm auch die Hand hin, nicht weil ich sie ihm unbedingt geben will, sondern weil ich das unbestimmte Gefühl habe, daß es unhöflich wirken könnte, wenn ich es nicht tue. Ebenso zögernd und flüchtig drückt er sie und in diesem Moment meine ich mich zu erinnern, daß ich ihn persönlich kenne. Er war doch früher ab und zu bei meinen Eltern zu Gast. Etwas später, von der Tribüne herunter, lädt er mich zu einem Drink ein. Warum nicht? In einer größeren Runde sitzen wir in einem Lokal.
Ab jetzt habe ich nur noch wirre Traumfragmente im Kopf, unter anderem Bilder von einer nebligen Landschaft, die hinter dem Schleier wunderbar zart wirkt, die Zahlen 1 und 4, die ständig wiederkehren, einmal in Form der numerologischen Essenz von Namen. Es werden Männer für mich gesucht, die genau diese numerologische Voraussetzung erfüllen. Doch mein Cousin kommt dazwischen, er ist mir aber als eine 3 in Erinnerung. Später tauchen die 1 und die 4 im Zusammenhang mit der nebligen Landschaft wieder auf und bedeuten irgendein wunderschönes Ereignis, das noch
vor mir, meiner Mutter und meiner Schwägerin liegt. Meine Schwägerin kann es kaum erwarten und freut sich riesig darauf. Ich weiß nicht, ob sie es sagt oder ob es so eine Traumgewißheit ist, aber bis zu diesem Ereignis und auch währenddessen wird uns nichts Schlimmes geschehen.

Samstag, 9. Mai 2009

Der schwarz-gesilberte Kater

Ein Blick durch die Scheiben der Balkontür raus auf den Balkon. Irgendetwas Schwarz-Weißes rennt und schnüffelt da herum, vielleicht ein Hund? Wie hat der sich auf meinen Balkon verlaufen? Ich ziehe mich zurück und hoffe, daß das Tier von allein verschwindet. Doch nach einer Weile höre ich hinter der Balkontür ein klägliches Miauen. Oh je, es ist kein Hund, sondern ein Kater und dieser macht keine Anstalten vom Balkon zu verschwinden, sondern will anscheinend in die Wohnung gelassen werden. Das Betteln wird immer lauter und ich werfe erneut einen Blick durch die Balkontür. Der Kater hat sich vor die Tür gepflanzt und schaut mich erwartungsvoll mit geheimnisvoll leuchtenden Augen an. Sein Fell ist schwarz mit weißen kleinen Sprenkeln am Rücken, die ihm ein silbriges Aussehen verleihen. Er trägt ein schwarz-weiß getupftes Halsband und zieht eine Leine hinter sich her. Wahrscheinlich ist er irgendwo entlaufen, aber was will er jetzt von mir? Ausdauernd sitzt er vor meiner Tür und miaut, es sieht nicht so aus, als wenn er den Balkon wieder verlassen wird, da bleibt mir wohl keine Wahl, ich muß ihn hereinlassen. Wenn ich ihn hereinlasse, kann er wenigstens nicht das Vogelnest entdecken und plündern. Die Vögel schweben gerade in höchster Gefahr. Dabei wollte ich doch eigentlich gar kein neues Haustier, seufz.

Bemerkung:
Witzig, im Tageshorroskop steht: "Vormittag: Was haben Sie geträumt? Heute Nacht war der Hexenvollmond. Da verraten Träume mehr, als sie üblicherweise tun." und ich träume von einem schwarzen Kater, der unbedingt bei mir einziehen will. Das erinnert mich auch an das
Hexenseminar. So langsam komme ich mir vor wie bei Harry Potter.

Sonntag, 3. Mai 2009

Jahrmarkt

In der ganzen Nacht auf Jahrmärkten herumgetrieben, kandierte (grüne!) Äpfel, Zuckerwatte, Pommes, Kuchen und mehr gegessen. Zwei kandierte Äpfel steckte ich in eine Tüte, um sie mit nach Hause zu nehmen und ich überlegte, ob man sich wohl auch Zuckerwatte einpacken lassen kann, um sie mitzunehmen.

Grünfinken

In einem Park. Eine ganze Armada von Grünfinken fliegt in strenger Formation und mit schwindelerregender Geschwindigkeit immer wieder im Kreis, ohne sich dabei von irgendjemandem in ihrer Flugroute beeinflussen zu lassen. Ich befürchte deshalb, mir könnte einer von den Finken ins Auge fliegen, weshalb ich diese mit den Händen bedecke.

Ein Blick durch die Balkontür auf den Balkon. Ein riesiger Grünfink, so groß wie eine Taube, sitzt auf dem Gitter und trällert sein Lied. Hm, das muß wohl das Männchen vom Nest sein. Aber wie sieht eigentlich mein Balkon aus? Zuerst ist er voller rosa geschmücktem Tannengrün und verändert sich noch einmal zu einem Vogelparadies mit kleinen Bäumchen. Völlig anders, als er in Wirklichkeit aussieht. Wie wundersam!

In Burg, dem Heimatort meiner Großeltern. Wohin ich auch blicke, ob nach Norden, Süden, Osten oder Westen, überall sehe ich aus Häusern, bzw. vereinzelten Fenstern Flammen schlagen. Was ist denn hier los? Ich versuche meine Verwandten, die um mich herumstehen, darauf aufmerksam zu machen, aber sie zucken nur mit den Achseln und scheinen das nicht besonders wichtig zu finden.

Bemerkung: Nachdem ich mir auf www.vogelstimme.de den Gesang der Grünfinken angehört habe, bin ich mir sicher, daß es doch ein Grünfinknest auf dem Balkon sein muß, denn ich höre ständig haargenau dieses erste Trillern (und das teilweise in ohrenbetäubender Lautstärke), aber ohne das Pfeifen hinterher. Wahrscheinlich sehen auch bei den Grünfinken nur die Männchen farbenfroh aus.

Papparazzi

Ich gehe. Gehe durch Straßen, an Baustellen vorbei, durch eine Stadt im Dämmerschlaf. Bald erreiche ich den Stadtrand. Es ist hell geworden, ich gehe an Wiesen und Feldern vorbei, auf ihnen sehe ich Menschen. Weit entfernt auch meinen ehemaligen stellvertretenden Chef ohne Bart. Ich erkenne ihn trotzdem sofort. Ich halte nach etwas oder jemandem Ausschau und gehe weiter bis zu einem Haus. Hier steige ich eine etwas dunkle Treppe empor. Dabei bemerke ich zufällig, daß ständig neben mir auf gleicher Höhe ein kleiner Mann läuft und mich ununterbrochen von der Seite anstarrt. Er wirkt unauffällig, fast unscheinbar, und ich frage mich, warum er mich dauernd anglotzt. Doch dann sehe ich auch den ebenso unscheinbaren braunen Kasten in seinen Händen, den er immer vor sich her hält. Ah, er fotografiert oder filmt mich! Ich verstehe zwar nicht, was das soll und was er sich davon verspricht, bleibe ansonsten aber relativ gleichgültig. Allerdings muß ich jetzt wohl darauf achten, was ich ich mache und wie ich mich bewege, oder? Erstmal steige ich weiter die Treppe empor bis ich den Eingang zu einem kleinen Museum erreiche. Schon im Vorraum des Museums hängen undefinierbare Gegenstände, vielleicht irgendwelche Ritualgegenstände fremder Völker. Doch der Mann neben mir hört nicht auf zu knipsen oder zu filmen und das verwirrt mich. Statt mich auf das Museum zu konzentrieren, achte ich mehr auf ihn und lächle ihn etwas unsicher an, bzw. in die Kamera. Genau das macht ihn aber ärgerlich. Er gibt mir unmißverständlich zu verstehen, daß er mich so nicht in einem Museum fotografieren könne. Ich solle mich also ernst und gesetzt benehmen, wie es sich in einem Museum gehört, nicht lachen und nicht auf ihn achten. Na gut. Ich wende mich den Ausstellungsstücken zu und versuche mich völlig ernst darauf zu konzentrieren. Anfangs finde ich das noch irgendwie albern, so albern, daß ich mich gar nicht konzentrieren kann, sondern mir immer wieder ein Kichern entwischt. Doch je länger ich die ernste, gesetzte und interessierte Maske übe, um so mehr scheint sie mir ins Blut überzugehen, bis aus dem gespielten, ernsten Interesse wirkliches Interesse wird. Fast scheint es schon ein Teil meiner Persönlichkeit zu sein, zumindest kann ich nicht wirklich mehr unterscheiden, ob das nun Spiel oder Ernst ist.

Social Work 3.0

Ich werde den allerersten Tag für einen neuen Job eingearbeitet. Bei diesem Job tue ich social work 3.0, jedoch kann ich mir noch absolut gar nichts darunter vorstellen. Der Sachbearbeiter, der mich einarbeiten soll, gibt mir jede Menge Zeitschriften zu lesen und ich denke mir, ich sollte zuerst mal schauen, ob ich eine Zeitschrift finde, in der erklärt ist, was social work 3.0 ist. Es ist ja schon etwas merkwürdig, einen Job zu lernen, von dem man nur den Namen kennt, aber nicht weiß, was es für eine Arbeit ist. Später findet im Büro eine Feier statt. Sehr viele Kollegen sitzen in einer großen Runde, ich selbst habe eine Flasche Granatapfelwein mitgebracht, von dem ich gleich ein Glas trinke. Er schmeckt super, vom Alkohol darin merkt man gar nichts und auch in den Kopf steigt er nicht. Also eigentlich mehr wie Saft und genau richtig für mich. Die Flasche ist allerdings, als ich mir nachschenken will, bereits geleert worden.

Ich schlendere über den Alex in Berlin und wundere mich, daß es hier so verändert aussieht. Das liegt an einem kleinen Friedhof, der mitten auf dem Alex angelegt wurde und auf dem zwölf (?) Opfer irgendeinen Unfalls begraben liegen. Daß sie auf dem Alex ruhen, hat wohl mit der Sache zu tun und soll eine besondere Ehrung darstellen. Jetzt biege ich in einen Fußgängertunnel ab. Die Lampen an den Wänden werfen ein besonderes Licht, das ich gerne fotografieren möchte. Doch so oft ich auch auf den Auslöser drücke, es tut sich überhaupt nichts. Endlich bemerke ich, daß vor dem Objektiv irgendeine Abdeckung klebt, die aussieht wie ein quadratischer Bierdeckel mit abgerundeten Kanten. Ach deshalb will die Kamera nicht aufnehmen! Leider bin ich bei dieser Entdeckung aber schon am anderen Ende des Tunnels angelangt.

Die Weltkugel

Im Traum schwebte ich wieder irgendwie oben, doch heute lag unter mir kein Dorf und keine Stadt, sondern die gesamte Weltkugel wie ein riesiger Schulglobus. Ich konnte ziemlich schnell vom Nordpol zum Südpol fliegen und jeden Ort erreichen, in dem ich hätte landen wollen.

Erneut eine große Kathedrale. Diesmal sind alle Säulen(oder stehen sie vor den Säulen?), sowohl die zwei Reihen unten, als auch die, welche sich von den Emporen bis zum Kirchendach fortsetzen, aus Stein gemeißelte Heilige. Mit einem Mal verneigen sie sich alle gleichzeitig in einer einzigen überraschenden Bewegung, die sich wie eine Welle durch das Kirchenschiff zieht.

Eine mir fremde Kollegin aus einer anderen Abteilung, erklärt, daß sie MS habe und Schmerzen in den Rippen. Warum sagt sie das? Vielleicht um zu erklären, warum sie krankgeschrieben ist. Jetzt kommt eine zweite mir unbekannte Kollegin und bittet mich um meine Maildresse. Was will sie mit meiner Mailadresse, ich hab doch gar nichts mit ihr zu tun? Das frage ich sie auch und betont scherzhaft meint sie, es sei etwas ganz schlimmes, will aber nicht mit der Sprache herausrücken.
Ich kann sie nicht einschätzen und bin mir nicht sicher, ob es nicht vielleicht wirklich etwas schlimmes ist. Eventuell hängt es mit der kranken Kollegin zusammen und ich darf in einer anderen Abteilung Vertretung machen. Fehlt nur noch, daß ich das wieder neben meiner regulären Arbeit machen muß. Ich gebe ihr die Mailadresse, aber mit ungutem Gefühl. Etwas später höre ich dann von irgendwoher aus oder durch die Mailadresse das Gespräch von zwei Kolleginnen mit. Die eine Stimme kommt mir angenehm vertraut vor. Die kenn ich doch? Klar, es ist die Stimme von M. Sch. und ich freue mich ungemein, sie zu hören. Vielleicht steckt sie hinter der ganzen Sache mit der Mailadresse.


Bemerkung: Gestern sah ich eine Doku, in der eine koptische Kirche in Ägypten vorgestellt wurde, deren Kirchenschiff auf genau zwölf Säulen ruht, von denen jede Säule einen der Apostel symbolisieren soll.

Ein Abdruck aus dem Gehirn

Mit einem Reisebus unterwegs, erreiche ich eine Landschaft, in welche ein winziges Dorf eingebettet liegt. Ich kann es ein wenig aus der Luftperspektive betrachten. Eigentlich ist es ziemlich langweilig. Es hat nur ein paar Häuser, welche man an einer Hand abzählen kann und genau zwei Brunnen, einen neuen und einen alten. Ich frage mich, ob man sich dort noch immer aus den Brunnen mit Wasser versorgt, Wasserleitungen scheint es nicht zu geben. Viel lieber als das langweilige Dorf würde ich eine atemberaubende Landschaft betrachten, die es hier aber ebenfalls nicht gibt.

Mit anderen an einem Tisch sitzend. Es wird geschrieben und darüber geredet. Rechts neben mir eine ehemalige Mitschülerin. Ziemlich vorwurfsvoll wirft sie in die Runde, es sollte aber auch irgendwann mal ein Abdruck aus dem Gehirn dabei herauskommen. Mit Abdruck aus dem Gehirn meint sie einen Text. Da hat sie recht, doch weil ich schon mehr als genug Texte fabriziert habe, fühle ich mich von dieser Bemerkung nicht weiter angesprochen. Jetzt sehe ich einen Computerbildschirm vor mir mit einer Word-Datei. Darin lese ich "Word verschied". Huch, Word verschied? Das kann ja wohl nicht stimmen. Seit wann sagt man von einem Computerprogramm "es verschied"? Ich habe mich bestimmt verlesen. Und tatsächlich - beim nochmaligen Lesen erkenne ich das Wort "verschwand". Ok, "Word verschwand", das paßt schon eher, allerdings bleibt mir die Bedeutung dieser Aussage unklar.

Bemerkung: Ich sollte langsam wieder damit aufhören, Texte zu redigieren. Inzwischen tue ich es bereits im Traum. Dieser "Word verschied"-Lesefehler ist vielleicht ein verschlüsselter Hinweis in eben diesem Sinne.

Fehlende Wand

Mein Nachbar hat die Trennungswand zwischen seinem und meinem Zimmer abgerissen und so sein Schlafzimmer ungefragt vergrößert. Zwar stehen noch meine Schränke darin, aber den Rest des Zimmers hat er in Beschlag genommen, indem er mit seiner neuen Freundin darin nächtigt. Beide liegen angezogen im Bett, zwar eng nebeneinander, aber doch ziemlich unintim, trotzdem ist es mir ein wenig unangenehm mich im gleichen Raum aufzuhalten. Gehen möchte ich allerdings auch nicht, denn schließlich ist es ebenfalls mein Zimmer. Wenn ich mich jetzt zurückziehen würde, würde es bedeuten, mein Terrain kampflos aufzugeben. Hätte ich vier Zimmer, wäre ich vielleicht großzügig, aber bei der kleinen Wohnung niemals. So schnell vertreiben lasse ich mich nicht. Also bleibe ich im Raum und krame nun demonstrativ laut in meinen Schränken herum. Dies mache ich lange und ausgiebig. Schließlich habe ich das Recht dazu und wenn sie sich gestört fühlen, ist es ihr Problem. Anfangs reagieren sie jedoch lange nicht, entweder weil sie schlafen oder weil sie die Möglichkeit nicht aufgeben wollen, das Zimmer leicht und konfliktlos zu übernehmen. Endlich aber ist das Mädchen wohl genervt und fragt mich ärgerlich: "Wer sind Sie eigentlich?" Ich schaue sie an, gespielt erstaunt ob dieser einfältigen Frage, und antworte nachdrücklich und betont: "Ich wohne hier!" Jetzt scheint es ihr wieder einzufallen. Sie winkt ab und bedeutet mir, klein begebend, ich solle weiterkramen, wenn es denn sein muß. Das Zimmer räumen wollen die beiden noch nicht, aber ich schätze, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie merken, daß sie an ihrer ungefragten Besetzung, keine Freude haben werden.

Spazierlust

K. sitzt am Tisch in meiner Küche. Ich spüre ein unwiderstehliches Verlangen jetzt und sofort hinaus an die Luft, auf die Straße zu gehen, mit K. spazierenzugehen. K. ist allerdings gar nicht begeistert. Er scheint meinen Vorschlag als ziemlich daneben zu empfinden. Ich umschlinge von hinten mit meinen Armen seinen Hals, um ihn so mit Körperkontakt und etwas schmollendem Betteln zu überreden. Er reagiert nur grantig. Ich habe den Eindruck, daß ich ihm völlig egal bin und er sich deshalb extrem genervt durch mich und meinen Wunsch fühlt. Doch der Grund dafür dürfte nicht allein der Wunsch an sich und die Hartnäckigkeit, mit der ich ihn durchzusetzen versuche, sein. Es erscheint mir mehr wie eine Ablehnung meiner Person, um so rätselhafter ist es, daß K. überhaupt in meiner Küche sitzt. Ebenso rätselhaft ist aber auch, daß mir diese Ablehnung gar nichts aus macht und mich nicht weiter berührt. Trotz seiner Grantigkeit bleibe ich weiter liebevoll, als würde das alles an mir vorbeigehen, gebe jedoch nicht auf. Mir wird zwar klar, daß es gerade geregnet hat und die Straße draußen aus kniehohen Pfützen und Schlamm besteht, wirklich nicht der ideale Zeitpunkt für einen Spaziergang - das macht die Unlust von K. schon etwas verständlicher, aber ich habe es mir in den Kopf gesetzt. Mich stören Schlamm und Pfützen nicht und nicht nur das, der Wunsch ist so stark, hinauszugehen, lebendige Luft zu atmen, daß er schon mehr einem elementaren Bedürfnis gleicht, von welchem mein Wohlbefinden, vielleicht sogar meine Gesundheit abhängt.
Etwas später allein auf der Straße vor meinem Haus. Es hat geschneit und alles liegt still unter einer weißen Schneedecke. Genau gegenüber meiner Haustür entdecke ich einen völlig neuen Weg, den ich noch nie gesehen habe. Er schlängelt sich durch eine Gartenkolonie und der frische Schnee läßt ihn ungemein märchenhaft und verheißungsvoll wirken. Diesen Weg muß ich unbedingt einmal bis an das Ende gehen, welches im Moment im tiefen, schneeschweren Himmel nicht zu erkennen ist.

Mein Roman als Radiolesung

Ich wohne wieder im Kinderzimmer meines Elternhauses und muß im Bett bleiben, da ich krank bin. Mir ist langweilig und ich überlege, mit welchem Buch ich mir die Zeit vertreibe. Sofort fällt mir "Verbotene Archäologie" ein. Das liest sich bestimmt schnell und spannend und ich habe es wahrscheinlich in ein bis zwei Tagen durch. Plötzlich dringt lautes Herumgeschreie durch die Tür. Oje, meine Eltern fetzen sich wieder, daß sich die Balken biegen und das Gebrüll meines Vaters ist wie gewohnt sehr lautstark. Eigentlich meine ich mich zu erinnern, daß er beerdigt wurde und in einem Sarg liegt, aber das wird wohl nur ein Traum gewesen sein. Das hier ist die Wirklichkeit und mein Vater nicht zu überhören. Für einen kleinen Moment tut es mir leid, daß er doch noch lebt. Irgendwie war es so ruhig und harmonisch, als er nicht da war. Ich gehe hinaus, um zu schauen, was los ist. Mein Vater steht im Nachthemd und nimmt sein ganzes Bett auseinander, weil ihn etwas an dessen Standort mißfallen hat. Er wirkt sehr munter, gesund und agil, allerdings fallen mir seine Haare auf. Sie sind ungewohnt lang, so wie er sie sonst nie getragen hat.
Zurück im Zimmer höre ich Radio. Es beginnt eine Lesung und zu meinem Erstaunen muß ich feststellen, daß die Vorlesende den Titel meines Romans ankündigt. Ohhh, na sowas, die lesen meinen Roman in Bayern 3! Die ersten Sätze klingen irgendwie anders als ich sie in Erinnerung habe. Aber vielleicht lesen sie nicht den ganzen Text, sondern nur eine Leseprobe, die irgendwo herausgenommen wurde. Zum einen freudig überrascht, ist es mir auch ein wenig peinlich und ich denke bei mir, daß sich sicher Hörer beschweren werden, wie man so eine hirnrissige Geschichte im Radio lesen kann. Und da - die Übertragung wird auch schon nach ein paar Sätzen unterbrochen. Wahrscheinlich kam der erste Anruf. Doch dann höre ich die Ankündigung der Nachrichten von SFB 3. Aha. Also lag es wohl nur daran, daß der Kanal von einem anderen Sender übernommen wurde.

Wohnungsnummern

Irgendwo, in einem fremden Haus, habe ich noch eine ungenutzte und vergessene Wohnung. Jetzt fällt sie mir wieder ein und ich will sie endlich beziehen. Dazu betrete ich den Hausflur und steige die Treppe hinauf. Diese ist furchtbar wackelig, da sie eigentlich nur aus einem dünnen Metallgestell mit treppenartig angebrachten Stufen besteht. Dieses Gestell ist nirgends befestigt, sondern lose in den Hausflur gestellt worden. Je höher ich komme, um so kippliger wird die Angelegenheit. Deshalb bin ich auch ziemlich froh, daß das Haus nur drei Stockwerke hat. Die Höhe ist deshalb gerade noch so zu verkraften. Die Wohnung befindet sich natürlich im dritten Stock, ganz klar. Dort angekommen, springe ich elegant über eine Metallstrebe der Treppe - ich wundere mich selbst darüber, wie sportlich ich bin - und suche nach der richtigen Wohnungstür. Doch welche war es? Mir wird klar, daß ich die Wohnungsnummer vergessen habe. Oh je. Wie soll ich jetzt die richtige Wohnung herausfinden? Einfach jede Tür mit dem Schlüssel zu probieren traue ich mich nicht, denn es könnte ja sein, daß dann jemand glaubt, ich will einbrechen. Ich sehe eine Tür mit der Nummer 23. 23 ist schon mal gut, zumindest die 3. Aus unerfindlichen Gründen bin ich mir felsenfest sicher, daß die Wohnungsnummer etwas mit der 3 zu tun haben muß. 23 ergibt allerdings in der Quersumme 5 und das ist unwahrscheinlich. Die 5 ist nicht meine Zahl. Ich tippe auf entweder 3 oder 30. Tatsächlich findet sich in einem Gang, genau gegenüber einer Glastür zu einem anderen Aufgang, eine Tür mit der Nr. 3. Ich bin mir noch ein wenig unsicher, doch dann fällt mir ein, daß eigentlich ja auch ein Name dran stehen müßte. Und wirklich, bei genauerem Hinsehen - erst ist alles etwas verschwommen - sehe ich dort meinen Namen. Doch was ist das? Jetzt, wo ich die Tür aufschließen will, bemerke ich eine gläserne Wand zur Wohnung und dahinter statt einer Wohnung einen Gemüse- und Lebensmittelhandel. Hinter einem Verkaufstisch mit einer alten Waage steht meine Kollegin K. H. Sie hat aus meiner Wohnung ein Gemüse- und Lebensmittelgeschäft gemacht! Aber nun ja, ich war auch lange nicht hier. Da hätte ich wohl mit so etwas rechnen müssen.

Die vorletzte Nacht

war ziemlich seltsam. Erstaunlicherweise habe ich relativ gut und fest geschlafen, obwohl es die Nacht vor dem ersten Arbeitstag nach zwei Wochen war und ich dann meist vor Horror vor den Bergen auf dem Schreibtisch kaum schlafen kann. Ich habe auch nicht direkt geträumt, sondern mehr irgendwie gedacht. Dabei hatte ich aber immer das Gefühl, A. zu sein, bzw. A.s Gedanken zu denken. Dann erwachte ich und war total verwirrt, weil ich dachte ich sei A., bis mein Identitätsgefühl langsam wiederkehrte. Was ist das denn? Das sind doch nicht A.s Gedanken, sondern meine. Sobald ich wußte, wer ich bin, fragte ich mich, wie ich darauf komme, A. zu sein, zumal ich doch den Tag zuvor nicht einmal an ihn gedacht hatte? Sogar bei der Legung der Zigeunerkarten ist er mir nicht eingefallen, dafür fielen mir jetzt aber die Karten ein und das Ganze wurde noch unbegreiflicher, da auf gewisse Weise zu meinen Wünschen passend, aber auf eine andere reale Weise so überhaupt nicht. Ist die Illusion von der Illusion die wahre Illusion?

Die Kahnfahrt

Im Dorf meiner Großeltern im Spreewald. Obwohl ich dort bin, bin ich seltsamerweise auch auf dem Hof meines früheren Elternhauses in Berlin. Es fällt mir zwar im Traum kurz auf, irritiert mich aber nicht weiter. Es ist, als würden sich beide Orte überlagern und gegenseitig durchdringen. Auf den Dächern des Elternhauses und der Kirche ist mächtig viel los. Auf dem Giebel des Hauses sehe ich einen Mann balancieren, der in jeder Hand eine Antenne hält, die er wie ein Seiltänzer auf dem Seil zum Halten des Gleichgewichts von sich streckt. Da ich das nicht ansehen möchte, gehe ich zum Hof hinaus und zur Kirche hinüber. Doch auch da tummeln sich Leute, diesmal Frauen, auf den Dächern und auf dem Turm. Sind denn alle verrückt geworden? Doch nein, sie steigen nicht zum Spaß da herum, sondern bringen anscheinend Kreuze und Figuren an, die vielleicht restauriert worden sind oder machen Reparaturen. Zugucken möchte ich da aber auch nicht, deshalb beschäftige ich mich jetzt mit irgendwelchen Büchern in Regalen. Beim Aufräumen fällt mir das Kinderbuch "Der Struwelpeter" in die Hände, welches ich in einem Regalfach gleich massenhaft in jeder Größe finde. Dann scheine ich plötzlich eine alte, private Filmaufnahme zu sehen. Diese spielt am Jugendturm, zumindest vermute ich dies, da sich im Hintergrund über und über mit eingeritzten Namen versehene Backsteine befinden. Im Vordergrund sieht man mich selbst mit dem Rücken zur Kamera. Ich trage Klamotten, die früher mal modern waren, deshalb die Vermutung, daß es sich um eine alte Filmaufnahme handelt. Und neben mir ein junges Mädchen. Sie scheint eine Freundin zu sein, aber irgendwie kann ich mich an sie überhaupt nicht erinnern. Ihr Gesicht ähnelt Leni Riefenstahl als blutjunges Mädchen und mir will kein Name einfallen. Vielleicht ist das ja ein Kind, mit dem ich früher im Dorf gespielt habe. Wieder bei den Büchern greife ich eines und finde ganz vorne darin eine Widmung, die genau von dieser Freundin ist. Das verwirrt mich. Wie hat sie es denn geschafft, an dieses Buch heranzukommen? Hat sie es heimlich herausgenommen, etwas hineingeschrieben und dann das Buch zurückgestellt? Ich höre auf zu grübeln, weil ein junger rothaariger Mann eine Party macht und auf dieser Party seinen Besuchern eine Kahnfahrt bietet. Der Hofweg, der am Haus vorbeiführt, ist dabei der mit Wasser gefüllte Spreearm. Mit den anderen Gästen sitze ich im Kahn, während der Rothaarige mit dem Rudel hinten steht und den Kahn stakt. Allerdings scheint er nicht viel Lust zu haben, denn er verwendet eine Technik, mit der er mit einem Abstoß so eine Geschwindigkeit auf den Kahn kriegt, daß dieser wie ein Geschoß den Kanal hinunterbrettert. Er ruft nur kurz "Achtung!" und dann geht es auch schon los, ohne Möglichkeit des Lenkens. Nun ist der Hofweg nicht sehr lang und geht in einem rechten Winkel nach links ab. Auch da ist überall Wasser, allerdings ragen außerdem die kahlen Äste von umgekippten Bäumen aus dem Wasser. Mit Karacho rammt das Boot daran vorbei und ich kann gerade noch den Kopf einziehen, damit ich die Äste nicht gegen die Birne bekomme. Der Kahn wendet nun und brettert zurück. Ich überlege mir, daß er wohl aus dem offenen Hoftor hinaus auf die Straße schießen wird und daß man ihn, wenn er erstmal draußen ist, nicht mehr stoppen kann. Deshalb greife ich am Ende des Hofweges das letzte Stück Maschendrahtzaun und halte den Kahn so an. Im gleichen Augenblick ruft mir auch der Rothaarige eine Aufforderung derselben Art zu und nickt zufrieden, weil ich bereits in den Zaun gegriffen habe. Da hat er aber Glück gehabt, daß ich mitgedacht habe. Hätte ich erst auf seine Aufforderung hin versucht, den Zaun zu greifen, hätte ich es wohl nicht mehr geschafft. Es wird klar, daß die Kahnfahrt zu Ende ist und ich bin etwas enttäuscht. Das waren im Ganzen vielleicht vielleicht vierzig Meter. "War das schon alles?" frage ich deshalb laut. "Ja", antwortet der Rothaarige schulterzuckend.

Der Halloween-Scherz oder die Guillotine des Grauens

Zu meinem Schrecken muß ich feststellen, daß ich mein Studium noch nicht abgeschlossen habe und noch einige Seminare besuchen muß, die ich seit Jahren nicht besucht habe. Irgendwie muß mir das total entfallen sein. Ich bin spät dran, vor mir ist aber eine andere junge Frau, die ebenfalls etwas später gekommen ist. Zwischen ihr und dem Dozenten beginnt ein Wortwechsel und ich husche schnell in den Raum, um noch einen leeren Stuhl zu suchen. Auf dem ersten Blick scheint alles besetzt zu sein, aber ganz hinten steht ein Bürostuhl mit Rollen, auf dem jemand seine Beine abgelegt hat. Ich mache verständlich, daß ich mich gerne auf diesen Stuhl setzen möchte, und darf es dann auch. Zu meinem weiteren Schrecken erfahre ich, daß der Dozent einer der Betreuer ist, mit dem ich auf Arbeit immer zu tun habe. Und als wenn das nicht peinlich genug wäre, ist er außerdem total unangenehm. So hätte ich mir ihn eigentlich nicht vorgestellt. Hinten auf dem Bürostuhl sitze ich etwas abseits, versuche aber immer, so nah wie möglich an die anderen heranzurollern. Nur blöderweise scheint der Boden schief zu sein und immer, wenn ich die Füße vom Boden weg nehme, rollert der Stuhl von alleine nach hinten hin weg. Herrje, das nun auch noch!

Etwas später warte ich vor einem Haus mit altem Hausflur auf irgendetwas. Ich erfahre von jemandem, daß ein entfernter Verwandter von mir, Onkel oder ähnliches, eine tödliche Krankheit, anscheinend Krebs hat. Er möchte nicht leiden und hat sich entschieden, vorher freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Dies möchte er mit einer Familienfeier verbinden um dabei im Kreis der Familie sein. Wie in einer feierlichen Prozession zieht nun die ganze Familie mitsamt eines Hundes die Straße entlang. Auch der Todkranke ist dabei, wirkt aber mit seinem spitzbübigen Schnurrbart recht munter. Das Ziel ist ein altes, herrschaftliches Haus, wo die "Totenfeier" stattfinden soll. In einem großem düsteren Saal befinden sich schräg abfallende Sitze wie in einem Kino. Allerdings halten wir uns vorher noch eine ganze Weile im verwilderten Garten auf, bevor die Mitglieder der Familie auf diesen Sitzen Platz nehmen. Ganz oben hinter den Sitzen, also im Rücken der Sitzenden, ist eine Guillotine aufgebaut. Irgendwie ist es schon ein wenig pervers, sich für den freiwilligen Tod eine Guillotine auszusuchen, aber ok, wahrscheinlich geht es recht schnell. Ich bin nur froh, daß ich nicht am Seil ziehen muß - dies ist einer anderen Frau (seiner Frau?) aus der Familie vorbehalten. Eigentlich habe ich nicht wirklich Lust, dabei zu sein, aber wenn es sein Wunsch ist, muß man das wohl respektieren. Mir ist ziemlich mulmig zumute, andererseits staune ich darüber, daß der Totgeweihte anscheinend recht furchtlos und heiter ist. Er ist es auch, der das Zeichen zum Beginn gibt, allerdings erst, nachdem er alle Alkoholvorräte im Haus geplündert und mit uns geleert hat. Ist ja auch verständlich, daß er sich die Birne vorher zuknallen möchte und uns geht es nicht anders. Also mitten im ausufernden Saufen gibt er ein Zeichen und legt seinen Kopf in die Guillotine. Auch jetzt wirkt er erstaunlicherweise noch recht heiter, mir dagegen ist um so schlechter. Vom eigentlichen Köpfen bekomme ich nichts mit, da ich währenddessen steif auf meinem Sitz nach vorne schaue. Nachdem es geschehen ist, habe ich noch mehr Lust, mir richtig die Birne zuzuknallen und stehe auf, um nach weiteren Flaschen zu schauen. Es finden sich einige, mit denen wir noch kräftig auf den Toten anstoßen können, fein. Während ich die Flaschen hole, muß ich an dem, mit einem Tuch bedeckten Korb vorbei, in welchem der Kopf des Toten liegt. Plötzlich bewegt es sich und ich beginne vor Entsetzen zu kreischen, worauf alle anderen ebenfalls kreischend einfallen und wie hypnotisiert auf das Tuch starren. Es rutscht zur Seite und der augenrollende und sehr lebendige Kopf ist zu sehen. Alle kreischen noch mehr. Dann erhebt er sich, mitsamt seines Körpers, und mir wird klar - das alles war nur ein absolut perfider, scheußlicher Halloween-Scherz, mit dem uns der gute Onkel reingelegt hat. So eine Frechheit! Das war alles ausgedacht - von der Krankheit bis zum Tod. Wie kann man andere nur so erschrecken! In die verständliche Erleichterung mischt sich auch eine Portion Wut über diese Unverschämtheit.

Wechselbäder

Ein Raum mit einem Schwimmbecken. Dieses ist relativ klein, mit einer breiten Mauerstufe eingefaßt und auch nicht sehr tief, eigentlich mehr wie eine Brunneneinfassung. Das Wasser ist grünlich und klar. Ich stehe auf dem Mauerabsatz und irgendjemand will mich aus Spaß in das Wasser schubsen. Ich wiederstehe erst dem Schubs, schwanke ein wenig, doch als ich das Gleichgewicht verliere, springe ich einfach mit großem Satz auf die schräg gegenüberliegende Mauereinfassung und stehe wieder. Ätsch, nicht geschafft! Doch der Scherzbold gibt nicht so schnell auf und schubst jetzt wieder. Diesmal lande ich im Badebecken, steige aber sofort wieder raus. Von der "Schwimmhalle" führt eine Tür in ein Nebenzimmer, wo eine Badewanne mit klarem hellblauem Wasser steht. Sie sieht sehr einladend aus und scheint zumindest von der Tiefe her mehr Wasser zu haben als das "Schwimmbecken". Ich bekomme Lust, mich hineinzulegen und tue dies auch, allerdings nur kurz, denn ich habe keine Zeit und muß weiter. Wieder führt eine Tür in ein Nebenzimmer. Auch hier steht eine Badewanne. Das Wasser ist klar, aber diesmal dunkelblau. Ich kann es nicht lassen, auch diese Badewanne auszuprobieren, bekomme aber gleich zu spüren, daß dieses Wasser fühlbar kälter ist als in den vorherigen Badegelegenheiten. Brrrr.... Dann verstehe ich plötzlich, wo ich bin: Ich bin in einer Bade- und Wellnessanstalt, in welcher mit Wechselbädern Krankheiten geheilt werden. Deshalb die unterschiedlichen Temperaturen!

Wilde Affen, Verstorbene und Gelenkigkeit

Ein ausgedehnter Hügel mitten in der Stadt, auf ihm ein großes Tiergehege. Es scheint eine Art kleiner Tierpark zu sein und ich überlege, wo ich bin, denn in Berlin würde mir so ein Ort nicht einfallen. Langsam steige ich den Hügel neben dem Zaun hinauf, da entdecke ich in der Ferne, da wo der Hügel am höchsten ist, einen Affen frei neben einem Haus lehnen und auch noch ein paar andere Exemplare, die frei herumlaufen. Das ist aber ein seltsamer Tierpark, der die Tiere aus dem Gehege läßt. Soll ich jetzt weiter hinaufgehen? Lieber nicht. Sind zwar nur Affen, aber darauf, daß sie mich anspringen, habe ich trotzdem keine Lust. Noch unschlüssig, rennen die Affen plötzlich kreischend und "im Affenzahn" den Hügel hinunter an mir vorbei. Herrjemine, die sind ja richtig wild. In einiger Entfernung und möglichst unauffällig renne ich ihnen hinterher, aber nicht um sie einzuholen - ich achte immer auf gehörigen Abstand -, sondern um, unten angekommen, wieder zu verschwinden, möglichst ohne die Affen auf mich aufmerksam zu machen.

In einer großzügigen alten Wohnung, meine Wohnung. Ich meine mich zu erinnern, daß hier die verstorbene Freundin meiner Mutter gelebt hat und ich nach ihr in die Wohnung eingezogen bin. Doch irgendetwas stimmt nicht. Das kann nicht ihre Wohnung sein. In ihrer Wohnung gab es eine Treppe am Eingang innerhalb des Korridors. Diese fehlt hier. Ah, dann bin ich wahrscheinlich nicht direkt in ihre Wohnung gezogen, sondern nur in eine innerhalb des gleichen Hauses.

Ein Hausflur mit gläserner Haustür. Ich mache mich gerade an einem Briefkasten zu schaffen, vor der Tür steht mein verstorbener Opa väterlicherseits und klopft aufgeregt gegen das Glas, um mir zu bedeuten, daß ich die Tür öffnen soll. Er trägt Hut und Mantel und ähnelt im Aussehen alten Fotos. Ich lasse mir allerdings Zeit, da ich erst den Briefkasten wieder schließen möchte. Mein Großvater wird leicht ungeduldig, doch als ich die Tür öffne schlüpft erst seine Frau, meine Großmutter, hindurch und läuft die Treppen hinauf. Sie trägt einen flotten Hut und ist im Stil der 20iger Jahre gekleidet. Außerdem sieht sie auch genauso jung wie damals aus. Eigentlich erkenne ich sie nur, weil ich Fotos von ihr aus dieser Zeit gesehen habe, denn persönlich kenne ich sie nicht in diesem Alter. Deshalb rufe ich ihr einigermaßen überrascht hinterher: "Du siehst aber jung aus!"

Durch irgendeinen Spruch animiert, möchte ich gerne versuchen, ob ich meinen Fuß hinter den Kopf bekomme. Und ja, es geht ganz einfach - jetzt hängt mir sogar schon meine Kniekehle im Nacken, als würde mein Bein über dem Nacken baumeln. Aber die Kniekehle im Nacken? Das kann irgendwie nicht ganz richtig sein. Ich sollte es beim Fußgelenk belassen. Langsam ziehe ich das Bein deshalb wieder zurück, bis nur noch der Fuß den Hals berührt.

Das silberne Kruzifix

Eine riesige Eisdecke begrenzt von einer Mauer. Zwar sind viele Menschen darauf und doch traue ich ihr nicht. Gehe lieber direkt an der Mauer entlang, um sie zu überqueren. Auf der anderen Seite erwarten mich labyrinthartige Räume.

Gemeinsames Fernsehen mit einer Freundin. Anscheinend ist sie Ärztin und als sie merkt, daß ich wegen Rückenschmerzen kaum noch sitzen kann, sagt sie nur: "Zeit für das doppelte Wort." Das doppelte Wort? Ah, sie meint Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Doppelt wohl deshalb, weil man es zweimal schreibt.(?)

Eine Gefängnisfestung ähnlich Alcatraz. Ich habe jemanden hineingeschmuggelt, der kein Gefangener ist, den ich aber in einem extra abgeschlossenem Zimmer verstecke (A.). Anscheinend betritt nie jemand dieses Zimmer. In der Festung läuft außerdem noch eine fanatische Gruppe von christlichen Frauen herum, welche hellblaue Gewänder und seltsam geformte hellblaue Hauben tragen. Sie führen ständig irgendwelche Reden über Gott, Sünden und so weiter. Ich habe mich allerdings so gut getarnt, daß sie mich in Ruhe lassen. Im versteckten Zimmer halte ich nun eine Schachtel mit eingeschäumten Schmuckstücken in der Hand. Und ich esse diese Schmuckstücke, dazu ist wohl der Schaum ringsherum, damit sie besser rutschen. Unter ihnen auch ein silbernes Kruzifix an silberner Kette. Gerade will ich es ebenfalls essen, da fällt mir ein, daß es ein Geschenk und Erinnerungsstück ist, welches ich wahrscheinlich nie wieder sehe, wenn ich es esse. Deshalb lasse ich es. Mir gegenüber am Tisch sitzt jetzt mein Vater und schaut neugierig auf die Sachen in der Schachtel. Er fragt irgendwas, kann aber wohl nicht richtig reden, da er einen Schlaganfall hatte. Vor uns läuft ein Film. Obwohl er mich nicht interessiert, bleibe ich sitzen und schaue ihn an, weil ich spüre, daß es mein Vater genießt bei mir zu sitzen, auch wenn wir nicht miteinander reden können. Also sitzen wir uns nur gegenüber und schauen den Film.

Lieder der Nacht mit Hildegard Knef

Letzte Nacht war eine Liedernacht. Im ersten Traumfragment sehe ich den leicht verhangenen Horizont eines Meeres vor mir, vor welchem sich die Umrisse von vier oder fünf verschiedenen Schiffen abzeichnen, unter anderem auch der "Sturmvogel" aus Berlin. Gleichzeitig höre oder singe ich ein Lied ungefähr in der Melodie von "Ich steh im Regen" aus dem Sketch mit Heinz Erhardt:

Die Schiffe meines Lebens
kommen näher
sie kommen näher
und hinter mir der Abgrund
in den ich nur zu springen brauch
doch ich kann es nicht

Später im Traum arbeite ich mit einer bekannten Künstlerin zusammen. Es ist Hildegard Knef. Zum einen entwickeln wir aus alten Songs neue Ideen und Interpretationen und zum anderen auch Entwürfe für Bühne oder Kleidung. Für diese Entwürfe hat ein ebenfalls bekannter Designer, den sie kennt, ihr einen Teller mit einigen Stücken Sushi geschickt. Der Teller mit dem Sushi symbolisiert den Farbentwurf. Er ist viereckig und himmelblau. Als die Knef ihn sieht, sagt sie verträumt: "Schau, das ist genau das Blau des Himmels über .....!" Wir machen nun eigene Farbentwürfe auf Papier, wobei wir allerdings hellgrünes Papier und grünliche Farben verwenden. Für die Lieder verwenden wir frühere Songs von Bruce Springsteen. Während dieser Arbeit wird mir klar, daß ich plötzlich einen Zugang zu diesen Songs von Bruce Springsteen bekomme und sie mir beginnen zu gefallen. Irgendwann schickt mich die Knef schlafen. Während ich gehe, denke ich nachfolgenden Satz und mit diesem Satz im Kopf erwache ich auch (allerdings ist mir dabei, als habe eine Unterbrechung stattgefunden und ich hätte den Satz ein zweites Mal in meinem Kopf): "Das sind schöne Lieder, aber soo alt!"

Intimpiercing und Buch

Eine Frau zieht mich auf eine öffentliche Toilette, um mir da ihr Intimpiercing zu zeigen. Dazu setzt sie sich mit gespreizten Beinen oben auf die Trennwand, so daß ich direkt ihre Vagina sehe. Diese sieht auf den ersten Blick merkwürdig aus. Bei genauerem Hinsehen stelle ich fest, daß die kleinen Schamlippen mit Piercings geradezu übersät sind, so daß kein Stückchen Haut mehr hervorblitzt. Allerdings sind die Piercings nicht einfach Ringe, sondern an den Ringen sind noch Gardinenklammern wie an einer Gardinenleiste befestigt. Man könnte an den Piercings also jederzeit ein Stück Stoff aufhängen.

Weiter träumte ich von einem ganz besonderem Buch, welches es nur in einer Ausgabe gibt und welches durchgehend allein mit meinen Fotos illustriert ist. Das Buch handelt von einer bestimmten Region, dortigen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. Die Texte sind nicht von mir. Es ist ganz exklusiv gestaltet, mit einem gepolsterten Hardcover-Textileinband in Hellblau mit bunten Ranken gemustert. Es hat sogar statt eines Goldschnitts an den Seiten an den Schnittkanten ebenfalls den Druck eines hellblauen Hintergrunds mit Ranke. Das sieht äußerst edel aus.
In der Region scheint man besonders viel Rollschuh zu laufen, denn ich sehe viele Bilder mit rollschuhlaufenden Menschen, auch in großen Massen auf Veranstaltungen. Außerdem gibt es eine doppelseitige Kartenübersicht der Region, die, wie es scheint, die Form einer liegenden Acht hat, und ganz oben in die rechte Ecke ist das Bild einer springenden Asiatin hineinmontiert. Es sieht aus, als würde sie in diese Region wie in ein Wasserbecken hineinspringen.

Hund mit Schlag

Viel gereist letzte Nacht, auch ins Dorf meiner Großeltern. Irgendwo eine große Senke mit vielen Leuten, die darin abhängen. Auch ein Frauchen mit großem, fuchsfarbenem Hund. Dieser schläft friedlich neben ihr und ich streichle sein wunderbar weiches Fell. Es gefällt ihm. Dann kommt ein kleiner Junge, schleppt ihn aus der Senke raus und rast mit ihm oben ständig um diese herum - einmal, zweimal usw., in einem Affenzahn, wobei der Hund wohl mehr oder weniger genötigt wird, und dann bumm, der Hund fällt wie vom Blitz getroffen um. Was ist denn jetzt los, denke ich. Da wird klar, der Hund ist tot. Er hatte einen Herzschlag. Die Anstrengung war wohl zu viel für ihn. Wie traurig.

Karneval im Büro

Herr N. ist sehr gut drauf, beugt sich ständig über den Tisch und wirft mir irgendwelche Bemerkungen zu. Leider verstehe ich ihn so schlecht und somit nur die Hälfte, aber es interessiert mich auch nicht besonders, weil ich jede Menge zu tun habe und hochkonzentriert bin. Eigentlich habe ich gar keine Zeit für Albernheiten. Zwischendurch spricht er mich einmal mit Du an, und da er so vertraulich wird, duze ich wie aus Versehen zurück. Und dann hat er sogar ein Geschenk für mich. Es ist in einem Karton und wie sich herausstellt, ein Faschingskostüm. Ach du grüne Neune! Wollen die jetzt hier Fasching feiern? Für sich selbst hat er ebenfalls ein Faschingskostüm. Es erinnert an ein Harlekin-Aufzug, nur alles etwas dunkler und gedeckter. Was mein Kostüm darstellt, weiß ich gar nicht genau. Jedenfalls gehört eine blonde oder goldene Perücke dazu. Nicht sehr begeistert und überhaupt nicht in der Stimmung für Festivitäten, versuche ich das Kostüm anzuziehen, stelle aber fest, daß ich ein kurzes Krankenhaus-Nachthemd (wie es gestern meine Mutter bekam) als Oberteil trage. Ausziehen kann ich es nicht, weil ich darunter nichts an habe. Unter dem Kostüm macht es sich total blöd. Erst versuche ich es in die Hose zu stopfen, habe dann aber lauter Dellen, die wie Fettwürste aussehen. Also ziehe ich es wieder raus und lasse es unter dem Kostüm hervorhängen. Das sieht vielleicht bescheuert aus! Aber vielleicht merkt es ja keiner oder man findet es sogar cool, wer weiß...

Pirouetten auf dem Bahnsteig

Auf dem U-Bahnhof Vinetastraße findet irgendeine Veranstaltung statt (Musikveranstaltung?). Viele Leute, vor allem junge, haben sich dort bereits in Grüppchen versammelt, ich darunter. Irgendwie bin ich zu einem Paar rosa Ballett-Spitzentanzschuhen gelangt, die ich jetzt an den Füßen trage. Ich will doch gleich einmal ausprobieren, ob man auf Spitzen tatsächlich besser Pirouetten drehen kann, als wenn man den ganzen Fuß benutzt. Rein physikalisch müßte das so sein, weil man einen kleineren Drehpunkt hat. Und es geht los - ich dreh mich, ich dreh mich, ich dreh mich, hui, das macht Spaß und geht wirklich viel schneller und einfacher. Die Schuhe sind so bequem gepolstert, daß man überhaupt nichts an den Zehen merkt. Super. Ich dreh mich, ich dreh mich, ich dreh mich - eigentlich möchte ich gar nicht mehr aufhören. Seltsamerweise wird mir auch überhaupt nicht schwindlig. Ich dreh mich, ich dreh mich, ich dreh mich, hui, doch langsam sollte ich doch mal wieder stoppen. Aber wie? Die Schuhe scheinen sich ganz von allein mit vollem Schwung weiterzudrehen ohne langsamer zu werden. Das ist schlecht, denn so bleibt nur ein etwas ungraziöser Ausfallschritt um zu stoppen. Na ja egal. Ich mache den Ausfallschritt und komme mir dabei ziemlich tapsig vor. Eine echte Ballerina geht so sicher nicht aus einer Pirouette. Aber schließlich bin ich keine Ballerina. Ich muß auf jeden Fall noch üben.

Samstag, 2. Mai 2009

Der rote Raum

Ich stehe am Ende eines großen rechteckigen Raumes. Vom Schnitt erinnert er ein wenig an das ausgedehnte Wohnzimmer im ehemaligen Elternhaus. Das Zimmer ist fast ganz leer und und überall an den Wänden und der Decke mit dunkelrotem Samt gepolstert. Auch der Fußboden ist dunkelrot und dort, wo rechts die Fenster sind, hängen dunkelrote, bodenlange Gardinen, die nur einen kleinen Teil des Tageslichts hindurchlassen. Der Raum ist deshalb ziemlich dämmrig bis auf eine Stelle gegenüber von mir, auf der anderen Seite. Dort steht ein kleines, gleichmäßig gewachsenes Bäumchen mit Stamm und Krone. Die Krone ist etwas breiter als hoch und sehr kompakt. Um dieses Bäumchen scheint sich das Tageslicht zu sammeln, weshalb dieses Bäumchen aussieht, als sei es von einem Lichtschein umgeben. Und auch der Kontrast der grünen Blätter zum dunkelroten Hintergrund im rötlich leuchtendem Licht gibt diesem Anblick etwas ganz besonderes. Wow, ist das schön! Der Baum muß unbedingt dort stehenbleiben, aber ich sollte ihn vorher in einen größeren und schöneren Topf pflanzen.

Meine Mutter bekommt ihren letzten Posten im Verlagshaus - sie wird Verantwortliche für die Bibliothek. Das ist zwar eine Art Rentnerposten, aber für sie die absolute Erfüllung, der höchste Posten überhaupt. Im Traum soll ich diesen Posten dann bald übernehmen und bin darüber erst einmal leicht schockiert. Das klingt nach viel Arbeit. Wenn ich mich im kleinen Bibliotheksraum so umsehe, sehe ich ungeordnete Regale mit Büchern. Allerdings scheint die Bibliothek nicht sehr umfangreich zu sein. Das Katalogisieren und Ordnen ist zwar eine langweilige Mammutarbeit, aber zum einen ist die Bibliothek nicht übermäßig groß und zum anderen, wäre es nicht irgendwie ein Traum, mit Büchern zu arbeiten? Warum also nicht? Besser als das, was ich jetzt mache, wäre es allemal.

Bemerkung: Ich kann mich nicht erinnern, daß es im Verlag eine Bibliothek gab. Es existierte nur eine Bücherstube.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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