Verhinderter Diskobesuch

Ich befinde mich mit der Klasse, die aus Kollegen und ehemaligen Mitschülern besteht, irgendwo am Spittelmarkt, verliere die anderen aber bald aus den Augen. Es ist spätabends und ich trage die flauschige Winterjacke des letzten Winters, obwohl es nicht sehr kalt ist. Ein wenig planlos laufe ich umher, bis ich von weitem einige Bekannte sehe. Mir ist klar, daß sie in eine der zwei dort in der Nähe befindlichen Diskotheken wollen. Ich folge ihnen unauffällig und beschließe, ebenfalls in diese Disko zu gehen. So weiß ich wenigstens, daß ich da Leute treffe, die ich kenne. Beim Einlaß der ersten Diskothek stelle ich mich in eine lange Schlange. Doch genau, als ich an der Reihe wäre, geht es nicht mehr weiter. Der Einlasser ist in ein Gespräch vertieft und macht keine Anstalten, noch jemanden abzukassieren. Ich bleibe stehen und warte. Es ist ein ziemlich großer Vorraum und eine sitzende Frau ruft zu ihm hinüber, wann sie endlich hineindürfe. Sie wartet also anscheinend auch. Ich gehe nun etwas weiter in eine große Halle, die wohl zur Diskothek gehört. Hier kann man, wenn man möchte, wie ein Artist an unsichtbaren Seilen schweben, umherfliegen und schaukeln. Ich versuche, einen Blick auf die Seile zu erhaschen, aber sie sind tatsächlich völlig unsichtbar. Das macht bestimmt Spaß, aber da ich noch keinen Eintritt bezahlt habe, traue ich mich nicht tiefer hinein. Irgendwann wird mir das Warten zu bunt und ich gehe. Die anderen sind wahrscheinlich sowieso in die zweite Diskothek gegangen. Ich glaube zu wissen, daß es ihre Stammdisko ist, und ich laufe das kleine Stück hinüber. Hier wird direkt auf der Straße abkassiert. Die Einlasser sitzen zu dritt oder viert an einem kleinen Tischchen. Der erste, zu dem ich komme, ist noch ganz nett. Er verlangt 4 Euro und ich suche diese aus meinem Portmonnaie. Dann ermahnt er mich aber, mein Kennwort nicht zu vergessen oder zu verbummeln. Mein Kennwort? Sowas habe ich noch gar nicht! Auf diese meine Aussage hin, zeigt er auf den nächsten Einlasser neben sich, der wohl die Kennworte vergibt. Wie ich an den aus- und einströmenden Gästen erkennen kann, besteht das Kennwort anscheinend aus zwei Buchstaben, welche an der Spitze des Zeigefingers angebracht werden. Wenn man wieder hineinmöchte, muß man den Zeigefinger auf ein Gerät legen, welches die beiden Buchstaben scannt. Der zweite Einlasser murmelt etwas in den nicht vorhandenen Bart und ich verstehe "1 Euro". Also suche ich einen Euro und geb ihm diesen, aber da verdreht er genervt die Augen und sagt noch einmal deutlicher: "25 Euro!". Ah, da habe ich mich wohl verhört. 25 Euro für ein Kennwort ist ziemlich happig, doch glücklicherweise finden sich auch die in meinem Portmonnaie. Aber der Einlasser macht jetzt wiederum keine Anstalten mehr, mich abzukassieren. Ich warte geduldig. Da er zwischendurch immer sehr mürrische Bemerkungen macht und ein gestresstes Gesicht zieht, kann ich mir allerdings die leicht spöttische Bemerkung nicht verkneifen, daß er sich wahrscheinlich völlig überarbeitet, wenn er mir ein Kennwort vergibt. Eigentlich war das noch nicht einmal böse gemeint, aber mit dieser Bemerkung bin ich absolut bei ihm unten durch. Ab jetzt werde ich konsequent ignoriert. Ich warte noch eine Weile, merke aber, daß es keinen Sinn mehr hat und suche nun den ersten Einlasser, damit er mir die 4 Euro zurückgibt. Der ist aber verschwunden und ich hänge nun weiter wie blöd vor dem Tisch fest und werde immer ärgerlicher. Richtig geladen bin ich schließlich, als ich endlich erwache.

Bemerkung: Was für bescheuerte Türsteher hab ich eigentlich in meinen Träumen? So ähnlich stelle ich mir das übrigens vor der Himmelspforte vor. Wahrscheinlich mache ich da auch einen blöden Spruch und bleibe außen vor.

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Das verborgene Buch der Träume

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Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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