Sonntag, 8. Februar 2009

Im Bett mit Dieter Bohlen

Mein früheres Kinderzimmer, anscheinend als Wartezimmer umfunktioniert. Ich sitze an einem Ende vom Bett und warte auf irgendetwas. Am anderen Ende sitzt Dieter Bohlen und zwischendrin sind anfangs auch noch ein paar Leute. Vor mir steht genau Bohlen's Porsche in braunmettalic, allerdings ist er nur so groß, wie ein Plastik-Spielzeug-Kipper. Aus Anspannung oder Langeweile beginne ich mit den Fingernägeln, den Dreck, der sich darauf angesammelt hat, abzukratzen. So tue ich gleich noch ein gutes Werk und der Porsche wird wieder sauber. Nach längerer Zeit kommt Dieter Bohlen an und fragt, was ich da mache. Ich präsentiere stolz das saubere Auto und sage, ich hätte den Dreck abgekratzt. Zuerst antwortet er besorgt und nicht so begeistert, daß ich hoffentlich keine Kratzer hineingemacht hätte. Kratzer! Ach du Sch.... Daran habe ich gar nicht gedacht. Ob ich mit meinen Fingernägeln Kratzer hinterlassen habe? Etwas betreten warte ich schon auf ein Donnerwetter, während er den Lack mustert. Es könnte ja auch sein, daß er Kratzer findet, die vorher schon da waren und diese jetzt mir anlastet. Ich jedenfalls entdecke auf der Oberfläche durchaus ein paar kleine Kratzer, aber Dieter Bohlen erklärt nun bestimmt, daß alles mit dem Auto in Ordnung wäre. Erleichtert und wieder sicherer zeige ich deshalb meine Fingernägel und erkläre, daß diese so weich, absolut weich sind, daß gar nichts passieren könne. Ich komme nun mit Dieter Bohlen ins Gespräch und dieser ist erstaunlich freundlich. Während wir uns unterhalten, fällt mir auf, daß seine Lippen viel voller als sonst sind. Läßt er sich jetzt etwa ebenfalls die Lippen aufspritzen? Für so einen Typ hätte ich ihn nicht gehalten. Dies verwundert mich und auch seine Freundlichkeit, zumal ich als blond und grünäugig noch nicht einmal sein bevorzugter Frauentyp bin. Er verschwindet jetzt wieder, läßt aber einen Recorder da, mit dem er irgendein Spiel zum Zeitvertreib mit mir spielen will. Ich sage spontan zu, doch während er nicht da ist, wird mir klar, daß es etwas mit Musik und Singen zu tun hat. Und singen kann ich doch überhaupt nicht. Wie peinlich! Aber andererseits ist es ja nur ein Spiel und irgendein lustiges Lied werde ich schon hinbekommen. Trotzdem nehme ich mir vor, ihn gleich darauf vorzubereiten. Als er zurückkommt, haben wir das ganze Bett für uns alleine. Das Gespräch kommt auf die Musik und ich erzähle schließlich, daß ich nicht singen kann, dafür aber schreibe und berichte ein wenig darüber. Er scheint nicht weiter enttäuscht, wirkt aber etwas nachdenklich. Endlich meint er zu mir, daß er sich das Schreiben bei mir gar nicht so richtig vorstellen könne, außer vielleicht, wenn ich sowas wie "Denver Clan" schreiben würde. Denver Clan? Wie kommt er denn darauf? Ich glaube nicht, daß ich eine Story wie "Denver Clan" schreiben könnte oder wollte. Das sage ich allerdings nicht. Und insgesamt kann ich nicht meckern, Dieter Bohlen ist richtig nett, zumindest zu mir.

In einem weiteren Traumfragment befinde ich mich im Speisesaal meiner früheren POS. Dieser wurde vollkommen neu gestaltet und umgebaut. Er ist jetzt richtig wohnlich und freundlich, ein Ort, wo man sich wohlfühlen kann. Ich habe mich zu Leuten an einen Tisch gesetzt, ohne mir ein Essen geholt zu haben, bekomme aber von jemandem eine Kartoffel gereicht, die ich verspeise, während ich den neuen Speisesaal mit meinen Erinnerungen abzugleichen suche.

Bemerkung: Ich soll also eine Fernsehserie a la "Denver Clan" schreiben - ich glaube, es hakt....

Freitag, 6. Februar 2009

Was mich zur Zeit beschäftigt,

ist die Tatsache, daß ich seit dem Tod meines Vaters nicht ein einziges Mal von ihm geträumt habe, während ich es in der Zeit davor unnatürlich oft tat. Ich bin mir noch nicht schlüssig darüber, ob dies ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Der Kompromiss oder das Boot vor der Tür

Ich betrete den hinteren Flur der früheren elterlichen Wohnung. Meine Mutter hat in einer großen Aktion die blauen Kommoden und Schränke, die dort vorher standen, hinausgeworfen und alles in Weiß neu eingerichtet, bzw. gestrichen. Ein wenig bedaure ich dies, den die blauen Möbel gefielen mir sehr gut, aber der neu eingerichtete und renovierte Flur sieht ebenfalls sehr schön aus. Während ich mich genauer umschaue, wundere ich mich darüber, daß der Spiegel eines älteren Hängeschranks und der eines neuen Hängeschranks, die ohne Zwischenraum nebeneinander hängen, ganz genau dieselbe Höhe haben, obwohl der alte Schrank ja nur überstrichen worden ist. Dann fällt mir die unsaubere Kante am zweiten Spiegel auf. Jemand hat den Spiegel anscheinend geschnitten und ungeschickt in einer unegalen Blechkante eingefasst. Deshalb also. Allerdings fällt es wirklich nur auf, wenn man direkt auf die Kante schaut.
Von einer Tür, die vom Wintergarten abgeht und die es in real nicht gibt, gelangt man im Traum auf eine breite Brücke ohne Geländer, die zum nächsten Haus führt. Meine Mutter hat ein altes Ruderboot grün gestrichen, es mit Blumen bepflanzt und quer genau vor die Tür gestellt. Die Brücke ist nur sehr wenig breiter, als das Boot lang ist. Das bepflanzte Boot sieht zwar gut aus, aber warum hat sie es ausgerechnet so hingestellt, daß man nicht mehr daran vorbei kommt? Schließlich ist die Brücke doch dazu da, hinüber zu gehen. Das möchte ich jetzt auch machen, nämlich mit einer ebenfalls grünen Glasvase, die kurioserweise am Fuß so gearbeitet ist, als sei das Glas zersplittert. Ein wenig erinnert mich dies an die scharfen Kanten der Blecheinfassung des Spiegels im Flur und ich frage mich, ob dies eine Bedeutung hat. Ich versuche mich irgendwie an dem Boot vorbei zu quetschen, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren und von der Brücke zu fallen. Dabei schubse ich jedoch unabsichtlich mit dem Po das Boot so, daß es zur Seite gesschleudert wird und irgendwo dagegen prallt. Der frische Lack hat sicherlich Schaden genommen, was mir sehr leid tut. Ich zeige das Malheur meiner Mutter, welche sofort total sauer wird und verlangt, daß ich das gesamte Boot neu streiche. Äh, Moment mal! Es tut mir zwar leid, aber habe ICH das Boot so bescheuert vor die Tür gestellt? Den Schuh ziehe ich mir nicht an und sicher werde ich jetzt nicht das Boot neu streichen. Das sage ich ihr auch sehr bestimmt und ohne weitere Erklärung, während sie noch sauer ist, versuche aber gleichzeitig einzulenken und mit ihr in ruhigerer Atmossphäre und Stimmung noch einmal darüber zu reden, indem ich sage: "Komm mal mit rein in die Wohnung. Komm rein, ich will mit dir darüber reden." Sie folgt mir zurück ins Zimmer und ich erkläre ihr in Ruhe, wie ich darüber denke, zeige ihr die kleine abgeplatzte Lackstelle und mache ihr den Vorschlag, diese auszubessern. Dies ist bestimmt gut möglich, ohne daß es groß auffällt. Dazu muß man nicht gleich das ganze Boot neu streichen. Und mit meinem Vorschlag scheint sie beschwichtigt zu sein.

Dienstag, 3. Februar 2009

Die Diagnose

In der früheren elterlichen Wohnung. Eine ehemalige Mitschülerin, E.C., ist anwesend. Sie ist jetzt Sanitäterin und führt irgendwelche Untersuchungen (zu Übungszwecken?) an mir und anderen Leuten in der Wohnung durch. Anscheinend hat sie mir auch Blut abgenommen. Sie will mir demnächst das Ergebnis sagen, hat im Moment aber noch alle Hände voll zu tun. Sie sieht allerdings sehr besorgt aus und nimmt mich kurz zur Seite, um mir zu verstehen zu geben, daß wir unbedingt über das Ergebnis sprechen sollten, denn irgendetwas stimmt nicht. Nun bin ich natürlich erst recht beunruhigt und zappelig, weshalb ich gleich nachfrage. Sie wirft mir nur kurz eine Bemerkung hin, daß es das Herz wäre und ist dann wieder verschwunden. Das Herz? Kann man denn am Blut sehen, ob etwas mit dem Herz nicht in Ordnung ist? Das kommt mir Spanisch vor, aber ich bin ziemlich bedrückt und ängstlich. Endlich hat sie Zeit, doch jetzt erklärt sie mir, daß man anhand meines Blutes sehen könne, daß ich Lymphdrüsenkrebs hätte. Lymphdrüsenkrebs? Ich bin erst einmal schockiert. Mir gehen alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Wieso erzählt sie erst etwas vom Herzen, wenn es Lymphdrüsenkrebs ist? Und kann ich ihren Ergebnissen überhaupt trauen? Schließlich ist sie kein Arzt. Wer weiß, was sie da heruminterpretiert. Aber vielleicht sollte ich trotzdem schnellstmöglichst zu meiner Ärztin gehen und dieser von dem Ergebnis berichten.

Montag, 2. Februar 2009

Die verlorene Zeit

Handlungsort ist das alte Elternhaus. Wie jeden Sonntag schaue ich mir spät am Abend die Sendung "Zimmer frei" im Fernsehen an. Doch auf einmal fällt mir auf, daß draußen strahlend heller Tag ist. Ich würde sogar sagen, ein unnatürlich heller Tag, denn das Licht, welches durch das Fenster fällt, ist so weiß, daß es blendet. Nanu, das kann doch gar nicht sein! Um diese Zeit ist es draußen normalerweise dunkel. Zuerst denke ich an eine Katastrophe, eine Atomexplosion oder ähnliches, aber dann hätte ich sicher ein wenig mehr davon mitbekommen. Wahrscheinlicher ist wohl, daß es gar nicht Sonntagabend ist und im Fernsehen nur eine Wiederholung läuft. Ich schaue jetzt auf jede Uhr, die ich finden kann. Eine, auf die ich immer schaue, zeigt gegen 22 Uhr an, aber alle anderen gegen 17 Uhr. Aha, dann geht diese Uhr also falsch und ich dachte, es wäre bereits so spät. Die Wiederholungen der Sendung laufen ja im TV zu jeder Tageszeit, so daß es mir nicht aufgefallen ist. Merkwürdig ist es aber trotzdem, denn wo ist die Zeit zwischen 17 und 22 Uhr abgeblieben? Die muß dagewesen sein, sonst hätte ich mich in meinem Zeitgefühl nicht so geirrt. Und nun ist sie spurlos verschwunden. Dunkel entsinne ich mich an einen Moment in der Vergangenheit (oder in der Zukunft?), in dem ich das Empfinden hatte, einen Zeitsprung gemacht zu haben und jede Erinnerung an die Zukunft verlor. Ob das damit zusammenhängt? Vermutlich. Im vergangenen, bzw. zukünftigen Zeitraum muß etwas geschehen sein, das aus dem Filmstreifen der Zeit wieder herausgeschnitten wurde. Und die Erinnerungen daran, an das Zukünftige oder Vergangene, sind scheinbar unwiederbringlich verloren. Es ist, als hätte jemand genau von Minute zu Minute, Stunde zu Stunde, mein Gedächtnis ausgelöscht. Und jetzt ist es erneut 17 Uhr.

Im nächsten Traumfragment sehe ich meine Mutter im Treppenflur vor den Gemeindesälen die Wände schrubben. Sie ist total fertig, geschafft, erschöpft und genervt, deshalb ist es mir unverständlich, warum sie sich diese Arbeit aufhalst. Erstens hat sie mit den Treppenfluren nicht wirklich was zu schaffen. Es ist nicht ihre Aufgabe, die sauberzuhalten. Zweitens stört es wahrscheinlich kaum jemanden, wenn die Wände des Treppenflurs ein wenig vergilbt und verstaubt sind. Ist ja schließlich keine Wohnung. Und drittens bringt das Rumgeschrubbe kaum etwas, weil der Dreck nur verteilt wird und die Wände nicht viel besser aussehen. Sie sollte ihre Kraft lieber sparen und stattdessen, wenn sie es denn unbedingt tun will, gleich die Farbrolle nehmen, um die Wände neu zu streichen. Der Kraftaufwand wäre nicht größer, aber viel effektiver. Sagen tue ich ihr das allerdings nicht, denn ich weiß ja, wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat....

Samstag, 31. Januar 2009

Traumsplitter

Ein Regalfach voller leckerer Likörpralinen in Packungen. Ich darf mir eine Pralinenpackung aussuchen und greife sofort zu, denn ich weiß, was ich für Liköre mag. Hinter mir kommentiert jemand meinen spontanen Entschluß mit der Bemerkung: "Sie weiß, was sie will."

Blick durch den Spion meiner Tür. Gegenüber müssen neue Leute eingezogen sein. Frisch verheiratet? Jedenfalls ist der ganze Flur vor der Tür voller Geschenke und Pakete, große und kleine. Nur scheint niemand zu Hause zu sein. Eigentlich könnte ich schnell hinausschlüpfen und mir ein Geschenk schnell selbst einkrallen. Aber nein, besser nicht. Vielleicht fällt es auf.

Später im Traum erneutes Spähen durch den Spion. Noch immer stehen alle Geschenke und Pakete unangetastet auf dem Flur.

Dienstag, 27. Januar 2009

Schweben

Ich stelle fest, daß ich schweben und noch etwas anderes kann, zwei physikalisch völlig unnatürliche Dinge. Das beschäftigt mich sehr, denn eigentlich dürfte das doch gar nicht möglich sein. Ich probiere es immer wieder, sobald ich mich darauf konzentriere, kann ich in der Luft herumschweben, als wäre ich schwerelos, unglaublich. Das Gefühl, aber auch die Erkenntnis, daß dies entgegen aller gültigen Gesetze geht, ist überwältigend und etwas furchterregend. Vielleicht sollte ich auf einen Schrank eine Digitalkamera stellen und mich fotografieren, wenn ich mit den Beinen oben hänge, damit mir das jemand abnimmt. Ich überlege außerdem, über einen Fluß hinüberzuschweben, allerdings ist mir das dann zu riskant, denn sobald meine Konzentration abnimmt, könnte ich ins Wasser stürzen und das muß nicht unbedingt sein. Bisher habe ich über die ungewöhnlichen Fähigkeiten geschwiegen, aber jetzt kann ich es nicht mehr. Vielleicht ist es ja ein Familienerbe und mein Bruder kennt das auch, hat sich aber bisher nicht getraut, darüber zu sprechen. So ist es eventuell ganz gut, wenn jemand das Schweigen bricht. Während wir an einem Tisch zusammensitzen, sage ich deshalb ganz unverblümt zu meinem Bruder, daß ich schweben und ..... kann. Mein Bruder schaut mich an, als wäre ich übergeschnappt. Oh! Es war wohl ein Irrtum zu glauben, daß ihm diese Fähigkeiten bekannt sind. Anscheinend bin ich alleine damit. Auf dem Klavier meiner Mutter sehe ich jetzt Noten von Rilke. Besser gesagt, es ist ein Rilke-Gedicht, das nach Noten gespielt wird, aber dies kommt mir seltsam falsch vor. Ich denke mir, daß diese Noten, bzw. dieses Gedicht nicht wirklich zum einfachen Spielen gedacht sind, sondern eine tiefere, magische Bedeutung haben, weshalb man mit ihnen etwas anderes tun muß.

In einem zweiten Traum ist schon wieder A. zu Besuch. Diesmal sieht er sehr ausgemergelt aus und trägt einen Vollbart. Fast hätte ich ihn nicht erkannt. Ist er es überhaupt? Wenn ich genauer hinschaue, wandelt sich sein Aussehen in das eines blonden, athletischen jungen Mannes. Aber ist das A.? Ich betrachte die Details - sein Profil, seinen Mund - nein, er kann es definitiv nicht sein. Da gibt sich doch jemand bei mir für A. aus! Dies sage ich ihm geradeheraus ins Gesicht und er schaut mich durchdringend mit großen Augen an, fast ein wenig unheimlich. Sofort tut es mir leid, daß ich so offen war. Vielleicht ist er ein Verbrecher und hat nun Angst, daß seine Tarnung aufgeflogen ist? Dann bringt er mich vielleicht noch um die Ecke? Mir fällt ein, daß es auch der Kumpel von A. sein könnte. Der war blond und ebenfalls im Knast. Aber was will er jetzt bei mir? Ich entferne mich und M., mein früherer Spielfreund, kommt durch die Wohnungstür. Er will mich warnen und steckt mir deshalb unauffällig einen Zettel zu. Auf dem Zettel steht der wahre Name des Besuchers, welcher mir völlig unbekannt ist und den ich mir nicht gemerkt habe.

Bemerkung: Witzig, daß ich von den "Rilke-Gedichtnoten" geträumt habe. Ich wußte nämlich vorher nicht, daß ich auf der Ansprache heute Rilke zu hören bekommen würde. Es hat mich sogar einigermaßen überrascht.

Die Entschlüsselung der DNA

Luftwürmer, welche sich unsichtbar durch die Luft fressen, gleich Holzwürmern durch das Holz, überall um mich herum. Exotische Pflanzen in seltsamen schillernden Farben und bizzaren Formen, an Fraktale erinnernd. Eine Stimme, die über die Entschlüsselung der DNA berichtet, dabei als Bilder geometrische Formen vor Augen. Beim letzten Satz: "Und schon ist das Geheimnis der Entschlüsselung der DNA gelöst!" - halb triumphierend und halb lässig (in einem Tonfall, als wolle die Stimme suggerieren, es sei doch alles total einfach) dahergesagt, erwache ich mit dieser geometrischen Form im Kopf:

Traum: Die Entschlüsselung der DNA

Dies ist nur eine grobe Skizze. Im Traum entsprach das innere Achteck genau dem äußeren, halt nur verkleinert und in exakter Formation zum größeren Achteck. Außerdem kann ich mich nur an vier Fluchtlinien erinnern, weshalb die anderen, die zu fehlen scheinen, gestrichelt angedeutet werden.
Es wundert mich, daß ich sowas träume, zumal ich mich damit zur Zeit überhaupt nicht beschäftige und sowieso nicht wirklich Ahnung habe. Also wenn der Traum etwas Konkretes sagen will, sollte er sich vielleicht besser an einen Genetikforscher wenden, der schon ewig darauf wartet (wie damals der Wissenschaftler auf die korrekte Strukturformel des Benzol, die endlich im Traum erschien). Erinnert auch an diesen "Chromosomen-Traum".

Nächtlicher Besuch

Ich weiß sicher, daß A. diese Nacht zu Besuch ist und freue mich darüber. Er schläft im Schlafzimmer meiner Eltern, im Bett von meinem Vater. Dieses ist ja nun generell leer, also ist es nur logisch, daß er darin schläft, auch wenn das Bett meiner Mutter ebenfalls leer ist, da sie sich wohl gerade nicht zu Hause aufhält. Leise betrete ich das halbdunkle Zimmer. Nur eine kleine Nachttischfunzel brennt noch darin. Eine Gestalt ist im Bett zu erkennen, jedoch nicht wirklich genau als Person, da es zu dunkel ist. "Schläfst du?" frage ich und sie regt sich. Ich gehe bis zur hinteren Ecke zum Spiegel vor, denn ich habe Abschminkpads mitgenommen und beginne jetzt mein Augenmake-up zu entfernen. Ziemlich knurrig entgegnet A. auf meine Frage: "Das muß ja sein!". Er fühlt sich anscheinend gestört und ist von meiner Anwesenheit nicht sehr begeistert. Leicht enttäuscht lasse ich mir nichts anmerken und putze weiter an meinen Augen herum.

Umtauschwunsch und archäologische Funde

Im Traum habe ich einen Nebenjob in einem Laden, ich halte es für einen Gemüseladen. Dort werde ich geduldet, ohne daß ich sehr viel tun muß, erhalte einen Zuverdienst und kann außerdem regelmäßig für mich selbst einkaufen. Ich kann mich zwar nicht erinnern, an der Kasse zu sitzen, anscheinend packe ich dort auf oder ähnliches, trotzdem spricht mich irgendwann, etwas versteckt in einer Ecke abseits des Ladens ein Mann an. Er hat dunkle Haare, trägt eine schwarze Lederjacke und ist nicht unattraktiv, wirkt aber etwas derangiert. Es kommt mir vor, als sei seine Erscheinung unter einer Schicht von Fusseln und Staub bedeckt. Er zeigt mir eine sehr billige und schon kaputte Armbanduhr, die er erst vor kurzem bei uns gekauft haben will und die umgetauscht werden soll. Trotzdem hat sie schon einen dicken Kratzer und das Gliederarmband ist völlig hinüber. Ich schreibe ihm auf einen Zettel mit Bleistift auf, was ich an Unterlagen benötige. Zuerst einmal natürlich den Kassenbon (im Traum nenne ich ihn anders, irgendwas mit "Quelle"), sowie einiges anderes. Er muß also noch einmal wiederkommen und insgeheim hoffe ich, daß er sich dann an jemand anderen wendet, zumal ich nur aufpacke und nicht mal an der Kasse bin. Doch genau das scheint er nicht vorzuhaben, im Gegenteil - er fragt genau nach, zu welchen Zeiten ich im Laden bin und scheint es auch selbst schon recht gut zu wissen. Ich vermute, er beobachtet mich und kommt nur in den Laden, wenn ich dort Schicht habe. Das finde ich seltsam. Traut er den anderen nicht oder kann er sie nicht leiden? Er scheint sein Vertrauen voll auf mich gesetzt zu haben und möchte wohl sonst mit niemandem zu tun haben. Er geht wieder und fährt in einem blauen Lieferwagen weg. Wenig später, auf dem Nachhauseweg, erkenne ich den blauen Lieferwagen. Er steht in meiner Straße nur wenige Meter entfernt. Mir kommt der Gedanke, daß er nicht weit von mir wohnt. Was habe ich davon zu halten?

Später im Traum befinde ich mich im archäologischen Institut. Dort sind Leute damit beschäftigt, Fundstücke zu registrieren, sortieren, restaurieren und aufzubewahren. Ich darf mich frei bewegen und bin schon bekannt, ohne daß ich direkt an den Arbeiten mitwirke. Mehr noch, ich darf mir sogar drei Fundstücke aussuchen und behalten. Ich wähle drei Bücher. Zwei davon sind sehr alt und wertvoll. Nicht nur wegen des Alters, sondern auch wegen des Inhalts - verlorengegangenes, unschätzbares Wissen über die Lebensweise in früheren Zeiten. Beim Blättern zeigen sie Abbildungen von verschiedenen Häuserformen. Das dritte Buch ist nicht ganz so alt und wertvoll, aber anscheinend für mich trotzdem von Interesse.

Laufen

Im Vorraum einer Bibliothek (?). Ich unterhalte mich mit einem Kind, daß bei etwas mitmachen will, das mit Laufen zu tun hat. Bevor es da teilnimmt, möchte ich es erst noch ein bißchen mit Grundlagen vorbereiten. Dazu stelle ich Fragen, die das Mädchen beantworten soll. Neben uns noch eine andere Frau. Die erste Frage ist, was es außer Laufen für ähnliche Fortbewegungsarten gibt. Das beantwortet es mit leichter Hilfestellung von mir sehr schnell: Gehen und Rennen. Sehr gut! Die nächste Frage ist zumindest im Traum auch sehr einfach, kinderleicht sozusagen. Ich frage, was den Unterschied zwischen Laufen, Gehen und Rennen ausmacht. Das Kind antwortet nicht direkt, bringt aber zum Ausdruck, daß es die Antwort weiß. Gerne hätte ich diese richtig gehört, weshalb ich warte und die Antwort halb vorspreche: Es ist das Knie. Das Knie hat bei jeder Fortbewegungsart andere Winkelstellungen. Bevor ich die Antwort erhalten habe, klinkt sich die andere Frau ein und sagt, sie wüßte die Antwort doch, das hätte sie gerade gesagt. Na gut, dann halt nicht. Ich schraube eine Art Plastikei auf, in dem sich etwas befindet, und setze die Kappen wieder aufeinander. Dabei entsteht ein so echtes und lautes Geräusch von aufeinanderprallendem hohlen Plastikhüllen, daß ich von diesem Geräusch erwache. Danach überlegte ich, was das für ein Geräusch gewesen sein könnte, finde aber keine Erklärung. Zwar knackt die Heizung manchmal, das ist aber ein ganz anderer, vollerer Klang.

Sonntag, 18. Januar 2009

...

Der erste Augenblick einer Wahrnehmung ist immer hell und klar. Nur unsere Abgelenktheit verhindert, dass wir das erkennen und jeden Augenblick des Lebens mit echter Wertschätzung erleben.
(aus "Übung der Nacht" von TenzinWangyal Rinpoche)

Traumsplitter

Vor einem offenen Fenster stehend und hinausschauend: grüne Wiesen, blauer Himmel und einige Wolkenformationen, welche bei genauerem Hinschauen immer mehr an Form und Dichte zunehmen, bis sie einem Ufo ähneln. Huch, das wirkt, als würden sich Ufos aus den Wolken materialisieren. Schnell schließe ich die Fenster und schaue mich um. Mitten im Raum steht auf einmal eine kleine zierliche Person und sieht zu mir herüber. Am Gesicht und an der Frisur erkenne ich meine Großmutter mütterlicherseits, allerdings sieht sie hier aus wie eine junge Frau, so wie ich sie eigentlich nicht kenne. Wie ein Geist und völlig bewegungslos steht sie im Zimmer und blickt mich unentwegt forschend an. Sie muß ein Geist sein, sonst wäre sie nicht so jung. "Guck mal, da ist Oma!" rufe ich meiner Mutter zu, die sich irgendwo in der Nähe aufhält.

Samstag, 17. Januar 2009

Frankreich via S-Bahn

Durch irgendwen erfahre ich, daß ich jetzt von Berlin aus mit der S-Bahn bis nach Frankreich fahren kann. Das ist aber praktisch! Sollte ich direkt mal probieren und einen kleinen Ausflug machen. Am Alex gehe ich einen U-Bahn-Tunnel hinunter. Der Tunnel ist leer, bis auf einen einzigen Mann, der vor mir läuft und überall an die Seiten des Tunnels rote Kreuze malt. Aus irgendeinem Grund möchte ich ihn nicht überholen und schließlich gehe ich wieder zurück und eine schmalere Treppe nach oben. Hier bin ich richtig, denn hier ist der Bahnsteig, der nach Frankreich führt. Auf der Anzeigentafel steht groß "Troite de Stete". Dieser Ort ist mir unbekannt, es muß ein kleinerer sein. Doch bevor man in die S-Bahn steigt, muß man eine Sonderfahrkarte an einem Schalter lösen. Ich überlege mir, daß ich eigentlich doch keine Lust habe, dorthin zu fahren. Da ist ja kein Meer. Was soll ich irgendwo, wo kein Meer ist? Also lasse ich es und verlasse den Bahnhof wieder. Anscheinend weiß ich nicht wohin und streune völlig durchnäßt und heimatlos um den Alex herum. Später im Traum streune ich wieder durch Berlin, diesmal aber mit ganz anderem Gefühl. Ich habe eine Freundin, eine junge Frau kennengelernt. Diese trägt über normalen Feinstrumphosen Netzstrumpfhosen, deren Löcher so groß sind, daß es an den Beinen nur noch wie schwarze Paketschnüre aussieht. Etwas abgefahren, aber ich kann sie gut leiden. Mir ist klar, daß sie jünger ist und sich noch in einer anderen Phase befindet, die ich schon hinter mir habe. Arm in Arm schlendern wir nachts durch die Straßen von Berlin, um uns die Lichter der Stadt. Auf einer bogenförmigen Brücke legen wir uns mit dem Rücken mitten auf den Weg und schauen in die Sterne. Es ist ein tolles Gefühl, mit ihr durch Berlin zu spazieren. Das Empfinden von Heimatlosigkeit ist einem Empfinden von Vertrautheit, Entspannung und Abenteuer gewichen. Und ich sage zu ihr: "Es macht richtig Spaß mit dir nachts durch die Stadt zu streifen!"

Beim Aufwachen hatte ich diesen neuen Song, der immer auf einem Fernsehsender gespielt wird, im Kopf:

"Wir sind wie Eisblumen, wir blühen in der Nacht...."

Freitag, 16. Januar 2009

Chinesische Weltanschauung und Religion zum Anfassen

Eine riesige Halle voller Reihen von Regalen, bzw. chinesischen Statuen, Bauwerken usw. Die Regale und Reihen stehen Längsseite neben Längsseite und nur ein kleiner, endlos langer Gang bleibt dazwischen. Auch die Regale sind voll belegt mit chinesischen Artefakten, steinernen Symboliken u.ä. Jemand dirigiert mich durch die Halle und gibt mir Aufgaben, mit denen ich mit Hilfe der hier gesammelten Artefakte die chinesische Weltanschauung und Religion lernen soll. Diese ist sehr bildlich, weshalb sich diese Art zu lernen dafür eignet, aber ungeheuer umfangreich. Die ganze Halle ist wie ein großes Lehrbuch und die Regale dessen Seiten. Ich soll zum Beispiel bestimmte Dinge suchen, gewisse Pfade finden oder irgendeinen Gegenstand wählen, in welchem ich mich verstecke. Außen sind an den Reihen wie in einer Bibliothek Zettel angebracht, auf denen Stichpunkte und Schlagwörter stehen. Beim Umherstreifen in den Gängen finde ich einen etwas größeren Zettel, der die grundlegendste Lehre überhaupt enthält, die, die niemals aus den Augen verloren werden darf. Sie lautet: "Alle Unregelmäßigkeiten sind egal. Es gibt keine Logik."

Eine Träne von Herrn Books

Ich stelle fest, daß das Arbeitszimmer von Herrn Books sich gleich neben dem Zimmer befindet, in welchem ich mich aufhalte. Die Tür steht einen kleinen Spalt offen und ich kann ihn durch den Spalt im Zimmer herumgehen sehen. Ich wage allerdings nicht zu stören oder hineinzugehen, sondern schleiche an der Tür vorbei wieder in mein Zimmer. Dort überlege ich, wie seltsam es doch ist, daß wir die ganze Zeit unsere Blogs lesen und schreiben und gar nicht wissen, wie wenige Schritte wir nur auseinander sind. Jetzt betritt Herr Books mein Zimmer und unterhält sich mit anderen darin. Mich erkennt oder sieht er nicht und ich mache auch nicht auf mich aufmerksam. Sein Gesicht ist nicht zu sehen, da hinter einem Blatt Papier versteckt, von dem er etwas vorliest. Er trägt einen edlen, glänzenden Morgenmantel, der an das viktorianische Zeitalter erinnert. Und da, an einer Stelle auf dem Morgenmantel entdecke ich die Bahn einer Träne, welche den seidigen Stoff vom Hals abwärts bis hinunter zur Taille kreuzte. Nanu?

Sonntag, 11. Januar 2009

Schallpunkte

Hypnagog: Der Schatten einer riesigen Eule fliegt in die Wahrnehmung und löscht alle Bilder, bis nur noch ein tiefes, reines Schwarz bleibt.

Auf einer Straßeninsel. Es wird mir erklärt, ich habe völlig vergessen, wer oder was erklärt, daß sich etwas außerhalb von dieser Insel ein ganz besonderer Punkt befindet. Ich werde aufgefordert, mich auf diesen Punkt zu stellen. Erst zögere ich, aber da der Verkehr nicht sehr stark ist, tue ich es doch. Auf einmal, direkt auf dieser Stelle stehend, höre ich von allen vier Himmelsrichtungen seltsame, sonst nicht wahrzunehmende Klänge an mein Ohr dringen. Diese Töne sind nicht nur mit dem Ohr wahrzunehmen, sondern auch mit dem Körper, da ihre Schwingungen so stark sind. Es ist, als würde das Universum mich umströmen, beängstigend und aufregend zugleich, aber nicht lange zu ertragen. Deshalb verlasse ich den Punkt wieder, als ich es nicht mehr aushalte. Ich bin begeistert und mir wird klar, daß es überall auf der Erde solche Punkte gibt und daß diese aus uralten Zeiten überliefert sind. Allerdings frage ich mich, warum man sich beim Bau der Straße nicht danach gerichtet und direkt die Fahrbahn darüber gebaut hat. Hätte man nur die Straßeninsel ein wenig weiter bis zu diesem Punkt verschoben, könnte man einfach auf diese Insel gehen und wann immer man möchte dem Universum lauschen.

Weiterhin erreicht mich im Traum eine Botschaft, ein klarer Satz, dessen genauen Wortlaut ich aber vergessen habe. Es geht um den Sinn und daß es diesen gibt. Ich glaube, er lautete: "Die Dinge wären nicht das, was sie sind, gäbe es keinen Sinn."

Bemerkung:
Interessant, daß mir ausgerechnet jetzt die Eule durch das Bild fliegt, denn eine Eule kam auch in meinem allerersten Kindheitstraum vor, an den ich mich in meinem Leben erinnere. Damals träumte ich, daß ich nachts auf die Toilette in unserer Wohnung gehen will und daß genau auf dem Toilettendeckel eine fast menschengroße Eule saß. Sie starrte mich an und sagte etwas zu mir, das ich vergessen habe. Später im Traum konnte sie sogar durch Wände gehen oder fliegen. Ich fand das sehr beängstigend, aber meine Eltern amüsierten sich gut.

...

Im Schlaf zieht sich der Geist aus der Welt der Sinne zurück. Karmische Spuren, die gerade von sekundären Ursachen aktiviert werden, besitzen eine Kraft oder Energie, nämlich den karmischen Prana. Wie bei Pferd und Reiter in unserem Vergleich "reitet" der Geist auf dem karmischen Prana zu jenem Energiezentrum im Körper, das der aktivierten karmischen Spur entspricht: Das Bewusstsein richtet sich auf ein bestimmtes Chakra aus....Der karmische Prana ist die Energie des Traums, die Lebenskraft, während der Geist die spezifischen Manifestationen der karmischen Spuren - Farbe und Licht, Emotionen und Bilder - zu einer Geschichte, dem Traum verwebt. Dies ist die Entstehungsgeschichte eines samsarischen Traums....

....Damit haben wir schon die Möglichkeit, unsere Träume anders zu betrachten als bisher: Wir können am Traumgeschehen ablesen, welche Emotion mit dem Traum verbunden ist und welchem Bereich er zuzuordnen ist...

....Letzten Endes möchten wir Geist und Prana im Zentralkanal stabilisieren und verhindern, dass der Geist immer wieder zu den Chakras hingezogen wird. Der Zentralkanal ist die energetische Basis der Rigpa-Erfahrung, und die Praktiken, denen wir uns im Traum-Yoga widmen, haben den Zweck, Geist und Prana in den Zentralkanal zu bringen. Wenn es dazu kommt, sind wir klar, bewusst und präsent. In diesem Zustand zu träumen bedeutet, dass unser Traum von starken Einflüssen der negativen Emotionen frei sein wird. In dieser inneren Ausgewogenheit können sich Träume des Wissens und der Klarheit manifestieren....

...Wenn Sie Ihre Tage geistesabwesend auf den verschlungenen Pfaden des Denkens verbringen, wird es Ihnen im Traum vermutlich nicht anders gehen. Sind Sie aber im Wachzustand präsenter, werden Sie die Präsenz auch im Traum wiederfinden...

...Die Ausrichtung auf dieses Chakra (Anmerk.: Kehlkopfchakra), so sagen die alten Lehren, erzeugt sanfte Träume....Bei diesen Träumen kommt es weniger auf bestimmte Bilder als auf ein Gefühl von Frieden an.

 

Die samsarischen Traum (Bewußtseins-)ebenen:

Bereich                                      primäre Emotion             Chakra

Götter (Devas)                           lustvolle Zerstreuung      Scheitel

Halbgötter (Asuras)                   Neid                                 Kehle

Menschen                                  Eifersucht                        Herz

Tiere                                          Unwissenheit                   Nabel

Hungrige Geister (Pretas)          Gier                                  Sexualorgane

Höllenbewohner                         Hass                                 Fußsohlen

(aus "Übung der Nacht: Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum")

Samstag, 10. Januar 2009

Alte Männer

Bei irgendeinem Besuch oder Treffen hat mich ein alter Mann mit grauen Haaren auf seinen Schoß gezogen und stellt mir nun komische Fragen, in der Art, wie man mit Kindern spricht. Meine linke Hand liegt auf seinem Schwanz unter der Hose. Das ist mir unangenehm und ich würde sie gerne da wegnehmen, das geht aber nicht, weil er mich so fest an sich drückt, daß ich den linken Arm nicht bewegen kann. Es scheint ihn nicht zu stören und langsam bekomme ich den Verdacht, daß er das mit Absicht macht, denn obwohl ich höflich auf seine Fragen antworte, stellt er immer wieder dieselben "Kinderfragen", als würde er überhaupt nicht zuhören. Auch mein Vater, der daneben in seinem Bett liegt, bemerkt, daß mich der alte Mann in Bedrängnis bringt und ruft verärgert: "Na was soll denn das?", doch der alte Mann reagiert nicht darauf. Stattdessen dreht er mein Gesicht zu sich und versucht mich auf den Mund zu küssen. Jetzt wird es mir zu bunt und in einem kurzen Kampf, da er nicht locker läßt, reiße ich mich los und gehe.

Auf einem Foto sehe ich mich als Kind mit blauem Faltenrock und Kniestrümpfen auf einer Wiese sitzen. Dieses Foto kenne ich noch gar nicht! Es öffnet ich jetzt wie in einer Szenerie und mein Bruder geht hinein. Er serviert in einem kreisrunden Pavillion, auf einem kreisrunden Tisch, an dem noch niemand sitzt, Gebäck mit Brombeergelee. Der Tisch hat ca. zehn Gedecke.

Ich gewinne einen Blumentopf, bzw. zwei. Ein Revolverheld überreicht sie mir und hält dabei eine Rede über meine besonderen Verdienste. Ich will einfach nur die großen Blumentöpfe mitnehmen und denke deshalb ungeduldig, ohne wirklich hinzuhören, "Ja, ja, nu mach hinne." Mein Vater ruft mir eine Warnung zu. Will er, daß ich sie nicht nehme? Ich denke nicht dran. Sobald ich die Blumentöpfe habe, entferne ich ein paar Stengel welker Blumen aus einer Vase. Die sind anscheinend von meinem Vater, haben aber eine spezifische Bedeutung, sind nicht einfach nur Blumen. Zu mehr hat es nicht gereicht. Doch auch wenn ich die verwelkten Blumen wegwerfe, trage ich ihm nichts nach, sondern weiß, daß er einfach nicht anders konnte, so wie wir alle manchmal nicht anders können und gefangen in uns sind. Ich werde ab jetzt immer frische Blumen hineinstellen und ich werde es für ihn tun, auch wenn es nicht mehr seine sind.

Donnerstag, 8. Januar 2009

...

Durch den weißen Kanal (bei Männern rechts, bei Frauen links) fließen die Energien der negativen Emotionen. Manchmal wird dieser Kanal auch als der Kanal der Methode bezeichnet. Der rote Kanal ist dagegen die Leitbahn für positive Energien oder Weisheitsenergien. Bei der Traumpraxis schlafen Männer auf der rechten und Frauen auf der linken Seite; so wird auf den weißen Kanal ein wenig Druck ausgeübt, damit er etwas enger wird, während der rote Weisheitskanal sich ein wenig weitet. Das verbessert die Traumerfahrung in Richtung positiverer Emotionen und größerer Klarheit.
Der blaue Zentralkanal ist die Leitbahn der Nondualität. Hier strömt die Energie des ursprünglichen Gewahrseins (Rigpa). Die Traumpraxis überführt Bewusstsein und Prana in den Zentralkanal, wo sie jenseits von negativer und positiver Erfahrung sind. Wenn es dazu kommt, geht dem Praktizierenden die Einheit aller scheinbaren Dualitäten auf. Alle mystischen Erfahrungen - von Glückseligkeit oder Leerheit oder Klarheit oder Rigpa - haben ihre energetische Basis im Zentralkanal.

(aus "Übung der Nacht" von Tenzin Wangyal Rinpoche)

Hm, dann war "Praxis des Traum-Yoga" wohl nur für Frauen geschrieben? Stand aber nicht drin....

Dienstag, 6. Januar 2009

Fledermäuse und Feuerwerk (Dezember)

Ich entdecke eine ganz neue Seite an meiner alten Wohnung. Im Traum sieht sie anders aus als meine reale Wohnung, soll diese aber wohl darstellen. Vielleicht sehe ich sie ja auch einfach nur mit falschen Augen, denn sie ist relativ großzügig und die Wände hängen voller Bilder (anders als in real). Ich entdecke das Otto-Müller-Bild, welches schon im Wohnzimmer meiner Eltern hing, auch die Tänzerin von Degas aus meinem Kinderzimmer, sowie Unmengen älterer und neuerer Bilder und Gemälde, die die Wände regelrecht pflastern. Wenn mein Blick so über die Wände wandert, denke ich bei mir, daß es doch eigentlich zu viel sein und sehr unruhig wirken müßte, aber irgendwie machen die Bilder den Anschein, als hätten sie ganz genau den richtigen Platz gefunden, wie in einem großen Puzzle. (Unter ihnen auch ein "lebendes Bild", ein Flat-TV an der Wand, das ich in Wirklichkeit nicht habe.) Allerdings hängen sie hier und dort ein wenig schief. Ich starte eine große Aufräum- und Reinigungsaktion des "Bilderzimmers", deren letze Handlung es ist, die Bilder gerade hinzuhängen. Leider werde ich mit letzterem nicht ganz fertig oder habe keine Lust mehr. Trotzdem spüre ich Zug um Zug eine neue Behaglichkeit in mir aufsteigen. Hier wird es noch richtig gemütlich! Warum komme ich eigentlich erst jetzt auf diese Idee? Erstaunlich, wieviel Behaglichkeit man aus dieser Wohnung doch noch herausholen kann, wenn man nur ein paar Kleinigkeiten ändert.

Die anderen Teile der Wohnung gehen da und dort in einen Nachthimmel über oder sind die Fenster so groß? Ich schaue jedenfalls hinaus. Raketen steigen in die Luft und glitzern am Himmel wie farbige Sterne. Doch was ist das? Die Sterne werden von Schatten verdeckt, die unter ihnen entlangziehen. Jetzt erkenne ich es. Es sind endlose Schwärme von Fledermäusen. Ihre nächtliche Karawane reißt nicht ab. Wohin fliegen sie? Was haben sie vor? Was ist ihr Ziel?Ich wußte bisher gar nicht, daß solche Massen von Fledermäusen in meiner Nähe wohnen. Irgendwie freut mich das, denn das kann doch nur ein gutes Zeichen sein.

Bemerkung: Welche Bilder muß ich "gerade rücken"?

Der Himmel mit Fledermäusen und Feuerwerk erinnerte mich beim Aufwachen spontan an "Buntschatten und Fledermäuse", der Titel eines Buches, ebenfalls von einem Autisten geschrieben, das noch auf meiner Leseliste steht.

Seltsamerweise haben Fledermäuse in der allgemeinen und volkstümlichen Traumdeutung eher negative Bedeutung, wie ich gerade herausfand. Ich jedoch denke bei ihnen zuerst an Wahrnehmung und ökologisches Gleichgewicht, weshalb ich im Traum erfreut war. Und in China gelten sie als Symbol für Glück und langes Leben. Aber in China ist ja eh immer alles verkehrt herum. Das hier würde mir aber auch gefallen:
"Wem nächtens unzählige Fledermäuse durch den Schlaf fliegen, dessen Finanzen geraten nun anscheinend in den Aufwind, und der Betreffende braucht sich wahrscheinlich zumindest übers Materielle keine Sorgen mehr zu machen."
(aus "Tierboten" von Angela Kämper)

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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