Mein Arbeitsplatz ist mitten auf einer vielbefahrenen Kreuzung. Dort sitze ich am Rande auf der Fahrbahn, mit dem Rücken zu den Autos, welche aus der Kurve an mir vorbei preschen. Das finde ich äußerst lästig, da ich mich kaum konzentrieren kann und ständig unbewußt fürchte, daß ich umgefahren werden könnte. Ich versuche deshalb einen Platz an der Kreuzung zu finden, wo der Verkehr etwas beruhigter ist, allerdings nimmt es sich an keiner Stelle etwas. Während ich noch an einen anderen Platz umziehe, treffe ich Kollegin K.H., welche gerade Mittagspause macht und mich fragt, ob ich mit in die Sauna komme. In die Sauna? Hm.... Plötzlich halte ich vor mir eine Gehhilfe in den Händen. Damit kann ich unmöglich in die Sauna gehen, dieses Gestell paßt da wahrscheinlich gar nicht rein. Also schüttel ich den Kopf und gehe statt dessen in eine etwas abseits gelegene Bäckerei. Dort esse ich gleich erstmal zwei Stück Plunder mit Fruchtfüllung und Zuckerguß, die da so herumstehen, habe aber noch nicht genug. Soll ich wirklich noch ein drittes Stück essen? Das ist ja irgendwie ziemlich verfressen, aber egal. Das dritte Stück muß ich bei der Verkäuferin bestellen, da davon nicht mehr viel da ist. Vor mir steht ein Schwarzer, der ebenfalls Plunder essen will. Bei mir wird es schon knapp, es reicht gerade noch so für ein etwas kleineres Stück, mit dem ich mich an eine Sitztheke verziehe. Danach gehe ich eine Strecke, die hinter den Hof und Spielplatz meiner Kindheit vorbeiführt. Das Gemeindehaus ist ein richtiger Turm mit kleinen Fenstern und an der Seite stehen Altbauten. Mit einem Blick auf die oberen Etagen denke ich, daß man hier doch eigentlich auch ganz gut wohnen kann und sicherlich einen weiten Blick hat. Oder gehören die Räumlichkeiten zum Rathaus? Während ich noch interessiert schaue, bin ich in eine Sackgasse hinein gelaufen, welche an einem großen, geschlossenen Betriebstor endet. Hier beginnt das Betriebsgelände einer Firma namens Skydive oder Skydrive, da habe ich keinen Zutritt. Schnell gehe ich das Stück Weg zurück und laufe nun die normale Straße bis um die Ecke herum. Hier prüfe ich, ob die Häuser am Hof zum Rathaus gehören, aber nein, das Rathaus sehe ich erst eine Straßenecke weiter.
Träume von Essen und Trinken - Montag, 5. Januar 2009, 17:17
Für das höhere Selbst gestaltet sich der Versuch, mit dem normalen Wachbewußtsein zu kommunizieren, ebenfalls sehr schwierig. Es ist etwa so, als würde Einstein versuchen, einem Fünfjährigen die Prinzipien der Nuklearphysik zu erläutern.....Das Ego wird möglicherweise tief in die Trickkiste greifen. Wenn Sie ernsthaft versuchen, es aus Ihren Träumen zu verbannen, fängt es vielleicht an, Ihre Träume zu manipulieren und seine eigene Tagesordnung in Ihr Unbewußtes zu projezieren....
Nicht jeder Traum muß genau identifiziert werden, doch oft ist es wirklich wichtig, den Unterschied zwischen einem intensiven, jedoch vom Ego gesteuerten Traum und einem vom Göttlichen beeinflußten Traum zu erkennen....
Doch je mehr Sie versuchen zu verstehen, bevor Sie erfahren haben, um so seltener werden Sie echte Erfahrungen machen. Es funktioniert nur, wenn Sie zuerst erfahren und dann später versuchen, sich die Dinge zu erklären, und selbst dann sind die Erklärungen meistens nicht sehr brauchbar....
Beim Traum-Yoga wird empfohlen, auf der linken Seite zu schlafen (mit einem angezogenem Bein, um den Bauch zu entspannen), das rechte Nasenloch mit dem linken Handrücken zu verschließen und die ganze Nacht durch das linke Nasenloch zu atmen, um zu erreichen, daß nur der spirituelle Energiestrom aktiv ist und den physischen Körper sowie die verschiedenen geistigen Ebenen regeneriert. Diese Schlafposition beeinflußt auch die Trauminhalte.
(aus "Praxis des Traum-Yoga" von Swami Sivananda Radha)
Zitate und Tips - Samstag, 3. Januar 2009, 22:31
Es ist erst Mai und ich liege bereits auf einer grünen Wiese an einem See und genieße die Sonne. Dabei denke ich, super, das wird dieses Jahr ein richtig langer Sommer.
Ein Symbol auf einem Schild erscheint vor meinem Fenster. Mich wundert, daß das Schild bis in den vierten Stock hineinreicht. Es ist rechteckig, mit hellgrauem Untergrund und einem waagerechten weißen Strich darauf. Es wurde neben einem kleinen Teich aufgestellt und bedeutet wahrscheinlich auch "Wasser", vermute ich.
Alle Geschwister meines Vaters bei mir zu Hause oder bei Mutter. Tante R. hat sogar einen Schlüssel. Ich trage schwarz.
Kurzträume und Fragmente - Samstag, 3. Januar 2009, 12:34
Hypnagog: Ein alter Mann mit langem grauen Bart und schwarzen, leeren Augenhöhlen.
Im Traum mache ich mich an die Vermessung der Träume, indem ich die Bilder wie in einer Art Rahmen sehe und als äußeres Ich diese Bilder mit einem Lineal nachmesse. Dabei habe ich alle Dimensionen zur Verfügung, ich kann also nicht nur horizontal oder vertikal messen, sondern auch innerhalb der Traumbilder alles messen, bzw. in die Tiefe der Träume der gehen. Seltsamerweise kommt beim Messen immer die Zahl Sieben heraus, was mich etwas verwundert. Hinter dem Rahmen der Bilder bildet sich nun ein zweiter Rahmen. Der Traum ändert sich dahingehend, daß der erste gesichtete Rahmen, mir als der Rahmen einer neuartigen Computersoftware bewußt wird. Diese Software installiert sich unten in der Taskleiste und zeigt in diesem Rahmen mit Hilfe einer Webcam alles an, was man selbst sieht, allerdings gereinigt von allen Vorstellungen und subjektiven Eindrücken. Also besser gesagt zeigt die Software, was man nicht sieht, wenn man irgendwo hinschaut, nennt sich aber "Was man sieht". Irgendwie finde ich diese Software ziemlich cool.
Auch in den späteren Träumen kommt die Zahl Sieben immer wieder vor. In einem entscheide ich spontan, wieder zum Kunstunterricht bei meinem früheren Kunstlehrer zu gehen. Dazu muß ich einfach den Ort wiederfinden, indem ich in Prenzlauer Berg eine bestimmte Straße hinunterlaufe. Dort suche ich sowohl den Kunstunterricht, als auch einen Laden, in dem ich sieben Jahre nicht mehr war. Die Schule findet sich schnell (wobei der Ort mehr an den Zeichenzirkel erinnert, mit dem mein Kunstlehrer nichts zu tun hatte) und ich setze mich einfach so zu den anderen hinein, als wäre nichts gewesen. Mein Kunstlehrer kommt, schaut über seine Brille und obwohl er nichts sagt und ebenso tut, als wäre nichts gewesen und als hätte nie eine Unterbrechung stattgefunden, spüre ich, daß er sich freut. Ich fühle mich willkommen und geschätzt. Mein Blick fällt auf meine nackten Unterarme, die von blonden feinen Härchen übersät sind und zwischen ihnen ein Heft, in welchem ich bereits irgendwelche Mitschriften gemacht habe. Es macht Spaß wieder zu lernen. Eine kribbelnde vorfreudige Spannung macht sich in mir breit.
Sieben (Zahl)
Assoziation:
- In die Form gebrachte Energie; Wachstumszyklen; Disziplin.
Fragestellung:
- Was bin ich zu lernen bereit?
Allgemein:
Die Sieben war im Altertum eine heilige Zahl und nach uralter Geheimlehre hat die Zahl höchste magische Gewalt. Sie war ein Symbol für den Kosmos, der von sieben Planeten, nämlich Sonne, Mond, Saturn, Jupiter, Mars ,Venus und Merkur beherrscht wurde. Die Sieben hat auch eine dynamische Bedeutung. Die Woche hat sieben Tage, der Mondzyklus besteht aus viermal sieben Tagen, der Regenbogen zeigt sieben Farben. In der Esoterik wird die Symbolbedeutung der Sieben damit erklärt, daß sie sich aus der Zahl Drei, dem Bild für schöpferische Geisteskraft und der Vier, dem Ganzheitssymbol zusammensetzt. Im Traum steht die Sieben meist als Bild für eine Veränderung, eine Persönlichkeitswandlung des Träumenden. Sie symbolisiert die Vollendung einer Arbeit (der siebte Tag der Schöpfung!), aber sie kann ebenso auf die wunderbare Wandlung des eigenen Ich hinweisen. Die Zahl gibt manchmal auch den Hinweis, man möge seine "sieben Sachen", sein Besitz, besser zusammenhalten. Hier und da macht das Unbewußte ebenso darauf aufmerksam, daß die Woche nur sieben Tage hat, übersetzt: Man sollte stets die Zeit nützen und jede Woche sich wenigstens einen Ruhetag gönnen.
Volkstümlich:
(ind. ) : - Glück. (Siehe auch "Zahlen")
Schulträume - Freitag, 2. Januar 2009, 12:23
Eine petrolblaue Spinne hängt an einem Faden von meiner Nasenspitze herunter und krabbelt nach oben. Wahrscheinlich ist ihr Ziel mein Nasenloch. Ich eile deshalb zu einer Arzthelferin, damit sie mir die Spinne abnehmen kann, bevor sie es erreicht hat. Das tut diese vorsichtig mit einer Pinzette und dann schreibt sie einen lateinischen Namen auf, irgendetwas mit U.... beginnend. Das ist wohl der Name der Spinne.
Mein Bruder, ich und viele Bücher
Eine ehemalige Kollegin vom alten Arbeitsplatz (D.B.) mit der ich bei irgendeinem großangelegtem Rätselspiel mit Schnitzeljagd mitmache.
Ein ganz wundervoller großer Schrank, der in meinem Dienstgebäude steht. Er ist bunt wie der Regenbogen und über und über mit leuchtenden Intarsien und Schnitzereien verziert. Vielfarbige Schmetterlinge, Papageien, Pflanzen und Ranken gehen ineinander über. Links trägt er drei kleine rechteckige Spiegel. Was für ein phantasievoller, schöner Anblick. Ich will diesen Schrank fotografieren, doch als ich dies später tue, stelle ich fest, daß ein Großteil des farbigen Lebens verschwunden ist. Nur noch ein kleiner Teil an der linken Seite "blüht". Der Rest wurde zerstört und grau überstrichen. Was für eine Schande! Die Leute aus meinem Büro und mein Arbeitgeber machen auch vor gar nichts Halt!
Bemerkung: Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß dieser bunte Schrank ich bin.
Kurzträume und Fragmente - Donnerstag, 1. Januar 2009, 11:23
Auf einer Urlaubsreise außerhalb von Berlin in einem sehr preiswertem Hotel, welches wie früher zu DDR-Zeiten eingerichtet ist. Alles ist dort etwas billiger, schäbiger und etwas kaputter. Zur Begrüßung gibt es keinen Sekt, sondern ein anderes Getränk, das mit S... beginnt. Es erinnert an Apfelmost. Das Zimmer ist eine Art Schlafsaal wie in einer Jugendherberge. Der Schlafssaal ist unterteilt in den eigentlichen großen Saal und einen Vorraum, in welchem ich schlafe. Unter der Liege an der Wand finde ich einen Lichtschalter, für den Fall, daß ich nachts raus muß. Wir wohnen dort mit Halbpension und meine Mutter schmiert ständig dicke Salamibrote für alle (ungarische Salami?). Ein Mann klettert auf die Heizung und fast aus dem Fenster hinaus, um einen der großen Plattenbau-Fensterflügel zu reparieren, der irgendwie klemmt oder nicht richtig schließt. Ich kann gar nicht hinschauen, da ich denke, er stürzt gleich raus.
Bemerkung: Gestern sah ich auf arte einen Beitrag über ein Hotel in Berlin, das in einem alten Plattenbau eingerichtet und vollständig mit Dingen wie zu Ostzeiten ausgestattet ist.
Träume von Urlaub und Reisen - Mittwoch, 31. Dezember 2008, 11:09
Herr N. sagt zu mir, daß er gerne etwas hätte und sich wünscht. Ich beschwichtige ihn, indem ich sage, daß es damit schon noch klappen wird. Doch nun suche ich selbst etwas. Ich suche zuerst in meiner Erinnerung nach einem Gedicht, welches ich vor langer Zeit einmal auswendig gelernt habe. Es ist nicht nur ein Gedicht, sondern eine Art gereimte Formel, eine Schatzkarte, die mich irgendwo hinführen kann. Leider will mir nicht ein einziger Reim mehr einfallen, dabei müßte doch das alles irgendwo noch in meinem Gehirn sein. Aber so viel ich auch in meiner Erinnerung krame, ich kriege es einfach nicht mehr zusammen. Deshalb suche ich jetzt nach dem Zettel, auf dem dieses Gedicht stand. Er muß doch noch irgendwo hängen oder liegen. Aber auch diese Suche ist umsonst. Eine Frau kommt mir zu Hilfe, die dieses Gedicht im Hintergrund aufsagt, was mir nicht viel nützt, da es zu lang ist, um sich das alles zu merken, selbst wenn man es einmal auswendig wußte. Das Gedicht geht ungefähr so:
Zehn Schritte zu den Buchen
dort sollst du nicht suchen
Kehr die Nase nach Osten
folge den laufenden Pfosten usw.
aber alles noch sehr viel länger. Ärgerlich, daß es mir nicht mehr einfallen will, denn genau jetzt bräuchte ich es.
Der gesamte Traum spielt an wechselnden Orten, aber hauptsächlich in den Parks von Babelsberg. Einmal treffe ich in einem Park einen majestätischen, männlichen Löwen, der hinter einem Felsen sitzt. Eigentlich müßte ich die Wiese überqueren, aber ich denke mir, ich bin doch nicht lebensmüde, jetzt da entlangzugehen, wenn der Löwe dort frei herumstreift. Schließlich versuche ich es doch, als der Löwe abgelenkt ist, und schleiche mich hinter seinem Rücken über die Wiese.
- Dienstag, 30. Dezember 2008, 11:43
Mit meiner Mutter im Krankenhaus, wo wir Vater besuchen wollen, allerdings nur kurz, da wir danach gleich weiter zur Hausverwaltung wegen einer Wohnung für mich müssen. Ich bleibe in einem Besuchszimmer sitzen und begrüße dort einige Leute. Mein Vater kommt mit meiner Mutter im Rollstuhl hereingefahren. Er ist kaum noch als die Person zu erkennen, die er war, denn er hat kein einziges Haar mehr auf dem Kopf, sein Gesicht ist völlig vernarbt, das rechte Auge fehlt unter den Narben, das linke schaut sehr klein, aber lebhaft goldgrün glänzend umher. Auch der rechte Arm fehlt, so daß ich bei der Begrüßung die linke Hand nehme. Er muß wohl mein erschrecktes Gesicht gesehen haben, denn er sagt sehr klar und deutlich: "Mir geht es gut, Susanne!" Etwas, was ich kaum glauben kann, doch wenn man ihn beobachtet, wirkt es tatsächlich so. Zumindest mit dem einen Auge sieht er alles, er kann deutlich sprechen und scheint recht guter Dinge zu sein. Er beugt jetzt sein Gesicht nach unten und starrt ohne Unterbrechung auf eine Stelle unter den Tisch. Eine Krankenschwester bemerkt das und fragt: "Was sieht er denn da?" Genaueres Nachschauen klärt die Sache. Unter dem Tisch liegt eine eingewickelte Praline, die er entdeckt hat. Die Schwester sagt lachend: "Er darf sich gerne langmachen und die essen." Ich habe das Gefühl, daß er irgendwie verändert ist, nicht nur im Äußeren, sondern auch im Inneren und letztere mag sogar positiv sein.
Träume von Krankheit und Heilung - Montag, 29. Dezember 2008, 10:37
Meine Mutter arbeitet im Traum noch in ihrem Verlag und nimmt mich, wie sie es in meiner Kindheit oft getan hat, mit zur Arbeit. Es findet eine Verlagsbesprechung statt, denn nicht nur das Redaktionsteam, sondern noch viel mehr Leute haben sich im Zimmer versammelt. Ich sitze mitten drin und werfe auch immer wieder ein paar Bemerkungen ein, obwohl ich gar nicht gefragt bin, aber anscheinend stört es niemanden. Doch eigentlich interessiert mich die Besprechung nicht besonders und ich höre nur mit halbem Ohr zu, da mich viel mehr die Bücher interessieren, die rund um die Schreibtische in niedrigen Regalen stehen. Aufmerksam studiere ich deren Buchrücken. Die Besprechung ist nun vorbei und beim Aufstehen fällt mein Blick auf eine Garderobe auf der ein Riemen mit einer Grubenlampe liegt. Diese Grubenlampe gehört zur Arbeitsausstattung der Verlagsmitarbeiter, allerdings fällt mir auf, daß meine Mutter keine hat. Diese auf der Garderobe gehört ihrem Kollegen im Zimmer. Warum man für die Verlagsarbeit Grubenlampen braucht, ist mir schleierhaft. Als ich den Flur betrete, kommt mir eine durchsichtige, kopflose Gestalt entgegen. Ich realisiere sofort - das muß ein Geist sein! Schnell verstecke ich mich hinter der Tür, doch der Geist hat mich gesehen und betritt das Zimmer. Nun hat er wieder ein Gesicht, in fürchterliches, schaut mich direkt an und erteilt mir irgendeinen Auftrag oder eine Aufgabe. Was das für eine war, habe ich jedoch vergessen, da ich im Traum trotzig dachte, ich laß mich doch nicht von so einem Verlags-Geist erpressen!
Berufsträume - Sonntag, 28. Dezember 2008, 11:43
Eine ehemalige Schulkameradin, K.Th., die ziemlich alt aussieht, flüstert mir etwas ins Ohr. Es ist ein Geheimnis, das sie gehört hat. Ich muß mehrmals nachfragen, bevor ich es verstehe, da es ringsum so laut ist. Sie sagt, daß man mich als Journalistin auf der Strecke zwischen Pankow und Schönefeld einsetzen will. Potz Blitz! Wer kommt denn auf solchen Schnack? Ich bin gar kein Journalist und habe nicht den leisesten Schimmer, was ich als solcher auf dieser Strecke machen soll. Die Sache beschäftigt mich gedanklich so sehr, daß ich mich von einem Moment zum anderen in Köpenick befinde. Das muß irgendwo auf der Strecke sein. Soll ich jetzt bis nach Schönefeld wandern? Dürfte ein wenig weit sein. Zufällig ist mein Kumpel mit und dieser zeigt mir jetzt einen Eck-Laden, in welchem es etwas geben soll, das es woanders nicht gibt. Wir gehen hinein und stöbern in den Regalen. Eigentlich sehe ich hier nur Gemüse, Obst und Süßigkeiten herumliegen. Was ist denn nun das Besondere? Er reicht mir eine Art gerollter Praline aus Rotkohl, von der ich abbeißen soll. Das tue ich auch. Hm, na ja, was daran so toll sein soll...
Mein Kumpel bezahlt schon Rotkohlpralinen, einige haarige Bohnen und Bananen, die er mit in meinen Einkaufswagen wirft und sagt, er wartet draußen. An der Kasse steht eine auffallend gutaussehende junge Frau mit langen blonden Haaren. Eilig versuche ich das Zeug von meinem Kumpel aus dem Einkaufswagen auszusortieren und erkläre ihr, daß dieses schon von meinem "Kollegen", der gerade hinausgegangen ist, bezahlt wurde. Sie nickt und verschwindet, während ich noch sortiere. Eine ganze Weile warte ich, daß sie wiederkommt. Neben mir stehen inzwischen zwei bärige Glatzenmänner, welche mir immer mehr auf die Pelle rücken und immer dichter neben mir sind. Erst denke ich mir nichts dabei, wahrscheinlich ist es voll im Laden, doch als sie mich dann so gegen die Wand gedrängt haben, daß ich zwischen ihnen und der Wand regelrecht eingekeilt bin, wird mir klar, daß die Typen anscheinend zum Laden gehören und mich hinausekeln wollen. Der Grund ist mir ein Rätsel und ich habe ja auch die Sachen noch gar nicht bezahlt. Ich fange jetzt an zu diskutieren, doch sie machen mir unmißverständlich klar, daß ich hier nicht erwünscht bin. Also lasse ich alles stehen und liegen und verlasse den Laden. So nötig brauche ich das Zeug daraus auch nicht, daß es sich lohnt, sich dafür zu prügeln.
Mein Kumpel ist verschwunden. Ich gehe zu einer Straßenbahnhaltestelle in der Nähe, wo sein Auto steht. Vielleicht wartet er da auf mich, er läßt sich allerdings nicht blicken. Es muß vom Wagen aus aber einen Ausgang in eine Art unterirdischen Bunker geben, denn ich bemerke, daß ich von einem Glasschlitz aus, der sich neben dem Wagen im Gehsteig befindet, beobachtet werde. Ich tue so, als sei mir nichts aufgefallen, vielleicht will er mich ja erschrecken oder heckt irgendeinen Spaß aus. Ich stehe weiter auf der Straßenbahnhaltestelle und schaue auf die Uhr. Es ist zehn Minuten vor Zwölf, aber merkwürdig dunkel, so als würde es gleich einen unglaublichen Wolkenbruch oder Schneeeinfall geben.
Träume von Urlaub und Reisen - Samstag, 27. Dezember 2008, 11:28
Ich erfahre, daß A. einen Betreuer hat, da ein Kollege seine Akte führt. Sein Nachname ist jedoch "Durchgeführt", trotzdem bin im Traum völlig sicher, daß er es ist. Erst denke ich mir nicht viel dabei, schließlich haben meine Klienten fast alle Betreuer, doch dann fällt mir ein, daß einen Betreuer eigentlich nur Leute mit wirklich schweren Handikaps haben. Hatte er vielleicht einen Unfall? Hatte er schon immer eine Macke, die ich nie bemerkt habe? Hat er Probleme mit seiner Vergangenheit als politischer Häftling? Ist das der Grund, daß er nicht mehr in meinen Träumen auftaucht? Ich sollte unbedingt einmal in seine Akte hineinschauen.
Kollege Herr K. bittet mich, für eine Stunde seine Anrufe an meinem Telefon entgegenzunehmen, da er gerne schlafen möchte.
Träume von A. - Freitag, 26. Dezember 2008, 11:15
Leere weitläufige Arbeitsräume, in welchen da und dort Liegen stehen, auf denen Menschen geheilt werden. Anscheinend passiert das durch mich in Verbindung mit Kollegen, die sich ebenfalls in den Räumen befinden. Wir machen dazu irgendwie nichts anderes, als neben den Liegen zu sitzen. Während einer Pause stehe ich am Fenster und schaue hinaus. Auf einmal preßt sich ein männlicher Körper drängend gegen meinen Rücken und mein Becken, umfaßt mit kräftigen Händen meinen Hals. Ich spüre erregten Atem in meinem Nacken und das harte Glied an meinen Schenkeln. Eigentlich erwarte ich den üblichen schnellen "Traumsex", wobei ich mir voll bewußt bin, daß dies ein Traum ist, deshalb überrascht es mich einigermaßen, als der Fremde unverhofft zärtlich wird. Mit seinen Händen zaust er meine Haare, berührt und streichelt Nacken und Hals, biegt in sanft nach hinten und küßt ihn. Dies tut er mit einer Ausdauer, leidenschaftlich und gleichzeitig so liebevoll, daß ich mich frage, ob der Fremde hinter mir vielleicht kein Fremder ist, sondern jemand, den ich kenne. Allerdings kann ich nicht lange darüber nachdenken, da die bestimmte Sanftheit seiner Hände so unglaubliche Lustgefühle in mir auslöst, daß ich mich nur noch kurz darüber wundern kann, bevor mir jegliche Fähigkeit zu Denken abhanden kommt. Ein Großteil der erotischen Begegnung spielt sich sozusagen die Schultern und den Hals aufwärts statt und dies mit einer Intensität, die mich erstaunt und wie ich sie noch nie erlebt habe. Seine Hände sind sensationell, egal wo sie sich befinden, ob sie nun Nacken und Hals streicheln oder die Innenseiten meiner Oberschenkel. Ich kann nicht genug von ihnen bekommen, möchte ihn jetzt aber auch in mir spüren. Es kommt zu einer heftigen Vereinigung im Stehen, danach bleibt er weiter hinter mir und wandert mit den Händen über meinen Körper. Jetzt werde ich allerdings neugierig und möchte wissen, wer er ist. Doch jedesmal, wenn ich versuche, mich umzudrehen, hält er mich so fest, daß dies nicht möglich ist, bzw. wenn es mir doch gelingt, einen Blick hinter mich zu werfen, ist er auf der Stelle verschwunden. Sobald ich wieder nach vorne schaue, ist er erneut dicht hinter meinem Rücken. Irgendwann, als es mir gelingt, mich richtig im gesamten Raum umzuschauen, sehe ich zwar jede Menge Männer durch das Zimmer gehen, aber alle wirken völlig teilnahmslos und uninteressiert. Meine prüfenden und musternden Blicke scheinen sie zu verwundern und sie ziehen mürrische Gesichter. Von denen kann es wohl niemand gewesen sein. Da ich mehr von seinen Händen möchte, stelle ich mich nun wieder demonstrativ mit dem Rücken zum Zimmer. Dies versuche ich mehrmals, doch bedauernd muss ich feststellen, der Mann, der hinter mir stand, ist und bleibt verschwunden, ohne dass ich weiß, wer er war.
Bemerkung: Das erinnert mich irgendwie an ein Märchen aus meiner Kindheit. Ich glaube, es hieß „Lebenswasser“ und wenn man dieses Wasser holte, durfte man sich nicht umschauen, egal was hinter einem passiert. Scheint so, als hätte ich aus den Märchen nichts gelernt.
Beziehungsträume - Donnerstag, 25. Dezember 2008, 20:28
Ein kurzes
Manuskript vom Katholikentag 2004, beim Stöbern gefunden (.doc-Datei).
Zitate und Tips - Donnerstag, 25. Dezember 2008, 20:24
Ich erwache in meinem Bett und schaue zum Fenster, welches besonders groß ist und fast die gesamte Wand einnimmt. Es sind keine Vorhänge davor, sondern der schwache Schein einer straßenbeleuchteten Nacht fällt herein. Vor dem Fenster bemerke ich einen fremden Mann, der einige Blätter Papier in der Hand hält und interessiert darin liest. Das sind meine geschriebenen Texte. Erschreckt versuche ich mich zu bewegen, doch da ich noch in der Schlafstarre bin, gelingen mir nur ein paar ungeschickte Drehungen und Schlenker, die dem Mann jedoch anzeigen müßten, daß ich dabei bin, zu erwachen. Trotzdem kümmmert er sich gar nicht darum, sondern ist völlig in den Text vertieft. Anscheinend interessiere ich ihn nicht, sondern nur, was ich geschrieben habe, obwohl er meine hilflose Lage leicht ausnutzen könnte. Das ist beruhigend zu wissen, trotzdem mag ich es nicht, wenn fremde Leute einfach in meine Wohnung eindringen und ungefragt in meinen Sachen herumschnüffeln. Ich verhalte mich jetzt ruhig und warte, bis ich völlig wach bin, wobei ich jedoch wieder eingeschlafen sein muß. Denn als ich erneut aufwache, fällt kaltes Tageslicht durch das Fenster und der Mann ist verschwunden. Während ich wacher werde, bemerke ich schneebedeckte Dächer und dicke Schneeflocken, die in der Luft wirbeln. Oh! Es ist Weihnachtsmorgen und es schneit auch noch! Wie passend! Und ich erwache wirklich, völlig ohne Schnee.
Aufwachträume - Mittwoch, 24. Dezember 2008, 20:32
Wie meist in meinen Träumen ein Balkon, der von einer sandigen Erhebung über einen kleinen Abhang in eine weite Landschaft übergeht. Auf der Erhebung sind vier Pappeln enorm in die Höhe gewachsen. Die Stämme sind schon so dick, daß sie mir den Blick auf die Aussicht verstellen und wenn ich nach oben schaue, kann ich noch nicht einmal die Kronen der Bäume erkennen, so groß sind sie. Eigentlich mag ich die Pappeln ja, aber ein wenig Sonne und ein schöner Ausblick wären auch nicht schlecht, zumal ich mir hinter den vier Baumstämmen ein wenig wie hinter Gitterstäben vorkomme. Ich beschließe also, daß ich zumindest auf der schattigen Seite ein oder zwei Bäume wegnehme. Während ich noch überlege, wie ich das anstellen soll, sind sie schon verschwunden und mein Blick fällt auf die Landschaft vor mir. Mein Gott, ist das schön! Ein weiter Himmel liegt über fernen, glitzernden Bergen. Berge! Ich wußte bisher noch gar nicht, daß ich Berge in meiner Nähe habe! Gut, bei genauerer Betrachtung scheinen es mehr Hügel zu sein. Trotzdem werde ich von ihnen angelockt und steige von der Balkonerhebung in die Landschaft hinunter, gehe immer auf den größten von ihnen zu. Er ist viel kleiner als ich dachte, aber dafür auch viel näher. Bevor ich ihn allerdings besteigen kann, versperrt mir ein breites Fließ glasklaren Wassers den Weg. Das Fließ ist überhaupt nicht tief, das Wasser gerade einmal knöchelhoch und so klar, daß man die vielfältigen bunten Steine auf dem Grund sehen kann. Es wäre kein Problem hindurchzuwaten, vielleicht ein wenig kalt. Aber möchte ich mir wirklich die Füße naß machen? Lieber nicht.
Gartenträume (Erde) - Dienstag, 16. Dezember 2008, 20:31
Mir ist, als träumte ich im Traum selbst den Traum einer Fremden. Der Traum im Traum, doch das Traum-Ich des "inneren Traumes" scheint eine völlig andere Person zu sein, was sowohl durch die Umgebung als auch durch die handelnden Personen bewußt wird. Meine Mutter hat zum Beispiel keine Ähnlichkeit mit meiner wirklichen und im Traum leben ich in einem winzigen Ort mit Einfamilienhäusern, der nicht einmal befestigte Wege hat. Ich bin in einem Alter, in dem man sich entscheiden muß, welchem Beruf man später nachgehen will, allerdings scheine ich auch eine leichte Behinderung zu haben. Meine Mutter betreibt nun zufällig eine Werkstatt für Behinderte und will oder erwartet von mir, daß ich dort einen Job übernehme und eventuell sogar später ihre Position. Ich glaube, sie denkt, daß ich zu etwas anderem nicht in der Lage bin und dies der einfachste Weg für mich ist. Sie meint es nur gut und will mir Kämpfe ersparen. Bei ihr in der Werkstatt wäre ich am besten aufgehoben, doch ich versuche ihr klar zu machen, daß ich mir genau dies überhaupt nicht vorstellen kann. Ich möchte hinaus und einem richtigen Beruf nachgehen, so wie alle anderen auch. Ich möchte Herausforderung, auch auf die Gefahr hin, es schwerer zu haben als "Normale" oder sogar zu scheitern. Irgendwann habe ich sie überzeugt. Sie ist besorgt, sieht aber ein, daß sie mich nicht in eine von ihr vorgesehene Laufbahn zwingen kann, auch wenn es nur zu meinem Schutz wäre. Später holpere ich mit einem Wagen über die unbefestigten Wege des Dorfes. Einen Wagen braucht man dort, denn anders kann man sich nicht von Ort zu Ort bewegen, da alles so weitläufig ist. Der Weg gabelt sich, wobei eine Gabel schräg aufsteigt, die andere flach weiterläuft. Ich holpere den aufsteigenden Weg hinauf, das Auto springt gefährlich hin und her. Ein relativ steiler Abhang zwischen beiden Wegen, mit Bäumen bewachsen. Plötzlich springt der Wagen so unglücklich in die Höhe, daß er zu Seite kippt und sich den Abhang hinunter überschlägt. Dies bekomme ich jedoch nicht mehr im Auto sitzend mit, sondern das Überschlagen sehe ich von außen, als würde ich auf dem unteren Weg stehen und hinaufblicken.
Träume in der Vergangenheit - Montag, 15. Dezember 2008, 18:06