Der Kompromiss oder das Boot vor der Tür

Ich betrete den hinteren Flur der früheren elterlichen Wohnung. Meine Mutter hat in einer großen Aktion die blauen Kommoden und Schränke, die dort vorher standen, hinausgeworfen und alles in Weiß neu eingerichtet, bzw. gestrichen. Ein wenig bedaure ich dies, den die blauen Möbel gefielen mir sehr gut, aber der neu eingerichtete und renovierte Flur sieht ebenfalls sehr schön aus. Während ich mich genauer umschaue, wundere ich mich darüber, daß der Spiegel eines älteren Hängeschranks und der eines neuen Hängeschranks, die ohne Zwischenraum nebeneinander hängen, ganz genau dieselbe Höhe haben, obwohl der alte Schrank ja nur überstrichen worden ist. Dann fällt mir die unsaubere Kante am zweiten Spiegel auf. Jemand hat den Spiegel anscheinend geschnitten und ungeschickt in einer unegalen Blechkante eingefasst. Deshalb also. Allerdings fällt es wirklich nur auf, wenn man direkt auf die Kante schaut.
Von einer Tür, die vom Wintergarten abgeht und die es in real nicht gibt, gelangt man im Traum auf eine breite Brücke ohne Geländer, die zum nächsten Haus führt. Meine Mutter hat ein altes Ruderboot grün gestrichen, es mit Blumen bepflanzt und quer genau vor die Tür gestellt. Die Brücke ist nur sehr wenig breiter, als das Boot lang ist. Das bepflanzte Boot sieht zwar gut aus, aber warum hat sie es ausgerechnet so hingestellt, daß man nicht mehr daran vorbei kommt? Schließlich ist die Brücke doch dazu da, hinüber zu gehen. Das möchte ich jetzt auch machen, nämlich mit einer ebenfalls grünen Glasvase, die kurioserweise am Fuß so gearbeitet ist, als sei das Glas zersplittert. Ein wenig erinnert mich dies an die scharfen Kanten der Blecheinfassung des Spiegels im Flur und ich frage mich, ob dies eine Bedeutung hat. Ich versuche mich irgendwie an dem Boot vorbei zu quetschen, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren und von der Brücke zu fallen. Dabei schubse ich jedoch unabsichtlich mit dem Po das Boot so, daß es zur Seite gesschleudert wird und irgendwo dagegen prallt. Der frische Lack hat sicherlich Schaden genommen, was mir sehr leid tut. Ich zeige das Malheur meiner Mutter, welche sofort total sauer wird und verlangt, daß ich das gesamte Boot neu streiche. Äh, Moment mal! Es tut mir zwar leid, aber habe ICH das Boot so bescheuert vor die Tür gestellt? Den Schuh ziehe ich mir nicht an und sicher werde ich jetzt nicht das Boot neu streichen. Das sage ich ihr auch sehr bestimmt und ohne weitere Erklärung, während sie noch sauer ist, versuche aber gleichzeitig einzulenken und mit ihr in ruhigerer Atmossphäre und Stimmung noch einmal darüber zu reden, indem ich sage: "Komm mal mit rein in die Wohnung. Komm rein, ich will mit dir darüber reden." Sie folgt mir zurück ins Zimmer und ich erkläre ihr in Ruhe, wie ich darüber denke, zeige ihr die kleine abgeplatzte Lackstelle und mache ihr den Vorschlag, diese auszubessern. Dies ist bestimmt gut möglich, ohne daß es groß auffällt. Dazu muß man nicht gleich das ganze Boot neu streichen. Und mit meinem Vorschlag scheint sie beschwichtigt zu sein.

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:

JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neuen Code anfordern

 

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

Suche

 

Traumarchiv

Januar 2017
Januar 2016
November 2015
Oktober 2015
März 2015
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juni 2013
April 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007
Juli 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
August 2006
Juli 2006
Juni 2006
Mai 2006
April 2006
März 2006
Februar 2006
Januar 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004
November 2004
Oktober 2004
September 2004
Juni 2004
Mai 2004
April 2004
März 2004
Februar 2004
Oktober 2003
September 2003
August 2003
Juli 2003
Juni 2003
Mai 2003
April 2003
September 2002
August 2002
September 2001
Juli 2001
Juni 2001
Mai 2001
April 2001
Februar 2001
Mai 2000
März 2000
Januar 2000
August 1999
März 1999
November 1998
September 1998
August 1998
Juli 1998
Mai 1998
April 1998
März 1998
Februar 1998
Januar 1998
November 1997
August 1997
Februar 1997
Mai 1996
März 1996
Januar 1995
Dezember 1992
August 1991
Mai 1991
April 1991
März 1991

Aktuelle Beiträge

Hallo Rosenherz,
ja, hier ist noch jemand. Allerdings poste ich meist...
zuckerwattewolkenmond - 21. Jan, 13:51
Hallo!
... ist da noch jemand? Letzter Eintrag im Jänner 2016? Gerade...
rosenherz - 16. Dez, 15:50
ich sehe die Fingerkuppenringe...
ich sehe die Fingerkuppenringe vor mir - phantastisch!...
g a g a - 15. Apr, 20:44

Buch-Schätze für befreites Denken

Musik-Schätze


Eine Reise entlang der Seidenstraße
A.R. Rahman: Between Heaven and Earth

Weltentanz-News

Dimensionen

~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

Status

Online seit 7365 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Jan, 14:01

Traum-Feed

Alle Links in Popups öffnen

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Alle anderen Träume
Aufwachträume
Badewannenträume
Berufsträume
Beziehungsträume
Feuerträume
Flugträume (Luft)
Gartenträume (Erde)
Gedankenblitze, Visionen und Synchronizitäten
Kurzträume und Fragmente
Luzide Treppenträume
Pflanzenträume
Schamanische Traumreisen
Schulträume
Synchrones Träumen
Tierträume
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development