Zitate und Tips - Mittwoch, 12. November 2008, 22:07
Einen grünen Apfel (wahrscheinlich Granny Smith - meine Lieblingssorte) gegessen, Bissen für Bissen. Den süß-sauren saftigen Apfelgeschmack noch nach dem Aufwachen im Mund gespürt.
Ich erhalte von
Traumzeit einen Kommentar in meinem Weblog, der von Stalin handelt. Erst wundere ich mich darüber. Habe ich überhaupt jemals über Stalin geschrieben? Ich lese meinen Eintrag selbst noch einmal. Ich habe ihn flüchtig nur für mich hingerotzt und er enthält nicht den Namen "Stalin". Trotzdem hat sie den Inhalt wohl richtig erraten. Auch der Kommentar an sich ist recht interessant. Weniger wegen des Inhalts als wegen seines Aufbaus. Er beginnt mit einer Frage. Danach schreibt sie, daß sie nicht bewaffnet ist, bzw. sich entwaffnet hat und dies als sehr wohltuend empfindet, wenn sie Kommentare gibt. Erst danach beginnt der eigentliche Kommentar. Ich denke bei mir, daß sie die Sache ziemlich raffiniert angeht, denn diese Art, Kommentare zu beginnen, ist sozusagen entwaffnend.
Meine Mutter enthüllt mir, daß sie Krebs hat, Brustkrebs. Sie gesteht auch, daß sie es bereits eine ganze Weile weiß, es mir gegenüber aber bisher verschwiegen hat. Ich frage nach Stand der Dinge, Behandlung usw. Angeblich ist sie in Behandlung. Sie trägt ein schmutzigweißes Oberteil. Über ihrer linken Brust zeichnet sich ein kleiner, bräunlich nässender Fleck ab. Auch die Konsequenz für mich wird mir klar - also nicht nur meine Großmutter.
In einem Park mit einem verwitterten altertümlichen Haus. Das Haus hat zwei Balkone, einen links und einen rechts an der Fassade, wobei der linke nicht ganz so weit hervorsteht wie der rechte. Ich stehe genau unter einem der Balkone und frage mich, ob der wohl noch trägt oder womöglich jeden Moment herunterkommt. Aber nein, das Haus sieht zwar verwittert aus, aber nicht verfallen. Der Balkon dürfte also keine Gefahr darstellen. Ungewöhnlich ist, daß ich, wenn ich hochblicke, eine eingemeißelte Schrift auf der Unterseite des Balkonbodens erkennen und entziffern kann. Auch der zweite Balkon ist "beschriftet". Leider habe ich mir die Worte nicht gemerkt.
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 7. November 2008, 20:12
Ein Familienausflug in eine Stadt mit Wasserfall. Meine Mutter, meine Schwägerin, mein Bruder und meine Tante sind dabei. Ich sehe die Stadt zuerst von oben, als würde ich über ihr schweben. Man sieht den sogenannten Rheinfall, einen sehr großen Wasserfall, sogar der Größte in Europa, wie ich im Traum weiß. Über diesem Rheinfall hängen zur Vergnügung runde, reifenartige Schaukeln, in welche man sich setzen kann. Sie sind angeordnet wie ein großes Mobile, schlenkern hin und her oder drehen sich um sich selbst. Zum Schluß kann man von der Schaukel abspringen, direkt in den Wasserfall hinein. Meine Schwägerin ist sofort begeistert und möchte das machen. Sie sagt, wir brauchen nur ein paar Boote, falls jemand nicht schwimmen kann. Noch einmal werfe ich einen Blick von oben auf die Stadt. An drei Stellen leuchtet ein Licht, als wären einige Häuser riesige Lampen. Unter anderem fällt mir eine langgestreckte Halle auf, die wohl schon aus früheren Jahrhunderten stammt. Sie ist ebenfalls stark beleuchtet und trägt zwei Kuppeln, die einen warmen, gelblichen Schein ausstrahlen. Nun befinden wir uns mitten in der Stadt. Zuerst halten wir uns in einem Lokal auf, welches eigentlich nicht geöffnet hat, aber trotzdem offen steht. Es ist Tradition, daß sich dort müde Gäste an den Tischen ausruhen und ihre mitgebrachten Stullen essen können. Ein Streit bricht zwischen zwei Männern aus und es geht hoch her. Wir ziehen weiter durch die Gassen der Altstadt. Diese Gassen sind wirklich sehr eng und beiderseits an den Häusern befinden sich alte schmiedeeiserne Schilder, ab und zu auch Marktstände, an denen man sich vorbeidrängeln muß. Bald haben wir einen Aufsichtspunkt auf Treppen erreicht, links von uns die langgestreckte, große Halle. Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt und ich mache Fotos vom Panorama, zuerst mit der Digitalkamera, aber ich habe auch die analoge Pentacon mitgeschleppt, mit der ich nun die gleichen Bilder machen möchte. Leider habe ich den Film noch nicht eingelegt und das jetzt auf der Tteppe zu machen, ist mir irgendwie zu fummelig, weshalb ich die Kamera resigniert zuklappe. Allerdings habe ich in ihr noch ein Stückchen belichteten und entwickelten Film gefunden. Genau drei Negative, welche Zwillinge (?) zeigen. Bin ich der eine Zwilling? Die Bilder müssen uralt sein. Ich beachte sie nicht weiter. Jetzt wird wieder der Rheinfall aktuell. Wir betreten das Gebäude, von dem aus es zu den Schaukeln und zum Wasser geht. Man läuft hier über erhöhte Gänge und schaut seitwärts hinunter auf riesige Badewannen mit Wasser. Die Badewannen sehen wie ganz normale weiße Badewannen aus, scheinen aber für haushohe Riesen gemacht worden zu sein. Man bekommt das Gefühl, daß jeden Moment solch ein Riese herbeikommt und sich in eine der Badewannen legt. Dabei sind diese eigentlich für die Besucher gedacht. Eine ist zum Tauchen, eine zum Sprudeln usw. Nur daß hier nirgendwo ein Besucher zu sehen ist. Wir sind die Einzigen in diesem Haus und mein Bruder zeigt begeistert auf die einzelnen Wannen, während ich skeptisch bleibe und mir der Gedanke unangenehm ist, in einer dieser Badewannen zu schwimmen oder zu tauchen. Wir verlassen das Gebäude wieder und landen in einem Shop, in welchem ganz besonderes Zeichenpapier in Stapeln aufgeschichtet ist. Es ist Bambuspapier und man bekommt es in vielen Variationen und Größen, auch mit zarten Tönungen. Mir gefällt besonders das Papier mit zartgrüner Tönung. Eigentlich habe ich ja das Zeichnen aufgegeben, aber diese reinen, leeren Papierblöcke reizen mich. Ob ich einen mitnehmen sollte?
In der nächsten Traumsequenz finde ich in meinem Zimmer einen Grünfinken. Ich vermute, daß er sich einfach verflogen hat und ganz schnell flüchten wird, aber überraschenderweise trippelt er stattdessen auf mich zu. Er kommt so nah, daß er meinen Schuh berührt und ich halte ihm einen Finger hin. Vorsichtig pickt er daran herum, als suche er Kontakt und streicht mir jetzt fast wie eine Katze um die Beine. Ich beginne ihn zu streicheln und er scheint es tatsächlich zu mögen. Könnte es sein, daß der Grünfink mein Haustier sein möchte? Ich bekomme fast den Eindruck, er legt es darauf an.
Bemerkung: Aus der Wikipedia habe ich gerade gelernt, daß es wirklich einen Rheinfall gibt und dies tatsächlich der größte Wasserfall in Europa ist. Ich schwöre, ich habe das bisher nicht gewußt. Stattdessen habe ich an meinem Traum gezweifelt und gedacht, na ja, wer weiß, vielleicht der größte Wasserfall Deutschlands oder so (dabei liegt er aber gar nicht in Deutschland). Da sieht man mal wieder, daß auf Träume Verlaß ist. Ich staune aber auch jedesmal, an welchen Orten ich mich nachts so herumtreibe, die ich eigentlich gar nicht kenne und die es dann wirklich gibt. Kyritz habe ich ebenfalls so kennengelernt. Jetzt frage ich mich nur noch, was es mit diesen Schaukeln über dem Wasserfall auf sich hat. Die wird es ja wohl in Wirklichkeit nicht geben.
Träume von Urlaub und Reisen - Mittwoch, 5. November 2008, 21:17
Ein Satz aus meinem Blog wird in einem anderen Blog verlinkt. Darunter folgt ein Kommentar mit folgender Frage: "Ist der Osten der Verstand der Modewestis?"
Eine fast leere Straßenbahn. Nur ich und der Fahrer. Die Straßenbahnfahrt ist extrem rasant. Es ruckelt so mächtig, daß ich ständig an dem Griff, an welchem ich mich festhalte, hin und her geworfen werde. Eigentlich weiß ich ja, daß Straßenbahnen immer stark ruckeln, aber sowas habe ich noch nicht erlebt. Wobei es mir auch ein klein wenig kindliche Freude bereitet, jedoch nur so lange, bis ich merke, mit welchem Tempo der Fahrer fährt. Er rast über die Schienen, daß ich fürchte, die Straßenbahn mit mir als einzigem Fahrgast springt entweder heraus und entgleist oder hebt gleich ab. Andererseits wird der Fahrer ja wissen, was er tut, hoffentlich. Schließlich hält er in einem Bahnhof mit wahnwitziger Bremsung.
In derselben Straßenbahn erwache ich in einem Bett liegend. Jedoch bin ich noch in der Schlafstarre und kann mich nicht bewegen oder die Augen öffnen. Trotzdem weiß ich, daß meine Mutter herankommt und sich übermich beugt. Es ist wie in diesen Träumen, in welchen man das träumt, was um einen herum geschieht. Sie gibt mir einen zärtlichen Kuß auf die Stirn und davon erwache ich wirklich, nicht nur im Traum.
Aufwachträume - Sonntag, 2. November 2008, 11:14
Mit meinem Kumpel in einer voll besetzten U-Bahn. Genau neben ihm ist noch ein letzter Platz frei und ich setze mich. Neben ihm zu sitzen, gibt mir ein unbestimmtes Gefühl von Geborgenheit, welches sich noch verstärkt, wenn ich die Knie anziehe und so lässig zusammengekauert mit dem Kinn auf den Beinen auf der Bank hocke. Wir haben heute etwas vor, er fragt mich, ob meine Koffer gepackt sind. Anscheinend fahren wir weg und wollen irgendwo anders übernachten. Später treffen wir uns an einer Straße, die einen französischen Namen trägt. Seltsam. Ich lese ein Straßenschild mit der Aufschrift "Bromville de Troille" o.ä. und übersetze es mit Bibliothek (wobei es mir im Traum selbst komisch vorkommt, daß dies Bibliothek heißen soll, aber es ist absolut richtig, da bin ich mir sicher). Irgendwo in der Straße muß es eine Bibliothek geben. M. fragt mich, warum wir uns ausgerechnet diesen Treffpunkt ausgesucht haben und ob ich weiß, was hier an dieser Stelle gewesen ist. Nein, das weiß ich nicht. Er erklärt mir, daß hier früher (in den 40igern?) sich ein Soldat mit seiner Geliebten getroffen hat. Na so ein Zufall! Anscheinend ist dies eine bekannte Geschichte am Ort. Wir gehen zu einem Hotel und er schlägt ganz direkt vor, daß wir im Hotel zusammen schlafen. Er hat auch alles daraufhin vorbereitet, damit wir es so angenehm wie möglich haben. Ich bin zwar leicht überrascht, aber warum nicht? Meinem Traum-Ich fällt sofort ein, daß wir früher bereits ein paar mal Sex hatten (was aber nur für das Traum-Ich stimmt) und nichts dagegen spricht, es zu wiederholen. Es liegt schon ziemlich lange in der Vergangenheit und ich hatte es fast vergessen. Es ist ja auch "nur so" und daß wir damit umgehen können, hat die Zeit gezeigt, denn Freunde sind wir immer noch. Im Zimmer angekommen, machen wir es uns auf dem Bett bequem. Allerdings liegen wir nur faul und entspannt herum, er mit einer Zeitschrift, ich mit einem Buch. Als ich einmal hochschaue, sehe ich, daß er eingeschlafen ist, die Zeitschrift liegt auf seiner nackten Brust. Ich muß lachen, weil er immer einschläft, wenn er von der Arbeit kommt. Seltsam, daß er trotzdem solche Ideen hat, obwohl er doch wissen müßte, daß er einschläft. Meine Kamera klingelt. Man kann sie sogar als Telefon benutzen, wie praktisch. Ich stehe auf. Am anderen Ende der Kamera ist eine Kollegin. Sie fragt, was ich mache und als sie hört, daß ich mit einem Mann in einem Hotel bin, scheint sie etwas neidisch zu sein. Bedauernd sagt sie, daß ich mir sowas mit meiner Figur ja auch leisten könne. Mich nervt es, daß jeder denkt, mit einer guten Figur hätte man keine Probleme oder Komplexe. Was hat sowas damit zu tun, ob ich mit einem Mann im Hotel bin? Ich gebe deshalb gleich die entsprechende Antwort, daß ich ebenfalls Komplexe und Schönheitsfehler hätte, versuche aber, nicht zu genau zu werden.
Bemerkung: Beim Aufwachen mußte ich sofort an das Rosenstolz-Lied "Sex im Hotel" denken, welches ich in den vergangenen Tagen von all den Rosenstolz-Songs NICHT gehört hatte. Anscheinend ist das meinem Unterbewußtsein aufgefallen und es wollte sich im Traum darüber beschweren.
Beziehungsträume - Freitag, 31. Oktober 2008, 17:57
Herr N. ist mein Wohnungsnachbar und ich kann einen Blick durch seine Tür erhaschen. Dabei sehe ich Socken auf dem Boden herumliegen. Völlig untypisch für ihn!
Ich kann mit meiner Kamera in Filme hineinsteigen und Filmsets fotografieren. Dabei lande ich im Traum in einem modernen mexikanischen Pueblo (Dorf).
Herr Schneck erzählt über einen sich unförmig ausdehnenden Saturn (oder war es Jupiter?), der dadurch ins Trudeln und Taumeln gerät.
Träume vom Fotografieren - Donnerstag, 30. Oktober 2008, 10:11
Als einziges Traumbild in Erinnerung geblieben: Ein breites Doppelbett, in welchem alles vier Großeltern dicht nebeneinander unter weißen Federbetten liegen. In einem Bett die mütterlicherseits, im anderen die väterlicherseits. Sie verbleiben dort in diesem Bett und werden von der Familie gepflegt. Zu Familienzusammenkünften wird das Bett mit in die Runde geschoben, um dann zur Abschirmung, falls die Großeltern schlafen möchten, hinter einem Vorhang zu verschwinden.
Bemerkung: Hat es etwas zu bedeuten, wenn man gleich von vier Verstorbenen träumt?
Träume von Verstorbenen - Samstag, 25. Oktober 2008, 09:53
In einem Haus, das nicht das unsrige ist. Meine Mutter liegt schwer röchelnd auf dem Rücken, neben sich ihre, in der Mitte zerbrochene Brille. Etwas muß geschehen sein und ihr geht es sichtlich nicht gut. Bevor ich reagieren kann, gibt mir mein Bruder schon die Anweisung, den Notarzt zu rufen. Ich greife zum Telefon und wähle die Nummer 112. Eine Stimme meldet sich am anderen Ende, sofort beginne ich zu erzählen: "Wir haben einen Notfall....so und so und so.....". Die Stimme unterbricht mich und fragt mich etwas. Erst halte ich es für eine Frage zu den Umständen, habe in der Aufregung jedoch nicht zugehört und bitte, die Frage zu wiederholen. Die Stimme fragt mich, ob ich bereit bin, einen Fragebogen zu beantworten. Was denn für einen Fragebogen? Muß das jetzt sein? Der Notfall ist doch eilig, sehr eilig. Ich sage zögernd, daß es aber schnell gehen muß. Anscheinend machen die bei der Feuerwehr jetzt auch schon Umfragen zur Kundenzufriedenheit. Da beginnt der Fragebogen, doch bereits die ersten Fragen haben nichts mit der Sache zu tun, sondern es geht darum, ob ich Verträge für dies oder jenes abgeschlossen habe usw. Jetzt werde ich richtig wütend und schreie ungeduldig ins Telefon, daß wir hier einen Notfall haben und was man sich eigentlich denkt. Schlagartig wird mir klar, daß ich wahrscheinlich reingelegt wurde und das ganze gar kein Notruf ist, sondern eine Werbefalle. Ich schimpfe ins Telefon von wegen "Betrüger!" usw, doch die Person am anderen Ende beginnt nur höhnisch zu lachen. Scheint so, als wäre meine Ahnung richtig.
Aus den weiteren Träumen blieb mir ein völlig mit Wasser aufgeweichter Hof in Erinnerung, mit einem alten Küchenbuffett. Aus Holz und mintfarben gebeizt steht es verwittert auf diesem Hof herum und dient nur noch als Behausung für Unmengen von Insekten. Als ich die Schrankklappen öffne finde ich Spinnen, Asseln, Falter, sowie ein korpulierendes Marienkäfer-Pärchen, welches unnatürlich groß ist (Maikäfer-Größe).
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 24. Oktober 2008, 22:24
Zuerst befinde ich mich bei einer privaten Feier meiner ehemaligen Chefin. Diese trägt ein leuchtend rotes Gewand und zwei geflochtene Zöpfe wie eine Indianerin. Ich bin anscheinend die einzige aus dem Büro dort und mir ist unklar, warum sie mich eingeladen hat. Weil sie mich so gut leiden kann? Das kann ich mir nicht recht vorstellen. Ihre Tochter ist ebenfalls da, über diese schimpft sie andauernd.
Nach einigen Traumbildern auf Straßen, Plätzen und in Zügen feiere ich nun in meiner eigenen Wohnung eine Party. Gäste sind vor allem Bekannte von meinen Kumpels oder völlig fremde Leute. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen in der Wohnung. Als ich in das Wohnzimmer komme, stehen einige Gäste da und stieren wie paralysiert zur Balkontür. Ich erkenne, daß hinter der Balkontür ebenfalls Gäste stehen, aber anscheinend ausgesperrt wurden. Mir gefällt das gar nicht, nicht daß die noch die Fensterscheibe einschlagen, deshalb sage ich: "Wollt ihr sie nicht wieder herein lassen?" Aber alle schütteln einmütig den Kopf und erwidern: "Die haben Knochen."
Jetzt schaue ich noch einmal genauer hin - tatsächlich, die Leute hinter der Fensterscheibe halten Menschenknochen in der Hand, die sie gegeneinander reiben und so einen feinen Staub produzieren. Hm, seltsam. Aber daß sie Knochen haben, muß ja nicht unbedingt etwas bedeuten. Oder doch? Irgendwann leert sich die Wohnung und ich möchte zur Nacht die Wohnungstür zusperren, doch die Tür sieht so merkwürdig anders und "glatt" aus. Ich untersuche sie genauer und stelle fest, daß sowohl Sicherheitsschloß als auch Klinke fehlen. Das müssen die Gäste gewesen sein. Na prima! Ich werde nie wieder eine Party veranstalten. Die Leute trampeln dabei durch die Wohnung, zerstören alles und nehmen auch noch die Tür auseinander. Und ich stehe jetzt da. Die Tür läßt sich zwar zuschlagen, bietet aber so gut wie keinen Schutz. Ich stelle fest, daß sich zwar doch zumindest ein Sicherheitsschloß auf der anderen Seite befindet, die Tür aber keine Angeln mehr hat, also nur noch durch dies eine Schloß gehalten wird. Um sie zu sichern beginne ich Schnüre vor die Tür zu spannen, als mein Nachbar aus seiner Wohnung tritt, grüßt und fragt, was das werden soll. Ich behaupte schnell, daß dies Schnüre für Notizzettel sind. Diese Idee findet er anscheinend reichlich bescheuert, wie ich seiner Reaktion entnehme.
Bemerkung: Bei dieser Träumerei von Türen ohne Klinken hielt ich das Attribut des äußerst wichtigen Traumbildes noch für eine Finte meines Traum-Ichs. Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Wohnungsträume - Mittwoch, 22. Oktober 2008, 18:28
Ein leeres Gebäude (Dienstgebäude?), in dem sich nur noch ich und meine Chefin befinden. Einer von uns muß die Tür abschließen und das Licht ausmachen. Meine Chefin stellt sich seltsam hilflos an, fragt nach dem Schlüssel, wo sie ihn lassen soll usw. Ich biete ihr an, das Haus zu verschließen, aber dazu müßte sie es verlassen. Dies ist ihr anscheinend nicht klar, denn sie steht völlig orientierungslos im Flur herum und macht keine Anstalten zu gehen. Dann wieder in einem Gebäude (dasselbe?), dessen Flure, dunkel und schummrig, niedrig und mit runden Wänden, denn Gängen ähneln, die ein Wurm irgendwo hineingebohrt hat. Ein Lindwurm haust in diesen Fluren. Es ist derselbe, der den Schatz bewacht und von dem die alten Sagen berichten. Diese Tatsache finde ich sehr aufregend, trotzdem habe ich keine Lust, ihm zu begegnen. Blitzschnell gleitet er durch die Gänge heran, schmutzig-gelb geschuppt und mit drachenartigen Stacheln auf dem Rücken bewehrt. Ich muß mich sputen und sprinte seitlich zu einer robusten Tür aus rohem Holz. Diese läßt sich leicht öffnen und ich schließe sie sofort hinter mir, für den Fall, daß der Lindwurm mich bemerkt hat und mir folgt. Mich gegen die Holztür lehnend, schaue ich mich flüchtig im leeren Zimmer um. Immer mehr Menschen kommen vor dem Lindwurm flüchtend herbei und klopfen an die Türe. Ich lasse jeden herein, obwohl natürlich die Gefahr besteht, daß der Lindwurm mit hereinschlüpft oder sogar selbst anklopft (Können Lindwürmer klopfen? Diese Frage beschäftigt mich über die gesamte Türsteherei hinweg.) Aber ich werde ihnen nicht die Hilfe verweigern, auch wenn es für mich sicherer wäre. Wenigstens schließe ich die Tür sekundenschnell wieder hinter den Flüchtlingen, um das Risiko zu vermindern.
Jemand anderes übernimmt nun meine Stellung an der Tür und ich schaue mich genauer um, auf der Suche nach einem Fluchtweg. Es gibt ein Fenster und zuerst bemerke ich ein niedriges Vordach, das sich gut für eine Flucht eignet. Dann sehe ich allerdings, daß das Fenster nicht nach draußen führt, sondern in ein anderes hohes Zimmer, welches tiefer nach unten in die Lindwurmburg führt, als jenes, in welchem ich mich jetzt befinde. Alle Räume scheinen irgendwie ineinander verschachtelt und von größeren Räumen umgeben zu sein. Das tiefer gelegene Zimmer ist wie eine altertümliche Bibliothek eingerichtet. Eigentlich hätte ich Lust, darin herumzustöbern, aber jetzt ist erst einmal die Frage vorrangig zu klären, ob von diesem Zimmer irgendeine Gefahr ausgeht oder es sich vielleicht als eine Falle erweist.
Träume von Verfolgung und Gewalt - Dienstag, 21. Oktober 2008, 19:35
Im Traum ist Kollegin K.K. meine Mutter und ich ihr behindertes (erwachsenes) Kind. Wir sind in irgendeinem Gebäude und treffen dort eine andere Familie mit einem behinderten Sohn.
Als mir bewußt wird, daß ich behindert bin, nämlich in dem Augenblick, als beide Familien zusammentreffen und merke, daß der Sohn sozusagen eine Art Spiegelbild von mir ist, bin ich erst ein wenig verwirrt, da ich mich nicht behindert fühle. Der junge Mann zeigt sofort auf meine Schuhe, eine Spezialanfertigung, und ruft: "Oh, guckt mal, sie hat schon solche Schuhe! Ich habe die noch nicht." Da ich wie er bin, verfalle ich nun auch in kindliches Geplapper und irgendwie macht es mir insgeheim Spaß, nur noch in abgerissenen Sätzen zu sprechen und dumme Fragen zu stellen. Trotzdem ist im Hintergrund immer das Traum-Ich und weiß, daß ich auch anders kann, aber ich bin ja jetzt schließlich behindert. Neugierig fragt mich der junge Mann nach meinem Vornamen und ich nenne ihn langsam und betont gedehnt: "Suuusaaaannneeee!"
Später lebe ich anscheinend im gleichen Pflegeheim wie mein Vater, nur auf einer anderen Station. Dort arbeite ich auch. Ich werde in einen Arbeitsbereich geschickt, der an meinen früheren Bekleidungsbetrieb erinnert und wo ich zugeschnittene Schlaufenstücke in Regale sortieren muß. Mir ist im Traum bewußt, daß ich die damals mal genäht habe und empfinde es als Erleichterung, die Vorgänge schon zu kennen und nicht "blind" irgendetwas zu tun. Während wir in einer Pause an Tischen sitzen, kommt eine Schwester, die wie meine Mitschülerin W.B. aussieht, und sagt zu mir in einem seltsamen sarkastisch-genervtenTonfall, mein Vater habe jetzt seine Belohnung bekommen. Ich frage, was sie damit meint, aber sie scheint es sich nun anders überlegt zu haben und mir nichts mehr sagen zu wollen. Sie winkt nur kopfschüttelnd ab. Jetzt bin ich erst recht beunruhigt, denn ich glaube, daß es nichts Gutes sein kann und sie nichts sagen will, um mich zu schonen.
Berufsträume - Montag, 20. Oktober 2008, 19:31
Ty. ist stärker in meine Arbeit involviert als in Wirklichkeit und intrigiert bei Herrn N. gegen mich, indem sie mich ständig schlecht macht und in Frage stellt, das sogar in meiner Anwesenheit. Eigentlich müßte ich ärgerlich darüber sein, doch ich beobachte nur verwundert ihr aufgeregtes Gehabe und Geplappere (das mich unwillkürlich an aufgeregte Vogelmütter erinnert, die einen Feind in der Nähe des Nestes wittern) und bekomme das Gefühl, daß sie in mir mehr sieht, als ich bin, eine gefährliche Konkurrenz, etwas Besonderes, das sie mit Kriegsmitteln unschädlich machen muß. Eigentlich bin ich das gar nicht. Weder habe ich vor, ihr die Patienten wegzunehmen, noch sie bei Herrn N. madig zu machen oder ihr sonstwas zu tun. Warum sie Angst vor mir hat bleibt unklar.
Mit einer Reisegruppe habe ich vor, in einem Haus zu übernachten, in dem Vampire hausen, da sonst keine andere Unterkunft aufzutreiben ist. Die Vampire bieten die Unterkunft in Art eines Hotels an, allerdings muß man einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Nacht unbeschadet zu überstehen. Ganz wichtig ist, daß man seine Tasche(?), bzw. irgendetwas anderes von sich, in einem separaten Raum wegsperrt, damit die Vampire getäuscht werden und anhand des Geruches glauben, man halte sich in diesem Raum auf. Der eigentliche Übernachtungsraum ist jedoch relativ geruchsdicht, damit die Vampire einen nicht finden können. Es ist schon ziemlich spät, als wir in diesem Haus absteigen und die Vampire sind längst wach. Ich gehe einen langen Hotelkorridor entlang, der direkt ins Dunkel führt und mich wieder an den Film "Hotel" erinnert. Eine schwarzgekleidete Gestalt mit Vollbart streift an mir vorüber, das muß einer der Vampire sein, allerdings nicht der "Meister". Diesen sehe ich erst ein Stückchen weiter in den Flur hineingehend. Er hat keine normale menschliche Gestalt mehr, sondern nur noch ein weißes Gesicht, welches in der Schwärze des Raumes schwebt. Um nicht weiter aufzufallen, mache ich kehrt und ziehe mich in das sichere Zimmer zurück. Allerdings sind dadurch, daß wir so spät angekommen sind und die Vampire schon wach waren, diese trotz des Ablenkungsmanövers auf uns aufmerksam geworden und streifen nun lauernd vor der Türe umher.
Zu Besuch bei meinem Kollegen J., der eine riesige Scheune besitzt, die fast mehr an ein Fabrikgebäude erinnert. Sein Problem ist, daß er die Scheune anstreichen will, aber die Farbe ausgegangen ist. Wenn ich die Wand des Gebäudes betrachte, dann sehe ich es. Teile davon sind in frischem Altrosa gestrichen, doch dazwischen breite Streifen in verwittertem Braun.
Bemerkung: Kollege J. soll angeblich durch seine Heirat Mitbesitzer eines ausgedehnten Wald-Grundbesitzes sein. Ob er auch ein Scheune dort zu stehen hat, das weiß ich nicht.
Berufsträume - Samstag, 18. Oktober 2008, 12:17
Während die Haustür hinter mir ins Schloss fällt, bemerke ich, daß sie überhaupt keine Klinke hat und ich mich frage, wie ich wieder hinauskommen soll. Doch erstmal will ich nur hinein, deshalb grüble ich nicht lange darüber nach. Solches kann ich immer noch tun, wenn es so weit ist, daß ich wieder hinaus möchte. Dann fällt auch die Wohnungstür hinter mir zu und hat keine Klinke. So langsam wird mir mulmig zumute. "Haben denn in diesem Traum alle Türen keine Klinken?" fragt sich das Traum-Ich und beschließt, daß es sich wohl um ein äußerst wichtiges Traumbild handelt, welches es sich unbedingt merken und später im Traumtagebuch notieren sollte. Es sieht die Eintragung sogar schon bildlich vor sich und in diesem Traumbewußtsein verlaufen alle weiteren Träume. Zunächst schlendere ich durch eine kleine Diskothek, in der einige Paare zwischen den Tischen tanzen, weil die Tanzfläche so klein ist. Ich bin einfach hinein, ohne Eintritt zu bezahlen, vielleicht haben die ja heute Frauentag. Aber ich will mich sowieso nicht lange aufhalten, sondern nur umschauen. Wonach, das weiß ich eigentlich selbst nicht. Wieder auf der Straße fällt mir ein riesiges weißes, altmodisch verziertes M am blauen Himmel auf. Ich bin völlig überrascht, von dieser unerwarteten Erscheinung, bleibe aber sofort stehen, um mir jeden Bogen und jeden Strich genau einzuprägen, denn schließlich will ich es in mein Traumtagebuch zeichnen. Hoffentlich kann ich mir das alles merken. Ich biege in eine Allee, die an die Allee aus dem Filmende von "Der dritte Mann" erinnert, laufe aber seitlich neben den Bäumen auf eine Straße und eine Straßenbahnhaltestelle zu. Mir ist als würde ich von einem schwarzen Pferd mit Reiter verfolgt werden, welches noch sehr weit hinter mir direkt in der Mitte der Allee galoppiert, deshalb beginne ich zu rennen. Pferd und Reiter werden immer größer, da erreiche ich schon die Straßenbahn und springe, noch während sie bereits losfährt, hinein. Geschafft!
Bemerkung: Alle Türen hinter sich zuschlagen, kein Zurück mehr - kein Zurück wohin?
Wohnungsträume - Freitag, 17. Oktober 2008, 20:01
K., meine verstorbene Katze ist wieder da und wird künftig bei mir wohnen. Sie fühlt sich anscheinend gleich wohl, ich muß allerdings unbedingt noch ein Katzenklo besorgen. Am besten eines mit diesem ganz neuartigem Streu. Ich spiele ein bißchen mit ihr und später, ich liege bäuchlings auf dem Bett, spüre ich, wie sie mit ihren Pfoten meinen Rücken hinauftippelt, um sich dicht an meinem Gesicht zusammenzurollen. Als meine Mutter kommt, erkennt sie die seltsamerweise nicht sofort, sondern springt erst mit ziemlicher Verzögerung auf sie zu. Könnte es sein, daß sie mit zunehmendem Alter schlechter sieht?
In einem Zimmer sitzen in kleinen Grüppchen verstreut einige Blogger. Manche unterhalten sich, andere sitzen schreibend über Papier gebeugt, ich halte mich eher abseits und beobachte interessiert, was vor sich geht.
Herr Schneck, ein Käppi tragend, sitzt mit einem Bloggerkollegen oder Kumpel zusammen und schreibt an einem Brief, und zwar ziemlich ausdauernd und konzentriert. Es ist ein Liebesbrief an eine Freundin und er enthält einen "halben" Heiratsantrag. Halb deshalb, weil der Antrag in einem Code versteckt ist. Das weiß ich, weil ich einen Blick auf den Brief werfen darf und er mir die Sache mit dem Code erklärt. Dieser sieht ungefähr so aus: 4354z usw. wobei der Heiratsantrag erst "voll" ist, wenn der Code voll ist, zu dem in irgendwelchen Abständen immer noch neue Buchstaben und Zahlen hinzukommen. Ich finde diese Vorgehensweise etwas merkwürdig und frage mich, was seine Freundin wohl dazu sagt. Wenn sie das mit dem Code nicht mitbekommt oder versteht, könnte es sein, daß sie sich an der Nase herumgeführt fühlt. Aber ok, mich geht das ja nichts an, deshalb sage ich auch nichts und setze mich wieder in eine Ecke, von wo aus ich das Zimmer weiter beobachte. Herr Schneck hört gar nicht mehr auf zu schreiben und sein Kumpel verliert plötzlich die Geduld. "Was soll diese viele Schreiberei?" ruft er und springt genervt auf. Auch er hatte zwar etwas geschrieben, war aber wohl nicht wirklich so begeistert bei der Sache. Herr Schneck sieht ihn völlig erstaunt an, so als wäre das eine ganz neue Seite an seinem Bekannten und fragt irritiert: "Ja willst du denn gar nicht schreiben?"
Wort-und Zahlenträume - Donnerstag, 16. Oktober 2008, 20:41