Freitag, 25. April 2008

Audriis Rasterzöpfe

Ein neues verstecktes Heim mit kleinem Vorgarten auf einem Hinterhof. Es ist alles ein wenig heruntergekommen und verdreckt. Der kleine Vorgarten ist überdacht und es stehen Müllcontainer darin. Auf einer Bank sehe ich eine riesige geöffnete Tüte mit Back-Pommes frites. Ein Blick durch die Öffnung zeigt mir, daß da nicht nur Pommes frites, sondern verschiedene andere Teigstückchen, Waffeln und ähnliches darin sind, teilweise in sehr blumigen Formen und seltsamerweise alle mit Zahlen und Buchstaben beschriftet. Könnte es sein, daß dieser Vorgarten der Müllplatz für ein Restaurant ist? Da muß ich nochmal mit dem Vermieter sprechen, denn zum einen möchte ich nicht einen Müllplatz in meinem Vorgarten und auch nicht, daß fremde Leute hier hereintrampeln. Der kleine Vorgarten ist relativ schmal und in wenigen Schritten folgt sogleich eine sehr schöne, in eine hohe Mauer eingelassene, schmiedeeiserne Tür, die zu einem zweiten Hof führt. Sonne fällt durch sie hindurch in den relativ dunklen Hofgarten und ich vermute, daß mein richtiges Heim, in dem ich wohnen werde, irgendwo dahinter liegt. Ich vermute es, da der kleine Garten links und rechts von unbewohnten Baracken begrenzt ist, die nicht nach Wohnungen aussehen. Ein kurzer Blick über die schmiedeeiserne Tür zeigt mir dagegen hohe, sonnenbeschienene Holzhäuser. Ich wußte gar nicht, daß mit Holz auch mehrstockige Wohnhäuser bauen kann! Das ist doch relativ ungewöhnlich. Zunächst einmal begnüge ich mich aber mit dem bißchen Sonne, was durch das Tor in der Mauer fällt und versuche schon einmal ein wenig aufzuräumen. Ich beginne mit dem Maschendrahtzaun, dessen Pfähle sich vom Wind gebeugt, tief zu einer Seite gesenkt haben. Ich richte sie auf und versuche sie so zu befestigen, daß der Zaun wieder gerade steht. Danach mache ich einen Ausflug in die Umgebung, wobei mir seltsam bewußt wird, daß mir ist, als wäre ich hier einmal vor langer Zeit gewesen, aber trotzdem irgendwie alles neu und unbekannt ist. Einen kleinen Berg, besser gesagt Hügel, in der Nähe passiere ich auf der sonnenbeschienenen Straße, - an die Umgebung kann man sich gewöhnen, es gibt sicher noch einiges Schönes zu entdecken -, da spricht mich eine junge Frau an, die mir eine Zeitung entgegenstreckt. "Schau nur, da ist ein Bild von mir drin!" Jetzt weiß ich, daß es Frau Audrii ist, aber noch etwas ratlos suche ich sie auf dem Bild. Das Bild ist linksseitig in sehr kräftigen, dunklen Farben, ohne daß etwas nennenswertes darauf zu entdecken wäre. Allerdings ziehen die kräftigen Farben meinen Blick auf sich, erst danach wandert er auf die rechte Seite, die in zarten, kaum wahrnehmbaren pastelligen Tönen und feinen Strukturen gestaltet ist. Nach längerem Hinschauen erkenne ich in diesen Strukturen ein Doppelbildnis von Audrey Hepburn mit einem prachtvollen Diadem, an "Frühstück bei Tiffany" erinnernd. Aber das ist doch nicht Audrii! Natürlich nicht, sie zeigt jetzt auf eine viel kleinere versteckte Person im Hintergrund. Ihr Gesicht ist nicht zu sehen, dafür aber eine sehr ausgefallene Frisur - kleine dicke Rasterzöpfe rings um den Kopf herum, welche in großen roten Perlen enden. "Coole Haare hast du!" sage ich, sie nickt, scheint allerdings nicht sehr begeistert.

Bemerkung: Das Doppelbildnis von Audrey Hepburn erinnert mich ein wenig an ein Doppelbildnis von zwei balinesischen Tänzerinnen, das ich vor langer Zeit einmal gemalt und längst weggeworfen habe, da die Haltung, die Blickrichtung und die Perspektive sehr ähnlich war.

Montag, 21. April 2008

Die Tigermünze und das Gefühl, Zeit zu haben.

Ich muß mal wieder früh aufstehen, was mich etwas nervt, allerdings wird mir während des Aufstehens und Anziehens bewußt, daß ich nicht wegen der Arbeit früh aufstehen muß, sondern mich jemand dazu verpflichtet hat, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten. Dazu muß ich nicht ins Büro, aber darf auch nicht zu Hause bleiben, sondern bin gezwungen den Tag lang in einer Bibliothek oder einem Studienraum zu verweilen. Die Aussicht, mich mehrere Stunden lang mit meinen eigenen Projekten und Interessen befassen zu dürfen, läßt das Aufstehen sofort leichter fallen. Es kommt sogar eine gewisse Vorfreude auf und dadurch, daß ich früh aufstehen mußte, habe ich sogar noch viel mehr Zeit zur Verfügung. Schön ist außerdem, daß es mir erlaubt ist, vorher ausgedehnt zu frühstücken, so lange mir beliebt. Na also, wenn ich das machen darf, wozu ich Lust habe, ist doch alles gar nicht mehr so schlimm. So ein "freier" Tag, der ja eigentlich nicht ganz frei ist, da irgendjemand aufpasst, daß ich auch meine Zeit in der Bibliothek absitze, ist doch richtig super, denn er ist wenigstens so frei, daß ich selbst entscheide, was ich während dieser Zeit mache. Genau die richtige Gelegenheit, um an meinen Schreibprojekten weiterzuarbeiten! Ein paar Getränke mitgenommen und schon läßt es sich den ganzen Tag an einem Bibliothekstisch aushalten. Kein Problem. Ich fühle mich durch diese zusätzliche Zeit, die mir für meine eigenen Dinge zur Verfügung steht, reich beschenkt.

Später sitze ich mit meinem Cousin und anderen in einem Zimmer. Das Zimmer wirkt seltsam zweigeteilt. In der einen Hälfte des Quaders sind die Wände weiß und sauber, in der anderen Hälfte grau und verschmutzt. Außerdem hängen hier überall Spinnweben herum. Merkwürdig. Für irgendjemanden (meinen Cousin?) will ich jetzt ein Geschenk vorbereiten, dessen Anlaß ich jedoch vergessen habe. Dazu nehme ich eine CD, auf die ich kleine Symbole klebe. Da ist ein kleines, aus Drähten oder Fäden selbst gebasteltes Pferdchen, doch bevor ich es auf die CD klebe, reicht mir jemand ein anderes, welches viel schöner ist. Es ist aus perlmutt schimmerndem Plastik und erinnert an ein Fabeltier, ein Einhorn. Eine Nachbarin aus meinem Haus reicht mir außerdem noch eine bunte Münze. Erst scheint sie nur aus zierlichen Ornamenten zu bestehen, vielleicht chinesisch, doch bei genauerer Betrachtung erkenne ich auf einer Seite das äußerst fein eingravierte Bild eines sich frontal anschleichenden Tigers und auf der anderen Seite ebenfalls ein Tier, das ich jedoch nicht identifizieren kann. Ich vermute nun, daß es sich um die chinesischen Tierkreiszeichen handelt und ich die Seite nach oben kleben muß, die meinem Cousin entspricht. Doch leider will mir sein chinesisches Tierkreiszeichen nicht mehr einfallen, jedenfalls scheint es keines von dieser Münze zu sein.

Bemerkung: Mein Cousin ist ein Hahn und ich finde es seltsam, daß ich in letzter Zeit dauernd Träume habe, in denen ich mit Zeit beschenkt werde. Das können eigentlich nur Wunschträume sein.

Sonntag, 20. April 2008

Porträt von Herrn N.

Mit blitzschnellen Strichen zeichne ich ein Kopfprofil. Erst den unteren Teil - Nase, Kinn, Hals, Ohren -, und dann mit einer durchgehenden Linie, schließe ich den Kopf mit Stirn und oberer Schädelform. Als ich diese letzte Linie gesetzt habe, fällt mir sofort auf, daß das Bild aussieht wie Herr N. Das hatte ich nicht beabsichtigt. Da er gerade in der Nähe ist, zeige ich auf das Bild und sage: "Das sieht aus wie Sie!". Aufmerksam betrachtet er die Zeichnung und bestätigt: "Ja, tatsächlich!" Dabei fällt mir auf, daß er nagelneue schneeweiße Turnschuhe trägt. Aha, da hat er sich doch neue Schuhe gekauft, obwohl er sonst außergewöhnlich sparsam ist. Ein bißchen werde ich den Verdacht nicht los, daß er das wegen mir gemacht haben könnte.
Zuhause fällt mir ein Rucksack auf, den ich damals beim Umräumen aus dem Büro mitgenommen habe. Ich denke, er ist noch von Herrn K. Ein Blick hinein zeigt mir einen riesigen Haufen Dreckwäsche in Plastiktüten. Das ist ja eklig! Ich jedenfalls habe nicht vor, die zu waschen, aber wegwerfen geht wohl auch nicht. Ich werde den Rucksack wieder mit ins Büro nehmen, dort in eine Ecke stellen und Herrn K. bei nächster Gelegenheit daran erinnern. Später befinde ich mich in einer Art WG. Auch dort beschäftigt mich die Dreckwäsche noch und ich erzähle anderen Bewohnerinnen davon. Die sind wie ich einhellig der Meinung, daß es nicht sehr fein von Herrn K. ist, so viel Dreckwäsche im Büro zu hinterlassen.

Bemerkung: Ich könnte mir Herrn N. niemals in weißen Turnschuhen vorstellen.

Samstag, 19. April 2008

Auf der Suche nach Schönheit

Ich komme auf die Idee, daß ich eine Frau tanzen sehen möchte. Es ist eine gewisse Lust auf Anmut und Schönheit. Ich beschließe, daß es wohl am leichtesten jetzt und sofort zu bekommen ist, wenn ich in das Rotlichtmilieu gehe. Dazu steige ich in den "Untergrund" hinunter, unter die Erde, in eine Art Keller. Ich meine den Keller zu kennen, deshalb wundert es mich, daß eine Mauer mir den Weg versperrt. Doch während ich mich noch wundere, öffnet sich daneben ein wundersamer, rot schimmernder Gang, der ein wenig an die Kanalisation aus "Der dritte Mann" erinnert. Ich folge diesem, an schräg vermauerten Wänden vorbei, und suche das erste Bordell. Während ich von Etabilissement zu Etabilissement ziehe und nach tanzenden Frauen frage, bieten mir auch diverse Herren entweder sich selbst oder einen Job an, aber ich lehne ab, da ich weder Männer noch Sex suche, sondern Schönheit. Man zeigt mir ein Zimmer, ich gehe hinein und betrachte die Frau, aber sie gefällt mir nicht. Man zeigt mir ein zweites Zimmer. Das Mädchen darin ist von durchsichtigem Naturblond, hat ein hübsches Gesicht und eine hohe Stirn. Obwohl sie auf den ersten Blick etwas farblos wirkt, fällt mir doch sogleich ihre natürliche Anmut auf. Ich möchte mich aber noch nicht entscheiden, sondern erst das dritte Zimmer sehen. Die Dame darin bietet jedoch nicht die erwünschte Steigerung. Etwas enttäuscht wende ich mich sofort wieder dem zweiten Zimmer zu und sage: "Die ist es!"

Freitag, 18. April 2008

Das Traumspiel - Verschlungene Pfade mit Anknüpfungspunkten

In einer dunkel stürmischen und verregneten Nacht erwache ich. Ein Blick auf den Wecker zeigt mir, daß es erst Punkt fünf Uhr ist. Dies gibt mir ein Gefühl, als hätte ich noch die halbe Nacht vor mir und jede Menge Zeit, da ich erst um acht Uhr oder noch später aufstehen muß. Im Moment habe ich keine Lust, sofort wieder zu schlafen, sondern würde lieber lesen oder am Computer sitzen. Ich rechne mir aus, daß die Zeit trotzdem ausreichen müßte, um nochmals zwei Stunden vor dem Aufstehen zu schlafen. Und müde bin ich sowieso überhaupt nicht. Es gibt mir ein befriedigendes Gefühl, so viel Zeit zu meiner freien Verfügung und Einteilung zu haben. Ich bleibe bei einem nagelneuen Computerspiel hängen, welches es in zwei Varianten gibt. Die zweite Variante nennt sich "Traum", was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Spiel wird mit memoryartigen, quadratischen Karten gespielt, die am Computer virtuell dargestellt sind. Auf ihnen befinden sich symbolartige, Gebilde, welche aus einer durchgehenden Linie gezeichnet sind, die ganz verschiedenartige verschlungene Formen annimmt. Mal mit mehr, mal mit weniger Kringeln, und mal endet die Linie mitten in der Karte, während sie bei anderen Karten durchgehend ist. Aufgabe ist es anscheinend, die richtigen Anknüpfungspunkte zwischen den Karten zu finden. Irgendetwas im Zimmer lenkt mich ab und ich stehe auf, um mich umzusehen. Plötzlich habe ich das starke Gefühl, beobachtet zu werden. Vor einem wandhohen Fenster hängt zwar ein indigoblauer Vorhang, der etwas vom Wind bewegt wird, und trotzdem werde ich den Eindruck nicht los, daß dahinter jemand steht, den ich nicht sehen kann, aber er mich. Während ich mich mehr in eine Ecke drücke, in der ich meine, nicht erkennbar zu sein, beobachte ich weiter den blauen Vorhang, versuche ihn regelrecht mit meinen Blicken zu durchdringen. Sollte dies vielleicht ein Vorhang sein, der von der einen Seite undurchsichtig wirkt, aber von der anderen transparent ist? Durch mein fortwährendes Starren auf den Vorhang entsteht jetzt tatsächlich ein Bild vor meinen Augen, nämlich das eines kleinen und völlig weißen Männchens, eine Art schnoddrig-lustiges Strichmännchen. Irgendwas stimmt aber mit der Perspektive nicht, denn wenn es direkt hinter dem Fenster ist, müßte es mit dem Boden abschließen und größer sein. Deshalb bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich das Männchen tatsächlich sehe, oder ob es nicht vielmehr eine Art inneres Bild, bzw. eine Ahnung ist, in welcher ich das Männchen auf dem Weg zu mir sehe, also noch in einiger Entfernung. Das Bild ändert sich nun, das Männchen wird größer und trägt jetzt einen ebenso weißen Regenschirm über dem Kopf. Der Größe nach zu urteilen ist es also meinem Fenster näher gekommen. Vielleicht steht es jetzt wirklich schon genau hinter dem indigofarbenen Vorhang?

Bemerkung: Ich habe den Eindruck, daß im Traum viele verschiedene Gedanken, die mich zur Zeit beschäftigen, zusammengekommen sind. Da ist zum einen das herrliche Gefühl, Zeit und Muße zu haben (obwohl die relative Zeitspanne nicht wirklich groß war), was ich im Moment sehr vermisse, gleichzeitig das Gefühl, ausgeschlafen und munter zu sein, das ich ebenfalls vermisse, denn gerade bin ich in einer Phase, in der ich nicht mehr weiß, was ich zuerst machen soll und mich ständig müde fühle, egal wie viel oder wenig ich schlafe. Dann ist da das Traumspiel, welches mich daran erinnert, daß ich, seit ich in dieser Phase bin, kaum noch erinnerbar träume. Das Spiel selbst ähnelt im übrigen einem westlichen Gesellschaftsspiel, welches ich in meiner Kindheit zwei oder drei Mal mit meinen Eltern spielte. Es hatte quadratische Kärtchen mit Linien darauf, die man passend zu den Anknüpfungspunkten der Linien aneinander reihte. Allerdings waren die Linien nicht verknäult und verkringelt. Gleichzeitig denke ich zur Zeit oft über irgendeine Macht nach, welche meine Gedanken liest, zumindest kommt es mir so vor - das ist das Gefühl beobachtet zu werden, ohne zu wissen von wem. Und das Strichmännchen selbst erinnert mich an das Regenmännlein aus dem Kinderbuch "Das Haus unter den Kastanien", auch dadurch wie es erst winzig immer größer wird. Vielleicht wollte es mich ja in das Traumland bringen.

Quadrate in der Matrix

Sonntag, 13. April 2008

Der Boot-Unterricht

Vor meinem inneren Auge sehe ich verschiedene Wandbilder, die abwechselnd heruntergelassen werden. Sie erinnern an den früheren Schulunterricht und zeigen verschiedene Boote und Schiffe in Querschnitt und Draufschau. Die Boote liegen auf dem Bild nebeneinander wie aufgeschnittene Früchte. Dazu doziert jemand über jedes einzelne und erklärt, wo sich dies und jenes befindet, was für Ausrüstung an Bord vorhanden ist usw. Der Traum scheint eine Fortsetzung des gestrigen praktischen Fischereiunterrichts zu sein, leider hab ich aber vom theoretischen Teil überhaupt nichts behalten. Hoffentlich muß ich keine Prüfung ablegen.

Samstag, 12. April 2008

Tragender Stoff

Der Ort ist nicht recht verifizierbar. Es gibt Wasser, viele arbeitende Männer, mechanische Vorrichtungen. Vielleicht eine Werft. Da ist auch eine Brücke. Die Männer halten inne und rufen: "Alle Maschinen stop!" Sofort bewegen sich zwei Seiten der Brücke längsseits nach oben. Das dichte Stahlgeflecht wird wie ein Stück Stoff einmal gefaltet, in der Mitte bleibt ein kleiner Tunnel. Jeder, der sich noch auf der Brücke befindet und nicht rechtzeitig eines der beiden Ende des Tunnels erreicht, wird unweigerlich zerquetscht werden, doch darauf kann wohl keine Rücksicht genommen werden. Ich befinde mich noch auf der Brücke und jetzt mitten in dem schmalen Spalt, der gerade so breit ist wie ich. Über mir meterhohes graues Stahlgeflecht wie eine Welle. Auch die Enden des Tunnels sind nicht in Sicht. Dann ändert sich die Perspektive und ich bin wieder draußen, sehe ein ruhiges Gewässer vor mir, auf welchem Männer in bootartigen Netzen stehen. Sie sind Fischer und die Boote sind zugleich die Netze, die Netze zugleich die Boote. Es ist ein Stück Stoff, welches man auf das Wasser legt und sich hineinstellt. Der Stoff wird mit allem darin getragen, man sinkt nur leicht ein, so daß sich eine Bootsform bildet, welche mit Wasser überflutet wird. Man steht also im Wasser, geht aber nicht tiefer unter. Ich finde das äußert praktisch, weil man nur noch ein Stück Stoff zum Fischen braucht. Ein Mann reicht mir ein solches und deutet mir, mich darauf zu stellen. Das versuche ich auch, allerdings traue ich der Sache noch nicht so ganz. Wird der Stoff mich auf dem Wasser tatsächlich tragen? Ich wage einen ersten Schritt und sinke sogleich mit dem Fuß ein Stück hinunter, allerdings nicht sehr tief. Es ist ein Gefühl, als würde man auf einer wackligen Federkernmatratze zu stehen, gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten.

In einem anderen Traumfragment stecke ich ein Reh in eine Umhängetasche und versuche es zu transportieren. Das Reh ist allerdings ziemlich bockig und versucht dauernd, aus der Tasche zu entwischen. Da heißt es, die Tasche immer fest zuzuhalten.

Sonntag, 6. April 2008

Lass den Kopf nicht hängen,

die Welt ist ganz in Ordnung - dies ist die einzige Botschaft, die mich letzte Nacht im Traum erreichte und in Erinnerung blieb.

Donnerstag, 3. April 2008

Rasante Fahrradfahrt und rosa Zuckerherz

Elegant und lässig sitze ich auf einem Fahrradlenker und blättere völlig ohne Festhalten in einem Buch, während meine ehemalige Schulfreundin A. in die Pedale tritt. Ich finde es ziemlich erstaunlich, wie gut sie Fahrradfahren gelernt hat, obwohl sie das früher überhaupt nicht konnte. Nicht mal in den Kurven mache ich mir Sorgen, stattdessen bin ich stolz auf unser "Gespann" und möchte gerne, daß jeder mitbekommt, wie cool wir auf diese Weise unterwegs sind. Es dürfte schließlich nicht so einfach sein, zu fahren, während ich mit dem Rücken zu ihr auf dem Lenker sitze, aber sie macht das völlig souverän. Deshalb sage ich dann auch anerkennend zu ihr: "Du hast ja richtig gut Fahrradfahren gelernt."

Noch immer bin ich mit A. unterwegs, diesmal ohne Fahrrad, aber mit einer anderen Mitschülerin. Wir machen einen Abstecher in ein Geschäft, welches eigenartig anders ist als andere Geschäfte, obwohl ich nicht benennen könnte, woran das liegt. Fest steht nur, daß dort alles anders ist. Erst sind meine Begleiterinnen mehr interessiert als ich, doch nachdem ich beginne, mich genauer umzuschauen, ändert sich das und ich finde alle möglichen Sachen, die ich gerne kaufen möchte, zum Beispiel ein bestimmtes Buch. Inzwischen müssen die beiden auf mich warten, wobei sie leicht genervt in der Gegend herumstehen und meine Kaufaktivitäten beobachten. Jetzt geht es schon an das Bezahlen, da winkt mich die Verkäuferin mit einem geheimnisvollen Lächeln unauffällig in die hinteren Räume des Ladens. Anscheinend gibt es dort Ware, die nicht offiziell im Laden zu erwerben ist. Sie führt mich in mehrere Kammern, in einer befinden sich einige Kabinen mit Frauen, in der zweiten einige Kabinen mit Männern und in der dritten ein riesiger herzförmiger Berg aus rosa Bisquitschaum oder Zuckerwatte. Die Verkäuferin fragt mich, ob ich einen Diener oder eine Dienerin kaufen möchte und ich winke schnell ab, ich will mit dem ganzen nichts zu tun habe, weder eine Dienerin, noch einen Diener kaufen und auch kein Zimmer voll rosa Zuckerherz. Schnell kehre ich wieder in die offiziellen Ladenräume zurück.

Weiter bin ich mit A. und einer Mitschülerin unterwegs, diesmal mit einer anderen. Wir kommen am Volkspark Prenzlauer Berg vorbei und vor uns öffnet sich eine gigantische Aussicht auf den Abendhimmel und die wildromantischen Wiesen und Abhänge. Die beiden scheinen dies nicht zu bemerken oder sich nicht davon beeindrucken zu lassen, denn sie sind schon weit vor mir, haben den Park hinter sich gelassen. Ich muß mich beeilen, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu wähle ich einen schmalen, ansteigenden Weg, der eine Abkürzung über einen kleinen Berg zu sein scheint, da er schräg dorthin läuft, wo die beiden sich jetzt befinden. Außerdem finde ich ihn auch schöner, obwohl er durch die Steigung anstrengender ist, weil er näher an den duftenden Wiesen ist und direkt durch das Grün führt. Doch schon nach einigen Schritten entpuppt sich der Weg als eine Sackgasse. Ich suche zwar noch nach einem möglichen Durchgang, doch dann kehre ich um und setze meinen Weg nun auf dem Pflaster der Straße fort, wo ich meine beiden Begleiterinnen bald einhole.

Dienstag, 1. April 2008

Reisen mit Wilder Kaiser

Wir warten auf einem Bahnsteig auf den Zug. Es kommt die Durchsage, daß der Zug eingefahren ist, allerdings auf einem anderen Bahnsteig. Deshalb müssen wir nochmal eine Treppe hinunter und eine Treppe hinauf eilen, das letzte Stück rennen wir zum Zug, da nicht mehr viel Zeit bis zur Abfahrt bleibt. Im letzten Waggon, den wir erklommen haben, befinden sich kaum Sitzplätze, die auch schon alle besetzt sind, sondern ist wohl hauptsächlich für Gepäck und Fahrräder. Wilder Kaiser zeigt auf eine erhöhte Nische (eine Radabdeckung?) und sagt, daß ich mich setzen soll. Aber ich antworte, daß wir erst mal durch die anderen Waggons gehen sollten und schauen, ob sich woanders noch Plätze finden. Gleich im nächsten Waggon finden sich auch wirklich noch einige freie Klappsitze, auf welchen wir uns niederlassen. Gegenüber sitzen zwei Gestalten, von denen ich meine, daß ich sie schon woanders im Traum gesehen habe.
Später wartet ein Reisebus auf uns. Mit diesem Reisebus müssen wir nicht mehr lange fahren, nur noch ein bis zwei Stunden. Das Ziel unserer Reise ist ein Berg. Beim Blick in unsere Reiseunterlagen stelle ich fest, daß wir diesen Berg außerdem nur bis zu einer Höhe von ca. 750 m besteigen müssen. Anscheinend haben wir dort eine Aufgabe zu erledigen oder irgendwas zu suchen. Ausschließlich zum Vergnügen scheint die Reise nicht zu sein. Ich teile die Höhe W.K. mit und bemerke dabei, wie froh ich bin, daß wir nicht noch höher müssen. Während ich auf einer kleinen Steintreppe in der Sonne sitze und in den Unterlagen blättere, steht der Reisebus schon da, scheint aber irgendeine Panne zu haben. W. K. wuselt geschäftig im und um den Reisebus herum und kümmert sich um die Reparatur. Also entweder hat er wirklich Ahnung von der Reparatur von Reisebussen oder er fühlt sich für alles verantwortlich. Durch die getönten Scheiben des Busses sieht man einige Gestalten wie Schatten sitzen. Da ich bisher nicht in den Bus gestiegen bin, sondern noch immer auf der Steintreppe in der Sonne sitze, mache ich mir jetzt Sorgen keinen Platz mehr zu bekommen. Doch dann fällt mir ein, daß W.K. ja seine Tasche schon in den Bus gebracht hat und mir bestimmt einen Sitz freigehalten hat.
Jetzt kristallisiert sich jedoch heraus, daß wir wohl heute nicht mehr weiterkommen, weshalb wir übernachten müssen. Wir belegen zwei Klappbetten, wobei jeder seine Sachen auf seiner Klapptruhe ausbreitet. W.K. wuselt noch immer herum, geht und kommt, und kümmert sich um alles und jeden. Ich dagegen muß überlegen, wie ich die erzwungene Pause bis zur Weiterfahrt über die Runden bringe. Mir fällt ein, daß ich in meine dreifächrige Umhängetasche, in deren erstem Fach mein Fotoapparat steckt, auch ein Buch in das hinterste Fach gepackt habe. Ich hole es hervor und stelle fest, daß es eines ist, welches ich bereits als Kind gelesen habe und schon damals sehr seltsam und merkwürdig fand. Dann kann es ja nicht schaden, es noch einmal zu lesen.

Bemerkung: Ich glaube, bei dem Buch handelt es sich um Falladas "Geschichten aus der Murkelei". Dieses fand ich als Kind tatsächlich sehr seltsam und merkwürdig, allerdings nicht im Sinne von lustig, was es eigentlich sein soll. Ich fand es eher etwas beängstigend und fremdartig.

Sonntag, 30. März 2008

Die Quellen der Träume

Träume können unterschiedlichen Schichten Ihrer Psyche entspringen. Das Unterbewußtsein zerfällt in drei Ebenen. Zuerst haben wir die unmittelbar an das Bewußtsein angrenzende Stufe. Die hier entstehenden Träume tragen die deutlichen Spuren äußerer Reize, sind oft frivolen Inhalts und unzusammenhängend.
Die zweite Ebene des Unterbewußtseins bringt Träume hervor, die mehr oder weniger direkt auf spezifische physiologische Funktionen des Träumenden Bezug nehmen. Schenken Sie diesen nächtlichen Erlebnissen ganz besondere Beachtung: Sie haben den Zweck, Sie vor einer kurz vor dem Ausbruch stehenden organischen Störung zu warnen.
Schließlich gibt es die tiefste Ebene des Unterbewußtseins; ihr entspringen Träume, die Aufschluß über Ihre jeweilige mentale Situation geben.
Träume können Sie aber auch vom Unterbewußtsein eines anderen Menschen erreichen: Sie können - willentlich oder "zufällig" - eine mentale und/oder emotionale Verbindung zu einer Ihnen nahestehenden Person herstellen und dadurch deren unbewußte nächtliche Visionen und Gedanken wahrnehmen.
Eine weitere mögliche Quelle Ihrer Träume ist das "Überbewußtsein". Aus dieser innersten, "höchsten" oder "tiefsten" Ebene kommen Manifestationen geläuterten Gewahrseins. Das Überbewußtsein bringt präkognitive Visionen hervor und gewährt Ihnen jene spirituelle Führung, deren Sie so dringend bedürfen, um Ihren Daseinszweck auf Erden zu erfüllen.
Bisweilen erwachen Sie aus einem besonders friedvollen und tiefen Schlummer mit einem euphorischen Gefühl von innerer Weite und Ganzheit. Dies ist in der Regel der Fall, wenn Ihr Geist während des Schlafs "hinausgegangen" ist und einige Zeit bei Gott geweilt hat...
...Einige von Ihnen werden sich vielleicht einzelner flüchtiger Augenblicke ihres spirituellen Abenteuers entsinnen, doch in den meisten Fällen wird uns keinerlei Erinnerung zurückbleiben, sofern wir nicht mit Fleiß und Ausdauer an unseren meditativen Fähigkeiten gearbeitet haben. Solche Träume kommen direkt von Gott, und die Erinnerung an sie wird gewöhnlich nur jenen Menschen als Belohnung gewährt, die nach dem Erwachen den wahren Ursprung ihrer beseligenden Erlebnisse zu erraten imstande sind....
...Solche "Ermutigungsträume" enthalten nicht selten leuchtend bunte, verschlungene Muster, sogenannte Mäander. Wenn Sie je das Glück haben sollten, kurz vor dem Aufwachen wellen- und strudelartig schwingende Linien und Bänder in schönstem Technicolor zu sehen, dann wissen Sie, daß Ihnen die Bestätigung Ihrer spirituellen Beharrlichkeit zuteil geworden ist.

(aus "Leben und Heilen mit der Natur.Earthway - Die Botschaft einer indianischen Seherin." von Mary Summer Rain)

In diesem Buch werden die Träume außerdem in vier Hauptarten unterteilt, in Erd-, Luft-, Wasser- und Feuerträume. Erdträume werden auf der physischen Bedeutungsebene gedeutet, Luftträume auf der mentalen, Wasser auf der spirituellen und Feuer auf der emotionalen Ebene. Dies unterscheidet sich ein wenig von der üblichen Traumdeutung, in welcher Wasser auf Ebene der Emotionen gedeutet wird, während Feuer auch Geist, Energie und Transformation symbolisiert.

Geburtstage

Im ersten Traumfragment, dessen Handlung sich nicht mehr rekonstruieren läßt, erfahre ich, daß unsere zweite Chefin Frau B. die Abteilung verlassen will. In diesem Traum, wie auch im nächsten kommt die Kollegin M.M. vor, welche rothaarig ist. (Das wäre ja ein Ding, wenn Frau B. tatsächlich gehen würde.)

Der zweite Traum beginnt mit dem Geburtstag einer Bekannten, welchen ich vergessen habe und deshalb auch kein Geschenk besorgt habe. Aber da sehr viele Leute eingeladen sind, denke ich mir, fällt das vielleicht nicht weiter auf und ich kann ihr ja im Nachhinein immer noch etwas schenken. Der Geburtstag findet in einem riesigen Komplex von Sälen und Zimmern statt. Die Säle und Zimmer gruppieren sich alle um ein Kirchenschiff in der Mitte, welches der größte Raum ist. Dieser ganze Komplex scheint mein Zuhause, bzw. das meiner Eltern zu sein, und auf einmal haben noch andere Leute Geburtstag, einschließlich mir. Allerdings beachtet mich niemand und weiß wohl auch nicht, daß ich Geburtstag habe. Sogar meine Mutter ist ausschließlich mit der Bewirtung der vielen, vielen Gäste, die sich im Kirchenschiff und den anderen Räumen verteilen, beschäftigt. Ich helfe ihr ein wenig dabei und wandere dann wieder von Raum zu Raum. Irgendwie fühle ich mich fremd und nirgendwo dazu gehörig. Die Menschen sind mir zum größten Teil unbekannt, hier und da versuche ich ein Gespräch mit jemandem anzufangen, doch es hat keiner Lust, sich mit mir zu unterhalten und die begonnenen Gespräche verlaufen mißverständlich oder zäh.
Da bekomme ich auf einmal mit, daß mein Kollege K.F. ebenfalls gekommen ist. Nanu, wundere ich mich, was macht der denn hier? Ich erfahre, daß er wohl zu irgendeiner Nichte gehört. Anscheinend ist er mit ihr zusammen. Ich merke, wie ich mich freue, daß er da ist, denn ich glaube, mich gut mit ihm zu verstehen und denke, daß es jetzt vielleicht sogar lustig wird. Ich stelle mir schon vor, wie ich mit ihm zusammen jede Menge Streiche aushecke und die Geburtstagsgesellschaft Geburtstagsgesellschaft sein lasse. Ein bißchen fühle ich mich wie ein Kind, denn es ist ein ähnliches freudiges Gefühl, wie früher, wenn ich meinen Cousin bei langweiligen Familientreffen, auf denen ich mich ebenfalls meist außenstehend fühlte, traf und wir zusammen spielten und allen möglichen Unsinn anstellten. Endlich habe ich einen Verbündeten!
Doch leider ist er nirgendwo zu finden, allerdings kann man sich in den Unmengen von großen Räumlichkeiten ziemlich schnell verlaufen. Dann erfahre ich, daß K.F. auch Geburtstag hat und diesen in einer kleinen Extra-Gesellschaft in einem separaten Raum feiert. Zum einen wundert mich dies, da ich im August Geburtstag habe und weiß, daß sein Geburtstag im Mai liegt (was aber real nicht stimmt, in Wirklichkeit ist sein Geburtstag im April), wie kann es also sein, daß wir beide an einem Tag Geburtstag haben? Zum anderen enttäuscht es mich ein wenig, denn jetzt hat er als Geburtstagskind bestimmt keine Zeit mehr für mich, sondern muß bei seinen Gästen bleiben. Es kristallisiert sich nun immer mehr heraus, daß es um genau sechs Geburtstage und sechs verschiedene Geburtstagsgesellschaften geht. Dabei ist mir allerdings nicht klar, ob mein Geburtstag mitgerechnet wurde oder nicht. Vielleicht wurde ja mein Geburtstag sogar beim Zählen vergessen.
Einiges, was dann geschah, liegt im Vergessen, doch nun erfahre ich, daß K.F. gestorben ist. Wie denn das? Er war doch gerade noch hier, gesund und munter? Ich höre nichts weiter darüber, doch meine Trauer ist groß. Ihm zu Ehren lege ich ein paar linierte Schreibseiten an, auf denen ich irgendetwas notiere. Teils sind es nur einzelne Stichpunkte mit Doppelpunkt, hinter dem die halbe Seite leer bleibt. Da taucht K.F. plötzlich vor mir auf. Ich bestürme ihn sofort damit, daß ich dachte, er sei tot, aber er schüttelt den Kopf und sagt, das sei Quatsch, er sei nicht tot. Wir setzen uns nun nebeneinander und ich zeige ihm die Seiten, die ich geschrieben habe. Er schaut sie sich interessiert an und scheint teilweise sichtlich verblüfft. Ich weiß zwar selbst nicht mehr, was da stand, aber anscheinend sind es Dinge, die ich von ihm erraten habe, von denen er nicht glaubte, daß ich sie weiß.

Samstag, 29. März 2008

Neuer Job und vertraute Nähe mit dem ersten Freund

Ich befinde mich in einem Amt, das irgendwie anders ist, als ich es von Ämtern kenne. Anscheinend soll ich dort eventuell einen Job übernehmen. Allerdings sind die Leute etwas unfreundlich und es kommt mir vor, als werde ich komisch angeguckt. Anders ist jedoch, daß die Einrichtung viel schöner und edler ist und daß es dort nicht bürokratisch zugeht, sondern kreativ. Für einen Moment vermute ich sogar, daß ich mich getäuscht habe und mich in einem Fernsehsender o.ä. befinde. Da die Leute so abweisend sind, bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich hier arbeiten will, doch dann entdecke ich ein Schild, auf welchem steht, was dies für eine Einrichtung ist - eine Senatsverwaltung für Fotos (und Kunst o.ä.). Huch, sowas gibt es? Das ist mir ja vollkommen neu. Ich habe außerdem überhaupt keine Vorstellung, wie die Tätigkeiten dieser Senatsverwaltung aussehen, doch die Aussicht, ein Hobby mit meiner Arbeit verbinden zu können, begeistert mich so, daß mir der unfreundliche Empfang nur noch halb so schlimm erscheint. Sicher gibt es auch hier nette Menschen, man muß sie nur finden, ich werde schon irgendwie klarkommen. Zusammen mit anderen Angestellten strebe ich jetzt der hauseigenen Kantine zu. Mir wird ein Essen gereicht, welches mit einer winzigen blauen Gießkanne aus Plastik dekoriert ist. Blöderweise stecke ich die Gießkanne sofort in den Mund, obwohl ich doch weiß, daß Plastik nicht genießbar ist. Aber spontan glaubte ich, das essen zu können. Das ist mir nun peinlich, weil ich glaube, daß die Leute am Tisch es gesehen haben und sich jetzt darüber lustig machen. Deshalb kaue ich auf dem zähen Plastikteil herum und weiß nicht, wohin damit, weil ich mich auch nicht mehr traue, es wieder aus dem Mund zu nehmen. Endlich, in einem unbeobachtet geglaubten Moment, entferne ich es schnell und unauffällig. Ich bin halt nicht gewöhnt, daß Kantinenessen dekoriert wird. Das ist alles fremd und neu für mich.

Mit meinem ersten Freund im alten Klappbett. Trotzdem bin ich mir bewußt, daß es in der heutigen Zeit stattfindet und nicht damals. Sehr vertraut und intensiv unterhalten wir uns über früheres. M. erklärt mir, daß einige Dinge nur geschehen sind, weil er Angst vor dem Versagen hatte. Dies betont er mehrmals und ich lese es außerdem auf einem Zettel. Ich habe großes Verständnis für ihn und es rührt mich auch etwas, daß er so ehrlich zu mir ist. Ich frage ihn, was er denn glaubte wohl geschehen würde, wenn er versagt. Dann verbessere ich mich und frage: "Was wäre das schlimmste, das passieren könnte, wenn du versagst?". Die Antwort bleibt unausgesprochen und wird durch unsere liebevolle Nähe Lügen gestraft. Dann liebten wir uns und es war gut.

Bemerkung: Der zweite Traum erscheint wie eine Fortsetzung von diesem.

Freitag, 28. März 2008

Das verschwundene rothaarige Mädchen

Im Verlagshaus, der ehemalige Arbeitsort meiner Mutter. Im Traum hat es ebendieses beeindruckende quadratische Treppenhaus, in welchem die Treppen einen tief abfallenden quadratischen Abgrund bilden. Irgendwo erfahre ich im Haus, daß ein kleines rothaariges Mädchen verschwunden ist. Obwohl ich das Mädchen gar nicht kenne, stürme ich gleich voran, um es zu suchen. Mein erster Gedanke ist der Dachboden, andere Leute folgen mir. Die Treppe schraubt sich unendlich in die Höhe, sie hinaufzulaufen kostet ganz schön Puste. Auf dem Dachboden angekommen stelle ich verwundert, daß sich eine Art Kaufhaus darin befindet, denn es gibt hier nicht nur Bücher zu kaufen, wie früher in der Verkaufsstelle des Verlages, sondern auch viele erdenklichen anderen Dinge, wie Jeanshosen und -röcke, Schuhe und Taschen. Das Betrachten des Warenangebotes bringt mich ein wenig von meinem ursprünglichen Vorhaben ab, denn jetzt schaue ich nur noch mit halben Auge nach dem Kind, genaugenommen interessiert es mir gar nicht mehr, aber ich denke mir, wenn ich hier die Waren anschaue, kann ich ja zumindest im Augenwinkel die Gänge abtasten, ob ich sie irgendwo sehe. Ziemlich schnell löst sich dann auch das Rätsel - die Kleine hatte sich von den bunten Waren auf den Dachboden gelockt, in der Verkaufsabteilung verlaufen. Irgendwann mache ich mich wieder an den Abstieg der Treppen, doch die Treppen sind jetzt sehr eigenartig und gefährlich, denn sie sehen aus, wie in den Raum hineinragende Bügelbretter, welche seitlich abfallen, so daß man auch seitlich auf ihnen balancieren muß, um herunterzukommen. Das heißt es aufpassen, denn daneben gähnt gleich die tiefe Treppenschlucht. Ein Ausrutscher und man stürzt ab. Vorsichtig taste ich mich voran, je weiter ich hinunter komme, um so normaler werden die Treppen. Endlich kann ich auch wieder einen Blick auf die Umgebung werfen und erst jetzt fällt mir die edle und interessante Einrichtung des Verlagshauses auf. Rote Teppiche, Kristalllüster an den Wänden, viel Gold und verzierte Türen. Erstaunlich, daß sie sich das leisten können. Am meisten gefällt mir jedoch, daß die Einrichtung in jeder Etage überraschend anders ist. Ich überlege jetzt, noch einmal mit dem Fotoapparat hierher zu kommen, denn hier würde ich jede Menge tolle Motive finden. Ich bin mir jedoch unsicher, ob man mich nicht als fremden "Eindringling" erkennen würde, wenn ich beginne zu fotografieren, den Verlagsangestellte machen das wohl kaum.

Im zweiten Traumfragment befinde ich mich in einem Heim oder einer Betreuten-WG. Ich mache dort meinen normalen Job, nur daß wir dort bei den Behinderten eingegliedert sind und im gleichen Haus oder Komplex mit ihnen sitzen. Als ich durch einen verwinkelten Gang komme, sprechen mich mehrere Betreute an, um mir einen Auftrag zu übergeben: Als Dankeschön für unsere Arbeit möchten sie eine Art Essen oder Empfang organisieren und dafür möchten sie von mir, daß ich eine Liste erstelle, mit jedem Mitarbeiter, der zu diesem Empfang kommen will und seinen diesbezüglichen Essenswünschen. Es scheint beinahe so, als solle jeder dieser Wünsche auch erfüllt werden. Ein wenig nervt mich dieser Auftrag ja, aber ok, es ist eine schöne Idee und ich werde das schon hinkriegen. Die Leute merken anscheinend, daß sich meine Begeisterung etwas in Grenzen hält, aber sie erklären mir, warum sie nur mir diesen Auftrag geben konnten: Sie meinen, daß ich, was solche organisatorischen Dinge betrifft, noch lernen müsse, und dies ginge am besten, indem man mir entsprechende Aufgaben überträgt. Außerdem würden sie mir am meisten in der Hinsicht vertrauen, daß ich ihren Wunsch auch ernst nehme und entsprechend zuverlässig ausführe. Aha. Na ja, Unrecht haben sie nicht. Ich bin tatsächlich etwas unbeholfen, was solche Dinge betrifft, was aber nicht bedeutet, daß ich es nicht kann. Gemessen an meinen vorhandenen Fähigkeiten, kommt mir dieser Auftrag hier eher zu leicht vor. Ein Teil meiner Unbeholfenheit ist wohl auch auf meine Lustlosigkeit organisatorischen Aufgaben gegenüber zurückzuführen.

Bemerkung:
Mit Rothaarigen scheine ich es zur Zeit zu haben....

Donnerstag, 27. März 2008

Die Dienstreise

Vom Job aus bin ich mit anderen auf einer Reise, die wohl der Weiterbildung dient. Untergebracht sind wir in einem Gebäude an einer stark befahrenen Straße, was mich aber nicht sehr stört. Während des Aufenthalts müssen wir bestimmte Aufgaben und Spiele bewältigen, wie zum Beispiel durch ein riesiges Schlammfeld zu waten (um dort irgendwas zu suchen oder zu sammeln?). Manche Mitreisende kannte ich bisher nicht, ich fühle mich aber relativ wohl mit den Leuten. Irgendwann fällt mir wie Schuppen von den Augen, daß ein jüngerer Mann schon auf einer früheren Fahrt dabei gewesen ist, wo wir uns gut verstanden haben. Jetzt sind wir distanziert und ich vermute, es liegt daran, daß ich ihn nicht erkannt habe, was mir leid tut. Allerdings frage ich mich auch, warum er nichts sagt. Eine Frau mit kurzen roten Haaren läd mich zu einem bestimmten Termin zum (Kohlrüben?)essen in ihren Garten ein. Ich frage, wer noch kommt. Sie antwortet und zählt Familienmitglieder auf, sowie Kollegin M.M. (die übrigens auch rothaarig ist). Eigentlich mag ich ja solche Veranstaltungen mit lauter fremden Leuten nicht, aber andererseits, denke ich bei mir, ist M. M. ebenfalls dort, so daß ich nicht ganz allein bin und wer weiß, wenn diejenige mich zu ihrer Familie einlädt, entwickelt sich ja vielleicht sogar eine Freundschaft. Ich hätte nichts dagegen, da sie mir sympathisch ist und ich beschließe, über meinen Schatten zu springen und die Einladung anzunehmen.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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