Samstag, 3. Februar 2007

Erste Traumerinnerungen

Nachdem Elsa ihren ersten Traum, an den sie sich erinnern kann, gepostet hat, habe auch ich angefangen in meinen frühesten Kindheitserinnerungen zu kramen. Eine dieser Erinnerungen ist das Bild einer Frau mit langen schwarzen Haaren und einem weißen Gewand, welche von mir abgewandt auf einem Hinterhof vor einer Art leerem Müllcontainer steht, so dass ich nur ihre kohlrabenschwarzen, glatten und bis zur Hüfte reichenden Haare sehe. Das Bild ist dunkel, als ob es Nacht oder Abend wäre. Zeitweise war ich mir nicht mehr sicher, ob dies ein reales oder ein Traumbild gewesen ist, so wie ich das auch von der Erinnerung daran, wie mir mein Vater den Schnuller weggenommen hat, nicht genau wußte. Letzteres habe ich inzwischen als real verbucht, wobei ich interessant finde, dass dies das erste Mal gewesen ist, bzw. das erste Mal, dass ich mich daran erinnern kann, das Gefühl gehabt zu haben, etwas falsch zu machen. Vielleicht hätte ich dieses Gefühl nicht gehabt, wenn mir mein Vater nicht einfach nur den Schnuller aus dem Mund gerissen, sondern mir auch erklärt hätte, warum er das tat, nämlich weil ich wahrscheinlich zu alt dafür war (ich schätze, es war ein Alter wo ich noch nicht laufen konnte oder es gerade gelernt habe). Vielleicht hätte ich es verstanden. Ich glaube, ich habe damals schon sehr viel verstanden, zumindest wenn ich so höre, was meine Mutter über mich erzählt. Aber zurück zu der schwarzhaarigen Frau. Inzwischen bin ich mir sicher, dass es ein Traum gewesen ist, da dieses Bild mit einer Handlung verbunden war, die sehr starke, allein von der Handlung her nicht erklärbare Emotionen hervorrief. Es war irgendwie so, als würde ich diese Frau kennen und sie verlieren, weil sie sich selbst opferte, indem sie in diesen leeren Container stieg. Jetzt, wo ich es beschreibe, fällt mir eine gewisse Ähnlichkeit zu "Ring" auf, der Unterschied ist nur, dass sie halt nicht in einen Brunnen, sondern in den Container kletterte. Und dieser Traum war mit einem tiefen Gefühl von Trauer und Verlust verbunden. Ich glaube, ich habe nach dem Aufwachen geweint und bin zu meiner Mutter gelaufen.
Und es gibt noch einen weiteren Traum, den ich wahrscheinlich mit allerhöchstens 5 Jahren geträumt haben muß, der seinen Schrecken vor allem daher nimmt, dass er so real war. Ich träumte, dass ich mitten in der Nacht aufstehe, um auf die Toilette zu gehen. Als ich unser großes Wohnzimmer durchquert habe, in den Korridor komme und schließlich das Bad betrete, sitzt eine riesige Eule, die muß wohl mindestens so groß gewesen sein wie ich damals, direkt auf dem Klodeckel und schaut mich an. Mir ist, als hätte sie auch irgendwas gesagt in der Richtung, ich dürfe nicht auf die Toilette, oder so. Ich bin dann ängstlich wieder ins Wohnzimmer gelaufen und da ging der Traum weiter damit, dass die Eule, aber auch verschiedene Leute direkt durch die Wand in das Zimmer gekommen sind. Ich kann mich noch erinnern, dass sich meine Eltern sehr über den Traum amüsiert haben.

Überhaupt habe ich schon als Kind viel geträumt, die Träume aber auch schnell wieder vergessen. Ab und zu habe ich sie meinen Eltern zur Belustigung erzählt, die darauf den Standardsatz hatten, der meistens kopfschüttelnd hervorgebracht wurde: "Was du alles träumst!". Doch erst mit ca. Anfang bis Mitte 20 habe ich begonnen, meine Träume mehr oder weniger regelmäßig aufzuschreiben. Kurz davor hatte ich jedoch ebenfalls einen Traum, den ich trotz Nichtaufschreibens nie vergessen habe. Ich war ca. 19 oder 20 Jahre, als meine Großmutter väterlicherseits starb. Viele Jahre zuvor, da war ich 13, ist bereits mein Großvater verstorben. Meine Großmutter hatte einige ihrer letzten Jahre in einem Altersheim verbracht, wo sie mit ihren Gedanken schon in einer anderen Welt weilte und niemanden mehr erkannte. Kurz nachdem sie gegangen war, hatte ich folgenden Traum:
Ich sehe meine Großeltern auf einer sonnenbeschienenen Wiese. Sie halten sich in den Armen und tanzen lachend einen flotten Walzer. Ich stehe etwas abseits und schaue zu. Als sie mich bemerken, winkt mich meine Großmutter heran und versucht mir nun, noch immer lachend, beizubringen, wie man einen Walzer tanzt, indem sie mir die Schritte zeigt und sich dabei mit mir dreht.Dieser Traum hat mich tief beeindruckt, so tief, dass ich das Gefühl hatte, ich müßte ihn unbedingt meinen Eltern erzählen. Ich hielt ihn fast für so etwas wie eine Botschaft und seltsam ist, das ich inzwischen mehrfach von gerade Verstorbenen geträumt habe und diese Träume stets sehr beeindruckend und sehr tröstlich waren.

Donnerstag, 1. Februar 2007

Botticelli in den Bergen

An einer Haltestelle stehend merke ich erst, als ich den Standort wechsel, wodurch eine Häuserfront aus meinem Blick verschwindet, dass ich mich in den Bergen befinde.
Denn nun erstreckt sich majestätisch und schön ein Bergmassiv vor meinen Augen. Auf der höchsten Spitze des Bergmassivs kann ich, klein wie ein Stecknadelkopf, ein Schloß erkennen.
Es steht so hoch oben, dass es fast in den Wolken verschwindet. Ein Wolkenschloß. Erstaunlich, wie es jemand in dieser Höhe bauen konnte.
Ich versuche es mit einem sehr großen Objektiv zu fotografieren, um es größer auf das Foto zu bekommen. Dabei muß ich mich weit nach hintenlehnen, ich knie mich schließlich mitten auf der Haltestelle hin, weil es so hoch oben ist.
Meine Mutter kommt dazu und will mir in einem Apparat Botticellis zeigen. Vielleicht war es ein Dia-Projektor, denn man muß irgendwo hindurchschauen. Während ich aber noch mit fotografieren beschäftigt ist, erzählt sie schon: "Das war mein schönster Botticelli.".

Dienstag, 30. Januar 2007

Der heilige Spinat

Ich belausche ein Gespräch zwischen zwei mir völlig fremden Gästen - ein Mann und eine Frau - auf meiner Geburtstagsfeier. Die Frau sagt zu dem Mann, dass es hier in der Nähe einen Ort namens "Der heilige Spinat" gäbe, von wo aus Flugzeuge nach Mexiko fliegen würden. Der Mann hört interessiert zu. Er ist aus der Bloggerszene, ohne dass ich ihn konkret benennen könnte, und hat mir sehr viele Geburtstagsgeschenke in Form von Fotos und Geschichten mitgebracht, welche in einem großen Buch gesammelt sind. Als ich darin blättere, finde ich auch ein mitgeschriebenes Chat-Gespräch zwischen mir und jemandem, der sich Worldgnost nennt. Ich ändere den Namen im Traum in -ghost um, da ich mit -gnost nichts anfangen kann und sich viele in Chats Ghost nennen. Evtl. ist es ja ein Tippfehler. Der andere nennt mich in diesem Gespräch Zugogo, was wohl eine lustige Abänderung des Nicks Zuckerwattewolkenmond sein soll. Ich frage mich, wer dieser geheimnisvolle Blogger ist. Ist er vielleicht selbst dieser Worldgnost oder Worldghost? Denn wie hätte er sonst an das Chat-Gespräch kommen können?

Montag, 29. Januar 2007

Eingesperrt im Hochhaus

Mit sehr vielen anderen Menschen zusammen werde ich in einem Hochhaus festgehalten, welches einem reichen und mächtigen Herrn gehört. Dieser macht sich einen Spaß daraus, uns dort wohnen zu lassen, wobei wir da gar nicht mal schlecht leben - ich kann mich erinnern, in einem Swimmingpool geschwommen zu sein, der allerdings so wenig Wasser hatte, dass ich ständig mit den Knien an den Boden stieß -, aber bei bestimmten Gelegenheiten ebenfalls einzelne von uns erschießen zu lassen. Diese Gelegenheiten ergaben sich, wenn wir etwas taten oder nicht taten, was es genau war, ist mir entfallen. Vielleicht wußten wir auch selbst nicht so genau, was wir tun oder lassen mussten, um nicht erschossen zu werden. Nun war ich seltsamerweise in dieser Situation äußerst gelassen, ja mehr noch, ich war der festen Überzeugung, dass mir nichts passieren kann, da ich einen kühlen Kopf bewahre, die Situation überschaue und mit diesem reichen Herrn ganz normal umgehe, ohne irgendwelche Angst zu zeigen. Ich kann dabei nicht so richtig nachvollziehen, warum das die anderen Leute anscheinend nicht können und ganz anders reagieren. Mit diesem kühlen Kopf beschließe ich, mich für jenen Herrn so interessant zu machen, dass er es schon aus Neugierde nicht fertig bringt, mich erschießen zu lassen und ich glaube, das ist mir auch gelungen.

Sonntag, 28. Januar 2007

Das zickenverschlingende Beuteltier und herbstliche Baumalleen

Ich bin irgendwo unterwegs, später sehe ich das als den Tierpark an, wo ich kleines weißes Zicklein herumlaufen und lustig meckern sehe. Nur aus dem Augenwinkeln nehme ich war, wie ein größeres Tier heranstürmt und schwupps, ist das Zicklein weg. Das große Tier hat es mit einem Happen verschlungen! Ich kann es kaum fassen und als das große Tier, welches ich im Traum ein Beuteltier nenne, das aber vom Aussehen her mehr ein Bär ist, gemächlich an mir vorbeitrottet, ist ihm nichts davon anzumerken, dass es sich gerade ein ganzes Zicklein einverleibt hat. Ich fragte mich, was dies wohl als Omen für mich bedeutet, wenn ich sowas im Tierpark erlebe. Dann sehe ich auf einmal meine verstorbene Katze vor mir sitzen. Sie sitzt aufgerichtet da und rührt sich nicht, als würde sie gerade etwas beobachten. Ich streiche ihr über das Fell und kraule sie am Hals, sofort schmiegt ihren Kopf in meine Hand.
Später bin ich mit anderen an einem zauberhaften Ort. Wir laufen durch Straßen mit unheimlich hohen, aber herrlich gelb, orange und rot gefärbten Bäumen. Sie sind viel höher als normale Bäume und scheinen im Himmel zusammenzuwachsen. Dazwischen stehen idyllische kleine Häuschen mit Blumen vor den Fenstern. Ich würde gerne stehen bleiben und fotografieren, aber leider haben es die anderen aus irgendeinem Grund sehr eilig, so dass ich hinter ihnen her eile und im schnellen Gehen versuche, noch das ein oder andere Foto zu "erwischen". Allerdings will das nicht so recht gelingen, da der Fotoapparat beschädigt zu sein scheint. Er funktioniert zwar noch, aber irgendwas stimmt mit den Knöpfen nicht mehr, so dass ich ständig an ihnen rumschrauben muss, während ich den anderen hinterhereile.

R. und die Geburt des Esels

R., eine ehemaliger Mitauszubildender, der in einem Gebäude in meiner Nähe arbeitet, spricht mich, während ich noch auf irgendeiner Veranstaltung bin, an und sagt, dass er draußen auf mich warten würde, damit wir zusammen nach Hause fahren. Ich nicke, vergesse es jedoch wieder, bis ich ihn durch das Fenster auf einer Brücke kauern sehe. Es ist extrem kalt draußen und ich wundere mich, dass er tatsächlich gewartet hat. Ich stürze also hinaus zu ihm und er sagt, er will nun jeden Mittwoch auf mich warten. Da ich gestern wieder über die Funktion des Mittwochs in menschlichen Beziehungen gegrübelt habe, frage ich mich, was er damit bezweckt. Eine heimliche Liebschaft, eine Freundschaft? Er ist verheiratet und im übrigen im Traum ziemlich heruntergekommen und abgerissen. Es fehlen ihm auf einer Seite im Mund die hinteren Oberzähne. Er läd mich zu sich und seiner Frau ein, wo wir ein Brettspiel spielen ("Mensch ärger dich nicht"?, jedenfalls mit Hütchen).
Danach befinde ich mich im Wohnzimmer der elterlichen Wohnung. Eine trächtige Eselin steht darin. Plötzlich wirft sie sich zur Seite, ihr Bauch bewegt sich stark. Sofort weiß ich, dass sie ihr Junges bekommt. Da ich nichts anderes tun kann, halte ich nur ihren Kopf und Sekunden später hat das Kleine, das gar nicht so klein ist, sondern fast so hoch wie ein Mensch, das Licht der Welt erblickt. Es ist noch ganz von der Fruchtblase eingehüllt. Ich rufe meinen Vater. Dieser kommt und zieht es am Kopf auf beide Beine hoch. Anscheinend muss es gleich stehen können. Danach entfernt er die Fruchtblase. Sofort läuft es neugierig in unseren Korridor hinein und ich wache vor Freude und Rührung auf. Nach dem Aufwachen fällt mir allerdings auf, dass der kleine Esel gar nicht wie ein Esel aussah, sondern mehr wie ein Strauß, mit einem extrem langen Hals, zwei Beinen und einem winzigen Kopf.

trad. arab. Traumdeutung:
Träumt einer, er besitze eine Eselin und diese werfe Junge, wird sein Vermögen sich verdoppeln, er selbst Karriere machen; ist er verheiratet, wird seine Frau einem Sohn das Leben schenken.

Samstag, 27. Januar 2007

Menschenmassen im Palast

Ich bin in einem vergangenem Zeitalter, dessen bin ich mir sicher. Und es ist ein Zeitalter, in welchem die Menschen sehr weite, bunte und lange Gewänder trugen. Ich sehe Massen von Menschen in diesen bunten Gewändern in einen Palasthof strömen, dessen schmiedeeisernen Tore weit offen stehen. Es scheint aber eine friedliche Angelegenheit zu sein, vielleicht ein Fest.

Das "entlaufene" Photoshop-Kompendium

In der elterlichen Wohnung gehe ich am Fenster vorbei und entdecke zufällig, dass das neue und sehr teure Photoshop-Kompendium draußen auf dem Fensterbrett liegt, und zwar genau in der Ecke, wo der Wintergarten vom Wohnzimmer im rechten Winkel abgeht. "Da wird es doch nass!" denke ich und überlege, von welcher Seite ich am besten herankomme. Außerdem frage ich mich, wer es da hingelegt hat. War ich das? Erst versuche ich es vom Wohnzimmer aus, aber das gelingt nicht so richtig und ich habe Angst, dass mir das sehr schwere und dicke Buch mit einer Hand herunterfällt. Also gehe ich auf die andere Seite im Wintergarten, wo es auch nicht besonders gut aussieht, aber schließlich gelingt es mir, das Kompendium zu packen und gesund ins Zimmer zu ziehen. Unter dem Kompendium lag auch noch eine CD, die ich ebenfalls hereinhole.

Kafka und Schwanensee

Im Traum stelle ich aufgrund der gestrigen Dokumentation verblüffende Übereinstimmungen zwischen meinem Leben und dem Kafkas fest, die bis zu kleinen Details reichen. Das überraschendste Detail, dessen Erinnerung plötzlich wie eine Erleuchtung über mich kommt, ist die Tatsache, dass Kafka in seinem Jugendzimmer ein Schwanensee-Bild zu hängen hatte und ich bis zu meinem 17. Lebensjahr in meinem Kinderzimmer ebenfalls. (Im Wachzustand bin ich mir mittlerweise nicht mehr sicher, ob das wirklich Kafka war, oder ob ich das aus der Putin-Biographie, die ebenfalls gestern im Fernsehen lief, aufgeschnappt habe.) Ich sehe nun das Poster deutlich wieder vor mir und kann mich auch an den Platz erinnern, wo es befestigt war. Es hat einen hellblauen Hintergrund mit einem weißen Schwan in der rechten vorderen Ecke und erinnert an ein Gemälde von Chagall, nur dass dieser keine Schwäne gemalt hat.
Bis kurz nach dem Aufwachen bin ich mir absolut sicher, dass dieses Poster tatsächlich in meinem Zimmer hing, doch einige Minuten später kommen mir Zweifel. Hat es das Bild wirklich gegeben? Der Traum hinterließ eine deutliche Verwirrung und die Frage, welchen meiner Traum- und Nichttraumerinnerungen ich trauen kann. Ich kann es nicht sagen. Vielleicht gab es das Bild, vielleicht auch nicht - die Poster in meinem Zimmer haben damals oft gewechselt.
Absolut sicher weiß ich nur, dass ich meine gesamte Kindheit hindurch diese Tänzerin in meinem Zimmer zu hängen hatte, die ohne weiteres Schwanensee hätte tanzen können:



Und die Moral von dem Traum ist wohl, dass Extreme-Hardcore-Glotzing zu gepflegten Verwirrungszuständen führen kann.

Freitag, 26. Januar 2007

Nosferatus Schloß

Eine verlassene Burg, menschenleer. Die Abenddämmerung bricht an, die ganze Szenerie ist in Halbdunkel getaucht. Im Burghof ragt einer der Burgtürme mit einem offenen Rundbogenfenster gespenstisch in die Höhe. Der Ort erinnert ein wenig an Nosferatus Schloss, weshalb mich ein leichter Grusel gepackt hält, während ich den Burghof erkunde. Dort, durch diese Tür muss ich hinein. Mir fällt etwas ein, das ich vergessen habe. Deshalb laufe ich nochmals aus dem Hof heraus und umrunde die Burgmauern ein kleines Stückchen. Dann beeile ich mich zurückzukommen, denn ich will dort sein, bevor es ganz dunkel geworden ist. Womöglich finde ich sonst nämlich die Tür nicht mehr. Schon stehe ich vor derselben und mir fällt auf, dass ich in der Eile gar nicht mehr zu dem Turm hinaufgesehen habe. Ich bin froh darüber, weil ich denke, dass ich mich sonst noch mehr beim Überqueren des Hofes gegruselt hätte. Jetzt drücke ich die alte, schwere Tür auf - pechschwarz sieht sie aus - und vor mir liegt ein finsterer Hausflur. Mitten auf dem glatten, gekachelten Boden des Hausflurs steht eine leere viereckige Schachtel ohne Deckel. Ein Windstoß fegt plötzlich durch den Hausflur hindurch in meine Richtung und schleudert mir die Schachtel direkt entgegen. Als sie mich trifft, fange ich sie auf und setze sie wieder vorsichtig auf dem Fußboden ab.

Donnerstag, 25. Januar 2007

Das KZ-Spiel

Mit dem Rucksack unterwegs, brauche eine Unterkunft oder Übernachtungsmöglichkeit. Da treffe ich auf ein Projekt, dass sich KZ nennt und auch ein nachgestelltes KZ sein soll, allerdings wenig Ähnlichkeit mit einem richtigen KZ hat, schon deshalb, weil man sich freiwillig dafür entscheidet, dort einzutreten. Einerseits aus Neugier, was in diesem Projekt geschieht, und andererseits weil ich eine Unterkunft suche, entscheide ich mich selbst ebenfalls dort einzutreten. Dazu muss ich zuerst meinen Rucksack und meine Sachen abgeben. Es ist ein reines Frauen-KZ, sowohl die "Häftlinge" als auch die "Wärter" sind ausschließlich Frauen. Wir haben gepflegte Zimmer, in denen aber sehr viele zusammen wohnen und schlafen, und bekommen mehr als genug zu essen, auch Obst wie Bananen u.ä. Gearbeitet wird wenig, eigentlich gleicht es mehr einem großen Ferienlager, welches mit ein paar Fiesheiten gewürzt ist. Man muss sich unterordnen und sich diese gefallen lassen.
Zwischendurch fahre ich mit dem Bus irgendwo anders hin und lande in einer Arbeitgemeinschaft, bzw. einem Kurs, welcher sich ebenfalls mit Spielen beschäftigt, jedoch mit Computerspielen. Eigentlich wollte ich da nicht hin, irgendwie interessiert mich das auch gar nicht, aber ich beschließe, mir das mal anzuschauen und da zu bleiben. Während ich mit den anderen Mitgliedern - unter ihnen meine ehemalige Kollegin G.E. - auf den Leiter des Kurses warte, spiele ich auf einen Gerät herum, welches wie ein Mini-TV aussieht, aber ein größeres Handy ist. Endlich kommt der Leiter und ich muss feststellen, dass sie in diesem Kurs nichts anderes machen, als gemeinschaftlich in einer Spielezeitschrift zu lesen. Ich finde das furchtbar langweilig, denke mir aber, dass es durchaus einen Sinn macht, weil man sich so eine feste Zeit einplant, in der man Zeitschriften liest, während man sonst nicht dazu kommt. Erst sitze ich alleine, doch dann befindet sich plötzlich meine ehemalige Schulfreundin A. neben mir - links, wie früher in der Schule - und ich frage sie, wie oft in der Woche denn dieser Kurs stattfindet. Bei ihrer Antwort "Jeden Tag" bin ich regelrecht entsetzt, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum Leute ihre kostbare Freizeit opfern, um jeden Tag in diesen Kurs zu gehen. Die Sache hat sich damit für mich erledigt und sofort befinde ich mich erneut im KZ.
Ich habe mich inzwischen entschlossen zu flüchten. Zwar überlege ich, dass ich auch einfach sagen könnte, dass ich wieder austreten will, denn schließlich ist die ganze Sache freiwillig, aber ich traue dem Frieden nicht. Ich fürchte, dass sie mich, wenn sie wissen, dass ich weg will, doch festhalten werden. Also plane ich meine Flucht heimlich, wobei mir auch klar ist, dass ich wohl einige meiner Sachen zurücklassen muss. Trotzdem versuche ich zunächst, so viel wie möglich davon zusammenzusuchen, ohne dass es auffällt. Dazu muss ich an verschiedene Schränke heran, da ich die Sachen ja alle abgegeben habe, und es darf natürlich nicht zuviel sein, weshalb ich mich bei allen Dingen entscheiden muss, ob ich sie mitnehme oder nicht. Dieses Zusammensuchen ist gar nicht so einfach, weil in dem großen Schlafsaal ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Auch eine Aufseherin kommt herein und ruft mich zu sich. Sie befiehlt mir, ein Stück aus meinem Rock herauszuschneiden, weil sie es an die Eidechsen verfüttern will und reicht mir eine Schere. Die Schere geht schwer und schneidet schlecht, verhakt sich mehrmals im Stoff. Schließlich habe ich ein Stück herausgeschnitten - es ist ein weiter langer Rock mit kleinen Streublümchen - und gebe es ihr. Es tut nicht weh, denn ich denke, dass der Rock mir sowieso nicht gefällt und ich bald wieder draußen sein werde. Sollen den Stoff doch die Eidechsen fressen, obwohl ich mich frage, ob ihnen der wirklich schmeckt. Nur dass ich bei der Flucht mit einem kaputten und "gebrandmarktem" Rock herumlaufen muss, ärgert mich ein bißchen.
Während ich noch dabei bin, mich weiter auf meine Flucht vorzubereiten und eine passende Gelegenheit abzuwarten, wache ich auf.

Bemerkung: Beim Durchdenken des Traumes fällt mir unwillkürlich die Redewendung "sich ins eigene Fleisch schneiden" ein, obwohl ich mir nur in den Rock geschnitten habe.
Übrigens ist das Thema Spiel in Verbindung mit Selbstbestimmung/Zwang und dem Symbol Schere auch astrologisch angezeigt, mit Mars t im 5. Haus im Quadrat zu Uranus r.

Mittwoch, 24. Januar 2007

...

Der in sich hineinfeixende M. und ich frage ihn, warum er so lacht, aber er sagt es mir nicht sondern grinst weiter.

...

In Nirvâna Vernichtung zu sehen, läuft darauf hinaus, zu sagen, daß in gesunden traumlosen Schlaf –
der keinen Eindruck in dem physischen Gedächtnis oder Gehirn zurückläßt, weil das höhere Selbst des Schläfers dabei in seinem ursprünglichen Zustande unbedingten Bewußtseins ist – versunkener Mensch gleichfalls vernichtet ist. Das letztere Gleichnis entspricht nur der einen Seite der Frage – der allermateriellsten; da Reabsorption durchaus keinen solchen „traumlosen Schlaf“ bezeichnet, sondern im Gegenteile absolute Existenz, eine unbedingte Einheit,
oder einen Zustand, den zu beschreiben die menschliche Sprache gänzlich und hoffnungslos unfähig ist. Die einzige Annäherung an irgend etwas, was einer verständnisvollen Vorstellung davon ähnlich ist, kann bloß in den panoramaartigen Visionen der Seele durch die geistigen Ideenbildungen der göttlichen Monade gesucht werden. Auch geht die Individualität – ja nicht einmal die Wesenheit der Persönlichkeit, wenn eine solche übrig geblieben ist – nicht deshalb verloren, weil sie reabsorbiert wird. Denn wie grenzenlos auch vom menschlichen Standpunkte aus der paranirvânische Zustand sein mag, so hat er doch seine Grenze in der Ewigkeit. Dieselbe Monade wird, wenn sie ihn einmal erreicht hat, als ein noch höheres Wesen, auf einer viel höheren Ebene aus demselben wieder emportauchen, um ihren Kreislauf von vervollkommneter Thätigkeit aufs neue zu beginnen. Das menschliche Gemüt in seinem gegenwärtigen Entwicklungszustand kann diese Gedankenebene nicht überschreiten, ja kaum dieselbe erreichen. Es wankt hier an den Pforten der unerfaßbaren Unbedingtheit und Ewigkeit.
(Blavatsky - Geheimlehre I)

Sonntag, 21. Januar 2007

Mit M. im Kino

Den Titel des Films habe ich vergessen, aber es war ein eher ungewöhnlicher Film. M. bemängelte meine Jeanshose, eine die eigentlich nur bei mir im Schrank liegt und die ich nie trage, aber im Traum tat ich es. Sie gefiel ihm nicht.

Sonntag, 14. Januar 2007

Die Katze mit den Engelsflügeln

Eine weiße Katze, zerbrochen, mit weißen gebrochenen Flügeln, scheint schier auseinanderzufallen. Ich versetze sie in einen Heilschlaf. Sie schläft und schläft, ihre Augen fest geschlossen. Ich beobachte sie von der Seite, und hoffe, dass sie nun wieder zusammenwächst. Schließlich wacht sie langsam auf und wankt benommen davon. Wie ich erleichtert sehe, halten alle Körperteile zusammen und nichts fällt ab.

Mittwoch, 10. Januar 2007

Der Burgausblick

Ein gigantischer Ausblick von einer alten Burg aus. Ich stehe ganz oben, von wo es schräg, wie eine riesige Rampe hinunter zum Meer geht. Das Meer liegt erst ruhig und glänzend da, wird aber immer stürmischer. Ich überlege, auf der schrägen Rampe hinunterzulaufen, da die Rampe aber extrem steil ist, lasse ich es sein und genieße nur die Aussicht.

Dienstag, 2. Januar 2007

...

Ich gebe dem S.-Hausmeister Anweisungen zum Umräumen eines Zimmers. Dieser grinst mich immer ganz fasziniert an und sagt etwas in der Art, dass wenn er allein mit mir gewesen wäre, er mich schon viermal ....(an das Wort erinnere ich mich nicht mehr, ich glaube, es war irgendwas mit 'kommen') hätte. Ich verstehe das so, dass er mich schon viermal vergewaltigt hätte und denke bei mir, wie gut es ist, dass ich ihn so um den Finger gewickelt habe, denn im Traum ist er ansonsten völlig handzahm und mir freundschaftlich zugetan ohne zudringlich zu werden. Immerhin ist er ja verheiratet.

Montag, 1. Januar 2007

Die Nacht vor 2007 - Skatterberg, Mistwände und Flucht über die Esstafel

Riesige Mistwände sind links und rechts von den Straßen gestapelt. Sie reichen bis an die Dachrinnen der Häuser und sind so steil, dass immer wieder "Lawinen" von Mist herunter auf die Straße rutschen, so dass man dort vorsichtig sein muss, in dem schmalen Graben zwischen den Mistwänden nicht von Mist begraben zu werden.

Viele Hunde erschienen in meinen Träumen, teilweise mit seltsamen Äußeren. Einer sah aus wie ein graues Schaf, mit grauem, gekräuseltem Fell, einen anderen sah ich erst nur von hinten auf einer Treppe über mir und als er sich umwendete, entpuppte er sich als ein Reptil, krokodilähnlich, das blitzschnell die Treppen hinunterglitt.

Ein als Alien verzaubertes kleines Mädchen, das, sobald es wieder ein normales kleines Mädchen ist, mir ins Ohr flüstert, dass es sich ein Meerschweinchen wünscht.

Mit meiner Mutter unterweg. Ich muss eigentlich gleich zur Schule oder zur Arbeit, aber meine Mutter sagt, dass das nicht so wichtig ist und dass wir erst noch ein Eis essen gehen. Auf dem Alex trifft sie jedoch ältere Frauen aus ihrer Seniorengruppe und auf einmal bin ich vergessen. Ich stehe etwas abseits, während sie plappern und plappern und immer in die Richtung des Hotel Stadt Berlins zeigen, aber von einem "Skatterberg" reden. Wahrscheinlich schwärmen sie von einer ihrer Reisen. Schließlich verdrücke ich mich und will mir allein ein Softeis holen gehen. Dazu muss ich aber durch den offenen Gang eines Hotels bis ganz nach hinten. Als ich dort ankomme sehe ich, dass der Softeisstand geschlossen hat. Klar, es ist ja auch mitten im Januar, obwohl das Wetter schön und sonnig ist. Als ich hinaus will, stelle ich fest, dass sich eine Gesellschaft, bei welcher ebenfalls meine Tante ist, um eine große Holztafel versammelt hat, die mitten im schmalen Gang im Weg steht. Ein Hinauskommen ist nicht mehr möglich, oder doch? Kurz entschlossen und mit dem Gedanken nur hier hinaus zu wollen, krieche ich auf allen vieren quer über die Tafel, was mir zwar etwas peinlich ist, aber das kleinere Übel. Endlich bin ich draußen und kann einen leeren Strand entlanglaufen, den Strand eines Flusses, der aber so breit ist, dass man das andere Ufer nicht sieht und wie ein Meer wirkt.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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