Zitate und Tips
In jedem Augenblick flüstert Ihnen das Universum Botschaften zu. Botschaften, die sich in Ihren Träumen finden, in den Situationen, in die Sie verwickelt sind, und in der machtvollen Symbolik, die Sie in Ihrem Zuhause umgibt.
Aus "Die Magie des Wohnens" von Denise Linn
Zitate und Tips - Sonntag, 24. September 2006, 23:56
Und Träume sind die Sprache Gottes. Wenn er die Sprache der Welt spricht, kann ich sie deuten. Aber wenn er die Sprache deiner Seele spricht, so kannst nur du selber sie verstehen.
Aus "Der Alchimist" von Paul Coelho
Zitate und Tips - Samstag, 16. September 2006, 17:38
Wenn man den Träumen zu viel Bedeutung beimesse, bemerkte er, werde es zu dem, was es für die alten Zauberer war: eine unerschöpfliche Quelle des Sichgehenlassens.
Aus "Die Kunst des Träumens" von Carlos Castaneda
Zitate und Tips - Samstag, 2. September 2006, 20:18
Alles um uns herum existiert auch in einer parallelen, nichtphysischen Dimension des Universums. Obwohl unsere Augen nur das dichte molekulare Ergebnis von Energie sehen, setzt die Materie sich in einem Kontinuum nichtphysischer Energie fort, das sich unseren Blicken entzieht.(Buhlmann - Out of Body)
Dieser Gedanke erinnert stark an den schamanischen Glauben, dass alles in der materiellen Welt ein eigenes Traumleben besitzt und in diesem Träumen an einer anderen Dimension teilhat, und zwar nicht nur Lebewesen, sondern auch "tote" Gegenstände.
Zitate und Tips - Sonntag, 4. Juni 2006, 22:29
Ich habe lange gebraucht, aber endlich lerne ich, dass nicht die Formen, die wir sehen, wichtig sind; wichtig ist, was die Formen symbolisieren.....So seltsam es klingen mag, ich vermute doch stark, dass dasselbe für die uns umgebende physische Welt gilt.(Buhlmann - Out of Body)
Zitate und Tips - Sonntag, 4. Juni 2006, 20:40
Das erstaunliche Funktionieren der inneren Uhr und ihren Einfluß auf den Schlaf konnte ich zu Pfingsten wiedereinmal beobachten. Ich hatte vergessen, das Weckprogramm meines Radioweckers auszuschalten, das fünf Tage in der Woche weckt, nur am Wochenende nicht. Auch die Terminprogrammierung meines Handys muß am Montagmorgen zur gewohnten Zeit losgegangen sein, doch gehört habe ich nichts, weder vom einen noch vom anderen. Obwohl die Wecktöne nicht gerade leise sind, habe ich trotz des gemeinsamen Konzert meines Radios und meines Handys seelenruhig weitergeschlummert. Meine Schlafbewußtsein wußte an diesem Tag, dass ich nicht früh aufstehen muß und hat alle äußeren Weckversuche ausgeblendet.
Für mich ist es ein natürliches und oft erprobtes Phänomen, dass ich mich selbst zum Wecken programmieren kann und dies auch zu eigentlich ungewohnten Zeiten. Selbst vor einem sonst unüblichen Mittagsschlaf kann ich mich vorher darauf programmieren, wann ich wieder von allein aufwachen will. Wenn ich mir Abends vor dem Einschlafen zum Beispiel 1-2 mal sage, bzw. auch nur denke, dass ich um 7 Uhr aufwachen will, wache ich ohne Wecker garantiert gegen 7 Uhr auf, oft sogar fast auf die Minute genau. Ein Problem bildet allerdings die Sommerzeit. Programmiere ich mich während der Sommerzeit auf 7 Uhr, wache ich nämlich garantiert um 6 Uhr auf und das den ganzen Sommer über. Deshalb muß ich die Sommerzeit bei der Programmierung immer mit einbeziehen. Warum es dem Körper, bzw. der inneren Uhr nicht möglich ist, sich auf die Sommerzeit umzustellen, weiß ich nicht. Vielleicht ist das halbe Jahr einfach zu kurz dafür. Würde die Zeitumstellung dagegen mehrere Jahre dauern, würde sich die innere Uhr vielleicht mit der Zeit umgewöhnen. Das menschliche Bewußtsein, bzw. Unterbewußtsein, besitzt halt keine Knöpfe, an denen man dran drehen kann.
Wenn ich trotz dieser körpereigenen "Weckfunktion" noch Wecker benutze, liegt das daran, dass ich mich damit für Eventualitäten absichere. Manchmal vergesse ich es nämlich abends, mich zu programmieren oder ich bin so müde, dass ich auf der Stelle einschlafe, manchmal wache ich zwar morgens auf, aber komme nicht aus dem Bett und nicke wieder weg. Aber trotzdem ist mein innerer Wecker im Gegensatz zu den richtigen Modellen, immer am verläßlichsten, vorausgesetzt, ich vergesse die Programmierung nicht und schlafe nicht nach dem Aufwachen wieder ein.
Etwas gibt es jedoch, was man bei der Programmierung beachten muß. Es ist eine seltsame Beoachtung, dass man sich nicht zu sehr und zu viel auf das Programmieren konzentrieren darf. Würde ich mir zum Beispiel vor dem Einschlafen minutenlang vorsagen, wann ich aufwachen möchte und mich mit aller Kraft darauf konzentrieren, würde es garantiert nicht funktionieren. Der Trick dabei ist, nur kurz daran zu denken, optimal sind 1-2 Mal, und es dann wieder zu vergessen. (Übrigens ist das ein Trick, den man auch anwenden kann, wenn man sich auf bestimmte Träume programmieren will.) Das Vergessen ist das Wichigste. Das klingt zwar merkwürdig, denn man könnte meinen, dass der Gedanke dann tatsächlich vergessen ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn gerade so wird der Gedanke erst in der richtigen "Schublade" des Bewußtseins abgelegt, von wo aus er wirken kann - auch während des Schlafes. Ich nenne diesen Teil des Bewußtseins Unterbewußsein, um mal bei den allgemein bekannten Begriffen zu bleiben. Konzentriere ich mich jedoch zu stark auf etwas, bleibt dieses im Wachbewußtsein "stecken", von wo aus es ziemlich wenig Chancen hat zu wirken, vor allem beim Schlafen. Überhaupt glaube ich persönlich, dass die meisten Dinge, die geschehen, vorrangig aus den in unserem Unterbewußtsein gespeicherten Erfahrungen, Gedanken und Bildern resultieren und weniger aus dem, was wir bewußt denken, auch wenn wir meist meinen, dass das bewußte Denken der Antrieb für unser Handeln ist. Und ich bleibe dabei, dass das menschliche Bewußtsein etwas ungemein Faszinierendes ist.
Zitate und Tips - Donnerstag, 19. Mai 2005, 00:47
So wie ich mir oft Gedanken darüber mache, warum sich andere nicht ihre Träume so leicht merken wie ich, frage ich mich auch oft, warum andere nicht so frühe Kindheitserinnerungen haben wie ich.
Ich habe teilweise Kindheitserinnerungen, die noch aus meiner Baby- bis Kleinkindzeit stammen, was sich eindeutig zuordnen läßt, da sie entsprechende Attribute enthalten oder wie mein Krankenhausaufenthalt zeitlich eindeutig eingrenzbar sind. Doch meine Eltern wollen mir nie glauben, dass ich an diese Zeit Erinnerungen habe. Sie behaupten dann immer, ich würde mir das einbilden, hätte geträumt oder sonstwas. Aber ich bin absolut sicher, dass es echte Erinnerungen sind, da sie teilweise auch mit den Erzählungen meiner Eltern übereinstimmen. Anscheinend ist es jedoch nicht normal, so frühe Erinnerungen zu haben und ich finde es immer wieder bedenklich, wie sorglos mache Eltern mit ihren Kindern umgehen und dabei die Ausrede verwenden, dass diese das später sowieso nicht mehr wüßten. Es scheint als selbstverständlich angesehen zu werden, dass man an die früheste Kindheit keine Erinnerungen haben könne. Doch an mir selbst sehe ich, dass es nicht so ist, auch wenn man die Bilder, die man gespeichert hat, manchmal nicht zuordnen oder erklären kann. Von meinem Krankenhausaufenthalt mit 2 1/2 bis 3 Jahren wegen einer Meningitis hatte ich z.B. etliche Bilder und Erlebnisse gespeichert, die ich mir später jedoch nicht erklären konnte, da ich damals während der Krankheit noch nicht verstanden hatte, was da eigentlich passiert und auch nicht wußte, dass ich krank gewesen war. Deshalb haben solche frühen Erinnerungsbilder wirklich manchmal was von Träumen und eine Weile habe ich sie auch selbst dafür gehalten, obwohl ich immer geahnt habe, dass mehr dahinter steckt, bis ich mit ca. 14-15 Jahren meine Eltern darauf ansprach und sie mir die Geschichte erzählten. Ab da wußte ich, dass ich tatsächlich Erinnerungen von der damaligen Zeit in mir trug.
Nun kann man sagen, dass ein Krankenhausaufenthalt sicherlich ein ziemlich einschneidendes Ereignis ist, von dem deshalb eher Erinnerungen haften bleiben. Doch ich habe auch völlig harmlose Erinnerungen, zum Beispiel daran, wie ich, als ich noch in einem Gitterbettchen schlief, welches im Schlafzimmer meiner Eltern stand, morgens immer viel eher wach war als meine Eltern, aber da ich ja nicht aus dem Gitterbett raus konnte, dann leidenschaftlich gerne neue Höhlenkonstruktionen mit meiner Bettdecke ausprobiert habe. Ebenso kann ich mich erinnern, wie mir der Schnuller von meinem Vater weggenommen wurde, als ich ihn nicht mehr benutzen sollte und wie mir meine Mutter am Gitterbettchen ein Schlaflied mit Geige vorgespielt hat.
Vielleicht habe ich sogar noch viel mehr Erinnerungen aus dieser Zeit, Bilder, die ich zwar kenne, aber nicht zeitlich zuordnen kann, wenn in ihnen keine eindeutigen Attribute enthalten sind.
Mich beschäftigt nun die Frage, ob mein gutes Traumerinnerungsvermögen irgendwie in Zusammenhang mit meinen sehr frühen Kindheitserinnerungen steht. Mein Bruder, der immer behauptet nie zu träumen, kann sich jedenfalls nie an irgendwelche Dinge aus seiner frühesten Kindheit erinnern. Eventuell macht sich ja ein gutes Traumerinnerungsvermögen gleichzeitig mit sehr frühen Kindheitserinnerungen bemerkbar, da die frühe Kindheit doch fast so etwas ähnliches wie ein Traum ist, aus dem man langsam erwacht, bis man sich seiner selbst bewußt wird.
Und eventuell erwacht das Bewußtsein bei einigen Kindern früher, als bei anderen und dies steht proportional im Zusammenhang dazu, wie sehr man im Schlaf bewußt bleibt und sich seiner Träume entsinnen kann. Was mögen die Ursachen für die unterschiedliche Bewußtwerdung sein? Vielleicht sind ja sogar, bei entsprechendem Bewußtsein, vorgeburtliche Erinnerungen möglich? Wobei ich selbst eher weniger daran interessiert wäre, mich an alles erinnern zu können, aber ich bin überzeugt davon, dass das menschliche Bewußtsein noch etliche Rätsel und Geheimnisse für uns bereit hält.
Zitate und Tips - Samstag, 25. September 2004, 00:52
Der Vorläufer von Halloween wurde auf Irland schon vor 5000 Jahren gefeiert und zählt somit zu den ältesten Festtagen der Menschheit.
Auch die alten Römer kannten das dreitägige Fest mundus patet. Während des Zeitraumes stiegen die Manes, die Seelen der Ahnen, aus der Unterwelt empor.
Um die heidnischen Bräuche abzuschaffen hat die katholische Kirche das Fest Allerheiligen auf den 1. November gelegt. Der Abend vor Allerheiligen wird im Englischen als All hallows eve bezeichnet, das sich später zu Halloween entwickelte. Allerheiligen und Allerseelen sind katholische Gedächtnistage der Heiligen und Verstorbenen. Allerseelen wurde 995 vom Abt Odilo von Cluny eingeführt.
Die Kelten feierten ihr Totenfest Samhain. Samhain (ausgesprochen etwa wie 'Sa-un' oder Sa-u-in) soll sich in einer Deutung von 'sam-fuin' ableiten und das heisst Sommers-Ende. Das keltische Jahr beschränkte sich auf die Jahreszeiten Sommer und Winter und zu Samhain endete das alte und begann das neue Jahr. Samhain ist ein Mondfest, d.h. eigentlich fällt es auf den Neumond rund um den Novemberanfang, doch der übliche Termin für Samhain ist die Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November. Es ist der Beginn des dunklen Halbjahrs, wenn die Grenze zwischen den Welten, der Welt der Lebenden und der Welt der Toten, offen ist. Das Licht stirbt und wird wiedergeboren. Man glaubte, dass die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. Die Geister der Toten statten ihren Familien und Freunden einen Besuch ab, wir zünden für sie Kerzen an und gedenken ihrer.
Weil In dieser Nacht die Grenze zwischen der Dieswelt und der Anderswelt so durchlässig ist, ist dies auch die Zeit der schamanischen Reisen in die Totenwelt, meistens mit dem Ziel Wissen zu erlangen. Auch der Kontakt zu Toten und deren Befragung ist möglich. Antworten werden meist über Träume empfangen. Für Rituale ist diese Nacht prädestiniert.
Bräuche, Sagen und Legenden, die dieses Fest begleiten:
Zu Ehren der Verschiedenen wurde das Haus zu Samhain blitzblank geputzt, das Feuer besonders sorgfältig gewartet. Quellwasser, Speisen und Tabak auf den Tisch, an die Haustür oder vor den Kamin gestellt. Oder etwas Milch, Lebensmittel wurden auf die Fensterbank gestellt und über Nacht eine weisse Kerze daneben angezündet. Man tat dies, damit die vorbeischwebenden Seelen es sehen können und sich auf der Reise stärken können. Die Überreste dieser Nacht, wurden nie einfach nur weggeworfen, sondern dem Wasser oder der Erde wieder zurückgegeben. Jedermann ließ die Haustür unverschlossen, verkrümelte sich aber früh ins warme Bett - die Toten schätzten es nicht, von den Lebenden beobachtet zu werden. Es war nicht ratsam, sich in dieser Nacht nach Schritten umzuwenden - die Toten behielten einen sonst leicht bei sich, bzw. man landete im brüchigen Zeitengefüge auf der falschen Seite.
Den Seelen die in diesem Jahr, dass nun vergangen ist Verstorbene sind, wird nicht gedacht, da ihr Tod noch nicht lange genug zurückliegt. Man muss ihnen mindestens 1 Jahr & 1 Tag Zeit geben um sich von dem diesseitigen Leben zu verabschieden und zu trennen. Sie benötigen diesen Zeitraum um auf die andere "Seite" hinüberzugehen und sich dort einzurichten. Wenn wir zu früh versuchen zu ihnen Kontakt aufzunehmen, wäre diese ein Zeichen für sie, dass wir sie noch nicht gehen lassen wollen.....wir würden sie daran hindern ihre letzte Reise anzutreten und sie nur unnötig lange in dieser unserer Welt festhalten.
Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt - weniger, um sie zu segnen, als um die Qualen der Seelen in der heißen Hölle zu lindern. Man stellte Speisen auf das Grab (Brot, Wein, Bohnen) und zündete Kerzen an. Allerdings durften auf den Gräbern von Selbstmördern keine Kerzen entzündet werden, weil es hieß, deren Kinder würden dadurch auch zu Selbstmördern. Das Licht auf den Gräbern wird verschieden gedeutet: Es soll die Seelen anlocken und ihnen den Weg zu dem Ruheplatz des Körpers weisen oder es soll die Seelen wärmen. An anderen Orten ist das Licht eine Schranke zwischen den Lebenden und den Toten oder es vertreibt die bösen Geister. Wer sich nachts auf einen Grabhügel stellte, sollte alle, die nächstes Jahr starben, über die Gräber gehen sehen. Die Toten selbst nennen diejenigen, die im nächsten Jahr sterben.
Wenn eine Frau zu Samhain schwanger ist, können (soweit sie einwilligt) die Geister sie fragen, ob sie durch das Kind wiedergeboren werden dürfen.
An diesem Tag sollten gesalzenen Speisen vermieden werden, da Salz die Ahnengeister abwehrt.
Ätherische Öle:
(für die Duftlampe): Muskatellersalbei (nicht anwenden bei Neigung zu Epilepsie)
Farben:
Weiß, Kürbisorange, Schwarz, Grau
Steine:
Schutzstein: Blutjaspis (grün mit roten Punkten), Unterweltstein: schwarzer Jaspis, Stein für Magie und zur Vertreibung von Dämonen: schwarzer Amber (Jett)
Rituale:
Reinigungsrituale mit Verbrennen von auf Papier geschriebenen oder gemalten Dingen, die sich im reinigenden Feuer auflösen sollen, Ehrung der Verstorbenen und der Ahnen. Gute Nacht um evtl. eine Astralreise zu den Ahnen zu machen oder an vergangenen Leben zu arbeiten.Es ist der ideale Abend für die Zukunftsschau, Wahrsagezauber, Weissagungen, Kartenlegen und Traumdeutungen. Materialisationen fallen leicht und Geistererscheinungen sollen sogar sprechen.
Zitate und Tips - Freitag, 31. Oktober 2003, 20:39
Der gestrige Kommentar von jemandem hat mich wiedermal dazu angeregt, über die Bedeutung der Träume in meinem Leben und über den Tod nachzudenken. Der Tod und die Träume sind bei mir eng miteinander verknüpft und dies im wahrsten Sinne des Wortes, da er mir schon einige Male als Person im Traum erschienen ist und weltbewegende Unglücke angekündigt hat, die dann auch eingetreten sind. Leider kann ich diese Träume nie wirklich deuten, bzw. erst wenn das Ereignis eingetreten ist, obwohl die Hinweise manchmal taggenau sind. Aber ich glaube, auch wenn ich die Träume vorher deuten könnte, würde es wohl nicht viel bringen. Oder hätte mir vielleicht jemand geglaubt, wenn ich ihm vorher erzählt hätte, daß am 11.September viele Menschen sterben werden? Die ersten Male, als ich dem Tod im Traum die Hand gegeben habe, hat mich das so beunruhigt, daß ich glaubte, mir selbst könnte etwas passieren. Ich habe dann tatsächlich meine Angelegenheiten alle in Ordnung gebracht, obwohl die Wahrscheinlichkeit doch eher gering war, daß ich in diesen jungen Jahren schon abberufen werden würde. Eigentlich lege ich auch keinen großen Wert darauf, es vorher zu wissen, wann mein Stündlein schlägt. Erst letztens habe ich in einem Film einen Satz gehört, den ich mir gemerkt habe: "Es ist ein Luxus, nicht zu wissen wann man stirbt." Ich hoffe, meine Träume gewähren mir diesen Luxus.
Etwas anderes, was mich nachdenklich macht, ist die Tatsache, daß manche Träume den "Träumen" gleichen, die man hat, wenn man ohnmächtig ist. Obwohl man sowas dann vielleicht nicht Traum nennen kann. Oder doch? Ich frage mich, ob man diese Bewußtseinszustände auch hat, wenn man stirbt. Ob man dann vielleicht im "Traum" irgendwo zu Hause in seinem Wohnzimmer sitzt und sich wundert, warum das Licht nicht an und der Fernseher nicht aus geht. Und ich frage mich, ob diese andere Bewußtseinsebene nur vorübergehend ist oder auch nach dem Tod bestehen bleibt. Wenn dies der Fall wäre, würde es den Geschichten von den auf der Erde herumirrenden armen Seelen eine ganz neue Bedeutung geben. Denn ich stelle es mir grausig vor, auf ewig in einer Bewußtseinsebene gefangen zu sein, in der ich ständig auf der Suche nach der Wohnungstür, dem Lichtschalter oder der Fernbedienung bin. Ich glaube zwar nicht an Himmel oder Hölle im herkömmlichen Sinn, aber dies wäre in der Tat eine Art Hölle. Zu diesem Thema gibt es im übrigen einen wunderbaren Film:"The sixth sense", den ich nur empfehlen kann. Auch darin geht es um Seelen, die nicht realisieren, daß sie gestorben sind und deshalb weiter herumirren in dem glauben, ihr normales Leben fortzusetzen. Schlußendlich würde dies nahelegen, daß es wichtig ist jederzeit zu erkennen, in was für einem Bewußtseinszustand ich mich befinde. Ob ich mich wirklich noch in der Realität befinde, oder alles was ich erlebe, auf einer anderen Ebene geschieht. Luzide Träume, d.h. Träume in denen ich weiß, daß ich träume, sind eindeutig viel angenehmer, denn ich habe in ihnen ganz andere Möglichkeiten mich zu bewegen und zu handeln. Statt krampfhaft nach der Tür zu suchen, gehe ich durch die Wand oder wünsche mich an einen anderen Ort. Statt vor dem "schwarzen Mann" Angst zu haben und wegzulaufen, mache ich ihn ganz klein und lasse ihn zu Staub zerfallen. Statt mich von Hindernissen, Grenzen oder Höhen zurückhalten zu lassen, fliege ich einfach weiter. In Träumen, in denen man weiß, daß man träumt und die man deshalb selbst steuern kann, wird alles wahr an das man denkt, bzw. denken will. Und wenn ich erkennen kann, wann ich träume, dann müßte ich doch auch erkennen können, wann ich tot bin. Oder? Leider ist es nicht so einfach, in allen Träumen bewußt zu bleiben und deshalb gibt es haufenweise Tips und Anleitungen zu diesem Thema.
Je älter ich werde, um so mehr erkenne ich die Bedeutung meiner Träume. Dinge, die mir früher nur als Zufälle erschienen sind, sehe ich jetzt in einem ganz anderen Licht. Schon immer habe ich sehr lebhaft und viel geträumt, aber außer, daß ich diese Dinge gerne erzählt habe, habe ich mich sonst nicht mit ihnen beschäftigt. Im Alter von zwanzig Jahren hatte ich eine tiefe Krise durchzumachen, in welcher es mir seelisch sehr schlecht ging. Ich suchte Antworten in der Bibel (weil ich noch keine anderen Orakel kannte *gg*)und habe irgendeine zufällige Seite aufgeschlagen. Dort tippte ich mit dem Finger auf eine zufällige Stelle und erwischte einen Vers, in dem es sinngemäß hieß, man solle auf seine Träume achten. Ich habe es damals eigentlich nicht richtig ernst genommen, aber trotzdem instinktiv begonnen, mich mehr mit meinen Träumen zu beschäftigen. Aus der heutigen Sicht der Dinge ist mir aufgefallen, daß ich jedesmal, wenn jemand in mein Leben getreten ist, der darin einen größeren Platz einnehmen sollte, gleich in den ersten Tagen des Kennenlernens einen Traum hatte, der im Prinzip den Verlauf der Beziehung und meine Gefühle dabei vorweggenommen hat. Häufig träume ich auch Dinge über Menschen, die mir nahestehen, die sie mir nicht erzählt haben und die ich nicht wissen konnte, die aber trotzdem den Tatsachen oder dem Denken des anderen entsprechen. Leider hat mir das bisher nicht wirklich geholfen. Das liegt wohl daran, daß ich wegen meinem Sturkopf und meiner Neugier meist nicht auf meine Träume gehört habe. Aber vielleicht lerne ich es ja noch und muß Gott nicht immer dann beschäftigen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.*lach*
So im Nachhinein erscheint mir diese Bibelstelle viel bedeutender, als ich es anfangs geglaubt habe. Als hätte Gott tatsächlich vor, mir mit meinen Träumen etwas mitzuteilen, was mich führen und beschützen soll. Das ist der Grund, warum ich mich so intensiv mit ihnen beschäftige und sie immer aufschreibe.
Zitate und Tips - Montag, 8. September 2003, 20:47
Mit diesem Blog möchte ich die von mir in meinen Weblogs veröffentlichten Träume, ebenso wie meine über Jahre handschriftlich aufgezeichneten Träume, in Themenrubriken, bzw. Traumkategorien, zusammenfassen und archivieren. Diese Kategorien beruhen auf regelmäßig sich während des Träumens wiederholenden Themen. Mir selbst soll diese Form der Archivierung eine größere Übersichtlichkeit in meinen Traumaufzeichnungen geben und anderen die Möglichkeit, in meinen Traumerlebnissen zu stöbern. Bei einigen Träumen bin ich mir noch nicht schlüssig, in welche Rubrik ich sie einordne, so daß ich wahrscheinlich immer wieder Rubriken ändern oder neu einrichten werde.
Eventuell werde ich auch eine Rubrik mit meinen Rückführungen in vergangene Leben einfügen. Diese Rückführungen waren mehr eine Art Experiment, das allerdings teilweise erstaunliche Ergebnisse brachte, was die Jahreszahlen und Namen betraf. Ich habe mich bis heute nicht entschieden, ob ich daran glauben oder es als Unsinn abtun soll, aber inzwischen mache ich schon seit Jahren keine Rückführungen mehr, weil es mir zu zeitaufwendig ist und für mein jetziges Leben auch nicht viel Nutzen hat. Trotzdem sind die Aufzeichnungen für andere vielleicht ganz interessant zu lesen.
Zu einigen Träumen habe ich Gedanken, Erläuterungen oder Zitate über die Traumsymbolik hinzugefügt. Dies soll keine Deutung darstellen, sondern nur Anhaltspunkte für meine Überlegungen festhalten, denn ich betrachte die Träume generell aus verschiedenen Gesichtspunkten. Zum einen nämlich als symbolische oder auch deutlichere Botschaften des Unterbewußtseins, aber zum anderen auch, der schamanistischen Tradition folgend, als Zugang zu einer anderen Dimension und Realität.
Zitate und Tips - Freitag, 1. März 1991, 02:30