Wort-und Zahlenträume

Freitag, 2. November 2007

Das Vogelbuch und die reziproke Frage der Bewußtheit

Ich erinnere mich an Schnee. Eine hohe Schneedecke durch die ich stapfte. Mir ist auch, als wäre in diesem frühen Traum ein Tier anwesend gewesen, ich weiß aber nicht mehr, welches es war.
Später erhalte ich ein Päckchen mit zwei Büchern. Zum einen eine Anthologie, in welche eine Geschichte von mir aufgenommen wurde, aber auch noch ein anderes dünnes broschiertes Büchlein, welches ausschließlich Sachen aus meinem Weblog enthält, nämlich über Vögel. Das mit dem zweiten Buch kommt überraschend, der Verlag hat mich nicht vorher darüber informiert. Eigentlich steht in diesem Buch auch nicht viel drin. Auf dem Titel ist ein Rotkehlchen zu sehen und auf den Seiten steht jeweils nur ein einzelner Satz von mir und darunter, kursiv gesetzt und in einem gepunktetem Rahmen, ein Kommentar meiner Leser dazu. Trotzdem ist es schon irgendwie niedlich gemacht, wenn ich mich auch frage, wer das lesen oder kaufen soll. In meinem Weblog schreibe ich ja nun weiß Gott nicht viel über Vögel. Das alles spielt sich in der elterlichen Wohnung ab und ich zeige das Büchlein meinem Vater, der darin blättert und Fragen stellt. Merkwürdig an dem Traum ist, daß ich das Gefühl habe, dieses Buch, bzw. eine aufgeschlagene Seite daraus, schon gesehen zu haben, so als hätte ich bereits einmal davon geträumt. Auch der Satz auf dieser Seite kommt mir bekannt vor, aber nicht, weil ich ihn im Weblog gelesen habe, sondern weil ich ihn genau so schon einmal in diesem Buch gesehen habe.
Ich ziehe mich in mein Zimmer zurück, werde aber durch irgendetwas (ein Geräusch?) wieder herausgelockt. Es brennt überall Licht, aber mein Vater ist nirgends zu sehen. Ich suche und rufe ihn und finde ihn schließlich nackt im hinteren Korridor auf dem Fußboden liegend. Sofort beginne ich ihn anzusprechen und zu rütteln, um zu sehen, was mit ihn ist. Erst reagiert er nicht, doch dann sagt er mir, daß er nichts hören kann von dem, was ich sage. Klar, er ist ja schwerhörig. Das hatte ich vergessen. Aber er ist bei Bewußtsein und es scheint auch nichts ernsthaftes zu sein. Er fragt mich nur dauernd, warum ich nachts immer so schreie. Ich und nachts schreien - davon weiß ich nichts. Und wieso hört er mich schreien, wenn er schwerhörig ist? Was meint er nur? Ist er verwirrt oder bin ich es? Kann ich mich vielleicht nicht erinnern, daß ich schreie, weil ich mir dessen nicht bewußt bin? Ich beginne, an mir selbst zu zweifeln und der Traum verändert sich. Jetzt befinde ich mich woanders und statt meines Vaters ist Herr N. da. Die Situation kehrt sich um. Ich sage ihm, daß er dieses oder jenes getan hätte und er antwortet, daß er davon nichts weiß. Schließlich fragt er mich, ob er dabei bewußt gewesen sei.

Erinnert an diesen Traum.

Samstag, 6. Oktober 2007

...

Im Schlaf ging es um Löcher (im Energiefeld?) und einen Detektions-Buddha, jedoch ist bis auf diese beiden Wörter nichts in Erinnerung geblieben.

Freitag, 21. September 2007

1590

Eine fremde Wohnung. Ein kleines Bad, seltsam gefließt. An Wänden, Fußboden und Decke helle Fliesen jeweils in der Mitte aber in einer unregelmäßigen Ballung dunklerer Fliesen mit grünem Blumenmuster. Ich finde das etwas geschmacklos, allerdings beeindruckt mich, dass das Muster der Fliesen zu einigen rokokoartigen Dingen im Bad passt, wie eine kleine Kommode und zwei Aufsätze als Halterung für irgendwas, an denen sich dieses Muster wiederholt.
Danach die Küche, frisch renoviert, weiß gestrichen, doch hinter der Tür eine Stelle, wo schlampig gearbeitet wurde und noch ein Streif Wand hervorschaut. Aber ok, hinter der Tür fällt das kaum auf.
Nun sitze ich mit jemandem an einem Tisch und suche anscheinend Gegenstände, die einigen Wert haben und die ich pfänden kann. (Bin ich Gerichtsvollzieher?) Die andere Person reicht mir eine leichte Schachtel in der Art einer Zigarrenkiste mit klappbarem Deckel. Erst will ich sie achtlos beiseite legen, doch als ich den Deckel aufklappe, fällt mir auf der Innenseite die Jahreszahl 1590 auf. Wow, denke ich, 1590 - die Schachtel könnte vielleicht doch einigen Wert haben.

Bemerkung: In den letzten zwei Tagen sind mir im Fernsehen vermehrt Gerichtsvollzieher über den Weg gelaufen. Vorgestern in einer Reportage über Wohnungsräumungen und gestern in der zweiteiligen Verfilmung von Balzacs Leben.

Sonntag, 19. August 2007

Partisanen vom Amur

Im Traum sang ich dieses Lied mit allen Strophen auf Deutsch.
Ich wußte gar nicht, dass ich das noch kann.

1. Durch's Gebirge durch die Steppen
Zog unsre kühne Division
Hin zur Küste dieser weissen,
Heiss umstrittenen Bastion.

2. Rot vom Blut, wie unsere Fahne,
War das Zeug. Doch treu dem Schwur,
Stürmten wir die Eskadronen,
Partisanen vom Amur.

3. Kampf und Ruhm und bittere Jahre!
Ewig bleibt im Ohr der Klang,
Das 'Hurra' der Partisanen,
Als der Sturm auf Spassk gelang.

4. Klings es auch wie eine Sage,
Kann es doch kein Märchen sein:
Wolotschajewska genommen!
Rotarmisten zogen ein

5. Und so jagten wir zum Teufel
General und Ataman.
Unser Feldzug fand sein Ende
Erst am Stillen Ozean

Freitag, 27. Juli 2007

...

Eine Art Meditation zu den Worten "unaussprechliche Nähe" und "aussprechliche Nähe", wobei letztere Redewendung völlig natürlich und logisch erscheint.

Montag, 11. Juni 2007

Blick aus dem Fenster

Ein Mast mit Straßenschild schwankt deutlich im Wind, der Straßenname ist zu lesen, aber schnell wieder vergessen. Etwa "Delarerstraße" oder ähnlich. Schneeflocken schweben wie Papierschnipsel herunter. Die Häuser auf der anderen Straßenseite haben in der Front ein seltsames Aussehen. Es erinnert mich an einen Gebrauchsgegenstand.

Montag, 16. April 2007

Das Wohnheim oder 4, 4, 11 (Malachit)

Ich wohne statt in einem normalen Haus in einem Wohnheim mit Zimmern statt Wohnungen. Alle meine Nachbarn wohnen ebenfalls dort. Noch ist es Nacht und in meinem großen Zimmer rolle ich das Bett an das Fenster und schaue hinaus. Überraschend ist mitten im Frühling Schnee gefallen, die Bäume vor dem Fenster und die Straße strahlen in einem milden weißen Licht. Ich schaue kurz irgendwohin in das Zimmer und als sich mein Blick wieder nach draußen richtet, ist der Schnee verschwunden. Sollte er so schnell geschmolzen sein? Erstaunlich! Am nächsten Morgen besuche ich die alte Frau H. Sie freut sich sehr auf ein Fest, dass an einem vierten (Juni oder Juli?) im Wohnheim stattfinden soll. Sie hat eine Zeitung auf dem Tisch zu liegen, in der sie schon vier Veranstaltungen angestrichen hat, die sie besuchen will. Ich schaue mir an, was das für Veranstaltungen sind, habe selbst aber nicht viel Lust auf das Fest. Ich verabschiede mich wieder und schaue an einen Aushang. Dort erfahre ich, dass mein Zimmer im ersten Stock liegt und eine hunderter Zimmernummer hat. Elsa hat ebenfalls ein Zimmer im ersten Stock, wie ich sehe. Auffällig ist, dass im ersten Stock, im Gegensatz zu den weiteren Stockwerken, nur wenige ihr Zimmer haben. Ich denke mir, dass sie mich wahrscheinlich dorthin gesteckt haben, weil ich vorher in der Nähe des Wohnheims gewohnt habe. Dann sehe ich meine Nachbarin Fr. M. in einer Blumenrabatte Eier suchen, und zwar richtige ungekochte Hühnereier. Ich grüße nur kurz, sie jedoch kommt freundlich auf mich zu und fragt wie es geht, bzw. ob es wieder gut ist oder besser geht, nach dem Elftem, bzw. dem Stress mit diesem. Ich weiß nicht, was sie meint, nicke aber und wechsel schnell ein paar Worte mit ihr, bevor ich mich wieder in mein Zimmer zurückziehe. Dazu klebe ich einen Aufkleber auf das Türschloß, weil das die Tür, die normalerweise nicht richtig verschlossen werden kann, meines Glaubens verriegelt. Hinter mir reißt jedoch jemand die Tür wieder auf, um mir zu zeigen, dass ich mir das nur einbilde und die Türen auf keine Weise abgeschlossen werden können, sondern für alle immer frei zugänglich sind. Diese Vorstellung, dass sich jemand ungebeten in mein Zimmer schleichen könnte, behagt mir nicht, aber es ist anscheinend nicht zu ändern.

Malachit: Er macht einfühlsam, nimmt jede Scheu und macht wissensdurstig. Wünsche und Bedürfnisse werden sichtbar, wobei deren Erfüllung uns selbst überlassen bleibt.
Er macht das Leben intensiver und der Träger liebt das Risiko und verlässt sich mehr und mehr auf sein Glück als auf pure Sicherheit.

Donnerstag, 12. April 2007

Das Volk, das niemals flog (Tigerauge)

Vieles habe ich mir nicht gemerkt. Ich weiß nur noch, dass ich in der letzten Nacht äußerst witzig war. Ich habe ständig Sprüche geklopft, die auch immer gut aufgenommen und mit Gelächter quittiert wurden. Im zweiten Teil der Nacht jedoch lernte ich die Sprache der Traumzeit. Dies hört sich schwieriger an als es ist, weil die Wörter der Traumzeit genau dieselben sind, die ich schon aus meinem Wortschatz kenne, nur dass sie eine völlig andere Bedeutung haben, als man gemeinhin annimmt, wenn sie entschlüsselt sind (Blavatsky läßt grüßen). So sah ich also vier dieser Wörter auf einen Zettel geschrieben und dahinter ihre "Übersetzung". Leider kann ich mich von allen vier Wörtern nur an ein einziges erinnern, nämlich:

Endzeit = das Volk, das niemals flog

Was immer das bedeutet, im Traum wußte ich es.

Montag, 19. März 2007

Geister bitte die eigene Tür benutzen! (Chalzedon)

Viel geträumt und weit gereist, doch in Erinnerung geblieben ist nur folgende kleine Episode:
Jemand stellt auf meinem Weblog eine Frage. Es geht mehr oder weniger darum, dass sich Geister besonders häufig in Toilettenräumen aufhalten, wie die genaue Frage war, weiß ich jedoch nicht mehr. Ehe ich antworten kann ist Xchen schon schneller und sagt oder schreibt, dass man mit den Geistern sprechen und ihnen sagen sollte, dass sie ihre eigene Tür zur Toilette zu benutzen haben. Diese Tür nur für die Geister befindet sich IMMER genau hinter dem Klo. Ich bin erstaunt über diese Aussage. Das hatte ich noch nicht gewußt. Ob das wahr ist?

Zitat: Er verleiht dem Träger eine gesellige Natur, jedoch mit einer deutlichen Abgrenzung zwischen den eigenen Zielen und den Meinungen und Einflüssen anderer.
...befreit von unbewussten Mechanismen, Gewohnheiten, Stimmungen und Bildern der Vergangenheit.


Stichwort: Beeinflussung?

Die Karte zum Traum:

18. Vergangene Leben

Das Kind kann nur dann bewußt werden, wenn es in seinem früheren Leben genug meditiert hat, genug meditative Energie angesammelt hat, um mit der Dunkelheit zu kämpfen, die der Tod bringt. Man sinkt einfach in Bewußtlosigkeit und findet dann plötzlich einen neuen Mutterleib, wobei man den alten Körper vollkommen vergißt. Es findet ein Bruch statt; der Bruch entsteht durch diese Dunkelheit; diese Bewußtlosigkeit.Im Osten hat man hart daran gearbeitet, diese Grenzen zu durchbrechen. Und die Arbeit von zehntausend Jahren war nicht umsonst. Jeder kann in ein oder viele frühere Leben zurückgehen. Aber dafür mußt du tiefer in Meditation sein – aus zwei Gründen: Wenn du nicht tiefer gehst, kannst du die Tür zu einem anderen Leben nicht finden; zweitens mußt du tief in Meditation sein, da die Erinnerungen deinen Geist überfluten. Es reicht ja schon, ein Leben mit sich herumzutragen,

Kommentar:

Die Hände der Existenz haben die Form der weiblichen Geschlechtsteile – die Öffnung der kosmischen Mutter. Darin sind viele Bilder, Gesichter aus anderen Zeiten zu sehen. Es mag unterhaltsam sein, über interessante frühere Leben zu spekulieren, aber das ist nur eine Zerstreuung. Eigentlich geht es darum, die karmischen Muster unserer Leben zu sehen und zu verstehen, und ihre Wurzeln in einem sich endlos wiederholenden Zyklus zu erkennen, der uns in unbewußten Verhaltensweisen gefangen hält.Die regenbogenfarbenen Salamander auf beiden Seiten stehen für Wissen und Nicht-Wissen. Sie sind die Wächter des Unbewußten und sorgen dafür, daß wir vorbereitet sind, Dinge zu sehen, die uns sonst zu sehr erschüttern könnten. Ein Blick in die Ewigkeit unserer Existenz ist ein Geschenk, und die Funktion von Karma in unseren Leben zu verstehen, ist keine Sache des Willens. Diese Karte ist ein Weckruf! Die Ereignisse in deinem Leben versuchen, dir ein Muster zu zeigen, das so alt ist, wie die Reise deiner Seele.

Dienstag, 27. Februar 2007

Unschuldige Traumassoziation und Kaffeetafellandschaft

Ich assoziere, dass ein Tattoo sowas wie eine Taufe ist.

Darüber, dass ich manchmal den Fotoapparat oder ein Diktiergerät mit in meine Träume nehmen möchte, habe ich schon geschrieben. Diesmal hätte ich gerne Zeichenblock und Bleistift mitgenommen, denn während des Träumens überkam mich das unwiderstehliche Verlangen, diese skurrile Landschaft zu zeichnen, die ich vor mir sah. Ich befand mich auf einem höher gelegenen Hang und blickte also von sehr hoch auf eine Landschaft, die wie eine stark vergrößerte Kaffeetafel auszusehen schien, als wäre ich zu murmelgröße geschrumpft und befände mich irgendwo auf einem Kaffeetisch. Da sah man tassen- und kannenähnliche Häuser und Abhänge, die wie Untertassen überliefen, allerdings nicht mit Kaffee, sondern mit Wasser. Das alles war mit Natur überzogen, so dass es schon wie eine echte Landschaft aussah, aber die Formen einer Kaffetafel waren eindeutig zu erkennen.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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