Träume von bekannten Persönlichkeiten
In einem unterirdischen Höhlenlabyrinth kann man auf Spreewaldkähnen Ausflüge unternehmen. Als ich einen Kahn besteige, bemerke ich, daß zwei Plätze weiter Gerhard Schröder sitzt. Hey, das ist ja ein Ding, daß ich ihm hier so nahe komme. Nur eine einzige Person ist noch dazwischen, was ich beinahe als Störung empfinde, obwohl ich eh nicht wüßte, worüber ich mit ihm reden sollte.
Für meine ehemalige Chefin C.K. soll ich Berge von Koffern und Taschen auspacken, welche in mehreren Türmen übereinandergestapelt sind. Ich habe keine Ahnung, woher die kommen oder was das soll, aber gut, nach einer Mammutaktion habe ich alles ausgepackt. Allerdings habe ich die Sachen mehr oder weniger leger übereinandergestapelt, was meine Chefin jetzt bemängelt. "Die Sachen zerknittern doch alle!" sagt sie. Na wenn sie gewollt hätte, daß ich bei diesem Berg Arbeit auch noch jedes Stück fein säuberlich zusammenlege, dann hätte sie mir das eher sagen müssen.
Während ich auf einer Arztliege liege, wuseln zwei Krankenschwestern um mich herum und ich erfahre, daß an mir eine Wadenoperation durchgeführt werden soll. Hm, eine Wadenoperation. Damit kann ich wahrscheinlich hinterher schlecht zur Arbeit laufen. Da ist eigentlich eine Krankschreibung nötig. Vorsichtshalber frage ich die Schwestern, um mich zu vergewissern, denn ansonsten müßte ich die Wadenoperation wohl abblasen. Aber sie nicken und bestätigen, daß ich bis zum 21. krankgeschrieben werde. Ich rechne nach - das ist genau eine Woche. Meine Ex-Chefin erfährt von der Wadenoperation, wie auch immer, vielleicht habe ich sie angerufen und fragt mich, ob ich jetzt etwa Ballack nacheifern will. Nein, natürlich nicht. Es ist reiner Zufall, daß ich es ebenfalls mit der Wade habe. Obwohl, ein wenig seltsam ist der Zufall schon. Ob da mehr dahintersteckt?
Letzte Nacht erneut von Reich-Ranicki geträumt - nichts angenehmes -, von meiner alten Nachbarin und Körben, die ich fein säuberlich sortiert in den Keller gestellt habe.
Ich hoffe, Reich-Ranicki wird jetzt nicht mein täglicher Albdruck.
Ich befinde mich in einem sehr überfülltem Seminar, welches von Reich-Ranitzki als Dozent geleitet wird. Es scheint allerdings kein Literaturseminar zu sein, sondern hat wohl mehr etwas mit Musik zu tun. Reich-Ranitzki stellt immer wieder Fragen, wobei er gerne mich herannimmt, und ist mit meinen Antworten nie zufrieden. Stattdessen macht er vor allen Teilnehmern klar, daß meine Antworten völlig daneben sind. Nun sollen auch noch drei Leute aus dem Seminar singen, unter anderem natürlich ich. Ich bin als letztes an der Reihe und meine Stimme klingt vollkommen unausgebildet und piepsig. Wie peinlich! Wahrscheinlich wußte er das und hat mich deshalb ausgesucht, um mich den anderen als unmögliches Beispiel vorzuführen. Während des Singens schaut er mich die ganze Zeit mit einer Mischung aus Interesse und Spott an, als ich geendet habe, sagt er nur ein paar schlagkräftige, verächtliche Sätze, die ich vergessen habe, und macht mich damit vor allen zur Schnecke. Danach beachtet er mich nicht mehr.
So langsam reicht mir das. Ich habe mir über viele Seminare hinweg von ihm Sprüche anhören müssen und mich fertig machen lassen. Ich habe es hingenommen, weil ich seinen Unterricht schätzte und weil ich mir sagte, er ist halt so, es hat nichts mit mir zu tun. Ich hätte auch zu anderen Dozenten gehen können, aber ich wollte zu ihm. Ich bin ruhig geblieben, habe mich nie aufgeregt und seine Launen an mir abprallen lassen, auch wenn er mich lächerlich gemacht hat. Allerdings scheint er das nur bei mir so zu machen - so langsam bekomme ich das Gefühl, daß er mich nicht leiden kann. Oder sollte dies etwa seine besondere Art sein zu zeigen, daß er jemanden mag? Nee, das ist wohl eher unwahrscheinlich. Ich sollte der Wahrheit ins Auge sehen.
Später befinde ich mich mit mehreren Fotografen zusammen auf einem Fotografentreffen(?). Wir steigen in einen Zug mit oben offenen, kleinen Waggons, ähnlich einer Achterbahn, und los geht eine rasante Talfahrt. Ich sitze ganz vorne und überlege, ob ich irgendwas machen müßte, um zu lenken, allerdings gibt es nichts, was ich machen könnte. Die Waggons lassen sich nicht einmal eine Winzigkeit steuern, sondern schlittern ohne Halt und Richtung auf einer gelben Pampe ins Tal hinunter. Ein wenig erinnert es an eine Schlittenfahrt, nur daß die gelbe Pampe Kartoffelbrei ist. Eine seltsame Fortbewegungsart - wer sich das wohl ausgedacht hat? Da ich die Waggons weder anhalten noch steuern kann, versuche ich mich mit der Überlegung zu beruhigen, daß der Kartoffelbrei sicher nur auf vorbestimmten Bahnen angehäuft wurde und die Waggons so völlig automatisch in der Spur bleiben.
Madonna hat einen Promotionauftritt irgendwo in Berlin. Ich bin unter den Gästen und treffe eine Dame, die genau wie Gloria Gaynor aussieht. Zuerst halte ich sie auch dafür, doch sie schüttelt den Kopf und sagt, sie sei die Tochter von Madonna und Gloria Gaynor. Huch, ich wußte gar nicht, daß beide eine erwachsene Tochter zusammen haben! In diesem Moment kommt Madonna wie ein Wirbelwind hereingefegt. Sie ist sehr unauffällig gekleidet, Jeanshosen und olivgrünes Achselshirt, zieht aber sofort sämtliche Aufmerksamkeit auf sich. Sie bestätigt die Aussage, läßt jedoch ihre Tochter ab sofort nicht mehr zu Wort kommen. Stattdessen tanzt, plappert und singt sie sich durch die herumstehenden Gäste. Ihre Tochter scheint von ihr ziemlich untergebuttert zu werden. Einerseits finde ich Madonnas Unbeschwertheit und Temperament zwar faszinierend, andererseits ärgert mich ihr mangelndes Einfühlungsvermögen ihrer Tochter und wahrscheinlich auch anderen gegenüber, wenn sie sich so rücksichtslos in den Mittelpunkt stellt.
Der Traum geht irgendwo in einem Flugzeug weiter, das ich mit Madonna und ihrer Tochter besteige und viel später in einem ganz anderen Traum, huscht ein regenbogenfarbig schillernde Schlange an mir vorbei. Leider habe ich das drumherum des Traumes vergessen, was ich schade finde, da ich um einen Heiltraum bat. Der Traum war allerdings so wenig aufregend, daß ich wirklich nur der Schlange verwundert hinterherschaute, aber ansonsten alles vergaß.
Aufgewacht bin ich mit dem neuen "4 Minutes"-Song im Kopf.
Die Regenbogenschlange
Und hier
Ich stehe irgendwo erhöht und suche auf einem Schrank ein ganz bestimmtes Buch. Ich kenne genau den Titel, den ich mir immer vorsage, und ich bin mir sicher, daß es dort auf dem Schrank zwischen anderen Büchern steht. (Ich meine auch zu wissen, daß es in Altrot gebunden ist und goldene Schrift hat.) Doch so viel ich auch suche, ich kann es nicht finden. Um mich herum ist eine Art Klassenzimmer, in welchem sich aber nur wenige Personen aufhalten. R.Sch., ein ehemaliger Mitschüler, kommt heran und kneift mich neckisch in den Po. Nach einem kurzen Erschrecken drehe ich mich zu ihm um und sage lachend: "Jetzt ist aber genug mit der Pokneiferei!"
Im nächsten Traumfragment schaue ich bei den Dreharbeiten zu einem Marilyn Monroe-Film zu. Ich laufe dazu direkt zwischen dem Set herum, ohne daß ich jemanden zu stören scheine. Es ist mehr, als würde ich einen Film in 3D sehen. Der Film ist ein sehr früher Film Marilyns, in welchem sie zusammen mit einem bekannten Schauspieler spielt, dessen Name ich nicht kenne. Dieser Schauspieler trägt in der kommenden Szene einen Pyjama und ist schon vor Ort. Der Film wird in schwarz-weiß in den Kinos laufen und wie zur Bekräftigung sehe ich die Kulisse ebenso wie die Schauspieler überwiegend in schwarz-weiß. Bis auf eine Ausnahme - vor einem Fenster wurde provisorisch ein prachtgrünes Rollo befestigt, von welchem seitlich eine dicke, grün-gold gemusterte Trottel herabhängt. Das sieht zugleich edel, bieder und fröhlich aus. Ich erfahre, daß dieses Rollo von Marilyn selbst ist. Sie hat es nur irgendwie über das Fenster geklemmt und wollte damit das Set verschönern. Das hat sie auch getan, denn das Rollo bringt Farbe und irgendwie etwas Besonderes hinein. Sie hat Geschmack, bzw. zumindest ein Auge für feine Details. Jetzt kommt Marilyn selbt und steht am Fenster, ganz in schwarz-weiß. Ihr Gesicht leuchtet hell. Anscheinend will sie dieses Detail des Rollos auch in den Film einbauen. Sehr langsam und lasziv zieht sie das Rollo herunter, wobei ich gespannt beobachte, ob es oben auch hält, da es nur sehr provisorisch irgendwo eingeklemmt wurde. Es verzieht und beult sich etwas, aber ansonsten funktioniert alles wunderbar. Grün schimmernd bricht nun das Sonnenlicht durch das Fenster.
Träume von bekannten Persönlichkeiten - Donnerstag, 27. Dezember 2007, 12:49
Ein weiterer Traum von letzter Nacht:
Harald Schmidt hat sich einen vorsorglichen Herzschrittmacher "einbauen" lassen, da er jetzt langsam in das fortgeschrittene Alter kommt.
Träume von bekannten Persönlichkeiten - Donnerstag, 18. Oktober 2007, 12:00
Mitten in einem Traum eine (innere?) Stimme und deutlich der Name Sarah Michelle Geller. Gleich danach der erweckende Gedanke meinerseits: Was macht die eigentlich jetzt? Man hat schon ewig nichts mehr von ihr gesehen oder gehört.
Bemerkung: Irgendwie ist es mir absolut egal, was Sarah Michelle Geller, die Vampirjägerin, jetzt macht - aber mein Unterbewußtsein scheint da anderer Meinung zu sein.
Es ist Nacht und ich bin in meiner spärlich beleuchteten Wohnung von Unmengen Büchern umgeben. Die Wohnung ist etwas anders als meine richtige, mit vielen Fensterfronten, so dass sie fast von allen Seiten einsehbar ist. Obwohl es schon spät ist, bin ich noch auf, weil ich warte, bis meine Nachbarn fest schlafen, da ich irgendetwas aufräumen will. Dabei fällt mir ein, dass ich ja in meinem Weblog einen Eintrag darüber veröffentlichen wollte, wie ich an die Autogrammadresse von Thomas Mann schrieb. Die Adresse selbst hatte ich vom Wilden Kaiser bekommen und ich habe einen Brief an diese Adresse geschickt. Daraufhin erhielt ich eine Antwort, ohne Autogramm, aber dafür mit einem Buchgeschenk. Es ist allerdings kein Buch von Thomas Mann, was mich um so mehr freut. Während ich in den Büchern meiner Wohnung stöbere, fällt mir auch ein Stapel in die Hände, der Blütenstaub gehört. Ich habe keine Ahnung, was der in meiner Wohnung macht, beginne aber im obersten Buch zu blättern. Es ist fast ganz ohne Text, nur mit Bildern, die randlos über alle Seiten gedruckt sind. Sie erinnern mich an eine Mischung aus "Sleepy Hollow" und Orwells "1984".
Ich sitze irgendwo in einem Park auf einer Bank und stelle fest, dass anscheinend eine große Tierwanderung stattfindet. Unmengen von kunterbunten Meisen und Enten ziehen alle in eine Richtung, allerdings laufend und hüpfend, nicht fliegend. Es sind aber auch noch andere Tiere dabei, wie zum Beispiel kleine Löwen. Diese schauen sich mißtrauisch zu mir um, als befürchten sie, ich könne sie aufhalten. Später befinde ich mich in einem Raum, wo eine Besprechung stattfindet. Verona Pooth und jemand anderer, der ziemlich bekannt ist, sind ebenfalls dabei. Verona trägt wieder tolle Klamotten, diesmal eine schneeweiße Weste mit flauschigem Fellrand. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was genau dort gesagt wurde, aber es ist wohl ihr gegenüber nicht so gut. Sie verläßt mittendrin den Raum und wirkt dabei etwas traurig oder bedrückt. Ich gehe mit ihr und wir stehen in einem Vorraum mit Garderobenschränken rum. Sie ist ganz in Gedanken versunken, sagt kaum ein Wort und ich fange an zu plappern. "Ich kann gar nicht verstehen, was die Leute gegen dich haben. Ich finde dich sehr sympathisch." Sie sagt nichts und lächelt nur. Ich plapper weiter: "Ich verstehe auch gar nicht, warum die Leute deinen Namen so komisch aussprechen, so..." - ich versuche es vorzumachen, wobei ich einen sehr verächtlichen Tonfall hineinlege, in der Anstrengung des Nachahmens vergesse ich das T und sage nur "Verona Poo". Verona lacht und meint: "Ja, und vor allem heiße ich ja auch Verona Poo." "Upps" verbessere ich, "ich meinte natürlich Pooth." Nun stehen wir nebeneinander an der Heizung und ich habe immer noch nicht genug. "Ich finde jedenfalls, dass du eine sehr taffe Frau bist und......" Mir fällt das Wort nicht ein, das ich sagen will. "Und gut siehst du natürlich auch aus, aber das muss ich ja nicht extra erwähnen." Noch immer suche ich nach dem Wort, das sie charakterisieren soll, aber ich komme nicht darauf. Während ich stottere: "Du bist so....so....." und krampfhaft nach dem Wort suche, welches mir auf der Zunge liegt, legt sie mir ihren Arm um die Schulter, zieht mich näher zu sich und flüstert mir verschmitzt und sehr leise ins Ohr: "Und wenn du weiter so schreist, dann weiß es auch da drinnen gleich jeder, wie du mich findest.", wobei sie auf die Tür zum Besprechungsraum zeigt. Erschrocken schlage ich die Hände vor den Mund. Ich habe wirklich sehr laut gesprochen und es nicht ausgeschlossen, dass die da drinnen alles gehört haben. Der Gedanke ist mir außerordentlich peinlich, dass sie mitbekommen haben, wie gut ich Verona finde. Verona scheint das zu wissen, aber vollstes Verständnis dafür zu haben. Deshalb hat sie mich auch darauf aufmerksam gemacht, damit ich mich nicht weiter in diese peinliche Situation hineinreite. Ich bin ihr dankbar und Verona lächelt noch immer über meinen erschrockenen Gesichtsausdruck, drückt mich ein bißchen und dann schweigen wir beide.
Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet von Verona träume. Ich habe zwar nichts gegen sie, bin aber auch kein ausgesprochener Fan von ihr.
Weste
Volkstümlich:
(europ.) : - man ist von Feindseligkeit umgeben; man achte auf seine Handlungen und verberge den Argwohn.
Weiß
Allgemein:
Weiß als Farbe steht für Unschuld, Reinheit und Vervollkommnung, nach der man strebt, die man aber nie ganz erreicht. In manchen Kulturen im Fernen Osten gilt weiß als Farbe der Trauer und des Todes.