Träume von Krankheit und Heilung
Ich bin bewegungsunfähig und sitze in einem Rollstuhl, bin ständig auf andere angewiesen, um mich vom Fleck zu bewegen. Tagsüber schickt man mich in eine Werkstatt für Behinderte, wo ich irgendetwas zusammenschraube. Ich möchte das nicht tun, es langweilt mich, ich könnte anderes machen, aber das interessiert niemanden. Zuhause kommt eine Verwandte, Cousine o.ä. mit ihrem Freund zu Besuch. Man hat mich im Flur abgestellt, so daß ich die Begrüßung mitbekomme, selbst werde ich aber nicht wahrgenommen. Es ist mir unangenehm, anwesend zu sein, ich muß aber an dem Ort bleiben, den man mir zugewiesen hat, da ich mich allein nicht fortbewegen kann. Ich werde als Behinderte mehr oder weniger ignoriert. An einem Tisch mit den Besuchern greife ich nach der Hand des Freundes der Verwandten, um etwas zu erklären. Ich habe das Gefühl, mich nur so verständlich und bemerkbar machen zu können. Hoffentlich versteht er das nicht falsch.
Ein Bild von nichts als blauem klaren Wasser. Wenn ich die Hand ausstrecke, kann ich hineingreifen ohne naß zu werden und ziehe durchsichtige kleine Muscheln und Delphine hervor.
Ein riesiger Monsterseestern hat sich vermehrt und viele kleine Seesterne bekommen. Da er gefährlich ist, haben Wissenschaftler alle einzeln in Kisten verpackt, um sie zu sichern und zu untersuchen. Eine Kiste ist jedoch abhanden gekommen. Besteht Gefahr?
Ich befinde mich in der Wohnung meiner ersten Physiotherapeutin. Wie ich dort hingekommen bin, weiß ich nicht, aber ich fühle mich wie zu Hause und außer mir sind dort ebenfalls ihr Lebenspartner oder Mann und ein acht- bis neunjähriges Kind. Sie hat mir eine großformatige, aber dünne Broschüre hingelegt, in der auf jeder Seite ein langes Strophengedicht abgedruckt ist. Eines davon trägt die Überschrift "Nimm Bonbons" und dieses Worte wiederholen sich darin refrainartig. Passend dazu kommt im gleichen Moment, als ich es lese, das Kind zu mir, bietet mir mit der einen Hand Pfeffis an, während es mit der anderen Hand die fast leere Dropsrolle neben mir stibitzt. Ich bin dabei, ein Bild zu malen, doch ziemlich unzufrieden damit. Zwar habe ich viele Details vorgezeichnet, doch wenn ich diese jetzt mit den Farben darstellen möchte, gelingt es mir einfach nicht, zu differenzieren, sondern alles verschwimmt in einem nächtlichen Blau aus dem da und dort die weiße Stelle eines Details scheint. Doch das ist zu wenig. So ein Bild nur in Nachtblau ist kein richtiges Bild, selbst wenn durch das Blau die gezeichneten Umrißlinien schimmern. Zumindest zeigen sie, daß das Bild nicht so geplant und ich bemüht war. Aber das reicht nicht. Wahrscheinlich ist das Bild nichts geworden, weil ich zu ungeduldig bin und zu schnell fertig werden wollte. Ich beschließe, es noch einmal zu übermalen und ein völlig neues Bild daraus zu machen. Auf diesem neuen Bild wird nur eine Kommode mit Vase und Blüte zu sehen sein, aber es wird perfekt sein. Ich sehe es förmlich schon vor meinen Augen, vor allem die Blüte, und male mir in Gedanken aus, wie ich so lange probieren werde, bis die weiße Blüte genau die geschwungene Form hat, die sie erhalten soll. Diesmal werde ich mir mir viel Zeit nehmen und erst aufhören, wenn das Bild genau meiner Vorstellung entspricht. Überrascht stelle ich fest, daß es bereits kurz vor Mitternacht ist. Jetzt sollte ich aber wirklich gehen, bevor ich mit meinem Besuch noch lästig werde. Ich verabschiede mich und steige in einen Bus mit einem eingebauten Gasherd. Das trifft sich gut, weil ich einen dreckigen Topf mit angebrannten Resten bei mir habe. Ich fülle Wasser in den Topf, stelle ihn auf eine Flamme und lege einen Deckel drauf. Durch den nicht entweichenden Wasserdampf wird die Reinigungswirkung wahrscheinlich noch verstärkt, stelle ich, zufrieden über meinen Einfall, fest, setze mich neben den Herd und warte.
Bemerkung: Nach dem Aufwachen hatte ich das Gefühl, die weiße Blüte schon einmal gesehen zu haben. Mir fielen die Bachblüten-Karten ein, die ich mir gestern angeschaut und aus denen ich "blind" die Centaury-Blüte gezogen hatte. Ich schaute sie mir also noch einmal an und stellte fest, daß es zwar nicht die Centaury-Blüte ist, dafür aber verblüffende Ähnlichkeit mit der Star of Bethlehem-Blüte besteht, wenn diese noch nicht ganz geöffnet ist. Komischerweise hab ich an diese Blüte nie bewußt gedacht, obwohl die letzten vier Jahre durch die Sache mit meinem Vater tatsächlich traumatisch waren.
Die Zigeunerkarten Krankheit und Offizier verschmelzen zu einer einzigen Karte, indem es im Bild der Offizier, der uniformierte Mann ist, der krank im Bett liegt. Begleitet wird das ganze durch den Begriff "Physiotherapie", der in meinem Kopf erklingt.

Träume von Krankheit und Heilung - Samstag, 17. April 2010, 11:54
Während ich auf meinem Bett in einem Buch lese, erlebe ich das im Buch beschriebene Geschehen im Traum mit. Das Buch selbst ist ziemlich alt, mit Fraktur-Schrift gedruckt und erinnert vom abgegriffenen hellblauen Einband her an das "Engel-Buch" aus der Bibliothek meines Vaters. Ich bin sehr gefesselt von der Geschichte und stelle resümierend fest, daß mir anscheinend altertümliche Storys mehr gefallen als die moderne Literatur. Was soll ich nun davon halten? Jetzt bin ich - entsprechend der Geschichte - ein kleines Mädchen, noch immer im Bett liegend, aber durch Vorhänge vom Rest des Zimmers abgetrennt, so daß man mich nicht gleich sehen kann. Ich höre, daß jemand zur Tür hereinkommt, ein Mann, und fürchte mich. Hoffentlich findet er mich nicht hinter den Vorhängen. Ich kauere mich ganz still zusammen und gebe keinen Mucks von mir. Doch da zieht er diese bereits zur Seite und sagt zu jemandem im Zimmer, vielleicht meiner Mutter: "Ah, und hier schläft wohl das Kind?" Dann setzt er sich zu mir auf das Bett und zieht eine Dose mit Medikamenten hervor. Anscheinend ist er Doktor, so ein historischer Hausarzt, der die Leute in ihren Wohnungen aufsucht. Er reicht mir ein kleines Schnapsglas einer durchsichtigen Flüssigkeit, wahrscheinlich Medizin, und ich schlucke sie brav. Sie schmeckt nach gar nichts, aber trotzdem schüttel ich mich. Und während allem bleibt immer ein unterschwelliges Gefühl der Gefahr präsent, ein Gefühl, daß der Doktor es nicht nur gut mit mir meint.
Träume von Krankheit und Heilung - Freitag, 16. April 2010, 16:06
Auf einem Parkplatz sitze ich in meinem Wagen, als ein schwarzhaariger junger Mann in schwarzer Jacke interessiert meine Autoantenne begutachtet. Er ist anscheinend einer, der schnorrt und/oder klaut während er auf der Straße lebt. Scherzhaft frage ich ihn, ob er meine Autoantenne stehlen will, aber er winkt ab und meint, die sei nichts wert. Dann öffnet er ohne zu fragen die Wagentür und setzt sich auf den Beifahrersitz. Seltsamerweise stört mich das gar nicht. Ich krame in meiner Geldbörse, weil ich ihm ein Zwei-Euro-Stück in die Hand drücken will, stelle aber verwundert fest, daß ich anscheinend mir unbekannte Geldmünzen darin habe, da auf ihnen überall eine Fünf steht. Sie sind neu und glänzend. Ich kann mich aber nicht erinnern, daß es Fünf-Euro-Stücke gibt. Schließlich finde ich einen Fünf-Euro-Schein, den ich ihm stattdessen gebe, damit er sich etwas zu essen kauft. Einige Zeit später befinden wir uns beide in meiner Wohnung. Er legt sich ungebeten und uneingeladen in mein Bett, aber auch hier stört es mich genau so wenig, wie vorher der Einstieg ins Auto. Ich ziehe mich bis auf den Slip aus und gehe ins Bett wie immer, wenn ich schlafen will. Dabei wende ich ihm mit aufgestützen Kopf den Rücken zu, als würde ich noch etwas lesen. Plötzlich spüre ich, wie er mit seinen Fingerspitzen ganz sanft und liebevoll die Linie meiner Schulter und des Rückens nachzeichnet. Wow! Was für ein Gefühl! Das hat schon seit Ewigkeiten niemand bei mir gemacht. Ein wenig erscheint es mir wie ein vorgezogenes Nachspiel. Ist das nicht etwas, das man eher nach dem sexuellen Akt macht? Er zieht weiter hauchzart mit seinen Fingerspitzen Kreise auf meiner Schulter, das Schulterblatt hinunter, diesmal mit allen gleichzeitig, die Flanke entlang. Ich halte fast die Luft an und genieße diese unerwartete Zärtlichkeit. Irgendwann zieht er mich so über sich hinüber, daß ich mit meiner Pussy auf seinem Gesicht zu sitzen komme. Durch den Slip hindurch beginnt er an ihr zu knabbern. Doch auf einmal springt er auf und holt einen kleinen dornigen Strauch in einem Blumentopf, an dem weiße Samenkapseln hängen. Er pflückt diese mit den Händen ab und streut sie über meinen Bauch. Dies verwundert mich. Was tut er da eigentlich? Schließlich platzt aus ihm heraus, er hätte in meiner Wohnung Hinweise gefunden, daß ich eine Dämonin sei. Er zeigt dabei auf ein homöopathisches Medikament, welches in einem Regalfach liegt, mit Namen "Omnivida". Dieses sei ebenfalls der Name einer Dämonin und das bedeutet, daß ich diese bin. Die Samenkapseln streue er zur Abwehr. Ich bin vollkommen erstaunt über so viel Aberglauben.
In der nächsten Traumsequenz sitze ich auf meinem Bett und beobachte durch die Balkontür den Nistkasten auf meinem Balkon. Ein kleine Meise schaut heraus und fliegt plötzlich im Sturzflug direkt in das Zimmer hinein und auf mich zu. Ich muß sofort den Kopf einziehen. Sie landet auf meinem Bett, wo sie wie ein kleines gelbes Osterkücken aussieht. Und gleich kommt die zweite Meise hinterher aus dem Nistkasten geflattert. Auch jetzt muß ich den Kopf einziehen. Warum fliegen die alle in mein Zimmer? Geht das jetzt so weiter? Mir wird bewußt, daß dies ein Traum ist. Im Wachzustand würde das nicht passieren.
Im Haus einer beruflich selbständigen, sehr unabhängigen Frau. Sie führt irgendein Geschäft und betätigt sich in der Freizeit als Malerin. Ihre Bilder zeigen vor allem halb nackte Frauen in Dessous und erinnern mich an den Jugendstil, doch gefallen mir nicht besonders. Zur Zeit ist das Fernsehen bei ihr, da eine Doku gedreht wird. Leider erkrankt sie währenddessen und jetzt ist es, als würde ich in ihre Haut geschlüpft sein, denn ich liege an ihrer statt auf dem Krankenbett in einer Kammer, die an den Wintergarten meiner Eltern erinnert. Eine Pflegerin tritt heran und reicht mir einen Geschäftsbericht mit den Worten, daß ich ziemlich viel Gewinn gemacht hätte. Ich betrachte die Zahlen und muß ihr Recht geben. Gut zu wissen, daß es von alleine läuft, auch wenn ich krank bin. Noch immer im Haus der Frau wird ein krankes Kind begutachtet, wohl das der Geschäftsfrau, und dabei ein Fragebogen ausgefüllt. Auf ihm steht als Anmerkung die Frage "Ist er telepathisch erkrankt?" Eine Frau, die eine Hexe sein soll, gibt ihren Senf dazu und nickt. Mit dieser Frage im Kopf erwache ich.
Bemerkung: Omnivida (ganzes[lt]-Leben[sp]) sollte man tatsächlich nur in homöopathischen Dosen genießen. Dazu fällt mir auch Lilith ein, die im Radix auf meiner Sonne steht.
Träume von Krankheit und Heilung - Freitag, 26. März 2010, 17:13
Träume in der ersten Nacht des Jahres sollen ja besonders wichtig sein, allerdings waren sie auch diesmal so belanglos und flüchtig, wie sie es seit einigen Wochen fast ständig sind, weshalb ich seitdem nicht mehr viele Träume aufschreibe, da ich sie beim Erwachen meist schon wieder vergessen habe. Letzte Nacht aß ich "Gummimenschen", also Gummitiere in menschlicher Form, denen aber noch saure Streusel obendrauf fehlten. Diese Streusel mußten erst gesucht werden. Desweiteren befand ich mich in einer extrem engen Toilettenkabine, in der ich an allen Seiten irgendwo anstieß, was mir aber besonders in Erinnerung blieb, war dieser Gedanke, der sich stetig über, bzw. unter alle diese flüchtigen Traumbilder legte, nämlich daß ich keine Schmerzen mehr habe. Nach dem Aufwachen wußte ich nicht, ob dies ebenfalls ein Traum gewesen ist, oder ob ich unbewußt während des Schlafes etwas wahrgenommen hatte. Doch irgendwie hatte ich tatsächlich das Gefühl, der Schmerz ist weg, allerdings dachte ich bei mir - abwarten, denn beim Schlafen merke ich davon ja eh (glücklicherweise) nicht viel, außer der Zustand ist so, daß ich auch Fieber habe. Ich bewegte mich also ein bißchen - nichts, setzte mich hin - nichts, stand auf - nichts. Ich kam sogar stehend in meine Hose und das ohne mich auf die Schnauze zu packen oder komische Verrenkungen zu machen. Nachdem ich jedoch eine Weile herumgelaufen bin, guckte er doch wieder um die Ecke. Vielleicht sollte ich ja öfters erst um 3 Uhr ins Bett gehen. Jedenfalls würde mich interessieren, was passiert, sobald ich einen Neujahrsspaziergang mache, da die letzte Verschlimmerung nach einem längeren Ausflug aufgetreten ist und es anscheinend das Laufen ist, was das ISG zu stark belastet. Andererseits ist das Wetter nicht besonders einladend.
Träume von Krankheit und Heilung - Freitag, 1. Januar 2010, 13:24
Am frühen Morgen auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich bin früher dorthin unterwegs als eigentlich nötig. Im Krankenhaus muß ich in einem großen Raum mit mehreren Liegen warten. Nur eine sehr junge Schwester schaut vorbei. Nach einiger Zeit betritt eine freundliche, aber auch energische und witzige Ärztin den Raum. Die trägt braune, glatt herunterfallende halblange Haare und Ohrringe. Hinter einer Theke in einer Ecke des Raumes hat sie ihren Platz. Sie erklärt mir, daß noch einmal zur Sicherheit eine Blutuntersuchung durchgeführt werden müsse und ich zwölf Stunden zur Beobachtung da bleiben solle. Ich bin ziemlich unbesorgt und sehr überzeugt, daß es nicht wirklich etwas zu finden gibt, aber ok, wenn sie meint, daß es besser ist. Es geht wohl um die Venen und ein Gerinnsel, doch statt mir Blut abzunehmen, klebt sie mir jetzt eine Elektrode an das rechte Bein. Daß es das rechte ist, irritiert mich im Traum, den ich bin zu diesem Zeitpunkt, warum auch immer, felsenfest davon überzeugt, daß es das linke sein müßte, sage aber nichts. Irgendwann verläßt die Ärztin das Zimmer und ich bleibe zurück. Es ist langweilig zu warten, ohne groß nachzudenken gehe ich zur Tür und strebe unbewußt dem Ausgang des Krankenhauses zu, vorbei an Krankenzimmern, in die ich einen Blick erhaschen kann. Patienten in den typischen Krankenhauskitteln sitzen dort herum. Kurz vor dem Ausgang kommt mir die junge Schwester von der linken Seite entgegen. Wenn ich jetzt hinaus gehe, ist sie sicher sauer, also gehe ich stattdessen in ihre Richtung, weil ich hinter ihr eine Tür mit den Toilettenmännchen gesehen habe. So denkt sie nur, daß ich die Toiletten suche. Allerdings muß ich feststellen, daß diese Toilette ausschließlich für Personal ist und trotte erneut mit der Schwester in den Untersuchungsraum. Irgendwann ist die Ärztin wieder da und ich bekomme eine Tanztherapie, das heißt, ich stehe im Kopfhörern vor einer Wand und soll ganz locker drauf los tanzen. Es wird ein bekannter Popsong gespielt. Ich komme ich mir etwas blöd vor, allein vor der Wand herumzutanzen, während andere zugucken, weshalb meine Bewegungen anfangs wohl eher ungelenk sind, ehe ich in die Situation hereinfinde. Dann ist mein Bruder da. Er hatte auch eine Untersuchung oder ähnliches im Krankenhaus, könnte aber jetzt wieder nach Hause gehen. Ich dagegen muß noch genau zwölf Stunden hier bleiben. Ich wünschte mir, mein Bruder bliebe bei mir in dieser Zeit. Ohne daß ich es gesagt habe, erklärt mein Bruder von sich aus, daß er mit mir die zwölf Stunden wartet. Mein Blick fällt aus dem Fenster des Untersuchungszimmers. Ich mache den Vorschlag, daß man ja zwischendurch mal ein wenig raus und spazierengehen könne. Dagegen dürfte von den Schwestern kaum etwas einzuwenden sein und schließlich kennen wir diese Gegend noch nicht.
Träume von Krankheit und Heilung - Samstag, 26. September 2009, 21:58
Auf der Therapieliege, daneben die blonde Physiotherapeutin. Ich erfahre: Meine eigene Jupiter-Heilenergie ist sehr viel stärker geworden. Der Punkt, aus dem meine Heilenergie strahlt (ohne daß sie dabei sichtbar wäre), ist ein größerer ovaler Bereich um das Sonnengeflecht herum. Dies muß auch bei der Physiotherapie beachtet werden, da sich ansonsten meine Heilenergie und die der Physiotherapeutin ins Gehege kommen könnten. Das ist nicht ungefährlich, besonders für die Physiotherapeutin.
In einem Pausenraum mit zwei Kolleginnen. Beide tragen einen "Turm" aus gestapelten Schmalzstullen in der Hand. Die eine sagt in die Runde: "Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand noch keine Schmalzstullen gegessen hat." Dann schaut sie mich an, auf meinen Schmalzstullenturm, den ich ebenfalls in der Hand halte, und bemerkt: "Du jedenfalls nicht!", wobei sie mit dem Finger genau auf die oberste Stulle tippt. Demonstrativ und schnippisch ziehe ich den Brotstapel zur Seite als wollte ich sagen "Alles meins!"
Träume von Krankheit und Heilung - Dienstag, 18. August 2009, 00:13
Im Warteraum der Physiotherapie sehe ich an einem kleinen Tischchen meine Exkollegin A.L. sitzen. Sie erkennt oder beachtet mich nicht, ist ganz mit sich selbst beschäftigt, bis ich sie anspreche: "A....!" Sie blickt nur auf und legt gleich ohne Gruß oder einleitende Worte los sich zu beschweren, daß sie irgendeine gesundheitliche Sache damals nicht gleich dem Arbeitgeber gemeldet hätte. Anscheinend wurde dies durch die Arbeit verursacht, aber jetzt wird es nicht mehr anerkannt und sie hat den Schaden. Ich kann ihr da nur beipflichten, allerdings hätte ich das wahrscheinlich auch nicht gleich gewußt und erkannt. Wir warten gemeinsam und währenddessen erfahre ich, daß diese Physiotherapie von zwei Nonnen geführt wird. Die Nonne Heise sehe ich. Sie trägt zwar eine Nonnentracht, diese läßt aber trotzdem vorne ein tiefes Dekollete und sehr viel Goldschmuck hervorblitzen, nämlich ein breites Goldcollier, Goldarmreifen und -ringe. Irgendwie finde ich das ja etwas merkwürdig für eine Nonne, aber persönlich ist mir das egal. Ich gönne ihnen gerne Goldschmuck und tiefe Dekolletes. Nicht egal allerdings ist mir, daß diese Nonne sehr unbeliebt ist, weil sie so streng, unfreundlich und herzlos sein soll. Zum Glück meine ich zu wissen, daß ich zu der anderen Nonne komme, welche Hader heißt. Als ich an der Reihe bin, merke ich gleich, daß sie auch nicht gerade besonders herzlich oder freundlich ist. Etwas rundlich, mit einem aufgeschwemmten weißen Gesicht, hat sie merkwürdigerweise weiße Krümel an der Haut um den Mund herum, als würde sich dort die Haut lösen. Sie holt ein kleines Impfmesserchen hervor, damit will sie mir später noch in den Rücken schneiden. Mir ist zwar neu, daß man sowas bei der Physiotherapie macht, aber gut, wenn es hilft. Doch vorher untersucht sie erst einmal meinen Rücken und macht mich auf zwei rote Punkte an meiner linken Hüfte aufmerksam. Da habe sie ja schon geschnitten! Achso? Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Jetzt liege ich mit dem Bauch auf einer Liege und sie beginnt meinen Rücken zu massieren. Sie hat ziemliche Mühe damit und ruft immer wieder ärgerlich aus, wie hart dieser, bzw. meine Muskeln seien. Die kriege sie ja nie wieder weich.
Ich befinde mich in einer Klinik, wo mich ein junger Arzt unter seine Fittiche genommen hat. Er ist besonders nett und läßt mir extra viele Behandlungen angedeihen, weil ich eine Art Forschungsobjekt für ihn bin. Jetzt ist wieder eine Behandlung oder Untersuchung an der Reihe, wofür er mich erstmal über verschiedene Sitzgelegenheiten schleift, bis er die passende gefunden hat, wo ich sitzen bleiben soll, auf dem Rand einer Liege. Dann sticht er mir eine Nadel tief in das Fleisch, und zwar am Becken im Übergang zum Rücken, aber seltsamerweise auf der linken Seite. Darüber kann ich erstmal gar nicht nachdenken, weil es sehr weh tut und ziemlich lange dauert, bis die Nadel ganz drin ist. Mehrmals rufe ich protestierend "Aua!". Als die Nadel im Muskel steckt, überklebt er sie mit einem Polsterverband. Anscheinend soll sie auch vorerst drin bleiben und der Polsterverband ist dazu da, daß ich auf der Stelle liegen kann, ohne daß es drückt. Besonders sympathisch finde ich das nicht, weil ich trotzdem noch ein ständiges feines Stechen merke. Ich frage mich nun, warum er in die linke Seite gestochen hat, obwohl der Schmerz doch hauptsächlich in der rechten Beckenseite sitzt, aber ok, er wird ja hoffentlich wissen, was er macht. An der Seite der Liege steht ein Wagen mit Apparaturen, an denen er sich zu schaffen macht. Schließlich meint er mit erhobenem Ok-Daumen, daß alles bestens ist und sagt außerdem: "Hundertmeterlauf". Dazu zeigt er eine Skala mit vier quadratischen Abschnitten, in welcher die Fitnessverfassung anhand von Sportsymbolen angezeigt wird und "Hundertmeterlauf" ist wohl gut. Schön zu wissen, aber wie passt das? Es kommen andere Ärzte in den Raum, die es anscheinend nicht so gerne sehen, daß er sich so ausführlich mit meiner Behandlung befaßt. Deshalb sagen sie ein wenig vorwurfsvoll in Hinsicht auf das Untersuchungsergebnis, daß ich schon so viele teure Tabletten bekommen hätte. Wahrscheinlich meinen sie, wenn das Ergebnis so gut ist, hätte man sich die geldintensiven Vorbehandlungen sparen können. Ich bin verunsichert und fühle mich etwas schuldig, da ich angeblich laut Apparatur gesund bin, aber trotzdem Schmerzen habe. Der junge Arzt allerdings läßt sich nicht beirren und will die Behandlung weiter fortführen. Er fragt mich, ob wir wieder zur Frau gehen wollen und ich verstehe gleich richtig, daß er damit fragt, ob ich bereit für eine nächste Nadel bin. Das bin ich allerdings nicht. Es war doch zu schmerzhaft, so daß ich für heute genug von Nadeln habe. Das sage ich ihm so und er hat Verständnis, legt seinen Arm um mich und drückt mich. So führt er mich hinaus und ich bin mir nicht mehr sicher, ob er sagte, daß ich schlafen gehen soll.
Zwischendurch mache ich einen Ausflug mit meiner Tante, meiner Mutter und einem Mädchen, das anscheinend meine Tante mitgebracht hat und die vielleicht ebenfalls zur Familie gehört. Allerdings ist sie etwas schwierig, ständig am Nörgeln, will dies und will jenes. Jetzt will sie Stiefel kaufen gehen, zu denen ich "Boots" sage. Wir tun ihr den Gefallen und als sie etwas abseits läuft, entschuldigt sich meine Tante und erklärt, daß es sicher nicht so ist, wie wenn sie meinen Cousin mitgenommen hätte. Das stimmt. Wenn mein Cousin bei Ausflügen dabei war, herrschte immer Harmonie pur. Und meine Tante weiß natürlich, wie gut wir uns verstehen. Aber ok, so schlimm ist das mit dem Mädel nun auch nicht.
Einige Zwischenfragmente des Traumes fehlen und ich weiß nicht mehr, ob ich noch in der Klinik bin. Ich bin jedoch in einem Gebäude, wo durch ein Versehen (meines oder von jemanden anders?) überraschend alle Fenster und Türen automatisch mit Gittern und Brettern verriegelt werden. Erst jetzt merke ich, daß dies ein früheres Gefängnis sein muß. Am Fenster fällt eine schwere Büste der englischen Königin als Gewicht herunter und schließt dieses mit einer Art massiven Rolladen, welchen sie mit sich zieht. Also muß es wohl ein englisches Gefängnis sein. Plötzlich ändert sich der Schauplatz und ich befinde mich in einem riesigen alten Schloß, wo ein Schwarzweißfernseher läuft. Mir ist, als sei ich diesem, bzw. dem Film gerade entstiegen, deshalb vielleicht das englische Gefängnis. Und obwohl der Film ziemlich gruselig ist, möchte ich ihn gerne bis zu Ende anschauen, dabei ist die Spannung allerdings so groß, daß ich in dem großen Saal ständig hin- und herlaufe. In ihm befinde ich mich allein. Auf einer Seite geht ein dunkler Gang zu den Schlafzimmern ab, und auf der anderen Seite ist der Saal durch eine Diele mit einem zweiten, im rechten Winkel liegenden Saal verbunden. In diesem zweiten Saal findet gerade eine Feier statt, bei der viele Menschen wie in einem Gottesdienst sitzen und einer Rede zuhören. Ich bemerke jetzt auch, daß ich noch ein Kind bin. Eigentlich dürfte ich gar kein Fernsehen mehr schauen und schon gar nicht allein, aber ich hoffe, daß es wegen der Feier niemand merkt. Doch der Fernseher ist so laut, daß sich aus den Schlafzimmern jemand gestört fühlt und aus dem Gang kommt. Ich schlendere zur Diele hinüber, wo jetzt mehrere Leute herumstehen. Eine fremde männliche Stimme, jenseits des Geschehens, kommentiert das, was er sieht, als ein Drama um menschliche Beziehungen. Ich selbst als Kind im Geschehen drin, höre diese Stimme, finde aber, daß sie ziemlich übertreibt. Zum Beispiel wechsel ich kurz ein paar Worte mit meinem Spielfreund M., der ebenfalls als Kind unter den Leuten ist, doch wir gehen gleich wieder auseinander. Die Stimme kommentiert dies als Sehnsucht nach Liebe. Ich selbst denke bei mir, daß ich nicht gleich eine Liebesbeziehung mit meinem Spielfreund habe, nur weil ich ein paar Worte mit ihm austausche oder weil er mein Spielfreund ist. Die Feiernden setzen sich wieder auf ihre Plätze und ich gehe zurück in den großen Saal, um den unheimlichen Film weiter zu schauen. Da kommt ein alter Mann aus dem zweiten Saal auf mich zu - er hat weiße Haare, trägt eine Brille und erscheint mir irgendwie seltsam bekannt und vertraut, aber mir will absolut nicht einfallen, wer er ist. Halb als Aufforderung, halb als Frage sagt er leise und gütig zu mir: "Du gehst jetzt aber schlafen!?"
Träume von Krankheit und Heilung - Freitag, 27. März 2009, 14:54