Nimm Bonbons

Ich befinde mich in der Wohnung meiner ersten Physiotherapeutin. Wie ich dort hingekommen bin, weiß ich nicht, aber ich fühle mich wie zu Hause und außer mir sind dort ebenfalls ihr Lebenspartner oder Mann und ein acht- bis neunjähriges Kind. Sie hat mir eine großformatige, aber dünne Broschüre hingelegt, in der auf jeder Seite ein langes Strophengedicht abgedruckt ist. Eines davon trägt die Überschrift "Nimm Bonbons" und dieses Worte wiederholen sich darin refrainartig. Passend dazu kommt im gleichen Moment, als ich es lese, das Kind zu mir, bietet mir mit der einen Hand Pfeffis an, während es mit der anderen Hand die fast leere Dropsrolle neben mir stibitzt. Ich bin dabei, ein Bild zu malen, doch ziemlich unzufrieden damit. Zwar habe ich viele Details vorgezeichnet, doch wenn ich diese jetzt mit den Farben darstellen möchte, gelingt es mir einfach nicht, zu differenzieren, sondern alles verschwimmt in einem nächtlichen Blau aus dem da und dort die weiße Stelle eines Details scheint. Doch das ist zu wenig. So ein Bild nur in Nachtblau ist kein richtiges Bild, selbst wenn durch das Blau die gezeichneten Umrißlinien schimmern. Zumindest zeigen sie, daß das Bild nicht so geplant und ich bemüht war. Aber das reicht nicht. Wahrscheinlich ist das Bild nichts geworden, weil ich zu ungeduldig bin und zu schnell fertig werden wollte. Ich beschließe, es noch einmal zu übermalen und ein völlig neues Bild daraus zu machen. Auf diesem neuen Bild wird nur eine Kommode mit Vase und Blüte zu sehen sein, aber es wird perfekt sein. Ich sehe es förmlich schon vor meinen Augen, vor allem die Blüte, und male mir in Gedanken aus, wie ich so lange probieren werde, bis die weiße Blüte genau die geschwungene Form hat, die sie erhalten soll. Diesmal werde ich mir mir viel Zeit nehmen und erst aufhören, wenn das Bild genau meiner Vorstellung entspricht. Überrascht stelle ich fest, daß es bereits kurz vor Mitternacht ist. Jetzt sollte ich aber wirklich gehen, bevor ich mit meinem Besuch noch lästig werde. Ich verabschiede mich und steige in einen Bus mit einem eingebauten Gasherd. Das trifft sich gut, weil ich einen dreckigen Topf mit angebrannten Resten bei mir habe. Ich fülle Wasser in den Topf, stelle ihn auf eine Flamme und lege einen Deckel drauf. Durch den nicht entweichenden Wasserdampf wird die Reinigungswirkung wahrscheinlich noch verstärkt, stelle ich, zufrieden über meinen Einfall, fest, setze mich neben den Herd und warte.

Bemerkung: Nach dem Aufwachen hatte ich das Gefühl, die weiße Blüte schon einmal gesehen zu haben. Mir fielen die Bachblüten-Karten ein, die ich mir gestern angeschaut und aus denen ich "blind" die Centaury-Blüte gezogen hatte. Ich schaute sie mir also noch einmal an und stellte fest, daß es zwar nicht die Centaury-Blüte ist, dafür aber verblüffende Ähnlichkeit mit der Star of Bethlehem-Blüte besteht, wenn diese noch nicht ganz geöffnet ist. Komischerweise hab ich an diese Blüte nie bewußt gedacht, obwohl die letzten vier Jahre durch die Sache mit meinem Vater tatsächlich traumatisch waren.

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Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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