Tierträume
Während eines kurzen Einnickens:
Vögel mit schillernd bunten Kopfhauben. Das Besondere: Je härter und schlimmer das Schicksal einen Vogel trifft, um so schöner, größer und leuchtender ist seine Haube.
Parallel dazu heute morgen beim Betrachten der Grünfinken der Gedanke, daß ihre Kopfpuschel von oben wie eine Dornenkrone aussehen.
Tierträume - Mittwoch, 27. Mai 2009, 23:57
Ich liege auf meinem Balkon, als Puschel, ein Kuscheltier, plötzlich lebendig wird. Gebannt starrt es wie eine wirkliche Katze auf die Balustrade, vielleicht, um dort hinaufzuspringen. Und da - ein plötzlicher Satz und Puschel ist über die Balkonbalustrade hinausgesprungen. Das hat sie mit Absicht gemacht! Sie wollte Selbstmord begehen! Warum nur? Ist es so schlimm bei mir? Vorsichtig beuge ich mich über den Rand, denn ich bin nicht schwindelfrei, und spähe nach unten. Dort liegt sie auf dem Weg. Jetzt muß ich mich ganz schnell beeilen, daß ich mich anziehe und nach unten komme, bevor sie jemand anderes findet und mitnimmt. Zum Glück sterben Puscheltiere ja nicht. Während ich hektisch meine Sachen suche, entdecke ich einen wizigen Hamster, der seltsamerweißer von der Fellfarbe her aussieht wie ein Grünfink. Merkwürdig.
Tierträume - Sonntag, 24. Mai 2009, 23:55
Ein Blick durch die Scheiben der Balkontür raus auf den Balkon. Irgendetwas Schwarz-Weißes rennt und schnüffelt da herum, vielleicht ein Hund? Wie hat der sich auf meinen Balkon verlaufen? Ich ziehe mich zurück und hoffe, daß das Tier von allein verschwindet. Doch nach einer Weile höre ich hinter der Balkontür ein klägliches Miauen. Oh je, es ist kein Hund, sondern ein Kater und dieser macht keine Anstalten vom Balkon zu verschwinden, sondern will anscheinend in die Wohnung gelassen werden. Das Betteln wird immer lauter und ich werfe erneut einen Blick durch die Balkontür. Der Kater hat sich vor die Tür gepflanzt und schaut mich erwartungsvoll mit geheimnisvoll leuchtenden Augen an. Sein Fell ist schwarz mit weißen kleinen Sprenkeln am Rücken, die ihm ein silbriges Aussehen verleihen. Er trägt ein schwarz-weiß getupftes Halsband und zieht eine Leine hinter sich her. Wahrscheinlich ist er irgendwo entlaufen, aber was will er jetzt von mir? Ausdauernd sitzt er vor meiner Tür und miaut, es sieht nicht so aus, als wenn er den Balkon wieder verlassen wird, da bleibt mir wohl keine Wahl, ich muß ihn hereinlassen. Wenn ich ihn hereinlasse, kann er wenigstens nicht das Vogelnest entdecken und plündern. Die Vögel schweben gerade in höchster Gefahr. Dabei wollte ich doch eigentlich gar kein neues Haustier, seufz.
Bemerkung:
Witzig, im Tageshorroskop steht: "Vormittag: Was haben Sie geträumt? Heute Nacht war der Hexenvollmond. Da verraten Träume mehr, als sie üblicherweise tun." und ich träume von einem schwarzen Kater, der unbedingt bei mir einziehen will. Das erinnert mich auch an das Hexenseminar. So langsam komme ich mir vor wie bei Harry Potter.
Tierträume - Samstag, 9. Mai 2009, 00:00
In einem Park. Eine ganze Armada von Grünfinken fliegt in strenger Formation und mit schwindelerregender Geschwindigkeit immer wieder im Kreis, ohne sich dabei von irgendjemandem in ihrer Flugroute beeinflussen zu lassen. Ich befürchte deshalb, mir könnte einer von den Finken ins Auge fliegen, weshalb ich diese mit den Händen bedecke.
Ein Blick durch die Balkontür auf den Balkon. Ein riesiger Grünfink, so groß wie eine Taube, sitzt auf dem Gitter und trällert sein Lied. Hm, das muß wohl das Männchen vom Nest sein. Aber wie sieht eigentlich mein Balkon aus? Zuerst ist er voller rosa geschmücktem Tannengrün und verändert sich noch einmal zu einem Vogelparadies mit kleinen Bäumchen. Völlig anders, als er in Wirklichkeit aussieht. Wie wundersam!
In Burg, dem Heimatort meiner Großeltern. Wohin ich auch blicke, ob nach Norden, Süden, Osten oder Westen, überall sehe ich aus Häusern, bzw. vereinzelten Fenstern Flammen schlagen. Was ist denn hier los? Ich versuche meine Verwandten, die um mich herumstehen, darauf aufmerksam zu machen, aber sie zucken nur mit den Achseln und scheinen das nicht besonders wichtig zu finden.
Bemerkung: Nachdem ich mir auf www.vogelstimme.de den Gesang der Grünfinken angehört habe, bin ich mir sicher, daß es doch ein Grünfinknest auf dem Balkon sein muß, denn ich höre ständig haargenau dieses erste Trillern (und das teilweise in ohrenbetäubender Lautstärke), aber ohne das Pfeifen hinterher. Wahrscheinlich sehen auch bei den Grünfinken nur die Männchen farbenfroh aus.
Tierträume - Freitag, 1. Mai 2009, 15:13
Ein winziger kleiner Vogel verirrt sich durch die Balkontür in mein Zimmer. Er scheint hungrig und verwirrt zu sein, vielleicht gerade frisch geschlüpft. Während er herumtaumelt wird er immer kleiner, bis er eine Baby-Mücke ist, die zwischen meine Finger fliegt. Wahrscheinlich sucht sie Nahrung und will mich stechen. Tiefes Mitleid überkommt mich mit dieser kleinen, hungrigen und verirrten Kreatur. Für einen Moment überlege ich sogar, mich stechen zu lassen. So ein Mückenstich ist ja kein Hit und ein bißchen Blut kann man jederzeit abgeben. Doch nein, ich entscheide anders. Selbst aus Mitleid werde ich mich nicht von ihr stechen lassen, deshalb verscheuche ich sie aus meiner Hand. Sie fliegt an die Zimmerwand und es ist deutlich zu erkennen, wie sie mit ihrem Stechrüssel versucht, in den Putz zu stechen. Die Arme! Jetzt versucht sie schon in der Wand Nahrung zu finden, so verwirrt und hungrig ist sie. Das wird sicher nicht gelingen. Doch plötzlich quillt rotes Blut aus der Wand. Ist es wirklich aus der Wand oder von der Baby-Mücke? Nein, von der Mücke kann es nicht sein, sie ist ja nur groß wie ein Strich und hat noch gar nichts gefressen. Es muß tatsächlich aus der Wand kommen. Doch es hilft ihr nicht, denn die Baby-Mücke läßt sich nach hinten fallen und hängt jetzt kopfüber an der Wand. Es sieht aus, als ob sie tot ist.
Es ist mein Geburtstag und ich bekomme von den Gästen Geschenke. Von jedem eines. Schön. Noch ist alles normal. Eines gefällt mir überhaupt nicht und blöderweise rutscht mir das in einer Bemerkung heraus. Doch da legt die entsprechende Person mit einem Mal immer mehr Geschenke auf den Tisch bis der Tisch mit einem Berg Geschenke bedeckt ist. Das ist mir sehr peinlich, das kann ich doch alles gar nicht annehmen. Doch sie besteht darauf. Meine Mutter tritt an den Tisch heran, um den schon andere herumstehen, und fragt, da sie ja ebenfalls Geburtstag hat, ob die Geschenke für sie sind. Doch sofort erhält sie ein lautes 'Nein' von den Umstehenden. Das ist alles für mich. Herrje, dann werde ich mich mal ans Auspacken machen.
Bemerkung: "Geburtstagsgeschenke
Volkstümlich:
(europ.) : - schöne Überraschungen verheißen große Erfolge und der arbeitenden Bevölkerung gute Geschäfte"
Nun ja, ich zähle mich zur arbeitenden Bevölkerung.
Tierträume - Samstag, 25. April 2009, 15:08
Viel gereist letzte Nacht, auch ins Dorf meiner Großeltern. Irgendwo eine große Senke mit vielen Leuten, die darin abhängen. Auch ein Frauchen mit großem, fuchsfarbenem Hund. Dieser schläft friedlich neben ihr und ich streichle sein wunderbar weiches Fell. Es gefällt ihm. Dann kommt ein kleiner Junge, schleppt ihn aus der Senke raus und rast mit ihm oben ständig um diese herum - einmal, zweimal usw., in einem Affenzahn, wobei der Hund wohl mehr oder weniger genötigt wird, und dann bumm, der Hund fällt wie vom Blitz getroffen um. Was ist denn jetzt los, denke ich. Da wird klar, der Hund ist tot. Er hatte einen Herzschlag. Die Anstrengung war wohl zu viel für ihn. Wie traurig.
Tierträume - Freitag, 20. Februar 2009, 14:33
Eine Eule trägt mich in einer großen schwarzen Umhängetasche fort, fliegt mit mir über die Stadt. Ich sitze in der Tasche und schaue hinunter auf die Häuser und Straßen. Dunkel meine ich mich zu erinnern, diese Tasche, sehr schwer gefüllt mit irgendwas, in einem vorigen Traum selbst getragen zu haben. Zuerst halte ich die Eule, warum auch immer, für Ch., die verstorbene Freundin meiner Mutter, und erwarte, daß sie mit mir zu ihrer Wohnung fliegt. Doch überrascht registriere ich, daß sie mit mir bis über den Mauerstreifen hinausfliegt. Sie läßt mich in einem Gebüsch nieder, wo ich auf dem Gras liegen bleibe. Doch dann bemerke ich plötzlich, daß ich mich mitten im Raum eines Seminars befinde. Schnell rappel ich mich vom Boden auf und setze mich auf einen Stuhl, um kein Aufsehen zu erregen. Eigentlich hatte ich nicht vor, einem Seminar beizuwohnen, ich weiß noch nicht einmal, ob es mir überhaupt erlaubt ist, da die Leute hier teilweise etwas seltsam aussehen. Vielleicht wird man sauer sein, daß ich mich eingeschmuggelt habe, aber wenn ich jetzt gehe, fällt es noch mehr auf. Eine ehemalige Kollegin, A.L., ist ebenfalls anwesend und trägt schwarze Kleidung, sowie einen ulkigen breitkrempigen Hut. Sie sieht aus wie eine schwarze Hexe. Das sage ich auch spontan zu ihr, doch sie reagiert nicht weiter darauf, so daß ich denke, ich hätte sie beleidigt und mich schnell entschuldige. Doch auch darauf reagiert sie nicht groß. Überhaupt tragen manche Leute hier merkwürdige Kleidung und ich höre einiges Geflüster über die Seminarleiterin und diese Veranstaltung, nämlich, daß sie eine "Gothika" sein soll und die Veranstaltung nicht ganz "sauber" ist, sondern mehr ein rituelles Treffen. Ach herrje, wo bin ich denn hier hereingeraten? Es behagt mir nicht besonders, falls ich im Treffen einer Sekte oder religiösen Gemeinschaft gelandet sein sollte, egal welcher Art. Die Seminarleiterin tritt ein und verwundert stelle ich fest, daß es meine Physiotherapeutin ist. Na sowas, das hatte ich nicht gewußt, daß sie zusätzlich noch Seminare gibt. Sie steht etwas erhöht auf einem Podest und beginnt damit, daß sie einzelne Leute im Raum anspricht und auffordert, über ihr Problem zu sprechen. Jemand neben mir berichtet über sein Alkoholproblem, während ich krampfhaft überlege, welches Problem ich habe, mir aber vor Schreck keines einfallen will. Endlich beschließe ich, daß ich, sollte sie mich ansprechen, einfach sage, daß ich dies lieber unter vier Augen besprechen möchte. Normalerweise kann mir das ja niemand verübeln. Die Seminarleiterin schreitet nun vom Podest hinunter und trägt jetzt den Talar und das Beffchen einer Pfarrerin, aber dazu außerdem ebenfalls so einen großen breitkrempigen schwarzen Hexenhut. Das finde ich nicht richtig. Hier ist etwas faul. Ich sollte auf der Hut (Hexen-Hut?) sein.
Bemerkung: Witzig ist, daß ich von meiner Physiotherapeutin, als ich sie selbst noch gar nicht kannte, bereits träumte, daß sie Eidotter als rituelles Opfer den Göttern schenkt, um sie milde zu stimmen. Mich würde mal interessieren, wieviel an diesen Träumen wirklich dran ist, allerdings sehe ich sie nicht mehr. Und ich schwöre, ich habe keinen Harry Potter gelesen oder gesehen.
Tierträume - Sonntag, 15. Februar 2009, 14:26
Wirre Träume, in denen ständig irgendwo Tiger drin vor kamen, erst einzeln, dann zu dritt. Schon im Traum wunderte mich das, denn normalerweise treffe ich nicht so viele Tiger.
Im ersten Traum werde ich aus meinem Schlaf geweckt, weil ein Mann in meinem Zimmer steht und dort irgendwas baut. Ich springe aus dem Bett - glücklicherweise trage ich im Traum einen Schlafanzug und schlafe nicht nackt wie sonst. Das verblüfft mich im Traum und ich denke mir, es war wohl eine Art Vorahnung, daß ich den Schlafanzug angezogen haben. Es ist eine rosa Schlaghose mit weißen Streublümchen und ein weißes Shirt mit rosa Streublümchen. Der Stoff der Hose erinnert mich an einen Rock, den ich in der Kindheit trug. Sofort gehe ich den Mann aggressiv an, was er in meiner Wohnung sucht und erfahre, daß der Vermieter beschlossen hat, mit Baumaßnahmen zu beginnen. Den Mietern wird vorher erst gar nichts davon gesagt, da der Vermieter wohl zu jeder Wohnung einen Schlüssel hat und diese auch bisher schon fleißig genutzt hat. Es ist ungeheuerlich! Mein ganzes kleines, intimes Reich beschnüffelt, besetzt und auseinandergenommen von Fremden. Ich bin wütend, da ich aber im Moment überhaupt nichts machen kann - die Handwerker sind mir kräftemäßig eindeutig überlegen -, füge ich mich erstmal, beobachte aber die Vorgänge in der Wohnung mit Argusaugen. Auch im Bad wird jetzt gebaut. Als ich hereinkomme, steht eine Kloschüssel im Weg. Die alte Kloschüssel wurde gegen eine neue, bessere ausgetauscht. Ich frage mich, ob sie wohl auch das alte Waschbecken austauschen. Das könnte ich schon gebrauchen, es macht aber nicht den Anschein. Deshalb spreche ich den etwas grobschlächtigen Monteur direkt darauf an und zeige auf das alte, ziemlich abgenutzte Waschbecken. Und er scheint mir da entgegenkommen und eine Ausnahme machen zu wollen, vielleicht findet er noch ein neues Waschbecken, das er anbringen kann.
In weiteren Traumfragmenten träume ich von Kollege J.L., der zum einen genervt ist, da er beim Erzählen über irgendwas nicht genug Aufmerksamkeit erhält. Er übergibt mir ein hübsch eingepacktes, flaschenförmiges Paket. Ausgepackt ist es eine unansehnliche einfache Plastikflasche im einem seltsamen Aufsatz. Wozu das gut sein soll, das weiß ich nicht.
Im nächsten Traumfragment und einige Tiger weiter, träumte ich von einem grauen Tigerkätzchen, das ich im Traum Puschel nannte. Eine größere Katze, vielleicht ein Luchs, verbeißt sich in das Kätzchen und wiederum eine größere Katze verbeißt sich in den Luchs. Es ist ein einziges Katzenknäuel und etwas abseits schaue ich zu, wie das Katzenknäuel wegrollt. "Puschel! Puschel!" rufe ich noch hinterher. Als sie ganz verschwunden sind, mache ich mich auf die Suche nach ihr, überquere Straßen, gehe einige Wege entlang und finde sie auf einer Steintreppe, auf dem Rücken liegend. Jetzt erkenne ich auch, warum sie auf dem Rücken liegt. In ihrer Brust klafft ein Loch, das bis hinunter auf den Rücken führt. Es sieht aus, als hätte man ihr das Herz herausgerissen. Auf dem Rücken liegt sie, damit sie nicht noch andere Organe aus dem Körper verliert, aber sie lebt, das sehe ich an ihren Augen. Ganz vorsichtig nehme ich sie in meine Hände, darauf achtend, daß das Loch oben bleibt und will sie irgendwo hinbringen, wo man ihr vielleicht helfen kann. Doch eine kleine Unaufmerksamkeit, ein winziges Wackeln der Hände führt dazu, das noch etwas aus ihrem Körper rutscht und plötzlich zerfällt das ganze Kätzchen in meinen Händen zu einem chaotischen Berg von Überresten, Haut, Organe, Knochen, Augen - alles durcheinander und auseinandergefallen. Leben tut sie jetzt nicht mehr.
Bemerkung: Einfache Traumregel: sch... Träume - sch... Tag
Tierträume - Dienstag, 10. Februar 2009, 13:32
Ich entdecke eine ganz neue Seite an meiner alten Wohnung. Im Traum sieht sie anders aus als meine reale Wohnung, soll diese aber wohl darstellen. Vielleicht sehe ich sie ja auch einfach nur mit falschen Augen, denn sie ist relativ großzügig und die Wände hängen voller Bilder (anders als in real). Ich entdecke das Otto-Müller-Bild, welches schon im Wohnzimmer meiner Eltern hing, auch die Tänzerin von Degas aus meinem Kinderzimmer, sowie Unmengen älterer und neuerer Bilder und Gemälde, die die Wände regelrecht pflastern. Wenn mein Blick so über die Wände wandert, denke ich bei mir, daß es doch eigentlich zu viel sein und sehr unruhig wirken müßte, aber irgendwie machen die Bilder den Anschein, als hätten sie ganz genau den richtigen Platz gefunden, wie in einem großen Puzzle. (Unter ihnen auch ein "lebendes Bild", ein Flat-TV an der Wand, das ich in Wirklichkeit nicht habe.) Allerdings hängen sie hier und dort ein wenig schief. Ich starte eine große Aufräum- und Reinigungsaktion des "Bilderzimmers", deren letze Handlung es ist, die Bilder gerade hinzuhängen. Leider werde ich mit letzterem nicht ganz fertig oder habe keine Lust mehr. Trotzdem spüre ich Zug um Zug eine neue Behaglichkeit in mir aufsteigen. Hier wird es noch richtig gemütlich! Warum komme ich eigentlich erst jetzt auf diese Idee? Erstaunlich, wieviel Behaglichkeit man aus dieser Wohnung doch noch herausholen kann, wenn man nur ein paar Kleinigkeiten ändert.
Die anderen Teile der Wohnung gehen da und dort in einen Nachthimmel über oder sind die Fenster so groß? Ich schaue jedenfalls hinaus. Raketen steigen in die Luft und glitzern am Himmel wie farbige Sterne. Doch was ist das? Die Sterne werden von Schatten verdeckt, die unter ihnen entlangziehen. Jetzt erkenne ich es. Es sind endlose Schwärme von Fledermäusen. Ihre nächtliche Karawane reißt nicht ab. Wohin fliegen sie? Was haben sie vor? Was ist ihr Ziel?Ich wußte bisher gar nicht, daß solche Massen von Fledermäusen in meiner Nähe wohnen. Irgendwie freut mich das, denn das kann doch nur ein gutes Zeichen sein.
Bemerkung: Welche Bilder muß ich "gerade rücken"?
Der Himmel mit Fledermäusen und Feuerwerk erinnerte mich beim Aufwachen spontan an "Buntschatten und Fledermäuse", der Titel eines Buches, ebenfalls von einem Autisten geschrieben, das noch auf meiner Leseliste steht.
Seltsamerweise haben Fledermäuse in der allgemeinen und volkstümlichen Traumdeutung eher negative Bedeutung, wie ich gerade herausfand. Ich jedoch denke bei ihnen zuerst an Wahrnehmung und ökologisches Gleichgewicht, weshalb ich im Traum erfreut war. Und in China gelten sie als Symbol für Glück und langes Leben. Aber in China ist ja eh immer alles verkehrt herum. Das hier würde mir aber auch gefallen:
"Wem nächtens unzählige Fledermäuse durch den Schlaf fliegen, dessen Finanzen geraten nun anscheinend in den Aufwind, und der Betreffende braucht sich wahrscheinlich zumindest übers Materielle keine Sorgen mehr zu machen."
(aus "Tierboten" von Angela Kämper)
Tierträume - Dienstag, 6. Januar 2009, 19:07
In einem Heim, in dem ich sehr gut und lange geschlafen habe. Mir fällt auf, daß eine Wand nur aus Glas besteht und dahinter sich ein riesiges Vogelhaus befindet, ähnlich wie das Alfred-Brehm-Haus. Das ist ja mal ein tolles Heim, das sowas hat. Gleich an der Scheibe sitzen auf Ästen oder Sitzstangen sehr große grün-weiß-gelb gemusterte, exotische Vögel. Weiter hinten sehe ich rotgefiederte. Wie groß sie sind, merke ich erst, als ein paar Menschen lustige Späße mit den Vögeln machen und neben ihnen stehen. Die Vögel sind ganz genau so groß wie ein Mensch! Und beinahe kommt es mir so vor, als wären die Rotgefiederten keine Vögel, sondern Menschen im Kostüm. Denn sie laufen in Reihe nebeneinander her. Aber das kann ja eigentlich nicht sein, oder?
Das elterliche Wohnhaus. Von meinem Zimmer aus blicke ich auf das weinbewachsene Eck. Ein Krähenvogel fliegt im oberen Stockwerk auf ein Fenster zu und ein Mann lockt ihn auch noch, indem er ruft: "Na komm, flieg hier her! Komm schon, flieg her!", doch der Vogel mach stattdessen eine scharfe Biegung und fliegt direkt in mein Fenster hinein. Er ist beeindruckend groß und erst jetzt sehe ich das glänzende weiße Gefieder. Es ist eine Elster. Sie sitzt nun in meinem Zimmer und ich beginne sie vorsichtig, dann mutiger zu streicheln. Es scheint ihr zu gefallen, sie reckt sich fast wie ein Katze und legt ihr Köpfchen zur Seite. Ich habe jetzt wohl ein neues zahmes Haustier. Wieso hat sie mich ausgesucht?
Bemerkung: Erst Grünfink,
dann Elster. Was oder wer kommt noch?
Tierträume - Sonntag, 30. November 2008, 12:09