Kurzträume und Fragmente

Dienstag, 14. Juni 2005

Die Wunde

Ich befinde mich irgendwo zusammen mit Kollegen aus meiner Arbeitsgruppe. Plötzlich bemerke ich am Oberschenkel auf meiner hellen Hose einen Blutfleck. Je genauer ich hinschaue, um so größere und mehr Flecken werden es. Weil mir die Blutflecken peinlich sind, ziehe ich mich mit einer anderen Person zurück. Ich kann mir nicht erklären, wo das Blut herkommt und glaube, dass es von außen irgendwie an die Hose gekommen ist. Doch die Kollegin zeigt auf eine Stelle an meinem Bein, wo immer mehr Blut aus dem Stoff der Hose quillt. Als ich die Hose ausziehe, finde ich eine Wunde am Oberschenkel, die zwar nicht tief ist, eigentlich sogar nur oberflächlich an der Haut, aber so ausgedehnt, dass sie von drei größeren, dreieckförmigen Hautlappen abgedeckt wird.
Zwischendrin fehlt mir ein Teil vom Traum, doch etwas später stehe ich mit einer Kollegin zusammen. Diese sagt zu mir, indem sie auf jemanden in einiger Entfernung zeigt, dass ich mit diesem irgendwas machen soll (was genau hab ich mir nicht gemerkt). Doch ich sage, zu ihr, dass das nicht geht, weil dies mein Vater sei. Dabei gebe ich ihr einen Nasenstüber, bzw. einen Stubs mit dem Finger auf die Nase, wie einem "überschlauen" Kind. (Jetzt, wo ich das schreibe, fällt mir ein, dass mir mein Vater manchmal, wenn er besserer Laune war, so einen Nasenstüber gegeben hat, wenn ich mal wieder "neunmalklug" war, wie er das nannte.)

Samstag, 11. Juni 2005

Der Balkondieb

Ich trete auf meinen Balkon und merke, dass er leer ist. Ein Einbrecher ist in allen Häusern, die meinen Hof umgrenzen, auf die Balkone gestiegen, sogar bis hoch in den vierten Stock, und hat von dort die Stühle entwendet. Die Stühle hat er auf dem Hof zu einem Turm aufgebaut, wobei er einen Stuhl über den anderen stellte. Dieser Turm reicht sogar über das Dach der Häuser hinaus. Und seltsamerweise kippt er nicht um.

Die Aussage von irgendwoher im Traum aufgeschnappt, dass es 1900 Jahre dauert bis Haut zerfallen ist und sich aufgelöst hat.

Donnerstag, 2. Juni 2005

Die Samson-Monster

Nicht nur von M. geträumt, sondern auch von J., seinem damaligen Bekannten, mit dem wir oft unterwegs waren. Die Idee, dass er nicht mehr mit seiner Freundin zusammen ist. Danach in einem seltsamen Haus ein seltsames, gruseliges Lied gehört. Schon vom Hören schauderte es mich und das Haus bevölkerte sich mit Monstern. Diese Monster sahen allerdings nicht wirklich sehr furchteinflößend aus, sondern eher wie große Tiere, so ähnlich wie Samson aus der Sesamstraße. Da die Athmosphäre so gruselig war, hatte ich trotzdem etwas Angst, überspielte diese aber und scheuchte die Monster wie Straßenkatzen davon, indem ich immer laut "Sch sch" rief und mit den Händen wedelte. Das half auch - die Monster verzogen sich.

Dienstag, 17. Mai 2005

Die Luftschlacht von Berlin

Friedrichshain wird aus Flugzeugen bombardiert - mit Äpfeln. Trümmerfrauen fegen tonnenweise Äpfel auf den Straßen zusammen.

Was für ein Krieg!

Donnerstag, 21. April 2005

Vergnügliche Zerstörungswut (Transit Mond/Pluto im Quadrat zu Merkur/Pluto r)

Letzte Nacht träumte ich von jemandem, der einen Tic hat, wegen dem er zeitweise anfängt, Dinge zu zertrümmern und um sich zu werfen. Als es wieder begann, riß er eine Tischplatte ab (mein Couchtisch vielleicht?*gg*) und schmiß sie in meine Richtung. Aus irgendeinem Grund wollte ich es ihm gleich tun, vielleicht um ihn zu ärgern oder auch um ihm das Gefühl zu geben, dass das normal ist und nichts dabei. Deshalb nahm ich die Platte und schlug mit ihr auf Stuhl- und Bettkante mit der Absicht, die Platte irgendwie zu zerbrechen. Ich glaube, es ist mir nicht gelungen. Nach dem Aufwachen hat mich der Traum traurig gemacht. Der Traum selbst war weder schlimm noch schön und auch nicht emotional. Aber als ich aufwachte erinnerte er mich sofort an die Zeit meiner Kindheit, wo wir manchmal mit kindlichem Vergnügen alte Bretter, die wir irgendwo fanden, so lange mit Händen und Füßen traktierten, bis wir sie zerbrochen hatten.

Donnerstag, 7. April 2005

Selbsteinladung durch Traummanipulation

Im Traum gehe ich die Treppe eine Hausflurs hinauf. Ich weiß nicht mehr, ob es mein Haus ist, aber in einer der Wohnungen gehen Leute ein- und aus und aus der Wohnungstür schaut ein Mann mit einem Vollbart. Aus irgendeinem Grund verspüre ich den starken Wunsch, auch in diese Wohnung zu gehen. Da ich aber von den Leuten niemanden kenne, gehe ich weiter einfach die Treppe hoch. Plötzlich wird mir bewußt, dass ich träume und deshalb die Handlung lenken kann. Ich gehe aus diesem Grund ein paar Stufen zurück die Treppe hinunter und bleibe in einiger Entfernung vor der geschlossenen Wohnungstür stehen. Dann starre ich auf die Tür und nehme mir vor, dass sie sich gleich öffnet und jemand mich herein bittet. Kurze darauf öffnet sie sich tatsächlich und der bärtige Mann winkt mich in die Wohnung. Jetzt erkenne ich plötzlich die Wohnung meines Bruders, der gerade Geburtstag feiert. Viele Leute kenn ich nicht, bzw. nur flüchtig und ich denke mir, dass der bärtige Mann wohl J. sein soll, der Bandleader, den ich im Traum aber nicht erkannt habe.

Samstag, 19. März 2005

Der Film

Letzte Nacht habe ich im Traum einen unglaublichen und sehr langen Film gesehen. Teils war ich mitten drin im Film und sogar die Hauptdarstellerin, teils hab ich von außen der Handlung zugeschaut, die an mir vorbei lief, aber ich wußte immer, dass es ein Film ist. Leider ist es mir unmöglich, die Handlung auch nur ansatzweise nachzuerzählen, denn der Film war zugleich phantastisch, geheimnisvoll und sehr mysteriös. Sowas sieht man nicht im Fernsehen. Ganz grob gesagt ging es um die Suche nach jemanden auf Grundlage von geheimen Symbolen, Zeichen und Zahlen, welche auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu finden waren. Manchmal waren es nur Schattenspiele, manchmal Bibliotheksaufkleber auf Büchern und vieles mehr. Die Suche ging dabei rund um die Welt bis nach Neuseeland. Das letzte Bild in dem Traum war eine große Fensterwand, durch welche ich Blick auf eine mächtige, alte, steinerne Brücke hatte, die sich quer am Fenster vorbei zog. Und auf dieser Brücke tanzten steinerne Skulpturen aller Zeitalter. Die Venus von Milo war dabei, sowie andere antike, barocke und viele andere Figuren, aber auch ganz abstrakte, deren Kopf nur eine Kugel ist und die Arme und Beine nur kegelförmig angedeutet. Sie alle tanzten so eine Art Ballett mitten auf der Brücke. Als ich aufgewacht bin, war ich ein bißchen enttäuscht, denn ich hätte den Film gern noch weiter gesehen.

Donnerstag, 20. Januar 2005

Das Feuerwerk

Letzte Nacht träumte ich, dass ich in einer Luxus-Villa zu Besuch war. Dort wurde irgendwas gefeiert und abends wurde auf einer riesigen Terasse ein Feuerwerk entzündet. Zahlreiche Raketen zischten in jede Richtung in den schwarzen Himmel. Dort, und ebenfalls an den Türen und Fenstern des Hauses, blieben sie als funkensprühende Feuersterne hängen.

Sonntag, 16. Januar 2005

Die Nacht von Samstag zu Sonntag

Letzte Nacht sehr unruhig geschlafen und tausend Sachen gemacht - mit meinem Büro umgezogen, ständig fotografiert, später noch bei meinen Eltern die Wohnung ausgemistet. Außerdem lauter unfreundliche Menschen getroffen. Erst lauerte jemand, der jeden aus unserer Familie erstechen würde, dann blaffte mich jemand aus einem Fenster heraus an, wobei ich höflich, aber bestimmt blieb, und schließlich schüttet ein Mädchen eine Tüte mit Spinnen über meiner Schulter aus. Ich blieb relativ ruhig, trotz der Spinnen, da ich irgendwie wußte, dass es "nur" ein Traum ist. Auch die ganze Zeit später wußte ich, dass ich träume, habe aber trotzdem mein handschriftliches Traumtagebuch im Traum gesucht, welches ich dort natürlich nicht gefunden habe. Einem Hund zugeschaut, wie er Bananen, Orangen und eine Avocado gefressen hat. Dann, von so viel Aktivität total zerschlagen erwacht, glaubte ich, dass es schon Montagmittag sei und ich den Sonntag verschlafen hätte. Hatte ich natürlich nicht, aber der Traum kam mir wieder viel länger vor, genauer gesagt wie ein oder zwei Tage.

Samstag, 8. Januar 2005

Nicht aufwachen können

Letzte Nacht hatte ich mal wieder so einen Traum, in dem ich dachte aufgewacht zu sein, aber immer wieder merke, dass ich doch noch träume.
Ich liege also normal in meinem Bett und wache auf, allerdings schaffe ich es ewig nicht zu mir zu kommen und klar zu sehen. Ich merke, dass meine beiden Augen unterschiedlich sehen, dass ich mit einem Auge klar und die Realität sehe, während das Bild des anderen Auges eher verschwommen und das eines Traumes ist. Beide Bilder vereinigen sich zu einem in der Mitte getrenntem Bild. Nachdem ich lange versuche endlich richtig wach zu werden, schaffe ich es schließlich und stehe auf. Doch nirgendwas stimmt nicht an meiner Wohnung. Mir fällt auf, dass es nicht mein Korridor ist, sondern die riesige Diele in der alten elterlichen Wohnung. Auch der Rest der Zimmer ist nicht meine Wohnung. Da wird mir klar, dass ich immer noch träume und nicht aufgewacht bin, wie ich glaubte. Ich versuche ziemlich lange immer wieder aufzuwachen und glaube zeitweise auch, es geschafft zu haben, bis ich wieder merke, dass ich immer noch träume. Schließlich befinde ich mich in einer neuen Wohnung, die an eine große Terasse grenzt, auf welche viele Wohnungen hinausführen, so dass aus den anderen Wohnungen immer wieder Leute an meiner vorbeilaufen. Von der Terasse aus führen Stufen hinunter auf einen großen Hof. Dort stehen auf einer tieferen überdachten Ebene Bänke. Mit meiner Mutter sitze ich eine zeitlang auf solcher, während über uns auf der Ebene wohl ein Konzert mit ein paar Musikern stattfindet, die Geige spielen. Später gehe ich wieder hinein und mache irgendwas in der Wohnung, als meine Kollegin St., die auch in einer der Wohnungen wohnt, in meine Balkon, bzw. Terassentür hineinwinkt und mir ihren Mann vorstellt, einen älteren Herrn in Mantel und Brille, mit dem ich ein paar Worte wechsel.
Irgendwann wache ich schließlich wirklich auf und fühle mich total zerschlagen.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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