Kurzträume und Fragmente

Sonntag, 5. November 2006

Bambus-Haie und Liebesperlen

Ein "Strauß" gleich langer Bambus-Stöcke in einer Vase. Ich experimentiere mit ihnen, indem ich etwas von ihnen abkratze, auf einen Glasträger lege und unter einem Mikroskop betrachte. Zuerst sehe ich gar nichts, doch bei genauerem Hinsehen fallen mir schwach schwarze x-förmige(Chromosomen?) Wesen auf, die sich bewegen. Beim zweiten Hinschauen sind sie schon tiefer schwarz und besser zu erkennen. Beim dritten Hinschauen erkenne ich außer den x-förmigen Chromosomen andere schwarzen Wesen, die zwischen diesen herumschwimmen und sie fressen. Sie sehen aus wie kleine Haie.
Einen Traum später: Liebesperlen in einem großen Glas. Sie sind jedoch nicht bunt wie normale Liebesperlen, sondern, weiß, blaß-rosa und blaß-mint. Als ich mir welche nehme, bemerke ich, dass sie nicht süß schmecken, sondern scharf pfefferminzig.

Donnerstag, 2. November 2006

Phönix aus der Tapete

Vögel, die auf der Tapete nisten, und zwar auf den immerselben Blumen "nestern", die auf jeder Tapete ähnlich aussehen, niemals anderen.

Sonntag, 29. Oktober 2006

...

Bauliche Veränderungen an den Wohnungen der Baugenossenschaft. Alle Balkone wurde zu großen Terassen vergrößert, die von draußen offen zugänglich sind und in Stufen übereinanderliegen. Dadurch hat aber auch jeder Fremde, sowie Nachbarn, Zugang zu den Wohnungen, was mir überhaupt nicht passt und mich aufregt. Ich merke deshalb, dass es nun ernst damit wird, mir eine neue Wohnung zu suchen, da ich in der alten nicht mehr leben kann.

Dienstag, 17. Oktober 2006

...

Ein fremdes Zimmer (Pflegeheim?). Mein Vater klatscht lustlos und ungeduldig Flüssigtapete an die Wand. Das macht er so schlampig, dass große Löcher bleiben. Da mich solche Schlampigkeit stört, sage ich vorsichtig was, aber mein Vater antwortet: "Die sollen froh sein, dass ich überhaupt ihre Wand mache!"

Dienstag, 18. Oktober 2005

Traumshoppen

Die ganze Nacht hindurch Shoppen gewesen. Erst in einem kleineren Supermarkt, wo es schon kurz nach Ladenschluß war, so dass ich mich beeilen musste und deshalb vergaß, die leckeren Schoko-Kirsch-Riegel mit in den Einkaufskorb zu legen. Und danach in einem großen Kaufhaus, wahrscheinlich dem Kaufhof, wo die Rolltreppen extrem steil und ohne Stufen, sondern glatt durchgängig waren, weshalb ich auf ihnen wie auf einer Rutsche im Sitzen herunterrutschte. Die anderen Leute blieben allerdings alle stehen, so dass ich mir ziemlich blöd vorkam. Auch die Verkäufer waren etwas merkwürdig, denn sie benahmen sich so, wie auf dem Polenmarkt. Sobald man etwas auch nur mit dem Augenwinkel ansah, kamen sie sogleich auf einen zu geschossen und sagten: Biitte, gucken.....biitte! Biitteszööön! Biitteszööön! Biitte kaufen! Biitteszööön!"

Mittwoch, 24. August 2005

Das Vampirversteck

Ich bin eine Vampirin und mit einer ganzen Gruppe von anderen Vampiren unterwegs. Da die Sonne aufgeht, müssen wir uns verstecken. Wir flüchten deshalb in eine Scheune, wo wir auf Holzbrettern hocken und warten. Für die Scheune gibt es eine versteckte Landkarte, denn irgendwo in ihr gibt es einen Sumpf, in dem ein Dämon wohnt und durch den er die Erdoberfläche betritt. Wir wissen nicht, wo der Sumpf ist, aber als ich zufällig in eine Ecke gehe, merke ich, dass der Boden ganz langsam unter mir nachgibt. Ich gehe deshalb wieder raus aus dem morastigen Boden und zeige es den anderen. Die glauben es nicht, da der Boden ganz normal aussieht, und wollen es selbst ausprobieren. Deshalb stellen, bzw. setzen sie sich auch auf den Moorboden und sinken ganz langsam immer tiefer, scheinen es aber selbst nicht mitzubekommen, denn sie glauben immer noch nicht, dass dort ein Sumpf ist und behaupten, es passiere nichts.

Mittwoch, 3. August 2005

Der Blutfleck

Ich treffe meine Tante und einen oder zwei Cousins im Wohnzimmer meiner Eltern. Meiner Tante übergebe ich ein Geschenk von ihrem jugendlichen Liebhaber, den sie anscheinend im Traum hat und den ich wohl irgendwo getroffen habe. Es ist etwas Elektronisches, sieht aus, wie ein klobiges, größeres Netzteil. Es gibt noch ein zweites Geschenk, ich weiß nicht mehr für oder von wem, welches so ähnlich wie das erste ist. Auch etwas Elektronisches. Während wir die Geschenke begutachten, bemerke ich, dass aus der Nase meiner Tante Blut läuft, welches etwas wässrig wirkt und sich in der Mulde über ihrer Oberlippe sammelt, um jeden Moment herunterzurinnen. Da sie es nicht zu merken scheint, sage ich es ihr schnell, damit sie das Blut mit dem Finger aufhalten kann. Doch ehe sie reagieren kann ist es schon heruntergetropft und ein bräunlichroter Fleck breitet sich auf dem blütenweißen Tischtuch aus.

Mittwoch, 27. Juli 2005

Der tote Vater

Letzte Nacht hatte ich einen Traum, von dem ich zwar keine Einzelheiten mehr weiß, der aber so gefühlsintensiv war, dass ich mir im groben gemerkt habe, worum es ging. Mein Vater war gestorben und ich trauerte und weinte. Irgendwo habe ich gelesen, dass solche Träume psychologisch als innerer Ablösungsprozeß gedeutet werden. Ich hatte seit meiner Jugend immer mal wieder solche Träume, in denen entweder mein Vater oder meine Mutter gestorben waren. Aber das Krasse an diesem Traum war, dass meine Mutter mich diesmal ausgelacht hat für meine Trauer, schließlich sogar ärgerlich wurde und mich heftig anfuhr. Allerdings habe ich mich trotzdem nicht von ihr beirren lassen und erst recht weitergemacht, weil ich irgendwie der Meinung war, dass auch er ein Recht darauf hat, dass man um ihn trauert, egal was für ein Mensch er gewesen ist.

Mittwoch, 13. Juli 2005

Bunte Kreise

An eine Handlung des Traumes kann ich mich nicht erinnern, aber ich erinnere mich, im Schlaf immer wieder mit kunterbunten Formen und Mustern gefüllte Kreise vor meinen Augen gesehen zu haben. Es ähnelte ein bißchen einem Kaleidoskop, aber andererseits nicht wirklich, weil die Muster durchgängig und ohne Struktur waren. Außerdem veränderten sie sich nicht in sich, sondern stattdessen wurde immer ein Kreis ganz ausgeblendet und dann der nächste eingeblendet, bis auch dieser wieder verschwand. Vielleicht eher mit Mandalas vergleichbar, auch wenn die Muster für Mandalas etwas unüblich waren. Eines der Muster erinnerte mich zum Beispiel an einen Kompass mit vier, sich in der Mitte treffenden Sternspitzen in den vier Himmelsrichtungen.

Sonntag, 26. Juni 2005

A question of lust

Plötzlich entsinne ich mich wieder, die letzte Nacht im Traum "A Question of Lust" gesungen zu haben.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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