Mittwoch, 24. Februar 2010

Vampyr-Party und Überschwemmung (Kalium bromatum)

Überschwemmung auf dem Bahnsteig:

Eine Seite des Bahnhofs ist von tiefen Pfützen bedeckt. Ich feuchte ein weißes Papiertaschentuch darin an, wozu ich es brauche, weiß ich selbst noch nicht. Die S-Bahn fährt ein und der gesamte mittlere Teil des Bahnsteigs ist so voller Wasser, daß es unmöglich ist, trockenen Fußes in den Zug einzusteigen. Während ich noch überlege, wie ich in den Zug kommen kann, ohne naß zu werden, fährt dieser einfach weiter und hält einige Meter hinter dem Bahnhof. Es muß mir entgangen sein, daß man woanders warten soll, und so schnell schaffe ich es nicht bis dorthin. Bevor ich den Zug erreiche, ist er abgefahren. Pech gehabt - jetzt muß ich auf den nächsten warten.

Die Vampyr-Party:

Ich befinde mich mitten in einer Versammlung vieler Vampyre. Blasse und blutunterlaufene Gesichter um mich herum, die einzelnen Vampyre sind jedoch sehr unterschiedlich. Da gibt es vornehme Gestalten in schwarzen Umhängen, die an Graf Dracula erinnern, aber auch ganz unscheinbare, die ansonsten wie normale Menschen aussehen. Zwischen ihnen halte ich so eine Art tänzerisches Mimikry ab, indem ich mich mit furchteinflößenden Bewegungen extra groß mache und mich als der schlimmste Vampyr von allen aufführe. Während meines Tanzes gebe ich ihnen symbolhaft und durch geschickte Andeutungen zu verstehen, daß mein Blut hochgradig giftig ist. Die Vampyre schauen mich mit großen Augen an und wissen anscheinend nicht so recht, was sie von mir halten sollen. Doch mein Abschreckungsmanöver wirkt - sie halten sich fern von mir.

Dienstag, 23. Februar 2010

Undicht (Kalium Bromatum)

Herbe Kritik von ehemaligen Kollegen des Bereiches A und meiner ehemaligen Deutschlehrerin Frau I., die dort ebenfalls zu tun hat. Worum es ging, habe ich vergessen.

Zwei nebeneinander liegende abgebrannte Streichhölzer. Ich beseitige die verkohlten Überreste. Die damit entzündete Kerze liegt in den letzten Zügen und die Flamme versucht noch einmal das Sterben zu verhindern, indem sie wild um sich greifend nach anderem Brennmaterial sucht.

In einem Spiegel betrachte ich mein Gesicht. Die Augenbrauen sind auffällig dünn, dünner als sonst, aber sehr gleichmäßig und schön geschwungen.

Mein altes Kinderzimmer. Unter dem Fenster entdecke ich einen großen Wasserfleck. Als ich ihn berühre, bemerke ich, daß der Teppichboden voll mit tropfender Nässe ist. Hm, wo könnte das Wasser hergekommen sein? Suchend schaue ich mich um, will die Herkunft des Wassers rekonstruieren. Da, auf dem Fensterbrett auch Wasser! Ich öffne beide Fensterflügel weit und dann wird mir klar, daß es nachts geregnet haben muß und das Fenster ziemlich undicht ist. Erst überlege ich, ob ich neue Fenster bräuchte, aber die will ich eigentlich nicht. Vielleicht reicht es, ein Abdichtband einzuarbeiten. (Neptunische Durchlässigkeit? Wo bekomme ich das Abdichtband her?)

Freitag, 19. Februar 2010

Baumenergie

Auf einer Reise bewege ich mich mit einem schwindelerregenden, unsichtbaren Fahrzeug fort. Es ist, als würde ich ziemlich hoch und schnell über den Boden schweben. Ich schätze, es sind ca. fünf Meter und nur in meinem Bewußtsein weiß ich, daß ich mich in einem Fahrzeug befinde. Zu sehen ist davon nichts, was mich in dieser Höhe etwas unsicher macht. Als ich wieder zu Fuß bin, entdecke ich überall an den Bäumen eingelassene öffentliche Steckdosen. Jeder kann sich an ihnen frei bedienen und zum Beispiel sein Handy aufladen. Die Handys sind so konstruiert, daß sie an jede Steckdose passen und der Strom wird anscheinend von den Bäumen erzeugt. Außerdem haben die Handys eine eingebaute Warnanlage. Sobald sich ihnen jemand anderes als der rechtmäßige Besitzer zu sehr nähert, geben sie einen Warnton von sich. Ich gelange zu einem Museum, welches gleichzeitig einen Shop beherbergt. In den oberen Räumen sind alte Artefakte und kunsthistorische Dinge ausgestellt. Von einem abgetrennten Bereich eines Saales aus führt ein versteckter dunkler Gang in einen unteren Austellungsraum, in welchem berühmte Gemälde zu sehen sind. Eigentlich habe ich nicht wirklich Lust, mir diese anzuschauen und unterlasse es deshalb, den Gang zu betreten. Da fragt mich die Leiterin des Museums hinterlistig, ob ich denn schon die Bilder gesehen hätte. Um nicht in Erklärungsnot zu kommen, sage ich schnell "Ja" und sie möchte wissen, welches mir am besten gefallen hat. Spontan fällt mir ein Bild ein, das ich irgendwo als Reprint in der Auslage des Shops gesehen habe. "Der Raffael" antworte ich, mit ein wenig schlechtem Gewissen wegen meiner Lüge, zumal ich den Eindruck habe, daß die Museumsleiterin mich durchschaut.

Später hatte ich ständig das Kartenlegemuster der "Priesterin" vor Augen, welches mit Zigeunerkarten ausgelegt war. Besonders interessierte mich die Karte "Das Geheimnis". Ich versuchte mir die Karte einzuprägen, habe sie aber wieder vergessen.

Dienstag, 16. Februar 2010

Schwarze Katze (Tigerauge)

Durch eine geschlossene Balkontür hindurch sehe ich eine schwarze Katze mit ungewöhnlicher Fellzeichnung. Auf dem schwarzen Fell sind Ansammlungen ineinander verschlungener filigraner Ringe zu sehen. Es wirkt wie ein designtes Muster. Die Katze bemerkt mich ebenfalls, kommt sofort auf mich zu und maunzt, weil sie zu mir herein möchte. Doch ich lasse die Tür geschlossen.

Sonntag, 14. Februar 2010

Grabsteine

Auf Reisen, in einer Herberge, wo viele Verwandte und Bekannte untergebracht sind, habe ich das Zimmer mit der Nummer 35. In einer kreativen Anwandlung habe ich meinen eigenen Grabstein, sowie einen zweiten aus weißem Stein geschnitten. Mein eigener Grabstein trägt eine liegende Ganzkörperplastik von mir und ich finde, die ist mir ziemlich gut gelungen. Meine Mutter hat allerdings beide Steine irgendwo versteckt, keine Ahnung wieso. Vielleicht gefallen sie ihr nicht. Ich möchte zwar irgendwo hingehen, muß aber noch auf etwas warten. Dazu begebe ich mich in eine Art Dachgarten, wo ich alleine sein kann. Nach einiger Zeit gehe ich wieder hinunter in einen Gemeinschaftraum, wo ich mich gerade an den Gardinen eines Fensters zu schaffen mache, als ein Mann hereingestürzt kommt und von mir wissen will, wo ein bestimmer Bekannter abgeblieben. Ich weiß es nicht, wo er ist, aber der Mann behauptet jetzt ziemlich aggressiv, daß derjenige bei mir gewesen wäre und ich mit ihm geschlafen hätte. Dabei schaut er in den Ausschnitt meines Bademantels und ich bemerke nun selbst, daß dieser aufgesprungen ist und eine Brust freigegeben hat. Im gleichen Moment betritt der Gesuchte das Zimmer und genervt sage ich zu dem Mann, während ich den Ausschnitt schließe: "Na da ist er doch! Was willst du überhaupt?" Jetzt kommen zusätzlich zwei Ermittler in das Zimmer. Anscheinend sind in der Herberge zwei Kinder ermordet worden. Sie befragen mich, aber auch als sie fertig sind, lassen sie mich nicht mehr aus den Augen und folgen mir wie Schatten direkt auf dem Fuß überall hin. Ich verstehe nicht, was das soll. Denken sie vielleicht, ich hätte die Kinder umgebracht? Doch über Umwege erfahre ich, daß sie mir nicht auf den Fersen sind, weil sie glauben, ich sei ein Täter, sondern weil sie der Meinung sind, ich sei selbstmordgefährdet. So ein Quatsch! Wie kommen die darauf?

Samstag, 13. Februar 2010

Vater im Finster und Traumvögel

Auf Reisen, in Erinnerung geblieben sind die Orte Budapest und Dachau. In Dachau auf einem Hügel ist in der Ferne das Gelände des Konzentrationslagers zu erkennen. Dieses besuchen wir aber nicht, stattdessen laufe ich auf einer Art Strand ohne Meer. Meine Füße sinken tief in den sonst glatten Sand und hinterlassen die einzige Fußspuren. Doch dann entdecke ich daneben noch eine andere Fußspur. Es ist die meines Vaters. Er ist diesen Weg bereits gegangen, als er schon krank war und ihm das Laufen schwergefallen ist. Es ist erstaunlich, daß er diese Strecke überhaupt noch zu Fuß gehen konnte. Ich erreiche einen großen Keller, einen Keller meiner Familie, der einstmals voller Gerümpel gewesen ist, da meine Mutter ständig alle möglichen Möbel aufgehoben hat. Doch jetzt ist der Keller bis auf einige Kohlen und Holzscheite fast leer und picobello sauber. Meine Mutter hat ihn aufgeräumt. Seltsam, daß sie sich auf einmal von diesem ganzen Gerümpel trennen konnte. Das scheint ein regelrechter Gesinnungswechsel zu sein. Seit sie älter geworden ist, will sie es anscheinend nicht mehr mit sich herumschleppen. Mein Vater kommt in diesem Keller, auch er scheint irgendwie ein anderer zu sein, obwohl ich ihn als meinen Vater erkenne. Er sagt :"Ich werde der Erste sein, der in das Finster fällt." Ich verstehe nicht so recht, was er damit sagen will. Zum einen ist mir bewußt, daß er bereits tot ist, und wenn er das ist, wie kann er dann noch in das Finster fallen? Zum anderen frage ich mich, wer außerdem in das Finster fallen wird. Ist das ein Familienfluch? In einer spontanen emotionalen Anwandlung falle ich ihm um den Hals, rufe ein "Daddy!" aus und streiche ihm mit der Hand über die bärtige Wange. Ich halte ihn lange fest umarmt, während mir durch den Kopf hundert Sachen gehen, die ich ihm gerne sagen würde, doch meine Tränen hindern mich am Sprechen. Ich bekomme nur einen einzigen Satz heraus: "Ich möchte dir so gerne Danke sagen!" Weinend wache ich auf. Es ist ca. 6:30 h.
Aus späteren Träumen erwache ich vermeintlich durch seltsame Geräusche aus meinem Zimmer. Ich höre ein Flattern und den hohen Rufton von Blaumeisen. Angestrengt starre ich in das Dunkel und tatsächlich, in einer Ecke bewegt sich etwas. Es müssen Meisen im Zimmer sein! Sie kommen aus der Ecke hervor und ich erkenne, daß es keine Meisen sind, sondern drei phantastisch schöne Vögel, die ich noch nie gesehen haben. Sie haben die Größe von Tauben, erinnern von der Körperform her an Kraniche und tragen den Schwanz eines Pfaus. Ihr Gefieder funkelt prachtvoll in reinstem Weiß, himmelhellblau und tiefem Indigoblau. Wunderschön! Ich locke sie mit Tönen und strecke meinen Arm aus dem Bett. Einer der Vögel kommt tatsächlich herangeflogen und läßt sich auf meiner Hand nieder.

Dienstag, 9. Februar 2010

Der brennende Gasherd (Sonne tr Opposition Mars r)

Ein Gasherd mit einem alten verrosteten Wasserkessel. Etwas scheint zu brennen und ich bemerke, daß der Boden des Wasserkessels über der Herdflamme Feuer gefangen hat. Es läßt sich glücklicherweise mühelos mit mehreren Luftstößen auspusten, doch ich entdecke an anderen Stellen des Herdes immer wieder kleinere Flammen herauszüngeln. Vor Verblüffung vergesse ich das Pusten.

Bemerkung: Mein ganzer Körper schlägt heute Funken.

Sonntag, 7. Februar 2010

Der Schwarzbär

Blick aus dem Fenster: Ein kahler Baum voller pechschwarzer Krähen. Der Schwarm muß bereits lange so dort verweilen, denn auf ihren Rücken liegt jeweils ein dünne Schicht weißen Schnees. Später in einem Garten, auf einer Bank an einem rustikalen Holztisch sitzend. Plötzlich sehe ich einen massigen schwarzen Bären auf mich zukommen. Mir bleibt keine Zeit mehr, mich aus der Bank zu schälen und zu flüchten, da ist er auch schon über mir, nur noch schwarzer Pelz um mich herum, und ich greife mit der Hand nach seiner Schnauze, um sie von mir fernzuhalten. Dabei hoffe ich, daß ich sie so halte, daß es ihm nicht möglich ist, mir die Hand abzubeißen. Während ich eine gefühlte endlose Zeit in der Nacht seine Bärenschnauze greife, vor Augen nur die dunkle Masse des Bärenkörpers, frage ich mich, ob er wohl bös- oder gutartig ist, komme aber zu keinem Ergebnis, so daß ich mich auch nicht entschließen kann, die Schnauze loszulassen.

Bemerkung: Nach diesem Problembär zu urteilen, kommt ein mächtiges Problem auf mich zu. Aber vielleicht hat er sich ja auch nur gefreut, mich zu sehen.

Traumbesuch

Claudia aka Sammelmappe stöbert in meiner Bibliothek und sucht anscheinend Bücher über Sex. Jedenfalls murmelt sie dieses Wort rhetorisch vor sich hin, während sie da und dort ein Buch aus dem Regal zieht und darin blättert. Blöderweise habe ich gar keine Bücher über Sex, aber das muß ich ihr ja nicht sagen. Ich weiß außerdem nicht, was sie genau sucht, vielleicht findet sie ja trotzdem etwas, das sie interessiert. Und hoffentlich stören sie meine Unterstreichungen in den Büchern nicht.

Tante R.

Meine Träume sind mir zur Zeit ein Rätsel. Weniger wegen des Inhalts als vielmehr wegen des Zeitpunktes, an dem sie sich mit den entsprechenden Inhalten befassen. Eigentlich sollte ich im Moment von ganz anderen Dingen träumen, meine ich.
Gestern und heute traf ich meine Tante R., wobei wir gestern ein langes Gespräch führten und danach mit anderen Familienmitgliedern einen Ausflug in zwei Spreewaldkähnen unternahmen. Ich stieg in den Kahn von Tante R. sie freute sich darüber. Außerdem sollte ich während der Fahrt ein Geschenk zum Geburtstag erhalten. Dieses sah ich bereits eingepackt in irgendjemandes Händen, hatte es jedoch noch nicht überreicht bekommen.
Heute traf ich Tante R. in einer Wohnung. Sie räumte kleine Figürchen und Püppchen aus einer Schublade, mit denen sie dann spielte und sich wie ein Kind freute. Na ja, dachte ich, sie ist ebenfalls Löwe - die sind manchmal etwas verspielt.

Therapie im Spreewaldkahn

Im Büroraum nebenan sind mein Kollege K.F. ein mir unbekanner Mitarbeiter. Beide haben heute Geburtstag, na sowas. K.F. freut sich sehr, mich zu sehen und kommt in mein Zimmer herüber. Wir spielen ein Computerspiel, bei dem man mit etwas auf den Bildschirm werfen muß. Es erinnert an Dart.

Auf einem Spreewaldkahn ohne Bänke liege ich in einer Reihe mit anderen Leuten. Der Kahn ist so breit, daß man bequem mit der Körperlänge hineinpaßt und wir liegen aufgereiht wie die Heringe. Mein Platz ist direkt an einem Ende des Kahns. Wir haben Decken bekommen, da die Sonne zwar angenehm scheint, aber noch nicht viel Kraft hat. Anscheinend ist es Frühling. So können wir Gesicht und andere Körperteile von der Sonne bestrahlen lassen, uns aber auch in die Decken mummeln, wenn es zu kühl wird. Ich spüre am ganzen Körper, wie sich der Kahn von der Kaimauer löst und langsam auf das Wasser hinausgleitet. Ein sanftes beruhigendes Schaukeln zeigt an, daß wir frei auf dem Wasser fahren. Ein leises Plätschern begleitet die Fahrt. Es ist so schön, sich vom Wasser wiegen zu lassen und dabei das Gesicht in der Sonne zu wärmen! Die meiste Zeit habe ich die Augen geschlossen und gebe mich ganz der Wärme und dem angenehmen Schwanken hin, das ein Kribbeln in der Bauchmitte verursacht. Als ich kurz die Augen öffne, sehe ich den Kahnführer neben mir stehen. Es ist mein Physiotherapeut. Er hat sich umgedreht und schaut mich tadelnd an, während er sagt, daß die Tränenflut dieses Jahr den Fluß hat besonders hoch ansteigen lassen. Ja, hallo? Ist das vielleicht allein meine Schuld? Schließlich liegen hier noch genug andere. Und auch wenn ich irgendwann beteiligt war, hatte ich wohl allen Grund dazu. Vor Empörung kullern mir tatsächlich ein paar Tränen über die Wangen. So! Jetzt hat er es geschafft! Jetzt gibt es wirklich eine Überschwemmung!

Handwerker und WG

Spätabends in meiner Wohnung. Ich bekomme kaum mit, daß es geklingelt hat und öffne deshalb nicht. Stattdessen bemerke ich, daß in der Wohnung unter mir Handwerker zugange sind. Ist wahrscheinlich ganz gut, daß ich nicht geöffnet habe, vielleicht wollten die in meine Wohnung. Das muß nicht sein. Aus irgendeinem Grund weiß ich, daß bei den Handwerkern mein Kumpel dabei ist. Ich verhalte mich jetzt mucksmäuschenstill, verlasse aber kurzzeitig das Wohnzimmer. Als ich wiederkomme, ist das gesamte Zimmer bis auf die Dielen und die schweren Schränke ausgeräumt. Die Handwerker waren darin und haben den mühsam ausgelegten Teppich aufgerollt und über die Schränke gelegt. Prima! Nun geht die ganze Arbeit von vorne los. Außerdem wurde von unten durch den Boden gebohrt und seltsame Leitungen ragen nun direkt mitten in das Zimmer hinein. Da kann man nichts mehr hinstellen und fällt außerdem noch drüber. Ich bin bedient. Eine Tür steht offen und mein Kumpel ist im Nebenzimmer dabei, etwas zu werkeln. Als er an der Tür vorbei kommt, sagt er laut: "Hallo, Susanne!" Ich schnappe ihn mir und beginne mit ihm zu verhandeln und über das Geschehene zu sprechen. Vielleicht verstehe ich dann, was das alles soll. Er sitzt mir gegenüber auf dem Fußboden und ein Kollege von ihm läßt uns allein mit der Bemerkung, daß wir uns ja kennen und das unter uns ausmachen sollen. Die Augen meines Kumpels funkeln seltsamerweise intensiv grün. Es ist auffallend und ich bin mir sicher, daß er diese Augenfarbe vorher nicht hatte. Zumindest kann ich mich nicht erinnern. Ich frage, wer den Teppich wieder auslegen und die Möbel richtig ins Zimmer stellen soll. Er versichert, daß er das mit seinen Kollegen machen würde. Für einen Moment fühle ich mich erleichert. Gut, wenigstens etwas. So kann ja doch noch alles gut werden. Aber kurz darauf setzt er hinzu, daß dies dann 8000 € kosten würde. Was??? Ich bin entsetzt. Die wollen 8000 € dafür, um die Sachen wieder reinzustellen, die sie selbst herausgeholt haben? Das kann doch nicht ihr Ernst sein? Aber mein Kumpel meint es anscheinend völlig ernst und ich bin nicht gewillt, geschweige in der Lage, 8000 € zu zahlen. Ich fühle mich hintergangen, ungerecht behandelt und bin so traurig, daß ich mich überhaupt nicht mehr aufregen kann. Jede Wut erstickt in der Trauer über die Hoffnungslosigkeit, zu meinem Recht zu kommen.

In einem späteren Traumfragment wohne ich mit drei oder vier Mädels zusammen in einer WG. Die Wohnung befindet sich in Prenzlauer Berg an einem Bahndamm und ist sehr ungewöhnlich geschnitten. Ich kann im gesamten Traum nicht herausbekommen, wieviele Zimmer sie eigentlich hat. Wir bekommen Besuch von drei oder vier Typen aus England, die sehen möchten, wie wir leben. Das sind allerdings so nervende Käuze, daß wir uns kurzerhand über den Bahndamm aus dem Staub machen. Dort fallen mir eigenartige Pflanzen auf. Sie tragen durchsichtige Früchte, die ein wenig wie Seifenblasen wirken, nur daß sie nicht bunt schillern, sondern transzendente Schatten der filigranen Pflanzenform in sich tragen. Gebannt versuche ich diese Früchte zu fotografieren.

Paris

Auf einer großen Kreuzung mitten in Paris. Ein rechteckiges Straßenschild weist auf ein "Champs-Hotel" hin. Die Straße, welche zu diesem Hotel führt, ist aufgerissen und sandig, anscheinend wird dort gebaut. Wahrscheinlich kommt man gar nicht durch. Aber eigentlich interessiert mich das Hotel auch nicht besonders. Ich wende mich zu einem kleinen Kiosk an der Kreuzung, wo Eintrittskarten für irgendetwas verkauft werden. Man zeigt in die andere Richtung auf einen Weg, der bogenförmig überwölbt ist. Diesen nehme ich jetzt und erkenne am Ende ein neblig-irisierendes Hellblau. Es ist der Weg zum Zwinger (zwar ist der in Dresden, aber das interessiert Träume ja nicht).
Außerdem von einer Katze geträumt, diesmal nicht meiner eigenen, sondern einem grauen Tigerkätzchen. Als ich erwachte, fielen mir Kratzer an meinen Fingern auf.

Gelberbspflanze

Ein Mann, den ich in einer Kirche getroffen habe, erklärt mir, daß die "Gelberbspflanze" ganz besondere medizinische Wirkungen hat. Hm, die Gelberbspflanze kenne ich gar nicht. Wie sieht die aus? Da entdecke ich am sonnenbeschienenen Wegrand eine große Staude mit gelben Blüten und weiß sofort ohne weiteren Hinweis: Das muß die Gelberbspflanze sein! Die Blütenblätter formieren sich um einen grünen, erhabenen Mittelpunkt, der wie eine Erbse aussieht. Es ist also völlig eindeutig aus dem Namen zu schlußfolgern. Prüfend beiße ich in einen Pflanzenteil, nicht sehr schmackhaft. Dann beobachte ich, wie der Mann kleine kreisrunde Fruchkapseln öffnet und die Samen daraus isst. Allerdings stelle ich fest, daß die Fruchtkapseln nicht zur Gelberbspflanze, sondern zu einer Malve gehören, eindeutig. Warum sagt er mir, daß die Gelberbspflanze wirksam ist, aber nimmt selbst die Malvensamen zu sich?

Baumblüten

Ein früher Sonntagmorgen, so früh, daß es noch fast finster ist. Radgroße, in organischen Wellen geformte Traum- und Baumblüten leuchten hellgelb in der Dunkelheit.

Zärtlicher Schwuler im Finanzamt

Ich bin auf dem Weg zum Finanzamt, das im Traum ungefähr gegenüber von meiner Zahnärztin lokalisiert ist. Vorher will ich schnell noch einen alten Stuhl entsorgen. Beim Finanzamt angekommen, schaue ich auf das Klingelschild. Das Amt ist bereits geschlossen, aber es gibt einen Notdienst, der sich Herr oder Frau Jüngling nennt. Ich betrete das Haus und mache mich auf die Suche nach dieser Person. Erst betrete ich ein paar leere Gänge, die sich als Sackgassen erweisen. Ich führe auf einmal einen kleinen schwarzen Hund an der Leine. Dann erreiche ich eine größere "Produktionsstraße", wo der Reihe nach Menschen an Computern sitzen und mich gar nicht beachten. Doch eine ehemalige Kollegin ist darunter. Diese steht auf, um mich zu begrüßen und mich zu Herrn oder Frau Jüngling zu führen. Unterwegs kreuzen wir einen Sandberg, wo mein Hund plötzlich in einem Sandloch verschwindet. Eine große Kröte kommt hervorgesprungen - diese hat er anscheinend gejagt. Kurze Zeit später bin ich wieder in der Eingangshalle und betrachte die ausgelegten Prospekte, danach befinde ich mich in einem schummrigen Zimmer allein mit einem Mann auf einem Bett liegend. Er ist schwul, aber läßt es sich nicht nehmen, zärtlich meinen Bauch zu küssen und zu streicheln. Ein wenig wundert mich seine Begeisterung für diese Tätigkeit. Er merkt es und antwortet mehrere Male: "Du hast es auch mal verdient, verwöhnt zu werden!" Ah, also eine gute Tat. Das ist ja so lieb. Und dann noch der Bauch, wo ich es am liebsten mag. Ich genieße jetzt ausgiebig seine Zärtlichkeiten, weiß aber auch, daß es nicht zu mehr kommen wird, schließlich ist er schwul. Als er zusätzlich beginnt, meine Beine zu küssen, bin ich mir da allerdings nicht mehr so sicher. Doch während er das tut, ist er gleichzeitig auch neugierig und stellt mir Fragen, unter anderem nach meinem Vater. Er will wissen, wo dieser ist, und ich antworte, daß er letztes Jahr gestorben ist. Darauf fragt er, wo er auf dem Friedhof liegt und alle möglichen weiteren Dinge. Er scheint sich wirklich dafür zu interessieren.
Und er möchte wissen, wo sich mein Vater befand, bevor er starb. "Hier" sage ich, "genau in diesem Zimmer und in diesem Bett." Anscheinend sind wir plötzlich im Zimmer des Pflegeheims, was mir vorher selbst nicht bewußt war. Das macht ihn ziemlich betroffen, so betroffen, daß er vor lauter Betroffenheit seine Verwöhnmission vergißt. Schade eigentlich.

Erster Morgen ohne Eltern

Lange auf einem Friedhof gewesen, in einem regalartigen Grabstein Dinge sortiert, die dort immer paarweise lagen. Eine kleine Frau mit kurzen Haaren (Katharina Thalbach?) kommt vorbei. Sie schmaucht an einer Pfeife und reicht mir diese. Ich entdecke am Rand eine Stelle, die etwas abgescheuert ist und zeige ihr diese mit den Worten, die Pfeife sei von Sherlock Holmes. Sie lacht darüber und bestätigt es scherzhaft, dann geht sie. Ich erwache im Wintergarten der elterlichen Wohnung. Mit einem Mal wird mir klar, daß dies der erste Morgen ohne Eltern ist. Meine Mutter ist über die Schwelle gegangen, kurz nach meinem Vater. Sie liegt reglos in einem Sarg und ich habe sie beerdigt. Erst jetzt wird mir der Verlust und das Ende eines Lebens bewußt. Ein Gefühl von Unwiederbringlichkeit und Angst vor dem Tod bemächtigt sich meiner. Ich habe diesen Weg noch vor mir.E

Nächtliche Verwandlung

Ich treffe meinen Kollegen K. F. und eine andere Kollegin. Kollege K. sieht im Traum völlig anders aus als in Wirklichkeit, wird von mir aber definitiv erkannt. Im Traum kann ich zwar laufen, sitze jedoch im Rollstuhl und trage ein Nachthemd, das an einen Krankenhauskittel erinnert. Wegen des Rollstuhls nehmen sie mich im Auto mit und wollen mich bis nach Hause bringen. K. sitzt am Steuer, als es unterwegs einen Zwischenfall gibt. Ein rotes Feuerwehrauto hat sich quer zu unserem Wagen gestellt, so daß wir nicht vorbeikommen. K. flucht vor sich hin, deutlich verärgert, greift zu einer Trillerpfeife und steigt aus. Er stellt sich vor das Feuerwehrauto und trillert in seine Pfeife. Zu welchem Zweck ist mir unklar, denn wir fahren dann nicht weiter, sondern steigen aus. Nur mit K. bin ich in einer Straße mit alten 30er-Jahre-Bauten, die anscheinend alle abgerissen werden sollen, um Platz für viel teurere Wohnungen zu schaffen. Wir unterhalten uns darüber, wie schade wir das finden, sowie über unsere eigenen Wohnungen. Schließlich daheim, im alten Pfarrhaus meiner Eltern, stellt sich heraus, daß wir im gleichen Haus wohnen. Seine Wohnung ist direkt über meiner. Da wir uns gerade unterhalten und ich seinen letzten Satz nicht verstanden habe, steige ich eine Treppe höher mit ihm und bitte ihn, den Satz zu wiederholen. Ein Kind, vielleicht 4 -5 Jahre alt, kommt ihm entgegen, die Treppe herunter, und er sagt entschuldigend, daß die Kleine jetzt unbedingt ins Bett müsse, es sei bereits viel zu spät, und er deshalb keine Zeit mehr für mich habe. Das verstehe ich, es muß bereits 2 oder 3 Uhr in der Nacht sein, trotzdem hat er nichts dagegen, daß ich mit in seine Wohnung komme. Eine andere Kollegin K. K. hält sich hier bereits auf. Während er das kleine Mädchen ins Bett bringt, schaue ich mich um, und entdecke einen Zettel an der Wand, der eine Beschreibung von ihm enthält. Warum er sich das an die Wand hängt, ist mir rätselhaft. Vielleicht ist es ja ein Entwurf für eine Partnerschaftsanzeige. Mich wundert allerdings, daß dort steht, er sei leitend tätig, denn wenn sich zwischenzeitlich nichts geändert hat, dürfte das nicht der Fall sein. Er kommt in den Flur und ist wieder gesprächiger. Sogar so gesprächig, daß er jetzt eine Menge intimer Details über sich ausplaudert, unter anderem, daß er irgendetwas bei sich an den Hoden hat machen lassen. Ich frage ihn, ob der Grund dafür sein Wunsch nach Kindern ist, doch er winkt sofort ab und macht mit seiner Antwort und Reaktion klar, daß er absolut kein Interesse an Kindern hat. Aha, dann ist die Kleine wohl doch nicht seine Tochter, wie ich erst dachte.
Wir gehen ins Wohnzimmer und setzen uns an den Tisch. Eigentlich müßte ich langsam gehen, aber ich werde plötzlich so unendlich müde, daß ich es nicht mehr schaffe aufzustehen, meinen Kopf auf die Arme sinken lasse, und dort am Tisch einschlafe. Einige Zeit später erwache ich. Es muß jetzt ungefähr 4 Uhr nachts sein. Er hat mich in eine Decke gehüllt und am Tisch schlafen lassen. Als ich ein wenig meine Augen öffne, bemerke ich, daß er gerade dabei ist, verschiedene Gesichtsmasken aufzuprobieren. Eine Maske ist darunter, die genau seinem wirklichen Aussehen entspricht. Das ist ja interessant. Dann ist dieses Aussehen also eine Maske. Ich lasse mir nicht anmerken, daß ich aufgewacht bin und beobachte weiter. Er befindet sich im Profil zu mir und setzt sich nun eine Mütze auf, die an die Uniformmützen der Village People erinnert. Jetzt nimmt er so in meinem Blickwinkel Platz, daß ich seine Vorderseite völlig im Blick habe. Sein Gemächt hängt frei aus der Hose und er ist gerade damit beschäftigt, metallene Ringe an seinen Hoden zu befestigen. Zusammen mit der Mütze sieht das ziemlich schwul aus, aber ich bin mir sicher, daß er es nicht ist, weshalb mich dieser Aufzug etwas verwundert. Jedenfalls getraue ich mir nun erst recht nicht, zu erkennen zu geben, daß ich aufgewacht bin. Vielleicht wäre ihm das peinlich. Allerdings bin ich reichlich neugierig, was er in diesem Aufzug wohl noch vor hat.

Das Land der goldenen Augen

Weit gereist in der Nacht. Alles fing mit einem Betriebsausflug an, der im Frühsommer (Mai) stattfindet, weil es da voraussichtlich noch nicht so warm ist. Allerdings haben wir Pech - es ist drückend heiß. Wir landen irgendwann auf einem Markt, der wie ein kleines Wildwestdorf aussieht, mit vielen Ställen für Kühe. An einer Theke wird Bohnensuppe mit extragroßen weißen Bohnen verkauft. Davon esse ich eine Portion und dann geht es weiter. Unterwegs treffe ich ab und zu Personen mit seltsamen Augen. Die Iris bei ihnen ist gelb, bzw. golden, und das sieht sehr unheimlich aus. Mir wird gesagt, daß ich mich vor diesen Leuten in acht nehmen muß, denn sie sind gefährlich, vielleicht nicht einmal richtige Menschen. Also verschwinde ich immer schnell, wenn ich so jemandem über den Weg laufe. Zwischendurch mache ich Rast auf einer Aussicht, wo ich zwischen zwei Hochhäusern den vollen Mond aufgehen sehe. Er ist unglaublich groß, fast ebenso wie eines dieser Hochhäuser oder noch mehr. Es scheint, als wäre er ganz nahe neben der Erde, man fühlt sich beinahe erschlagen von der Größe. Auf ihm hat noch eine riesige Kinoleinwand Platz, die tatsächlich dort befestigt ist. Auf der Mondleinwand laufen alte Filmaufnahmen der letzten Weltkriege mit fahrenden Panzern usw. Ich frage mich, ob man nicht mal etwas anderes als nur Kriegsfilme zeigen könnte, aber anscheinend ist das nicht vorgesehen. Vielleicht ist es so eine Art Mahnmal am Mond. Die ganze Reise endet damit, daß ich Amerika erreiche und feststelle, daß es dort auf dem gesamten Kontinent nur noch Menschen mit goldenen Augen gibt, während es in Europa mit den goldenen Augen gerade erst anfängt um sich zu greifen. Eventuell ist es ja eine Seuche.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Cptsalek

Meine verstorbene Katze springt aufgeregt an mir hoch und es sieht aus, als würde sie nach mir schnappen. Aber mir wird klar, daß sie nicht nach mir schnappt, denn sonst hätte sie mich bereits gebissen, sondern nach etwas Unsichtbarem an meiner Seite. Ich kann es nicht sehen, doch es muß wohl negativ sein.

Ich stehe an einer Bushaltestelle und erkenne gegenüber auf der anderen Seite Cptsalek. Er schaut nun ebenfalls aufmerksam zu mir, ich bin mir aber nicht sicher, ob er mich erkennt. Mir fällt auf, daß er viel kleiner ist, als ich ihn mir vorgestellt habe.

Montag, 18. Januar 2010

Nur Geduld! (4)

In einem Haus möchte ich mit dem Fahrstuhl fahren. Das Fahrstuhlinnere ist reinweiß, sowohl die Wände, als auch Decke und Fußboden. An den Seiten sind jeweils Lüftungsgitter. Ich befinde mich also in einem weißen Quader, der keine Anhaltspunkte bietet, wo oben oder unten ist. Ich vermute, ich will nach oben, und klettere durch eines der Lüftungsgitter nach oben hinaus. Dabei lande ich in einem völlig identischen weißen Quader. Aber Moment mal! Bin ich jetzt nach oben oder nach unten geklettert? Da ich nicht sehe, wo oben oder unten ist, könnte ich mich auch in den Richtungen getäuscht habe, obwohl ich natürlich zuerst davon ausgehe, daß meine Füße nach unten zeigen. Aber woher will ich wissen, daß es wirklich so ist? Vielleicht stehe ich in diesem Quader auf dem Kopf und merke es gar nicht? Die Verwirrung wächst und ich beschließe, durch eines der Lüftungsgitter im Fußboden wieder nach unten zu klettern, um mich in diesen Quadern nicht vollständig zu verirren. Das Lüftungsloch ist sehr schmal und nur mit viel Anstrengung kann ich mich da hindurch quetschen. Glücklicherweise bin ich schlank. Ansonsten hätte ich keine Chance gehabt und wäre vielleicht stecken geblieben. Ich lande auf irgendeiner Etage des Bürohauses und suche nach Anhaltspunkten, wo ich mich befinde. Da! An der Wand erkenne ich eine 4, ich muß also in der vierten Etage gelandet sein. Mist! Eigentlich wollte ich höher. Ich drücke also erneut den Fahrstuhlknopf. Der Fahrstuhl läßt auf sich warten, nichts rührt sich. Herrje, warum dauert das so lange? Ist er vielleicht kaputt? Immer ungeduldiger hämmere ich auf das Bedienfeld ein und warte. Ein Mann mit grauen langen Haaren, die zu einem Zopf gebunden sind, tritt aus einer der Bürotüren und sieht mich vor dem Fahrstuhl zappeln. "Nur Geduld!" sagt er begütigend, was mich sofort beruhigt und mir die Gewißheit gibt, daß der Fahrstuhl früher oder später kommen wird. Schließlich muß er es ja wissen, wenn er hier arbeitet. Während ich weiter warte, kommen zwei kleine Jungen um die Ecke. Der eine trägt eine Handtasche um den Hals, die ich als meine erkenne. Habe ich sie etwa im Fahrstuhl liegen lassen? Zuerst denke ich, die beiden wollen sie mir bringen und greife schon erfreut danach, während sie neugierig hineinschauen. Doch sie ziehen die Tasche weg und behaupten frech, es wäre ihre. "Das kann ja gar nicht sein!" erwidere ich empört, zumal ich auch den Inhalt gesehen habe, und die beiden bemerken jetzt wohl ihr Mißgeschick. Jedenfalls drehen sie sich schlagartig um und laufen weg. Ich renne hinterher und da nun viele Leute auf dem Flur sind, rufe ich "Haltet sie! Haltet sie!", was tatsächlich gelingt. Ich erhalte meine Handtasche zurück. Nochmal Glück gehabt.

Sonntag, 10. Januar 2010

Praktikum

Geträumt, ich würde ein dreitägiges Praktikum im Büro von Guido Westerwelle absolvieren.

Samstag, 9. Januar 2010

Selbstmord im Erdloch

Mit einigen anderen Menschen zusammen befinde ich mich in einer Erdhöhle, die wohl als Schutzraum dient, denn oben, auf der Erde, fliegen die Kugeln. Anscheinend ist Krieg. Ich sitze genau am Ausgang der Erdhöhle, der nur ein rundes Loch ist, durch das man ein Stückchen grauen Himmel sieht. Von oben hängt das Ende eines Anoraks in die Höhle herunter. Der soll den Eingang vielleicht ein wenig verdecken. Es ist eng und feucht. Neben mir sitzt ein junger Mann in Militärkleidung und mit Feldmütze, neben ihm jemand anderes usw. Wie weit es so in die Höhle hineingeht, kann ich nicht ausmachen, denn vom Ausgang weg wird es immer dunkler, aber etwas sagt mir, daß die Höhle noch sehr viel größer ist und eine ganze Menge Menschen beherbergt. Furchtsam schauen wir auf das kleine Stück Himmel und lauschen den Geräuschen, die von draußen kommen. Hier unten ist es mucksmäuschenstill. Da spüre ich, wie der junge Mann neben mir nach etwas greift, das ich in den Händen halte. Es ist ein Gewehr. Noch denke ich mir nichts dabei, aber als ich zur Seite schaue, sehe ich entsetzt, daß er sich dessen Lauf in den Mund geschoben hat. Ich schaue schnell wieder weg, denn ich möchte es nicht sehen, wenn er abdrückt, rufe aber völlig aufgelöst und beschwörend: "Nein, nein, tu's nicht! Tu's nicht!", doch da fällt auch schon der Schuß und ich fühle etwas Kaltes gegen meine Wange klatschen. Während ich noch hysterisch schluchze, höre ich von weiter hinten den leise gesprochenen Satz: "Es ist die Mutter.", mit dem ich aber in diesem Moment überhaupt nichts anzufangen weiß. Danach erwache ich atemlos.

Sportliche Wettkämpfe auf dem Sportplatz meiner ehemaligen Schule. Ich renne mit Kollegin M.M. um die Wette und überhole sie. Ein wenig wundere ich mich über meine Sportlichkeit. Das kenne ich gar nicht von mir, aber es gibt mir auch einen freudigen Antrieb. Danach am Weitsprung male ich irgendwelche Zeichen in den Sand. Später treffe ich auf dem Schulhof meine zweithöchste Chefin, die wohl auch Leiterin des Sporttrainings ist. Sie ist über meine Sportlichkeit anscheinend nicht so erfreut und gibt mir Anweisungen, in der Art, nicht zu überholen und nicht besser zu werden. Aber ich denke nicht daran! Ich werde mich auf ihre Anweisung hin nicht kleinmachen und zurückhalten. Das sage ich ihr sehr deutlich und aufmüpfig ins Gesicht.

Ich habe eine neue Physiotherapeutin, etwas rundlich, mit glatten längeren Haaren. Sie hört sich zuerst einmal meine Beschwerden an und betrachtet danach (Röntgen?)bilder von mir. Auf der rechten Seite des Hinterkopfes oder Halses ist deutlich eine Ballung weißer Punkte zu sehen. Das sind wohl irgendwelche Knoten. Sie zeigt darauf und sagt: "Da ist ja sogar schon etwas zu sehen! Da muß etwas getan werden." Ich wundere mich ein bißchen, was die Dinger in Hals oder Kopf mit dem Rücken zu tun haben und was das überhaupt ist. Aber vielleicht machen ja irgendwelche Halswirbel Probleme und wirken sich auch weiter unten aus. Deshalb frage ich interessiert, was sie vorschlägt und ob man da eventuell mit Chiropraktik herangehen sollte. Doch sie schüttelt ungeduldig den Kopf und antwortet bestimmt: "Nein! Keine Chiropraktik!

Fieberthermometer

Kugelschreiberklapse auf seinen Allerwertesten, genau drei Stück an der Zahl, gewünscht vom Kollegen K.F., mit dem ich mich in angeregter Plauderei befinde, die etwas Verspieltes hat. Mit den Klapsen geht es dann schon leicht ins Erotische über, aber na gut, wenn es ihm Spaß macht.

Ein Fieberthermometer in einem Glas. Angeblich kann das Thermometer dank einer neuen Technologie, obwohl es im Glas steht, meine Körpertemperatur messen. Deshalb erschrecke ich etwas, als die Anzeige weit über die 40 schnellt. Was? So hoch? Das geht doch gar nicht. Und ich fühle mich auch nicht entsprechend. Dann entdecke ich hinter dem Glas eine Wärmequelle, die wie eine kleine Sonne leuchtet. Ach deshalb! Irgendwie scheint die Zweckmäßigkeit dieser Erfindung verfehlt.

Freitag, 8. Januar 2010

Die schöne Seite des Zentauren

Mit einem Mann schließe ich im Beisein meines Bruders einen Vertrag ab. Es ist kein Ehevertrag, hat aber doch etwas mit einer Verbindung und Beziehung zu tun. Mein Bruder rechnet mit ihm dazu erst einmal einige Matheaufgaben, vielleicht als Einstellungstest. Danach wird der Vertrag in Form eines großen Posters ausgebreitet und besprochen. Das Poster ist in einzelne quadratische Sektoren unterteilt, in denen entweder symbolisch, in Form von Bildern oder Objekten, oder aber konkret in Worten bestimmte Themen abgehandelt werden. Dinge, die zu tun oder zu unterlassen sind. Der Mann hat keinerlei Probleme damit und nickt alles ruhig ab. Gewisse Dinge, die auf Eifersucht beruhen, würde er sowieso nie tun, da er nicht eifersüchtig ist. Das ist super. Alles paßt perfekt. Was habe ich doch für einen tollen Mann gefunden! - denke ich begeistert.
Später auf einer Pferdekoppel erklärt mir ein Pferd, von dem ich nur den Körper sehe, aber nicht Kopf und Hals, mit menschlicher Stimme, daß es jener bestimmte Mann ist, dem ich einen besonderen Namen gegeben habe. Er nennt diesen Namen und ich wundere mich, woher er ihn kennt. Er sagt zu mir, daß er mir die schönste Seite von sich zeigen möchte, kniet hin und wirft sich mit seinem Pferdekörper ganz auf die rechte Seite ins Gras, so daß nur noch die linke Seite zu sehen ist, jedoch immer ohne Kopf und Hals. Sein Fell ist mittelbraun mit goldenen Lichtern, welche die Sonne darauf malt. Ich streiche zärtlich darüber, über seinen Pferderücken und die Flanken. Es fühlt sich wunderschön an, seidig und weich. Dann bette ich behaglich meinen Kopf auf seinen warmen Pferdekörper.

Bemerkung: Bei diesem Zentauren muß ich unwillkürlich an das Sternzeichen Schütze denken.

Dienstag, 5. Januar 2010

Torso (November)

Ich befinde mich mitten in einem mir bisher unbekannten Film von Hitchcock. Es wundert mich ein wenig, daß ich von diesem Film bisher nichts gehört habe. Der Film handelt von dem aufgefundenen Torso eines Mannes. Dieser liegt wie ein großes blutiges Stück Fleisch am Fuße einer Treppe. Kein sehr appetitlicher Anblick und auch wenn man im Film wie ich mit dem Rücken dazu auf einem Stuhl sitzt, ist es kein angenehmes Gefühl, dafür steigt aber die Spannung. Der Torso muß dort so liegen bleiben, denn jetzt treten die Kriminalisten auf den Plan. Mit ihrem Auftreten erfolgt gleichzeitig eine Rückblende in die Vergangenheit des Mannes. Daraus wird klar, daß er bereits vor seinem Tod ein Torso gewesen ist. Er heiratete trotzdem eine junge Frau, gegen den Widerstand ihres Vaters. Beide setzten ihren Willen durch und die junge Frau trug ihn in einer Kiste herum, die an einen kleinen Sarg mit Deckel erinnert und sein Bett ist. Tagsüber wurde er herausgenommen und irgendwo hingesetzt, von wo aus er seine herrischen Befehle und Kommentare gab. Während ich im Film an einem Regal stehe und neugierig Hochzeitsfotos und Hochzeitsbücher betrachte, gleite ich weiter in die Geschichte hinein, diesmal in einen Garten. Die gesamte Hochzeitsgesellschaft ist dort versammelt und ich bin selbst die Braut, bin allerdings barfuß und trage nur ein schäbiges Kleid. Ich laufe eine bestimmte Route im Garten ab, wohl eine Art Hochzeitsritual, an verschiedenen Gemüsen vorbei. Mir wird dabei gesagt, daß nur dieser Aufzug mir zusteht, wenn ich diesen Mann heirate, aber mir ist dies völlig gleich. Ich brauche kein weißes Hochzeitskleid. Bevor ich die gesamte Geschichte des Films kenne, erwache ich, was ungefähr so ähnlich ist, wie wenn man beim Filme schauen einschläft.

Später träume ich von der Kindheit Goethes, durch welche ich von einem Erzähler geführt werde. Darin kommen Frauen mit langen weißen Gewändern vor, die über den Kopf geschlungen werden und bis zum Boden reichen. Auf der Stirn sind den Frauen goldene Ornamente gemalt, die fast die gesamte Haut dort bedecken. Der letzte Satz, bevor ich erwache ist: "Der kleine Goethe verbeugte sich und kackte jeden Tag auf einen anderen Haufen."

Bemerkung: Ich finde "Torso" wäre sogar wirklich ein cooler Titel für einen Hitchcock-Film.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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