Freitag, 12. September 2008

James Bond und das Geheimnis des Dachbodens

Ich habe den Auftrag, einen Beutel Sand an einen bestimmten Ort zu bringen. Dies ist aber nicht alles, der Auftrag beinhaltet noch mehr wichtige und geheimnisvolle Dinge. Dazu entdecke ich so eine durchsichtige formbare Vase, die man einfach wieder zusammenlegen kann, wenn man sie nicht braucht. Sie ist von einem zarten Altrosa und ich biege sie hin und her, bis sie eine passende Form hat. Den Sand muß ich noch suchen, jetzt setze ich aber erst einmal mit einem Kahn zu einer Insel mit Holzhäusern über, wie man sie im Spreewald findet. Was ich dort tue, bleibt unklar. Später fahre ich mit dem Kahn zurück und kaum bin ich an das Ufer gesprungen, bemerke ich, wie Roger Moore alias James Bond das Boot sofort übernimmt. Er hat anscheinend das gleiche Ziel wie ich. Ich vermute sogar, daß er an derselben Sache dran ist. Mir ist klar, daß wir auf derselben Seite stehen, also Verbündete sind, nur weiß er das nicht, da er mich und meine Absichten nicht kennt. Deshalb ignoriert er mich vollständig, was ich vorerst sogar besser finde, aber später werden wir uns vielleicht zusammenschließen müssen. Trotzdem macht es irgendwie Mut, jemanden wie ihn für die Aufgabe an der Seite zu haben. Eigentlich kann da nicht mehr viel schiefgehen. Ich weiß, daß ich zur Insel zurückkehren muß, allerdings werde ich das erst tun, wenn es etwas dunkler geworden ist und es nicht mehr so auffällt. Denn das, was ich vorhabe, verlangt Tarnung. Ich hoffe nur, daß James Bond den Kahn wieder ordentlich zurück bringt, so daß ich ihn dann erneut benutzen kann. Ganz sicher bin ich mir da nicht.

Nun befinde ich mich auf dem Spielplatz meiner Kindheit genau neben dem Sandkasten mit dem Klettergerüst. Spontan springe ich hinein und merke erst während des Sprungs, daß der Sandkasten enorm tief ist, viel tiefer als früher (so geschätzt 2 Meter). Auch scheint nicht viel Sand darin zu sein....o je, hoffentlich tue ich mir nicht weh. Unbeschadet lande ich unten und betrachte die Sache genauer. Auf dieser Seite befindet sich nur eine kleine Schicht Sand, während auf der gegenüberliegenden Seite der Sand um so höher steht, als schwappe er wie Wasser in diesem Sandbecken. Von der höheren Seite werde ich den Sand nehmen, den ich transportieren muß. Es scheint der richtige zu sein. Mir fällt am Rande des Spielplatzes ein Hügel auf, von dem nur noch eine einzelne schmale Vorderfront eines Gartenhauses aufragt. Standen hier nicht früher die Gartenhäuser dicht an dicht und lehnten sich aneinander an? Die müssen alle abgerissen worden sein. Ich frage jemanden neben mir und er erklärt, daß nur ein Besitzer die Erlaubnis bekommen hätte, einen Teil des Hauses sozusagen als Andenken stehen zu lassen.

Als nächstes muß ich für meine Aufgabe ganz unauffällig den Dachboden meines früheren Elternhauses erreichen. Mich darf dabei niemand sehen, denn es könnte jemand mißtrauisch werden und sich fragen, was ich dort suche. Ich schleiche also so lautlos wie möglich und im Dunkeln alle vier Treppen des Hausflurs hinauf. Genau neben der eisernen Dachbodentür bleibe ich stehen und lausche. Es ist, als hörte ich ein ganz leises Geräusch hinter der Tür, es erinnert an gedämpfte Schritte. Außerdem fällt mir vor der Tür ein unordentlich hingeworfener und beschrifteter Karton auf. Ich lausche erneut. Ja, da ist wieder das Geräusch. Fieberhaft überlege ich, was zu tun sei. Soll ich hineingehen mit dem Risiko, entdeckt zu werden? Oder soll ich gehen? Könnte ja sein, daß es James Bond ist, den ich höre und der schon vor mir da ist. Dann wäre alles bestens. Es könnte aber auch der Hausmeister sein - das wäre nicht so gut, bzw. blöd gelaufen. Endlich entschließe ich mich, lieber zu gehen. Dies versuche ich so lautlos und schnell wie möglich, indem ich mich auf dem Treppengeländer abstütze und mehrere Stufen auf einmal die Treppe hinunterspringe, dabei aber, dadurch daß ich mich aufstütze, langsam und fast lautlos den Boden berühre.
Als ich aus dem Haus trete, lande ich nun ganz woanders. Es ist mir alles fremd, es scheint ein völlig anderer Hof zu sein. Werkstätten, Einfahrten und Gänge sammeln sich rundherum. Am Ende eines längeren Ganges sehe ich einen Mann baumeln, der sich anscheinend genau unter der Toreinfahrt aufgehängt hat. Ich wende mich von diesem Gang ab und einem anderen zu, aber auch hier sehe ich jetzt genau denselben Mann baumeln. Wie seltsam! Aber mir bleibt nicht viel Zeit darüber zu grübeln, da ich die richtige Durchfahrt finden muß. Ich gehe jetzt eine entlang, die mich statt auf einen anderen Hof in ausgedehnte Büroräume führt. Überrascht sehe ich dort sehr viele prominente Frauen. Oh, ich bin doch tatsächlich in einer Filmproduktionsfirma aus Hollywood gelandet! Neugierig schaue ich mich um und scheine im lebhaften Getriebe gar nicht aufzufallen. Ja, mir ist beinahe so, als hielte man mich für einen Mitarbeiter dieser Firma!

Bemerkung: So wie im Traum beschrieben bin ich als Kind tatsächlich die Treppen hinuntergesprungen - mehrere Stufen auf einmal, die ich durch Aufstützen des Körpers auf dem Treppengeländer überbrückte. Dies fällt mir jetzt durch den Traum wieder ein und überhaupt erinnert mich dieser Traum verdächtig an die rasanten Abenteuerspiele, die ich mit Freunden gerne spielte. Außerdem fragte ich mich beim Aufschreiben - warum ausgerechnet Roger Moore? Sean Connery wäre viel folgerichtiger gewesen. Eine Antwort darauf hatte ich sofort - klar, Roger Moore war in der Zeit meiner Kindheit aktuell, Sean Connery war vor meiner Kindheit. Also konnte es nur Roger Moore sein.

Dienstag, 9. September 2008

Hilary Clinton und die kyrillischen Buchstaben

Um einen Tisch herum sitzen mit mir ehemalige Mitschüler und Hilary Clinton. Anscheinend findet ein Unterricht statt, den sie leitet. Dazu verteilt sie kleine Notizblöcke, auf denen auf jeder Seite etwas aufgedruckt wurde. Auch mir drückt sie einen in die Hand und fordert mich auf, laut vorzulesen. Ich schaue genauer auf das kleine Blättchen und erkenne, daß es kyrillische Buchstaben sind. Nun ja, ich hatte früher Russischunterricht - sooo schwer dürfte es also nicht sein, denke ich. Zuversichtlich lege ich los, doch mit einem Mal wird das Lesen immer zäher und zäher, bis ich nur noch wie ein Schulanfänger schwerfällig herumstottere. Das liegt vor allem daran, daß, wie ich feststelle, gar keine zusammenhängenden Wörter auf dem Blatt stehen, sondern nur einzelne Buchstaben. Stünden sie als Wort zusammen, würde ich sie wahrscheinlich automatisch lesen, aber so muß ich mich mühsam an jeden einzelnen Buchstabennamen erinnern. Trotzdem gebe ich nicht auf und versuche es weiter, bis schließlich M.K. ungeduldig dazwischen ruft: "Man, du hast doch Russisch gehabt." Ich beginne zu schwitzen und werde andererseits ärgerlich. Der muß das gerade sagen, der war ja nun auch nicht gerade ein As in Russisch.

Sonntag, 7. September 2008

Es war einmal ein Schmetterling, der die Farbe seiner Flügel verloren hatte

Freitag-Nachmittag im Büro. Ich könnte nach Hause gehen, möchte aber Zeit aufbauen und freitags ist das am besten, weil man da (normalerweise) seine Ruhe hat. Noch stehe ich mit einigen anderen Kollegen zusammen. Im Prinzip ist schon Feierabend und niemand hat mehr Lust etwas zu tun. Da kommt der Leiter aus einem anderen Haus, Hr. B., und nennt den Namen Ch., er möchte wissen, wer diesen Klienten hat. Anscheinend steht dieser außerhalb der Sprechzeit auf der Matte. Ich habe zwar das C, aber keinen Ch., weshalb ich auf die Frage nicht reagiere. Hr. B. schaut mich jedoch ständig so an, als müßte ich es sein. Bin ich aber nicht. Und überhaupt sollte ich mich schnell aus dem Staub machen, gehe aber nur in meinen Büroraum zurück. Auch hier gibt es immer noch etwas zu tun, denn es wird nach der Beihilfe für eine Frau L. gefragt. Diese ist behindert und erhält regelmäßig einen Karton voll bestimmter Bilder. Wozu sie diese bekommt, ist mir schleierhaft, vielleicht sammelt sie die. In einer Ecke finde ich den Karton und schaue neugierig hinein. Die Bilder sind von einer Größe wie Dias und in länglichen Stangen verpackt. Eine ist auf einer Seite bereits geöffnet. Auf dem ersten Bild sieht man eine Menschenmenge und überrascht stelle ich fest, daß mein Gesicht darunter ist. Das bin doch ich? Ja, eindeutig. Auch auf den anderen Bildern bin ich zu sehen, wie seltsam. Vielleicht sind dies ja Bilder, die automatisch an einer Stelle das Abbild des Betrachters zeigen. Plötzlich kracht die Tür auf und mein oberster Chef mit einigen anderen Leitern stürzt herein. Schnell verstecke ich die ausgepackten Bilder, denn den Karton hätte ich sicher nicht aufmachen dürfen. Anscheinend ist irgendein Klient bei dem Chef und dieser fragt nach einer Stellenliste. Ich bin außer den Chefs die einzige im Büro, die anderen Schreibtische sind verlassen. Wo soll diese Liste sein? Ich zucke erst ahnungslos mit den Achseln, doch dann fällt mir etwas ein. Zu einem bestimmten Schrank gehend, finde ich sie auf Anhieb und reiche sie dem Chef. Dieser ist erst erfreut, was sich aber sofort ändert, als er auf das Datum schaut. "Die ist ja noch vom soundsovielten und nicht weitergeführt!" Seine Stimme klingt vorwurfsvoll, aber den Schuh ziehe ich mir nicht an. Schließlich ist das nicht meine Aufgabe. Frech sage ich deshalb: "Aber immerhin habe ich sie gefunden."

Kurz vor dem Aufwachen höre ich den Beginn einer Geschichte: Es war einmal ein Schmetterling, der die Farbe seiner Flügel verloren hatte...

Bemerkung: Nach dem Geschichtenbeginn habe ich gegoogelt und es gibt erstaunlich viele Geschichten, die mit "Es war einmal ein Schmetterling" beginnen, aber keine mit diesem Satz. Was macht ein Schmetterling, der die Farbe seiner Flügel verloren hat?
Ich bin mir nach dem ersten Traum irgendwie ziemlich sicher, daß ich heute Dias bekommen werde.

Samstag, 6. September 2008

Der zugemauerte Durchgang, der tanzende Mann aus Twin Peaks und die Enthüllung der Blogidentität

Mein Bruder möchte eine bestimmte Strecke auf der Straße nackt rennen. Nackt bedeutet bei ihm mit Shorts, aber barfuß. Warum er das unbedingt will, ist mir ein Rätsel, wahrscheinlich irgendein spielerischer Ehrgeiz. Ich verfolge eine Top 10 mit Bildern von ihm im Internet. Je länger er läuft, desto höher steigen einige der Bilder. Später sitze ich irgendwo mit F., seinem Sohn, auf dem Knie und "lese" diesem vor. Im Traum ist er noch ein Baby, das nicht sprechen kann. Er versteht auch nicht, was ich sage, weshalb ich eigentlich nur auf die Bilder zeige und sage: "Das ist ein Auto, das ist eine Biene, das ist ein Leuchtturm." Während ich das erzähle, amüsiert sich F. königlich und lacht immer wieder laut los, als würde ich die komischsten Witze reißen. Ich finde dies etwas sonderbar und auch eine Frau, die abseits steht, wird darauf aufmerksam und kommt näher heran, um zu hören, was ich dem Kleinen da erzähle. Ich mache weiter: "Das ist ein Käfer, das ist eine Taube, das ist ein Schiff." und sie scheint sowohl enttäuscht als auch verwundert. Wer weiß, was F. daran witzig findet. Vielleicht ist er ja auch nur so selbstvergnügt, weil er gerne bei mir ist.

Der nächste Traum beginnt damit, daß ich (mal wieder) aufwache. Ich liege in meinem Bett und höre Geräusche aus den anderen Teilen der Wohnung. Dort muß jemand sein. Mir fällt ein, daß doch der Wohnungvermieter angekündigt hatte, in die Wohnungen einzubrechen. Hastig ziehe ich mir etwas über und eile halbnackt auf den Korridor hinaus. Ich bin entsetzlich wütend. Das darf doch einfach nicht wahr sein, daß die ungefragt Leute in ihren Wohnungen überraschen! Im Bad finde ich eine Frau vor, die Wäsche auswringt. Sie ist von der Wohnungsverwaltung. Ich gehe sie an, weil sie eingebrochen ist, aber sie reagiert gar nicht darauf, sondern zeigt ungehalten auf das Waschbecken und die Wäsche, sagt irgendwas von "Das geht so nicht.". Ich weiß, das Waschbecken war nicht allzu sauber, ich hatte es schon seit mehreren Tagen putzen wollen, es aber nicht getan. Wo die viele Wäsche herkommt, ist mir aber ein Rätsel. Das gesamte Bad hängt voll davon, jedoch nur ein Teil davon ist meine. Der Rest muß anderen gehören. Trotzdem hat das Ablenkungsmanöver Erfolg und ich beginne mich stotternd zu rechtfertigen. Dabei fällt mir auf, daß die Wand hinter ihr (wo in der Wirklichkeit das Fenster ist) mit neuen grauen Fliesen bedeckt und der Zugang zum anderen Teil der Wohnung geschlossen wurde. Ich habe diese anderen Zimmer zwar nie genutzt, aber trotzdem ist es eine Frechheit, den Durchgang dazu einfach zuzumauern, schließlich habe ich die Wohnung so gemietet. Und wenn ich jetzt doch die Zimmer nutzen wollte, geht das nicht mehr. Welche Konsequenz dies genau für mich hat, kann ich nur erahnen. Gedankenwirrwarr in meinem Kopf, unter anderem ertappe ich mich dabei, daß ich trotz allen Ärgers mich klammheimlich freue, das jemand anderes die Hausarbeit für mich macht, denn sie Frau hat das Waschbecken geputzt und die Wäsche gewaschen. Diese Freude geht aber nicht soweit, daß ich mich bei ihr bedanke - die Wut ist stärker und als sie endlich die Treppen hinunter stiefelt, rufe ich ihr nach, daß ich das nicht auf sich beruhen lassen werde. Etwas später gehe ich vor das Haus, wo ich viele Nachbarn treffe, die an Bänken sitzen und sich unterhalten. Bei ihnen allen wurde eingebrochen und manche sind hart mit der Wohnungsverwaltung aneinandergerasselt, haben sich sogar geprügelt. Über dies alles wird nun hitzig debattiert. Ich stelle fest, daß nicht nur Veränderungen in den Wohnungen vorgenommen wurden, sondern auch eine Bank draußen verändert wurde, die ziemlich hoch ist, und auf der ich gerne sitze. Während ich mich vorher sicher darauf fühlte, ist sie nun so schmal und wacklig, daß ich bei jeder Bewegung fürchte, hinunterzufallen. Meine Mutter ist jetzt auch unter den Leuten und geht in das Haus hinein. ich will hnterher, doch vor der geschlossenen Haustür fällt mir ein, daß ich wahrscheinlich meinen Schlüssel gar nicht dabei habe. Ich werde auf eine Person hinter mir aufmerksam und drehe mich um. Es ist der tanzende Mann von Twin Peaks. Er steht in einiger Entfernung und starrt mich an. Dabei formt er mit dem Gesicht Grimassen, als wolle er etwas sagen oder sage es lautlos vor sich hin. In seinen Händen sehe ich ein Schlüsselbund. Will er mir den Schlüssel geben, weil er wußte, daß ich keinen habe? Inzwischen habe ich jedoch an der Tür gezogen und festgestellt, daß sie offen ist. Na prima! Schnell schlüpfe ich hinein. Statt eines Treppenflurs erwartet mich ein ausgedehntes Foyer. Hier sehe ich meine Mutter, wie sie einen Arm um einen bärtigen Mann legt. Nanu? Sie wird doch nicht einen neuen Freund haben? Ich trete heran und sie stellt mich ihm vor. Dabei macht er die Bemerkung "Das ist also die Super-Schwester?" Super-Schwester? Dann kann er nur aus dem Kreis von meinem Bruder stammen.



Im letzten Traum komme ich durch Zufall bei einem Spaziergang in irgendeinen öffentlichen Treffpunkt, wo man Tische, Stühle, Spielecken und an den Wänden Tafeln findet. Jeder darf sich hier aufhalten. In der ersten Etage entdecke ich eine Tafel, auf wecher mit Kreide der erste Teil meines Nachnamens und dahinter mein Blogname "Zuckerwattewolkenmond" geschrieben steht. Ich bekomme einen Schreck. Das gibt es doch nicht. Wer hat das hier so öffentlich an die Tafel geschrieben und woher weiß derjenige das? Was bezweckt er damit? Zuerst kommt mir Gedanke, es wieder abzuwischen und ich warte auf eine Gelegenheit, in der ich alleine im Raum bin. Diese kommt jedoch nicht, stattdessen drei junge Männer, welche sich um einen Tisch gruppieren. Ich schleiche weiter im Raum umher und tue so, als würde ich mich mit dies und jenem beschäftigen. Dazu greife ich nach einem Zahnputzbecher und putze mir die Zähne. Schnell wird mir klar, daß die drei etwas damit zu tun haben, denn einer davon tritt an die Tafel und vervollständigt meinen Namen. Ich tue so, als ginge mich das alles nichts an, bleibe aber aufmerksam. Ich kenne die drei nicht und die mich offensichtlich auch nicht. Irgendwie ist es witzig , daß ich um sie herumschleiche, während sie meinen Namen an die Tafel schreiben. Wahrscheinlich sind das Leute, die sich ein Hobby daraus gemacht haben, die Betreiber von anonymen Blogs aufzudecken. Und wahrscheinlich ist das recht mühsam, denn nur so ist zu erklären, daß sie jeden Buchstaben eines Namens einzeln herausfinden müssen und nicht sofort den gesamten Namen wissen. Inzwischen putze ich mir schon das dritte Mal an einem dritten Waschbecken die Zähne und greife zu einem roten Behältnis, welches direkt neben einer der Personen auf dem Tisch steht. Diese kommt mir gleich hinterher und weil ich denke, sie meint damit mich, frage ich leicht aggressiv. "Ist irgendwas?" Dabei stellt sich heraus, daß es kein Mann sondern eine Frau ist. Sie schüttelt nur den Kopf und wirft etwas in den Abfalleimer, der unter dem Waschbecken steht. Ah, DEN meinte sie. Noch immer streife ich im Raum umher, tue als sei ich beschäftigt und versuche etwas mitzubekommen. Endlich gehen die drei. Auf der Tafel steht nun mein vollständiger Name inklusive Blogpseudonym. Aber nicht nur ich, auch andere Namen und ihre Blogs sind an der Tafel enthüllt. ich frage mich, ob die das nur hier preisgeben oder auch woanders. Wenn es nur hier wäre, ist es wahrscheinlich nicht so schlimm, weil so viel Leute hier nicht herkommen. Aber ich weiß es nicht und in Gedanken formuliere ich schon einen Blogeintrag, in welchem ich von diesem Erlebnis berichte und ankündige, daß ich meine Blogidentität ändern muß. Vor der Tafel, steht jetzt noch eine andere durchsichtige Tafel, so daß das Geschriebene kaum noch zu entziffern ist. Aber trotzdem. Abwischen wird nicht wirklich etwas nützen, sicherer ist, den Namen zu ändern. Während ich diese Überlegungen anstelle, staune ich immer wieder über diesen unglaublichen Zufall, der mich genau hierher geführt hat. Und ebenso irrwitzig ist, daß ich hier um die Leute herumgeschlichen und sie belauscht habe, ohne daß sie wußten, wer ich bin. So gesehen bin ich jetzt im Vorteil, denn ich kenne sie und kann alle Maßnahmen treffen, um mich zu schützen. Nebenbei überlege ich - wobei ich unschlüssig die Treppe hinunter und wieder hinaufgehe -, ob das alles vielleicht nur ein Traum ist, aber nein - ich bin doch gerade erst aufgewacht, dies muß also die Wirklichkeit sein. Daß es solche Zufälle wirklich gibt!

Bemerkung: Seit mehren Tagen nehme ich mir vor, das Bad gründlich zu putzen, habe es aber wegen des Rückens immer verschoben - und das schlechte Gewissen folgt im Traume. Mit der Wäsche übertreibt es allerdings gewaltig, den schmutzige Wäsche habe ich so gut wie kaum zu liegen, da ich T-Shirts, Hosen usw. meist sofort wasche und der kleine Rest in einem Wäschekorb hinter einer Schrankklappe auf die nächste Wäscheladung wartet, wo es absolut niemanden stören kann, nicht einmal die Wohnungsverwaltung. Außerdem frage ich mich, was für ein Teil da durch den verschlossenen Durchgang wohl von mir abgetrennt wurde, das ich nicht mehr betreten darf. :-/
Über eine Änderung der Blogidentität habe ich tatsächlich gestern nachgedacht, allerding nicht wegen einer Enthüllung, sondern weil ich mich fragte, ob dieses "Zuckerwattewolkenmond" nicht etwas zu verspielt wirkt und ein "seriöserer" Name angebrachter wäre.

Freitag, 5. September 2008

Visualisierung

In meinem Bett sitzend (Bin ich gerade aufgewacht?) fällt mein Blick zuerst auf eine Bodenvase mit einem buschigen Strauß von Birkenzweigen. Sie steht genau neben dem Bett und obwohl die Zweige vom Baum abgeschnitten sind, glänzen die Blätter in einem satten, frühlingshaften Grün. Nur eine winzige kleine Zweigspitze ist abgestorben und trägt einige vertrocknete Blätter. Dies wird doch nicht der Anfang vom Ende sein? Werden die anderen Zweige frisch bleiben oder ebenfalls absterben? Mein Blick fällt jetzt auf den Tisch im gleichen Zimmer. Schmutzige Gläser und allerhand Kram findet sich darauf. Vor meinem inneren Auge entsteht träumerisch das Bild eines Tisches, welcher mit funkelnden Gläsern und strahlendem Geschirr ordentlich gedeckt ist. Auf einmal ist es so, als wäre dies die Wirklichkeit. Und mich überkommt die staunende Erkenntnis: Ich muß nur visualisieren. Sobald ich visualisiere wird das Visualisierte zur Realität.

Montag, 1. September 2008

Reversibilität

Beim Lesen in "Die Entdeckung des Chaos" schlummerte ich kurz ein und hörte eine Stimme, welche sagte: "Reversibilität ist Realität." Dies war bei dem Absatz, in welchem steht: "Sogar auf dem mikroskopischen Niveau, sagt er, ist die Reversibilität die Illusion."

Traumsplitter

Ein riesenhafter schwarzer Hund, dem ich versuche ein Halsband anzulegen - was gar nicht so einfach ist - und eine schwarzhaarige Frau namens Eike, der ich in mehreren Träumen begegnete.

Sonntag, 31. August 2008

Diebische Klientin

Arbeitstag im Büro. Dieses sieht völlig anders aus, denn die Gänge werden aus Regalen in schwarzem Klavierlack gebildet, welche wie in einem Labyrinth angeordnet sind. Ich kann mir nie merken, in welcher Ecke und in welcher Kurve ich welche Tür finde. Aber zum Glück stehen draußen Namen dran und der gesamte verschlungene Gang ist auch nicht sehr groß. So gehe ich ihn jedesmal vollständig ab und schaue auf die Türschilder. An meine Kollegen verteile ich Pfannkuchen und Brötchen als Geburtstagslage. Außerdem habe ich mit einigen nicht sehr freundlichen Klienten zu tun. Schließlich komme ich in mein eigenes Bürozimmer zurück. Dieses besteht eigentlich aus zwei Zimmern, denn mein Schreibtisch und der von Herrn N. sind durch eine Wand getrennt, durch die jedoch neben den Schreibtischen ein Durchgang verläuft. Herr N-. ist nicht an seinem Platz, jedoch zuckt eine Klientin zusammen und zupft nervös an ihrer Tasche. Ich wollte ihm schon immer mal sagen, daß er Klienten nicht alleine im Zimmer sitzen lassen soll. Das ärgert mich bereits eine ganze Weile. Die hat doch eindeutig etwas geklaut, hoffentlich nicht das Siegel. Leider habe ich keine Berechtigung, ihre Tasche zu durchsuchen, deshalb sage ich nichts weiter, sondern bitte sie nur, hinauszugehen. Als sie an meinem Arbeitsplatz vorbei zur Ausgangstüre geht, zeigt sie auf ein Blatt Papier auf meinem Schreibtisch und sagt: "Sie sollten erstmal Schreiben lernen!" Das ist doch eine Unverschämtheit - die hat nicht nur geklaut, sondern auch noch in meinen Papieren geschnüffelt und gelesen, während sie alleine war! Und dann noch frech werden und meine Rechtschreibung - denn die meint sie damit wohl - bemängeln!
Ich mache kurzen Prozeß mit ihr, indem ich aufspringe, sie am Mantelkragen packe und mit dem Kopf gegen die Tür schlage (ungefähr so, wie Al Bundy es mit den Liebhabern seiner Tochter machte). Benommen zieht sie ab und der Arbeitstag geht weiter. Herr N. ist wieder da und plötzlich fällt mir siedendheiß ein, daß ich ja eigentlich krankgeschrieben bin. Ich habe zwei Tage gearbeitet, trotz Krankschreibung - das wird gewaltigen Ärger geben. Was mache ich denn jetzt? Wie hatte ich das eigentlich bloß vergessen können? Laut und eher belanglos stelle ich die Frage Herrn N. Der sieht kein großes Problem darin, schließlich ist es ja nicht seines. Aber ich werde wirklich ein Problem bekommen, wenn das die Büroleitung erfährt. Gedankenverloren greife ich zu einer Tüte Lakritzkonfekt, welches ich als Medikament von meiner Ärztin verschrieben bekommen habe. Eigentlich soll ich es zum Trinken auflösen, aber warum eigentlich? Ich esse es lieber so und beiße in eine rosafarbene Schaumrolle.

Bemerkung: Lakritzkonfekt als Medizin. Sollte ich vielleicht mal ausprobieren, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, daß es gegen Kreuzschmerzen hilft.

Samstag, 30. August 2008

Fraktale Träume

Wie tief diese Begegnung reicht, das legen die bahnbrechenden Arbeiten des Psychiaters Montague Ullman und anderer nahe, aus denen sich ergibt, daß sogar die Struktur unserer Träume fraktal zu sein scheint. Die Forscher glauben, daß die "story" des Traums Wiederholungen der wesentlichen Probleme des Träumers enthält. Reflexionen dieser Probleme lassen sich sowohl in der gesamten "story" wie auch in ihren immer feineren Details finden.
Die Anziehungskraft des Fraktals liegt vermutlich darin, daß in jedem seiner "Teile" ein Bild des Ganzen enthalten ist, ein Spiegelbild gewissermaßen.

(aus "Die Entdeckung des Chaos" von Briggs und Peat)

Mittwoch, 27. August 2008

Hanky Spanky

Erotische Spannung in der Luft, ein Radiowecker dudelt klassische Musik. Erwartungsvoll empfange ich einen Mann und bestimme, daß er mich an einen Fensterflügel fesseln soll, was sofort geschieht. Genußvoll empfange ich einige Schläge auf meinen Allerwertesten von ihm und möchte noch mehr. Zwischendurch, im Nebel von Erregung und Lust, halte ich kurz inne und frage mich ganz verdutzt: "Was mache ich hier eigentlich? Ich stehe doch auf sowas überhaupt nicht. Im Gegenteil - ich HASSE Schläge auf den Po." Dann denke ich weiter: "Ach ja, es ist ein Traum. Na gut, da ist wahrscheinlich alles anders und schließlich merkt man ja auch nichts von den Schlägen. Also einfach weitermachen." Der Traum switcht in einen Park mit weißen Felsen. Vor mir mein Kumpel, der versucht, mich zu einem Zungenkuß zu überreden, bisher haben wir uns nur ohne Zunge geküßt. Eigentlich will ich das nicht, denn ich möchte nicht mehr von ihm als Freundschaft, aber andererseits, wenn er nicht locker läßt, warum nicht. Ist doch nur ein Spiel, auch für ihn, denn er will mich ja nur provozieren, daß ich mich nicht traue. Aber da hat er sich getäuscht, so ein Zungenkuß an sich ist eine Kleinigkeit. Und wenn er dann hinterher mehr daraus macht, ist es allein sein Problem und nicht meines.

Bemerkung: Vielleicht möchte mir der Traum dezent sagen, daß einige gezielte Schläge auf den Allerwertesten meine Bandscheiben wieder an die richtige Stelle rücken können. *grrr*

Montag, 25. August 2008

Kahnfahrt mit Gerhard Schröder

In einem unterirdischen Höhlenlabyrinth kann man auf Spreewaldkähnen Ausflüge unternehmen. Als ich einen Kahn besteige, bemerke ich, daß zwei Plätze weiter Gerhard Schröder sitzt. Hey, das ist ja ein Ding, daß ich ihm hier so nahe komme. Nur eine einzige Person ist noch dazwischen, was ich beinahe als Störung empfinde, obwohl ich eh nicht wüßte, worüber ich mit ihm reden sollte.

Für meine ehemalige Chefin C.K. soll ich Berge von Koffern und Taschen auspacken, welche in mehreren Türmen übereinandergestapelt sind. Ich habe keine Ahnung, woher die kommen oder was das soll, aber gut, nach einer Mammutaktion habe ich alles ausgepackt. Allerdings habe ich die Sachen mehr oder weniger leger übereinandergestapelt, was meine Chefin jetzt bemängelt. "Die Sachen zerknittern doch alle!" sagt sie. Na wenn sie gewollt hätte, daß ich bei diesem Berg Arbeit auch noch jedes Stück fein säuberlich zusammenlege, dann hätte sie mir das eher sagen müssen.

Freitag, 22. August 2008

Traumnarben

Mein Kollege M.K. entdeckt mir sein Geheimnis. Auf seinem entblößten Oberkörper sehe ich viele kleine und größere, verschieden geformte Narben. Sie stammen von Nadeln, Klammern, Messern und ähnlichen Dingen, er hat sie sich selbst zugefügt. Ich wußte nicht, daß er den Schmerz liebt. Fast ehrfürchtig streiche ich mit dem Zeigefinger über die vernarbte Haut. Ich fühle viel Respekt, weniger vor dem, was er sich gerne antut, als vielmehr vor der Wunde, die ihn dazu veranlaßt. Jeder Mensch trägt irgendwo einen geheimen Schmerz und es benötigt viel Vertrauen, ihn bloßzulegen, selbst wenn es sich nur um die sekundären äußeren Signale handelt.

Samstag, 16. August 2008

Traumsplitter - Kirschen pflücken mit den Zehen

Eine Hochzeitsgesellschaft, alle in weiß gekleidet, fröhlich und ausgelassen. Die Menschen laufen in kleinen Gassen herum, reden miteinander und ich wundere mich ein bißchen, daß man nur Positives sieht, obwohl es doch auch Leid und Elend auf der Welt gibt. Aber gut, dem werden sie sicher nicht entgehen, aber ab und zu muß man einfach alles vergessen.

Liegend in einem kleinen, engen Raum ohne Dach. Über mir der Ast eines Kirschbaumes voller reifer, saftiger Kirschen. Ich strecke ein Bein aus und reiche damit genau bis zu den Früchten, suche mir eine besonders große und pflücke sie mit den Zehen. Sie purzelt auf mich herunter und ich esse sie.

Meine Mutter ordnet Bücher in ein Regal ein. Es ist alt und ziemlich unsicher. Unten zwar seitlich an einer Wand befestigt, oben aber in einem V von der Wand wegklaffend, da die Wand schief ist. Dementsprechend vorsichtig legt sie ein schweres Buch nach dem anderen in die Fächer, um zu prüfen, ob das Regal hält. Sie ist schon fast fertig, als ein Teil des Regales plötzlich nach vorne kippt. Geistesgegenwärtig fange ich das Regal ab und halte es hoch. Es ist nicht sehr schwer, aber ich muß es halten, damit es nicht nach vorne wegkippt. Meine Mutter ruft panisch, daß wir die Polizei holen müssen. Außerdem reibt sie sich den Finger, den sie sich wohl eingeklemmt hat. Ich beruhige sie und sage: "Hör zu! Wir müssen nicht die Polizei rufen, aber wir müssen uns etwas einfallen lassen, wie wir das Regal richtig befestigen." Dabei schiele ich zu meinem Bruder, der in einer Ecke herumwerkelt. Außerdem nehme ich meiner Mutter auch das letzte Paket Bücher ab, das sie in der Hand hält. Sie seufzt, warum das alles gerade jetzt sein müsse, wo in einer Zeitschrift doch ein Interview mit ihrer Lieblingsschauspielerin sei. Dann geht sie, um die Zeitschrift zu holen, ich stehe mit Regal und Büchern bepackt da und sage: "Ähm.....willst du mich jetzt hier so stehen lassen?"

Freitag, 15. August 2008

Aufwachtraum mit B-Horror-Kreischorgie (um ca. 3 Uhr nachts)

Ich erwache aus einem Nickerchen, weil jemand Bekleidungsstücke über mich geworfen hat. Weil ich noch kaum richtig bei mir bin, kann ich weder sehen, noch mich rühren, aber ich vermute, daß es Herr N. ist. Da bin ich doch einfach auf der Couch eingeschlafen. Bestimmt ist er verärgert, weil es so unordentlich im Zimmer ist. Vermutlich sieht er es nicht gerne, daß ich hier schlafe ohne etwas Ordnung gemacht zu haben. Ich spüre, daß Herr N . weiter neben der Couch steht und mich beobachtet. Weshalb? Je länger ich seine Anwesenheit spüre, um so mehr habe ich das Gefühl, daß er etwas im Schilde führt. Er wird doch nicht etwa meine Hilflosigkeit ausnutzen wollen? Kaum habe ich den Gedanken gedacht, fühle ich, wie etwas an der Decke unter mir zerrt. Noch immer kann ich mich nicht bewegen oder sehen und werde deshalb mitgezerrt. Dann spüre ich, daß ich getragen werde. Ich weiß nicht mehr, ab wann ich begonnen habe zu kreischen, aber jetzt kreische ich wie von Sinnen. Es ist ein mir fremdes Kreischen, ich kenne es nicht von mir und es erinnert mich an das ständige hohe Kreischen von Frauen in diesen B-Horrorfilmen, bei dem man sich wünscht, irgendjemand möge die Frau doch endlich abschlachten, damit es aufhört. Für mich steht nun fest, daß Herr N. mich vergewaltigen will und als mir das klar wird, bekomme ich regelrecht Panik, da ich diese Vorstellung schrecklich finde. Mir ist es schon zuwider, daß er mich anfasst und wenn er mir das antut, wie soll ich dann hinterher noch mit ihm arbeiten? Währenddessen bin ich auf ein Bett gelegt worden und jemand hält mich fest. Ich versuche mich zu wehren, kann inzwischen auch wieder ein wenig meine Arme bewegen und ringe mit verzweifelter Kraft mit dem Überwältiger, ohne dabei aufzuhören zu kreischen. Ich bemerke, daß er mir einen Kopf auf die Schulter legt und dann passiert nichts weiter. Es scheint mehr um Zuneigung zu gehen als um Sex und daß ich diese nicht geben oder zumindest stillhalten will, macht den Angreifer wütend. Obwohl ich das spüre und mir noch jede Menge anderer Gründe durch den Kopf gehen, warum es besser wäre, nicht so zu kreischen, kann ich damit nicht aufhören. Es ist, als hätte es sich verselbständigt und ich müßte mein Lebtag so weiter kreischen. Zum Beispiel denke ich, daß dies alles nur ein Traum ist und ich im Schlaf schreie oder herumlaufe. Was muß dann Herr N. von mir denken, wenn er das mitbekommt? Das wäre ziemlich peinlich. Und auch wenn dies kein Traum ist, könnte das Kreischen den Vergewaltiger so reizen, daß er mich tötet - man hört diese Tips ja immer von der Polizei, was man machen und was man nicht machen soll. Und obwohl ich das alles weiß und die Gefahr kenne, kann ich einfach nicht aufhören zu kreischen. Und ich versuche auch weiterhin, allerdings ohne viel Chancen, mich zu wehren, denn ich will nicht, daß sein Kopf auf meiner Schulter liegt. Während das alles passiert, höre ich ihn ein Lied singen. Es klingt ein wenig wie deutscher Rap und geht in den Strophen so: "Du hast.....(das und das gemacht).", wobei bestimmte Zeilen immer wiederholt werden. Daß er dieses Lied singt, macht alles noch unheimlicher, denn es wirkt ziemlich psychopathisch. Je widerborstiger ich bin, um so größer scheint seine Entschlossenheit, mir mit Gewalt abzutrotzen, was er möchte und mich notfalls auch zu zerstören, wenn er es nicht bekommen kann. Entsprechend brutaler geht er vor, um mich zum Stillhalten zu zwingen, doch umso mehr Kraft setze ich ihm meinerseits entgegen, was in ihm wiederum den Hass schürt. Es artet in einen regelrechten Ringkampf aus, während welchem ich versuche, seine Hände von meinem Hals fernzuhalten, es schaffe mich aufzurichten und schließlich sogar stehe. Im gleichen Moment endet der Ringkampf, ich höre auf zu Kreischen und kann auch wieder etwas erkennen, obwohl das Zimmer in völliger Dunkelheit liegt, aber es gibt ein Fenster, durch welches Mondlicht hereinfällt. Ich stehe Aug in Aug mit einer bleichen Gestalt, nur eine Handbreit trennt uns. Es ist eine Frau mit zotteligem Haar und auf dem gespenstig weißem Gesicht scheint eine alte Wunde zu sein, welche jedoch nicht blutet, sondern wie ein verkrustetet Geschwür wirkt. Ihre Augen sind schwarz, groß und unheimlich. Die Tatsache, einer Frau gegenüber zu stehen, verwirrt mich etwas. Bin ich vielleicht diese Frau und stecke jetzt aber mit dem inneren Auge im Körper von Herrn N.? Egal, ich gebe mir nicht viel Zeit, darüber nachzudenken. Stattdessen schleudere ich ihr so laut es geht das Wort "F....!" entgegen, in welches ich all meine Wut, meine Angst, meine Kraft und meinen Überlebenswillen lege. Der Schrei wirkt wie eine Waffe auf die Gestalt. Als hätte der Ton sie davongetragen, steht sie jetzt viel weiter entfernt von mir, direkt mit dem Rücken vor einem von Mondlicht erleuchtetem Fenster. Ich starre sie an, sammle meine Kraft und benutze noch einmal meine Stimme als Waffe, indem ich mit aller Macht hinterher schleudere: "Laß dich hier nie wieder blicken!". In selbigem Augenblick löst sich die Gestalt in Luft auf. Nur das erleuchtete Fenster liegt noch vor mir und ich erwache wirklich. Nachdem ich erneut eingeschlafen war, träumte ich von einem Gespensterhaus. Der Traum war aber nicht sehr spektakulär, weshalb ich bis auf einige Bilder von Treppen nichts erinnere.

Dienstag, 12. August 2008

Ein schönes Beispiel für synchrones (na ja, halbsynchrones) Träumen

erfuhr ich gerade von meiner Mutter. Während ich dieses vom Reisen träumte, träumte sie ebenfalls vom Reisen, und zwar folgendes:

Sie ist mit mir verreist und in einer fremden Stadt unterwegs. Ich bin wie immer noch sehr klein (sie träumt nur von mir als kleinem Kind, während sie von meinem Bruder überhaupt nicht träumt) und hatte aber trotzdem schon einen kleinen Rollkoffer, den ich hinter mir her zog. Aus irgendeinem Grund mußte sie einen Tag früher nach Hause fahren, wollte aber, daß ich noch bleibe und alleine hinterherkomme. Als sie dann zu Hause war, lag sie auf dem Bett und machte sich große Sorgen, daß ich es vielleicht allein nicht schaffe, daß sie mich nicht hätte zurück lassen dürfen und mich besser hätte mitnehmen sollen. Plötzlich sah sie Schatten über sich, öffnete die Augen, und da stand ich, mit meinem kleinen Rollkoffer in der Hand, und beugte mich über sie. Sie meinte, sie ist nach dem Traum richtig froh aus dem Bett gesprungen.
Sie war froh, daß ich angekommen bin - ich war in meinem Traum ebenfalls froh, daß ich angekommen bin. Fast wäre es ja auch schiefgelaufen, weil ich noch am Meer rumbummeln mußte. Die Sorgen waren also nicht unberechtigt. *gg*

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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