Montag, 24. September 2007

Die Wohnung an der Spree

Ein gewöhnliches und etwas abgerissenes Wohnhaus. Ich komme hierher, um in den riesigen Briefkasten zu schauen. Er ist voller kleiner Päckchen und Briefe, obwohl ich hier noch gar nicht wohne. Warum eigentlich nicht? Erst jetzt wird mir klar, dass ich die Wohnung schon vor Monaten, wenn nicht sogar Jahren angemietet habe, sie aber überhaupt nicht nutze. Ich zahle also schon die ganze Zeit praktisch umsonst Miete. Andererseits gefällt mir die Umgebung auch nicht besonders. Alles ein bißchen trist. Doch vielleicht ist die Wohnung ja schön. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, wie sie aussieht und wie groß sie ist. Ich sollte sie mir nochmal anschauen. Aber obwohl ich den Schlüssel zum Briefkasten habe, muss ich, um die Wohnung zu besichtigen, zum Vermieter. Anscheinend besitze ich keinen Wohnungsschlüssel. Ich finde eine kleine Einfahrt zum hinteren Hof mit einer schmiedeeisernen Zaunpforte. Kaum habe ich einige Schritte in diese Einfahrt getan, tut sich vor mir der Blick auf eine silbrig schimmernde Wasserfläche auf. Es ist die Spree. Wahnsinn! Und ich entdecke das erst jetzt, dass das Haus direkt an der Spree liegt und ich nach hinten raus eine herrliche Aussicht habe! Jetzt muss ich mir wirklich unbedingt die Wohnung nochmal anschauen. Vielleicht ist es ja der Hauptgewinn, ohne dass es mir bisher bewußt war. Auf dem Hof angelangt, merke ich, als ich auf das Wasser blicke, wie sich irgendwas an meinen Schuhen zu schaffen macht. Erst kann ich nichts finden, doch als ich mich umblicke und auf den Boden sehe, fällt mir eine fette Ratte auf, die anscheinend an meinen Schuhen knabbert. Zu meinem Erstaunen trägt sie ein kleines Krönchen. Ein Rattenkönig? Woher kommt mir das bekannt vor? Zum Glück hat sie noch kein Loch hineingefressen, das würde ja einen Eindruck machen! Ich fasse sie am Schlawittchen, sie zieht die Ohren an und den Schwanz ein wie eine Katze, und werfe sie in einen der Müllcontainer. Da gehört sie hin und da findet sie auch was zu fressen. Ich hatte recht - kaum ist sie in der Mülltonne gelandet, beginnt sie emsig und freudig zu wühlen und diverses Zeug zusammenzutragen. Ich mache mich jetzt auf den Weg zum Vermieter, dessen Name mit B beginnt und viele kleine A's in sich trägt, so ähnlich wie "Bavaria". Doch als ich zur Geschäftsstelle komme, muss ich feststellen, dass das Personal dort zwei Tage lang streikt, und zwar genau bis zum Wochenende. Also werde ich vorerst nicht in die Wohnung kommen.

Bemerkung: Ich glaube, der Rattenkönig soll mich wohl an "Nußknacker und Mausekönig" erinnern und an die Weihnachts-CDs, die ich mit der Hörbuchversion brennen und verschenken wollte. Anderseits frage ich mich, warum der wohl an meinem Status und Ansehen nagt.

Sonntag, 23. September 2007

Besuch in meiner alten Kirche

Ich bin auf der großen Brachfläche hinter der Kirche Richtung E.B.Str. unterwegs, wo ganz früher einmal, so dass ich mich kaum daran erinnern kann, die Kleingärten waren. Aus irgendeinem Grund schwenke ich nach rechts und laufe dort quer über eine Fläche mit hohem wilden Unkraut. Eigentlich wollte ich nun links einbiegen, aber da ich eine Baugrube und Laster sehe, biege ich nach rechts ab und gehe wieder ein Stück zurück, Richtung B.Straße. Als ich mich dabei umschaue, sehe ich nun mächtig und drohend meine alte Kirche aufragen. Eigentlich könnte ich ja ein paar Fotos machen, wenn ich schon hier bin, denke ich. Die Kirche hat auf dieser, der hinteren Seite, am Eingang eine höhere Platform und zuerst will ich nur von dort Bilder von der Brachebene machen. Doch da ziemlich viele Menschen in die Kirche strömen, ströme ich neugierig mit. Die Kirche scheint zu einem Touristikzentrum geworden zu sein. Erstaunlich, denn sowas besonderes ist sie nicht, im Vergleich zu anderen Kirchen relativ farblos und plump. Während der Judenverfolgung wurden hier allerdings Juden im Kirchturm versteckt und es gab ein Widerstandsbüro im Turmbau. Drinnen, im Vorraum, hat die Kirche mehr Ähnlichkeit mit einem Verkaufsraum, denn dort stehen zwei Kassen auf hohen Theken und sogar eine Bar mit Getränken für die Touristen. Also geschäftstüchtig ist er ja der Pfarrer, das muss man ihm lassen. Hoffentlich treffe ich ihn hier nicht, dazu hätte ich wirklich keine Lust. Vor mir steht mit dem Rücken zu mir ein sehr großer Mann in einem Talar. Er dreht sich um, doch es ist ein mir unbekanntes Gesicht. Im Vorraum ist es ziemlich düster, so wie ich es von früher in Erinnerung habe, aber im Kirchenraum ist es noch dunkler. Ich stutze, als ich hineinschaue. Der Raum ist zwar groß, doch sehr karg, ohne Fenster und statt Kirchenbänken sehe ich die alten Holzstühle, die früher in der Kapelle standen, als dort bei den Bauarbeiten ersatzweise der Gottesdienst stattfand. Bin ich hier vielleicht in der Kapelle? Nein, das kann nicht sein. Die war auf der anderen Seite, hatte Fenster und dazu ist der Raum auch zu groß. Seltsam. Wieder im Vorraum hat ein Ehepaar an einem der Verkaufsstände eine Zeichnung in gelb-orangen Farben erstanden. Diese kommt mir irgendwie bekannt vor. Ist es etwa eine Zeichnung von mir? Ich suche nach der Signatur und finde ein A.J.'22. Also doch nicht.

In einer anderen Traumsequenz geht es um eine Diskothek, die sich jedoch in einem Vorort ziemlich weit von zu Hause befindet. Anscheinend gehe ich da jetzt neuerdings hin, aber im Traum mache ich mir vor allem Gedanken darüber, dass ich dort nur zwei Stunden bleiben kann und statt um 3 Uhr schon um 22 Uhr wieder gehen muss, damit ich noch nach Hause komme. Ich sage zu mir selbst, wie schnell doch zwei Stunden in einer Diskothek vergehen - da tanzt man ein paar Lieder durch und schon sind zwei Stunden um, ohne dass man es gemerkt hätte und als ob gar keine Zeit vergangen wäre.

In einem dritten Traumfragment geht es um ein ungehobeltes Bruderpaar. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich mit ihnen zu schaffen hatte, ich glaube, ich war zu Besuch bei Verwandten. Beide Brüder sind ziemlich feindselig und abweisend. Allerdings meine ich zu bemerken, dass ein Bruder davon schlimmer ist, als der andere. Der, der kratzbürstiger und feindseliger ist, hat rote Haare und eine Brille und ich weiß, dass er vom Sternzeichen Schütze ist. Der andere erinnert ein bißchen an meinen ehemaligen Mitschüler H.K., er ist zwar zurückhaltend, aber nicht wirklich feindselig. Seltsamerweise interessiert mich der rothaarige mehr.

Bemerkung: Die Kirche meiner Kindheit hat tatsächlich eine Plattform, allerdings auf der anderen Seite als im Traum und auch nur zwei oder drei Stufen hoch.

EDIT: Falsch! Verdammt, mein Unterbewußtsein hat recht gehabt, wie ich
HIER feststellen konnte.

Freitag, 21. September 2007

1590

Eine fremde Wohnung. Ein kleines Bad, seltsam gefließt. An Wänden, Fußboden und Decke helle Fliesen jeweils in der Mitte aber in einer unregelmäßigen Ballung dunklerer Fliesen mit grünem Blumenmuster. Ich finde das etwas geschmacklos, allerdings beeindruckt mich, dass das Muster der Fliesen zu einigen rokokoartigen Dingen im Bad passt, wie eine kleine Kommode und zwei Aufsätze als Halterung für irgendwas, an denen sich dieses Muster wiederholt.
Danach die Küche, frisch renoviert, weiß gestrichen, doch hinter der Tür eine Stelle, wo schlampig gearbeitet wurde und noch ein Streif Wand hervorschaut. Aber ok, hinter der Tür fällt das kaum auf.
Nun sitze ich mit jemandem an einem Tisch und suche anscheinend Gegenstände, die einigen Wert haben und die ich pfänden kann. (Bin ich Gerichtsvollzieher?) Die andere Person reicht mir eine leichte Schachtel in der Art einer Zigarrenkiste mit klappbarem Deckel. Erst will ich sie achtlos beiseite legen, doch als ich den Deckel aufklappe, fällt mir auf der Innenseite die Jahreszahl 1590 auf. Wow, denke ich, 1590 - die Schachtel könnte vielleicht doch einigen Wert haben.

Bemerkung: In den letzten zwei Tagen sind mir im Fernsehen vermehrt Gerichtsvollzieher über den Weg gelaufen. Vorgestern in einer Reportage über Wohnungsräumungen und gestern in der zweiteiligen Verfilmung von Balzacs Leben.

Freitag, 14. September 2007

13 Stichpunkte und die Sache mit dem Langzeitgedächtnis

A. ist bei mir zu Besuch und übernachtet. Wie immer schnarcht er laut und schläft tief und fest. Irgendwann geht er aufs Klo, doch kaum ist er wieder da, ist er direkt gleich im Sitzen wieder eingeschlafen. Sein Körper ist viel muskulöser als ich ihn in Erinnerung habe. Warum muss er eigentlich so viel schlafen? Bin ich nicht interessant genug? Ich könnte ihn wecken, aber vielleicht ist er ja wirklich sehr müde. Oder ob er nur so tut, als schlafe er? Als ich herankomme, scheint es mir, als würde sich ein Grinsen auf seinem Gesicht formen. Und tatsächlich, jetzt kann er nicht mehr an sich halten, lacht und schlägt die Augen auf. Er geht im Zimmer zu einem Tisch, nimmt ein Stück Papier und beginnt zu schreiben. Es ist etwas, das ich lesen soll. Schön, wenn er schon nicht mit mir reden will, dann schreibt er wenigstens etwas. Er reicht mir das Blatt Papier und ich sehe darauf dreizehn(?), völlig zusammenhanglose Stichpunkte. Es geht zum Beispiel um den öffentlichen Nahverkehr in Berlin und seine "Unterhaltungszüge". Ihm zuliebe lese ich die Stichpunkte interessiert und stelle Fragen. Sein ganzes Gebaren wandelt sich nun in das eines Dozenten, aber nicht nur sein Gebaren, sondern auch sein Äußeres. Auf einmal trägt er Schnauzer und Brille und sitzt lässig schräg auf dem Tisch. Er ist jetzt völlig munter und seine Rolle scheint ihm Spaß zu machen. Es gefällt ihm wohl, mir etwas beizubringen. Also tue ich ihm den Gefallen und gehe die Stichpunkte weiter mit ihm durch, obwohl ich lieber etwas anderes getan hätte. Zum Beispiel zähle ich jetzt alle "Unterhaltungszüge" auf, die ich in Berlin kenne. Das wären U-Bahn, S-Bahn - Busse vielleicht auch? Er kennt noch einige mehr. Ich deklamiere mit seiner Hilfe sämtliche Stichpunkte mehrmals hintereinander bis ich sie verinnerlicht habe, bzw. meine sie zu können. An diesem Punkt breche ich die Sache ab und sage, dass ich jetzt alles auswendig kann. Er ist zufrieden, gleichzeitig relativiere ich aber wenig später meine Aussage mit der Bemerkung, dass mein Langzeitgedächtnis nicht besonders gut funktioniert, wobei ich mir innerlich dazudenke, dass ich spätestens in ein paar Tagen die Stichpunkte wieder vergessen haben werde, ohne dies aber auszusprechen. Es schwebt als lautlose Schlußfolgerung im Raume. Auf seinen fragenden Blick hin setze ich hinzu, dass ich dafür aber ein sehr gutes Kurzzeitgedächtnis habe. Da lächelt er, scheint beruhigt und antwortet: "Na das ist doch schon mal was."

Heidschnucken

Mitten in einer Herde grauer Heidschnucken in einem Kellergewölbe, später draußen auf einer Weide.

Bemerkung: Seit vorgestern hängt in meiner Couchecke ein Heidschnuckenfell, allerdings ist es elfenbeinfarbig und nicht grau, wie die Heidschnucken in meinem Traum.

Donnerstag, 13. September 2007

Die Fitness-Messe

Ich habe einen neuen Job, nämlich als Verkäufer für Fitnessgeräte, und arbeite für eine große Firma. Ich weiß selbst nicht, wie ich dort hingeraten bin und ich fühle mich reichlich unwohl. Herrje, ich als Verkäufer - das kann einfach nicht gut gehen. Vorerst werde ich aber nur angelernt und brauche noch nicht zu verkaufen. Gerade steht ein großes Ereignis bevor, nämlich eine Fitness-Messe, an der unsere Firma teilnimmt. Auch im Rahmen der Vorbereitungen werde ich eingearbeitet und erhalte einige leichtere Aufgaben. zum Beispiel soll ich mit rosa Farbe Linien auf dem Asphalt ziehen. Das tue ich auch gewissenhaft, allerdings tröpfelt die Farbe erst ziemlich wenig, dann etwas mehr, und die Linien sind dadurch sehr dünn, ich muß mehrere nebeneinander malen, das sieht nicht gerade besonders schön und gerade aus. Die Handlung verlegt sich nun in Holzblockhütten. In der, in welcher ich mich befinde, ist in der Wand ein größeres Loch, so dass ich hinausschauen kann. Anscheinend befinde ich mich mitten auf dem Land, denn draußen ist alles grün. Ich sehe Wiesen und Wald und das gefällt mir. Ich will versuchen aus dieser Blockhütte herauzukommen. Viel helfen kann ich für die Messe eh nicht. Draußen werde ich jedoch von einer ganzen Menge Leute abgelenkt, die dort umherlaufen, so dass ich schließlich wieder in einer Holzhütte lande. Die stehen dort verstreut auf der Wiese, wie ein kleines Holzhütten-Camp.

Der nächste Traum scheint eine Art Fortsetzung dieses Ostseetraumes zu sein, was mir im Traum auch irgendwie bewußt ist, da ich den Ort wiedererkenne. Erneut bin ich an einem Ort, unweit von Berlin, wo bereits die Ostsee beginnt. Ein kurviger Weg führt am Strand entlang und während ich mit der S-Bahn vorbeifahre, nehme ich mir vor, diesen Weg einmal zu gehen. Außerdem will ich mir diesmal genau den Namen des Ortes merken, damit ich ihn nicht wieder vergesse, wie beim letzten Mal. Natürlich habe ich ihn trotzdem vergessen. Ich weiß nur noch, dass er mit K begann. Kyritz war es wohl nicht.

Im letzten Traumbild ein hauchfeiner Spinnenfaden genau in der Ecke der Wand über meinem Kopfkissen. Er fällt mir nur auf, weil an einem kleinen Stück davon ein Paket-Gummi klebt. Eigentlich würde ich den Gummi gerne entfernen, lasse es aber doch, da ich fürchte, damit den zarten Spinnenfaden zu zerstören.

Bemerkung: Eine Karriere als Verkäufer von Fitnessgeräten ist auch etwas, das mir normalerweise nicht mal im Traum einfallen würde.

Sonntag, 9. September 2007

Der Vater - tiefgekühlt und gebraten; der Weihnachtsgeist

Elsa gibt mir einen Auftrag, nicht irgendeine Aufgabe, sondern eine sehr verantwortungsvolle und wichtige. Eventuell hat diese etwas mit ihrem Tod oder mit ihrem Verschwinden/Auswandern zu tun. Ich habe versprochen, sie zu erfüllen, obwohl ich nicht weiß, warum sie gerade mich darum gebeten hat, da ich überhaupt nicht kochen kann. Und diese Aufgabe sieht vor, dass ich etwas koche. Aber gut, ich werde das schon irgendwie hinkriegen. Ich stopfe also einige panierte Fischfilets und ein tiefgekühltes Spanferkel in die kleine Backröhre und lasse sie dort braten. Als ich zwischendurch mal hineinschaue fällt mir ein, dass ich die Fischfilets ja noch gar nicht gesalzen oder gewürzt habe. Um Gottes Willen, das bei Elsa! Die merkt das doch sofort. Wie peinlich. Glücklicherweise ist es nicht zu spät. Ich kann noch ein wenig salzen und vielleicht sollte ich nicht nur Salz nehmen, sondern auch ein paar Kräuter dazutun. Ich gehe also auf die Suche nach Gewürzen und als ich sie habe, öffne ich abermals die Backröhre. Da bemerke ich, dass sich das Spanferkel bewegt. Es ist jetzt aufgetaut und angebraten, aber es lebt noch! Jetzt plumpst es aus dem Ofen und torkelt, bzw. kriecht im Schneckentempo über den Fußboden. Eine mittlere Panik erfasst mich. Oh Gott, oh Gott, oh Gott, was mache ich denn nun? Es lebt noch, obwohl es schon halb durchgebraten ist. Es muß doch höllische Schmerzen haben. Bei der Vorstellung wird mir fast schlecht und meine Gedanken überschlagen sich. Mir ist klar, dass ich es schnell töten muß, aber ich weiß auch, daß ich das nicht kann. Ich denke daran, es einfach lebend zurück in die Backröhre zu stopfen, aber dieser Gedanke entsetzt mich so, dass mir bewußt ist, dass mich diese Tat mein Leben lang verfolgen würde. Die Situation überfordert mich derart, dass ich flüchte und das Ferkel sich selbst überlasse, wobei ich hoffe, dass es schnell stirbt. In meinem Fluchtwinkel, meinem inneren Dunkel, dem Schlafbewußtsein spüre ich noch das schlechte Gewissen, zum einen, weil ich das Ferkel habe leiden lassen und zum anderen, weil ich meinen Auftrag, mein Versprechen nicht erfüllt habe.
In meinem Bewußtsein wandelt sich nun das Geschehene langsam in eine andere Geschichte. Es war kein Ferkel, das ich in der Backröhre gebraten habe, sondern mein Vater. Den Auftrag dazu gab meine Mutter. Er war tiefgefroren und halb durchgebraten, trotzdem lebte er noch. Und statt ihn zu töten, bin ich weggelaufen. Jetzt kehre ich zurück, und zwar in das Seniorenheim. Ich rechne ganz fest damit, dass man mir sagt, dass er tot ist, denn das Braten kann er einfach nicht überlebt haben, aber als ich durch die Gänge gehe, sagt niemand etwas und alles ist ganz normal. Ich komme in sein Zimmer. Eine Menschenmenge, darunter auch meine Mutter, betrachtet meinen Vater durch eine Glasscheibe. Er schläft friedlich und trägt meine rote Kuscheljacke, die ich im realen Leben immer im Büro trage. Es ist tatsächlich alles in bester Ordnung. Unglaublich! Ich bin nun froh, dass ich ihn nicht getötet habe. Nicht auszudenken, wenn ich ihn nochmal in die Backröhre gestopft hätte. Besonders auch für meine Mutter. Diese hatte mir zwar den Auftrag gegeben, aber ist dabei wohl von anderen Vorausetzungen ausgegangen. Im übrigen dürfte das wohl eine erstmalige medizinische Sensation sein, dass ein Mensch tiefgekühlt und halb durchgebraten war, aber trotzdem noch lebt und sich wieder erholt. Dass es sich dabei um meinen Vater handelt, wundert mich gar nicht so sehr. Er scheint wirklich unverwüstlich zu sein. Mit diesen Überlegungen erwache ich endlich aus dem Alptraum.

Wieder eingeschlafen, schließt der nächste Traum damit an, dass ich meinen Vater im Seniorenheim besuche. Er schläft fest und wacht trotz meiner Weckversuche nicht auf. Also lasse ich ihn in Ruhe und komme in ein anderes Zimmer, wo ein junger Mann seine alte Mutter pflegt. Allerdings wundert es mich, dass er diese von den Füßen bis zum Scheitel mit einem hellblauen Handtuch bedeckt hat, so dass nichts von ihr zu sehen ist. Sie liegt ganz ruhig da und scheint sich nicht daran zu stören. Erst als ich gehe, beginnt sie unter dem Handtuch wegen irgendetwas zu wimmern. In meinem Bewußtsein wandelt sich nun das große Haus, in welchem ich mich befinde, sowie die Gegend ringsherum, zu einem Computerspiel, bei welchem ich mittendrin mitspiele. Das Haus ist eine riesige Villa und nun so etwas wie ein Internat, wo Unterricht stattfindet, aber auch gewohnt wird. Außerdem wird erzählt, dass in diesem Haus ein roter Geist umgeht. Er wird der Weihnachtsgeist genannt und taucht besonders an bestimmten Orten auf, wie zum Beispiel der Bibliothek. Er hat eine rote Erscheinung, weshalb er wohl auch der Weihnachtsgeist genannt wird. In meiner Phantasie habe ich zwei verschiedene Vorstellungen von diesem Geist. Nämlich zum einen, ein rotes menschliches Gerippe, aber zum anderen frage ich mich, ob es nicht vielleicht nur ein roter Weihnachtsmann ist, der umgeht. So genau möchte ich das aber gar nicht wissen, weshalb ich in Situationen, in denen der Geist eventuell auftauchen könnte, meine Auge in Richtungen fixiere, in denen ich davon nichts wahrnehme. Das Computerspiel an sich funktioniert so, dass ich mich in der unmittelbaren Umgebung frei bewege und ganz normal lebe, aber immer mal wieder bestimmte Aufgaben gestellt werden. Dazu müssen die Mitspieler des Spieles, also alle, die in der Villa wohnen, sich zum Beispiel in einem Saal einfinden und dort bestimmte Fragen beantworten oder Klausuren schreiben. An der Villa fließt auf einer Seite hinter dem Garten ein Fluß vorbei und hinter dem Fluß befindet sich eine Baumallee. Als ich einmal im Garten um die Villa herum spazierengehe, sehe ich flüchtig eine rote Gestalt die Baumallee entlanggehen und in der Ferne verschwinden, wobei ich allerdings durch die Bäume hindurch außer das Rot nicht viel wahrgenommen habe. Ich denke mir, dass dies wohl der Geist gewesen ist und dass es sehr raffiniert von den Spielentwicklern war, diesen wiederholt und auch nur als kleines Detail, in verschiedene Situationen einzubauen. Schließlich befinde ich mich am Fluß, wo ich eine Plattform betrete, die wie ein längsgeteilter Schleppkahn aussieht. Dieser längsgeteilte Schleppkahn wurde am Ufer befestigt und hat auch noch eine geteilte Schiffsführerkabine hinter Glas. Sogar ein Schiffsführer macht sich in der Kabine zu schaffen. Auf einer höhergelegenen Bohle des Kahns sehe ich von weitem ein rotes Männchen liegen. Aus der Perspektive, sehe ich nur die Beine, die herunterbaumeln und den Körper, der sich flach nach hinten gelegt hat. Es erscheint mir merkwürdig klein. Ob das vielleicht der Geist ist? Zumindest ist die Kleidung, bzw. das Hemd rot. Jetzt bewegt sich das Männchen und richtet sich auf. Ich erkenne es sofort. Es ist der kleine Mann aus der schwarzen Hütte, bzw. dem roten Raum, aus "Twin Peaks".

Bemerkung: Das Bild des halb gebratenen, über den Fußboden taumelnden Ferkels erinnert mich sehr stark an den Anblick diesen fetten Hundes, der sich kaum fortbewegen konnte.

Freitag, 7. September 2007

Sarah Michelle Geller

Mitten in einem Traum eine (innere?) Stimme und deutlich der Name Sarah Michelle Geller. Gleich danach der erweckende Gedanke meinerseits: Was macht die eigentlich jetzt? Man hat schon ewig nichts mehr von ihr gesehen oder gehört.

Bemerkung: Irgendwie ist es mir absolut egal, was Sarah Michelle Geller, die Vampirjägerin, jetzt macht - aber mein Unterbewußtsein scheint da anderer Meinung zu sein.

Sonntag, 2. September 2007

Jemandem die Glatze polieren

Ich stehe in einer Schlange hinter einem Skin. Auf einer Seite seiner Glatze sprießen an einer kleinen Stelle ein paar stoppelige Härchen. Irgendwie stören mich diese, weshalb ich Sandpapier nehme und damit beginne, seine Kopfhaut zu schmirgeln, sorgfältig und konzentriert, bis sie an dieser Stelle völlig glatt geschmirgelt ist. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob er nicht vielleicht etwas merkt, aber er bekommt überhaupt nichts mit und ist sowieso betrunken. Er dreht sich sogar um, und sagt etwas über seine sprießenden Haare, was nur den Schluß zuläßt, dass er wirklich nichts mitbekommen hat oder aber den oberflächlichen Anschein machen will, er bekomme nichts mit, durch diese übertriebene Form mir aber trotzdem einen versteckten Hinweis geben will, dass er doch was gemerkt hat.

Samstag, 1. September 2007

Creme um den Mund und Ungehorsam

Weil ich irgendeinen kleinen Pickel neben dem Mund habe, beginne ich mir Penatencreme rund um den Mund zu schmieren, bis er einen dicken weißen Rand hat, obwohl an den anderen Stellen gar nichts ist. Allerdings beabsichtigte ich etwas damit(wenn ich auch nicht mehr weiß, was das war). Ich spaziere in das Büro meiner Gruppenleiterin und sage zu ihr demonstrativ, sie solle sich heute nicht wundern wegen der Creme, da ich einen Ausschlag am Mund hätte (was aber so gar nicht stimmt). Frau Gr. kommt durch eine Tür im Büro, die nicht wirklich existiert, und will mir die Hand geben. Da ich noch Creme an den Fingern habe, will ich das vermeiden, doch Frau Gr. läßt nicht locker, erwischt durch mein Zögern aber nur die Fingerspitzen. Die Creme daran scheint sie nicht zu stören.

In einem unbekannten Hotelzimmer. Erst bin ich allein, dann kommt ein älterer Mann ins Zimmer. Wir liegen zusammen auf dem Bett und die Atmosphäre ist erotisch geladen, ohne dass wir uns überhaupt berühren. Er geht nach kurzer Zeit wieder, läßt aber eine frisch gebackene Pizza auf dem Bett zurück. Keine Tiefkühlpizza, sondern anscheinend handgemacht, mit sehr viel Käse und Tomaten, und äußerst appetitlich aussehend. Unglücklicherweise verlangt er von mir, dass ich die Pizza nicht anfasse, bis er wieder da ist. Dies sagt er jedoch nicht, weil ihm etwas an der Pizza liegt, sondern es ist Teil eines erotischen Spiels, dass er anscheinend mit mir spielen will, in welchem er mir Befehle erteilt und meinen Gehorsam verlangt. Sein Spiel mt der Pizza ist äußerst perfide, das wird mir klar, als ich sie so von allen Seiten betrachte und Überlegungen anstelle, ob ich meinem Appetit nachgeben oder lieber gehorsam sein soll. Schließlich denke ich bei mir "Ach egal, ich steh eh nicht auf sowas." und stopfe mir noch im Bett ein großes Stück Pizza in den Mund. Dabei muss ich aufpassen, keine Tomatenflecke auf der Bettwäsche zu hinterlassen, das könnte sonst zu sehr auffallen.

Freitag, 31. August 2007

Ausflüge mit Kloschüsseln, Nashörnern und anderen wundersamen Dingen

Ein Spaziergang auf den ausgedehnten grünen Wegen hinter meinem Wohnhaus. Auf einer Kreuzung treffe ich die Mitmieter Fr. H. und Herrn R., die gerade dabei sind, eine Toilettenschüssel zu reparieren. Dabei erfahre ich, dass dieses Naturgebiet eigentlich den Mietern unseres Hauses gehört und wir es deshalb auch in Ordnung halten müssen. Das wußte ich noch gar nicht, ich dachte, dieses Naturgebiet sei öffentlich. Da ich nicht so dastehen will, während die anderen die Kloschüssel reparieren, helfe ich schnell ein wenig mit, den Sand glatt zu streichen. Die Reparatur erfolgte nämlich auf die Art, dass die Kloschüssel in der Erde begraben wurde. Während ich weitergehe überlege ich, dass mir ja dann eigentlich auch ein Stückchen des Naturgrundstücks zur persönlichen Nutzung zustehen müßte. Ein aufregender Gedanke, den ich aber wieder verwerfe, weil ich denke, dass so ein kleiner Garten, von allen Seiten zugänglich, doch etwas ungeschützt wäre.

Auf einem weiteren Ausflug, diesmal direkt ans Meer. Ich bin überrascht, als ich aus der S-Bahn aussteige und in der Ferne die graue und stürmische Ostsee neben einer dunklen Landzunge entdecke. Eigentlich bin ich ja nur bis knapp außerhalb Berlins gefahren, hier dürfte noch gar kein Meer sein. Anscheinend habe ich mich geirrt und während all der Jahre nicht gewußt, dass man die Ostsee auch mit der S-Bahn erreichen kann. Diese Erkenntnis und der Anblick der See lassen mich innerlich jubeln. Ich bin ihr also doch viel näher, als ich immer glaubte, nur ein Katzensprung entfernt. Während der Überlegungen legt sich der Sturm und die See ist nun spiegelglatt. Ich muss plötzlich an ein Lied von Achim Reichel denken (das es in Wirklichkeit nicht gibt) und mir fällt es wie Schuppen von den Augen, dass dieses Lied einen Code enthält. Es beginnt genau mit dem Namen des Ortes, in welchem ich ausgestiegen bin, und der ganze Liedtext setzt sich ausschließlich aus Ortsnamen von Seebädern zusammen, die einer bestimmten Route folgen. Dies jedoch ohne seinen Sinn als ein normaler Liedtext einzubüßen. Hätte ich das eher erkannt, hätte ich also gewußt, dass dieser Ort, den ich mit der S-Bahn erreichen kann, am Meer liegt.

Der nächste Ausflug führt mich in die Müggelberge. Auch diese erscheinen mir gar nicht mehr so weit entfernt, seit ich öfters dort hinfahre. Ich folge einigen Leuten durch Unterholz einen etwas steileren Berg hinauf. Auf der anderen Seite des Berges befindet sich eine große Lichtung mit eingezäunten Weiden. Von meinem Standort aus führen zwei Wege fort. Ich bemerke jedoch, dass beide Wege ab und zu von wildgewordenen Nashörnern gekreuzt werden. Diese sind zwar eingezäunt, überspringen oder durchbrechen die Zäune aber ohne jede Mühe. Am liebsten würde ich keinen der zwei Wege gehen, aber ich kann auch nicht hier stehenbleiben. Ein junger Mann, der wohl Tierwärter und für die Nashörner zuständig ist, kommt hinzu und erklärt, dass es nicht so schlimm wäre , wie es aussieht, und dass mir nichts geschehen wird. Also entscheide ich mich endlich für den rechten (mir fällt gerade die Doppelbedeutung auf) Weg, weil dieser mir kürzer erscheint als der linke, und versuche so gut es geht den Nashörnern auszuweichen, die oft nur knapp an mir vorbeirammeln. Später befinde ich mich wieder im Wald, wo ich neben einem nicht sehr hohen Berg her laufe, auf dessen Spitze ein extrem langer, kahler und verwinkelter Baumstamm liegt.
Nun erreiche ich einen Ort mit altertümlichen Bauten. Ich vergewissere mich, dass ich meine Kamera mit dabei habe. Ich trete durch einen torähnlichen Eingang und befinde mich danach an einem Ort, der gar nicht zum Äußeren des Baues passt. Es wirkt mehr wie eine Höhle unter der Erde, allerdings so riesig, dass eine halbe Stadt hineinpassen würde. Ich klettere an einer Seite auf einen etwas höhergelegenen Ausblick, von wo aus ich die gesamte Höhle durch einen großen rechteckigen Durchblick betrachten kann. Der Anblick ist beeindruckend. Es herrschen warme, bernsteinähnliche Gold- und Brauntöne vor, allerdings wirkt die gesamte Höhle auch etwas wie eine Baustelle - hölzerne Gerüste stehen herum, Bretter liegen auf dem Boden usw. Aber gerade das gibt ihr einen besonderen Reiz, weil es die Farben auflockert und viele unterschiedliche Tönungen hineinbringt. Natürlich möchte ich diesen Ausblick fotografieren. Und merkwürdigerweise füllt sich mit jedem Foto die Höhle immer mehr, bis ich bloß noch Menschenmassen vor meiner Kamera habe. Ich fotografiere trotzdem weiter und mache ein paar lustige Schnappschüsse, wie z.B. eine Frau, die gerade vor Überraschung den Mund aufreißt oder einen Mann, der sich mit seiner Schirmmütze so nach vorne beugt, dass der Schirmmützenrand über dem Rahmen liegt und so einen 3-D-Effekt erzeugt. Meine Mutter steht jetzt neben mir und ich zeige ihr einige Schnappschüsse. Sie betrachtet sie interessiert, scheint aber nicht das zu sehen, was ich sehe und was mich daran begeistert.

Bemerkung: Trotz gleich drei Ausflügen in einer Nacht und in nur sechs Stunden Schlaf habe ich mich am Morgen doch recht gut erholt gefühlt.

Noch ein wildes Nashorn - mit Nashörnern scheine ich es zur Zeit zu haben und ich habe keinen blassen Schimmer aus welchem Grund - :

https://weltentanz.twoday.net/stories/4129332/

Mittwoch, 29. August 2007

Spinnenfäden mit roten Punkten

Erst war es nur eine schwarze Spinne, die an einem senkrechten Faden blitzschnell hinauf und hinunter kletterte, doch bald wurden es mehr, die an ihrem Faden zwischen Himmel und Erde hingen und denen ich eilig versuchte auszuweichen. Dabei fiel mir etwas Merkwürdiges auf: an den Fäden befanden sich in regelmäßigen Abständen, als wären es Knoten, rote Punkte.

Bemerkung: Der Ursprung dieses Traumes war nicht schwer zu erraten. Ich mußte sofort an das Gespräch mt meinem Kumpel denken. Als ich ihm nämlich von meiner buntgestreiften Hausspinne erzählte, machte er einen kleinen Scherz in Form von "rote Punkte und kariert". *gg*

Sonntag, 26. August 2007

Kirchenrenovierung und die abgetrennten Flügel

Von meiner alten Chefin Frau H. habe ich den Auftrag bekommen, Farbe für das obere vorspringende Deckenende unserer Kirche zu besorgen. Das ist natürlich kein Problem, allerdings denke ich gleich weiter und frage mich, ob ich dieses obere Deckenende dann auch selbst streichen soll. Ich überlege, ob man evtl. andere Farbe als Weiß nehmen könnte, wie zum Beispiel Braun. Wie wäre es mit zwei braun abgesetzten Streben? Jedoch müßte man an den Kanten besonders vorsichtig malen und so hoch oben ist das schwierig. Überhaupt weiß ich gar nicht, wie ich da oben rankommen soll. Da reicht nicht mal eine Leiter und ein Besenstiel. Wahrscheinlich ist da Weiß wirklich am einfachsten - einfach nochmal die Ränder und die Decke weiß übertünchen. Das wird aber eine Heidenarbeit, wenn ich das alleine machen soll, schließlich ist die Kirche riesig - Prost Mahlzeit! Ich komme zu dem Schluß, dass es unmöglich ist und Frau H. sich auf jeden Fall professionelle Maler und Gerüstbauer besorgen muss. Ich bin mir aber noch nicht schlüssig, ob ich ihr das sagen soll. Vielleicht sage ich einfach gar nichts und lasse die Decke wie sie ist. Sie ist nur ganz leicht angegraut und ansonsten noch in Ordnung. Sie merkt es wahrscheinlich nicht mal, dass sie nicht neu gestrichen ist.

Zwischen Tür und Angel unterhalte ich mich mit Kollegen. Von der Tür geht eine lange und steile Außentreppe ab, auf dieser stehe ich. Kurz vor der Tür muss ein Unglück passiert sein, denn zwei abgetrennte Vogelflügel und Federn liegen dort. Ein Stückchen weiter neben der Treppe entdecke ich eine eingeklemmte Taube. Sie muss von irgendwas erschlagen worden sein, denn nur Kopf und Hals schauen noch hervor. Sie ist schon tot und nicht mehr zu retten.

Donnerstag, 23. August 2007

K. und die Kaugummiblase

In einer Bar bei irgendeiner Veranstaltung mit anderen zusammen. Es ist sehr leer, kaum Leute da, aber K. taucht auf. Mit einem Strick lässt er mich aus dem Fenster heraus, weil dieser Weg kürzer ist. Dann befinden wir uns in dem Zimmer, wo ich zur Untermiete wohnte. Irgendwann geht K. kurz weg, will aber wiederkommen und ich warte. Während ich warte kaue ich einen Kaugummi, der bald so weich und klebrig ist, dass er mir in Teilen aus dem Mund fällt. Ein Stückchen kaue ich noch und beginne zufällig zu blasen, wobei ich merke, dass sich eine kleine Wölbung bildet. Hey, denke ich, der Kaugummi scheint genau richtig für Blasen zu sein. Ich sammel alles wieder ein, klebe es zusammen und fange erneut an, darauf herumzukauen und dann zu blasen. Und tatsächlich, eine riesige weiße Kaugummiblase bildet sich vor meinem Mund, die entfernte Ähnlichkeit mit einem Airbag hat, und zeplatzt schließlich mit einem kleinen Plop. Jetzt weiß ich, dass der Kaugummi sehr gut durchgekaut und weich sein muß, um Blasen machen zu können. Endlich kann ich das auch.

Bemerkung: Schön, aber nach diesem späten Tip meines Unterbewußtseins werde ich nach zwanzig Jahren nicht wieder anfangen, Kaugummiblasenmachen zu üben.

Dienstag, 21. August 2007

Das Gewitter

Ich werde in meinem alten Kinderzimmer wach. Es gewittert heftig und helle Blitze zucken in den offenen Fenstern. Lange liege ich im irgendwie ungemütlich kalten Bett und lausche den krachenden Donnerschlägen. Die Zeit erscheint mir unendlich lang. Da fällt mir ein, dass meine Mutter noch unterwegs ist. Sie ist wahrscheinlich genau in das Gewitter gekommen. Es klingelt auch schon an der Tür. Ich gehe zu einer modernen Gegensprechanlage, die es früher nicht gab und betätige den Türöffner, nachdem ich mich vergewissert habe, dass es meine Mutter ist. Nun erwachte ich wirklich und stellte fest, dass es tatsächlich heftig gewittert. Mit dem Gedonnere ging das noch ewig, super, wenn man eh keine lange Nacht hat. Mit dem Zeitgefühl meines Traumes zusammen würde ich auf zwei Stunden Gewitter tippen, aber wahrscheinlich war es viel kürzer. Und zu allem Überfluß mußte ich auch noch plötzlich an Aleister McSchnupf aus dem "Müll"-Roman denken - ich stellte mir bildlich vor, wie der kokainschnupfende Cop als der neue Alte im Himmel sitzt und tüchtig herumwettert, was mich so erheiterte, dass ich jetzt erst recht wach war und nicht mehr einschlafen konnte. Interessant finde ich, dass mein altes Kinderzimmer wohl eine wichtige Zwischenstufe meines Bewußtseins darstellt, da ich oft aus einer Bewußtlosigkeit dort "erwache". Sollte ich jemals ein Geist werden, werde ich wohl in dem alten Pfarrhaus herumspuken. *gg*

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 21. Jan, 14:01

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