Donnerstag, 19. Juli 2007

Die Zombie-Kollegin

Letzte Nacht träumte ich von einer ehemaligen Zimmerkollegin. Als ich damals mit ihr zusammensaß, war sie über 50, hatte jedoch immer ein eher jüngeres Aussehen und wirkte ziemlich adrett. Im Traum nun hatte sie das Aussehen einer über Hundertjährigen - ein sagenhaft zerfurchtes und eingefallenes Gesicht, sowie seltsam blinde und stumpfe Augen. Sie sitzt mir gegenüber und erzählt mir dauernd von irgendeiner Herzmuskelentzündung und zu welchen Ärzten sie unbedingt gehen muss.
Nun war diese Kollegin zufällig das Schlimmste, was mir je an Zimmerkollegen wiederfahren ist. Es gibt mir schon zu denken, dass ich ausgerechnet heute von ihr träume. Ich hoffe mal, es soll keine Warnung sein. Jedenfalls, wenn ich mir nicht ziemlich sicher wäre, dass sie noch lebt, auch wenn sie inzwischen nicht mehr arbeitet, würde ich denken, sie ist extra letzte Nacht aus ihrem Grab auferstanden um mich heimzusuchen.

Samstag, 14. Juli 2007

Irrfahrten und die goldenen Schuhe

Auf einer Seefahrt, ich glaube, es war auf irgendeinem Schulschiff, und es gab sehr viel Handlung, die ich aber vergessen habe. Erinnern kann ich mich nur noch an das spiegelklare Meer, in welchem unter der Oberfläche ein ausgebreitetes gelbes Handtuch wie ein fliegender Teppich schwamm.
Danach träumte ich von meinem Kollegen, der im Traum lange, seitengescheitelte Haare hatte, mit einer faszinierenden Locke an der Seite und er sagte, dass er mal wieder was einen seinen Haaren machen lassen müsste.
Im nächsten Traumfragment suche ich meinen Kalender, in welchem ich irgendwelche Dinge geschrieben und markiert haben. Ich kann ihn nicht finden und schließlich bin ich mir sicher, dass ihn mein Vater gestohlen und darin gelesen hat, ebenso, wie er auch meine Prinzessinenschuhe gestohlen hat, zwei goldene, mit aufwendigen und kunstvollen Mustern bestickte Schuhe, die er nun in der Schrankwand aufbewahrt.
Schließlich bin ich wieder auf Reisen und sehe Ansichten von verschiedenen Seebädern vor mir.
Eine gefällt mir besonders gut und ich zaubere eine Ansichtspostkarte herbei, die ich meinem Bruder zeige und sage, dass wir dort mal hin müssten. Mein Bruder hört mir zu und nickt, meine Mutter mischt sich jedoch ein und moniert, dass diese Seebäder doch alle total überlaufen seien. Wir sind jetzt doch in diesem Seebad und laufen durch den Ort. Dabei kommen wir an ein großes modernes Gebäude mit vielen "blinden" Türen. Irgendwie haben wir etwas anderes dahinter erwartet, aber als ich sie öffne, sehe ich ein leeres riesiges Warenhaus mit Unmengen vollkommen leerer Regale.

Donnerstag, 12. Juli 2007

Das Backen der Pommes oder Barbarella meets The Muppets

Auf einer Gruppenreise, die ich mit meinem Kollegen M. und anderen Personen mache, habe ich enorm viel Hunger. Mein Kollege versucht Essen zu organisieren und es kommen schließlich drei kleine schwarzhaarige Menschlein, die mich an die Zwillinge aus "Barbarella" erinnern und mit hohen Stimmchen immer irgendwas reden, was sich wie "Mi mmi mi mi" anhört. Sie stellen sich an einen Campingkocher und versuchen Pommes in Pfannen zu backen. Doch irgendwie scheint es nicht zu funktionieren, denn wir warten Stunden, zwischendurch schlafe ich sogar ein, als ich aufwache sind mindestens drei Stunden vergangen und die Pommes sind immer noch roh. Endlich beginnt jemand mit den drei Menschlein zu schimpfen und sie verschwinden. Ich verschwinde auch, allerdings zu meinem Hotelschließfach, worin ich drei Leibe frisches Weißbrot finde, was ich aber nicht essen kann, da ich nichts dazu habe und es zu trocken wäre. Stattdessen beginne ich, andere Dinge zu suchen, die abhanden gekommen sind und die ich schon für die Rückreise zusammensammeln will, wobei ich innerlich verärgert denke: "Toll, die erste Woche war ja noch ganz schön, aber schon in der zweiten Woche ist man nur noch damit beschäftigt, die Sachen zu suchen, die man wieder mit nach Hause nehmen will." Kollege M. kommt und fragt was los ist, ich erkläre es ihm, er ist sehr verständnisvoll. Zurück in der Gruppe erklärt er jetzt, dass er alles Geld an sich nehmen will, anscheinend, um es zu verwalten und den weitere Vorgehensweise zu organisieren.

Bemerkung: Das ist die Szene mit den Zwillingen aus Barbarella

,

die im Traum aber noch höher und mehr wie eine Puppe von den Muppets reden, nämlich wie diese hier

.

Montag, 9. Juli 2007

Fernsehtip

Heute abend um 22.15 h auf arte: "Schlaf - Rätsel der Nacht", eine Wissenschaftsdokumentation, die sich mit außergewöhnlichen Schlafstörungen beschäftigt. Ich habe sie bereits gesehen und fand sie sehr interessant.

Sonntag, 8. Juli 2007

Der versteckte Sommer (Venus tr Konjunktion Sonne r)

Es ist mitten im Winter. Schnee schimmert weiß auf den Wegen, Kinder fahren im Wald Schlitten. Es ist kühl, trotzdem aber auch schön, und es ist angenehm, auf den verschneiten Wegen spazieren zu gehen. Ich treffe jemanden, der mich nun einen ganz versteckten Pfad durch Gebüsch und Sträucher entlangführt. Die Zweige schlagen mir in das Gesicht und ich muss mich mit den Armen vorankämpfen. Nachdem ich das Gebüsch hinter mich gebracht habe, stehe ich auf einmal vor einer Steinmauer, die das Waldgebiet einzugrenzen scheint, denn sie verläuft sowohl links von mir als auch direkt vor mir und trifft sich in einer rechtwinkligen Ecke. Nach rechts führt eine breite verschneite Schneise, die immer an der Mauer entlangläuft. Doch zu meinem Erstaunen werde ich direkt in die Ecke der Mauer geführt und als sich ein Teil der Ecke öffnet, bzw. durchsichtig grau wird, und ich die Mauer durchschreiten kann, weiß ich, dass es hier einen verborgenen und gut getarnten Zugang gibt. Dieser Zugang wird nur wenigen ausgewählten Personen gezeigt, da er geheim bleiben soll, und anscheinend gehöre ich zu diesen Personen. Auf der anderen Seite der Mauer befinde ich mich plötzlich mitten im Sommer. Bäume und Wege sind grün und es ist angenehm warm. Es fasziniert mich zu wissen, dass Sommer und Winter nur so wenig voneinander entfernt existieren, ohne dass das irgendjemand weiß. Ich betrachte nun die Szenerie von oben. Links im Bild der Sommerwald, dazwischen der Verlauf der Mauer, und rechts im Bild die verschneiten Wege des Winterwaldes. Ich finde den Gedanken cool, dass ich, wann immer ich will, zwischen Winter und Sommer wechseln kann. Ich kann einfach durch die Mauerecke in den Winter, wenn ich einen erfrischenden Schneespaziergang machen will, dann aber sofort auch wieder in den Sommer zurück.

Bemerkung: Nicht nur den Sommer habe ich letzte Nacht gefunden, sondern auch zur Abwechslung mal ausnehmend gut geschlafen. Der Traum erinnert mich ein wenig an diesen, da man letzteren Ort allerdings nur über die Kirche betreten konnte, wird es wohl ein anderer versteckter Platz gewesen sein.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Der guterzogene Hund

Meine Tante ist die Leiterin, bzw. Besitzerin einer Privatschule, die sie von meinen Großeltern geerbt hat. Es ist Besuch anwesend und es kommt noch jemand mit einem großen Schäferhund dazu. Ich streichle den Hund, da zeigt jemand schräg hinter mich, wo meine Tante ist und sagt "Da ist die Leiterin!". Sofort springt der Hund mit allen Vieren von sich gestreckt auf meine Tante zu, als sei er außer sich vor Freude, und läßt sich von ihr fangen. "Der Hund weiß wirklich, wie man sich benimmt." sage ich darauf sowohl anerkennend als auch leicht sarkastisch, weil der Hund sich wie ein autoritätsliebender Mensch verhält.

Etwas Ärger über meine Mutter, weil sie von meinem Haufen weißes Plastikbesteck einiges davon weggegeben und verschenkt hat. Eigentlich bin ich gar nicht damit einverstanden. Später mit Auto in einem Fußgängertunnel. Ich weiß nicht, wie ich da hineingekommen bin, aber am anderen Ende, wenn es die Treppen nach oben geht, muss ich wieder aus dem Auto aussteigen. Seltsame Gestalten treiben sich im Tunnel herum. Sie scheinen alle Masken vor den Gesichtern zu tragen. Es dauert eine Weile, bis ich erkenne, dass es nur Masken sind und die nicht wirklich so aussehen.

Samstag, 30. Juni 2007

Kirche und Verlag

Ich liege irgendwo aufgebahrt, mit dem Gesicht nach unten. Irgendeine Stimme gebietet mir zu beten. Bin ich denn in einer Kirche? Tatsächlich, ich sehe vor mir ein großes offenes Kirchenfenster mit dekorativem Rundbogen. Also beginne ich zu beten.

Etwas später im Verlagshaus meiner Mutter. Ich befinde mich im Büro des Typografen. Eine große Krähe von den Grenzanlagen fliegt zum Fenster herein und bleibt auf einem der Fensterflügel sitzen.

Ich habe noch viel mehr geträumt, kann mich jedoch nur an diese beiden Bruchstücke erinnern, sowie daran, dass ich im Traum sehr viel in Englisch gesagt und gedacht habe. Einen englischen Satz wollte ich mir eigentlich merken, aber nach dem Aufwachen war er wieder weg. Ich weiß auch gar nicht, ob er wirklich einen Sinn ergeben hätte, obwohl ich ihm im Traum viel Bedeutung zumaß.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Die Spinne und der Frosch

Geburtstagsvorbereitungen, ich denke, es ist mein Geburtstag. Meine Schwägerin kommt gehetzt zur Tür hinein, wirft mir ein ein ein paar Taschen zu, verschwindet. Ich sitze an einem Regal mit Essen und knabbere an einem großen ungeschnittenem, kastenförmigen Marmorkuchen. Etwas später in der alten Wohnung meiner Eltern. Meine Mutter zeigt mir den Wintergarten, der früher immer rumpelig war. Sie hat ihn aufgeräumt und einen Tisch mit Stühlen hineingestellt. Es gefällt mir. Sie macht den Tisch immer größer, klappt Platten aus oder stellt andere Tische heran. Anscheinend wird Besuch erwartet. Schließlich blicke ich über eine große, aber vollkommen leere Tischfläche. Eine helle sandfarbene und ziemlich große Spinne krabbelt darauf herum. Sie krabbelt ziemlich schnell weiter, auf den Fußboden herunter und immer in meine Richtung. Ich gehe deshalb Schritt für Schritt zurück, damit sie nicht zu nahe kommt. Leider habe ich nur Strümpfe an. Hätte ich Schuhe an, würde sie keine Chance haben. Inzwischen bin ich schon durch das Wohnzimmer bis in den Korridor hinein und luge um die Ecke in das Zimmer, da sehe ich, wie die Spinne plötzlich von einem grünen Frosch geschnappt wird. Den hatte ich vorher nicht gesehen. Er schluckt seine Beute hinunter und keine Spinne ist mehr da.

Später stehe ich an einem Ort, der über und über glatt und gleichmäßig gepflastert ist. Er zieht sich bis zum Horizont. Es gibt nichts anderes als Gehplatten. Ich denke an die Spinne und frage mich, ob sie hier, nur auf Steinen, überleben könnte. Dann glaube ich, dass so wohl die Zukunft aussieht. Bin ich vielleicht schon in der Zukunft? Auf der rechten Seite in einiger Entfernung entdecke ich nun einen grünen idyllischen Ort. Es ist ein Platz aus meiner Kindheit, schöner als ich ihn in Erinnerung habe. Da wurden anscheinend blühende Abhänge angelegt und auch ein kleiner Teich oder Wasserlauf. Er ist nur so weit weg.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Kein Zuhause

Ich muss aus meinem Zimmer im Pfarrhaus ausziehen, habe jedoch noch keine Wohnung. Aus diesem Grund ziehe ich wieder zu meinen Eltern, die mir extra ihr größtes Zimmer freigemacht haben. Das Zimmer ist düster, vollgestellt und hat an den Wänden ganz genau so eine schäbige Blumentapete, wie ich sie mir gestern abend beim Schreiben vorgestellt habe. Meine Sachen habe ich inzwischen zu meinen Eltern gebracht, doch dann fällt mir ein, dass doch noch einige Sachen im alten Zimmer liegen müssen. Habe ich den Schlüssel etwa schon abgegeben? Oder sind die Sachen vielleicht schon weg? Einige Zeit ist ja bereits vergangen. Ich mache mir Gedanken darüber, dass ich anscheinend kein Zuhause habe. Denn das Wohnen bei meinen Eltern empfinde ich nicht so. Meine Gedankengänge gehen in astrologische Überlegungen über. Wenn ich jetzt kein Zuhause habe, dann habe ich diesen Part hinter mir und abgehakt, danach wird es wieder besser. Mir fallen die großen Fenster im gegenüberliegenden Haus auf. Genaugenommen besteht die gesamte Front aus Glas. Ein sehr hübsche junge und blonde Frau geht direkt am Fenster nackt zu ihrem Kleiderschrank, um sich umzuziehen. Sie zieht nur eine Nylonstrumpfhose an und verschwindet wieder. Sie muss wissen, dass sie von gegenüber bei eingeschaltetem Licht zu sehen ist, doch es scheint sie nicht zu stören. Ich habe aber auch nicht den Eindruck, dass sie es darauf anlegt. Die traut sich ja was! Eine Etage tiefer ist jetzt auch ein nackter älterer Mann mit Bierbauch am Fenster zu sehen. Das kann ja heiter werden!

In der nächsten Traumfrequenz sitze ich mit anderen in einem Kellerloch. Wir versuchen über eine Leiter und einem winzigen hohen Fenster nach draußen zu sehen und auch nach draußen zu kommen. Auf der anderen Seite des Fensters geht es endlos in die Tiefe, es scheint eine Hochhausfront zu sein. Ich will es trotzdem versuchen irgendwie herauszukommen, aber die Leiter verschiebt sich immer, so dass ich nicht dort heranreiche, wo ich mich richtig festhalten könnte.

Montag, 25. Juni 2007

Wirrwarr an der Fachhochschule

Ich bin wieder an der Fachhochschule in einem Seminar. Die Dozentin meine ich zu kennen, jedoch fällt mir der Name nicht mehr ein. Sie versucht redlich, uns irgendwas zu vermitteln, jedoch macht fast der ganze Seminarraum Seins. Es ist furchtbar laut, weil alle durcheinander quatschen und keiner zuhört. Der Liebling der Seminarleiterin ist deshalb ein braunhaariges Mädchen, dass außen allein an einer Bank sitzt. Anscheinend ist sie die einzige, die bei dem Seminar noch mitmacht. Allerdings scheint sie auch nicht viel Spaß dabei zu haben. Mein Kollege M. ist ebenfalls in dem Seminar. Als er mich sieht, sagt er meinen Namen und umarmt mich kurz. Wir gehen nun zu Mittagspause hinaus in die Kantine. Seltsamerweise trägt er im Traum einen langen Mantel und einen Ohrring. Auch ich trage einen langen braunen Mantel, was für mich gar nicht üblich ist. Nach der Kantine möchte ich die Fachhochschule verlassen, gehe dazu lange Treppen hinunter, die keine Stufen haben, sondern nur Fahrrampen, aber kurz vor dem Ausgang fällt mir ein, dass ich meinen Mantel irgendwo habe liegenlassen. Es ist kalt draußen, deshalb möchte ich nicht so gehen. Ich kehre also um und beginne meinen Mantel und auch meine Tasche zu suchen. Zwischendurch verwandelt sich die Fachhochschule in eine Art Krankenhaus und ich liege dort auf dem Gang und schaue in einen Spiegel an der Wand. Plötzlich höre ich laut diesen Song von Rammstein:

Man sieht ihn um die Kirche schleichen
seit einem Jahr ist er allein
die Trauer nahm ihm alle Sinne
schläft jede Nacht bei ihrem Stein
Dort bei den Glocken schläft ein Stein
ich alleine kann ihn lesen
und auf dem Zaun der rote Hahn
ist seinerzeit dein Herz gewesen
Die Furcht auf diesen Zaun gespießt
geh ich nun graben jede Nacht
zu sehen was noch übrig ist
von dem Gesicht das mir gelacht

Gleichzeitig sehe ich im Spiegel eine ganz in Schwarz gekleidete Gestalt zu mir herüberkommen. Erst ist die Situation beklemmend und angsteinflößend, da ich nicht weiß, wer das ist und was sie von mir will. Doch dann löst sich alles in Wohlgefallen auf, als mir einfällt, dass diesen Song "Die Ärzte" singen (was natürlich nicht stimmt) und die schwarzgekleidete Gestalt Bela B. von den Ärzten ist. Als er nähergekommen ist, plaudert er dann auch nur ganz locker und ich mache mich weiter auf die Suche nach meinem Mantel und meiner Tasche, welche mich noch in alle möglichen und unmöglichen Winkel führte.

Mantel
Psychologisch:
Je nach der Persönlichkeit des Träumenden ist der Mantel ein Traumsymbol für den Schutz, aber auch für die Verhüllung. Aber auch auf die Schutzbedürftigkeit von dem Träumenden bekannten Personen kann durch dieses Bild hingewiesen werden. Etwas wird verhüllt - ein Geheimnis, das man sich nicht entreißen lassen möchte, die Liebe, die man sich bewahren will. Zieht man sich einen neuen Mantel an, wird man nach außen hin glänzen und viel Verständnis für sich finden können. Ein zu weiter oder zu kurzer Mantel deutet an, daß man zwar den guten Willen hat, ein Geheimnis für sich zu behalten, daß es uns aber irgendwann einmal entfleuchen könnte. Wer sich selbst oder einen anderen mit einem Mantel zudeckt, möchte im Wachleben über irgend etwas den Mantel des Schweigens breiten. Spirituell: Der Mantel ist Sinnbild des Schutzes.

Volkstümlich:
(arab. ) : Dünkt es einen, er habe seinen Mantel verloren, wird er seines Reichtums verlustig gehen, in Not geraten und seine Macht verlieren, jemanden mit einem Mantel verhüllt sehen: Verstellung.
(europ.) : verlieren: Betrübnis und Not; man muß sein Glück zurückerobern, nachdem man bei Spekulationen zu gutgläubig war; - jemanden fest darin eingehüllt sehen: es besteht die Gefahr, durch Unaufrichtigkeit hintergangen oder geschädigt zu werden; auch Ankündigung eines Geheimnisses;

Sonntag, 24. Juni 2007

Die Totenkopfeidechse und das zerstörte Vogelhaus

Ich bin mitten im Winter auf dem Weg zu meiner alten Schule. Dabei sitze ich auf einem Schlitten und bewege auf ihm irgendwie selbst fort. Unterwegs treffe ich eine Frau, die vor mir stehen bleibt und mich grüßt. Ich frage mich, ob ich sie kenne, komme aber nicht darauf woher. Sie scheint mir völlig fremd zu sein. Trotzdem lade ich sie ein, sich auf meinen Schlitten zu setzen und tue so, als wüßte ich ganz genau, wer sie ist. Sie nimmt meine Einladung an und quetscht sich vor mir auf den Schlitten. So fahren wir bis zur Straßenecke. Dort steigt sie wieder ab und wir unterhalten uns sehr nett. Plötzlich scheint sich ihr Gesicht zu verändern und es fällt mir wie Schuppen von den Augen - es ist die Lieblingskollegin meines Kollegen M., und wir unterhalten uns weiter nett. Am Himmel erscheinen seltsame Zeichen, wie riesige in Aquarell gemalte Buchstaben. Wir schauen sie an und unterhalten uns darüber, wie die Konturen in den Wolken verschwinden.

Später beobachte ich im Traum das rege Treiben an meinem Vogelhäuschen. Nicht nur die Vögel mögen es und zanken sich regelrecht darum, auch meine verstorbene Katze, die ich davon zurückhalten muss. Dabei fällt mir eine schwarze Eidechse auf, die in meine Richtung schlängelt. Aber das seltsamste an ihr ist, dass sie wirkt, als wäre sie ein Holzspielzeug. Sie bewegt sich zwar, läuft und schlängelt, scheint aber aus schwarzem Holz gearbeitet zu sein, das mit Metallgelenken miteinander verbunden ist. Es gibt außerdem goldfarbene Beschläge, welche die dekorative Zeichnung der Eidechse darstellen. Bei genauerem Hinschauen erkenne ich dicht hinter dem Kopf einen goldfarbenen Totenkopf auf dem Rücken. Dann fällt mir auf, dass die Vögel das Vogelhaus inzwischen zerlegt haben, es ist nur noch das Dach da, so haben sie gehaust.

Bemerkung: Während des zweiten Traums drang immer wieder der Heidenlärm in mein Bewußtsein, den die Vögel an meinem echten Vogelhäuschen machten, in welches ich eine Handvoll Mohnkörner von meinen Mohnbrötchen gelegt hatte. Bei diesem Spektakel musste es im Schlaf wohl so scheinen, als nähmen sie das Vogelhaus auseinander.

Nachtrag: So im Nachhinein vermute ich, dass es im Traum keine Eidechse, sondern ein Feuersalamander war. Das würde gut passen, nur dass er im Traum in einzelne Teile untergliedert war und die gelben Flecken durch Goldbeschläge dargestellt.

Samstag, 23. Juni 2007

Papierfront und Studienfach Geschichte

Es ist Krieg und ich sitze mit vielen anderen zusammen tief geduckt in irgendwelchen Gräben. Seltsamerweise finden die Kämpfe nicht mit Waffen, sondern mit Papier statt. Wir haben beschriebene oder bedruckte Papierfetzen in der Hand, aus denen wir einzelne Stellen vorlesen. Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, wie ein Krieg geführt werden kann, in dem Massen an eine Front drängen, vollkommen abgeschottet, chaotisch und getrennt von ihrem einstigen Leben, wie das funktionieren soll. Dies sage ich auch meinem Kollegen L., der neben mir kriecht, und dieser antwortet: "Warts nur ab!". Anscheinend hat er schon etwas mehr Erfahrung. Ich kämpfe also an der Papierfront und tatsächlich, auf einmal beginne ich innere Zusammenhänge und Strukturen zu erkennen, und vor allem begreife ich fast körperlich die ungemeine Wichtigkeit des "Hinterlandes". Ohne die Personen, die hinter einem, zu einem stehen, Menschen die einen mit ihrer Liebe oder auch nur mit ihrem Da-sein sein unterstützen, mit dem Wissen darum, dass es sie gibt, wäre so ein Kampf nicht möglich. Sie geben die Kraft, die Ausdauer, das Wissen und die Ideen für die Menschen an der Front, ohne sie würde der Kampf an der Front nicht funktionieren. Aber mit ihnen lichtet sich das Frontchaos und wird klar und einfach.

In der nächsten Traumsequenz lese ich irgendwelches geschichtliches Material.Vielleicht in einem Seminar? Ein Probe-Seminar? Anders als bei dem Philosophieseminar bin ich total begeistert, von dem was ich lese, da es so unglaublich spannend und interessant ist. Ich überlege sogar, nochmal ein Studium der Geschichte zu beginnen - warum, eigentlich nicht? -, allerdings habe ich Bedenken dahingehend, dass ich durch ein Studium der Geschichte meine Offenheit für unkonventionelle Theorien und Denkweisen verliere und akademisch starr werde. Ob man die Gefahr bannen kann, wenn man sich ihrer bewußt bleibt?

Freitag, 22. Juni 2007

Party und Eisschlittern

Ich gebe zu Hause eine Party. Das war eine blöde Idee, weil es wie in einem Saustall aussieht, icgh keine Zeit hatte aufzuräumen und auch nicht dazu komme, viel Essen vorzubereiten. J. und M. sind da. Sie scheint es nicht zu stören.
Später mit Fr. H. aus meinem Haus unterwegs. Rüstig, lebhaft und klein schreitet sie voran. Irgendwo nehme ich einen Blumentopf mit. Sind wir auf dem Markt? Irgendwas stimmt dann nicht mehr. Ein junger Mann gesellt sich zu uns. Es ist etwas seltsam an ihm, etwas geheimnisvolles. Oder ist da draußen etwas geheimnisvolles? Irgendetwas in der Umgebung ist falsch und gefährlich. Es ist nicht alles so, wie es scheint.
Ein vereister Hügel. Eine Kollegin von mir schlittert den Hügel hinunter und fordert mich auf, es nachzumachen. Ich traue mich erst nicht, weil es zu steil hinuntergeht, doch dann mache ich es doch. Erst in der einen Spur, dann im Slalom in die andere Spur - ist doch ganz einfach. Allerdings habe ich so viel Geschwindigkeit drauf, dass ich noch ein ganzes Stück weiter schlittere und froh bin, irgendwann zu stoppen und nicht gegen einen Baum zu prallen.

Dienstag, 19. Juni 2007

Zigeunerfamilientreffen

Im Alfred-Brehm-Haus wohnen... Es ist nicht wirklich wie das Alfred-Brehm-Haus, jedoch flattern Unmengen von Vögeln darin herum, große und kleine, bunte und graue. Ich wohne dort, doch da es ein öffentliches Gebäude, bzw. eine öffentliche Anlage ist, muss ich mir den Platz mit anderen teilen, die ebenfalls dort leben. Die Situation geht in ein Ereignis über, nämlich in ein Familientreffen. Dazu ziehen hunderte Verwandte von mir, Leute die mir nahe stehen, die ich kenne oder auch solche, von denen ich noch nie etwas gehört oder gesehen habe, an einen bestimmten Ort, um sich dort zu treffen, Geschenke auszutauschen und zu feiern. Es ist unglaublich, wie groß unsere Familie ist, die aus allen Himmelsrichtungen anreist, fast wie ein kleines fahrendes Volk. Anscheinend sind sie alle nicht seßhaft, denn es wirkt nicht so, als ob sie irgendwo zu Hause wären, und das ganze Treffen gestaltet sich wie ein kunterbunter Zigeunermarkt, auf welchem die Geschenke aus farbenfrohen Stoffen und Materialien ausgebreitet werden.
Bemerkung: Das ist witzig, zumal meine Mutter immer mal gerne erwähnt, dass sie denkt, in der Ahnenreihe mütterlicherseits von südfranzösischen Zigeunern, die mit den Hugenotten nach Deutschland gekommen sind, abzustammen. Vom Aussehen meiner Mutter und meiner Großmutter her, würde ich das sofort glauben.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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