Freitag, 31. Oktober 2003

Samhain - Fest der Toten

Der Vorläufer von Halloween wurde auf Irland schon vor 5000 Jahren gefeiert und zählt somit zu den ältesten Festtagen der Menschheit.

Auch die alten Römer kannten das dreitägige Fest mundus patet. Während des Zeitraumes stiegen die Manes, die Seelen der Ahnen, aus der Unterwelt empor.

Um die heidnischen Bräuche abzuschaffen hat die katholische Kirche das Fest Allerheiligen auf den 1. November gelegt. Der Abend vor Allerheiligen wird im Englischen als All hallows eve bezeichnet, das sich später zu Halloween entwickelte. Allerheiligen und Allerseelen sind katholische Gedächtnistage der Heiligen und Verstorbenen. Allerseelen wurde 995 vom Abt Odilo von Cluny eingeführt.

Die Kelten feierten ihr Totenfest Samhain. Samhain (ausgesprochen etwa wie 'Sa-un' oder Sa-u-in) soll sich in einer Deutung von 'sam-fuin' ableiten und das heisst Sommers-Ende. Das keltische Jahr beschränkte sich auf die Jahreszeiten Sommer und Winter und zu Samhain endete das alte und begann das neue Jahr. Samhain ist ein Mondfest, d.h. eigentlich fällt es auf den Neumond rund um den Novemberanfang, doch der übliche Termin für Samhain ist die Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November. Es ist der Beginn des dunklen Halbjahrs, wenn die Grenze zwischen den Welten, der Welt der Lebenden und der Welt der Toten, offen ist. Das Licht stirbt und wird wiedergeboren. Man glaubte, dass die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. Die Geister der Toten statten ihren Familien und Freunden einen Besuch ab, wir zünden für sie Kerzen an und gedenken ihrer.

Weil In dieser Nacht die Grenze zwischen der Dieswelt und der Anderswelt so durchlässig ist, ist dies auch die Zeit der schamanischen Reisen in die Totenwelt, meistens mit dem Ziel Wissen zu erlangen. Auch der Kontakt zu Toten und deren Befragung ist möglich. Antworten werden meist über Träume empfangen. Für Rituale ist diese Nacht prädestiniert.

Bräuche, Sagen und Legenden, die dieses Fest begleiten:
Zu Ehren der Verschiedenen wurde das Haus zu Samhain blitzblank geputzt, das Feuer besonders sorgfältig gewartet. Quellwasser, Speisen und Tabak auf den Tisch, an die Haustür oder vor den Kamin gestellt. Oder etwas Milch, Lebensmittel wurden auf die Fensterbank gestellt und über Nacht eine weisse Kerze daneben angezündet. Man tat dies, damit die vorbeischwebenden Seelen es sehen können und sich auf der Reise stärken können. Die Überreste dieser Nacht, wurden nie einfach nur weggeworfen, sondern dem Wasser oder der Erde wieder zurückgegeben. Jedermann ließ die Haustür unverschlossen, verkrümelte sich aber früh ins warme Bett - die Toten schätzten es nicht, von den Lebenden beobachtet zu werden. Es war nicht ratsam, sich in dieser Nacht nach Schritten umzuwenden - die Toten behielten einen sonst leicht bei sich, bzw. man landete im brüchigen Zeitengefüge auf der falschen Seite.

Den Seelen die in diesem Jahr, dass nun vergangen ist Verstorbene sind, wird nicht gedacht, da ihr Tod noch nicht lange genug zurückliegt. Man muss ihnen mindestens 1 Jahr & 1 Tag Zeit geben um sich von dem diesseitigen Leben zu verabschieden und zu trennen. Sie benötigen diesen Zeitraum um auf die andere "Seite" hinüberzugehen und sich dort einzurichten. Wenn wir zu früh versuchen zu ihnen Kontakt aufzunehmen, wäre diese ein Zeichen für sie, dass wir sie noch nicht gehen lassen wollen.....wir würden sie daran hindern ihre letzte Reise anzutreten und sie nur unnötig lange in dieser unserer Welt festhalten.

Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt - weniger, um sie zu segnen, als um die Qualen der Seelen in der heißen Hölle zu lindern. Man stellte Speisen auf das Grab (Brot, Wein, Bohnen) und zündete Kerzen an. Allerdings durften auf den Gräbern von Selbstmördern keine Kerzen entzündet werden, weil es hieß, deren Kinder würden dadurch auch zu Selbstmördern. Das Licht auf den Gräbern wird verschieden gedeutet: Es soll die Seelen anlocken und ihnen den Weg zu dem Ruheplatz des Körpers weisen oder es soll die Seelen wärmen. An anderen Orten ist das Licht eine Schranke zwischen den Lebenden und den Toten oder es vertreibt die bösen Geister. Wer sich nachts auf einen Grabhügel stellte, sollte alle, die nächstes Jahr starben, über die Gräber gehen sehen. Die Toten selbst nennen diejenigen, die im nächsten Jahr sterben.

Wenn eine Frau zu Samhain schwanger ist, können (soweit sie einwilligt) die Geister sie fragen, ob sie durch das Kind wiedergeboren werden dürfen.

An diesem Tag sollten gesalzenen Speisen vermieden werden, da Salz die Ahnengeister abwehrt.

Ätherische Öle:
(für die Duftlampe): Muskatellersalbei (nicht anwenden bei Neigung zu Epilepsie)

Farben:
Weiß, Kürbisorange, Schwarz, Grau

Steine:
Schutzstein: Blutjaspis (grün mit roten Punkten), Unterweltstein: schwarzer Jaspis, Stein für Magie und zur Vertreibung von Dämonen: schwarzer Amber (Jett)

Rituale:
Reinigungsrituale mit Verbrennen von auf Papier geschriebenen oder gemalten Dingen, die sich im reinigenden Feuer auflösen sollen, Ehrung der Verstorbenen und der Ahnen. Gute Nacht um evtl. eine Astralreise zu den Ahnen zu machen oder an vergangenen Leben zu arbeiten.Es ist der ideale Abend für die Zukunftsschau, Wahrsagezauber, Weissagungen, Kartenlegen und Traumdeutungen. Materialisationen fallen leicht und Geistererscheinungen sollen sogar sprechen.

Samstag, 11. Oktober 2003

Die neue Wohnung

Letzte Nacht bin ich mal wieder in eine neue Wohnung gezogen, so wie ich das öfters mache. Nur diesmal war die Wohnung etwas merkwürdig. Meine Mutter half mir, meine Sachen in großen Taschen dorthin zu tragen. Als ich im Wohnzimmer der Wohnung war, fing ich an alles auszupacken und die Möbel umzustellen, denn die Wohnung war schon möbiliert. Meine Mutter ging und dann kam eine Frau, die den Schlüssel zu der Wohnung hatte, und schloß mich in ihr ein. Ich bemerkte, daß ich selbst keinen Schlüssel hatte, aber es störte mich noch nicht so sehr, weil ich dachte, daß ich es am nächsten Tag klären könnte und damit beschäftigt war, die Wohnung umzuräumen. Während ich das Wohnzimmer einrichtete, fand ich es irgendwie viel zu klein und fragte mich, warum ich wohl dem Umzug in diese Wohnung zugestimmt hatte. Ich konnte mich aber auch nicht mehr an die Besichtigung der Zimmer vorher erinnern. So richtig gefiel mir die Wohnung nicht und von Neugierde getrieben schaute ich in die anderen Zimmer, weil ich dachte, daß diese vielleicht schöner wären. Doch in jedem der anderen Zimmer lag ein toter Mensch! Auf einer einer Bahre, mit Laken darüber und nur die Arme schauten hervor, die über dem Laken auf dem Bauch lagen und eine Blume hielten. Die Wohnung gefiel mir jetzt noch viel weniger. Nach einigem hin-und her überlegen beschloß ich, meine sieben Sachen so gut es eben alleine geht wieder zusammenzupacken und zu gehen. Das Problem war nur, daß ich eingeschlossen war und so machte ich mich dann irgendwie bei der Frau bemerkbar. Sie kam mit noch einem männlichen Kollegen und ich sagte ihr, daß mir die Wohnung doch nicht gefällt und ich gehen wolle. Darauf antwortete sie, daß dies nicht ginge, weil draußen die Gehwegplatten nach oben hervorragen und es dort kein Rollstuhl hinüberschafft. Die Gehplatten müßten erst gerichtet werden. Eigentlich saß ich nicht in einem Rollstuhl, aber trotzdem fing ich an zu diskutieren, warum sie den für die Stelle keine Pflastersteine verwenden würden. Schließlich ließen sie mich raus und draußen traf ich einige Bekannte von mir. Auf der Straße versperrten mir allerdings ein weißer Wagen und Männer in weißen Kitteln den Weg. Sie sagten wieder, daß ich nicht weg könne. Zwei von ihnen waren kleine Zwerge und einer davon sagte irgendwas mit hoch und niedrig. Darauf packte ich ihn, schleuderte ihn hoch in die Luft und rief, ob es so hoch genug sei. Mit einem harten Aufprall landete er auf dem Boden und zuckte nur noch. Einer meiner Bekannten sagte, daß es reiche, damit ich mir nicht noch den zweiten schnappe. Ich ließ nun auch ab, aber habe keinen Schimmer, ob ich dann noch aus dieser mysteriösen Wohnung herausgekommen bin.

Freitag, 10. Oktober 2003

Verirrte Seelen

Letzte Nacht habe ich ziemlich heftig mit zwei Kumpels von meinem Bruder geschäkert, die ja nun auch schon etwas älter sind. Links habe ich mich bei dem einen eingehakt und rechts den anderen bei der Hand genommen und dann sind wir in ein ägyptisches Museum gegangen. Das kann aber nicht nur ägyptisch gewesen sein, weil dort nämlich auch römische Säulen herumstanden. Und auf einem ägyptischen Wandrelief konnte man verirrte Seelen als milchige Luftblasen dargestellt sehen.

Bemerkung: Das ägyptische Museum in Kairo hat eine große Abteilung der Ptolemäischen und ihrer nachfolgenden Epoche von Ägypten. In der Zeit lebte Cleopatra zum Beispiel. Die Architektur glich in dieser Zeit immer mehr der römischen. Ägypten wurde nämlich zur "Kornkammer" Roms. Zu der Zeit bestand auch die Universitätsinsel Philae in Ägypten.

Freitag, 3. Oktober 2003

Venedig in Berlin

Letzte Nacht habe ich geträumt, daß ich mit einem Spreewaldkahn durch Berlin gegondelt bin. Aber nicht auf der Spree. Nein.....seltsamerweise funktionierte das auch auf den Straßen.

Sonntag, 28. September 2003

Sterne im Universum machen

Letzte Nacht hatte ich einen sehr merkwürdigen Alptraum, von dem ich so gegen 5 Uhr aufgewacht bin. Es dürfte allerdings etwas schwierig werden, über den Großteil des Traumes zu schreiben, da mir dann wohl der Jugendschutzbeauftragte auf der Matte stehen und mein schönes Weblog wegen Pornographie löschen würde. Auch die Atmosphäre und die Umgebung des Traumes ist irgendwie schwer zu beschreiben. Die meiste Handlung des Traumes könnte man mit dem Wort Porno beschreiben. Allerdings kein Soft-Porno, es ging schon etwas härter zur Sache. Na ja, darunter kann sich wohl jeder was vorstellen. Im Traum war es dunkle Nacht und über mir lag während des Traumes die ganze Zeit ein schwarzer Nachthimmel. Ich befand mich in einem halben Gebäude, wo nur die Grundrisse der Räume mit niedrigen Mauern angedeutet waren, die Zimmer aber keine Wände und keine Decke hatten. Fast so, wie in einer archäologischen Ausgrabungsstätte, wo alte Hausgrundsteine und -risse ausgegraben werden. Das Gebäude war sehr ausgedehnt und irgendeine Art Hotel. In den angedeuteten Zimmern lagen Matratzen und ich bin durch verschiedene Zimmer und Matratzen gezogen. Während des ganzen Traumes hatte ich immer das Gefühl, beobachtet zu werden, denn die Zimmer waren ja nach oben hin offen und es gab bestimmte "Kreaturen", die regelmäßig in einiger Entfernung von mir offen dastanden und verfolgten, was ich mache. Diese hatten zwar eine menschliche Gestalt, aber ein merkwürdiges Gesicht. Es war sehr weiß, von gelben Haaren umrahmt und die Augen waren zwei sehr schmale kleine Lider aus denen seltsam silbern glitzernde Pupillen herausschauten. Zum Ende des Traumes hin, schlief ich mit einem älteren Mann mit grauen Haaren, der sehr brutal war. Doch als er fertig war, strich er mir übers Haar und ich wußte, bzw. fühlte, daß er mich bewunderte, für das, was ich ausgehalten hatte. Dann schwebte ich im Nachthimmel und mehrere von diesen merkwürdigen Kreaturen kamen auch in der Luft auf mich zugeschossen, als wollten sie mich angreifen. Ich ließ sie irgendwie an mir abprallen und schlug mit meinen Armen um mich, wobei ich mich aber total ruhig und kraftvoll fühlte. Ich wußte, bzw. hatte den Satz im Kopf, daß ich "Sterne im Universum mache".
Schließlich hörte ich ein Geräusch und wachte auf, bzw. glaubte, daß ich aufwache. Ich stand auf, ging in das Bad und schaute in den Spiegel. Zuerst sah ich nichts, doch dann blickte mich statt meinem Gesicht das Gesicht eines dieser schmaläugigen Kreaturen an. Ich begann zu schreien und schlug die Hände vor das Gesicht, damit ich es nicht mehr sehen mußte, denn ich hatte das Gefühl, mich nicht von der Stelle bewegen zu können. Ich war in Panik und überlegte fieberhaft, was passiert war und was ich tun könne. Dabei hielt ich die ganze Zeit die Hände vor die Augen. Endlich entschloss ich mich in das Wohnzimmer zurückzutasten, wo ich mich wieder traute, die Augen zu öffnen. Trotzdem hatte ich noch immer das Gefühl, beobachtet zu werden und Angst, irgendwo hinzuschauen, weil ich fürchtete, dann wieder eine von diesen Fratzen zu sehen. Mir fiel allerdings auf, daß mein Wohnzimmer seltsam verzerrt aussah und ich begriff, daß ich nicht wirklich aufgewacht war, sondern immer noch träumte. Ich strengte mich also an, aufzuwachen, was ich dann auch tat, wobei ich bemerkte, daß ich panisch atmete. Ich stand auf, getraute mich aber nicht in das Bad zu gehen, weil ich mir nicht wirklich sicher war, ob ich diesmal tatsächlich aufgewacht bin. Und ich wollte nicht mit dem Spiegel konfrontiert werden. Also setzte ich mich vor den Computer und überlegte, ob ich den Traum gleich ins Weblog schreiben solle, weil ich mich nämlich davor fürchtete mir den Traum zu merken und damit wieder einzuschlafen. Als ich mich etwas beruhigt hatte und wußte, daß ich jetzt wirklich wach war, fühlte ich mich aber zu müde dazu.
Irgendwie kommt mir das alles nicht wie ein normaler Traum vor. Hab eher den Eindruck, daß ich da auf einem "Ausflug" war und von dem Geräusch nicht wieder ganz in meinen Körper zurückgeholt wurde...

Montag, 8. September 2003

Von Träumen, Gott und dem Tod

Der gestrige Kommentar von jemandem hat mich wiedermal dazu angeregt, über die Bedeutung der Träume in meinem Leben und über den Tod nachzudenken. Der Tod und die Träume sind bei mir eng miteinander verknüpft und dies im wahrsten Sinne des Wortes, da er mir schon einige Male als Person im Traum erschienen ist und weltbewegende Unglücke angekündigt hat, die dann auch eingetreten sind. Leider kann ich diese Träume nie wirklich deuten, bzw. erst wenn das Ereignis eingetreten ist, obwohl die Hinweise manchmal taggenau sind. Aber ich glaube, auch wenn ich die Träume vorher deuten könnte, würde es wohl nicht viel bringen. Oder hätte mir vielleicht jemand geglaubt, wenn ich ihm vorher erzählt hätte, daß am 11.September viele Menschen sterben werden? Die ersten Male, als ich dem Tod im Traum die Hand gegeben habe, hat mich das so beunruhigt, daß ich glaubte, mir selbst könnte etwas passieren. Ich habe dann tatsächlich meine Angelegenheiten alle in Ordnung gebracht, obwohl die Wahrscheinlichkeit doch eher gering war, daß ich in diesen jungen Jahren schon abberufen werden würde. Eigentlich lege ich auch keinen großen Wert darauf, es vorher zu wissen, wann mein Stündlein schlägt. Erst letztens habe ich in einem Film einen Satz gehört, den ich mir gemerkt habe: "Es ist ein Luxus, nicht zu wissen wann man stirbt." Ich hoffe, meine Träume gewähren mir diesen Luxus.
Etwas anderes, was mich nachdenklich macht, ist die Tatsache, daß manche Träume den "Träumen" gleichen, die man hat, wenn man ohnmächtig ist. Obwohl man sowas dann vielleicht nicht Traum nennen kann. Oder doch? Ich frage mich, ob man diese Bewußtseinszustände auch hat, wenn man stirbt. Ob man dann vielleicht im "Traum" irgendwo zu Hause in seinem Wohnzimmer sitzt und sich wundert, warum das Licht nicht an und der Fernseher nicht aus geht. Und ich frage mich, ob diese andere Bewußtseinsebene nur vorübergehend ist oder auch nach dem Tod bestehen bleibt. Wenn dies der Fall wäre, würde es den Geschichten von den auf der Erde herumirrenden armen Seelen eine ganz neue Bedeutung geben. Denn ich stelle es mir grausig vor, auf ewig in einer Bewußtseinsebene gefangen zu sein, in der ich ständig auf der Suche nach der Wohnungstür, dem Lichtschalter oder der Fernbedienung bin. Ich glaube zwar nicht an Himmel oder Hölle im herkömmlichen Sinn, aber dies wäre in der Tat eine Art Hölle. Zu diesem Thema gibt es im übrigen einen wunderbaren Film:"The sixth sense", den ich nur empfehlen kann. Auch darin geht es um Seelen, die nicht realisieren, daß sie gestorben sind und deshalb weiter herumirren in dem glauben, ihr normales Leben fortzusetzen. Schlußendlich würde dies nahelegen, daß es wichtig ist jederzeit zu erkennen, in was für einem Bewußtseinszustand ich mich befinde. Ob ich mich wirklich noch in der Realität befinde, oder alles was ich erlebe, auf einer anderen Ebene geschieht. Luzide Träume, d.h. Träume in denen ich weiß, daß ich träume, sind eindeutig viel angenehmer, denn ich habe in ihnen ganz andere Möglichkeiten mich zu bewegen und zu handeln. Statt krampfhaft nach der Tür zu suchen, gehe ich durch die Wand oder wünsche mich an einen anderen Ort. Statt vor dem "schwarzen Mann" Angst zu haben und wegzulaufen, mache ich ihn ganz klein und lasse ihn zu Staub zerfallen. Statt mich von Hindernissen, Grenzen oder Höhen zurückhalten zu lassen, fliege ich einfach weiter. In Träumen, in denen man weiß, daß man träumt und die man deshalb selbst steuern kann, wird alles wahr an das man denkt, bzw. denken will. Und wenn ich erkennen kann, wann ich träume, dann müßte ich doch auch erkennen können, wann ich tot bin. Oder? Leider ist es nicht so einfach, in allen Träumen bewußt zu bleiben und deshalb gibt es haufenweise Tips und Anleitungen zu diesem Thema.

Je älter ich werde, um so mehr erkenne ich die Bedeutung meiner Träume. Dinge, die mir früher nur als Zufälle erschienen sind, sehe ich jetzt in einem ganz anderen Licht. Schon immer habe ich sehr lebhaft und viel geträumt, aber außer, daß ich diese Dinge gerne erzählt habe, habe ich mich sonst nicht mit ihnen beschäftigt. Im Alter von zwanzig Jahren hatte ich eine tiefe Krise durchzumachen, in welcher es mir seelisch sehr schlecht ging. Ich suchte Antworten in der Bibel (weil ich noch keine anderen Orakel kannte *gg*)und habe irgendeine zufällige Seite aufgeschlagen. Dort tippte ich mit dem Finger auf eine zufällige Stelle und erwischte einen Vers, in dem es sinngemäß hieß, man solle auf seine Träume achten. Ich habe es damals eigentlich nicht richtig ernst genommen, aber trotzdem instinktiv begonnen, mich mehr mit meinen Träumen zu beschäftigen. Aus der heutigen Sicht der Dinge ist mir aufgefallen, daß ich jedesmal, wenn jemand in mein Leben getreten ist, der darin einen größeren Platz einnehmen sollte, gleich in den ersten Tagen des Kennenlernens einen Traum hatte, der im Prinzip den Verlauf der Beziehung und meine Gefühle dabei vorweggenommen hat. Häufig träume ich auch Dinge über Menschen, die mir nahestehen, die sie mir nicht erzählt haben und die ich nicht wissen konnte, die aber trotzdem den Tatsachen oder dem Denken des anderen entsprechen. Leider hat mir das bisher nicht wirklich geholfen. Das liegt wohl daran, daß ich wegen meinem Sturkopf und meiner Neugier meist nicht auf meine Träume gehört habe. Aber vielleicht lerne ich es ja noch und muß Gott nicht immer dann beschäftigen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.*lach*
So im Nachhinein erscheint mir diese Bibelstelle viel bedeutender, als ich es anfangs geglaubt habe. Als hätte Gott tatsächlich vor, mir mit meinen Träumen etwas mitzuteilen, was mich führen und beschützen soll. Das ist der Grund, warum ich mich so intensiv mit ihnen beschäftige und sie immer aufschreibe.

Freitag, 5. September 2003

Begegnung mit meinem ersten Freund

Letzte Nacht habe ich von meinem allerersten Freund geträumt. Wir haben zusammengestanden und er hat mich lange Zeit im Arm gehalten, so wie damals beim Feuerwerk. Dabei hat er mir irgendwelche Sachen erzählt und vorgesungen, wobei ich wußte, daß er das nur macht, um mich "rumzukriegen". Aber das hat mich nicht weiter gestört. Es war sehr schön.

Sonntag, 31. August 2003

Pflaumenmusbrötchen

Ich habe geträumt, daß ich mit ehemaligen Mitschülern, Kollegen und anderen Leuten, die ich nicht kannte, meinen Geburtstag feiere. Wir saßen alle um einen reich von mir gedeckten Tisch herum. Nach dem Essen sollte ein Theaterstück aufgeführt werden, in dem ich die Hauptrolle spielen würde. Allerdings war noch garnichts vorbereitet, es gab nicht mal Text zu dem Theaterstück und es würde wohl improvisiert werden müssen. Auch ein Kostüm hatte ich noch nicht. Während des Essens überlegte ich mir zwischendurch immer mal ein paar Dinge für die Aufführung oder probierte Klamotten an. Mir gegenüber an Tisch saß ein ehemaliger Mitschüler und der hatte aus einer Ecke einen Teller hervorgeholt, auf dem Brötchen mit Pflaumenmus lagen. Ich sagte zu ihm "Ich nehme auch so ein Pflaumenmusbrötchen. Gibst du mir bitte eins rüber?". Aber er grinste nur und meinte "erst mal abwarten" oder so etwas. Währenddessen bedienten er und die anderen sich an den Brötchen. Schließlich stand ich auf und holte den Teller zu mir rüber, aber da war er schon leer. Zuerst war ich nur verärgert und ich sagte irgendwas wie "nich mal nen Pflaumenmusbrötchen gönnt ihr mir", "sehr nett von euch" usw.
Aber ich steigerte mich immer mehr in den Ärger hinein und wurde von Minute zu Minute wütender. Nach einer Weile kochte es regelrecht in mir. Schließlich standen wir alle auf und gingen zu dem Saal, wo die Theateraufführung stattfinden sollte. Vor dem Saal standen ein anderer Mitschüler und eine Mitschülerin. Denen entriß ich ihre Taschen und wühlte darin herum. Was habe ich eigentlich darin gesucht? Pflaumenmusbrötchen?
Dann schleuderte ich dem Typen die Taschen wieder wütend ins Gesicht und sagte etwas mit "Mistbock" zu ihm. In einer Ecke entdeckte ich denjenigen, der mir die Pflaumenmusbrötchen vorenthalten hatte und ich ging hin und putzte ihn total runter. Daneben stand eine alte Frau, keine Ahnung wer das war, und gab ihren Senf dazu indem sie sowas sagte, wie "recht hast du", "gibs ihm", "sowas macht man nicht" usw. Aufeinmal hatte ich überhaupt keine Lust mehr in dem Stück zu spielen. Ich sagte, ich spiele nicht und daß sie den Scheiß alleine machen sollen. Auf einem Stuhl saß mein Vater. Ich setzte mich neben ihn und wartete ab, was nun aus der Aufführung werden würde. Nach dem Aufwachen war ich immer noch richtig wütend. Und alles wegen einem Pflaumenmusbrötchen.

Donnerstag, 21. August 2003

Die Frau mit den regenbogenfarbigen Augen

Letzte Nacht träumte ich, daß ich mit einer Frau spreche, deren eines Auge gelb und das andere regenbogenfarbig ist. Allerdings nicht nur die Iris, sondern auch die Pupille.

Donnerstag, 7. August 2003

Schmetterling ohne Flügel

Habe letzte Nacht von einem bunten Schmetterling geträumt, der seine Flügel verloren hat. Der Traum ist mir erst wieder eingefallen, als ich zur Arbeit ging und ein Tagpfauenauge eine ziemlich lange Strecke des Weges neben mir her flog.

Donnerstag, 24. Juli 2003

Vor die Wahl gestellt

Wieder verfolgte mich ein Psychopath und ich wollte mich hinter einer Tür verbergen, zu der ich den Schlüssel hatte. Leider war der Schlüssel dann aber so weich, daß ich ihn im Schloß nicht herumdrehen konnte. Also dachte ich, nix wie weg und verstecken. Ich war in einem großen Gebäude mit vielen Zimmern....sah eher aus, wie ein Betriebsgelände oder Bürogebäude. Ich lief schnell in ein Zimmer, das ziemlich kärglich eingerichtet war - es stand nämlich nur ein Bett darin. Ich kroch schnell unter das Bett und rollte mich dort auf dem Fußboden zusammen, damit er mich nicht findet. Aber natürlich fand er mich doch. Er hielt mich dann gefangen und ich wurde vor die Wahl gestellt, ob ich lieber hingerichtet oder nackt auf einer Bühne vorgeführt werden möchte.

Donnerstag, 17. Juli 2003

Nachkriegszeit

Ich sehe aus dem Fenster und erblicke eine fast farblose (s/w) Trümmerlandschaft in der Dämmerung - mit vielen jungen Baustellen, auf denen Männer und vor allem Frauen arbeiten, die Kleidung und Frisuren wie in den 50er Jahren tragen.

Montag, 14. Juli 2003

Mit M. in der Badewanne

M. war ziemlich distanziert.....trotzdem hat der Traum dieses merkwürdige, aber angenehm wohlige Gefühl bei mir hinterlassen. Angefangen hat alles mit einem Foto, auf welchem ich ihn in einer Diskothek gesehen habe. Dann war ich bei ihm zu Besuch. Wir haben uns unterhalten und er hat mir erzählt, daß er zur Zeit auf Jobsuche ist und sich das wohl ziemlich schwierig gestaltet. Irgendwas mit cottbus war auch noch und wir haben darüber gesprochen, daß er mich besuchen kommt. Im Traum war mein zu Hause noch bei meinen Eltern und ich habe mich deshalb bemüßigt gefühlt, mich für ihre Wohnung zu entschuldigen. Schließlich waren wir in einer Diskothek und mitten in der Diskothek stand eine Badewanne, in der er mit Kleidung und ohne Wasser lag. In seinem Arm lag ein Mädel, dunkelhaarig, mit Brille, und ich habe mich zu den beiden dazu gelegt. Das Mädel kannte ich schon irgendwoher und ich habe keine Spur von Eifersucht gespürt.

Und da war sie wieder - die BADEWANNE!

Es ist nämlich ein Phänomen, daß wenn ich von für mich wichtigen Menschen träume, häufig auch Badewannen mit im Spiel sind. Meine Eltern z.b. sind beide in einer Badewanne gestorben (im Traum natürlich), was allerdings schon Jahre her ist. Und von meinen Exfreunden habe ich auch oft in Zusammenhang mit Badewannen geträumt. Bei einem z.b. sind die Badewannen immer übergelaufen und von einem anderen habe ich oft in Badezimmern mit Wanne geträumt.

www.fascinosum.de:
Allgemein:
Badewanne kann zusammen mit dem Bad auftauchen und hat dann oft keine zusätzliche Bedeutung. In alten Traumbüchern wird zum Teil aber noch berücksichtigt, aus welchem Material die Wanne besteht; - danach soll eine Zinkwanne Beschränkungen in materieller Hinsicht, - die Emailwanne eine bevorstehende Verbesserung im Leben und - die aus Marmor die Heilung von Krankheiten anzeigen. Der Wert dieser zusätzlichen Deutungen ist jedoch fraglich.
Volkstümlich:
(europ.) : - man soll mit dem zufrieden sein, was sich vor der Hand bietet; - in einer aus Marmor baden: freudige Überraschung nach einer ernsten Krankheit; - in einer aus Zink baden: aus seinen Verhältnissen kommt man nicht heraus; - in einer gußeisern-emaillierten baden: die Situation bessert sich; - in einer heißen Badewanne liegen: eine Krankheit oder Schwierigkeiten machen sich bemerkbar; ist das Wasser in der Wanne klar: eine Gefahr wird vorübergehen. (Siehe auch "Baden")

www.traumonline.de
Stichworte: Reinigung der Gefühle

Symbolische Bedeutung:
Die Badewanne ist ein Ort, an dem wir uns reinigen können. Nicht selten treffen wir diese kreisrund oder auch quadratisch an und bekommen dadurch vermittelt, dass es sich bei dem Bad um etwas Besonderes dreht. Bei der Badewanne, im Unterschied zur Dusche, steht mehr das Entspannende und damit auch evtl. regressive Element im Vordergrund. Man begibt sich damit nochmals in frühe Gefühle von Nähe und Geborgenheit und kann diese durch das Bad in der Badewanne transformieren.

www.deutung.com :
Die Badewanne verweist auf eine anstehende Reinigung und Entspannung. Bei dieser Reinigung müssen Sie sich in Ihr Gefühl begeben.

Freitag, 11. Juli 2003

Urmeer

Ich träumte, daß ich in einem riesigen Ozean mit großen Meereslebewesen herumschwimme. Keine Ahnung, was das für Tiere waren. Aber ich meinte zu wissen, das es ein Urmeer ist und wenn das Wale sind, sind es sicher Urwale.

Geiselnahme

Ich wurde mit vielen Leuten auf der Etage eines Hauses gefangengehalten. Unter den anderen waren viele ehemalige Mitschüler von mir. Während wir dort gefangen waren, senkte sich langsam, aber unaufhörlich die Decke herab, um uns irgendwann zu zerquetschen und zu töten. Ich habe mit einer Mitschülerin von mir aus dem Fenster geschaut, um zu sehen, ob wir evtl. daraus flüchten können. Das sah erst nicht so aus, aber dann entdeckte ich, daß vor dem Fenster ein Bretterabsatz aufgebaut war und an dessen anderer Seite in einer Ecke, ein kleiner Holzverschlag war, aus dem eine Leiter lugte, die anscheinend nach unten ging. Wir beschlossen also, aus dem Fenster und über die Leiter zu flüchten.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 21. Jan, 14:01

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