Ein abgetrennter menschlicher Kopf befindet sich in meinem Müllsack. Ich habe ihn dort hinein getan, bin mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich machen kann. Ob man ihn im Müllkombinat findet und die Spur bis zu mir zurückverfolgen kann? Ich mein, ich bin mir zwar keiner Schuld bewußt, da ich mich nicht erinnern kann, irgendjemanden ermordet zu haben, ich weiß auch gar nicht, wie der Kopf in meine Wohnung gekommen ist, aber das glaubt mir schließlich niemand, wenn man ihn in meinem Müll findet. Verzwickt.
Eine Unterrichtsgruppe, die Dieter Bohlen leitet. Wir sitzen dabei alle im Kreis und unsere Abschlußarbeit besteht aus einem gebackenen Stollenhaus mit weißbestäubten Dach, welches wir zu zweit anfertigen. Überraschenderweise hat Dieter Bohlen an mir und meiner Leistung nichts auszusetzen.
Bemerkung: Früher hat Reich-Ranicki in meinen Träumen den Unterricht geleitet. So kann es gehen. Aber der hatte immer was an mir auszusetzen.
Ich liege im Wandklappbett meiner Kindheit und erfahre durch irgendjemanden, daß ich auserwählt wurde, durch Roland Kaiser eine Massage zu erhalten. Upps, na so eine Überraschung! Wahrscheinlich ist das eine neue PR-Strategie. Nun bin ich zwar nicht unbedingt Fan von Roland Kaiser, aber mein Gott - etwas Besonderes ist das schon. Sowas erlebt man nicht alle Tage. Also warum nicht? Ich warte also im Bett auf Roland Kaiser und male mir aus, wie ich ihn begrüßen werde (schließlich ist man ja bei Prominenz doch etwas aufgeregt). Er allerdings tauchte weder in diesem noch in den nächsten Träumen auf. Wahrscheinlich hatte er es sich anders überlegt. :-P
Ich bin beim Gefäßchirurgen Doktor T. und wundere mich im Traum selbst über mich, daß ich da nochmal hingegangen bin. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dort nie wieder einen Termin zu machen, aufgrund der unterschwelligen, zwar maskierten, aber trotzdem spürbar unangenehmen Verhaltens von Doktor T.
Ich habe eine Vorschau auf Madonnas neuen Film gewonnen. Es ist ein Tanzfilm mit dem Titel "ZIcke". Im Trailer sieht man Madonna in einem roten T-Shirt mit Aufschrift herumtanzen.
Irgendwo in arabischen Ländern, wo Hunde Grapefruits fressen.
Ich bewohne nur noch ein einziges Zimmer, habe dafür darin aber einen riesigen Flat-TV.
Mit Dave Gahan unterwegs zu einer Disco, wo wir zu seinem eigenen Song tanzen, nämlich "Policy of truth". Sehr angenehmes warmes Gefühl von Zusammengehörigkeit.
Bemerkung: Scheint mal wieder Promitraumzeit zu sein.
Eine Spinne schleppt eine schimmernde Perle als Beute mit sich herum. Jemand fängt sie und nimmt ihr die Perle ab.
Vanilleeis mit Claudia Schiffer gegessen. Dabei festgestellt, daß die ja eigentlich super nett ist, obwohl ich vorher nicht so viel mit ihr anfangen konnte.
Ein schöner warmer Sommertag. Viele Menschen in Badesachen sind unterwegs, wahrscheinlich zu einem See. Ich esse mit meiner ehemaligen Kollegin A.L. Himbeeren, später befinden wir uns auf einer Veranstaltung, auf welcher Roland Kaiser singen soll. Durch eine Tür erkennt man einen dunklen Raum, der wohl eine Tanzfläche enthält. Auf ihr alleine eine Person, man hört bereits die ersten Takte von "Dich zu lieben, dich berühren, mein Verlangen, dich zu spüren..." Ah ja, das kommt mir bekannt vor, anscheinend ist diese Person im Raum Roland Kaiser und es geht gleich los. Er schaut neugierig durch die Tür hinaus und mir ist es unangenehm, daß ich gleich ganz vorne an dieser stehe. Schließlich bin ich kein Fan von ihm, deshalb mache ich schnell Platz und rücke zur Seite, dorthin, wo Roland Kaiser mich nicht mehr sehen kann. Stattdessen steht nun meine Mutter ganz vorne an der Türschwelle und hat sich unten rum bis auf den Schlüpfer entblößt. Ob das aus wilder Begeisterung geschah oder aus Versehen kann ich nicht ausmachen, aber es ist peinlich. Inzwischen ist Roland Kaiser im dunklen Tanzsaal besser zu erkennen und seltsamerweise sieht er aus wie eine alte Frau mit halblangen grauen Haaren. Aber ich weiß sofort, was los ist: Er trägt eine Perücke und eine perfekte Gesichtsmaske - sicherlich zur Tarnung.
Bemerkung: Nach dem Erwachen aus diesem Traum habe ich mich erst einmal eine Runde in den nächsten gelacht.
Eine große Fabrikhalle ist der Arbeitsplatz meiner Kollegen und mir. Die Schreibtische stehen hintereinander wie Werkbänke, auf einigen von ihnen stapelt sich aber auch nur jede Menge Krempel. Ich suche meine Vintage-Reisetasche - weiß mit kleinen rosa Blüten - und finde sie schließlich in einem dieser Berge. Als ich sie hervorhole werfe ich aus Versehen die Parfumsammlung meines jungen Kollegen R.W. herunter. Eine Menge Kollegen, inklusive Herr N. wuseln um mich herum und rufen gleich "Auweija!". Vier Parfumflaschen sind heruntergefallen, eine davon zerbrochen. Ist mir das unangenehm. Natürlich bin ich bereit sie zu bezahlen. Herr N. bückt sich nach den Scherben, um sie aufzuheben und ein penetranter Geruch steigt auf. Eine Kollegin läuft zu Herrn W. nach vorne, um ihm davon zu erzählen, dann kommt sie zurück und berichtet, er hätte gesagt, es sei nicht so schlimm und es würde ihm helfen. Es würde ihm also helfen, so, so - alle müssen darüber lachen und Vermutungen anstellen. Vielleicht will er ja künftig mit weniger Parfum auskommen. Ich widme mich jetzt sehr konzentriert dem Wischen der Tischplatte und der darüber befindlichen Regalflächen. Da kommt ziemlich viel Dreck zusammen. Während dieser Tätigkeit merke ich, wie mich etwas am Arm berührt. Spontan wende ich mich um und seitlich von mir steht eine Person, die wie Jesus aussieht und auf der Jesus draufsteht. Ziemlich groß, etwas steif, ein sehr schmaler Mund und mit einer Brille auf der Nase. Er hat den Arm ausgestreckt und die Finger an den Spitzen zusammengelegt, dazwischen bleibt jedoch ein Oval offen, welches weiß schimmert. Es wirkt ein wenig, als hätte er mich kneifen oder necken wollen, zumal er auch so ein Gesicht macht und schelmisch bzw. ertappt grinst, allerdings hat er mich nur mit den zusammengelegten Fingerspitzen berührt. Ich starre ihn einige Sekunden lang mit einem Ausdruck an, der sagt: "Was soll das jetzt?" und alle Umstehenden müssen lachen. Ich denke bei mir etwas irritiert, was wie Jesus aussieht und wo Jesus draufsteht, da muß noch kein Jesus drin sein. Wahrscheinlich hat sich jemand verkleidet und sie haben sich einen Scherz für mich ausgedacht, zumal alle so interessiert und gespannt um uns herumstehen. Schließlich selbst lachend sage ich scherzhaft und demonstrativ: "Ich Ungläubiger!", was alle so witzig finden, daß sie wieder laut lachen, Jesus ebenfalls. Ich dagegen wende mich um und gehe mit einem Einkaufswagen, in dem zwei alte Brote liegen, die sich für ihr Alter erstaunlich frisch gehalten haben, davon, um mich weiter dem Putzen und Aufräumen zu widmen.
Mein Traum-Ich ist eine jüngere Frau, ca. 21 Jahre, in einer fremden Umgebung und anderen Zeit. Eine Veranstaltung mit vielen Menschen findet in einem vornehmen Haus mit breiter geschwungener Treppe statt. Ein wenig erinnern mich die Örtlichkeit und die Kleidung der Leute an "Vom Winde verweht". Bei dieser Veranstaltung ist mein Vater zugegen, den ich bisher nicht kannte. Er sieht mich hier zum ersten Mal, bzw. erfährt sogar erst hier, daß ich seine Tochter bin. Er ist schwarzhaarig, trägt einen schwarzen Anzug und ist ein Abenteurer, mutig, furchtlos, aber auch freiheitsliebend. Kleidung und Haare erinnern an Rhett Butler. Da er nun weiß, daß ich seine Tochter bin, läßt er mich nicht mehr aus den Augen und beobachtet mich unentwegt, während ich die breite, geschwungene Treppe in einer Masse von Besuchern hinunterschreite. Er ist sehr neugierig auf mich und möchte wissen, ob es wohl Ähnlichkeiten mit ihm gibt. Insbesondere aber, ob ich genauso mutig bin. Am Fuße der Treppe befindet sich eine Art Foyer mit einem Garderobenständer aus poliertem, schwarzen Marmor. Mein Vater und ich haben bisher noch kein einziges Wort gewechselt, obwohl wir voneinander wissen, wer wir sind, doch hier am Garderobenständer spricht er mich plötzlich an, zeigt auf den schwarzen, glatt polierten Stein und sagt: "Das wirst du einmal werden.", als könne er meine Zukunft anhand seines eigenen Lebens vorhersagen. Ich verstehe jedoch nicht wirklich, was er damit sagen will, ein wenig empfinde ich die Bemerkung auch als abwertend, vielleicht weil ich sie nicht verstehe. Was habe ich mit schwarzem Marmor zu tun? Jetzt kommt der Küchenchef dazu und möchte unbedingt ein ganz besonderes Essen für mich kochen, wahrscheinlich nicht wegen mir, sondern weil ich die Tochter von meinem Vater bin. Ich selbst habe gerade erst alle meine Habseligkeiten als Strafe für irgendetwas abgeben müssen, und nichts als 20 Mark übrig behalten, die ich in einer Tasche bei mir führe. Meine Mutter steht neben mir und rät mir dringendst davon ab, meine letztes Geld dafür auszugeben, aber ich mache kurzen Prozeß und sage mutwillig, ob ich nun 20 Mark noch besitze oder nicht, ist in dieser Situation völlig egal. Ich hätte Lust, mich einmal richtig bekochen zu lassen und den Rest an Zahlungsmitteln auf den Kopf zu hauen. Als das Essen kommt, erscheint mir von außen das Bild, wie meine Mutter und ich, gemeinsam unter einer Decke oder einem Tuch hockend, auf den Knien jeweils einen Teller mit verschiedenen Köstlichkeiten, neugierig alles auf den Tellern betrachten und einträchtig probieren. So exquisit haben wir nämlich noch nie gespeist und einiges ist recht neu für uns. Der Küchenchef, stolz mich bewirtet zu haben, möchte nur als Andenken daran eine Karte in einem künstlichen Bachbett mit Wasser anpinnen. In diesem Bachbett befinden sich bereits viele andere Karten. Anscheinend ist es das Hobby des Küchenchefs, bestimmte Leute mit einem exklusiven, besonderen und kostenlosen Menü zu erfreuen und dafür als Gegenleistung eine Karte als Andenken aufzuhängen. Wahrscheinlich eine andere Form von Werbung, wobei mir nicht ganz klar ist, wen er mit mir werben möchte.
Später treffe ich irgendwo den Sänger der Gruppe "Right Said Fred". Er hat wohl lange keine Frau mehr gesehen, denke ich. Jedenfalls wirkt er etwas "untervögelt", zumal er auf mich, als einzige Frau im Raum sofort anspringt. Während ich an der Wand lehne, stellt er sich dicht vor mich hin, neigt seinen Kopf zu mir, als wolle er mich küssen, macht jedoch einen Zentimeter vor meinem Mund halt und fragt betont kess: "Soll ich dich gleich küssen oder später?" Fehlt nur noch das 'Baby' am Ende. Ich antworte nicht, sondern wende mich ab und ziehe eine angewiderte Schnute. Kurz darauf sitze ich aber friedlich mit den Jungs von "Right Said Fred" zusammen und betrachte die Designentwürfe für ein Magazin mit Bildern von ihnen. Sie wünschen nämlich, daß ich sie beim Gestalten des Magazins und bei der Auswahl der Bilder berate.
Bemerkung: Ich dachte eigentlich, die Typen von "Right Said Fred" sind schwul. -
Aus der Wikipedia: "Marmore haben unter hohem Druck und/ oder hoher Temperatur eine Metamorphose erfahren."
Theodor Storm lernte schon sehr früh lesen und schreiben und schrieb später schaurige Novellen. Der Grund dafür ist das unheimliche Schloß, in welchem er in seiner Kindheit lebte. Dieses Schloß besichtige ich nun mit meiner Mutter. Wir laufen durch düstere Säle, in denen man kaum die Hand vor Augen erkennen kann. Überall finden sich Porträts und Abbildungen eines Vampirs. Auffällig sind insbesondere die schweren, hölzernen Türen ohne Klinke, auf denen ebenfalls ein unheimliches Porträt als Relief hineingeschnitzt ist. Erst erinnert mich das Relief an Nosferatu, doch dann bekommt es mehr etwas von einer Teufelsfratze. Wahrscheinlich ändert sich der Eindruck je nach Lichteinfall. Öffnen kann man diese Türen nur mit einem geheimen Hebel. Zwischendurch befinde ich mich in einer Straßenbahn und habe es eilig, zu einem Termin zu kommen. Ich könnte Glück haben und es gerade noch rechtzeitig schaffen. Beim Umsteigen fällt ein Käse durch einen Lücke eines Maschendrahtzaunes. Mit der Hand lange ich durch diese Lücke, um ihn wieder aufzusammeln, da verwandelt er sich in meiner Hand in einen Grünfinken. Dieser ist relativ zutraulich, will sich aber von mir nicht greifen lassen. Als ich zupacke, fliegt er davon. Wieder im Schloß stehen wir nun vor einer dieser unheimlichen Türen um zu sehen was dahinter ist. Weil ich feige bin, lasse ich meiner Mutter den Vortritt. Die stört sich aber nicht daran, findet den geheimen Hebel und mit einem Knall springt die Tür auf. Innen hängt wie in der Geisterbahn ein menschliches Skelett und ich springe schnell zur Seite. Dies war aber nur eine äußere Attrappe der Tür. Der eigentliche Durchgang ist noch nicht geöffnet. Wir finden einen zweiten Hebel und wieder springt eine Tür knarrend auf. Ein Gang wird sichtbar. Neugierig spähe ich hinein. Dort, wo er hinführt, ist es taghell. Ein Hutzelzwerg mit dem Aussehen Nosferatus, der die Mütze meines Uropas trägt, und ein schwarzer Höllenhund kommen uns aus dem Gang entgegen und nehmen uns in Empfang. Allerdings dürfen wir nur einzeln die andere Seite kennenlernen. Das heißt, ich muß vor der Tür warten, bis der Hutzelzwerg und der Höllenhund mit meiner Mutter fertig sind und ihr alles gezeigt haben. Mir ist sehr gruselig zumute, aber ich spreche mir Mut zu und denke: Ich schaff das schon, auch alleine.
Bemerkung: Vielleicht war die Besichtigung der Folterkammer doch keine so gute Idee.
Ein Bahndamm, mit Gräsern bewachsen. Es ist eine zauberhaft, kristalline Atmossphäre, irgendwie winterlich, ohne daß es kalt wäre. Fast scheint es, als würden die Gräser, die Luft und die Wolken aus blitzenden Eiskristallen bestehen. Dazu kommt eine zarte altrosa Tönung durch das Licht. Das möchte ich unbedingt fotografieren und mache von verschiedenen Perspektiven aus Bilder. Hinter mir ein offenes Bahnhofsgebäude. Jetzt stehe ich direkt neben einem Schrank in diesem Gebäude, auf dem drei Paar wirklich riesige Arbeitsschuhe liegen. Darüber ist ein kleines Fensterchen, durch das Licht fällt. Ich bemerke den Golem, wie er, lebendig und nicht nur eine Lehmfigur, sehnsüchtig aus dem Fensterchen schaut. Das überrascht mich nun wenig, denn ich kenne den Golem. Er hat mir schon oft zugezwinkert, so daß nur ich es gesehen habe, wenn andere noch glaubten, er sei tot. Allerdings fürchte ich, daß er durch seine ungeschickten Bewegungen einen Arbeitsschuh vom Schrank stoßen könnte, den ich dann auf dem Kopf bekomme. Da ich aber nicht möchte, daß mir ein Arbeitschuh auf den Kopf fällt, verziehe ich mich schnell und leise.
In der Stube des Rabbi pflegte der Golem in einer Ecke zu sitzen, und kein Leben war an ihm zu erkennen. Zum Leben erweckt wurde der Golem erst durch kabbalistische Rituale mit Hilfe des Sefer Jezirah. Hierzu musste ihm ein Zettel mit dem Schem, dem Namen Gottes, unter die Zunge gelegt werden.
~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~
(Hiob 33,13-16)
~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~
(Tschuangtse, chinesischer Philosoph)
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Zuletzt aktualisiert: 21. Jan, 14:01