Schulträume

Dienstag, 13. Mai 2008

Die Schule geht weiter - mit Blanko-AU-Bescheinigung

Wieder findet Unterricht statt, diesmal im Rahmen der Arbeit. Eine Frau und ein Mann führen unsere Unterrichtsgruppe durch ein Gebäude, wo sie uns Erklärungen zu Ausstellungsstücken und Bildern geben, wobei das Gebäude aber mehr wie ein Kaufhaus wirkt, weniger wie ein Museum. Wir bleiben vor einer großen Wandtafel stehen, die beiden reden weiter und die Frau stellt mir plötzlich eine Frage, die sich auf das soeben Erläuterte bezieht. Ähmmmm.....öhmmmm, ich habe irgendwie keinen Schimmer, antworte trotzdem und liege, was ich den Reaktionen entnehme, voll daneben. Die Frau wiederholt spöttisch meine Antwort und dreht sich verächtlich weg, der Mann ist etwas freundlicher, grinst aber auch über meine anscheinend ziemlich debile Antwort. Peinlich. Dabei bin ich mir sicher, daß ich zugehört habe, ganz bestimmt. Oder habe ich schon wieder geträumt ohne es zu merken? Besonders das Verhalten der Frau versetzt mir einen schmerzhaften Stich. Sollte tatsächlich jede Mühe mit mir vergebens sein? Aber auch das eher mitleidig-beobachtende Verhalten des Mannes ist mir irgendwie unangenehm, obwohl er mir ansonsten sympathisch ist. Vielleicht gerade deshalb. Unmerklich gehen meine Gedanken zum letzten Freitag über. Am letzten Freitag fand bereits so eine Veranstaltung statt, aber ich habe den Unterricht geschwänzt. Nun überlege ich, ob das vielleicht jemandem aufgefallen ist, ich vermute und hoffe eher nicht. Aber falls doch, läßt sich das sicher mit einem Krankheitstag regeln. Im gleichen Moment mit meinen Überlegungen halte ich einen Brief der Büroleitung in den Händen. Ich öffne ihn und ziehe eine Blanko-AU-Bescheinigung heraus. Nanu, was soll das denn? Soll ich da jetzt irgendwas eintragen lassen, oder wie? Warum machen die nicht einfach einen normalen k.o.-Tag daraus?

Bemerkung: Im Traum war es zwar ohne jeden Zweifel eine AU-Bescheinigung, aber das Aussehen entspricht der eines Blanko-Rezeptes in der Realität.

Montag, 12. Mai 2008

Die Klassenarbeit

Ich bin mit R. zusammen und besuche mit ihm gemeinsam den Unterricht. Wir sitzen nebeneinander, auch als eine Klassenarbeit geschrieben wird. Es geht um Blumen und Floristik und die zehn Fragen sind, bis auf eine, recht kurz und bündig zu beantworten, wenn einem nur die Antworten dazu einfallen würden. Sie liegen mir sozusagen auf der Zunge. R. scheint es genauso zu gehen, denn er schaut immer auf mein Heft herüber, ok, dann schaue ich jetzt auch in seins. Hoffentlich merkt die Lehrerin nichts.

Sonntag, 11. Mai 2008

Das Geschichtsseminar und die ägyptische Göttin

Ich soll zur Weiterbildung an einem Geschichtsseminar in der Fachhochschule teilnehmen. Na gut, Geschichte mag ich ja ganz gerne, wenn ich auch nicht so genau ausmachen kann, was das mit meinem Job zu tun hat. An der Fachhochschule angekommen, fallen mir zuerst die dunklen Gänge auf. Das habe ich alles ganz anders in Erinnerung. Ich suche die Kantine auf, durch welche Massen von Menschen strömen. Völlig überlaufen. Ein Stück Kuchen wäre schön und ich erwische die letzte Streuselschnecke, beiße herzhaft hinein. Hmmm, herrlich frisch und lecker. Eigentlich könnte ich noch ein Stück vertragen, aber so viel ich mich auch umschaue, Kuchen scheint es nicht mehr zu geben. Schade. Nun mache ich mich auf den Weg zum Seminarraum, da fällt mir ein, daß ich noch gar nicht weiß, wo der Unterricht stattfindet und er dürfte in wenigen Minuten beginnen. Während ich einen Gang entlanglaufe, schauen dauernd Dozentinnen aus den Türen und grüßen mich, so als würden sie mich noch kennen. Ich dagegen kenne sie nicht oder kann mich nicht erinnern, deshalb grüße ich zwar zurück, wundere mich aber sehr. Jetzt komme ich auf den Einfall in meinen Einladungsunterlagen nachzuschauen, aber auch dort finde ich keinen Unterrichtsraum angegeben. Schließlich gehe ich einfach zurück zum Raum der ersten Dozentin, die mich gegrüßt hat, eine ältere grauharrige Dame, und setze mich zu ihr ins Seminar. Irgendwie verbinde ich ihr Alter mit Geschichte und denke, wird schon stimmen.
Später, in einer Gruppe (nicht mehr an der Fachhochschule?), wird ein Koffer geöffnet. Ich ahne schon, was darin ist und es bestätigt sich - eine verwesende Leiche. Ich kann den noch nicht ganz vom Fleisch befreiten Schädel erkennen. Ziemlich eklig. Deshalb bleibe ich nur beim Koffer sitzen, während andere sich an das Aufräumen und Säubern machen. Dabei fällt mir auf, daß man gar keinen Verwesungsgeruch riecht. Merkwürdig.
Wieder einige Zeit später in einer anderen Gruppe, erscheint eine ägyptische Göttin. Dunkel meine ich mich zu entsinnen, daß sie etwas mit Tod zu tun hat, jedenfalls ist die Atmosphäre ziemlich spannungsgeladen. Sie bewegt ihre weißen Arme schlängelnd wie bei einem ägyptischen Tanz und dabei fallen mir ihre Fingernägel und ihr Fingerschmuck auf. Es scheint auf den ersten Blick, als trage sie silberne Fingerkuppenringe, die mit ihrer spitz zulaufenden, rhombischen Fläche die Fingernägel wie Krallen überdecken. Sie sind mit feinen Verzierungen versehen, allerdings bin ich mir nicht wirklich sicher, ob das tatsächlich nur über die Fingerkuppe gestreifter Schmuck ist, oder ob sie nicht tatsächlich metallene und dekorative Krallen als Fingernägel hat.

Bemerkung: Eine der Dozentinnen, die aus den Türen schaut und grüßt, ist die Internistin, bei der ich letztens war.

Sonntag, 13. April 2008

Der Boot-Unterricht

Vor meinem inneren Auge sehe ich verschiedene Wandbilder, die abwechselnd heruntergelassen werden. Sie erinnern an den früheren Schulunterricht und zeigen verschiedene Boote und Schiffe in Querschnitt und Draufschau. Die Boote liegen auf dem Bild nebeneinander wie aufgeschnittene Früchte. Dazu doziert jemand über jedes einzelne und erklärt, wo sich dies und jenes befindet, was für Ausrüstung an Bord vorhanden ist usw. Der Traum scheint eine Fortsetzung des gestrigen praktischen Fischereiunterrichts zu sein, leider hab ich aber vom theoretischen Teil überhaupt nichts behalten. Hoffentlich muß ich keine Prüfung ablegen.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Urlaubsvertretung

Irgendein Unterricht. Wir machen Fotos mit einer Kamera, die sofort in einem befestigten Leoprello alle gemachten Fotos zum Anschauen enthält. Einige haben keine Lust mehr und gehen einfach frech aus dem Unterricht. Die Lehrerin ist aufgebracht, aber es wirkt ansteckend und nun gehen weitere, ohne sich um die Lehrerin zu kümmern. Ich hätte eigentlich keine Probleme, ebenfalls zu gehen und irgendwie finde ich es auch gut, was die machen, aber irgendetwas hält mich, mit drei bis vier anderen Schülern zusammen, an der Kamera und an den Bildern. In einem nächsten Traumbild stehe ich an einem Tisch und mein ehemaliger Mitschüler M. K. bittet mich, seinen Urlaubsschein für einen Tag zu unterschreiben. Ich weiß noch gar nicht, ob ich zu diesem Zeitpunkt da bin, weshalb ich zögere, aber er erklärt, daß er Blut spucke. Darauf sage ich, daß er dann vielleicht lieber zum Arzt gehen solle, aber das möchte er nicht. Schließlich will ich tatsächlich unterschreiben, aber mir fällt das heutige Datum nicht ein. Ich frage, was für ein Datum ist, aber entweder habe ich mich verhört oder der andere hat sich geirrt, denn das kann irgendwie nicht sein. Ich beginne zu überlegen und hilfesuchend umherzuschauen. Irgendwo sehe ich auch ein Datum, den 7.9., was mich aber ebenfalls verwirrt, denn ich bin mir sicher, daß wir nicht September haben. Hinter meinem Rücken steht eine ganze (meine?) Klasse und drängelt so, daß ich gegen die Tischkante gedrückt werde. Verärgert schreie ich nach hinten, ob sie mal aufhören könnten zu drücken, sofort läßt das Geschiebe nach. Im nächsten Traumbild Rückkehr von einer Seefahrt auf stürmischem Meer. Eine Flötenspielerin spielt Blockflöte, nicht sehr kunstvoll, aber sie sagt, es sei ja nur, um mitsingen zu können. Und sie hat recht, dazu reicht es allemal.

Bemerkung: Die Flötenspielerin stammt wohl aus dem gestern gesehenen Film "Hilary und Jackie".

Montag, 13. August 2007

ESP-Unterricht (Erläut.: Einführung in die Sozialistische Produktion) und abiturielle Verwirrung

Der Wecker klingelt. Ich wache in meinem alten Kinderzimmer auf. Es ist gegen 8 Uhr. Ich muss zum ESP-Unterricht und als ich ins Wohnzimmer gehe, bemerke ich, dass die Uhr meiner Mutter auf dem Klavier gegen 7 Uhr zeigt. Hat sie etwa keine Sommerzeit eingestellt? Ich finde eine andere Uhr, die gegen 9 Uhr zeigt und schließlich eine dritte, die endlich die richtige Zeit anzeigt. Anscheinend bildet meine Mutter immer die Halbsumme zwischen zwei Zeiten, um die richtige zu wissen. Nun ja, ziemlich umständlich, wundert mich bei ihr aber nicht.
Auf dem Weg zum ESP-Unterricht treffe einen Ausländer namens Said, der wohl in meine Klasse geht, denn er will ebenfalls in den ESP-Unterricht. Wir gehen gemeinsam den Weg und verlieren uns wieder aus den Augen, als ich einige von meinen ehemaligen Klassenkameraden sehe. Im Raum angekommen, wo der Unterricht stattfinden soll, empfängt mich meine jetzige Gruppenleiterin, die dort auch den Unterricht leitet. Sie fragt mich, ob sie mich kurz in ESP einführen soll, worauf ich abwinke und sage, dass ich schon in der 6. Klasse eingeführt worden bin (mit Bewußtsein über mein jetziges Alter).
Mir fällt auf, dass sich Raum hauptsächlich ehemalige Kollegen aus dem Bekleidungskombinat befinden. Jetzt wird mir klar, dass es kein ESP-Unterricht ist, sondern die Ausbildung im Nähen. Am Müggelsee findet demnächst ein großer Wettbewerb statt (vielleicht auch eine Prüfung?), wo alle teilnehmen. Eine ehemalige Mitschülerin vom Abitur, B., die sich ebenfalls im Unterricht befindet, bemerkt trocken, dass es zu dieser Zeit am Müggelsee wahrscheinlich wieder mächtig heiß ist. Ich nicke, das wird bestimmt kein Zuckerschlecken.
Danach verliere ich mich in verwirrten Gedanken über mein Abitur. Mir fällt auf, dass es schon vier Jahre her ist, dass ich das Abitur begonnen habe, also die Prüfung schon hätte vor zwei Jahren ablegen müssen. Ich kann mich aber gar nicht erinnern, in letzter Zeit beim Unterricht gewesen zu sein. Sollte ich diesen vielleicht versäumt und die ganze Zeit geschwänzt haben? Ich kann mich ebenfalls überhaupt nicht an meinen Stundenplan erinnern, nicht einmal das - und ich weiß nicht, wo ich wann zu welcher Schulstunde muss.

Bemerkung: Meine praktische Ausbildung zum Kleidungsfacharbeiter fand in einem Gebäude direkt am Müggelsee statt. Diese Abi-Träume habe ich desöfteren. Im Traum habe ich dann meist noch keine Abiturprüfung abgelegt, jedoch ist mir mehr oder weniger bewußt, wieviel Zeit vergangen ist und dass ich nicht mehr zum Unterricht gehe, so dass ich denke, ich habe den Unterricht vergessen und verpasst. Oftmals bemühe ich mich umsonst, mich an meinen Stundenplan zu erinnern. Es ist immer die Empfindung, etwas lang Vergessenes und Versunkenes kommt plötzlich wieder an die Oberfläche, wobei sich herausstellt, dass es noch gar nicht abgeschlossenen ist. Mein Abiturzeugnis habe ich allerdings schwarz auf weiß in meinen Unterlagen. Wahrscheinlich ist das die späte Strafe dafür, dass ich damals immer so viel geschwänzt habe.*gg*

Montag, 25. Juni 2007

Wirrwarr an der Fachhochschule

Ich bin wieder an der Fachhochschule in einem Seminar. Die Dozentin meine ich zu kennen, jedoch fällt mir der Name nicht mehr ein. Sie versucht redlich, uns irgendwas zu vermitteln, jedoch macht fast der ganze Seminarraum Seins. Es ist furchtbar laut, weil alle durcheinander quatschen und keiner zuhört. Der Liebling der Seminarleiterin ist deshalb ein braunhaariges Mädchen, dass außen allein an einer Bank sitzt. Anscheinend ist sie die einzige, die bei dem Seminar noch mitmacht. Allerdings scheint sie auch nicht viel Spaß dabei zu haben. Mein Kollege M. ist ebenfalls in dem Seminar. Als er mich sieht, sagt er meinen Namen und umarmt mich kurz. Wir gehen nun zu Mittagspause hinaus in die Kantine. Seltsamerweise trägt er im Traum einen langen Mantel und einen Ohrring. Auch ich trage einen langen braunen Mantel, was für mich gar nicht üblich ist. Nach der Kantine möchte ich die Fachhochschule verlassen, gehe dazu lange Treppen hinunter, die keine Stufen haben, sondern nur Fahrrampen, aber kurz vor dem Ausgang fällt mir ein, dass ich meinen Mantel irgendwo habe liegenlassen. Es ist kalt draußen, deshalb möchte ich nicht so gehen. Ich kehre also um und beginne meinen Mantel und auch meine Tasche zu suchen. Zwischendurch verwandelt sich die Fachhochschule in eine Art Krankenhaus und ich liege dort auf dem Gang und schaue in einen Spiegel an der Wand. Plötzlich höre ich laut diesen Song von Rammstein:

Man sieht ihn um die Kirche schleichen
seit einem Jahr ist er allein
die Trauer nahm ihm alle Sinne
schläft jede Nacht bei ihrem Stein
Dort bei den Glocken schläft ein Stein
ich alleine kann ihn lesen
und auf dem Zaun der rote Hahn
ist seinerzeit dein Herz gewesen
Die Furcht auf diesen Zaun gespießt
geh ich nun graben jede Nacht
zu sehen was noch übrig ist
von dem Gesicht das mir gelacht

Gleichzeitig sehe ich im Spiegel eine ganz in Schwarz gekleidete Gestalt zu mir herüberkommen. Erst ist die Situation beklemmend und angsteinflößend, da ich nicht weiß, wer das ist und was sie von mir will. Doch dann löst sich alles in Wohlgefallen auf, als mir einfällt, dass diesen Song "Die Ärzte" singen (was natürlich nicht stimmt) und die schwarzgekleidete Gestalt Bela B. von den Ärzten ist. Als er nähergekommen ist, plaudert er dann auch nur ganz locker und ich mache mich weiter auf die Suche nach meinem Mantel und meiner Tasche, welche mich noch in alle möglichen und unmöglichen Winkel führte.

Mantel
Psychologisch:
Je nach der Persönlichkeit des Träumenden ist der Mantel ein Traumsymbol für den Schutz, aber auch für die Verhüllung. Aber auch auf die Schutzbedürftigkeit von dem Träumenden bekannten Personen kann durch dieses Bild hingewiesen werden. Etwas wird verhüllt - ein Geheimnis, das man sich nicht entreißen lassen möchte, die Liebe, die man sich bewahren will. Zieht man sich einen neuen Mantel an, wird man nach außen hin glänzen und viel Verständnis für sich finden können. Ein zu weiter oder zu kurzer Mantel deutet an, daß man zwar den guten Willen hat, ein Geheimnis für sich zu behalten, daß es uns aber irgendwann einmal entfleuchen könnte. Wer sich selbst oder einen anderen mit einem Mantel zudeckt, möchte im Wachleben über irgend etwas den Mantel des Schweigens breiten. Spirituell: Der Mantel ist Sinnbild des Schutzes.

Volkstümlich:
(arab. ) : Dünkt es einen, er habe seinen Mantel verloren, wird er seines Reichtums verlustig gehen, in Not geraten und seine Macht verlieren, jemanden mit einem Mantel verhüllt sehen: Verstellung.
(europ.) : verlieren: Betrübnis und Not; man muß sein Glück zurückerobern, nachdem man bei Spekulationen zu gutgläubig war; - jemanden fest darin eingehüllt sehen: es besteht die Gefahr, durch Unaufrichtigkeit hintergangen oder geschädigt zu werden; auch Ankündigung eines Geheimnisses;

Samstag, 23. Juni 2007

Papierfront und Studienfach Geschichte

Es ist Krieg und ich sitze mit vielen anderen zusammen tief geduckt in irgendwelchen Gräben. Seltsamerweise finden die Kämpfe nicht mit Waffen, sondern mit Papier statt. Wir haben beschriebene oder bedruckte Papierfetzen in der Hand, aus denen wir einzelne Stellen vorlesen. Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, wie ein Krieg geführt werden kann, in dem Massen an eine Front drängen, vollkommen abgeschottet, chaotisch und getrennt von ihrem einstigen Leben, wie das funktionieren soll. Dies sage ich auch meinem Kollegen L., der neben mir kriecht, und dieser antwortet: "Warts nur ab!". Anscheinend hat er schon etwas mehr Erfahrung. Ich kämpfe also an der Papierfront und tatsächlich, auf einmal beginne ich innere Zusammenhänge und Strukturen zu erkennen, und vor allem begreife ich fast körperlich die ungemeine Wichtigkeit des "Hinterlandes". Ohne die Personen, die hinter einem, zu einem stehen, Menschen die einen mit ihrer Liebe oder auch nur mit ihrem Da-sein sein unterstützen, mit dem Wissen darum, dass es sie gibt, wäre so ein Kampf nicht möglich. Sie geben die Kraft, die Ausdauer, das Wissen und die Ideen für die Menschen an der Front, ohne sie würde der Kampf an der Front nicht funktionieren. Aber mit ihnen lichtet sich das Frontchaos und wird klar und einfach.

In der nächsten Traumsequenz lese ich irgendwelches geschichtliches Material.Vielleicht in einem Seminar? Ein Probe-Seminar? Anders als bei dem Philosophieseminar bin ich total begeistert, von dem was ich lese, da es so unglaublich spannend und interessant ist. Ich überlege sogar, nochmal ein Studium der Geschichte zu beginnen - warum, eigentlich nicht? -, allerdings habe ich Bedenken dahingehend, dass ich durch ein Studium der Geschichte meine Offenheit für unkonventionelle Theorien und Denkweisen verliere und akademisch starr werde. Ob man die Gefahr bannen kann, wenn man sich ihrer bewußt bleibt?

Dienstag, 12. Juni 2007

Seminarschwänzer mit Glaskugel

Wahrscheinlich an der Humboldt-Uni, zumindest erinnern mich die alten Gebäude an die HUB, auch wenn einiges etwas anders aussieht. Ich befinde mich mitten in einem Seminar und versuche den Stoß Seminarunterlagen zu lesen, die vor mir liegen. Es handelt sich um das Fach Philosophie und ich verstehe zu meinem Entsetzen beim Lesen der Unterlagen nur Bahnhof. Sofort erkundige ich mich bei den neben mir sitzenden Kommilitonen und stelle erschrocken fest, dass das Seminar anscheinend häufiger stattfindet als ich dachte und ich die Hälfte der Veranstaltungen gefehlt habe. Meine Kommilitonen kommentieren das mit "Du bist ja nie da.", was mir allerdings bis heute nicht bewußt war. Kein Wunder, dass ich nichts von dem kapiere, was ich lese. Noch schlimmer wird es, als ich erfahre, dass ich sämtliche Zwischenprüfungen versäumt habe, es geht jetzt schnurstracks auf die Abschlußprüfung zu. Ob die mich überhaupt zulassen? Ich versuche mich damit zu beruhigen, dass ich ja die Seminarunterlagen habe und die immer noch auswendig lernen kann, auch wenn ich nichts davon verstehe. Wirklich optimistisch bin ich allerdings nicht. Der stellvertretenden und noch jungen Seminarleiterin scheint es ebenfalls an Freude zu fehlen, denn sie schaut aus dem Fenster, sieht die richtige Seminarleiterin kommen und sagt aus tiefsten Herzen: "Gott sei Dank!", so nach dem Motto - nicht mehr lange und ich kann hier weg. Meine Schulfreundin A. ist auch in dem Seminar, später nach Seminarschluß will sie mir auf dem Uni-Gelände irgendetwas zeigen und wir laufen einige Alleen entlang, die mich an den Platz vor dem Alten Museum erinnern. Der Traum geht in ein Bild über, in welchem ich durch einen engen Straßenzug schlendere, wo sich an beiden Seiten Marktstände befinden. Auf diesen Marktständen schillern allerlei Arten Glaskugeln in den schönsten Mustern und Farben. Neugierig betrachte ich die leuchtenden bunten Kugeln und überlege, ob ich eine kaufen soll. Da stelle ich fest, dass ich schon eine Glaskugel in der Hand halte. Es ist meine eigene, die ich mit mir herumtrage, kristallklar, durchsichtig, überhaupt nicht bunt, aber mit haarfeinsten dekorativen Gravuren, die sich weiß von der Kugel abheben. Ich habe etwas Sorge, dass sie jemand in meiner Hand sieht und vielleicht denkt, ich hätte sie gestohlen.

Dienstag, 29. Mai 2007

Fahrstuhlabsturz und Schlaf im Unterricht

An der Fachhochschule im Unterricht. Ehemalige Leute aus der Abiturklasse sind dabei und eine ältere Lehrerin. In der Mittagspause will ich mit einem jungen Mann zusammen in die Kantine gehen, doch dort haben sie nur noch süße Sachen, aber kein richtiges Mittagessen. Dann befinde ich mich auf einmal in Gesellschaft zweier "kühler" blonder Frauen, sehr gutaussehend, die aber anscheinend auch viel jünger sind als ich. Ihnen gegenüber fühle ich mich etwas tolpatschig und uncool, versuche das aber zu überspielen. Als sie los rennen, renne ich mit, immer hinterher, ohne dass ich weiß, warum sie plötzlich so rennen. Doch ich will den Anschluß nicht verlieren, obwohl ich nicht das Gefühl habe, dass ihnen viel daran liegt, und das gelingt mir auch. Nun steige ich mit ihnen zusammen in einen Fahrstuhl, der nach unten fährt. Die beiden kauern sich plötzlich auf den Boden und legen schützend ihre Arme über ihren Kopf. Ich kapiere nicht, warum sie das machen und frage deshalb nach. Erst antworten sie nicht und dann geben sie mir zu verstehen, dass der Fahrstuhl gerade abstürzt. Mir muss da irgendwas entgangen sein, denn außer, dass der Fahrstuhl vielleicht ein bißchen schneller als sonst hinunter fährt, merke ich davon nichts, doch für einen echten Absturz halte ich das noch viel zu langsam. Trotzdem mache ich es ihnen auch diesmal wieder nach, kauere mich ebenfalls auf den Boden, aber nicht, ohne mich in ihren Augen etwas schwer von Begriff zu fühlen. Der Fahrstuhl fährt oder stürzt, was auch immer, und landet schließlich sanft. Ich sage deshalb: "Seht ihr, der ist gar nicht abgestürzt." - sie antworten nicht und steigen aus. Ich jedoch denke bei mir, immer diese Panikmacherei, nur weil der Fahrstuhl etwas schneller fährt, mein Gott.
Danach habe ich wieder Unterricht, doch erwache in einem völlig leerem Seminarraum. Alles anderen müssen schon lange gegangen sein. Anscheinend bin ich während des Unterrichts eingeschlafen, wie peinlich. Seltsam, dass mich niemand geweckt hat. Die Putze kommt vom Flur aus auf den offenen Raum zu und schimpft Zeter und Mordio, weil ich noch immer da bin und sie nicht mit ihrer Arbeit weitermachen kann. Ich raffe schnell meine erstaunlich vielen sieben Sachen zusammen, was es leider etwas verlangsamt und verkompliziert, und verschwinde.

Bemerkung:
Und wieder bin ich stets die Letzte. Es scheint sich um das Thema Geschwindigkeit zu drehen, das mir zur Zeit arg zu schaffen macht.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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