Alle anderen Träume

Dienstag, 11. Dezember 2007

Entweihte Kirche und Elternhaus

Irgendwo an einer U-Bahnstation. Eine feste Lokalität ist nicht auszumachen, da es weder Wände noch Räume gibt. Ich drapiere sehr akkurat eine Decke über eine junge langhaarige Frau, die so tut, als würde sie schlafen. Dann gehe ich unter die Dusche, drehe das Wasser nur leicht auf, die Wasserstrahlen verwandeln sich in funkelnde Glaskristalle. Eine blonde Frau duscht ebenfalls, dreht aber demonstrativ das Wasser voll auf. Auch hier verwandelt es sich in blitzende Glaskristalle, die wie Trauben über ihrem Kopf hängen. Eine U-Bahn fährt in die Endstation ein. Zwei Ausländer schlafen im letzten Wagen und haben nicht mitbekommen, daß die U-Bahn nicht weiterfährt. Ich shampooniere meine Haare sorgfältig und laufe so an der U-Bahn entlang. Eine Frau vor mir hat ebenfalls einen "gewaschenen Kopf". Jetzt befinde ich mich in der Nähe der alten Kirche vor dem ehemaligen Elternhaus. Die Tür zur Kirche gegenüber vom Pfarrhaus, die normalerweise in die Sakristei führt, ist eine Art Rollo und steht einen kleinen Spalt offen. Mein früherer Spielfreund M. schaut daraus hervor und winkt mir zu, bzw. bedeutet mir, zu der Tür zu kommen. Ich gehe hin und er reicht mir durch den Spalt hindurch seine Spielsachen (Spielkiste, Decke usw.), allerdings sind wir im heutigen Alter. Ich erhasche einen Blick durch den Spalt und schaue in das düstere Kirchenschiff. Zum Glück kann man den Jesus nicht sehen, denn der hängt genau um die Ecke von meinem Blickpunkt aus und das ist mir auch ganz recht so, da der Anblick so gruselig ist. Mir fällt aber auf, daß vor dem Spalt, auf dem Kirchenfußboden sehr viel Kram herumliegt. Zum Teil sind es Werkzeuge und Baumaterial, zum Teil aber auch Spielsachen. Ziemlich chaotisch für eine Kirche. Ich frage mich, ob es erlaubt ist, daß M. hier seine Spielsachen lagert, auch wenn sein Opa der Hausmeister ist.
Wir gehen zum Pfarrhaus hinüber und ich erkenne, daß sich einiges geändert hat. Den Eingang zum Hof versperrt nun ein kunstvolles, sehr hohes schmiedeeisernes Tor. Auch um den Wäschegarten ist jetzt statt des Maschendrahtzauns ein neuer bunter Holzlattenzaun gezogen. Anscheinend wird der Wäschegarten aber gar nicht mehr als Wäschegarten genutzt, denn auf der Hälfte der Fläche erkenne ich einige Gräber. Haben die sich jetzt hier einen eigenen Hausfriedhof angelegt? Ich zähle vier Gräber und lese die Namen darauf. Sie sind mir unbekannt, weshalb ich meinen Spielfreund frage, wer das ist. Er kennt die Leute, ein Mädchen und ihre Familie, aber er hat ja auch viel länger im Haus gewohnt oder wohnt sogar immer noch. Im Haus selbst befinden wir uns jetzt in einer leeren Wohnung. Der Fußbodenbelag erinnert mich an das Zimmer, wo ich zur Untermiete wohnte, deshalb frage ich, in welcher Etage wir uns hier befinden. Es sind mehrere Leute mit dabei und auf einmal befinden wir uns wieder in der Kirche, in deren Vorraum. Bunte Kronleuchter mit blütenartigen Leuchtfassungen hängen von der Decke herab. Eine Vietnamese spricht mich von der Seite an, wedelt mit einigen Ansichtspostkarten in der Hand, die er mir für einen Euro verkaufen will. Meine Mutter, die nun auch dort ist, sagt, ich soll doch eine nehmen, aber ich lehne ab. Viel lieber würde ich den Innenraum selbst fotografieren, aber ich weiß nicht, ob das erlaubt ist. Erst jetzt bemerke ich, daß der Vorraum genauso aussieht wie in diesem anderen Traum, nämlich mit einem langen Verkaufstresen, an welchem sich aber im Moment keine Verkäufer befinden. An der Geschäftstüchtigkeit hat sich also nichts geändert. In einen anderen Raum gekommen, stelle ich fest, daß dies ein Schwimmbad ist. Was? Die haben hier sogar ein Freizeitbad angelegt? Nicht schlecht. Schade, daß es das nicht schon früher gab. In meiner Kindheit wäre das der Kracher gewesen. Statt der viereckigen Schwimmbecken sind es jedoch quadratisch angeordnete schmale Wasserkanäle, in welchen die Menschen schwimmen. Verführerisch türkis leuchtet das Wasser um mich herum. Auf der anderen Seite des Schwimmbades liegt ein Supermarkt. Auch den haben sie also noch in der Kirche eröffnet. Er nennt sich aber nicht Supermarkt, sondern trägt einen sehr exquisiten Namen, ich habe den Namen mehrmals gelesen, irgendwas mit A.... Damit soll klargemacht werden, daß es ein sehr besonderer Supermarkt ist.

Dienstag, 13. November 2007

Verräucherte Geisterstunde

Es sind Geister aus dem Computer lebendig geworden und erschienen. Daß es Geister sind, ist mir nicht gleich klar. Es wird mir erst bewußt, als ich versuche, mit ihnen wie mit normalen Menschen zu sprechen. Ich befinde mich in einem Gebäude, das ein bißchen wie ein Krankenhaus wirkt, mit langen Gängen und einzelnen Zimmern. In einem dieser Zimmer haben sich die Geister versammelt. Was sie dort genau tun, kann ich nicht mehr erinnern. Ich versuche sie zu verjagen, indem ich ihnen erst bestimmt sage, daß sie gehen sollen, und dann etwas handgreiflich werde, was aber beides keinen Erfolg zeigt. Die Geister sind völlig unbeeindruckt. Ich greife einfach durch sie hindurch. Da fallen mir einige Methoden ein, die ich in schlechten Exzorzistenfilmen gesehen habe. Ich gehe also, um Weihrauch oder Räucherstäbchen zu holen. Das mit dem Weihrauch gestaltet sich schwierig, da ich nicht weiß, wie ich ihn so schnell zum Brennen bekommen soll und auch kein Gefäß dafür finde. Also greife ich in aller Eile nach Räucherstäbchen und hoffe, daß es Weihrauchstäbchen sind, bin mir dessen aber nicht sicher, ebensowenig, ob andere Räuchermittel ebenso wirksam sind. Versuchen kann man es ja mal. Immerhin bekomme ich sie schnell angezündet, sie sehen allerdings eher aus wie Zeichenkohle - ein Stäbchen schmal und schwarz, das andere ziemlich dick und ungleichmäßig, als wären mehrere Stäbchen umeinander gedreht. Mit den beiden brennenden Stäbchen in den Händen gehe ich zurück in das Zimmer, fuchtel damit vor den Geistern herum und sage irgendwas, was mit gerade einfällt, wie : Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (übrigens drei) - Geister verschwindet! Amen! Dabei ziehe ich ein Kreuz in die Luft. Doch auch das beeindruckt die Geister nicht sehr. Sie schauen mich nur etwas pikiert an und ich komme mir reichlich albern vor. Ich versuche es mit noch ein paar anderen "Zaubersprüchen", doch dann erlahmt mein Widerstand langsam, als ich merke, daß anscheinend alles ziemlich fruchtlos ist und ich mich vor den Geistern nur zum Clown mache. Ich ziehe mich deshalb in den Gang zurück, aber auch da laufen jetzt überall Geister herum, genauso wie in den anderen Zimmern. Es scheint ganz normale Normalität zu sein und ich hab da wohl irgendwas über Geister falsch verstanden. Na gut, dann muß ich mich eben damit abfinden.

Bemerkung: Als hätte ich es in der Nacht schon geahnt, daß ein Fotograf der fc und seine Kollegin heute Unmengen von Geistern in meinem verzauberten Heidschnuckenfell finden würden. Inzwischen hätten wir eine nackte Frau, eine Frau mit Rock, ein Gesicht, eine Frau mit Kopfkissen, den Golem und ich sehe inzwischen auch dauernd ein Liebespaar, das da vorher noch nicht war. Hilfe!

Sonntag, 4. November 2007

Brandstiftung, Sternschnuppen, Vogelgruppenfoto und eine Falle für Graf Dracula

Im ersten Traum möchte ich aus irgendeinem Grund ein Feuer in meinem Büro legen (den Grund ahne ich, aber sowas mache ich natürlich nur im Traum *gg*). Dazu verwende ich Blumentöpfe mit Pflanzen, u.a. Hibiscus, wie ich ihn auf dem Schreibtisch zu stehen habe, und fülle statt der Erde in sie eine Brennpaste, die wohl aus reinem Alkohol besteht. Es sind ziemlich viele Blumentöpfe, vielleicht sechs oder noch mehr, und als ich sie alle mit einem Mal tragen will, beginnen sie mir wegzurutschen. Da jemand dabei ist (ist es schon Graf Dracula?), bitte ich ihn, mir schnell einige abzunehmen. Im Büro stelle ich erst einmal einen auf den Fußboden, zünde ihn aber noch nicht an, denn mir fällt ein, daß ich ja noch einige Sachen von mir aus dem Büro mitnehmen müßte, auf jeden Fall meine Handtasche und einigen Nippes vom Schreibtisch. Dann beginne ich jedoch zu grübeln, ob das später nicht auffällt, wenn gar keine Sachen von mir verbrannt sind, weil ich die vorher schon mitgenommen habe. Die Polizei würde mich sicher fragen, wie ich vorher wissen konnte, daß es brennen würde und schon hätte ich mich verraten. Ach egal! Ich nehme einfach meine Handtasche und ein paar Sachen mit und wenn ich Glück habe und alles zu Asche verbrannt ist, fällt das gar nicht weiter auf.
Im nächsten Traum befinde ich mich im elterlichen Wohnzimmer und bin gerade dabei, Graf Dracula, der sich in der Wohnung aufhält, eine Falle zu stellen. Dazu arrangiere ich die Gardinen am großen Fenster, d.h. ich öffne sie erst und schließe sie dann wieder. Es ist eine helle Vollmondnacht, zwar nicht taghell, aber es ist doch alles draußen gut sichtbar und der Mond erstrahlt in einem blendend weißem Licht. Dann ist der Mond verschwunden und auf einmal sehe ich am Himmel Unmengen kleiner Sternschnuppen, die wie ein Feuerwerk dort entlangfliegen und verglühen. Es sind so viele, daß ich sie nicht zählen kann. In diesem Moment ist mir bewußt, daß ich träume, allerdings denke ich sofort, daß ich aufgewacht bin und die Sternschnuppen wirklich sehe, nachdem ich das andere vorher geträumt habe. Doch es bleibt keine Zeit, um lange den Himmel zu bestaunen. Ich schließe die Gardinen und gehe zum ehemaligen Dienstmädchenzimmer der Wohnung. Dort wartet Graf Dracula in Bademantel und mit einem Handtuch um seine Schultern. Obwohl er im Dienstmädchenzimmer sitzt, rufe ich ihn mit "Herr!", so als sei ich ein Dienstmädchen. Er kommt in das Wohnzimmer und ich drücke mich etwas ängstlich hinter die andere Seite des Tisches, den ich gerne zwischen uns lassen möchte. Seelisch und moralisch habe ich mich auf Angriff und Kampf eingestellt, doch er geht wie gewünscht auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches zum Fenster, obwohl ich vergessen hatte, die Stühle aus dem Weg zu räumen, und öffnet die Gardinen. Ein gleißendes Licht fällt in den Raum, denn unerklärlicherweise ist es nun draußen heller Tag. Ich weiß selbst nicht, wie das geschehen konnte.
Im dritten Traum sehe ich einen Schwarm von Vögeln auf dem Boden herumspazieren. Es sind keine Enten oder Gänse, denn sie haben spitze Schnäbel, aber Hühner sind es auch nicht, dazu sind sie zu groß. Wenn sie die Hälse recken, sind sie so groß wie ein Mensch, aber das witzigste ist, daß ihre Körper wie Sofakissen aussehen, denn sie haben dort eine Zeichnung von schwarzen Blumenranken auf weißem Grund. Außerdem gebärden sie sich auch witzig, zum Beispiel stellen sie sich so auf und strecken ihre Hälse, als wollten sie ein Gruppenfoto von sich machen lassen. Mein Vater stellt sich aus Spaß dazu, da die Vögel auf einem Tisch stehen, ist er sogar kleiner als sie und das sieht so lustig aus, daß ich sage, er soll so stehen bleiben und meinen Fotoapparat hole. Dieser befindet sich in meiner Tasche nahe den Vögeln, doch als ich darin herumkrame, laufen die Vögel auseinander und umpicken mich neugierig. Ich bin ringsherum von ihnen umgeben. Einer ist so neugierig, daß ich seinen Kopf und Schnabel mit der Hand festhalte. Dabei erwarte ich, daß er mir vielleicht mit dem spitzen Schnabel etwas schmerzhafter in die Hand pickt, aber das passiert nicht.
Weitere Traumfragmente: In der Straße der elterlichen Wohnung treffe ich auf eine Bushaltestelle des Busses, der eigentlich in meiner richtigen Wohnstrasse fährt. Ich schaue auf den Fahrplan und stelle fest, daß die Haltestellen jetzt anders benannt werden, und zwar in der Regel nicht mehr nach unbekannten Straßen, sondern nach den nächstgelegenen U- und S-Bahnstationen. Das finde ich sehr gut (ist aber doch eigentlich längst schon so).
Im Büro. Herr N. hat einige Sachen von mir fein säuberlich und in akkurater Anordnung auf dem sehr breiten Fensterbrett abgelegt. Ich frage mich, was das soll und meine mich zu erinnern, daß er das schon einmal gemacht hat. Einige Dinge liegen so weit vom Fenster entfernt, daß ich vielleicht auf das Fensterbrett klettern muß, um heranzureichen, und das, wo ich nicht schwindelfrei bin. Es macht mich wütend, aber glücklicherweise kann ich doch alles wieder einsammeln, ohne aus dem Fenster steigen zu müssen und dann kann ich auch darüber lachen.
Der Satz, sehr klar in meinem Kopf wie von einer Stimme gesagt: Du gehst den Weg allen menschlichen Fleisches, aber die Seele ist frei.

Bemerkung: Am interessantesten finde ich den zweiten Traum. Ich glaube, er ist so eine Art Fortsetzung des gestrigen Traumes, in welchen ich ebenfalls schon mit meinen Ängsten konfrontiert wurde. Da ich mich in letzter Zeit weder mit Vampiren noch mit Graf Dracula beschäftigt habe, sehe ich ihn hier als eine Art Symbol für solche Dinge, die mir Energie abziehen. Dies können neben anderem auch Ängste sein. Und wenn ich ihn mit "Herr!" anrede, bedeutet das wohl, daß ich mich von ihnen beherrschen lasse, statt ihnen den Platz zu geben, der ihnen gebührt - nämlich im kleinen Dienstmädchenzimmer als dienendes, durchaus auch hilfreiches Gefolge. Da es erst Nacht (Unbewußtes) ist und dann plötzlich das Licht des Tages auf Graf Dracula fällt, kann ich wohl annehmen, daß einige Schatten und Ängste stärker, vielleicht sogar plötzlich, in das Bewußtsein dringen und damit durchschaubarer und vielleicht kontrollierbarer werden. Da das alles in der Wohnung der Kindheit stattfindet, sind es wohl auch Dinge aus dieser Zeit. Ich bin im Traum auf Kampf eingestellt, doch dieser findet nicht statt. Leider habe ich aber nicht gesehen, ob sich Graf Dracula im Tageslicht gänzlich aufgelöst hat. *gg*

Donnerstag, 1. November 2007

Zarte Annäherungsversuche unter roten Fallschirmen und der blaublumige Terrazzoboden

Ich kenne ihn irgendwo her und kenne ihn auch nicht. Ist er ein Kumpel meines Bruders? Wenn er der ist, an den ich denke, kann er es aber nicht sein, weil dieser graue Haare hat und nicht dunkle. Ich komme einfach nicht dahinter, woher ich ihn kenne. Alles beginnt damit, daß ich ein Museum besichtige. Es erinnerte mich von den Räumlichkeiten her an das Schloß des Fürsten Pückler. Als ich es verlassen will, bleibe ich mitten im Türrahmen stehen und unterhalte mich auf einige Entfernung mit einem jungen Mann. Da kommt er dazu, stellt sich neben mich und legt seinen Arm um meinen Rücken. Er fragt mich, ob ich Lust habe, mit ihm abends in ein bestimmtes Lokal zu gehen. Ich habe keine Lust und antworte deshalb nur, daß ich nicht kann. Das reicht ihm aber nicht, auf etwas ironische Art will er wissen, warum ich nicht kann. Ich sage deshalb genauer aber falsch, daß ich schon etwas anderes vor habe. Er fragt nicht weiter, nimmt aber auch nicht seine Hand von meinem Rücken. Statt dessen schiebt er sie weiter, bis er damit meine, ihm abgewandte Hand erreicht und ergreift sie. Kein Wort fällt mehr. Unsere Händen spielen zärtlich miteinander, umfassen sich und trennen sich wieder, um sich erneut ineinander zu verhakeln. Es ist, als ob sie miteinander sprechen würden, während wir schweigen. Von meiner Seite aus ein wenig halbherzig, da ich eigentlich nicht so vertraulich mit ihm werden möchte, aber andererseits finde ich diese Nähe irgendwie sehr angenehm. Jetzt fällt mir auch wieder ein, was ich an ihm nicht mochte und mich abschreckte - er war in meiner (Traum)Erinnerung ziemlich manipulativ und dabei besitzergreifend, ohne daß wir jemals zusammengewesen wären. Ich spürte, daß er nicht frei ist, daß er nicht liebt, sondern aus Ängsten und Eigennutz heraus handelt. Und da er nicht frei ist, würde er es mich ebenfalls nicht sein lassen. Ob sich das inzwischen geändert hat?
Wir befinden uns nun bei irgendeiner Gartenparty in einer Reihenhaussiedlung. Der Garten der Gastgeberin ist groß, aber anscheinend ist das in der Siedlung nicht üblich und nur eine Ausnahme. Jedenfalls erfahren wir dies, als wir den Garten verlassen und eine kurzhaarige blonde Frau treffen, mit der wir uns unterhalten. Während ich mich umschaue, bemerke ich, daß die Gärten vor den Reihenhäusern tatsächlich klein wie Handtücher sind. Abgegrenzt sind sie jedoch nicht durch Zäune, sondern nur durch in den Boden eingefurchte Linien. Es ist hier wohl noch nicht alles fertig. In einem der kleinen Gärten steht ein grau geflecktes Pferd. Kein sehr großes, aber auch kein Pony, vielleicht so eine Shetland-Rasse. Dafür ist es aber um so ungestümer und kaum zu bändigen. Ein Mädchen reitet darauf, und für die ungestüme Kraft des Pferdes ist der handtuchgroße Garten natürlich viel zu klein. Ruckzuck hat es in wilder Geschwindigkeit die Begrenzungslinie übersprungen. Oh je! So geht das aber nicht, höre ich schon die Eltern des Mädchens und die Nachbarn sagen.
Wir haben hinter den Gärten eine grüne Wiese mit rot belaubten Bäumen gefunden. Zumindest halte ich das Terrakotta-Rot der Bäume für Herbstlaub, auch wenn es mich wundert, daß es so gleichmäßig ist. Der Himmel hat sich etwas verdunkelt, da es Abend wird. Wir haben uns auf der Wiese niedergelassen, aber auch das Pferd hat die grüne Fläche jetzt entdeckt. Im wilden Galopp rast es auf mich zu und springt über mich hinweg. Du meine Güte! Da ich mich eh schon flach gemacht habe, strecke ich mich jetzt auf dem Rücken aus und blicke in den Himmel. Die beiden anderen legen sich neben mich und so liegen wir zu dritt auf der Wiese und schauen in den Himmel. Während ich so schaue, bemerke ich, wie sich das Rot der Bäume langsam zu kleinen rechteckigen Fallschirmen aufbläht. Zart schimmert der Himmel durch terrakottarote Organzastoffbahnen. Anscheinend ist ein Wind aufgekommen. Die Fallschirme sind mit Schnüren jeweils am Baum befestigt und heben sich in den Himmel, ohne jedoch wegzufliegen. Gleichzeitig denke ich auch über ihn nach, der jetzt neben mir auf der Wiese liegt und überlege, ob ich eine Affäre mit ihm anfangen soll. Bevor ich zu einer Entscheidung komme, richtet er sich auf und beginnt an einem Bild herumzukritzeln. Ich richte mich ebenfalls auf und sehe mit Erstaunen, daß es ein von mir gemaltes Bild ist. Er muß es von irgendwoher mitgenommen und dann reproduziert haben. Es befremdet mich ein wenig, daß es in seinem Besitz ist und noch mehr, daß er darin herummalt. Das Bild zeigt zum Teil ein Publikum, welches aus dem Bild und zwei Vorhängen herausschaut, so als wären die Betrachter des Bildes auf einer Bühne. Mir fällt auf, daß er nicht nur in den Gesichtern und Details herumgemalt hat, sondern sogar ein Paßfoto von sich ausgeschnitten und mitten unter die Zuschauer geklebt hat. Was soll ich davon nur halten?

In einem anderen Traumfragment stehe ich auf meinem grau-schwarzen Terrazzo-Küchenfußboden und bemerke verwundert, daß er auf einmal ein unregelmäßiges, aber reizvolles Muster aus großflächigen, dekorativ gerankten blauen Blüten enthält. Allerdings waren weder Handwerker da, noch habe ich selbst irgendwas an dem Fußboden gemacht. Ich vermute, daß dieses Muster von unten durch den Boden gedrungen ist, genauso, als wären die Blumen aus Erde hervorgewachsen. Vielleicht eine neue Technologie, um Fußböden von unten, bzw. der anderen Seite aus zu legen oder wachsen zu lassen?

Bemerkung: Das zweite Fragment erinnert mich zum einen an die Geschichte aus meiner Kindheit, als ich den guten Linoleumfußboden meiner Eltern mit Blümchen bemalte, die nicht mehr zu entfernen waren, und zum anderen an die gestern gelesene Aussage aus dem Buch über den Lichtkörperprozeß, daß man in höheren Dimensionen in aus Gedanken geschaffenen Räumen wohnt, welche nur mit Gedankenkraft umgestaltet werden.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Seminar, Explosion und Kreuzaugen

In einem Seminar, das Thema hab ich natürlich wieder vergessen. Der Seminarleiter ist noch sehr jung, jünger als ich. In einer Aufgabe geht es um eine metallische Gittertür, wie sie in Kellern verwendet wird. Ich mache die Aufgabe erst gar nicht, weil ich der Meinung bin, dass die Gittertür so feste Verstrebungen hat, dass die Aufgabe schon von Grund auf nicht lösbar ist. Der Seminarleiter setzt sich neben mich, um jemandem am gleichen Tisch zu helfen, bemerkt aber auch, dass ich da sitze, als sei ich schon fertig. Er fragt, ob ich klar komme und ich versuche ihm, meine Meinung dazu zu sagen, aber im Raum ist es so laut, weil alle durcheinanderquatschen, dass wir uns gegenseitig anschreien müssen und trotzdem kaum etwas verstehen. Ich sage dann auch, dass ich so laut bin, weil ich kaum mein eigenes Wort verstehe und er nickt und meint sarkastisch, dass es den anderen wohl ebenso geht. Wir bekommen jetzt einen Zettel mit anderen Aufgaben, aber blöderweise verbummel ich diesen und hoffe deshalb, dass er mich nicht dran nimmt, suche hektisch danach. Zum Glück läßt er mich in Ruhe.

Im nächsten Traum bin ich zunächst beim Einkaufen mit meiner Schwägerin. Sie hat einen Geburtstag vorzubereiten, ich glaube, für ihre Adoptivtochter, und ist wieder Hans Dampf in allen Gassen. Jetzt befinde ich mich in meinem alten Elternhaus und gehe durch den langen Korridor, komme in die Küche. In meinem Bewußtsein bin ich allein und ich denke noch immer über meine Schwägerin nach, die so ein großes Programm mit Leichtigkeit absolviert. Als ich wieder aus der Küche hinausgehe, greife ich nach einer kleinen Tomate und esse sie. Irgendwie ist etwas besonderes an dieser Tomate, das ist mir schon vorher klar, bevor ich sie esse, denn ich frage mich, ob vielleicht eine kleine Stelle schimmlig ist, aber dann, als ich sie gegessen habe, verändert sie schlagartig mein Bewußtsein dahingehend, dass ich nun wie selbstverständlich weiß, einen Partner zu haben. Außerdem geschieht plötzlich eine Explosion während ich in das Wohnzimmer komme. Mein Partner liegt lang ausgestreckt auf dem Boden. Er ist dunkel-, fast schwarzhaarig und trägt eine Arbeitshose. Anscheinend hat er irgendwo rumgebastelt, er ist wohl Handwerker, und dabei eine Explosion ausgelöst. Erschrocken eile ich zu ihm und ziehe ihn so hoch, so dass er jetzt mit dem Rücken an der Couch lehnt. Er bewegt sich und murmelt etwas, lebt also noch. Das erleichtert mich. Inzwischen macht er auch schon wieder Witze indem er irgendeine Bemerkung über den Qualm und meine Schuhe vor sich losläßt. Er hat jetzt die Augen geöffnet und seltsamerweise hat er in seinen Augen jeweils ein gelbes, griechisches Kreuz. Auch sein Gesicht sieht etwas merkwürdig aus, so flach und mit den Augen irgendwie reptilienartig. Das Telefon klingelt und obwohl er noch wacklig auf den Beinen ist, kann er kaum schnell genug an den Hörer kommen, wobei er wieder eine witzige, ironische Bemerkung macht. Es ist ein rotes, modernes und sehr schickes Telefon, passt so gar nicht zu der Einrichtung bei meinen Eltern.

Kreuz
Psychologisch:
Das Kreuz unterteilt die Welt oder den Himmel in die vier Himmelsrichtungen. Es ist im Traum sowohl als Ordnungs-, wie auch als ältestes Ganzheitssymbol zu verstehen. Spirituell: Das Kreuz ist Sinnbild der Einheit von Extremen, der Synthese und des Maß - in ihm sind Zeit und Raum verknüpft.

Auge
Psychologisch:
Das Traumsymbol "Auge" hat die Bedeutung eines Bewußtseinsorgans. Es steht im Traum wie auch in der Wirklichkeit als Spiegel der Seele. Spirituell: Das Auge ist das Sinnbild der sinnlichen und intellektuellen Wahrnehmung.

Gelb
Psychologisch:
Die Farbe der Bewegung und der Kommunikation (z.B. Post) - und die Farbe des Sonnenlichtes ist Symbol für Energie, für die Fülle des Lebens und für "reiche Ernte" - auch im geistigen Bereich.

Sonntag, 23. September 2007

Besuch in meiner alten Kirche

Ich bin auf der großen Brachfläche hinter der Kirche Richtung E.B.Str. unterwegs, wo ganz früher einmal, so dass ich mich kaum daran erinnern kann, die Kleingärten waren. Aus irgendeinem Grund schwenke ich nach rechts und laufe dort quer über eine Fläche mit hohem wilden Unkraut. Eigentlich wollte ich nun links einbiegen, aber da ich eine Baugrube und Laster sehe, biege ich nach rechts ab und gehe wieder ein Stück zurück, Richtung B.Straße. Als ich mich dabei umschaue, sehe ich nun mächtig und drohend meine alte Kirche aufragen. Eigentlich könnte ich ja ein paar Fotos machen, wenn ich schon hier bin, denke ich. Die Kirche hat auf dieser, der hinteren Seite, am Eingang eine höhere Platform und zuerst will ich nur von dort Bilder von der Brachebene machen. Doch da ziemlich viele Menschen in die Kirche strömen, ströme ich neugierig mit. Die Kirche scheint zu einem Touristikzentrum geworden zu sein. Erstaunlich, denn sowas besonderes ist sie nicht, im Vergleich zu anderen Kirchen relativ farblos und plump. Während der Judenverfolgung wurden hier allerdings Juden im Kirchturm versteckt und es gab ein Widerstandsbüro im Turmbau. Drinnen, im Vorraum, hat die Kirche mehr Ähnlichkeit mit einem Verkaufsraum, denn dort stehen zwei Kassen auf hohen Theken und sogar eine Bar mit Getränken für die Touristen. Also geschäftstüchtig ist er ja der Pfarrer, das muss man ihm lassen. Hoffentlich treffe ich ihn hier nicht, dazu hätte ich wirklich keine Lust. Vor mir steht mit dem Rücken zu mir ein sehr großer Mann in einem Talar. Er dreht sich um, doch es ist ein mir unbekanntes Gesicht. Im Vorraum ist es ziemlich düster, so wie ich es von früher in Erinnerung habe, aber im Kirchenraum ist es noch dunkler. Ich stutze, als ich hineinschaue. Der Raum ist zwar groß, doch sehr karg, ohne Fenster und statt Kirchenbänken sehe ich die alten Holzstühle, die früher in der Kapelle standen, als dort bei den Bauarbeiten ersatzweise der Gottesdienst stattfand. Bin ich hier vielleicht in der Kapelle? Nein, das kann nicht sein. Die war auf der anderen Seite, hatte Fenster und dazu ist der Raum auch zu groß. Seltsam. Wieder im Vorraum hat ein Ehepaar an einem der Verkaufsstände eine Zeichnung in gelb-orangen Farben erstanden. Diese kommt mir irgendwie bekannt vor. Ist es etwa eine Zeichnung von mir? Ich suche nach der Signatur und finde ein A.J.'22. Also doch nicht.

In einer anderen Traumsequenz geht es um eine Diskothek, die sich jedoch in einem Vorort ziemlich weit von zu Hause befindet. Anscheinend gehe ich da jetzt neuerdings hin, aber im Traum mache ich mir vor allem Gedanken darüber, dass ich dort nur zwei Stunden bleiben kann und statt um 3 Uhr schon um 22 Uhr wieder gehen muss, damit ich noch nach Hause komme. Ich sage zu mir selbst, wie schnell doch zwei Stunden in einer Diskothek vergehen - da tanzt man ein paar Lieder durch und schon sind zwei Stunden um, ohne dass man es gemerkt hätte und als ob gar keine Zeit vergangen wäre.

In einem dritten Traumfragment geht es um ein ungehobeltes Bruderpaar. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich mit ihnen zu schaffen hatte, ich glaube, ich war zu Besuch bei Verwandten. Beide Brüder sind ziemlich feindselig und abweisend. Allerdings meine ich zu bemerken, dass ein Bruder davon schlimmer ist, als der andere. Der, der kratzbürstiger und feindseliger ist, hat rote Haare und eine Brille und ich weiß, dass er vom Sternzeichen Schütze ist. Der andere erinnert ein bißchen an meinen ehemaligen Mitschüler H.K., er ist zwar zurückhaltend, aber nicht wirklich feindselig. Seltsamerweise interessiert mich der rothaarige mehr.

Bemerkung: Die Kirche meiner Kindheit hat tatsächlich eine Plattform, allerdings auf der anderen Seite als im Traum und auch nur zwei oder drei Stufen hoch.

EDIT: Falsch! Verdammt, mein Unterbewußtsein hat recht gehabt, wie ich
HIER feststellen konnte.

Samstag, 1. September 2007

Creme um den Mund und Ungehorsam

Weil ich irgendeinen kleinen Pickel neben dem Mund habe, beginne ich mir Penatencreme rund um den Mund zu schmieren, bis er einen dicken weißen Rand hat, obwohl an den anderen Stellen gar nichts ist. Allerdings beabsichtigte ich etwas damit(wenn ich auch nicht mehr weiß, was das war). Ich spaziere in das Büro meiner Gruppenleiterin und sage zu ihr demonstrativ, sie solle sich heute nicht wundern wegen der Creme, da ich einen Ausschlag am Mund hätte (was aber so gar nicht stimmt). Frau Gr. kommt durch eine Tür im Büro, die nicht wirklich existiert, und will mir die Hand geben. Da ich noch Creme an den Fingern habe, will ich das vermeiden, doch Frau Gr. läßt nicht locker, erwischt durch mein Zögern aber nur die Fingerspitzen. Die Creme daran scheint sie nicht zu stören.

In einem unbekannten Hotelzimmer. Erst bin ich allein, dann kommt ein älterer Mann ins Zimmer. Wir liegen zusammen auf dem Bett und die Atmosphäre ist erotisch geladen, ohne dass wir uns überhaupt berühren. Er geht nach kurzer Zeit wieder, läßt aber eine frisch gebackene Pizza auf dem Bett zurück. Keine Tiefkühlpizza, sondern anscheinend handgemacht, mit sehr viel Käse und Tomaten, und äußerst appetitlich aussehend. Unglücklicherweise verlangt er von mir, dass ich die Pizza nicht anfasse, bis er wieder da ist. Dies sagt er jedoch nicht, weil ihm etwas an der Pizza liegt, sondern es ist Teil eines erotischen Spiels, dass er anscheinend mit mir spielen will, in welchem er mir Befehle erteilt und meinen Gehorsam verlangt. Sein Spiel mt der Pizza ist äußerst perfide, das wird mir klar, als ich sie so von allen Seiten betrachte und Überlegungen anstelle, ob ich meinem Appetit nachgeben oder lieber gehorsam sein soll. Schließlich denke ich bei mir "Ach egal, ich steh eh nicht auf sowas." und stopfe mir noch im Bett ein großes Stück Pizza in den Mund. Dabei muss ich aufpassen, keine Tomatenflecke auf der Bettwäsche zu hinterlassen, das könnte sonst zu sehr auffallen.

Donnerstag, 23. August 2007

K. und die Kaugummiblase

In einer Bar bei irgendeiner Veranstaltung mit anderen zusammen. Es ist sehr leer, kaum Leute da, aber K. taucht auf. Mit einem Strick lässt er mich aus dem Fenster heraus, weil dieser Weg kürzer ist. Dann befinden wir uns in dem Zimmer, wo ich zur Untermiete wohnte. Irgendwann geht K. kurz weg, will aber wiederkommen und ich warte. Während ich warte kaue ich einen Kaugummi, der bald so weich und klebrig ist, dass er mir in Teilen aus dem Mund fällt. Ein Stückchen kaue ich noch und beginne zufällig zu blasen, wobei ich merke, dass sich eine kleine Wölbung bildet. Hey, denke ich, der Kaugummi scheint genau richtig für Blasen zu sein. Ich sammel alles wieder ein, klebe es zusammen und fange erneut an, darauf herumzukauen und dann zu blasen. Und tatsächlich, eine riesige weiße Kaugummiblase bildet sich vor meinem Mund, die entfernte Ähnlichkeit mit einem Airbag hat, und zeplatzt schließlich mit einem kleinen Plop. Jetzt weiß ich, dass der Kaugummi sehr gut durchgekaut und weich sein muß, um Blasen machen zu können. Endlich kann ich das auch.

Bemerkung: Schön, aber nach diesem späten Tip meines Unterbewußtseins werde ich nach zwanzig Jahren nicht wieder anfangen, Kaugummiblasenmachen zu üben.

Dienstag, 21. August 2007

Das Gewitter

Ich werde in meinem alten Kinderzimmer wach. Es gewittert heftig und helle Blitze zucken in den offenen Fenstern. Lange liege ich im irgendwie ungemütlich kalten Bett und lausche den krachenden Donnerschlägen. Die Zeit erscheint mir unendlich lang. Da fällt mir ein, dass meine Mutter noch unterwegs ist. Sie ist wahrscheinlich genau in das Gewitter gekommen. Es klingelt auch schon an der Tür. Ich gehe zu einer modernen Gegensprechanlage, die es früher nicht gab und betätige den Türöffner, nachdem ich mich vergewissert habe, dass es meine Mutter ist. Nun erwachte ich wirklich und stellte fest, dass es tatsächlich heftig gewittert. Mit dem Gedonnere ging das noch ewig, super, wenn man eh keine lange Nacht hat. Mit dem Zeitgefühl meines Traumes zusammen würde ich auf zwei Stunden Gewitter tippen, aber wahrscheinlich war es viel kürzer. Und zu allem Überfluß mußte ich auch noch plötzlich an Aleister McSchnupf aus dem "Müll"-Roman denken - ich stellte mir bildlich vor, wie der kokainschnupfende Cop als der neue Alte im Himmel sitzt und tüchtig herumwettert, was mich so erheiterte, dass ich jetzt erst recht wach war und nicht mehr einschlafen konnte. Interessant finde ich, dass mein altes Kinderzimmer wohl eine wichtige Zwischenstufe meines Bewußtseins darstellt, da ich oft aus einer Bewußtlosigkeit dort "erwache". Sollte ich jemals ein Geist werden, werde ich wohl in dem alten Pfarrhaus herumspuken. *gg*

Samstag, 11. August 2007

Glassplitter-Klettern, der Wutanfall und die Todesnachricht

Ich bin auf einem Weg, wo sich mir auf einmal eine felsige Bergwand, die über und über mit Glassplittern bedeckt ist, in den Weg stellt. Ohne jedes Zögern versuche ich diese Wand barfuß zu erklettern, was sehr gefährlich ist, denn die Glassplitter sind alle lose und ich kann mich an ihnen nicht festhalten. Auch weiß ich nicht, wie stabil und fest die größeren Teile Glas sind. Sollte ich falsch treten oder mich an etwas verkehrtem festhalten, würden die Glassplitter mit mir wahrscheinlich wie eine Lawine hinunterrollen.
Dann stehe ich neben meinem Bruder, der mir irgendetwas sagt, das in mir unglaubliche Wut auslöst. Ich beginne herumzurennen und alle in meiner Umgebung anzuschreien. Dies sind außer meinem Bruder vor allem meine Mutter, K., meine Schwägerin und noch jemand Viertes, den ich nicht identifizieren kann. Diese schauen mich überrascht an, scheinen sich über meinen Ausbruch aber hauptsächlich zu amüsieren. Er hat ja auch etwas Kindisches, ich komme mir selbst bescheuert vor, mich so aufzuführen, aber dass mich anscheinend niemand ernst nimmt und alle lachen, macht mich noch wütender. Ich schreie jetzt, dass sie alle abhauen sollen und meine Schwägerin, die gerade sitzt, schubse ich sogar, damit sie aufsteht und verschwindet. Ich weiß selbst nicht so genau, was mit mir los ist, aber ich kann auch nicht mehr aufhören. Die anderen gehen, allerdings lachen sie weiter über mich. Sie nehmen das nicht ernst und sehen es mehr als Spiel, so dass ich schließlich mitmache, drohend hinter ihnen herrenne und ebenfalls so tue, als würde ich lachen. In Wirklichkeit meine ich es aber nicht so, sondern bin unglaublich verletzt und hilflos.
In der nächste Traumsequenz erhalte ich einen Telefonanruf. Es ist meine Mutter. Ich höre ihre Stimme und sie sagt mir, dass Vater tot ist. So schnell hätte ich damit gar nicht gerechnet. Aber es kommt auch nicht völlig überraschend. Eigentlich dachte ich, ich hätte schon genug getrauert, als wir dachten, dass er sterben würde, und es würde mich jetzt nicht mehr sonderlich treffen, doch ich beginne trotzdem zu weinen. Das passt meiner Mutter mal wieder nicht, was mich wütend macht und mich erneut in eine Auseinandersetzung mit ihr drängt. Ich sage ihr, dass sie mich doch einfach mal weinen lassen soll, hinterher sei es wieder gut und was sei denn so schlimm daran.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 21. Jan, 14:01

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