Tag an der Spree
Ich fahre auf der Hochbahn. Es ist ein Sonderzug, eine private U-Bahn. Das bedeutet, daß ein Privatmensch einfach als Freizeitspaß diese U-Bahn betreibt und fährt. Jeder kann eine private U-Bahn betreiben und es tun auch einige. Allerdings frage ich mich, als ich in der Bahn sitze, ob die privaten nicht mit den öffentlichen irgendwie in Konflikt kommen und schlimmstenfalls zusammenrasseln. Außerdem habe ich auch nicht sehr viel Vertrauen in die Fahrkünste desjenigen. Etwas mulmig ist mir, wenn ich die in den zahlreichen Kurven und Berg- und Talfahrten fast aus den Gleisen springenden Waggons sehe (aus einer Perspektive von oben). Aber die Strecken bleiben ja die gleichen, die Schienen auch, vielfach befahren, dann werden sie ja wohl wissen, was sie machen. Wahrscheinlich fährt der Zug von ganz allein und es ist Blödsinn, sich Sorgen zu machen. Der Zug gleitet eine Schneise hinunter, bis auf einen Strand mit feinem, weichen Sand. Dahinter ist Wasser zu sehen. Mein Herz beginnt freudig zu springen, weil ich erst glaube, am Meer zu sein. Als ich aussteige, mein Bruder ist jetzt dabei, stelle ich aber fest, daß wir nur an der Spree sind, wo sie auf dem Promenadenufer ein Stückchen in einen Sandstrand verwandelt haben. Na ja, auch nicht schlecht, zumal der Strand völlig leer ist und wir ihn ganz für uns haben. Wir machen es uns im Sand bequem - meine Bruder holt ein Buch hervor und ich döse in der Sonne. Zwischendurch entdecke ich einen Bekleidungskiosk. Dort probiere ich viele verschiedene Kleider und Röcke an, kann mich aber nicht entscheiden. Als ich gehen will, sehe ich sie auf den Bügeln hängen und möchte sie nochmals anprobieren. Der ältere Mann mit schlohweißem Haar an der Kasse verdreht schon die Augen. Ich weiß, was er denkt - Frauen....usw. Ich probiere erst erneut einen Rock an, der an beiden Seiten etwas geschlitzt ist und dann einen Rock, der vorne einen Schlitz hat. Dieser reicht mir bis zum Bauchnabel. Wohl doch etwas zu gewagt. Mein Blick fällt immer wieder zu einem blauen langen Jeansrock, in welchen patschworkartig blaue geblümte Stufen eingearbeitet sind.
Als ich das Geschäft verlasse, ist es schon dunkel geworden. Mein Bruder sitzt vor einem Imbißkiosk, eine 1,5 L- Flasche Pepsi light in der Hand. Diese ist fast leer. Hat er das etwa alles getrunken? Igitt. Dieses ungesunde Zeug. Er zeigt auf ein Fladenbrot mit irgendeiner Paste, was er sich noch zu essen holen will. Mein Blick fällt auf die Uferpromenade. Zwar wurden die Gehsteige nicht hochgeklappt, aber der gesamte Strand zum Ende des Tages zusammengefegt. Kein Körnchen liegt mehr.
Als ich das Geschäft verlasse, ist es schon dunkel geworden. Mein Bruder sitzt vor einem Imbißkiosk, eine 1,5 L- Flasche Pepsi light in der Hand. Diese ist fast leer. Hat er das etwa alles getrunken? Igitt. Dieses ungesunde Zeug. Er zeigt auf ein Fladenbrot mit irgendeiner Paste, was er sich noch zu essen holen will. Mein Blick fällt auf die Uferpromenade. Zwar wurden die Gehsteige nicht hochgeklappt, aber der gesamte Strand zum Ende des Tages zusammengefegt. Kein Körnchen liegt mehr.
Träume von Urlaub und Reisen - Montag, 17. Dezember 2007, 12:02









