Montag, 26. Dezember 2005

Der lange Lauf nach Bernau

Ich gehe auf der Straße mit vielen ehemaligen Klassenkameraden von mir. Wir kommen auf einen Hof und geraten an eine sehr matschige und steinige Stelle, wo man kaum noch laufen kann. Deshalb ist ein Seil darüber gespannt, auf dem man, sich am Zaun festhaltend, darüber hinweg balancieren soll. Nun habe ich leider Gepäck bei mir, sehr schweres Gepäck sogar, das aber nur ein sehr schwere, aber leere steinere Kiste oder ähnliches ist. Irgendwas Unnützes, aber trennen will ich mich trotzdem nicht davon. Ich weiß aber auch nicht, wie ich mich mit dieser schweren Kiste am Zaun festhalten soll, weshalb ich zu den Jungs, welche vor mir auf dem Hof stehen rufe, sie sollen die Kiste nehmen. Doch dann traue ich mich doch nicht, die Kiste hinunterzuwerfen, weil dort überall Pfützen sind und das Wasser ringsherum spritzen würde. Etwas ratlos stehe ich also da auf dem Seil, als einer von den Jungs das dortige Ende vom Seil greift und es schräg mit mir darauf über den Hof trägt, vom Zaun weg. Ich versuche die Balance zu halten, was mir auch gelingt und steige dort, wo es trocken ist, wieder vom Seil herunter, ohne darauf entlanggegangen zu sein.

In der nächsten Sequenz fahre ich in der S-Bahn, in der der Waggon eher einem Gruppenschlafsaal gleicht. Außerdem ist alles sehr keimig und dreckig dort, die Handtücher, die Waschbecken, bis hin zu den Trinkbechern. Trotzdem beruhigt und freut mich dieser Dreck irgendwie, weil ich denke, das dies das Gute am Reisen ist - ich muss mich nicht um diesen Dreck kümmern.
Als die S-Bahn an der von mir gewünschten Station hält, steige ich aus und steige eine steile Böschung hinauf. Ein Baum, der dort steht, erinnert mich an etwas und spontan beschließe ich, nicht die vorgehabte Richtung einzuschlagen, sondern die andere Richtung bis nach Bernau zu laufen und dort eine Schulglocke(-klingel) zu zerstören. Ich weiß nicht mehr, warum und weshalb ich das tun wollte, aber es war mir sehr wichtig und im Traum wären es wohl nur zehn Minuten Dauerlauf gewesen, während es in Wirklichkeit viele Kilometer sind und Stunden dauern würde. Also rannte ich los und rannte zuerst im Laufschritt durch verschiedene Campingsiedlungen hindurch. Dabei rauche ich wohl auch noch, denn einer der Camper dort meckert mich an, weil ich vorbeirenne und rauche. Ich schnauze zurück, dass das Laufen und Rauchen hier nicht verboten ist, das Camping aber sehr wohl, was er auch sehr genau wüßte. Im Nachhinein bin ich mir zwar nicht sicher, ob das Camping dort wirklich nicht erlaubt ist, aber das ist mir auch egal und ich renne weiter. Schließlich komme ich an eine Stelle des Weges, wo riesige Felsplatten und -brocken hineingestürzt sind. Ich klettere durch eine enge Schlucht zwischen den Felsen, wobei einige Felsen sich mit merkwürdiger Leichtigkeit bewegen und umherrollen oder neben mir herunterstürzen. Ich denke, dass hier wohl ein Bergrutsch stattgefunden haben muss (obwohl es da keine Berge gibt) und bekomme es mit der Angst zu tun, weil ich fürchte, von den Felsen erschlagen oder eingeklemmt zu werden und mich keiner mich da finden würde. Trotzdem klettere ich weiter, bis ich den Ausgang der Schlucht erreiche. Nun liegt vor mir ein grünes, aber enges Tal, auf dessen Fläche Gebäude und Zäune das Grundstück irgendeiner Firma andeuten. Ich versuche den Weg zu finden, der weiter nach Bernau führt, sehe aber nirgendwo einen Weg, der wieder hinausführt. Deshal will ich jemanden von der Firma fragen und gehe zu einem der Häuser. Auf einem Schild im Fenster steht "Papermoonflowers" und ich frage mich, was das wohl ist. Auf mich hört sich das wie ein Bandname an. Auf einem Rasenplatz hinter den Zäunen treffe ich dann drei japanische Frauen, die sich dort sportlich betätigen. Dies sind anscheinend die Papermoonflowers.
Ich frage zwar nach dem Weg, wache jedoch auf, bevor ich ihn weiter verfolgen kann.

Trackback URL:
https://meeresgrotte.twoday-test.net/stories/1325536/modTrackback

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

Suche

 

Traumarchiv

Januar 2017
Januar 2016
November 2015
Oktober 2015
März 2015
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juni 2013
April 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007
Juli 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
August 2006
Juli 2006
Juni 2006
Mai 2006
April 2006
März 2006
Februar 2006
Januar 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004
November 2004
Oktober 2004
September 2004
Juni 2004
Mai 2004
April 2004
März 2004
Februar 2004
Oktober 2003
September 2003
August 2003
Juli 2003
Juni 2003
Mai 2003
April 2003
September 2002
August 2002
September 2001
Juli 2001
Juni 2001
Mai 2001
April 2001
Februar 2001
Mai 2000
März 2000
Januar 2000
August 1999
März 1999
November 1998
September 1998
August 1998
Juli 1998
Mai 1998
April 1998
März 1998
Februar 1998
Januar 1998
November 1997
August 1997
Februar 1997
Mai 1996
März 1996
Januar 1995
Dezember 1992
August 1991
Mai 1991
April 1991
März 1991

Aktuelle Beiträge

Hallo Rosenherz,
ja, hier ist noch jemand. Allerdings poste ich meist...
zuckerwattewolkenmond - 21. Jan, 13:51
Hallo!
... ist da noch jemand? Letzter Eintrag im Jänner 2016? Gerade...
rosenherz - 16. Dez, 15:50
ich sehe die Fingerkuppenringe...
ich sehe die Fingerkuppenringe vor mir - phantastisch!...
g a g a - 15. Apr, 20:44

Buch-Schätze für befreites Denken

Musik-Schätze


Eine Reise entlang der Seidenstraße
A.R. Rahman: Between Heaven and Earth

Weltentanz-News

Dimensionen

~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

Status

Online seit 7365 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Jan, 14:01

Traum-Feed

Alle Links in Popups öffnen

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Alle anderen Träume
Aufwachträume
Badewannenträume
Berufsträume
Beziehungsträume
Feuerträume
Flugträume (Luft)
Gartenträume (Erde)
Gedankenblitze, Visionen und Synchronizitäten
Kurzträume und Fragmente
Luzide Treppenträume
Pflanzenträume
Schamanische Traumreisen
Schulträume
Synchrones Träumen
Tierträume
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development