Mit einer Freundin und einem Mann spiele ich ein Ballspiel. Außerdem wird mir bei einem Test die Frage gestellt, welche Art Beziehung ich mit dem Mann bevorzugen würde. Dazu habe ich vier Punkte zum Ankreuzen. Punkt eins ist Freundschaft, Punkt zwei eine Partnerschaft, die Punkte drei und vier habe ich vergessen. Spontan wähle ich 'Freundschaft'. Meine Freundin fragt mich daraufhin, warum ich mir ausgerechnet das Schwierigste aussuche. Hm, könnte sein, daß sie recht hat. Jetzt bemerke ich, daß beide miteinander tuscheln. Ich soll davon nichts mitbekommen, aber ich höre trotzdem genau, daß es dabei um meinen Geburtstag geht. Stimmt, der ist ja bald. Er fragt sie, ob sie sich schon etwas überlegt hat und sie antwortet irgendetwas in der Art, daß ich mir Obst wünsche. Wünsche ich mir Obst? Doch ja, es ist so. Aber wie ich nun höre, gibt es wohl Probleme damit.
Beziehungsträume - Freitag, 23. Juli 2010, 23:01
Ein Büroraum mit zwei gegenüberstehenden Schreibtischen. An einem sitzt Madonna, am anderen irgendeine Kollegin. Der nagelneue Song von Madonna läuft im Hintergrund und geht mir unwiderstehlich in die Beine, so daß ich spontan anfangen muß zu tanzen. Der Song ist sehr tanzbar, wie ich finde, zumindest im Refrain, den zwischendurch hat er auch einige langsamere Passagen. Doch Madonna scheint von meinem Tanzdrang zu ihrem Song nicht begeistert, stattdessen schaut sie mich verärgert an, vielleicht weil ich nicht wirklich gut tanzen kann, und auch die Kollegin fühlt sich wohl eher gestört. Es ist mir ja peinlich, aber ich kann einfach nicht damit aufhören, trotz dieser Reaktionen.
Ich bin die Besitzerin eines Blumenhandels, wobei dieser schon etwas größer sein muß, denn ich muß selbst überhaupt nichts mehr tun, sondern kann meine Angestellten herumschicken. Einige männliche Angestellte sorgen gleichzeitig für mein persönliches Wohlergehen, indem sie mich massieren. Während des Massierens kommt mir die Idee, vor das Geschäft auf die Straße, auf der bisher gar nichts steht, einen bepflanzten Kübel hinzustellen. Einfach so zur Verschönerung, als Blickfang und eventuell auch Werbung. Ich rufe eine weibliche Angestellte und gebe ihr den Auftrag, einen großen Kübel hübsch mit Erika und dazu passenden anderen Stauden zu bepflanzen. Doch diese schüttelt den Kopf und meint, das wäre keine gute Idee, weil die Pflanzen auf der Straße geklaut werden würden. Die männlichen Angestellten stimmen ihr zu und ich fühle mich überstimmt, weshalb ich nachgebe, aber innerlich ärgert es mich. Zum einen ist es mir völlig egal, ob die geklaut werden, denn schließlich habe ich genug davon und kann das verschmerzen, und zum anderen hätte ich es gerne ein wenig schöner, und zwar nicht nur für mich, sondern für alle, also auch auf der Straße.
Während der ganzen Nacht lief im Hintergrund unter den Träumen eine Melodie mit Text wie so eine Art Filmmusik.
Bemerkung: Erst Fitnessgeräteverkäufer, dann Blumenhändler, fehlt bloß noch, daß ich im Traum irgendwann zum Staubsaugervertreter werde.
Berufsträume - Donnerstag, 22. Juli 2010, 22:24
In einer Gesellschaft bin ich die einzige Blondine unter Frauen, die alle tiefschwarze Haare haben, meist bereits gefärbt über grauen Haaren. Ich frage mich deshalb, ob ich etwas verpaßt habe und ob das jetzt jeder haben muß. Es gefällt mir nicht, aber andererseits fühle ich mich als Außenseiter, weshalb ich die Gesellschaft verlasse und mit einem Fahrstuhl in ein anderes Stockwerk möchte. Schnell springe ich in einen Fahrstuhl, der schon halb offen steht, doch erst als ich drin bin entdecke ich das knutschende junge Pärchen. Wahrscheinlich störe ich, aber egal, ich drücke trotzdem den Knopf - nichts tut sich. Anscheinend ist der Fahrstuhl defekt. Ich steige in einige andere Fahtstühle um, doch keiner bewegt sich. Alle kaputt. Schließlich, es ist nicht klar, ob dies ein neuer Traum ist, werde ich in einer Rakete senkrecht nach oben katapultiert, wobei ich nicht mehr weiß, was das Ziel ist und ob ich dort angekommen bin. Die auf den Körper ausgeübte Gegenkraft war beim Raketenflug jedoch erstaunlich echt zu spüren.
Kurzträume und Fragmente - Montag, 19. Juli 2010, 22:21
Zwei Wege. Der eine führt eher beschwerlich bergauf auf einen mit Gras bewachsenen Hügel und ist ein mit einigen Steinen bedeckter doppelspuriger Sandweg. Der andere ist gepflastert und ebenerdig. Mit kindlicher Begeisterung und Entdeckerneugier stürze ich mich sofort auf den ansteigenden Sandweg. In der Hälfte des Weges fällt mir auf, daß es sich hier eigentlich sogar leichter geht als ich dachte. Von dem, was hinter dem Hügel wartet, ist jedoch noch nichts zu sehen. Das Gras der Hügelkuppe vor dem etwas blassen Himmel versperrt wie eine Barriere die Sicht.
Im weiteren Traum geht es darum, daß ich sieben Kinder habe oder ein siebentes dazu kommen soll, aber die Gefahr besteht, daß es behindert ist. (Also mir haben diese
Fünf eigentlich bereits gereicht.)
Wieder zwei Wege, die parallel zueinander einen mit Kraut und Gras bewachsenen Waldhügel hinaufführen. Den linksseitigen steige ich hinauf und ganz oben schaue ich mehr zufällig ins Gebüsch. Dort entdecke ich eine Ratte. Und da, eine zweite! Eine dritte! Und nur wenige Zentimeter vor meinen Füßen eine vierte Ratte. Diese sind sehr friedlich, knabbern vor sich hin und schauen mich verwundert mit schwarzen Augen an, als wollten sie fragen, was ich hier herumtrample. Aber sie scheinen keine Angst vor mir zu haben und bleiben wie angewurzelt sitzen. Was bin ich froh, daß ich nicht aus Versehen auf eine hinaufgetreten bin! Ich werde jetzt bei jedem Schritt aufpassen. Vorsichtig gehe ich zum gegenüberliegenden Weg, um auf diesem den Hügel wieder hinunter zu gehen. Dabei denke ich bei mir - wußte ich es doch! Doch Ratten! Hatte also nichts zu sagen, daß ich vorher am Tag keine gesehen habe. Das Warnsystem der Ratten vor falschen Menschen funktioniert immer noch gut.
Tierträume - Freitag, 16. Juli 2010, 23:21
Im Büro soll ich mich, sagt Kollege K., mit dem Oberkörper auf einen Tisch legen, weil irgendetwas ausprobiert oder gemessen werden soll. Nachdem ich das getan habe, werde ich so müde, daß ich mich nicht einmal mehr bewegen kann, immer wieder einschlafe und weiter im Halbschlaf mit den Kopf auf den Armen liegen bleibe. Mein Körper ist schwer wie Blei und es kostet mich unendliche Mühe, überhaupt wach zu bleiben. Kollegen kommen und gehen um mich herum, ab und zu werde ich gefragt, was mit mir ist. Antworten kann ich noch und ich sage dann, ich sei so müde, wahrscheinlich der Kreislauf, daß ich mich nicht bewegen könne. Die Kollegen gehen wieder oder beraten sich. Schließlich kommt Kollegin K. und fragt ebenfalls. Auf meine Antwort sagt sie, ich sollte mal eine Pille von den Rowdypnol nehmen, die würden mich - das sagt sie nicht wörtlich, aber im übertragenen Sinn, den genauen Wortlaut habe ich vergessen - zur Kampfsau machen.
Bemerkung: Mit Rowdypnol meint der Traum wohl der Gegenpart zu Rohypnol, nämlich ein Aufputschmittel. Vielleicht brauche ich sowas ja wirklich, mindestens bei diesen Temperaturen. Mit meinem Kreislauf fühle ich mich jedenfalls partiell komatös.
In einem kleinen Konferenzraum findet ein Interview mit einer bekannten Fotografin statt. Sie ist noch relativ jung, hübsch, trägt einen blonden Bubikopf, hat aber bereits sehr viel Erfolg mit Fotoporträts von Prominenten. Eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich bei diesem Interview mit dabei bin. Ich bin durchgängig nur ein stiller Zuhörer und habe weder mit der Fotografin noch mit der Interviewer-Crew aus mehreren Personen etwas zu tun. Es ist für mich aber recht interessant, zumal die Fragen hauptsächlich fotografischer Art sind. Irgendwann holt die Fotografin zwei gebrauchte und schon etwas abgegriffene Kameras hervor - ein helle große und eine schwarze kleine Kamera. Die helle Große bekommt eine der Interviewerinnen, die schwarze Kleine drückt sie mir in die Hand. Zuerst betrachte ich sie interessiert, sehe, daß es eine Analog-Kamera ist, und schaue durch das Objektiv. Dann werde ich jedoch unsicher, aus welchem Grund mir die Kamera gegeben wurde. Nur zum Ansehen? Muß ich etwas dazu sagen? Oder darf ich die behalten? Ich halte sie hoch und frage noch einmal nach. Ja, ich darf sie behalten, wow. Es wundert mich, daß sie ausgerechnet mir die Kamera gegeben hat. Ein guter Grund, um wieder mehr analog zu fotografieren.
Die restliche Nacht reise ich mit einem schwarzen Aktenkoffer voller Geld umher. In allen möglichen Verkehrmitteln packe ich ihn neben mir auf den Sitz, während ich schlafe, so daß er leicht gestohlen werden könnte. Ich frage mich im Traum selbst, warum ich das tue, und komme zu dem Schluß, daß ich es wohl tatsächlich möchte, daß er gestohlen wird. Allerdings passiert es nicht. Blöd.
Träume vom Fotografieren - Sonntag, 11. Juli 2010, 13:13
In einer Stadt mit mittelalterlichen Mauern und Türmen. Im Traum halte ich es für Bernau bei Berlin aber eigentlich ist diese Stadt viel größer und die Mauern höher. Wie riesige Bollwerke ragen sie in den Abendhimmel. Ich wohne dort für ein paar Tage bei K., wobei mir auffällt, daß er unkontrolliert beginnt zu zittern, wenn er nicht die Kontrolle über alles hat. Während ich auf seine Hände schaue, fällt mir auch auf, wie alt diese aussehen, obwohl er sogar noch jünger ist als ich, knapp über dreißig. In der Stadt unterwegs fliegt einer meiner Schuhe plötzlich im hohen Bogen über einen relativ hohen Zaun. Mir gelingt es erstaunlich leicht, mich auf den Zaun zu stemmen und dann auf die andere Seite zu klettern. Dort bemerke ich, daß ich mich nun in einer Art Käfig befinde, kaum zwei Quadratmeter groß und für einen Moment weiß ich nicht mehr, wie ich mit dem Schuh in der Hand wieder hinausklettern soll. Aber rechtzeitig fällt mir ein, den Schuh einfach erneut über den Zaun zu werfen und hinterher zu klettern.
Während ich beim Aufräumen meines sehr großen Kleiderschrankes bin, bekommt mein Vater Besuch von einem älteren Herrn, an den ich verkauft verheiratet werden soll. Ich werde vorgeführt, und da dieser ältere Herr auch meinen Kleiderschrank mitheiratet, zeigt mein Vater ihm diesen ebenfalls mit allem, was darin hängt. Einen Bügel mit goldbedrucktem Kleid zieht er heraus, um es zu präsentieren, aber dem älteren Herrn gefallen die Klamotten nicht. Mißmutig schüttelt er den Kopf. Ich werde wohl neue benötigen.
Bemerkung: Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen vom Meer zu träumen, nachdem ich noch bis spät in der Nacht von Atlantis gelesen und dabei stets den Geruch einer frischen Brise vom Atlantik in der Nase hatte.
Träume von Urlaub und Reisen - Samstag, 10. Juli 2010, 13:33
Ein großes Haus voller leerer Zimmer und Flure, in welchem ich mich mit einem Grüppchen von Menschen aufhalte, unter ihnen ein Mann aus meiner Sportgruppe. Doch so leer, wie das Haus auf den ersten Blick aussieht, ist es gar nicht, denn es gibt dort Geister(oder heimliche Zuschauer?), die uns beobachten und es gar nicht gerne sehen, daß wir Geschichten schreiben und uns diese gegenseitig vorlesen. Wir dürfen uns nicht dabei erwischen lassen. Deshalb müssen wir uns ständig irgendwo verstecken und ziehen flüchtend durch das Haus, von einem Versteck zum nächsten. Dort, hinter Tischen und Betten kurzzeitig vor den "Anderen" geschützt, schreiben wir, oder lesen laut die geschriebenen Geschichten vor, um sie mit der Gruppe zu teilen. Diese Stunden oder Minuten in den Verstecken sind heimelig und kreativ, erwärmen das Herz, egal wo wir uns befinden und wie unbequem es ist. Aus diesem Grund hören wir nicht damit auf. Aber wir vergessen trotzdem nie, auf der Flucht zu sein und uns verbergen zu müssen.
Bemerkung: Erinnert mich ein wenig an "Fahrenheit 451".
Kurzträume und Fragmente - Freitag, 9. Juli 2010, 23:48
Einen Bananenstrauß bekam ich im Traum wie einen Blumenstrauß überreicht - mehrere Bananen, deren geradere Seite stielartig zusammengebunden ist, während die krummeren Seiten sich wie ein Kelch auffächern. Außerdem unreife grüne Holunderbeeren.
Mehr Bananen essen? Grüne Holunderbeeren sicher nicht, die sind giftig.
Pflanzenträume - Dienstag, 6. Juli 2010, 20:37
In einer Art Kapelle, ganz vorne steht ein junger katholischer Priester, der auf dem Kopf ein Kruzifix und darauf eine brennende Kerze balanciert. Vielleicht sind auch noch andere Gegenstände dazwischen. Die Idee für den Aufbau war wohl von mir, allerdings weiß ich nicht mehr, welchem Zweck die Aktion dienen sollte. Der Priester muß mit dem Kopf hin und her, nach links und rechts schwanken, um Kruzifix und Kerze aufrecht zu halten. Eine ziemlich wackelige Angelegenheit, die irgendwann doch herunterfällt, wobei sich das Wachs der Kerze auf den Teppich ergießt. Ach herrjeh, denke ich, Wachs auf Teppich geht doch nie mehr raus. Hilfesuchend wende ich mich zum Priester um, der sich jedoch jetzt auf die Seite der in der Kapelle Sitzenden geschlagen hat. Auch zu ihm sage ich etwas in der Art, halb entschuldigend, hoffe aber, daß er erklärt, es wäre nicht so schlimm. Stattdessen bestimmt er, daß ich schuld sei und deshalb den Wachs auch entfernen müsse, egal wie. Das macht mich ratlos, doch meine Tante, die ebenfalls in der Kapelle sitzt und eine wilde Frisur mit blonden Rasterzöpfen trägt, kommt mir zur Hilfe und meint, daß sie weiß, wie man den Wachs wieder aus dem Teppich bekommt. Alles kein Problem.
Kurzträume und Fragmente - Montag, 5. Juli 2010, 23:59
Ein völlig überfüllter Seminarraum, in welchem manche Teilnehmer ohne Sitzplatz an Wänden und Fenster stehen, wie ich auch. Die Seminarleiterin, eine junge Frau mit punkig rot gefärbten langen Haaren und einer grünen Haarsträhne auf der linken Seite, ist nicht sehr erfreut darüber. Um zu prüfen, wieviele Personen sich im Seminar befinden, läßt sie durchzählen - jeder sagt der Reihe nach an, welche Nummer er ist. Als ich an der Reihe bin sage ich laut: 22. Nach mir, bei der Nummer 23 und 24, bricht die Zählung ab, da die beiden nicht aufgepaßt haben. Aber die Seminarleiterin wird es sicher schaffen, allein weiterzuzählen.
Ein wandgroßes Fenster, hinter welchem ich junge Entlein umherwatscheln sehe.
In der S-Bahn bietet mir ein älterer Türke freundlich und mit geradebrechten Worten an, auf seinem Schoß Platz zu nehmen, um unauffällig und zur beiderseitigen Entspannung Sex zu haben. Ein Angebot, daß man ernsthaft überdenken sollte. Aber er stinkt und mir fällt immer stärker auf, wie schmuddelig und dreckig er ist, vielleicht sogar ein Obdachloser, deshalb lehne ich dankend ab.
Ein Rollwagen von oben bis unten angehäuft mit türkischen Spezialitäten.
In der nächsten Traumsequenz befinde ich mich in einem Computerspiel. Vor meinen Augen zoome ich durch verschiedene dämmrige Räume. Als ich meine, alles in den Räumen gesehen und gefunden zu haben, fallen mir helle Stellen an der Wand in einer dunklen Nische auf. Ich zoome näher heran und stelle fest, daß die gesamte Wand mit Urlaubsangeboten in einer fremden Sprache und Strandbildern zugepflastert ist. Hm, gehört das nun noch zum Spiel oder sind es vielleicht echte Angebote, die man auch buchen kann? Wenn ja, könnte man sie sich mal genauer anschauen.
Ok, der Traum will mir anscheinend sagen, daß ich mit Sex und Urlaub entspannen sollte. Das mit dem Urlaub muß aber noch ein wenig warten.
Schulträume - Samstag, 3. Juli 2010, 20:59
Mit meiner Mutter zusammen hole ich eine ihrer Bekannten vom Proktologen ab. Das ist wohl nötig, weil meine Mutter unbedingt die Diagnose erfahren muß. Die Praxis des Proktologen ist sehr edel eingerichtet. Im Warte- und Empfangszimmer stehen schöne gedrechselte Möbel im Landhausstil. Anscheinend ist es ein sehr gut situierter Arzt, vielleicht ein Arzt für Reiche. Ich denke darüber nach, daß sich auch meine Mutter immer solche repräsentativen Praxen aussucht. (Tut sie das? Nicht, daß ich wüßte.) Aus einem Nebenzimmer kommt jetzt der Arzt ohne uns weiter zu beachten. Er ist sehr attraktiv mit angegrauten Haaren und einem Schnurrbart. Außerdem hat er eine junge, aber bereits erwachsene Tochter, blond und ebenfalls attraktiv, die er in der Praxis überall "mitmischen" läßt. Die Sprechstundenhilfe ist eine hagere, etwas genervt wirkende Frau mit kurzen Haaren und Brille. Wir setzen uns an ihren stämmigen (Eichen?)tisch und warten. Eine fremde Frau sitzt mit uns am Tisch und wartet ebenfalls. Die Einrichtung des Wartezimmers geht völlig unbegrenzt in einen öffentlichen Straßenplatz über, so daß ich vom Stuhl aus die öffentliche Telefonzelle beobachten kann. Jemand aus der Praxis betritt sie, um zu telefonieren. Mir fällt an einer Hauswand ein großer rechteckiger Spiegel auf, in welchem sich viele kleinere Spiegel spiegeln, sowie ein buntes Bild mit viel Rot. Seltsamerweise bin ich in dem Spiegel nicht zu sehen, was ich im Traum aber nicht bemerke. Stattdessen versuche ich die Spiegelung zu fotografieren, da mir die Komposition gefällt. Es gestaltet sich jedoch schwierig, die Spiegelung zu knipsen, da sich je nachdem, ob in der Praxis eine Tür offen steht oder nicht, der Lichteinfall massiv ändert und es teilweise zu dunkel wird, um von dem Bild, das am weitesten entfernt ist, noch etwas zu erkennen. Deshalb bleibe ich vor dem Spiegel stehen und versuche, bei einer günstigen Gelegenheit "zuzuschnappen". Die fremde Frau beobachtet interessiert und wohlwollend meine Bemühungen und kommentiert sie mit lauten, bestätigenden Worten. - Ja, das ist gut.- Genau dorthin stellen. - Vielleicht niedriger halten. - Jetzt geht die Tür auf. usw.
Beim Blick aus einem Fenster erkenne ich linksseitig einen grünen, umzäunten Hügel. Kinder rennen den Hügel herunter und klettern über den Zaun auf die Straße. Ich schaue kurz weg und als mein Blick erneut aus dem Fenster fällt, sehe ich einen großen schwarzen gestrandeten Wal auf der Straße liegen. Nanu? - wundere ich mich, - Wo kommt der denn her? Ist hier irgendwo Wasser?
Ich versuche seine Größe zu schätzen und sage laut zu einem Kind neben mir: "Ca. 20 Meter."
Innerlich korrigiere ich mich jedoch und denke, daß es wohl doch nur zwischen 15 und 19 Meter sind.
Bemerkung: Als ich nach dem Aufwachen im Halbschlaf versuchte, die Träume zu rekonstruieren und erste Sätze zu bilden, begann ich so: "Mit meiner Mutter zusammen hole ich einen Wal vom Proktologen ab." Das wäre allerdings sogar für einen Traum ziemlich "dick" aufgetragen. *gg*
Tierträume - Freitag, 2. Juli 2010, 19:51
Mehrere Leute um einen quadratischen Tisch versammelt. Ich stehe daneben. M. kommt herein und beachtet mich kaum, erst als ich mich zu ihm drehe, gratuliert er mir kurz angebunden zum Geburtstag und läßt sich auf einen Platz am Tisch fallen. Es macht mich traurig, daß er mich so übergeht, vielleicht hat er meinen Geburtstag sogar vergessen. "So geht das nicht." denke ich. "Das kann so nicht bleiben." Erstaunt, fast ein wenig erschrocken, bemerke ich, daß ich es kaum ausgedacht, laut sage. Damit habe ich selbst nicht gerechnet. Aber wenn es nun schon so ist, dann muß ich auch gleich sagen, was ich meine. Ich beuge mich über M., einen Arm auf seiner Schulter und bedeute ihm liebevoll, aber bestimmt, daß wir nachher reden müssen. Eigentlich würde ich es gern in Ruhe klären, doch irgendwie kommt es gleich dazu, wobei ich gar nicht viel sagen muß. M. scheint auch so zu verstehen, steht jetzt neben mir, seinen Arm um meinen Rücken gelegt. Das fühlt sich besser an, es war anscheinend keine böse Absicht, daß er mich übersehen hat. Mir fällt auf, daß er sehr müde und erschöpft wirkt, und außerdem seltsam riecht, nach Eiter oder Zahnarzt. Ist er vielleicht krank?
Einen Gehsteig von feinem Sand freifegen, der wohl vom Strand hier gelandet ist. Doch will sich der Sand vom Besen nicht mitnehmen lassen und sammelt sich immer wieder in niedrigen Dünen auf den Gehplatten. Eine wahre Sisyphos-Arbeit.
Kurzträume und Fragmente - Mittwoch, 30. Juni 2010, 19:08
Mit meinem Vater auf einem Friedhof, wo er wohl einer Exhumierung beiwohnt. Seltsamerweise trägt er dabei seinen Talar. Ich bin nur Nebenperson und seine Begleitung. Ein Friedhofsabschnitt liegt in Tischhöhe vor ihm und der Sarg ist wenige Zentimeter unter der Erde, so daß er schnell ausgegraben ist. Die Leiche liegt nun ebenfalls in Tischhöhe vor ihm. Ich versuche nicht hinzuschauen, da ich mir die Leiche nicht anschauen möchte und beschäftige mich anderweitig, erhasche aus dem Augenwinkel jedoch trotzdem immer ein wenig, was vorgeht. Anscheinend will mein Vater die Leiche auch nicht anschauen, denn er sagt zu den Totengräbern, ob mal jemand die Leiche wegbringen könnte, damit er sie nicht dauernd sehen müsse.
Diese legen sie auf eine Liege, wo ich sie jetzt aus dem Augenwinkel ein wenig erkenne. Sie ist noch überhaupt nicht verwest und sieht ganz normal aus, so als würde jemand auf der Liege schlafen. Es ist ein großer Mann in schwarzem Anzug und mit silbergrauen Haarsträhnen. Wahrscheinlich erst vor kurzem verstorben. Aus einem großen Plastikbeutel voller Edelsteine suche ich einen Bergkristallstrahl heraus, welcher zwei gegenüberliegende pyramidenförmige Spitzen hat. Ich weiß zwar nicht wozu und weshalb, habe aber vor, diesen Bergkristall irgendwo auf dem Friedhof so abzulegen, wie es bei den Juden mit gewöhnlichen Steinen üblich ist.
Eine total verschimmelte Zitrone in meinem Kühlschrank.
Bemerkung: Ich hatte tatsächlich eine Zitrone im Kühlschrank, die bis gestern noch von oben gelb und frisch aussah. Nach dem Traum, beim ersten Gang zum Kühlschrank, hob ich sie prüfend hoch - unten hatte sich eine schimmlige Stelle gebildet und ich mußte sie wegwerfen. Witzig, worauf einen das Unterbewußtsein manchmal hinweist.
Träume von Verstorbenen - Sonntag, 27. Juni 2010, 13:13