Ich stehe vor der Ruine eines altertümlichen Gebäudes auf einer grünen Wiese. Die Sonne scheint, es ist ein schöner Tag und ich gehe in die Ruine hinein. Das Gebäude hat kein Dach mehr, auch die Wände sind an den Seiten schon eingefallen, aber es sind noch gut die großen runden Bogenfenster in den Wänden zu erkennen, durch die nun die Sonne hereinfällt und das innere beleuchtet, welches gar nichts von Ruine an sich hat. Alles ist sehr gut erhalten. Ich sehe leere Wasser-, bzw. Schwimmbecken, kleine Treppen die hineinführen und alles besteht aus bunten Mosaiksteinen. Es erinnert mich an ein altes römisches Bad. Ich fühle mich sehr wohl in dieser alten Ruine, unter der Sonne, die von oben hereinscheint und finde es schade, dass sich kein Wasser in den Becken befindet.
Träume in der Vergangenheit - Mittwoch, 1. Mai 1991, 00:28
Dies ist ein Traum, den ich kurz nach dem Tod meiner Großmutter hatte. Mein Großvater, ihr Mann, war schon einige Jahre früher verstorben.
Ich stehe auf einer großen, grünen Wiese. Über mir strahlend blauer Himmel und die Sonne scheint. Ein Stückchen von mir entfernt sehe ich meine Großeltern glücklich lachend Walzer tanzen. Als die beiden mich bemerken, lachen sie mich freudig an und meine Großmutter kommt auf mich zu. Sie nimmt mich bei den Händen und beginnt sich nun mit mir zu drehen, um mir das Walzertanzen beizubringen. Es war ein sehr schöner Traum.
Träume von Verstorbenen - Freitag, 5. April 1991, 00:23
Ein großes Bürogebäude. Jemand verfolgt mich durch Gänge und Flure, ist immer kurz hinter mir. Es ist A. und ich laufe schneller, doch auch er beschleunigt seinen Schritt. Ich weiß nicht, was er von mir will, aber ich möchte, daß er mich in Ruhe läßt. Ab und zu versucht er mich festzuhalten, doch ich reiße mich los und sage zu ihm, daß er weggehen soll. Aber er ist gnadenlos und unerbittlich, verfolgt mich weiter. Schließlich renne ich und schließe mich in einen der offenstehenden Büroräume ein. Ich hoffe, daß er es nicht schafft hineinzukommen, weiß aber auch, daß er mit zäher Ausdauer seinem Ziel näher kommt. Ich spüre, wie eine schwere, bleierne Müdigkeit mich überfällt. Mein Körper fühlt sich wie Gummi an und es kostet mich übermenschliche Anstrengung, mich zu bewegen und die Augen offenzuhalten. Mit letzter Kraft sage ich nochmal, daß er mich in Ruhe lassen soll, weil ich müde bin und nur schlafen will. Inzwischen hat er in die Tür ein Loch geschlagen und den innen steckenden Schlüssel herausgezogen. Damit schließt er nun die Tür auf. Er schaut nur in den Raum hinein und geht wieder. Gleich darauf kommt ein älterer Herr, der mir eine rote Rose schenkt.
Dann befinde ich mich plötzlich auf dem Dach eines hohen Kirchturms, neben mir steht. A. Der Turm ist morsch und von allen Seiten bröckelt und rieselt es in die Tiefe. Auch die Steine unter meinen Füßen geben nach und ich klammer mich an A. fest, da ich Angst habe, mitgerissen zu werden und er das einzige ist, woran ich mich festhalten kann. Doch er hilft mir nicht, hält mich nicht, sondern gibt mir einen Stoß. Ich stürze mit einem endlosen Fall in die Tiefe und habe Todesangst, da ich glaube, gleich aufzuprallen und zu sterben. Doch kurz vor dem Aufprall bleibe ich plötzlich in der Luft stehen und senke mich dann ganz sanft auf die Erde herab, wo ich unverletzt und auf dem Rücken liegend lande.
Träume von A. - Montag, 1. April 1991, 00:14
Ich bin als Spionin irgendwo eingeschleust und sitze dort bei einer Teegesellschaft. Ich weiß, dass der Tee, der mir gereicht wird, vergiftet ist, aber um nicht aufzufliegen und mich zu verraten, darf ich mir nichts anmerken lassen und muß ihn trinken. Dies ist einkalkuliert und ich soll von meinen Leuten später rechtzeitig gerettet werden.
In der nächsten Traumsequenz sitze ich mit meinen Leuten in einer Kutsche und wir versuchen über die Grenze zu flüchten, während wir von den anderen verfolgt werden. Ich spüre schon, wie das Gift beginnt zu wirken und werde immer schwächer und kranker, aber mir kann erst hinter der Grenze geholfen werden. Endlich haben wir es gerade so geschafft und meine Beifahrer bringen mich in eine Art Klassenzimmer, wo ich warten soll, bis sie mit dem Gegengift wiederkommen, da ich schon zu schwach bin. Ich liege dort also auf dem Fußboden und bemerke, dass ich nicht alleine im Klassenraum bin, sondern Heino auf dem Stuhl an einem der Klassentische sitzt. Dann hört man Stimmen von draußen. Es sind unsere Verfolger. Sie brechen die Tür auf und finden mich in dem Klassenzimmer. Ich versuche mich mit letzter Kraft hinter irgendwelchen Stühlen, Tischen und Heino zu verstecken, indem ich auf dem Fußboden lang krieche, aber sie entdecken mich sofort. Einer beugt sich über mich und hält mir den kalten Stahl einer Pistole an die Schläfe. Ich spüre den Druck, der immer fester wird. Doch bevor er abdrücken kann, stürmen plötzlich meine Leute den Raum. Ich freue mich, weil ich denke, dass ich jetzt gerettet bin und sie mir gleich das Gegengift geben werden. Sie kommen auch auf mich zu, doch nachdem sie kurz auf mich runter geblickt haben, wenden sie sich wieder ab und ich höre sie irgendwas sagen, dass ich tot wäre. Ich bin total verwundert, wie sie auf sowas kommen, da ich mich lebendig fühle und sicher bin, dass ich nicht tot bin. Das sage ich dann auch laut in den Raum, aber keiner scheint mich zu hören. Schließlich stehe ich vom Fußboden auf und stelle mich mitten unter sie, aber sie scheinen mich gar nicht zu sehen und blicken durch mich hindurch. Immer wieder wiederhole ich laut "Ich bin hier. Ich bin nicht tot. Ich lebe noch." und versuche mich bemerkbar zu machen, aber es nützt nichts. Endlich begreife ich, dass sie mich nicht wahrnehmen können und ich vielleicht wirklich tot bin. Da mich niemand mehr sieht und ich deshalb den Job nicht mehr weitermachen kann, muß ich mir nun ein völlig neues Leben aufbauen und ganz von vorne anfangen. Dazu nehme ich einen Job als Kellnerin an, was anscheinend auch funktioniert, obwohl ich nur ein Geist bin, aber ich habe Sorge, ob das gut geht, wenn mich niemand sehen oder hören kann.
Träume von Verfolgung und Gewalt - Donnerstag, 28. März 1991, 00:34
Mit diesem Blog möchte ich die von mir in meinen Weblogs veröffentlichten Träume, ebenso wie meine über Jahre handschriftlich aufgezeichneten Träume, in Themenrubriken, bzw. Traumkategorien, zusammenfassen und archivieren. Diese Kategorien beruhen auf regelmäßig sich während des Träumens wiederholenden Themen. Mir selbst soll diese Form der Archivierung eine größere Übersichtlichkeit in meinen Traumaufzeichnungen geben und anderen die Möglichkeit, in meinen Traumerlebnissen zu stöbern. Bei einigen Träumen bin ich mir noch nicht schlüssig, in welche Rubrik ich sie einordne, so daß ich wahrscheinlich immer wieder Rubriken ändern oder neu einrichten werde.
Eventuell werde ich auch eine Rubrik mit meinen Rückführungen in vergangene Leben einfügen. Diese Rückführungen waren mehr eine Art Experiment, das allerdings teilweise erstaunliche Ergebnisse brachte, was die Jahreszahlen und Namen betraf. Ich habe mich bis heute nicht entschieden, ob ich daran glauben oder es als Unsinn abtun soll, aber inzwischen mache ich schon seit Jahren keine Rückführungen mehr, weil es mir zu zeitaufwendig ist und für mein jetziges Leben auch nicht viel Nutzen hat. Trotzdem sind die Aufzeichnungen für andere vielleicht ganz interessant zu lesen.
Zu einigen Träumen habe ich Gedanken, Erläuterungen oder Zitate über die Traumsymbolik hinzugefügt. Dies soll keine Deutung darstellen, sondern nur Anhaltspunkte für meine Überlegungen festhalten, denn ich betrachte die Träume generell aus verschiedenen Gesichtspunkten. Zum einen nämlich als symbolische oder auch deutlichere Botschaften des Unterbewußtseins, aber zum anderen auch, der schamanistischen Tradition folgend, als Zugang zu einer anderen Dimension und Realität.
Zitate und Tips - Freitag, 1. März 1991, 02:30
Ich sehe mich selbst, bzw. meinen Körper, auf einer Art Bahre vor mir liegen. Mit einem Messer beginne ich, meinen Körper in kleine Stückchen zu schneiden. Nur als ich mein Gesicht sehe, bringe ich es nicht über mich, es zu zerschneiden, da ich mir selbst leid tue. Ich will meine Körperstückchen statt der Erde in einen Blumentopf mit einer verwelkten Pflanze tun, weil ich weiß, daß ich nur so die Pflanze retten kann.