Ich träumte, daß meine alte Grundschule eine reine Mädchenschule ist. Ich sollte dort, wie die anderen Mädchen zum Model ausgebildet werden. Kontakte zu Männern waren streng verboten. Ich ging zur Hofpause hinaus auf den Schulhof und die Sonne schien. Mitten auf dem Schulhof lag ein Mann auf einem Handtuch und sonnte sich, obwohl es normalerweise auf der Schule keine Männer gab. Ich wußte genau, was ich will und ging schnurstracks auf den Mann zu. Erst griff ich ihm in den Schritt, dann setzte ich mich auf ihn. Er hat die Augen aufgeschlagen und schien nicht abgeneigt, zumindest ließ er es sich gefallen, daß ich mich auf ihm zu schaffen machte. Doch dann bat er mich auf einmal, daß ich ihm dabei in die Augen schaue. Dies wiederholte er mehrmals und mich nervte es total, weil ich ihm nicht in die Augen schauen wollte. Deshalb schnauzte ich ihn an: "Ich bin beschäftigt." Dies geschah alles direkt auf dem Schulhof und andere Mädchen gingen vorbei, schauten uns neugierig oder geschockt an, bzw. einige blieben stehen und starrten. Als ich das bemerkte, dachte ich nur: "Hoffentlich verpetzen die mich nicht.", aber ansonsten war es mir vollkommen egal, daß das, was ich tat verboten ist. Mir war es ebenfalls vollkommen gleichgültig, daß die anderen uns zuschauen konnten und daß ich sie mit dem was ich tat schockierte.
Berufsträume - Freitag, 15. März 1996, 00:14
Es ist Krieg und der Feind rückt näher. Ich müßte eigentlich flüchten, aber ich habe ein Kind, das sehr krank ist und zu schwach für eine Flucht. Ich weiß auch nicht mehr, wovon ich uns ernähren soll. Wir haben nichts zu essen und hungern. Der Feind rückt immer näher und ich bin total verzweifelt, weil ich nicht weiß, was ich tun soll. Ich möchte mein Kind nicht verlassen und es auch nicht in die Hände der feindlichen Armee fallen lassen. Aus Verzweiflung beschließe ich, mein Kind mit Zyankali zu vergiften. Es liegt in seinem Bettchen und es geht ihm nicht gut. Es ruft nach mir: "Mami, Mami!" Ich tröste es und flöße ihm das Gift ein, wobei ich sage, daß ich ihm Medizin gebe, damit es schnell wieder gesund wird. Es vertraut mir vollkommen, schluckt die "Medizin" und schmiegt sich an mich. Es fühlt sich bei mir sicher, beschützt, geborgen und glaubt, daß alles wieder gut wird, weil ich, seine Mami, es ihm ja verspreche. Auf einmal windet es sich in Krämpfen, röchelt und ruft unaufhörlich nach mir. "Mami, Mami, Mami......" Ich höre seine Rufe und sein ersticktes Röcheln. Es ist so furchtbar für mich, das mitanzusehen und zu hören, daß ich glaube, selbst zu sterben. Um es nicht mehr hören und sehen zu müssen, halte ich mir die Ohren zu und renne mit dem Kopf immer wieder gegen die Wand. Dabei weine ich, bis ich schließlich aufwache.
Das war einer der wenigen, wirklich sehr schlimmen und extrem emotionalen Alpträume, die ich bisher in meinem Leben hatte.
Träume von Verfolgung und Gewalt - Freitag, 15. März 1996, 00:00