Alle anderen Träume

Mittwoch, 14. April 2010

Geldrückzahlung

Eine Frau überrascht mich mit der Mitteilung, daß sie mir noch Geld schulde, sogar einen ziemlichen Batzen (dreistellige Summe), und mir dieses nun zurückzahlen möchte. Seltsam, daß ich mich daran nicht erinnere. Gleichzeitig schulde ich ihr ebenfalls noch 50 EUR, was aber nur ein Bruchteil dessen ist, den ich von ihr zu bekommen habe. Die 50 EUR verrechnet sie und schreibt mir eine Art Scheck auf einem Zettel aus. Mit diesem Zettel soll ich zum Hauptbahnhof gehen, um mir das Geld abzuholen. Hauptbahnhof? Das ist aber merkwürdig. Bekommt man da auch Geld? Aber gut, wenn sie es sagt, wird es wohl so sein. Ich schlängele mich an einen Schalter mit einem korpulenten Schalterbeamten, der an den neuen Physiotherapie-Kollegen meines Physiotherapeuten erinnert, und reiche ihm den Zettel. Der schüttelt genervt den Kopf und sagt, ich müsse zur Post. Klar, Post hört sich gleich viel besser an. Ein wenig ist es mir peinlich, ihr das mit dem Hauptbahnhof geglaubt zu haben. Jetzt müßte ich nur noch die Post finden. Der Schalterbeamte hat mir einen Hinweis gegeben: Neben (?). Doch statt bei der Post lande ich in einem Kistenlager von Asiatinnen, wo ich irgendetwas gegen neue Schuhe und Strümpfe eintauschen möchte.

Mittwoch, 7. April 2010

Lichtbild

Die Erinnerung eines Lichtbildes. Im Sinne dieses Wortes wirkt es wie von einem Lichthauch überzogen. Drei übermütig lachende Kinder schauen in die Kamera, von wärmend bunten Sonnenpunkten umgeben. Zumindest macht das Foto einen bunten Eindruck, obwohl es eindeutig eher in blassen Sepiafarben gehalten und ein älteres Foto ist. Die Kinder scheinen gerade wild gespielt zu haben, denn sie sind von oben bis unten dreckig und beschmiert, was aber keines von ihnen in ihrer Unbefangenheit stört. Durch ihre Schultern kann man eine sonnenbeschienene Straße und einen Mauervorsprung erkennen. Zuerst erscheint mir das alles fremd, doch je länger ich das Bild betrachte, um so vertrauter kommt mir die Gegend vor. Ist das nicht....ist das nicht der Platz vor unserem früheren Konsum? Dann wäre es beinahe anzunehmen, daß ich eines dieser Kinder bin? Wieso kann ich mich nicht erkennen?

Dienstag, 6. April 2010

Sympathien sammeln (Lilac)

Im Dorf meiner Großeltern ist ein Essen mit M. geplant. Da ich noch ein wenig Zeit bis zum Date habe, setze ich mich auf eine niedrige Mauer an einem Garten. Es ist angenehm warm, die Sonne scheint und dieses niedrige Mauerstück ist wie ein Sitzbank zwischen den hohen Mauerstücken gestaltet, so daß es regelrecht dazu einlädt, sich hier in der Sonne niederzulassen. Allerdings ist mir im Traum bewußt, daß ich hier bereits desöfteren gesessen habe und die Besitzerin des Gartens, eine ältere Dame, es nicht gerne sieht. Sie hat Angst, daß man in ihren Garten kommt und Eßbares entwendet. Ich jedoch denke mir, wenn man dieses Mauerstück so offen läßt, kann man nicht erwarten, daß sich niemand darauf setzt, also kümmere ich mich nicht darum. Hinter mir, an einem Teil Maschendrahtzaun, klemmt eine Dolde schneeweißer Flieder, welche am Stiel mit einem feuchten Papiertaschentuch umwickelt ist, um frisch zu bleiben. Mir kommt der Gedanke, diese Fliederdolde mitzunehmen und M. zu schenken. Allerdings muß ich bei der plötzlichen Eingebung grinsen, daß diese Dolde von M. hier platziert wurde, um sie mir zu schenken. Der würde ziemlich blöd gucken, wenn ich dann damit ankäme. Die ältere Dame durchquert ihren Garten und wirft mir mißtrauische Blicke zu. Wir tauschen einige Sätze, an die ich mich nicht erinnere, und sie wird zunehmend versöhnlicher und netter. Jetzt winkt sie mich sogar herein. Ich springe in den Garten und sie winkt mich bis in ihr Haus. Hier geht sie in die Küche und holt eine blaue Schüssel in Form einer Steingutkugel, gefüllt mit Nudelsuppe. Anscheinend will sie mir Essen anbieten, und das, obwohl sie sonst fürchtet, daß man es ihr wegnimmt. Allerdings habe ich sie noch nicht vollständig für mich gewonnen. Um einen großen Tisch herum sitzen mehrere Familienmitglieder bei der Mahlzeit und scheinen ziemlich genervt, da es wohl nicht sehr friedlich hier zugeht. Ich setze mich dazu, unterhalte mich ein wenig, und die junge Frau rechts von mir wendet sich plötzlich mit einem Aufatmen zu mir und sagt etwas wie "Endlich mal jemand, bei dem man sich wie ein Mensch fühlt." Sie scheint sehr von meiner Art und mir eingenommen, so sehr, daß sie mir nun Hilfe bei der älteren Dame anbietet. Sie fragt, ob sie mir etwas besorgen soll, dies oder das, ob ich etwas brauche, und so weiter und so fort. Aber ich winke dankend ab. Ich bin mir sicher, daß mich die alte Dame ebenfalls bald mögen wird.

Ein Sturm ist über mein Haus getobt und hat meinen Balkon vollkommen leer gefegt. Sämtliche Balkonkästen, sogar die Korbstühle und Klappliegen sind heruntergeweht worden und liegen jetzt am Fuß des Hauses wie auf einer Müllhalde. So etwas habe ich noch nie erlebt. Schnell alles einsammeln. Während ich das tue, kommt eine zerlumpte Müllsammlerin vorbei, die nach noch Verwertbarem sucht, und grüßt mich, als würde sie mich für ihresgleichen halten. Das ist mir ziemlich unangenehm. Wieso hält sie mich für jemanden wie sie? Ich sammle hier nur meine Sachen auf.

Ein Schwarm schwarz-weiß gemusterter Raben, deren Unterschied zu den üblichen Krähen mir explizit im Traum auffällt. Sie wirken viel eleganter, fein geformter, haben einen schmalen Schnabel und unglaublich schwarze, intelligente Augen.

Samstag, 27. März 2010

Der Chamäleon-Schal

Irgendwo in einem Kaufhaus, wo ich einen Pullover und einen Schal im Hippiestyle entdecke, die mir gefallen. Nur leider hat der Pullover eine grüne Farbe, der Schal ist aber hellblau. Paßt nicht so wirklich zusammen. Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, beides miteinander anzuprobieren, worüber eine Bekannte, die mit dabei ist, den Kopf schüttelt. Doch als ich beides angelegt habe, zeigt sie plötzlich erstaunt auf den Schal. Ich schaue an mir herunter und bemerke, daß er seine Farbe in Grün geändert hat. Herrjeh, der Schal ändert selbständig seine Farbe! Na sowas! Jetzt betrachte ich mich etwas genauer in einem Spiegel. Meine Haare sind sehr blond, blonder als sonst, und ich befürchte im ersten Moment, daß die beiden unterschiedlichen, aber zueinander passenden Grüntöne mich zu blaß machen, doch was ich im Spiegel sehe, gefällt mir. Es scheinen die richtigen Grüntöne zu sein.

Donnerstag, 18. März 2010

Zu großer Kopf

Auf einer schmalen Prozessionsstraße, die links und recht von hohen Gebäuden eingefasst ist, welche aus unterschiedlichen historischen Epochen stammen, drängt sich eine Menschenmenge voran. Ich bin mitten unter Ihnen und betrachte interessiert die Bauwerke, die von Gründerzeithäusern bis zu römischen Triumphbögen reichen. Mitten auf der Straße steht ein seltsames Gebilde, eine Art Quader mit einem rechteckigen Schlitz. Einige Menschen quetschen sich direkt durch diesen Schlitz hindurch, um auf der anderen Seite wieder auf die Straße zu treten. Ich versuche das auch, aber mein Kopf ist einfach zu groß, ich bekomme ihn nicht in den Schlitz hinein. Sollte ich wirklich einen größeren Kopf haben als andere?
Später sitze ich irgendwo neben N.B., der freundschaftlich seinen Arm um mich gelegt hat, vor uns ausgebreitet ein ganzer Teppich voller Süßigkeiten und ein Berg Melonenstückchen. Ich nehme mir ein Stück Melone, lasse den süßen Geschmack auf der Zunge zergehen und genieße das Gefühl, gemocht zu werden.

Donnerstag, 11. März 2010

Verhärtete Scheiße von anderen

Das alte Pfarrhaus und meine Mutter hat alle Hände voll zu tun, da zum einen irgendein Kirchenfest stattfindet, zu dem jede Menge Gäste angereist sind, sowie ebenfalls private Gäste sich zur Zeit bei uns aufhalten. Die privaten und kirchlichen Gäste, vermischen sich dabei zu einer quirligen Menschenschar. Mich drückt ein menschliches Bedürfnis, weshalb ich unsere Toilette aussuche. Als ich jedoch davor stehe, vergeht mir wieder alles, denn sie sieht aus, als hätten unzählige Besucher sie benutzt, ohne ihre Kackreste hinterher zu entfernen. Mitten in der Schüssel kleben schmierige Reste und selbst Spülung und Rohre sind von einer dicken Schicht Scheiße überzogen, die bereits gehärtet und bröckelig wie Lehm ist. Ich bin entsetzt und verärgert, finde es ziemlich unverschämt von den Gästen, hier so zu hausen.Dann überlege ich fieberhaft, wie ich mich weiter verhalten soll. Sollte ich zu meiner Mutter gehen, es ihr sagen und mich mit ihr gemeinsam aufregen? Oder sollte ich einfach so tun, als hätte ich nichts gesehen? Schließlich entscheide ich mich für die dritte Variante und beginne kurzerhand die Toilette zu putzen. Es geht ziemlich schnell bis die Toilettenschüssel wieder blitzweiß blinkt und die Spülung mit den Rohren freigelegt ist. Ganz schön genervt bin ich davon, die Scheiße anderer wegzumachen, aber irgendjemand muß es ja tun. Und es reicht, wenn ich mich allein darüber aufrege. Ich muß meine Mutter nicht auch noch mit runter ziehen.
Mit meiner Mutter an einem großen Fenster. Draußen fallen Schneeflocken, welche sich mehr oder weniger auffällig in bunte Papierschlangen verwandeln. Diese sind erst zu Ringen geformt und später zu seltsamen Knäueln und Gebilden. Merkwürdig, daß es mir nichts, dir nichts, so etwas regnet.
Eine dickliche Frau tippt immer wieder sehr aufgeregt auf ein schmales, aber großflächiges Buch, daß sie augenscheinlich für äußerst wichtig hält und mir deshalb empfiehlt. Es geht in dem Buch um Astrologie in Verbindung mit den Zigeunerkarten. Auf dem Einband ist unter anderem die Karte "Der Tod" zu sehen. Ich kann nicht wirklich ergründen, warum sie es für so wichtig hält, mir erscheint es eher nebensächlich, was ich ihr aber nicht direkt sagen will.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Zärtlicher Schwuler im Finanzamt

Ich bin auf dem Weg zum Finanzamt, das im Traum ungefähr gegenüber von meiner Zahnärztin lokalisiert ist. Vorher will ich schnell noch einen alten Stuhl entsorgen. Beim Finanzamt angekommen, schaue ich auf das Klingelschild. Das Amt ist bereits geschlossen, aber es gibt einen Notdienst, der sich Herr oder Frau Jüngling nennt. Ich betrete das Haus und mache mich auf die Suche nach dieser Person. Erst betrete ich ein paar leere Gänge, die sich als Sackgassen erweisen. Ich führe auf einmal einen kleinen schwarzen Hund an der Leine. Dann erreiche ich eine größere "Produktionsstraße", wo der Reihe nach Menschen an Computern sitzen und mich gar nicht beachten. Doch eine ehemalige Kollegin ist darunter. Diese steht auf, um mich zu begrüßen und mich zu Herrn oder Frau Jüngling zu führen. Unterwegs kreuzen wir einen Sandberg, wo mein Hund plötzlich in einem Sandloch verschwindet. Eine große Kröte kommt hervorgesprungen - diese hat er anscheinend gejagt. Kurze Zeit später bin ich wieder in der Eingangshalle und betrachte die ausgelegten Prospekte, danach befinde ich mich in einem schummrigen Zimmer allein mit einem Mann auf einem Bett liegend. Er ist schwul, aber läßt es sich nicht nehmen, zärtlich meinen Bauch zu küssen und zu streicheln. Ein wenig wundert mich seine Begeisterung für diese Tätigkeit. Er merkt es und antwortet mehrere Male: "Du hast es auch mal verdient, verwöhnt zu werden!" Ah, also eine gute Tat. Das ist ja so lieb. Und dann noch der Bauch, wo ich es am liebsten mag. Ich genieße jetzt ausgiebig seine Zärtlichkeiten, weiß aber auch, daß es nicht zu mehr kommen wird, schließlich ist er schwul. Als er zusätzlich beginnt, meine Beine zu küssen, bin ich mir da allerdings nicht mehr so sicher. Doch während er das tut, ist er gleichzeitig auch neugierig und stellt mir Fragen, unter anderem nach meinem Vater. Er will wissen, wo dieser ist, und ich antworte, daß er letztes Jahr gestorben ist. Darauf fragt er, wo er auf dem Friedhof liegt und alle möglichen weiteren Dinge. Er scheint sich wirklich dafür zu interessieren.
Und er möchte wissen, wo sich mein Vater befand, bevor er starb. "Hier" sage ich, "genau in diesem Zimmer und in diesem Bett." Anscheinend sind wir plötzlich im Zimmer des Pflegeheims, was mir vorher selbst nicht bewußt war. Das macht ihn ziemlich betroffen, so betroffen, daß er vor lauter Betroffenheit seine Verwöhnmission vergißt. Schade eigentlich.

Montag, 18. Januar 2010

Nur Geduld! (4)

In einem Haus möchte ich mit dem Fahrstuhl fahren. Das Fahrstuhlinnere ist reinweiß, sowohl die Wände, als auch Decke und Fußboden. An den Seiten sind jeweils Lüftungsgitter. Ich befinde mich also in einem weißen Quader, der keine Anhaltspunkte bietet, wo oben oder unten ist. Ich vermute, ich will nach oben, und klettere durch eines der Lüftungsgitter nach oben hinaus. Dabei lande ich in einem völlig identischen weißen Quader. Aber Moment mal! Bin ich jetzt nach oben oder nach unten geklettert? Da ich nicht sehe, wo oben oder unten ist, könnte ich mich auch in den Richtungen getäuscht habe, obwohl ich natürlich zuerst davon ausgehe, daß meine Füße nach unten zeigen. Aber woher will ich wissen, daß es wirklich so ist? Vielleicht stehe ich in diesem Quader auf dem Kopf und merke es gar nicht? Die Verwirrung wächst und ich beschließe, durch eines der Lüftungsgitter im Fußboden wieder nach unten zu klettern, um mich in diesen Quadern nicht vollständig zu verirren. Das Lüftungsloch ist sehr schmal und nur mit viel Anstrengung kann ich mich da hindurch quetschen. Glücklicherweise bin ich schlank. Ansonsten hätte ich keine Chance gehabt und wäre vielleicht stecken geblieben. Ich lande auf irgendeiner Etage des Bürohauses und suche nach Anhaltspunkten, wo ich mich befinde. Da! An der Wand erkenne ich eine 4, ich muß also in der vierten Etage gelandet sein. Mist! Eigentlich wollte ich höher. Ich drücke also erneut den Fahrstuhlknopf. Der Fahrstuhl läßt auf sich warten, nichts rührt sich. Herrje, warum dauert das so lange? Ist er vielleicht kaputt? Immer ungeduldiger hämmere ich auf das Bedienfeld ein und warte. Ein Mann mit grauen langen Haaren, die zu einem Zopf gebunden sind, tritt aus einer der Bürotüren und sieht mich vor dem Fahrstuhl zappeln. "Nur Geduld!" sagt er begütigend, was mich sofort beruhigt und mir die Gewißheit gibt, daß der Fahrstuhl früher oder später kommen wird. Schließlich muß er es ja wissen, wenn er hier arbeitet. Während ich weiter warte, kommen zwei kleine Jungen um die Ecke. Der eine trägt eine Handtasche um den Hals, die ich als meine erkenne. Habe ich sie etwa im Fahrstuhl liegen lassen? Zuerst denke ich, die beiden wollen sie mir bringen und greife schon erfreut danach, während sie neugierig hineinschauen. Doch sie ziehen die Tasche weg und behaupten frech, es wäre ihre. "Das kann ja gar nicht sein!" erwidere ich empört, zumal ich auch den Inhalt gesehen habe, und die beiden bemerken jetzt wohl ihr Mißgeschick. Jedenfalls drehen sie sich schlagartig um und laufen weg. Ich renne hinterher und da nun viele Leute auf dem Flur sind, rufe ich "Haltet sie! Haltet sie!", was tatsächlich gelingt. Ich erhalte meine Handtasche zurück. Nochmal Glück gehabt.

Freitag, 23. Oktober 2009

Münzen

UrvogelEine Handvoll silbrig und golden glänzender Münzen, welche mit Fossilien und urzeitlichen Tieren geprägt sind. Sie sind nicht aus echtem Gold oder Silber, deshalb auch nicht besonders wertvoll, jedoch befinde ich mich in einem Haus (Naturkundemuseum?), in welchem man in einer Art Tresorraum diese Münzen hinterlegen kann. Wenn man dies tut, dann steigt ihr Wert automatisch mit der Zeit, und zwar durch eine Maschine, in welcher die Münzen liegen (Umwandlung in Gold und Silber?). Außerdem hat man einen Notgroschen außerhalb des eigenen Haushalts, auf den man zurückgreifen kann. Eine gute Idee, weshalb ich einige Münzen im Tresorraum in einen Kasten stecke. Jedoch nicht alle. Von einigen besonders schön glänzenden möchte ich mich nicht trennen.

Bemerkung: Das soll mich wohl daran erinnern, den Koffer mit Goldmünzen, eine Hinterlassenschaft meines Vaters, abzuholen.

Private Ausstellungsführung mit Herrn Schneck

Herr Schneck hat eine eigene Ausstellung eröffnet, in welcher nicht nur sein gesamtes Bilderwerk zu besichtigen ist, sondern ebenfalls bunt mit den Bildern durcheinandergewürfelte historische Funde untergebracht sind. Zusammen mit Audrii bin ich zu einer privaten Führung mit Herrn Schneck persönlich eingeladen. Wir betreten dazu das Ausstellungsgebäude, das von außen wie ein kleines weißes Schlößchen aussieht. Die große Halle mit einem Kuppeldach ist bis auf einige Vitrinen vor allem an den Wänden meterhoch bis zur Decke mit Bildern gepflastert. Da diese recht hoch ist, muß man den Kopf in den Nacken legen, um die oberen Gemälde zu betrachten. Ich bin absolut überrascht von der überwätigenden Fülle an Exponaten, allerdings frage ich mich auch insgeheim, ob es nicht ein bißchen sehr viel auf einmal ist. Doch dann wird mir klar: Keineswegs. Da die Räumlichkeit architektonisch sehr barock wirkt (im Traum denke ich an ein barockes Refektorium), ohne dabei bunt zu sein, sondern mit rein weißen Wänden, paßt die Überladung mit Bildern irgendwie perfekt und es macht Spaß, in dieser Fülle immer wieder neue Schätze zu entdecken. Dazu muß man jedoch wirklich hinsehen, sehr genau hinsehen, um zu finden. Man bekommt die Bilder nicht auf dem goldenen Tablett serviert, sondern es ist nötig durch die Fülle, die wie eine Tarnung und ein Versteck funktioniert, zu ihnen hindurchbrechen.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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