Die Militärparade
In einer fremden Stadt soll eine Militärparade stattfinden. Ich weiß zwar nicht, weshalb ich so großes Interesse daran habe, aber ich quartiere mich dafür extra abends in einem Bürohaus ein, in dem ich mich eigentlich nicht aufhalten dürfte, da ich dort nicht arbeite und es abends unbewohnt ist. Vom Fenster eines Büros dieses Gebäudes hat man einen erstklassigen Blick auf das Gelände der Parade. Es ist fast, als würde man im Rang sitzen, um zuzuschauen. Das Gelände besteht aus einer breiten Straße, die eine flächige Kurve beschreibt und an den Seiten ein längeres Stück unbebaut ist, so daß es wie ein Platz wirkt. (Ein wenig erinnert es mich an das Gelände in Dallas, welches Kennedy auf seinem Besuch durchquerte, als er erschossen wurde.) Am Fenster stehend beobachte ich die ersten Fahrzeuge, welche sich behäbig und gleichmäßig durch die Kurve schieben. Es ist zwar schon dunkel draußen, aber trotzdem ist alles sehr gut zu erkennen. Gespannt stehe ich hinter dem Fensterglas ohne einen Blick vom Trubel unter mir abzuwenden. Da höre ich plötzlich ein Geräusch im Haus. Jemand muß es betreten habe. Sofort wird mir bewußt, daß ich mich hier unbefugterweise aufhalte und ich sprinte zur Tür, um diese zu schließen und so wenigstens den Besucher nicht durch den Lichtschein im Büro auf mich aufmerksam zu machen. Aus dem Augenwinkel bemerke ich jedoch, daß die Tür eine Milchglasscheibe hat, so daß dies wohl nichts nützen wird. Mit meiner Aufmerksamkeit noch immer mehr bei der Parade, nehme ich das jedoch nur am Rande wahr und mache mir auch keine großen Gedanken darüber. Jemand kommt näher und ich setze mich schnell an den Schreibtisch. Mein Plan ist, so zu tun, als wäre dies mein Arbeitsplatz, den ich noch nicht verlassen habe. Ein stämmiger Mann mit zerfurchtem Gesicht betritt das Büro. Ich vermute, daß er hier Pförtner oder Wächter ist und seinen Rundgang macht. Und mein Plan scheint aufzugehen, denn als er mich sieht bleibt er stehen und fragt in einer seltsamen Ausdrucksweise, die ich nur unterschwellig als Frage erkenne: "Sie schreiben noch etwas...(?)"
Ich nicke und bestätige den Satz: "Ja, ich schreibe noch etwas." Doch obwohl es geglückt ist, im Bürogebäude zu bleiben, kommt bald darauf kommt eine andere Person und holt mich aus dem Haus heraus direkt zu den Schauplätzen. Im Durchqueren von Straßen, Beobachten von Menschen und Überqueren von niedrigen Hindernissen verliere ich die Erinnerung.
Ich nicke und bestätige den Satz: "Ja, ich schreibe noch etwas." Doch obwohl es geglückt ist, im Bürogebäude zu bleiben, kommt bald darauf kommt eine andere Person und holt mich aus dem Haus heraus direkt zu den Schauplätzen. Im Durchqueren von Straßen, Beobachten von Menschen und Überqueren von niedrigen Hindernissen verliere ich die Erinnerung.
Träume von Urlaub und Reisen - Mittwoch, 6. August 2008, 17:31










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