Porträt von Herrn N.
Mit blitzschnellen Strichen zeichne ich ein Kopfprofil. Erst den unteren Teil - Nase, Kinn, Hals, Ohren -, und dann mit einer durchgehenden Linie, schließe ich den Kopf mit Stirn und oberer Schädelform. Als ich diese letzte Linie gesetzt habe, fällt mir sofort auf, daß das Bild aussieht wie Herr N. Das hatte ich nicht beabsichtigt. Da er gerade in der Nähe ist, zeige ich auf das Bild und sage: "Das sieht aus wie Sie!". Aufmerksam betrachtet er die Zeichnung und bestätigt: "Ja, tatsächlich!" Dabei fällt mir auf, daß er nagelneue schneeweiße Turnschuhe trägt. Aha, da hat er sich doch neue Schuhe gekauft, obwohl er sonst außergewöhnlich sparsam ist. Ein bißchen werde ich den Verdacht nicht los, daß er das wegen mir gemacht haben könnte.
Zuhause fällt mir ein Rucksack auf, den ich damals beim Umräumen aus dem Büro mitgenommen habe. Ich denke, er ist noch von Herrn K. Ein Blick hinein zeigt mir einen riesigen Haufen Dreckwäsche in Plastiktüten. Das ist ja eklig! Ich jedenfalls habe nicht vor, die zu waschen, aber wegwerfen geht wohl auch nicht. Ich werde den Rucksack wieder mit ins Büro nehmen, dort in eine Ecke stellen und Herrn K. bei nächster Gelegenheit daran erinnern. Später befinde ich mich in einer Art WG. Auch dort beschäftigt mich die Dreckwäsche noch und ich erzähle anderen Bewohnerinnen davon. Die sind wie ich einhellig der Meinung, daß es nicht sehr fein von Herrn K. ist, so viel Dreckwäsche im Büro zu hinterlassen.
Bemerkung: Ich könnte mir Herrn N. niemals in weißen Turnschuhen vorstellen.
Zuhause fällt mir ein Rucksack auf, den ich damals beim Umräumen aus dem Büro mitgenommen habe. Ich denke, er ist noch von Herrn K. Ein Blick hinein zeigt mir einen riesigen Haufen Dreckwäsche in Plastiktüten. Das ist ja eklig! Ich jedenfalls habe nicht vor, die zu waschen, aber wegwerfen geht wohl auch nicht. Ich werde den Rucksack wieder mit ins Büro nehmen, dort in eine Ecke stellen und Herrn K. bei nächster Gelegenheit daran erinnern. Später befinde ich mich in einer Art WG. Auch dort beschäftigt mich die Dreckwäsche noch und ich erzähle anderen Bewohnerinnen davon. Die sind wie ich einhellig der Meinung, daß es nicht sehr fein von Herrn K. ist, so viel Dreckwäsche im Büro zu hinterlassen.
Bemerkung: Ich könnte mir Herrn N. niemals in weißen Turnschuhen vorstellen.
Kurzträume und Fragmente - Sonntag, 20. April 2008, 10:29










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