Sonntag, 16. März 2008

Verbrennen von Gasen und Diogenes im Zelt

Ich führe ein chemisches Experiment durch, bei welchem ich den Inhalt von Wasserpatronen (ich weiß leider nicht, ob dies Kohlensäure- oder Sauerstoffpatronen waren) verbrenne, um daraus ein ganz neues Gas zu gewinnen. Doch halt, eigentlich ist es gar kein Experiment, denn ich tue es eindeutig in der Absicht, diesen neuen Stoff zu gewinnen, den ich für irgendwas brauche (Bombenbau?). Dazu wird eine Patrone jeweils an einem Ständer befestigt und vor dem Ständer stehen zwei kleine Schalen. Eine der Patronen fängt plötzlich Feuer, ihr eines Ende brennt lichterloh, und ich befürchte, daß sie explodiert. Deshalb rücke ich erschrocken mit meinem Stuhl zurück und ducke mich, doch die Patrone brennt nur aus, bzw. implodiert. Ich mache weiter und bald darauf passiert dasselbe mit einer zweiten Patrone. Meine Mutter, die wohl mit mir in diesem Zimmer war, wird jetzt sauer und will, daß ich damit aufhöre. Sie nimmt eine der Schalen weg und stellt sie woanders hin. Doch da ich nur noch eine letzte Patrone habe, will ich diese nicht übrig lassen, rücke die Schale zurück, und verbrenne auch noch die letzte.

Im zweiten Traumfragment stehe ich vor einem zugefrorenen See oder breitem Fluß. Es ist später Abend und schon ziemlich dunkel. Am Rande des Wassers liegt ein ebenfalls eingefrorenes, langgestrecktes Schiff. Es ist über und über mit gefrorenem Schnee bedeckt, so daß es auf dem Wasser wie ein großes weißes unförmiges Gebilde wirkt. Nur bei genauem Hinschauen sieht man, daß es ein Schiff ist, und erst, wenn man noch genauer hinschaut, erkennt man, daß es ein oberes offenes Deck mit Bänken hat, und ein unteres geschlossenes Deck. Zu diesem Schiff will ich jetzt hin, denn anscheinend kann man damit trotzdem noch fahren oder zumindest etwas erleben. Ich überlege erst, mich auf eine der oberen Bänke zu setzen, doch dann denke ich, das würde etwas zu eisig werden und beschließe mich in das untere Deck zu schlagen. Dort sitzt man wahrscheinlich relativ warm und hat eine herrliche Aussicht auf das viele Eis. Um das Schiff zu erreichen, muß ich über das Eis des Sees laufen. Mir ist etwas mulmig, denn ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich hält. Vorsichtig setze ich Schritt für Schritt. Das Eis ist teilweise heller und teilweise dunkler, wahrscheinlich, weil es an den helleren Stellen dicker ist. Das versuche ich zu nutzen.

Im dritten Traum besitze ich keine Wohnung mehr, sondern lebe obdachlos auf dem Hof meiner Kindheit. Dort habe ich ein provisorisches Zelt aus Plastikplanen und Holzbohlen aufgeschlagen, in welchem ich schlafe. Ich werde auf dem Hof geduldet, da ich recht beliebt bin und jedem, der zu mir kommt, mit Rat und Trost zur Seite stehe. Einmal kommt zum Beispiel jemand zu mir, dem ich bei der Ordnung seiner Papiere und bei irgendeinem Problem mit dem Arbeitslosengeldbescheid helfe. Danach unterhalte ich mich mit einem kleinen Jungen, dessen Mutter ganz froh ist, mal für einen Moment alleine in der Wohnung zu sein. Später ruft sie den Jungen zum Abendessen. Nachts oder bei schlechtem Wetter krieche ich unter meine Plane und mit mir ebenfalls ein geflecktes, männliches Hündchen. Daß es männlich ist, weiß ich deshalb so genau, weil es sich vor mir mit dem Rücken im Gras gewälzt hat und ich sein durchaus im Verhältnis zur Körpergröße großzügig dimensioniertes bestes Stück gesehen habe. Während ich an einem eher ungemütlichen und sehr kaltem Abend unter der Plane liege, gehen mir allerhand Gedanken durch den Kopf. Ich frage mich, ob ich bei solchem Wetter nicht besser eine richtige Wohnung hätte, denn schließlich könnte ich erfrieren. Doch andererseits habe ich eine dicke Pappe mit der ich mich zudecken kann und sollte es noch kälter werden, würde sich ganz sicher etwas anderes zum zudecken finden. Wahrscheinlich würde man mir sogar gerne eine Decke bringen. Und während ich so unter der Plane liege, auf das Gras, den grauen Himmel und den prasselnden Regen blicke, dabei über mein Leben nachdenke, wird mir auf einmal klar, daß ich genau so, wie es jetzt ist, glücklich bin und ich nie wieder in eine Wohnung zurück möchte. Ich fühle mich mitten im Leben, auf dem Hof tobt um mich herum täglich das Leben und ich mitten drin, und auch ohne Menschen befinde ich mich mitten in der Natur, unter dem weiten Himmel, neben mir Bäume und Gras. Nie wieder möchte ich mich durch Wände von diesem Glück abtrennen.

Bemerkung: Ich glaube, so wie im dritten Traum könnte ich tatsächlich leben. Da denke ich nur an den Zelturlaub im "Ostseesturmjahr". Je stürmischer und nasser es wurde, um so wohler fühlte ich mich im Zelt. Ich bräuchte nur jemanden, der mir regelmäßig alle Bücher besorgt und ausborgt, die ich lesen möchte. *gg*

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Das verborgene Buch der Träume

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Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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