Mein Geburtstagsalptraum oder das Fest der scharfen Zunge
Es geht hier nicht darum, dass ich Geburtstag habe, noch um irgendwelche sexuellen Erlebnisberichte, sondern es handelt sich um einen Traum, den ich gerade hatte (bzw. vor 3 Stunden). Das Fest der scharfen Zunge nenne ich ihn deshalb, weil er in kompakter Form sozusagen eine meiner schlechten Eigenschaften wiedergibt. Diese schlechte Eigenschaft besteht darin, dass ich manchmal völlig spontan und ohne vorher nachzudenken sehr direkt und ehrlich meine Meinung zu etwas äußere, auch wenn ich sonst nicht viel rede. In diesen Momenten jedoch platzt meist impulsiv etwas aus mir heraus, was mich sofort in das nächste Fettnäpfchen trampeln läßt. Nun ist es niemals meine Absicht, irgendjemanden zu verletzen und mir ist auch klar, dass Lügen in vielen Fällen höflicher und menschlicher ist, aber zum einen bin ich eine sehr schlechte Schauspielerin und man sieht meinem Gesicht sofort die kleinste Empfindung an, und zum anderen ist es dieses innere Ringen zwischen Wahrheit und Lüge, welches die Wahrheit manchmal absonderliche und sehr überraschende Wege in die Freiheit gehen läßt. Eine Gelegenheit, bei der man diese innere Ringen besonders häufig spüren kann, sind Feiertage, an welchen man Geschenke bekommt. Ich habe zwar generell gegen Geschenke nichts einzuwenden, aber es sind doch manchmal schon recht abenteuerliche Dinge, die einem da vermacht werden. Jeder, der mich ein bißchen besser kennt, weiß, dass er bei mir mit Pralinen, insbesondere Pralinenmischungen, nichts falsch machen kann. Doch trotzdem erreichen mich immer noch genug andere Geschenke, bei denen es mir schwer fällt, mein Grauen zu verbergen. Das peinlichste und zugleich komischste Beispiel dafür, ist der riesige, grellbunte Plastik-Einkaufsshopper, den ich mal vor ca. 3-4 Jahren von einer Freundin meiner Eltern zum Geburtstag erhielt. Das witzige dabei war, dass mir dieses Geschenk nicht mal ungelegen kam, denn solchen Taschen benutze ich immer, wenn ich ins Freibad gehe - frei nach dem Motto: je häßlicher, billiger und abgewrackter, um so diebstahlsicherer. Und von meiner alten Freibadtasche war erst vor kurzem der Reißverschluß kaputt gegangen. Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich das Geschenk sah und ein Mann, äh, eine Frau - ein Gedanke - ein Wort.......genauso sagte ich es der edlen Schenkerin. Ich sagte wortwörtlich, dass ich solche häßlichen Taschen gerne für das Freibad nehme und erst als der Satz schon heraus war und die Dame mich etwas seltsam anblickte, erstarrte ich und dachte bei mir: Was hast du da gerade gesagt??? Scheiße!!! Im nachhinein habe ich oft überlegt, ob es vielleicht etwas an der Situation geändert hätte, wenn ich mir sofort widersprochen und behauptet hätte, dass es ein Versprecher war. Aber ich glaube, das hätte die Situation nur noch peinlicher und schlimmer gemacht, zumal diese Freundin sowieso etwas na ja....ete petete ist und man mit ihr nicht einfach über sowas lachen kann. Außerdem war ich viel zu schockiert von mir selbst. Ich glaube, sie hat mir das nicht wirklich übel genommen, aber peinlich ist es mir immer noch. Bei dieser Gelegenheit gerade muß ich auch an das letzte Geburtstagsgeschenk meines Ex-Freundes denken. Er schenkte mir einen Fön. Ich habe keine Ahnung, was Männer dazu bringt, Frauen schon im zweiten Jahr ihrer Beziehung einen Fön zu schenken. Vielleicht sollte das eine Anspielung auf meine Frisur sein, aber vielleicht auch auf die Geschichte von Susi und dem Fön. Und wenn der Fön wirklich ein verzauberter Prinz gewesen wäre, wäre ich ihm ewig dankbar gewesen. Aber er war es natürlich nicht.
Nun zum Traum:
Ich bin an meinem Geburtstag in der Wohnung meiner Eltern (das bin ich notgedrungen immer, da meiner Mutter am selben Tag wie ich Geburtstag hat). Meine Mutter will mir irgendwelche Fotos zeigen, die sie im letzten Urlaub gemacht hat und kommt mir schon mit einer Miene entgegen, als ob sie mir etwas super tolles und schönes zeigen möchte. Die Bilder hauen mich nicht gerade vom Hocker, aber ihr zuliebe tue ich so, als ob ich sie mir interessiert anschaue, auch wenn mir dabei immer ein eher zweideutiges "na ja" oder "hmmm" entschlüpft. In einem geeigneten Moment verkrümel ich mich schnell ins Bad und schließe mich dort ein. Schließlich kommt mein Bruder und klopft an die Tür, weil er mir gratulieren will. Als ich rauskomme überreicht er mir einen kleinen Blumenstrauß und geht gleich darauf in die Küche, um das Geschenk zu holen. Ich gehe ihm hinterher und sehe in der Küche G., eine seiner Ex-Freundinnen sitzen. Das irritiert mich, da ich auch im Traum weiß, dass er zur Zeit gerade mit K. zusammen ist. Deshalb frage ich sie bei der Begrüßung ganz direkt, nicht ohne vorher zu fragen, ob ich so direkt fragen darf, ob sie wieder mit meinem Bruder zusammen ist. Sie verneint es und sagt, dass sie nur mit ihm zusammen Schach spielen gehe. Ich antworte darauf, dass ich gar nicht wußte, dass sie Schach spielt. Jetzt überreicht sie mir mein Geschenk, nämlich ein Tablett mit acht Gläsern, wo zu jedem Glas auch noch ein Deckel gehört. Keine Ahnung, wozu man diese Gläser benutzt und vom Design her sehen sie aus wie 50iger Jahre - schmutzig-rot, mit Streifen und gleichzeitig Blümchen. Allerdings überreicht sie mir dieses Geschenk nicht wirklich wie ein Geschenk, sondern fragt mich, ob ich die Gläser behalten möchte, was eine Antwort indiziert. Natürlich widerstrebt es meiner Höflichkeit, sofort nein zu sagen, deshalb tue ich so, als ob ich die Gläser interessiert begutachte. Dabei schraube ich an ihnen rum und finde immer mal etwas, was nicht so richtig passt, zum Beispiel die Deckel, die irgendwie nicht richtig auf die Gläser passen. Dieses bemerke ich dann so nebensächlich und belanglos wie möglich. Mitten aus dieser Zwickmühle, in welcher ich versuche, diesen Kelch an mir vorbeigehen zu lassen und den Gläsern zu entkommen, wache ich glücklicherweise auf.
Nun zum Traum:
Ich bin an meinem Geburtstag in der Wohnung meiner Eltern (das bin ich notgedrungen immer, da meiner Mutter am selben Tag wie ich Geburtstag hat). Meine Mutter will mir irgendwelche Fotos zeigen, die sie im letzten Urlaub gemacht hat und kommt mir schon mit einer Miene entgegen, als ob sie mir etwas super tolles und schönes zeigen möchte. Die Bilder hauen mich nicht gerade vom Hocker, aber ihr zuliebe tue ich so, als ob ich sie mir interessiert anschaue, auch wenn mir dabei immer ein eher zweideutiges "na ja" oder "hmmm" entschlüpft. In einem geeigneten Moment verkrümel ich mich schnell ins Bad und schließe mich dort ein. Schließlich kommt mein Bruder und klopft an die Tür, weil er mir gratulieren will. Als ich rauskomme überreicht er mir einen kleinen Blumenstrauß und geht gleich darauf in die Küche, um das Geschenk zu holen. Ich gehe ihm hinterher und sehe in der Küche G., eine seiner Ex-Freundinnen sitzen. Das irritiert mich, da ich auch im Traum weiß, dass er zur Zeit gerade mit K. zusammen ist. Deshalb frage ich sie bei der Begrüßung ganz direkt, nicht ohne vorher zu fragen, ob ich so direkt fragen darf, ob sie wieder mit meinem Bruder zusammen ist. Sie verneint es und sagt, dass sie nur mit ihm zusammen Schach spielen gehe. Ich antworte darauf, dass ich gar nicht wußte, dass sie Schach spielt. Jetzt überreicht sie mir mein Geschenk, nämlich ein Tablett mit acht Gläsern, wo zu jedem Glas auch noch ein Deckel gehört. Keine Ahnung, wozu man diese Gläser benutzt und vom Design her sehen sie aus wie 50iger Jahre - schmutzig-rot, mit Streifen und gleichzeitig Blümchen. Allerdings überreicht sie mir dieses Geschenk nicht wirklich wie ein Geschenk, sondern fragt mich, ob ich die Gläser behalten möchte, was eine Antwort indiziert. Natürlich widerstrebt es meiner Höflichkeit, sofort nein zu sagen, deshalb tue ich so, als ob ich die Gläser interessiert begutachte. Dabei schraube ich an ihnen rum und finde immer mal etwas, was nicht so richtig passt, zum Beispiel die Deckel, die irgendwie nicht richtig auf die Gläser passen. Dieses bemerke ich dann so nebensächlich und belanglos wie möglich. Mitten aus dieser Zwickmühle, in welcher ich versuche, diesen Kelch an mir vorbeigehen zu lassen und den Gläsern zu entkommen, wache ich glücklicherweise auf.
Alle anderen Träume - Mittwoch, 23. März 2005, 23:34










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