Abschied
A. übernachtet bei mir und wir schlafen beide, als ich auf die Toilette muß. Als ich zurückkomme sehe ich ihn nicht mehr und bekomme einen Schreck, weil ich denke, daß er schon gegangen ist. Doch dann höre ich ihn unter der Bettdecke schnarchen und bin erleichtert. Ich lege mich wieder zu ihm ins Bett und bin so glücklich, daß er bei mir ist, obwohl ich nicht sicher bin, ob es vielleicht das letzte Mal ist. Er wacht auf und beginnt mich zwischen den Beinen zu streicheln. Dann legt er sich auf mich und wir küssen uns, aber schlafen nicht miteinander. In der Nähe vom Bett liegt mein aufgeschlagenes Traumtagebuch und ich frage mich, ob er vielleicht darin gelesen hat. Darauf erzählt er etwas von seinem Bruder, der eine Galerie hätte und er wollte dorthin, um etwas zu holen oder zu bringen. Es ist erst 4 Uhr früh. Er telefoniert im Bademantel, um ein Taxi rufen. Dabei steht meine Wohnungstür offen und mein Nachbar und seine Partnerin sehen ihn. Ich muß zur Schule, habe aber keine Lust, will lieber mit ihm zusammenbleiben. Ich schleiche durch die Wohnung, räume irgendwas zusammen und merke, daß ich Tränen in den Augen habe wegen des nahen Abschieds. Da ich nicht will, daß er es merkt, wende ich mich ab. Um mich zu verabschieden umarme ich ihn schließlich, doch merke dann, daß es mein Bruder ist, den ich umarme.
Träume von A. - Mittwoch, 9. September 1998, 00:22










Trackback URL:
https://meeresgrotte.twoday-test.net/stories/4514090/modTrackback