Der Fluch
A. und ich bekamen gesagt, daß wir einen Zauber oder Fluch auflösen müßten, indem wir uns an einem besonderen Ort küssen. A. faßte mich bei der Hand, rannte los und zog mich hinter sich her. Wir rannten wie die Verrückten eine Landstraße hinunter. Sie lag mitten im Wald, war menschenleer und die Sonne schien. Ich spürte, daß vor uns auf der Landstraße etwas unheimliches, gruseliges ist, aber hatte keine Zeit darüber nachzudenken und Angst zu haben, da A. mich hinter sich her zog. Wir hatten nur wenig Zeit zur Verfügung und rannten immer schneller. Schließlich kamen wir zu einem Haus, vor welchem ein häßlicher Mann in rotem Pullover stand, der eine häßliche dicke Brille trug. Er grinste fies, wie ein Psychopath, und erinnerte mich ein bißchen an einen geisteskranken Klienten unserer Abteilung. Ich wußte, daß er das Böse ist. Wir rannten an ihm vorbei in das Haus hinein und er kam hinter uns her. Wir liefen durch die Zimmer und aus Angst betete ich ständig: "Bitte, lieber Gott, erlöse uns." Dann kamen wir in ein Zimmer, dessen Tür wir hinter uns abschließen konnten. Das Böse blieb hinter der Tür stehen und ich betete weiter. Vor Schreck hatten wir beide vergessen, daß nur der Kuß uns helfen kann. Doch irgendwann fiel es uns doch noch ein und wir küßten uns sehr hastig und aufgeregt. Danach wußten wir, daß das Böse hinter der Tür verschwunden ist und ich wachte auf.
Träume von A. - Montag, 7. September 1998, 00:15










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