Die besetzte Wohnung
Ich schlafe ganz normal in meinem Bett und wache am Montagmorgen auf. Irgendetwas stimmt in der Wohnung nicht, den die Lichtschalter und Steckdosen sind abmontiert und fremde Sachen liegen rum. Als ich raus in die Küche gehe, merke ich, dass überall in der Wohnung fremde Leute, insbesondere Handwerker, sind. Ich bin total geschockt und wütend, dass die während ich schlafe einfach so in meine Wohnung eingedrungen sind ohne dass ich was davon wußte. Wahrscheinlich hat der Hausmeister Ihnen den Schlüssel gegeben. Ich spreche sie darauf an und frage sie, was sie hier wollen. Für sie scheint das alles ganz normal zu sein und werkeln seelenruhig weiter rum. Schließlich schreie ich sie an, was sie sich denken, dass das Hausfriedensbruch ist und mache ihnen klar, wie wütend ich bin, so wütend, dass ich sie umbringen könnte. Unter ihnen erwische ich auch den Bauleiter. Ihm sage ich das gleiche und drohe, dass ich ihn verklagen werde. Außerdem verbiete ich ihm, noch einen Schritt über meine Schwelle zu setzen. Am liebsten würde ich alle rausschmeißen, doch da die Steckdosen und Lichtschalter schon abgebaut sind, befürchte ich, dass ich dann ewig ohne Licht und Strom dasitze. Also lasse ich sie weitermachen, aber nicht ohne tüchtig rumzutoben, denn das Problem bei der ganzen Sache ist, dass ich eigentlich zur Arbeit muss und unter diesen Bedingungen will ich sie auf keinen Fall allein in der Wohnung lassen. Auch das sage ich ihnen. Die Leute scheinen es nicht zu verstehen, dass ich mich so aufrege, sie schütteln verständnislos mit dem Kopf und versuchen mir zu erklären, dass sie doch nur dies oder das machen. Ich hingegen versuche ihnen aufgebracht klarzumachen, dass sie ohne meine Erlaubnis und gegen meinen Willen in meine Wohnung, in meine Privatsphäre eingedrungen sind, dass das ein Verbrechen ist und dass sie daraus noch Konsequenzen zu tragen haben werden. Ich bin vollkommen ratlos, was ich nun machen soll, da ich ja eigentlich zur Arbeit muß, aber ich traue mich nicht dort anzurufen, weil ich Angst habe, dass ich am Telefon weinend zusammenbreche und meine Chefin dann denkt, es wäre irgendwas schlimmes passiert, wenn ich was von Leuten erzähle, die ohne mein Wissen in meine Wohnung eingedrungen sind. So überlege ich krampfhaft hin und her und beginne schließlich wirklich zu weinen. Weinend wache ich auf und bin gleichzeitig froh, dass es nur ein Traum war.
Wohnungsträume - Sonntag, 24. Oktober 2004, 00:58










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