Sonntag, 6. Februar 2005

Auf Reisen entlang der Alexanderstrasse

Ich weiß im Traum, dass ich drei Tage in Griechenland gewesen bin, allerdings war total schlechtes Wetter. Es gab dort zwei Arten von Strand(?), bzw. Gehfläche, und zwar zum einen aus weißem Salz oder salzartigem Sand(?) und zum anderen mit rötlichem Sand. Diese beiden Flächen bekämpften sich sozusagen gegenseitig, indem die eine die andere bedeckte, so dass mal die weiße und mal die rote größer war. Auf diesen Flächen fuhren Leute mit dem Board und am Rand des Strandes war kein Meer zu sehen, sondern ein großes Kraftwerk.

Wieder zurück aus Griechenland stand ich nun auf rasenbewachsenen Höfen mit kleinen "Trümmerbergen"(?). Dabei fiel mir auf, dass in den Rasen ein riesiges lachendes Osterei gezeichnet, bzw. getrampelt war und scherzhaft bezeichnete ich es als Kornkreis und ob Außerirdische gelandet wären. Dann unterhielt ich mich mit anderen darüber, die das anscheinend tatsächlich über das Osterei glaubten und stellte klar, dass ich nicht wirklich daran glaube, die Kornkreise stammten von Außerirdischen und dass dieses Osterei erst recht kein Kornkreis sei.

Schließlich war ich mit zwei weiblichen Besuchern unterwegs (ich glaube, es waren Bloggerinnen), denen ich Berlin zeigte. Dabei blieben wir auf einem Platz hängen, wo sich zwei mit Menschen vollbesetzte und sehr eng gegenüberstehende Bänke befanden. Wir quetschten uns ebenfalls auf eine Bank, keine Ahnung warum, und dann bemerkte ich, dass neben mir drei ehemalige Klassenkameraden sitzen - direkt neben mir St., neben ihr mein Spielfreund und neben diesem auch noch irgendjemand. Mein Spielfreund sieht sehr merkwürdig aus, denn er hat eine blaue Perücke auf und eine seltsame riesige Brille, die fast mehr aussieht, wie eine Karnevalsmaske, aber mit Gläsern ist. Die Person neben ihm trägt auch eine Brille, die zwar auffällig ist, aber trotzdem ganz gut aussieht. Deshalb sage ich zu ihr, dass sie eine tolle Brille auf hat. Zu der von meinem Spielfreund will ich erst nichts sagen, überlege es mir aber anders und sage ihm ebenfalls, dass er da eine tolle Brille trägt, allerding in eher spöttischem Tonfall. "Sehr hip!" sage ich noch. Dann bemerke ich, dass die beiden Besucherinnen an meiner Seite vor sich hin kichern und auch die fremden Menschen, die dichtgedrängt auf der Bank gegenüber sitzen und deren Knie wir fast berühren, sich angeregt über Brillen unterhalten und dabei vergnügt kichern. Als ich sie alle kichern und das Lachen unterdrücken sehe, kann ich selbst nicht mehr an mich halten und fange lauthals an zu lachen, worin alle nun miteinstimmen. Ich lache so herzhaft, dass ich mit schmerzenden Hals- und Bauchmuskeln im Bett aufwache und dort noch eine Weile vergnügt vor mich hingluckse.

Nachdem ich wieder eingeschlafen bin, hatte ich folgenden Traum. Ich befinde mich auf Reisen in einem fremden Land, dessen Sprache ich nicht verstehe. Ich kann mich jedoch nicht erinnern, was für ein Land das ist. Aus irgendeinem Grund will oder muß ich mit der Bahn ein oder zwei Orte weiterfahren. Deshalb gehe ich am Bahnhof zu einem Kiosk und will dort einen Fahrschein kaufen. Ich weiß, dass der Fahrschein dort "Verwert" (?) heißt, wohl das einzige Wort, was ich kenne. Im Kiosk sitzt eine Geisha und ich wundere mich etwas darüber, da ich mich nicht in Japan befinde. Das Wort "Verwert" scheint sie auch nicht zu verstehen, erst als ich "Fahrschein" sage, erklärt sie mir, dass es die bei ihr nicht gibt. Schließlich besorge ich woanders den Fahrschein und lasse dabei meine Börse liegen, worin sich nicht nur mein ganzes Geld, sondern auch die Aufzeichnungen meiner Reise befinden. Dies bemerke ich erst, als ich schon im Zug sitze, aber dass ich kein Geld mehr habe, beunruhigt mich nicht allzusehr. Nur das mit den Aufzeichnungen finde ich etwas schade und ich frage mich, wer wohl die Börse finden und das lesen wird. Außerdem bemerke ich noch etwas anderes, bzw. weiß es, nämlich dass ich mich nicht mehr in der Gegenwart befinde, sondern in der Vergangenheit reise. Und zwar so weit in der Vergangenheit, dass es noch keine richtigen Orts- oder Bahnhofsnamen gibt, sondern die ganze Strecke einfach "Alexanderstrasse" heißt. Ich selbst trage nun altertümliche Kleidung, unter anderem wohl auch ein Korsett, denn ich halte mich unnatürlich gerade. Doch trotz des Korsetts finde ich diese Reise in der Vergangenheit sehr spannend und ich genieße es, aus dem Zugfenster zu sehen und die inzwischen dunkle Landschaft an mir vorbeifliegen zu sehen. Es ist fast Nacht und draußen sieht man nur einen relativ hellen, bräunlich-schwarzen Himmel und davor schwarze Schatten von Gebäuden und Menschen. Außerdem fliegt ab und zu ein Straßenschild vorbei, auf welchem ich "Alexanderstrasse" lesen kann. Diese Fahrt geht eine ganze Weile und eine eigentümliche Hochstimmung erfasst mich, wie ich sie schon oft erlebt habe, wenn ich im Zug sitze und aus dem Fenster auf die weite Landschaft schaue. Schließlich fahren wir in einen alten Bahnhof ein und ich wundere mich, dass es dort schon Glasfenster gibt, bis mir einfällt, dass Glas ja keine allzu neuartige Erfindung ist. Als ich aussteige befinde ich mich nun allerdings wieder in der Gegenwart und der Bahnhof ist eine U-Bahn-Station in Westberlin. Ich laufe die Treppen hinauf und merke, dass aus dem Zug auch die Musikgruppe A-ha ausgestiegen ist, die nun neben mir die Treppe hinauflaufen. Dazu muß ich erklären, dass ich in meiner frühen Jugend ein ganz großer Fan von A-ha war und außerdem total in den Sänger verliebt. Inzwischen finde ich seine Stimme allerdings richtig gräßlich und mag die ganze Musik überhaupt nicht mehr (wie Geschmack sich doch ändern kann). Im Traum ist mir das alles bewußt und mir ist klar, dass ich vor 20 Jahren absolut aus dem Häuschen gewesen wäre, wenn ich die neben mir auf dem Bahnhof gesehen hätte, während mir das jetzt relativ wurscht ist, obwohl ich sie trotzdem neugierig betrachte.

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Das verborgene Buch der Träume

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~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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