Mittwoch, 26. September 2007

Londoner Karneval

Diesmal bin ich mit meinem Kumpel in London unterwegs. Wir schlendern eine unbefahrene Straße entlang, die auf wundersame Art moderne Technik und das Aussehen einer Märchenstadt in sich vereint. Bunte alte Häuser säumen den Straßenrand und mitten auf dem Weg stehen farbige Skulpturen und Gebilde, in welche kleine Bildschirme eingelassen wurden, auf welchen man andere Teile der Stadt oder Veranstaltungen beobachten kann. Die Buntheit der Straße erinnert unbewußt mehr an Südfrankreich oder Italien als an London. Während wir weitergehen denke ich bei mir, dass mir diese kleine bunte Straße doch viel besser gefällt, als die großen Touristenzentren der Stadt mit ihren dunklen und klotzigen Sehenswürdigkeiten.
Wir kommen jetzt in einen Raum, wo mein Kumpel mich einem Bekannten von ihm vorstellen will. Als er mit ihm spricht bemerke ich sofort - ich kenne ihn auch! Allerdings nur vom Sehen aus dem Bus. Er hat nämlich ein ziemlich seltsames Aussehen, sehr grobschlächtig, mit einem Buckel würde er sofort als Glöckner von Notre Dame durchgehen. Ich wusste gar nicht, dass mein Kumpel ihn kennt. Als er mich anschaut, merke ich, dass auch er mich erkennt. Und ihm scheint die Situation genauso unangenehm zu sein wie mir. Wir geben uns schnell die Hand und mein Kumpel verschwindet mit noch sehr viel mehr Bekannten irgendwohin.
Ich laufe zwar hinter her, doch bin nicht schnell genug und verliere ihn in der Menschenmasse aus den Augen. Ok, dann warte ich eben auf ihn. Mir ist bewußt, dass wohl irgeneine Maskerade stattfindet und dass er dort mit seinen Bekannten mitmacht. Er wird mich sicher nicht vergessen und mich bald suchen. Nachdem ich lange genug gewartet habe, glaube ich aber nicht mehr so recht daran und langsam werde ich auch etwas sauer, dass er mich hier in der Fremde einfach alleine sitzen läßt und vergißt. Also beginne ich selbst zu suchen, aber das Problem dabei ist, dass die Menschen, an denen ich jetzt vorbeikomme, alle verkleidet sind. Ich sehe ganze Spaliere von als Frauen kostümierten Männer. Ob sich mein Kumpel ebenfalls als Frau verkleidet hat und ob ich ihn so erkennen würde? Ich bin mir nicht sicher. Während ich noch suche, wandelt sich in meinem Bewußtsein der Ort London langsam in Buch, einem Vorort von Berlin. Ich weiß, dass hier alljährlich ein historisches Fest stattfindet.
Ich weiß nicht mehr, ob ich meinen Kumpel irgendwann gefunden habe, aber inzwischen bin ich auf dem Weg nach Hause in einer knüppeldicken vollen U-Bahn. Wir stehen dort dichtgedrängt und erst etwas später bekomme ich mit, dass sich einige Männer und eine Frau bei geöffneter Tür an der Außenseite des Waggons zu schaffen machen und dort bei voller Fahrt herumklettern. Wir sind mitten auf der Hochbahn. Wenn sie dort abstürzen - Prost Mahlzeit! Jetzt kann ich die Frau genauer sehen, wie sie draußen am Waggon hängt und mit aller Kraft versucht, etwas auf dem Waggondach zu erreichen. Sie hat dunkle, fast schwarze halblange Haare und trägt einen roten Ringelpulli. Da stürzt sie auch schon ab, mit ihr die Männer, die ebenfalls draußen herumkletterten. Ich sehe sie in der Ferne davonlaufen. Also haben sie es wohl überlebt. Erstaunlich! Die anderen Fahrgäste scheinen das alles gar nicht zur Kenntnis zu nehmen, so als sei es völlig normal.

Bemerkung: Diesen Typ, der im Traum ein Bekannter meines Kumpels ist, gibt es tatsächlich und ich sehe in wirklich immer mal wieder im Bus. Ich bin stets aufs neue fasziniert von seiner Häßlichkeit.
In Buch findet normalweiser kein historisches Fest statt, aber in Bernau, wo wir erst vor kurzem waren, wird jedes Jahr das Hussitenfest gefeiert. Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass ich eigentlich Bernau meinte. *gg*

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Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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