Ausflüge mit Kloschüsseln, Nashörnern und anderen wundersamen Dingen
Ein Spaziergang auf den ausgedehnten grünen Wegen hinter meinem Wohnhaus. Auf einer Kreuzung treffe ich die Mitmieter Fr. H. und Herrn R., die gerade dabei sind, eine Toilettenschüssel zu reparieren. Dabei erfahre ich, dass dieses Naturgebiet eigentlich den Mietern unseres Hauses gehört und wir es deshalb auch in Ordnung halten müssen. Das wußte ich noch gar nicht, ich dachte, dieses Naturgebiet sei öffentlich. Da ich nicht so dastehen will, während die anderen die Kloschüssel reparieren, helfe ich schnell ein wenig mit, den Sand glatt zu streichen. Die Reparatur erfolgte nämlich auf die Art, dass die Kloschüssel in der Erde begraben wurde. Während ich weitergehe überlege ich, dass mir ja dann eigentlich auch ein Stückchen des Naturgrundstücks zur persönlichen Nutzung zustehen müßte. Ein aufregender Gedanke, den ich aber wieder verwerfe, weil ich denke, dass so ein kleiner Garten, von allen Seiten zugänglich, doch etwas ungeschützt wäre.
Auf einem weiteren Ausflug, diesmal direkt ans Meer. Ich bin überrascht, als ich aus der S-Bahn aussteige und in der Ferne die graue und stürmische Ostsee neben einer dunklen Landzunge entdecke. Eigentlich bin ich ja nur bis knapp außerhalb Berlins gefahren, hier dürfte noch gar kein Meer sein. Anscheinend habe ich mich geirrt und während all der Jahre nicht gewußt, dass man die Ostsee auch mit der S-Bahn erreichen kann. Diese Erkenntnis und der Anblick der See lassen mich innerlich jubeln. Ich bin ihr also doch viel näher, als ich immer glaubte, nur ein Katzensprung entfernt. Während der Überlegungen legt sich der Sturm und die See ist nun spiegelglatt. Ich muss plötzlich an ein Lied von Achim Reichel denken (das es in Wirklichkeit nicht gibt) und mir fällt es wie Schuppen von den Augen, dass dieses Lied einen Code enthält. Es beginnt genau mit dem Namen des Ortes, in welchem ich ausgestiegen bin, und der ganze Liedtext setzt sich ausschließlich aus Ortsnamen von Seebädern zusammen, die einer bestimmten Route folgen. Dies jedoch ohne seinen Sinn als ein normaler Liedtext einzubüßen. Hätte ich das eher erkannt, hätte ich also gewußt, dass dieser Ort, den ich mit der S-Bahn erreichen kann, am Meer liegt.
Der nächste Ausflug führt mich in die Müggelberge. Auch diese erscheinen mir gar nicht mehr so weit entfernt, seit ich öfters dort hinfahre. Ich folge einigen Leuten durch Unterholz einen etwas steileren Berg hinauf. Auf der anderen Seite des Berges befindet sich eine große Lichtung mit eingezäunten Weiden. Von meinem Standort aus führen zwei Wege fort. Ich bemerke jedoch, dass beide Wege ab und zu von wildgewordenen Nashörnern gekreuzt werden. Diese sind zwar eingezäunt, überspringen oder durchbrechen die Zäune aber ohne jede Mühe. Am liebsten würde ich keinen der zwei Wege gehen, aber ich kann auch nicht hier stehenbleiben. Ein junger Mann, der wohl Tierwärter und für die Nashörner zuständig ist, kommt hinzu und erklärt, dass es nicht so schlimm wäre , wie es aussieht, und dass mir nichts geschehen wird. Also entscheide ich mich endlich für den rechten (mir fällt gerade die Doppelbedeutung auf) Weg, weil dieser mir kürzer erscheint als der linke, und versuche so gut es geht den Nashörnern auszuweichen, die oft nur knapp an mir vorbeirammeln. Später befinde ich mich wieder im Wald, wo ich neben einem nicht sehr hohen Berg her laufe, auf dessen Spitze ein extrem langer, kahler und verwinkelter Baumstamm liegt.
Nun erreiche ich einen Ort mit altertümlichen Bauten. Ich vergewissere mich, dass ich meine Kamera mit dabei habe. Ich trete durch einen torähnlichen Eingang und befinde mich danach an einem Ort, der gar nicht zum Äußeren des Baues passt. Es wirkt mehr wie eine Höhle unter der Erde, allerdings so riesig, dass eine halbe Stadt hineinpassen würde. Ich klettere an einer Seite auf einen etwas höhergelegenen Ausblick, von wo aus ich die gesamte Höhle durch einen großen rechteckigen Durchblick betrachten kann. Der Anblick ist beeindruckend. Es herrschen warme, bernsteinähnliche Gold- und Brauntöne vor, allerdings wirkt die gesamte Höhle auch etwas wie eine Baustelle - hölzerne Gerüste stehen herum, Bretter liegen auf dem Boden usw. Aber gerade das gibt ihr einen besonderen Reiz, weil es die Farben auflockert und viele unterschiedliche Tönungen hineinbringt. Natürlich möchte ich diesen Ausblick fotografieren. Und merkwürdigerweise füllt sich mit jedem Foto die Höhle immer mehr, bis ich bloß noch Menschenmassen vor meiner Kamera habe. Ich fotografiere trotzdem weiter und mache ein paar lustige Schnappschüsse, wie z.B. eine Frau, die gerade vor Überraschung den Mund aufreißt oder einen Mann, der sich mit seiner Schirmmütze so nach vorne beugt, dass der Schirmmützenrand über dem Rahmen liegt und so einen 3-D-Effekt erzeugt. Meine Mutter steht jetzt neben mir und ich zeige ihr einige Schnappschüsse. Sie betrachtet sie interessiert, scheint aber nicht das zu sehen, was ich sehe und was mich daran begeistert.
Bemerkung: Trotz gleich drei Ausflügen in einer Nacht und in nur sechs Stunden Schlaf habe ich mich am Morgen doch recht gut erholt gefühlt.
Noch ein wildes Nashorn - mit Nashörnern scheine ich es zur Zeit zu haben und ich habe keinen blassen Schimmer aus welchem Grund - :
https://weltentanz.twoday.net/stories/4129332/
Auf einem weiteren Ausflug, diesmal direkt ans Meer. Ich bin überrascht, als ich aus der S-Bahn aussteige und in der Ferne die graue und stürmische Ostsee neben einer dunklen Landzunge entdecke. Eigentlich bin ich ja nur bis knapp außerhalb Berlins gefahren, hier dürfte noch gar kein Meer sein. Anscheinend habe ich mich geirrt und während all der Jahre nicht gewußt, dass man die Ostsee auch mit der S-Bahn erreichen kann. Diese Erkenntnis und der Anblick der See lassen mich innerlich jubeln. Ich bin ihr also doch viel näher, als ich immer glaubte, nur ein Katzensprung entfernt. Während der Überlegungen legt sich der Sturm und die See ist nun spiegelglatt. Ich muss plötzlich an ein Lied von Achim Reichel denken (das es in Wirklichkeit nicht gibt) und mir fällt es wie Schuppen von den Augen, dass dieses Lied einen Code enthält. Es beginnt genau mit dem Namen des Ortes, in welchem ich ausgestiegen bin, und der ganze Liedtext setzt sich ausschließlich aus Ortsnamen von Seebädern zusammen, die einer bestimmten Route folgen. Dies jedoch ohne seinen Sinn als ein normaler Liedtext einzubüßen. Hätte ich das eher erkannt, hätte ich also gewußt, dass dieser Ort, den ich mit der S-Bahn erreichen kann, am Meer liegt.
Der nächste Ausflug führt mich in die Müggelberge. Auch diese erscheinen mir gar nicht mehr so weit entfernt, seit ich öfters dort hinfahre. Ich folge einigen Leuten durch Unterholz einen etwas steileren Berg hinauf. Auf der anderen Seite des Berges befindet sich eine große Lichtung mit eingezäunten Weiden. Von meinem Standort aus führen zwei Wege fort. Ich bemerke jedoch, dass beide Wege ab und zu von wildgewordenen Nashörnern gekreuzt werden. Diese sind zwar eingezäunt, überspringen oder durchbrechen die Zäune aber ohne jede Mühe. Am liebsten würde ich keinen der zwei Wege gehen, aber ich kann auch nicht hier stehenbleiben. Ein junger Mann, der wohl Tierwärter und für die Nashörner zuständig ist, kommt hinzu und erklärt, dass es nicht so schlimm wäre , wie es aussieht, und dass mir nichts geschehen wird. Also entscheide ich mich endlich für den rechten (mir fällt gerade die Doppelbedeutung auf) Weg, weil dieser mir kürzer erscheint als der linke, und versuche so gut es geht den Nashörnern auszuweichen, die oft nur knapp an mir vorbeirammeln. Später befinde ich mich wieder im Wald, wo ich neben einem nicht sehr hohen Berg her laufe, auf dessen Spitze ein extrem langer, kahler und verwinkelter Baumstamm liegt.
Nun erreiche ich einen Ort mit altertümlichen Bauten. Ich vergewissere mich, dass ich meine Kamera mit dabei habe. Ich trete durch einen torähnlichen Eingang und befinde mich danach an einem Ort, der gar nicht zum Äußeren des Baues passt. Es wirkt mehr wie eine Höhle unter der Erde, allerdings so riesig, dass eine halbe Stadt hineinpassen würde. Ich klettere an einer Seite auf einen etwas höhergelegenen Ausblick, von wo aus ich die gesamte Höhle durch einen großen rechteckigen Durchblick betrachten kann. Der Anblick ist beeindruckend. Es herrschen warme, bernsteinähnliche Gold- und Brauntöne vor, allerdings wirkt die gesamte Höhle auch etwas wie eine Baustelle - hölzerne Gerüste stehen herum, Bretter liegen auf dem Boden usw. Aber gerade das gibt ihr einen besonderen Reiz, weil es die Farben auflockert und viele unterschiedliche Tönungen hineinbringt. Natürlich möchte ich diesen Ausblick fotografieren. Und merkwürdigerweise füllt sich mit jedem Foto die Höhle immer mehr, bis ich bloß noch Menschenmassen vor meiner Kamera habe. Ich fotografiere trotzdem weiter und mache ein paar lustige Schnappschüsse, wie z.B. eine Frau, die gerade vor Überraschung den Mund aufreißt oder einen Mann, der sich mit seiner Schirmmütze so nach vorne beugt, dass der Schirmmützenrand über dem Rahmen liegt und so einen 3-D-Effekt erzeugt. Meine Mutter steht jetzt neben mir und ich zeige ihr einige Schnappschüsse. Sie betrachtet sie interessiert, scheint aber nicht das zu sehen, was ich sehe und was mich daran begeistert.
Bemerkung: Trotz gleich drei Ausflügen in einer Nacht und in nur sechs Stunden Schlaf habe ich mich am Morgen doch recht gut erholt gefühlt.
Noch ein wildes Nashorn - mit Nashörnern scheine ich es zur Zeit zu haben und ich habe keinen blassen Schimmer aus welchem Grund - :
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Träume von Urlaub und Reisen - Freitag, 31. August 2007, 17:44










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