Einige Treppen höher in meinem Elternhaus wartet eine Faschingsveranstaltung der Schule auf mich. Mein Vater schaut von einem über mir liegenden Treppenabsatz herunter und sagt, daß ich mich beeilen soll, der Film beginne in zwei Minuten. Ja, doch, ich komme schon. Anscheinend ist der Film die Eröffnungsveranstaltung. Ich erreiche gerade noch pünktlich den Raum und muß bei zwei Japanern (? - wäre natürlich auch möglich, daß es Südamerikaner waren) für sehr viel Geld eine Eintrittskarte kaufen. Hui, das ist aber wirklich teuer. Doch statt eines Filmes sind jetzt quadratische Spielbretter zu sehen, auf denen aus tausenden kleinen Würfeln Gebilde aufgebaut sind, die an Mayapyramiden erinnern. Um sie herum warten die Faschingsteilnehmenden, hauptsächlich ehemalige Mitschüler, Verwandte oder Kollegen, alle in verschiedenen Verkleidungen, bis sie an der Reihe sind zu spielen. Ich selbst trage eine Verkleidung, die sich wie ein zweites dickes Fell anfühlt, aber nicht viel meiner Aufmerksamkeit auf sich zieht, was positiv ist, denn ansonsten würde es bedeuten, daß sie stört. Während ich mich zu den Spielenden geselle, frage ich jemanden nach den Spielregeln, denn ich habe keine Ahnung, was das für ein seltsames Spiel ist. Er erklärt mir, daß jedem aus dieser Pyramide ein Würfel zugewiesen ist, welcher, wenn derjenige an der Reihe ist, geworfen (und damit auch etwas entschieden?) werden darf. Doch da es unzählige Würfel sind, besteht das Spiel zum größten Teil aus Warten, bis man an der Reihe ist. Und so richtig habe ich die Logik oder den Sinn des Spiels noch immer nicht kapiert, aber ich denke mir, wahrscheinlich habe ich noch jede Menge Zeit, bis ich selbst würfeln muß, bis dahin sehe ich vielleicht klarer. Noch immer nicht am Zug, habe ich mich an einer Schulbank niedergelassen, wo ich in eine Bierflasche einen Schuß roten Grenadine-Sirup kippe, welchen N. auf dem Platz vor mir bereitgestellt hat. Dies ist jetzt ein bestimmter Cocktail, dessen Name mit Su... beginnt, und ich trinke mehrere von diesen Cocktails, indem ich immer wieder roten Grenadine-Sirup verwende. Mir fällt auf, daß M. vorne an einem Tisch sitzt, als würde er die ganze Veranstaltung beaufsichtigen. Besonders auffällig sind seine langen schattigen Wimpern. Die sind wahrscheinlich angeklebt und sollen wohl die Traurigkeit in das Gesicht bringen, denn er hat ein geschminktes Clowns-Gesicht und Clown-Gesichter sind traurig. Draußen steigen jetzt große Ballons mit Gondeln auf, in denen eigenartige Figuren, sicherlich Masken aus Pappmaché gedrängt stehen. Die Figuren erinnern an die
Götterstandbilder von Braak und das Ganze soll eine Protestaktion gegen irgendetwas sein. Während ich noch schaue, kommt jemand zu mir und flüstert, daß F.D. verstorben sei. Er hatte eine Infektion am Zahn. Mir fällt ein, daß mich vorher bereits jemand angerufen und mir mitgeteilt hatte, daß F.D. tot sei. Aber das muß ich vergessen oder nicht geglaubt haben. Jetzt bin ich mir sicher, daß es wahr ist. Was für eine Ironie des Schicksals, daß F.D. tot ist, während ich noch lebe!
Schulträume - Samstag, 18. Februar 2012, 14:49
Auf der Flucht vor etwas mit dem Ballon. Ein Professor steuert ihn, vielleicht derselbe aus "Fünf Wochen im Ballon", und noch ein oder zwei andere Leute befinden sich mit in der Gondel. Abgehoben sind wir ohne Probleme. Jetzt überfliegen wir ein sumpfiges Seen-Gebiet. Ist die Frage, ob wir den Ballon lange genug oben halten können bis wir es überquert haben und in Sicherheit sind.
Ein schwerer weißer Koffer mit schwarzer Aufschrift steht auf meinen Knien, während ich im Beifahrersitz eines Wagens sitze. Der Koffer ist so riesig, daß er mir völlig den Blick nach vorne versperrt. Neben mir am Steuer ein Mann, den ich für meinen Cousin halte. Mit einer Hand hält er ununterbrochen meine Hand fest, vielleicht um mich zu beruhigen, weil ich nichts sehe, und fährt nur mit der Linken. Ich denke bei mir, daß er besser mit beiden Händen lenken sollte und entziehe ihm deshalb schließlich meine Hand. Doch zu spät. Eine Polizeistreife mit drei blonden Polizistinnen hat uns gestreift und auf den Gehweg abgedrängt.
Träume von Urlaub und Reisen - Sonntag, 12. Februar 2012, 14:27
In einem kleinen Raum ohne Fenster erwache ich. Drei Wände des Raumes sind von oben bis unten mit Regalen verkleidet, in welchen ausschließlich dicke Gesetzessammlungen stehen. An der vierten Wand steht mein Krankenbett, in welchem ich liege. Kollegin T. beaufsichtigt diesen Raum und die Gesetzessammlungen sind sehr interessant einsortiert. Die unteren liegend und die oberen darauf diagonal stehend. Ungewöhnlich, aber vielleicht ist das eine ihrer geheimen Ordnungen. Außerdem scheint sie es auch übernommen zu haben, sich um mich zu kümmern. Ziemlich dunkel, trist und ungemütlich ist es hier zwischen all den Gesetzessammlungen, aber wahrscheinlich hatten sie woanders kein Platz für ein Bett. Mit einem Plan tritt sie an mein Bett und erklärt mir, man habe mich endlich für einen bestimmten Zeitraum im Krankenhaus untergebracht. Erschrocken frage ich sie, was ich da soll. Ich war doch gerade erst im Krankenhaus, warum soll ich also wieder dorthin? Sie erklärt mir lächelnd, daß dies nötig sei, weil ich ein neues Kleid bekommen solle und das könne man nur besorgen, wenn ich im Krankenhaus sei. Das verstehe ich zwar immer noch nicht, doch sage nichts mehr. Eigentlich kann ich mit Kleidern gar nichts anfangen, die stehen mir nicht. Aber gut, vielleicht wollen sie mir damit nur etwas Gutes tun und es würde undankbar wirken, wenn ich jetzt herummäkel. Eine lange Hose wäre mir aber trotzdem lieber. Andere Kollegen gehen ein und aus oder stehen beeinander, alle in Besetzung einer früheren Abteilung und nicht der jetzigen. Kollegin P. kommt herzlich an mein Bett geeilt, umarmt mich, fragt wie es mir geht und flüstert: "Jetzt bekommst du ja bald dein neues Kleid!" Schon wieder! Was meinen die nur damit? "Da ist doch irgendetwas im Busch. Eine Überraschung, oder so." sinniere ich laut vor mich in und merke zu spät, daß die Teamleiterin diese Gedanken mitbekommen hat. Sie reagiert jedoch nicht weiter darauf. Etwas später hat man mich aus dem Krankenbett herausgeholt und ich sitze mit den anderen Kollegen, unter ihnen K. und der Große, zusammen. Es werden jede Menge Geschenke ausgepackt, vielleicht ist das hier gerade ein Julklapp, muß wohl so sein, was sollten sonst diese vielen Geschenke. Ein dunkelhaariger Mann kommt hinzu, der mich an einen ehemaligen Seminarleiter erinnert. Er scheint eine Art Kopfjäger zu sein, denn er offeriert dem Großen einen neuen Job. Dann fällt sein Blick auf mich, er drückt mir ein liniertes Blatt und einen Stift in die Hand und fordert mich auf, meinen Namen aufzuschreiben. Fragend schaue ich ihn an, ziemlich perplex, weil ich nicht weiß, was das werden soll. Als er meine Verwirrung bemerkt, erklärt er wie nebenbei, als sei es schon beschlossene Sache, daß er für mich auch einen neuen Job hat und fragt mich, ob ich Samba tanze. Er scheint großes Interesse daran zu haben, mit mir tanzen zu gehen und mich attraktiv zu finden. Daß er mir nur deshalb gleich einen Job anbietet ohne mich zu kennen, ist schon ziemlich kühn von ihm. Spontan, um ihn vor einem großen Fehler zu bewahren, möchte ich etwas über meine Krankheit sagen, beiße mir dann aber auf die Zunge. Warum soll ich mir die Chance verbauen? Selbst schuld, wenn er nur nach dem Äußeren geht. Stattdessen sage ich nur, daß ich nicht wirklich gut tanzen kann. Dann beginne ich meinen Vornamen in Großbuchstaben auf das Papier zu schreiben. Kollegin T. und ich stehen mit einem Kinderwagen in einem Flur mit geschlossener Fensterwand. Mein Blick fällt auf einen grauen Himmel, an welchem Funken regungslos verharren, so als sei gerade ein Feuerwerk am hellichten Tag fotografiert worden. Was ist hier los? Eine Explosion? Kaum habe ich das gedacht, beginnt es von oben Gegenstände herunterzuprasseln. Einige durchschlagen das Fensterglas und das Dach. Mit einem Brett versuchen wir das Baby im Kinderwagen zu schützen, damit es keine Glassplitter oder gefährlichen Gegenstände abbekommt, was wohl auch gelingt.
In einer Küche brate ich mir ein Spiegelei, esse aber nur das gestockte Eiweiß. Mein Vater kommt hinzu und sagt, daß er auch ein Spiegelei möchte. Er geht hinüber zur Spüle und macht sich dort an etwas zu schaffen, wobei er mir den Rücken zukehrt. Während ich seinen Rücken betrachte, kommt mir Gedanke, daß hier etwas nicht stimmen kann. Doch was ist es? Nach mehreren Überlegungen weiß ich es. Mein Vater ist tot und dies hier kann deshalb nur ein Traum sein. Dann erwache ich.
Berufsträume - Freitag, 10. Februar 2012, 21:04
Mein Partner, eine seltsame Mischung aus zwei Ex-Freunden, hat mich zu meiner Zahnärztin begleitet und im Wartezimmer während der Behandlung ausgeharrt. Wieder zu Hause sitzen wir beieinander, unterhalten uns, während ich die Hose ausziehe, wobei mir meine schneeweiß leuchtenden Beine auffallen. Er erzählt mir, daß er an den Geräuschen, die während des Schleifens der Zähne entstanden sind, hören konnte, daß meine Zahnärztin eine sehr gute und akkurate Arbeit leistet. Hm, merkwürdig, wie er darauf kommt, dies aus den Schleifgeräuschen heraushören zu können, aber andererseits beruhigt es mich, daß er diesen Eindruck hat.
Ein Wellnesscenter mit Sportangeboten und einem Thalasso-Pool. Ich möchte in das mit dunklen Algen versetzte Wasser steigen und erfahre, daß dieses 52 Grad Wassertemperatur hat. Ist das nicht etwas viel? Da verbrüht man sich ja! Doch als ich mit dem Fuß vorteste stelle ich fest, daß das Wasser eher zu kühl als zu heiß ist.
Wasserträume - Donnerstag, 9. Februar 2012, 22:18
In einer Reisegruppe erhalte ich einen Mantel, den ich überziehen soll. Leider ist er etwas zu klein und vor allem an den Ärmeln zu eng, so daß ich an ihm zerren muß, um ihn richtig um die Schultern zu bekommen. Dabei reiße ich ein kleines Loch in die Kragenkante. Sofort entschuldige ich mich und biete an, den Schaden zu ersetzen, zumal der Mantel nur geliehen ist. Statt einer Antwort ernte ich böse Blicke und bissige Bemerkungen über meine Ungeschicklichkeit, dabei ist es mir so schon peinlich genug. Die Reisegesellschaft setzt sich an eine Gruppe Tische, plaudert und lacht durcheinander. Ich sitze am Rande und bin still. Aus der Gruppe heraus schaut mich ein Mann böse an und sagt etwas zu mir. Im Stimmengewirr habe ich ihn nicht verstanden und frage nach. "Du bist eine unsympathische Frau." sagt er noch einmal. Aha, nun - man kann nicht von jedem sympathisch gefunden werden - denke ich und zucke mit den Achseln. Jetzt beginnt mit einem Schlag die gesamte Reisegruppe über mich herzuziehen, so als sei ich gar nicht da. Wie ich esse, wie ich gehe, wie ich aussehe, wie ich bin. Ich sitze wie paralysiert daneben und fühle mich immer elender. Doch dann schlägt die Hilflosigkeit in Wut um. Ich mag zwar unsympathisch sein, aber Respekt kann ich, sollte ich, wie jeder andere erwarten. "Ihr habt wohl den A... offen, hier über mich zu reden, als sei ich gar nicht anwesend!" schimpfe ich in die Gruppe, trete dann hinein, packe einige Leute am Kragen und haue ihnen eine runter. Danach verlasse ich die Situation, wende mich noch ein letztes Mal um und sage triumphierend: "JETZT bin ich unsympathisch!" Seltsam, auf einmal fühle ich mich gut. Es ist doch ein Unterschied, ob man den Leuten einen echten Grund dafür gibt, einen unsympathisch zu finden, oder ob man für sie unsympathisch ist ohne daß man weiß, was die anderen gegen einen haben.
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Ich halte zwar generell Gewalt für keine Lösung, aber manchmal frage ich mich, ob mein Leben einen etwas anderen Verlauf genommen hätte, wenn ich einer gewissen Person aus meiner Kindheit mal so richtig eine aufs Maul gehauen hätte. Andererseits ist und handelt man zu jedem Zeitpunkt immer genau so, zu was einem das Leben vorher gemacht und wie es einen geformt hat, von daher ist jedes "hätte", müßig.
Alle anderen Träume - Dienstag, 7. Februar 2012, 10:19
Eine Prozession von japanischen Mönchen tippelt in den typischen japanischen Holzsandalen in Zweierpaaren voran, ich selbst und eine zweite Frau neben mir tippeln mit. Hinter mir höre ich Stimmen der männlichen Mönche, die sich darüber beschweren, daß Frauen dies erlaubt wird. Anscheinend leben die hier noch auf dem Mond, denke ich verärgert. Doch sogleich merke ich auch, daß mir die Schritte viel zu klein sind. Mit meiner Größe und den langen Beinen ist es wirklich mühsam, dieses Schritttempo mitzumachen und ich schaffe es nicht, ohne aus der Reihe zu tanzen. Schließlich habe ich genug und springe einfach mit großen Schritten seitlich aus der Prozession. Wenn sie sowieso keine Frauen wollen, kann ihnen das ja nur recht sein und ich kann mich endlich normal bewegen.
Ein Duschraum mit Duschen, die an den Wänden entlang stehen, und auch in der Mitte in einigen Reihen angeordnet sind. Sämtliche Duschen sind aufgedreht und aus ihnen strömt angenehmes warmes Wasser. Das weiß ich, weil ich damit bereits teilweise in Berührung gekommen bin. Jetzt würde ich mich gerne ganz hinunterstellen und waschen, in der Hand halte ich schon ein großes Stück helle Seife, allerdings habe ich Bedenken wegen der Haare. Die werden dann auch naß, sind aber gerade frisch gestylt. Vielleicht kann ich mich ja irgendwie halb unter die Dusche stellen und den Kopf seitwärts halten. Von oben fällt ein graues unförmig kugeliges Ding herunter, ungefähr wie ein grauer Luftballon aussehend, das sich wie ein Ball verhält, mal hier und mal dorthin springt und rollt. Über mir und den Duschen wie in einer riesigen Seifenschale schwebend ein älterer Mann mit strengem Blick. Empört strecke ich ihm das kugelige Ding entgegen und rufe: "Hör gefälligst auf mir dauernd den Teufel vor die Füße zu werfen!" "Den Teufel?" fragt er ziemlich unbeeindruckt. "Na det hier! Det isser doch, oder nich?" meine ich rein rhethorisch und ziemlich ärgerlich.
Wasserträume - Mittwoch, 1. Februar 2012, 10:39
In der alten Wohnung meines Bruders. Gras ist über den Fußboden gewachsen und ich, sowie einige andere Bekannte helfen, das Unkraut zu rupfen. Der modrige, staubige Geruch ist ganz genauso wie früher vorhanden, fällt mir auf. Dann ist es mein Kumpel, der wieder in sein altes Zuhause gezogen ist, weil seine Freundin mit ihm Schluß gemacht hat. Er hat wohl irgendetwas gesagt oder getan, was sie so aufbrachte, daß sie sich trennen wollte. Mich wundert das ein bißchen, hatte er doch beim letzten Telefonat noch erzählt, wie wenig zickig sie sei. Seltsam. Dann muß es etwas wirklich Schwerwiegendes gewesen sein, aber ich traue mich nicht, weiter nachzufragen. Seine Kumpel sind anwesend und wir bereiten uns auf einen Discobesuch vor, genauso wie früher. Ich freue mich auf diesen Abend, an dem alles genauso wird wie früher. Eine bißchen blöd finde ich es allerdings, daß es mir richtig gut geht, wenn es ihm wahrscheinlich eher schlecht geht, aber andererseits trage ich ja keine Schuld an den Umständen. Später auf einem sonnenüberfluteten Hügel schaue ich mit meinem Kumpel auf alte verfallene Backsteinhäuser hinunter und wir spinnen miteinander herum, was für tolle Traumhäuser man daraus machen könnte. Ganz so wie früher. Wir konnten schon immer herrlich zusammen architektonische Luftschlösser bauen. Ein schönes Gefühl von Verbundenheit und Freundschaft.
Beziehungsträume - Samstag, 28. Januar 2012, 10:02
Am runden Tisch meines Elternhauses sind Verwandte und Bekannte versammelt. Meine Mutter steht dabei und kümmert sich um eine Rankpflanze im Topf, die ziemlich viele vertrocknete Blätter bekommen hat. Mit einer Schere in der Hand fragt sie, wieviel sie abschneiden soll, und kürzt so dirigiert die Ranken, bis nur noch gesunde Blätter an der Pflanze sind. Während dieses Vorgangs kommt mir blitzartig die scheinbar bedeutungsvolle Erkenntnis, daß Menschen wie Pflanzen sind und wie diese auf Licht reagieren. Einige brauchen viel Licht, manche Halbschatten und andere Schatten, um sich wohl zu fühlen und gesund zu bleiben. Doch warum zum Teufel sitze ich hier im Schatten, und die junge Frau mir gegenüber hat ein Platz direkt im einfallenden Sonnenlicht? Bin ich wirklich ein Schattengewächs? Oder bräuchte ich nicht eigentlich ebenfalls einen Fensterplatz?
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Solange es nicht
solch ein Fensterplatz ist....
Pflanzenträume - Freitag, 27. Januar 2012, 10:14
Beim Entzünden des Streichholzes explodiert der Streichholzkopf zu einer relativ großen und runden, gleißend hellen Feuerkugel. Ich trage es vorsichtig zu einer Tischgesellschaft, einige Schritte entfernt, um ihnen Feuer zu geben. Wahrscheinlich sind noch ein paar Kerzen anzuzünden und zum Grillen wird es vielleicht auch gebraucht. Doch ehe ich den Tisch erreiche, hat das Feuer bereits meine Finger berührt und ich lasse es zu Boden fallen. Als ich es aufheben will, bemerke ich, daß gleich daneben ein anderes abgebranntes Streichholz liegt. Kurz abgelenkt und einen Blick auf die Tischgesellschaft werfend, stelle ich fest, daß diese bereits ein großes Feuer an ihrem Tisch haben. Sogar ein gefährlich großes und freies Feuer, das in hellen Flammen züngelt. Mir bleibt da nur noch, die beiden abgebrannten Streichhölzer in den Müll zu werfen.
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Meine Träume der letzten Zeit finde ich irgendwie fast widerlich klischeehaft. Ich frage mich, ob Klischees in Träumen auch Klischees im Denken anzeigen, oder ob meine Träume gerade diese Symbole und Metaphern verwenden, damit die Botschaft auch wirklich bei mir ankommt. Anders verstehe ich sie sonst vielleicht nicht.
Feuerträume - Mittwoch, 18. Januar 2012, 16:58
Mein Vater im Talar ist gerade nach dem Gottesdienst aus der Kirche getreten und steht, der Gemeinde zugewandt, auf einem Weg. Als ich an ihm vorübergehe, hat er mir den Rücken zugekehrt und bemerkt mich nicht. Ich möchte auch nicht, daß er mich bemerkt, sinniere aber darüber, daß er, obwohl so schwer krank und pflegebedürftig gewesen, immernoch lebt und sogar wieder arbeitet, während meine Mutter, die nie so schwer erkrankt war, inzwischen tot ist. Wie seltsam.
Irgendwann beschließe ich, daß ich mit dem Sterben beginnen sollte. Die Idee dazu ist mir bei dem Anblick eines prächtigen Doppelgrabes gekommen, welches aus zwei übereinandergezimmerten Särgen besteht, die in Pastellfarben bunt bemalt sind. Im oberen Sarg liegt bereits eine einbalsamierte, mir unbekannte Frauenleiche, die aber bisher über einige Jahre hinweg noch nicht beerdigt wurde, weil ein "Bewohner" für den unteren Sarg fehlte. Dieser möchte ich nun werden. Dazu beginne ich mit diversen Vorbereitungen. Wie bei ägyptischen Mumien gehören auch Schmuckbeigaben dazu. Diese bestehen unter anderem aus einer wuchtigen eisernen Halskette mit strahlenförmig angeordneten Gliedern, die solch ein Gewicht hat, daß sie meinen gesamten Oberkörper in eine gebeugte Haltung nach vorne zieht. Nachdem ich diese Kette mit einigen Schwierigkeiten umgehängt habe, lege ich mich auf eine Bahre. Am Fußende steht eine ältere Frau (die Onkologin?) und beginnt mir die Füße zu massieren. Dies soll der Entspannung dienen, da ich aber kitzlig bin, zappel ich erst etwas herum, bevor ich endlich wirklich entspannen und die Massage zulassen kann. Doch kaum ist das geschehen, bricht der Frau beim Massieren ein Fingernagel ab und sie hört auf. Jetzt liege ich seitlich auf der Bahre und wünsche mir A. herbei, damit er mich beim Sterben begleitet. Kaum habe ich das gedacht, spüre ich seine Berührung an meinem Rücken, wo er sich neben mich auf die Laken gesetzt hat. Ich wage nicht, mich umzudrehen, aus Furcht, ich könnte ihn damit wie einen Traum vertreiben.
Träume von Verstorbenen - Dienstag, 17. Januar 2012, 20:10
In mehreren Räumen haben sich Kollegen, Bekannte und Verwandte zusammengefunden, um zu feiern und zu tanzen. Ich tanze mit mehreren Männern. In einen von ihnen bin ich verliebt, die anderen sind seine Brüder und/oder Kumpel. Danach sitze ich in einer Runde von Kolleginnen, unter ihnen M., die ebenfalls Brustkrebs hatte. Ihre Brust wurde amputiert und sie sagt, daß sie auf der Suche nach einem Arzt für den Brustaufbau sei. Wir unterhalten uns über dieses Thema und irgendwann erzähle ich ihr auch von meiner Studienkollegin, die gleich nach der Brustkrebsdiagnose gestorben ist. Dabei ist sie kurz vorher noch im Urlaub gewesen, sehr mysteriös das Ganze. Tage später, in den selben Räumlichkeiten, sind wieder alle versammelt. In einem der Zimmer wurden Verkaufsstände aufgebaut. Diese will ich aufsuchen und setze mich zwischendurch im Menschengemenge, weil vor dem Verkaufstand eine ganze Schlange von Leuten steht. Jemand umfaßt mich von hinten und beugt sich zu mir hinunter. Es ist mein Herzensmann. Mit Tränen in den Augen fragt er mich, ob ich seine Nachricht nicht bekommen hätte. Ich verneine, bei mir ist keine Nachricht angekommen. Traurig murmelt er, daß er dann seinem Bruder/Kumpel wohl nicht trauen kann, denn dieser sollte eine Nachricht übermitteln. Zum Glück hat er mich selbst noch einmal angesprochen und mich gefragt, denke ich. Er geht wieder, doch bald darauf schlingen sich die nächsten Arme um meinen Hals. Es sind die vom Bruder oder Freund und es scheint mir, daß er ebenfalls Interesse an mir hat. Er beginnt zu erzählen, daß mich der andere täuschen will und es nicht ernst mit mir meint, deshalb habe er mich schützen wollen und mir die Nachricht nicht überbracht. Ich kann das einfach nicht glauben - sollten die Tränen gespielt gewesen sein? Mir fallen all meine vergangenen Liebesbeziehungen ein, die dadurch entzweit wurden, daß sich Kumpel als Rivalen eingemischt und Mißtrauen gesät haben. Soweit will ich es diesmal nicht kommen lassen. Ich werde es einfach nicht glauben und kann es auch gar nicht glauben, dazu fühle ich zuviel von seiner Liebe. Die Leute im Verkaufsraum haben alles mitbekommen und unsere Liebesbeziehung bereits seit dem Tanzfest aufmerksam und gönnerhaft gerührt beobachtet. Als ich mich anstelle, sagen mir viele aus der Schlange: "Der linkt dich nur!" Die Frage ist wer - mein Herzensmann oder der Bruder/Kumpel? Ich beschließe ganz einfach, es auf den letzteren zu beziehen und antworte nichts darauf. Als ich an der Reihe bin, ist die Verkäuferin äußerst liebeswürdig, redet wohlwollend über unsere Verliebtheit und macht mir nur deshalb, weil sie davon so warm ergriffen ist, einige Zugaben und Geschenke, wie eine Schüssel voller Kekse mit Zuckerstreuseln. Außerdem schlägt sie mir vor, ein neues Nachthemdchen zu kaufen und zeigt mir gleich ein weißes, welches durchgehend durchsichtig ist, nur an den Kanten dicker abgesteppt und mit kleinen weißen Streublümchen in großzügiger Verteilung dekoriert. Da kann ich auch gleich nichts anziehen. Mich interessiert deshalb mehr ein ähnliches Nachthemdchen mit gleichem Schnitt, aber mit großen aufgesetzen, orientalisch anmutenden Applikationen in Dunkelrot und Türkis, die nur einige schmale durchsichtige Streifen lassen. Ich beschließe es zu kaufen und stelle fest, daß es 32 Euro kostet. 32 Euro für ein Teil, das ich wahrscheinlich kaum tragen werde, aber egal, die großzügige Stimmung der Leute hat mich angesteckt und einen Rückzieher will ich jetzt nicht mehr machen.
In meinem ehemaligen Kinderzimmer sind die Fenster schräg nach hinten gelegt, als wären sie Dachfenster, und unvermutet landet ein blaubunt schillernder Pfau darauf. Na sowas, wo kommt der denn her? Ist er irgendwo ausgebüxt? Auch später, als ich mich auf dem Hof befinde, ist er noch da und springt in den Bäumen umher. Ich wundere mich über die Leichtigkeit, mit der er das tut, obwohl er doch vom Körperbau ziemlich plump wirkt.
Beziehungsträume - Sonntag, 15. Januar 2012, 15:21
Zufällig treffe ich eine Bekannte, mit der ich zusammen in einen Kunst- und Fotografiezirkel gegangen bin. Sie besucht den Zirkel immer noch und erzählt, daß demnächst eine gemeinsame Reise nach Brüssel geplant ist, um dort zu zeichnen und zu fotografieren. Ohhhh, da möchte ich auch mit - denke ich bei mir und frage mich, ob es wohl auffällt, wenn ich mich unaufällig in den Zirkel schleiche. Jetzt hätte ich schließlich Zeit und es ist keine zusätzliche Belastung wie sonst, der Grund, warum ich irgendwann nicht mehr mitgemacht habe. Kurz entschlossen setze ich mich einfach in den Raum, fast dem Zirkelleiter gegenüber. Es ist mein ehemaliger Kunsterziehungslehrer und er bemerkt durchaus, daß ich wieder da bin und so tue, als sei nichts gewesen. Er sagt ebenfalls nichts dazu und akzeptiert es stillschweigend, weil er mich mag und es gut findet, daß ich erneut dazugestoßen bin. Wenig später sitzen wir schon alle im Zug nach Brüssel und ich unterhalte mich mit einigen Leuten, die ich noch nicht kenne.
Allein gehe ich durch eine Art Schrebergartensiedlung. Was ich dort tue ist unklar, vielleicht habe ich mich verlaufen und weiß es selbst nicht. Ich treffe einen Asiaten in alten und schmuddeligen Stonewashjeans-Klamotten. Er wohnt hier sehr genügsam in einem Gartenschuppen, wovon er lebt, ist nicht klar. Wahrscheinlich teils von Selbstversorgung und teils von einigen krummen Geschäften. Er läd mich zu sich ein und da er mir mit irgendetwas einen Gefallen getan hat, frage ich, ob ich etwas für ihn tun kann. Er wünscht sich, daß ich ebenfalls Stonewashjeans anziehe und über Nacht bleibe, nicht bei ihm, aber zumindest in der Siedlung. Also das mit den Jeans muß ich mir noch überlegen, dazu habe ich überhaupt keine Lust, aber in der Siedlung übernachten - warum nicht? Ich weiß eigentlich sowieso nicht so genau, wohin ich will. Man zeigt mir eine Matratze, die mitten auf einer Kreuzung von zwei Gartenwegen liegt. Auf dem kleinen Platz steht auch eine Bank, an der sich anscheinend Jugendliche aus der Siedlung versammelt haben. Sie haben einen kleines schwarzes Lämmchen bei sich. Als ich es mir auf der Matratze bequem gemacht habe, von den Jugendlichen gar nicht weiter beachtet, sie sind es gewohnt, daß hier Leute unter freiem Himmel übernachten, reißt sich das schwarze Lämmchen los, rennt auf mich zu und springt übermütig über die Matratze drüberweg, dreht um und springt noch einmal, bevor es auf die Jugendlichen hört, die es rufen. Putzig!
Tierträume - Freitag, 13. Januar 2012, 22:32
Umherwandernd in der alten elterlichen Wohnung, erlebe ich auf einmal einen Moment völliger Klarheit und Erkenntnis. Es ist nicht mehr auszumachen, was dazu geführt hat, aber sofort bin ich mir des Traumes bewußt und weiß, daß ich nun den Traum lenken und alles tun kann, was ich möchte. Spontan fällt mir das Fliegen ein. Ich bin lange nicht mehr geflogen. Kaum habe ich das gedacht, schwebe ich auch schon an die Decke. Die unterstützenden Ruderbewegungen mit den Armen brauche ich fast gar nicht. Hui, das fühlt sich gut an. Unter der Decke entlang fliege ich etwas umher, bis mich plötzlich eine Sturmböe erfaßt und an die Wand schleudert. Dagegen anzufliegen ist fast unmöglich. Wo kommt der Wind eigentlich her? Irgendjemand muß die Türen aufgelassen haben. Es gelingt mir, gegen den Windstrom in das Wohnzimmer zu fliegen, ein Durchgangszimmer mit zwei Türen. Beide stehen offen. Wenn ich die hintere schließe, dürften die heftigen Zugwinde ausgesperrt sein. Als das erledigt ist, bin ich wieder auf dem Boden angelangt und gehe zurück in die Diele. Die Schlafzimmertür steht offen und ein rotes Kleid hängt seitlich auf einem Bügel daran. Ich schaue hinein und rufe nach meiner Mutter, aber es antwortet niemand. Also ist sie wohl doch nicht anwesend. Inzwischen überlege ich, was ich weiter mit diesem luziden Traum anfange. Ich könnte telefonieren und A. anrufen. Zwar weiß ich nicht, wo ich hier in der Wohnung ein Telefon finde, aber es müßte ja bei voller Kontrolle auch einfach herbeizuzaubern sein. Auf dem Fußboden der Diele sitzend, konzentriere ich mich auf ein Telefon. Trotzdem will keines erscheinen. Dann erinnere ich mich an die Technik des Imaginierens. Ich stelle mir vor, ich hätte ein Telefon, wähle auf ihm eine Nummer und spreche irgendetwas in den unsichtbaren Hörer. Jetzt steht tatsächlich ein schwarzes Telefon vor mir. Doch ich habe vergessen, was ich eigentlich damit wollte und rede weiter laut mit mir selbst. Da kommt aus der Schlafzimmertür eine Gestalt mit einer schwarzen Till-Eulenspiegel-Haube heraus, welche nur einen kleinen runden Ausschnitt für das Gesicht freiläßt. Ich brauche etwas länger, um sie zu erkennen. Es ist eine Kollegin, in Bürokreisen liebevoll "Hexe" genannt, die munter auf mich zuspringt und mich umarmt. Sofort schnattern wir beide durcheinander, wie es uns geht und wo wir herkommen. Für einen kurzen Moment ist es, als sei ich sie und könnte spüren, wie unangenehm der obere Rand der Kappe beim Reden immer über die Augen rutscht. Das aufgeregte Geschnatter geht ohne sinnvolle Information weiter und ich erwache.
Flugträume (Luft) - Samstag, 7. Januar 2012, 12:15
Wenn ich mich aus dem Küchenfenster beuge und auf den Vorgarten hinunterschaue, sieht dieser aus wie ein durch klares Wasser schimmernder Wald aus fremdartigen Meerespflanzen. Seltsam! So viel geregnet hat es doch gar nicht. Die Straße wirkt ganz trocken. Mich wieder der Küche zuwendend, fällt mein Blick auf den Mülleimer. Eine einzelne Kornblume steckt darin, mit untertassengroßer Blüte. Leider mußte ich sie wegwerfen, was mich sehr traurig macht. Wenn man sich die Blüte genau betrachtet, fällt auf, daß die festen Bestandteile der Pflanze, ihre Grundblätter, der Stiel, die Nervenfasern und Äderchen noch unversehrt sind und ihr auch im Verblühen eine fragile Schönheit geben. Doch das Blau ist aus den Blütenblättern gewichen. Die Blume ist tot und nicht mehr zu retten.
Pflanzenträume - Freitag, 6. Januar 2012, 20:53
Die junge Frau führt mich freundlich in das Badezimmer. Es geht um einen Test, zu welchem eine besondere Badewanne benötigt wird, um etwas darin zu versenken. Sie hat diese Badewanne, eine Eckwanne mit durchsichtiger Verkleidung. Ich bin hier zu Besuch bei einer jungen Familie, beide erst seit kurzem verheiratet, allerdings mit einem Baby, das bereits zu laufen beginnt. Als der Test abgeschlossen ist, möchte sie mir unbedingt noch eine Badewanneneinlage aus echten großen Flußsteinen zeigen. Sie legt diese unter den laufenden Wasserhahn und stellt ihr Baby darauf. Das stolpert vergnügt über die vom Wasser glitschigen Steine. Mir ist unwohl, denn das ist doch sicher nicht ungefährlich für das Baby. Aber die Mutter winkt eifrig ab. Da rutscht das Baby auch schon weg und fällt so aus der Wanne, daß es mit dem Kopf auf den Rand schlägt. Wußte ich es doch! Glücklicherweise hat das Kind nur einen Schreck bekommen, aber keine ernsthaften Verletzungen, doch die Mutter plagt nun ein sehr schlechtes Gewissen und sie versucht sich wortreich vor sich selbst und uns - ihr Mann ist inzwischen ebenfalls anwesend, sowie eine Psychologin - zu entschuldigen, ohne daß dies jemand von ihr verlangt hätte. Dazu macht sie unter anderem eine schriftliche Liste, die sie uns zu lesen gibt. Auf dieser sind alle einflußreichen Persönlichkeiten aufgeführt, mit welchen sie in ihrem Leben Bekanntschaft gemacht hat oder sogar befreundet ist. Unter diesen Persönlichkeiten finde ich unter anderem Buddha und Sri Krishnamurti. Und wie entschuldigt jetzt die angebliche und eher unwahrscheinliche persönliche Begegnung mit Buddha ihre Gedankenlosigkeit? Diese Frage behalte ich jedoch für mich und tausche nur berede Blicke mit der Psychologin aus. Diese scheint genau zu wissen, was ich denke und ganz genau dieselben Schlußfolgerungen daraus zu ziehen. "Gut, dann wäre das ja geklärt!" sagt sie übertrieben aufgeräumt und ihre Gedanken dazu ebenfalls zurückhaltend. Wir machen uns bereit zu gehen, als ich mir noch einmal den jungen Ehemann anschaue. Er wirkt sehr verwirrt und verängstigt. Anscheinend ist ihm eben gerade erst aufgegangen, daß er den Bund für den Rest seines Lebens mit einer Frau geschlossen hat, die einen Knall hat. Fast tut er mir ein bißchen leid.
Alle anderen Träume - Montag, 2. Januar 2012, 00:31